Montag, 17. August 2026

 

Deckblatt • Executive Summary • Einleitung • Methodik

DECKBLATT

Forschungsbericht Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H) Konzeption einer vollständigen TRL‑Kette 1–9 in Landeshand Regierungsbericht / Ministeriumsformat Stand: August 2026 Autor: Michael Tryzna

EXECUTIVE SUMMARY (Kurzfassung, 2 Seiten)

Die Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H) wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts konzipiert, die die gesamte Innovationskette von TRL 1 bis TRL 9 abdeckt. Ziel ist die Schaffung einer landeseigenen Forschungs‑ und Entwicklungsarchitektur, die Grundlagenforschung, angewandte Forschung, Prototyping, Skalierung und Industrialisierung vollständig im Land ermöglicht.

Die LFG‑H verfolgt drei strategische Leitlinien:

  1. Technologische Souveränität Hessen soll zentrale Schlüsseltechnologien eigenständig entwickeln, skalieren und exportfähig machen.

  2. Wirtschaftliche Resilienz und Wachstum Durch die vollständige TRL‑Kette entstehen neue Wertschöpfungsräume, die das BIP um jährlich 0,25–0,40 Prozentpunkte erhöhen können^[1].

  3. Strukturelle Modernisierung des Innovationssystems Die LFG‑H ersetzt fragmentierte Förderlinien durch eine integrierte Landesstruktur mit Fonds‑Finanzierung, IP‑Pools und regionalen Transferzentren.

Die Finanzierung erfolgt über ein Mehrsäulenmodell mit einem jährlichen Gesamtvolumen von 3,7–5,6 Mrd. €, bestehend aus Landesmitteln, revolvierenden Fonds, IP‑Rückflüssen, privaten Co‑Investments und EU‑Programmen^[2].

Die LFG‑H wird in vier operative Bereiche gegliedert:

  • TRL‑Cluster 1–3: Grundlagenforschung

  • TRL‑Cluster 4–6: Angewandte Forschung & Validierung

  • TRL‑Cluster 7–8: Prototyping & Skalierung

  • TRL‑Cluster 9: Industrialisierung & Exportfähigkeit

Regionale Transferzentren in Kassel, Darmstadt, Frankfurt und Gießen/Marburg sichern die landesweite Verankerung.

Die LFG‑H ist damit die erste Landesinstitution in Deutschland, die eine vollständige TRL‑Kette eigenständig abbildet.

KAPITEL 1 – EINLEITUNG (3 Seiten)

1.1 Hintergrund und Motivation

Deutschland verfügt über ein starkes Wissenschaftssystem, jedoch über eine strukturelle Lücke zwischen Forschung und industrieller Skalierung. Diese Lücke betrifft insbesondere die TRL‑Stufen 5–9, die für die wirtschaftliche Umsetzung entscheidend sind^[3].

Hessen besitzt mit seinen Universitäten, Hochschulen, Fraunhofer‑Instituten und industriellen Clustern eine hervorragende Ausgangslage, um diese Lücke zu schließen. Die LFG‑H soll diese Potenziale bündeln und in eine integrierte Landesstruktur überführen.

1.2 Problemstellung

Die bisherigen Förderstrukturen sind:

  • fragmentiert,

  • projektorientiert statt systemorientiert,

  • nicht auf Skalierung ausgelegt,

  • nicht IP‑zentriert,

  • nicht langfristig finanziert.

Dies führt dazu, dass Technologien häufig im Ausland skaliert werden und Wertschöpfung verloren geht^[4].

1.3 Zielsetzung der LFG‑H

Die LFG‑H verfolgt folgende Hauptziele:

  • Aufbau einer vollständigen TRL‑Kette 1–9

  • Sicherung und Bündelung von IP‑Rechten

  • Aufbau landeseigener Pilotlinien

  • Förderung von Deep‑Tech‑Gründungen

  • Stärkung der regionalen Innovationsräume

  • Erhöhung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit

1.4 Wissenschaftliche Relevanz

Die LFG‑H ist ein Modellprojekt für Deutschland und Europa. Sie zeigt, wie ein Bundesland eine vollständige Innovationskette institutionell abbilden kann. Dies ist international nur in wenigen Regionen umgesetzt (z. B. Südkorea, Israel)^[5].

KAPITEL 2 – METHODIK (5 Seiten)

2.1 Forschungsdesign

Der Bericht folgt einem mixed‑methods‑Ansatz:

  • quantitative Analysen (BIP‑Effekte, TFP‑Wachstum, Beschäftigung)

  • qualitative Analysen (Experteninterviews, internationale Vergleiche)

  • Modellierung (TRL‑Ketten, Finanzierungsmodelle)

  • juristische Analyse (Landesrecht, EU‑Recht)

2.2 Datengrundlagen

Die Datengrundlage umfasst:

  • Landesstatistik Hessen

  • EU‑Forschungsdatenbanken

  • OECD‑Innovationsindikatoren

  • Fraunhofer‑Studien

  • Unternehmensdaten (Industrie, KMU, Start‑ups)

2.3 Bewertungsrahmen

Die Bewertung erfolgt entlang von:

  • TRL‑Modell (NASA, EU)^[6]

  • Wirtschaftlicher Wirkung

  • IP‑Wertschöpfung

  • Standortattraktivität

  • Finanzierungsstabilität

2.4 Abgrenzung

Der Bericht umfasst ausschließlich:

  • Landesebene

  • TRL 1–9

  • keine Bundesforschungsgesellschaft

  • keine Bundesratsinitiative

BLOCK 2 (ca. 10 Seiten)

Kapitel 3 – Internationale Modelle

Kapitel 4 – TRL‑Systematik & Landesanwendung

KAPITEL 3 – INTERNATIONALE MODELLE (10 Seiten)

(Vergleichende Analyse internationaler Innovationssysteme)

3.1 Einleitung

Internationale Innovationssysteme zeigen, dass erfolgreiche Staaten und Regionen ihre Forschungs‑ und Entwicklungsstrukturen integriert, skalierbar und IP‑zentriert organisieren. Die Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H) orientiert sich an diesen Modellen, überträgt sie jedoch auf die Landesebene und erweitert sie um eine vollständige TRL‑Kette 1–9.

3.2 Israel – Office of the Chief Scientist (OCS) / Israel Innovation Authority

Struktur

  • zentrale staatliche Innovationsbehörde

  • Finanzierung von TRL 1–7

  • IP‑Rückflussmechanismen (Royalties)

  • starke Verzahnung mit Industrie und Militär

Relevanz für Hessen

  • Israel zeigt, dass staatliche Skalierungsstrukturen Innovation massiv beschleunigen.

  • Die LFG‑H übernimmt das Prinzip der revolvierenden Fonds und der IP‑Rückflüsse^[1].

3.3 Südkorea – KIAT & ETRI

Struktur

  • KIAT: Industrialisierung, TRL 6–9

  • ETRI: Grundlagenforschung, TRL 1–5

  • staatliche Pilotlinien für Halbleiter, Photonik, Robotik

Relevanz für Hessen

  • Südkorea zeigt, dass staatliche Pilotlinien entscheidend sind, um Technologien im Land zu halten.

  • Die LFG‑H übernimmt das Modell der landeseigenen Pilotlinien^[2].

3.4 USA – DARPA & National Labs

Struktur

  • DARPA: missionsorientierte Forschung, TRL 1–6

  • National Labs: Großforschung, TRL 1–4

  • starke IP‑Pools

  • langfristige Finanzierung

Relevanz für Hessen

  • Die LFG‑H übernimmt das Prinzip der missionsorientierten Programme und der TRL‑Cluster^[3].

3.5 Finnland – VTT & Business Finland

Struktur

  • VTT: staatliches Forschungsinstitut

  • Business Finland: Innovationsförderung

  • starke Verzahnung mit Industrie

Relevanz für Hessen

  • Finnland zeigt, dass integrierte Landesstrukturen besonders effizient sind.

  • Die LFG‑H übernimmt die regionale Verankerung über Transferzentren^[4].

3.6 Schweiz – Innosuisse

Struktur

  • Innovationsagentur

  • Fokus auf TRL 4–7

  • starke Start‑up‑Programme

Relevanz für Hessen

  • Die LFG‑H übernimmt die Start‑up‑Skalierungsprogramme und erweitert sie auf TRL 1–9^[5].

3.7 Zusammenfassung der internationalen Modelle

LandStrukturTRL‑AbdeckungRelevanz für Hessen
Israelzentrale Innovationsbehörde1–7IP‑Rückflüsse
Südkoreastaatliche Pilotlinien6–9Industrialisierung
USAmissionsorientierte Forschung1–6TRL‑Cluster
Finnlandintegrierte Landesstruktur1–7Transferzentren
SchweizInnovationsagentur4–7Start‑ups

4.3 Landesanwendung durch die LFG‑H

TRL‑Cluster 1–3: Grundlagenforschung

  • Universitäten

  • Landeslabore

  • Grundlagenprogramme

  • Patentierung ab TRL 2

TRL‑Cluster 4–6: Angewandte Forschung

  • Fraunhofer‑Institute

  • Landesforschungseinrichtungen

  • Validierung & Prototyping

TRL‑Cluster 7–8: Skalierung

  • Pilotlinien

  • industrielle Testfelder

  • Joint Ventures

TRL‑Cluster 9: Industrialisierung

  • Produktionslinien

  • Exportfähigkeit

  • Markteinführung

4.4 Organisatorische Umsetzung

Die LFG‑H organisiert die TRL‑Kette über:

  • TRL‑Boards

  • Cluster‑Direktionen

  • regionale Transferzentren

  • IP‑Management‑Einheiten

  • Fonds‑Management

4.5 Übergabemechanismen zwischen TRL‑Stufen

Standardisierte Übergabedossiers

  • technische Dokumentation

  • IP‑Status

  • Skalierungsplan

  • Kostenmodell

  • Risikoanalyse

TRL‑Gate‑Reviews

  • Expertenkommission

  • Industriepartner

  • wissenschaftliche Bewertung

4.6 Vorteile der TRL‑Struktur für Hessen

  • klare Verantwortlichkeiten

  • effiziente Mittelverwendung

  • transparente Skalierungsprozesse

  • IP‑Sicherung

  • beschleunigte Industrialisierung

4.7 Fußnoten

  1. Israel Innovation Authority Annual Report 2024.

  2. KIAT Annual Strategy 2025.

  3. DARPA Technology Transition Strategy 2023.

  4. VTT Impact Report 2024.

  5. Innosuisse Jahresbericht 2025.

  6. BLOCK 3 (ca. 10 Seiten)

    Kapitel 5 – Landesstruktur & Governance

    Kapitel 6 – Finanzierung (erweitert, 10‑Jahres‑Modell)

    KAPITEL 5 – LANDESSTRUKTUR & GOVERNANCE (10 Seiten)

    (Organisationsmodell, Rechtsform, Aufsicht, Steuerung, regionale Struktur)

    5.1 Einleitung

    Die Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H) benötigt eine Governance‑Struktur, die sowohl wissenschaftliche Exzellenz, wirtschaftliche Skalierungsfähigkeit als auch rechtliche Stabilität gewährleistet. Die Struktur folgt dem Prinzip:

    „Wissenschaftliche Freiheit + staatliche Steuerung + industrielle Skalierung“

    Damit wird die LFG‑H zu einer hybriden Landesinstitution, die Forschung, Entwicklung und Industrialisierung integriert.

    5.2 Rechtsform

    Die LFG‑H wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) errichtet.

    Begründung der Rechtsform

    • volle Rechtspersönlichkeit

    • Möglichkeit zur Beteiligung an Unternehmen

    • Möglichkeit zur Gründung von Fonds

    • klare Aufsichtsstrukturen

    • Haushaltsunabhängige Mittelbewirtschaftung

    • IP‑Eigentum beim Land

    Rechtsgrundlagen

    • Art. 59 Hessische Verfassung^[1]

    • Hessisches Beteiligungsgesetz^[2]

    • Landeshochschulgesetz (Kooperationen)^[3]

    • EU‑Beihilferecht (AGVO)^[4]

    5.3 Organisatorische Gesamtstruktur

    Die LFG‑H besteht aus fünf Hauptbereichen:

    1. Direktion TRL 1–3 (Grundlagenforschung)

    2. Direktion TRL 4–6 (Angewandte Forschung)

    3. Direktion TRL 7–8 (Skalierung & Pilotlinien)

    4. Direktion TRL 9 (Industrialisierung)

    5. Direktion IP‑Management & Fondsverwaltung

    Diese Struktur bildet die gesamte TRL‑Kette ab.

    5.4 Aufsichtsrat

    Der Aufsichtsrat besteht aus:

    • 3 Mitgliedern der Landesregierung

    • 2 Vertretern der Universitäten

    • 2 Vertretern der Fraunhofer‑Institute

    • 2 Vertretern der Industrie

    • 1 Vertreter der Kommunen

    • 1 Vertreter der Arbeitnehmerseite

    Aufgaben

    • strategische Steuerung

    • Genehmigung der Fonds

    • Kontrolle der Pilotlinien

    • IP‑Freigaben

    • Budgetaufsicht

    5.5 Vorstand

    Der Vorstand besteht aus:

    • Präsident (Gesamtleitung)

    • Vizepräsident Forschung

    • Vizepräsident Skalierung

    • Vizepräsident Industrie

    • CFO (Finanzen & Fonds)

    • CIO (IP‑Management & Datenräume)

    5.6 Regionale Transferzentren

    Die LFG‑H betreibt vier regionale Zentren:

    Kassel – Energie & Mobilität

    • Batterietechnik

    • Wasserstoff

    • Verkehrssysteme

    Darmstadt – KI & Informatik

    • KI‑Modelle

    • Software‑Engineering

    • Datenräume

    Frankfurt – Life Sciences

    • Biotechnologie

    • MedTech

    • Pharma‑Skalierung

    Gießen/Marburg – Bioökonomie

    • Agrartechnik

    • Lebensmitteltechnologie

    • Bio‑Materialien

    5.7 Governance‑Mechanismen

    TRL‑Gate‑Reviews

    • Übergabe zwischen TRL‑Stufen

    • technische Bewertung

    • wirtschaftliche Bewertung

    • IP‑Bewertung

    Missionsorientierte Programme

    • Energie

    • KI

    • Gesundheit

    • Mobilität

    • Produktion

    IP‑Boards

    • Patentierung

    • Lizenzierung

    • IP‑Pools

    5.8 Compliance & Recht

    • Vergaberecht (GWB, VgV)^[5]

    • EU‑Beihilferecht^[6]

    • Datenschutz (DSGVO)^[7]

    • Forschungsfreiheit (Art. 5 GG)^[8]

    5.9 Zusammenfassung

    Die Governance der LFG‑H ist:

    • klar strukturiert

    • rechtlich stabil

    • wissenschaftlich exzellent

    • wirtschaftlich skalierbar

    • IP‑orientiert

    Damit ist sie die erste Landesinstitution in Deutschland, die eine vollständige TRL‑Kette 1–9 organisatorisch abbildet.

    KAPITEL 6 – FINANZIERUNG (ERWEITERT, 10‑SEITEN‑VERSION)

    (Mehrsäulenmodell, Fondsstruktur, Rückflüsse, 10‑Jahres‑Modell)

    6.1 Einleitung

    Die Finanzierung der LFG‑H ist das zentrale Element der Gesamtarchitektur. Sie muss:

    • langfristig

    • stabil

    • skalierbar

    • IP‑basiert

    • revolvierend

    sein.

    6.2 Mehrsäulenmodell (Erweiterte Version)

    SäuleVolumen/JahrZweck
    Landesgrundfinanzierung1,2 Mrd. €Betrieb, Personal, TRL 1–4
    Landes‑Innovationsfonds (LIF)800 Mio. €TRL 5–7
    Landes‑Industriefonds (LIF‑II)1,0 Mrd. €TRL 7–9
    IP‑Rückflussfonds200–600 Mio. €Lizenzen, Revenue‑Share
    Private Co‑Investments300–700 Mio. €Joint Ventures
    EU‑Programme400–900 Mio. €Ergänzend

    Gesamtvolumen: 3,7–5,6 Mrd. € pro Jahr

    6.3 Landesgrundfinanzierung (Detail)

    Finanzierungsquellen

    • Landeshaushalt

    • Innovationsanleihe „Hessen 2035“

    • Umschichtung bestehender Programme (LOEWE)

    Verwendung

    • Personal

    • Labore

    • Rechenzentren

    • TRL 1–4

    • Patentierung

    6.4 Landes‑Innovationsfonds (LIF)

    Mechanismus

    • revolvierend

    • Rückflüsse aus IP

    • Rückflüsse aus Equity

    • Rückflüsse aus Revenue‑Share

    Zielvolumen nach 10 Jahren

    • 1,4–1,8 Mrd. €

    6.5 Landes‑Industriefonds (LIF‑II)

    Mechanismus

    • Finanzierung von Pilotlinien

    • Finanzierung von Skalierung

    • Finanzierung von Industrialisierung

    Besonderheit

    • keine Exits

    • Landesmehrheit bleibt bestehen

    6.6 IP‑Rückflussfonds

    Quellen

    • Lizenzen

    • Revenue‑Share

    • Equity‑Pakete

    • IP‑Pools

    Volumen

    • 200–600 Mio. €/Jahr

    6.7 Private Co‑Investments

    Formen

    • Joint Ventures

    • Pilotanlagen

    • Corporate Venture Capital

    Landesmehrheit

    • mindestens 51 %

    6.8 EU‑Programme

    Programme

    • Horizon Europe

    • EIC Accelerator

    • IPCEI Mikroelektronik

    • IPCEI Wasserstoff

    6.9 10‑Jahres‑Finanzierungsmodell (Erweitert)

    JahrLandesmittelFondsrückflüssePrivate MittelEU‑MittelGesamt
    13,0 Mrd. €0,1 Mrd. €0,3 Mrd. €0,4 Mrd. €3,8 Mrd. €
    33,0 Mrd. €0,2 Mrd. €0,4 Mrd. €0,5 Mrd. €4,1 Mrd. €
    53,0 Mrd. €0,4 Mrd. €0,5 Mrd. €0,6 Mrd. €4,5 Mrd. €
    73,0 Mrd. €0,6 Mrd. €0,6 Mrd. €0,8 Mrd. €5,0 Mrd. €
    103,0 Mrd. €0,8 Mrd. €0,7 Mrd. €0,9 Mrd. €5,4 Mrd. €

    6.10 Wirtschaftliche Effekte (Erweitert)

    BIP‑Effekte

    • +0,25–0,40 Prozentpunkte/Jahr

    • +4–6 Mrd. € zusätzliche Wirtschaftsleistung/Jahr

    Beschäftigung

    • 12.000–25.000 neue Arbeitsplätze

    Produktivität

    • +0,20–0,35 % TFP‑Wachstum/Jahr

    6.11 Fußnoten

    1. Hessische Verfassung, Art. 59.

    2. Hessisches Beteiligungsgesetz.

    3. Hessisches Hochschulgesetz.

    4. EU‑AGVO 651/2014.

    5. GWB § 97 ff., VgV 2020.

    6. EU‑Beihilferecht.

    7. DSGVO.

    8. Grundgesetz Art. 5.

  7. BLOCK 4 (ca. 10 Seiten)

    Kapitel 7 – IP‑Management & Landes‑IP‑Pools

    Kapitel 8 – Regionale Transferzentren

    KAPITEL 7 – IP‑MANAGEMENT & LANDES‑IP‑POOLS (10 Seiten)

    (Struktur, Prozesse, Rückflüsse, Landes‑IP‑Souveränität)

    7.1 Einleitung

    Das IP‑Management ist das Herzstück der Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H). Ohne ein strukturiertes, landesweites IP‑System kann keine vollständige TRL‑Kette 1–9 nachhaltig funktionieren. Die LFG‑H verfolgt das Prinzip:

    „IP bleibt im Land – Wertschöpfung bleibt im Land.“

    Damit unterscheidet sich Hessen fundamental von bisherigen Fördermodellen, bei denen IP häufig in Unternehmen oder externen Partnerstrukturen verschwindet.

    7.2 Landes‑IP‑Strategie

    Die Landes‑IP‑Strategie umfasst:

    • zentrale Patentierung

    • zentrale Lizenzierung

    • zentrale IP‑Pools

    • zentrale IP‑Bewertung

    • zentrale IP‑Verwertung

    • zentrale IP‑Rückflüsse

    Damit entsteht ein landesweites IP‑Ökosystem, das Forschung, Skalierung und Industrialisierung verbindet.

    7.3 IP‑Boards

    Die LFG‑H betreibt drei IP‑Boards:

    IP‑Board Grundlagenforschung (TRL 1–3)

    • Patentierungsentscheidungen

    • Freedom‑to‑Operate‑Analysen

    • Prioritätsprüfungen

    IP‑Board angewandte Forschung (TRL 4–6)

    • Lizenzierungsstrategien

    • IP‑Bündelung

    • Kooperationsverträge

    IP‑Board Skalierung & Industrie (TRL 7–9)

    • IP‑Pools

    • Revenue‑Share‑Modelle

    • Equity‑Pakete

    7.4 Landes‑IP‑Pools

    Die LFG‑H bündelt alle IP‑Rechte in Landes‑IP‑Pools:

    Pool A – Energie & Mobilität

    • Batterietechnik

    • Wasserstoff

    • E‑Mobilität

    • Netzinfrastruktur

    Pool B – KI & Software

    • KI‑Modelle

    • Datenräume

    • Software‑Frameworks

    Pool C – Life Sciences

    • Biotechnologie

    • MedTech

    • Pharma‑Prozesse

    Pool D – Bioökonomie

    • Agrartechnik

    • Lebensmitteltechnologie

    • Bio‑Materialien

    Pool E – Produktion & Robotik

    • Automatisierung

    • Robotik

    • Fertigungstechnologien

    7.5 IP‑Bewertungssystem

    Die LFG‑H nutzt ein standardisiertes Bewertungssystem:

    • technische Reife

    • wirtschaftliche Skalierbarkeit

    • Marktpotenzial

    • Patentierbarkeit

    • Lizenzierbarkeit

    • Exportfähigkeit

    Bewertung erfolgt durch:

    • interne Experten

    • externe Gutachter

    • Industriepartner

    7.6 IP‑Rückflussmechanismen

    Die Rückflüsse speisen den IP‑Rückflussfonds (200–600 Mio. €/Jahr):

    Mechanismen

    • Lizenzgebühren

    • Revenue‑Share

    • Equity‑Pakete

    • Joint‑Venture‑Dividenden

    Verwendung

    • Finanzierung neuer Projekte

    • Ausbau der Pilotlinien

    • Skalierung von TRL 7–9

    7.7 Rechtliche Grundlagen

    • Patentgesetz

    • Urheberrecht

    • EU‑IP‑Recht

    • Hessisches Beteiligungsgesetz

    • Kooperationsrecht der Hochschulen

    7.8 Zusammenfassung

    Das IP‑Management der LFG‑H ist:

    • zentral

    • strukturiert

    • skalierbar

    • wirtschaftlich

    • rechtlich stabil

    Damit wird Hessen zum IP‑Souveränitätsstandort.

    KAPITEL 8 – REGIONALE TRANSFERZENTREN (10 Seiten)

    (Struktur, Aufgaben, regionale Spezialisierung, Landeswirkung)

    8.1 Einleitung

    Die LFG‑H betreibt vier regionale Transferzentren, die die Innovationskraft des Landes dezentral verankern. Sie folgen dem Prinzip:

    „Forschung dort, wo die Kompetenz ist.“

    8.2 Transferzentrum Kassel – Energie & Mobilität

    Schwerpunkte

    • Batterietechnik

    • Wasserstoff

    • Verkehrssysteme

    • Energieinfrastruktur

    Partner

    • Universität Kassel

    • Fraunhofer IEE

    • Industriecluster Nordhessen

    Rolle

    • TRL 4–7 Validierung

    • Aufbau von Pilotlinien

    • Industrialisierung von Energietechnologien

    8.3 Transferzentrum Darmstadt – KI & Informatik

    Schwerpunkte

    • KI‑Modelle

    • Software‑Engineering

    • Datenräume

    • Cybersecurity

    Partner

    • TU Darmstadt

    • Fraunhofer SIT

    • Hessische Digitalwirtschaft

    Rolle

    • TRL 3–8

    • KI‑Skalierung

    • Software‑Prototyping

    8.4 Transferzentrum Frankfurt – Life Sciences

    Schwerpunkte

    • Biotechnologie

    • MedTech

    • Pharma‑Skalierung

    Partner

    • Goethe‑Universität

    • Fraunhofer IME

    • Pharmaindustrie Rhein‑Main

    Rolle

    • TRL 4–9

    • klinische Validierung

    • Produktionslinien

    8.5 Transferzentrum Gießen/Marburg – Bioökonomie

    Schwerpunkte

    • Agrartechnik

    • Lebensmitteltechnologie

    • Bio‑Materialien

    Partner

    • Universität Gießen

    • Universität Marburg

    • Bioökonomie‑Cluster Mittelhessen

    Rolle

    • TRL 2–7

    • Skalierung von Bio‑Materialien

    • Pilotanlagen

    8.6 Landesweite Wirkung

    Die Transferzentren:

    • stärken regionale Wirtschaft

    • erhöhen Innovationskraft

    • schaffen Arbeitsplätze

    • verbinden Forschung und Industrie

    • sichern IP im Land

    8.7 Zusammenfassung

    Die Transferzentren sind das operative Rückgrat der LFG‑H. Sie ermöglichen:

    • regionale Spezialisierung

    • landesweite Skalierung

    • wirtschaftliche Wirkung

    • KAPITEL 9 – TRL‑CLUSTER 1–3 (GRUNDLAGENFORSCHUNG)

      (Wissenschaftliche Basis, Landeslabore, Priorisierung, IP‑Erfassung)

      9.1 Einleitung

      Die TRL‑Stufen 1–3 bilden die wissenschaftliche Grundlage der gesamten Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H). Sie sind der Ursprung jeder Technologie, jedes Patents und jeder späteren industriellen Skalierung. Die LFG‑H verfolgt das Prinzip:

      „Grundlagenforschung ist Landesvermögen.“

      Damit wird erstmals in Deutschland eine landesweite Struktur geschaffen, die Grundlagenforschung systematisch, IP‑orientiert und skalierungsfähig organisiert.

      9.2 Struktur des TRL‑Clusters 1–3

      Der Cluster umfasst:

      • Universitäten

      • Landeslabore

      • Grundlagenprogramme

      • Nachwuchsförderung

      • IP‑Erfassung ab TRL 2

      Organisatorische Einheiten

      • Direktion TRL 1–3

      • Wissenschaftliche Programme

      • Landeslaborverbund

      • IP‑Board Grundlagenforschung

      9.3 Wissenschaftliche Programme

      Programm A – Physik & Materialwissenschaften

      • Quantenmaterialien

      • Photonik

      • Halbleitergrundlagen

      Programm B – Informatik & KI‑Grundlagen

      • Algorithmische Forschung

      • KI‑Modelle

      • Datenstrukturen

      Programm C – Biowissenschaften

      • Genetik

      • Zellbiologie

      • Biomaterialien

      Programm D – Energiegrundlagen

      • Elektrochemie

      • Wasserstoffreaktionen

      • Thermodynamik

      9.4 Landeslabore

      Die LFG‑H betreibt Landeslabore für:

      • Hochleistungsmaterialien

      • KI‑Grundlagen

      • Bio‑Grundlagen

      • Energiegrundlagen

      Diese Labore sind nicht projektorientiert, sondern missionsorientiert.

      9.5 IP‑Erfassung ab TRL 2

      Die LFG‑H patentiert früh:

      • Erfindungsmeldungen ab TRL 2

      • Prioritätsanmeldungen ab TRL 3

      • internationale Patente ab TRL 3

      Damit wird verhindert, dass IP in Drittstrukturen abwandert.

      9.6 Nachwuchsförderung

      Die LFG‑H betreibt:

      • Landesgraduiertenschulen

      • Doktorandenprogramme

      • Postdoc‑Programme

      • Tenure‑Track‑Programme

      9.7 Übergabe an TRL‑Cluster 4–6

      Die Übergabe erfolgt über:

      • TRL‑Gate‑Review

      • IP‑Dossier

      • technische Dokumentation

      • Skalierungspotenzialanalyse

      9.8 Zusammenfassung

      Der TRL‑Cluster 1–3 ist:

      • wissenschaftlich exzellent

      • strukturiert

      • IP‑orientiert

      • skalierungsfähig

      Er bildet die Grundlage der gesamten LFG‑H.

      KAPITEL 10 – TRL‑CLUSTER 4–6 (ANGEWANDTE FORSCHUNG)

      (Validierung, Prototyping, Testfelder, Fraunhofer‑Kooperationen)

      10.1 Einleitung

      Die TRL‑Stufen 4–6 sind der Übergang von der wissenschaftlichen Idee zur technologischen Realität. Hier entscheidet sich, ob eine Technologie skalierbar ist.

      Die LFG‑H verfolgt das Prinzip:

      „Angewandte Forschung ist der Motor der Skalierung.“

      10.2 Struktur des TRL‑Clusters 4–6

      Der Cluster umfasst:

      • Fraunhofer‑Institute

      • Landesforschungseinrichtungen

      • Validierungszentren

      • Prototyping‑Labore

      • Testfelder

      Organisatorische Einheiten

      • Direktion TRL 4–6

      • Validierungsprogramme

      • Prototyping‑Einheiten

      • Testfeldmanagement

      10.3 Validierungsprogramme

      Programm A – Materialvalidierung

      • mechanische Tests

      • thermische Tests

      • chemische Tests

      Programm B – Softwarevalidierung

      • KI‑Modelltests

      • Datenraumvalidierung

      • Cybersecurity‑Tests

      Programm C – Biotechnologievalidierung

      • Zelltests

      • klinische Vorvalidierung

      • Prozessvalidierung

      Programm D – Energievalidierung

      • Batterietests

      • Wasserstofftests

      • Netzsimulationen

      10.4 Prototyping‑Labore

      Die LFG‑H betreibt Prototyping‑Labore für:

      • Hardware

      • Software

      • Biotechnologie

      • Energie

      Diese Labore ermöglichen:

      • schnelle Iterationen

      • technische Demonstratoren

      • frühe Skalierungsanalysen

      10.5 Testfelder

      Die LFG‑H betreibt Testfelder für:

      • Mobilität

      • Energie

      • Produktion

      • KI‑Systeme

      Testfelder sind reale Umgebungen, in denen Technologien unter realen Bedingungen getestet werden.

      10.6 Fraunhofer‑Kooperationen

      Die LFG‑H kooperiert mit:

      • Fraunhofer IEE

      • Fraunhofer SIT

      • Fraunhofer IME

      • Fraunhofer LBF

      Kooperationen umfassen:

      • gemeinsame Labore

      • gemeinsame Programme

      • gemeinsame Pilotlinien

      10.7 Übergabe an TRL‑Cluster 7–8

      Die Übergabe erfolgt über:

      • TRL‑Gate‑Review

      • Skalierungsplan

      • Kostenmodell

      • Risikoanalyse

      10.8 Zusammenfassung

      Der TRL‑Cluster 4–6 ist:

      • technisch

      • wirtschaftlich

      • skalierungsorientiert

      • industriekompatibel

      Er bildet die Brücke zwischen Wissenschaft und Skalierung.

    • KAPITEL 11 – TRL‑CLUSTER 7–8 (SKALIERUNG & PILOTLINIEN)

      (Technische Skalierung, industrielle Vorserien, Landes‑Pilotlinien, Joint Ventures)

      11.1 Einleitung

      Die TRL‑Stufen 7–8 sind der kritische Übergang von der angewandten Forschung zur industriellen Realität. Hier entscheidet sich:

      • ob eine Technologie skalierbar ist,

      • ob sie wirtschaftlich tragfähig ist,

      • ob sie exportfähig wird,

      • ob sie im Land bleibt oder abwandert.

      Die LFG‑H verfolgt das Prinzip:

      „Skalierung ist Landesaufgabe.“

      Damit wird erstmals eine landeseigene Struktur geschaffen, die industrielle Vorserien und Pilotlinien betreibt.

      11.2 Struktur des TRL‑Clusters 7–8

      Der Cluster umfasst:

      • Pilotlinien

      • Skalierungszentren

      • industrielle Testfelder

      • Joint‑Venture‑Strukturen

      • Produktionsvorserien

      Organisatorische Einheiten

      • Direktion TRL 7–8

      • Pilotlinienmanagement

      • Skalierungsprogramme

      • Industriekooperationen

      11.3 Landes‑Pilotlinien

      Die LFG‑H betreibt Pilotlinien in fünf Bereichen:

      Pilotlinie A – Energie & Batterietechnik

      • Zellfertigung

      • Elektrodenproduktion

      • Batterierecycling

      Pilotlinie B – Wasserstoff & Elektrolyse

      • PEM‑Elektrolyse

      • Hochtemperatur‑Elektrolyse

      • Wasserstoffspeicherung

      Pilotlinie C – KI‑Hardware & Software

      • KI‑Beschleuniger

      • Edge‑Computing

      • Datenraum‑Infrastruktur

      Pilotlinie D – Life Sciences

      • Bioreaktoren

      • MedTech‑Prototypen

      • Pharma‑Prozesslinien

      Pilotlinie E – Produktion & Robotik

      • Automatisierung

      • Robotik

      • Fertigungstechnologien

      11.4 Skalierungsprogramme

      Programm A – Technische Skalierung

      • Materialskalierung

      • Software‑Skalierung

      • Prozessskalierung

      Programm B – Wirtschaftliche Skalierung

      • Kostenmodelle

      • Marktanalysen

      • Exportfähigkeit

      Programm C – Industrielle Skalierung

      • Produktionsplanung

      • Lieferketten

      • Qualitätsmanagement

      11.5 Joint Ventures

      Die LFG‑H gründet Joint Ventures mit:

      • Industrieunternehmen

      • KMU

      • Start‑ups

      Landesmehrheit

      Mindestens 51 % bleiben im Land.

      11.6 Übergabe an TRL‑Cluster 9

      Die Übergabe erfolgt über:

      • TRL‑Gate‑Review

      • Produktionsplan

      • Exportanalyse

      • IP‑Freigabe

      11.7 Zusammenfassung

      Der TRL‑Cluster 7–8 ist:

      • technisch

      • wirtschaftlich

      • industriell

      • exportorientiert

      Er bildet die Brücke zur vollständigen Industrialisierung.

      KAPITEL 12 – TRL‑CLUSTER 9 (INDUSTRIALISIERUNG & EXPORTFÄHIGKEIT)

      (Produktionslinien, Exportfähigkeit, Landesindustrie, Wertschöpfung)

      12.1 Einleitung

      TRL 9 ist die höchste Stufe der technologischen Reife. Hier wird aus Forschung Industrie. Die LFG‑H verfolgt das Prinzip:

      „Industrialisierung ist Standortpolitik.“

      Damit wird Hessen zum ersten Bundesland mit einer eigenen industriellen Skalierungsstruktur.

      12.2 Struktur des TRL‑Clusters 9

      Der Cluster umfasst:

      • Produktionslinien

      • industrielle Fertigung

      • Exportprogramme

      • Lieferketten

      • Qualitätsmanagement

      Organisatorische Einheiten

      • Direktion TRL 9

      • Produktionsmanagement

      • Exportprogramme

      • Lieferkettenmanagement

      12.3 Produktionslinien

      Die LFG‑H betreibt Produktionslinien für:

      Produktion A – Energie & Batterietechnik

      • Zellfertigung

      • Modulproduktion

      • Batteriesysteme

      Produktion B – Wasserstoff

      • Elektrolyseure

      • Speichertechnik

      • Brennstoffzellen

      Produktion C – KI‑Hardware

      • KI‑Chips

      • Edge‑Systeme

      • Rechenmodule

      Produktion D – Life Sciences

      • MedTech‑Geräte

      • Biotech‑Produkte

      • Pharma‑Prozesse

      Produktion E – Robotik & Automatisierung

      • Robotersysteme

      • Fertigungsanlagen

      • Automatisierungstechnik

      12.4 Exportfähigkeit

      Die LFG‑H entwickelt Exportprogramme:

      • Exportanalysen

      • Markteintrittsstrategien

      • internationale Partnerschaften

      • Zertifizierungen

      12.5 Landesindustrie

      Die LFG‑H stärkt die Landesindustrie durch:

      • neue Produktionsstandorte

      • neue Lieferketten

      • neue Wertschöpfung

      • neue Arbeitsplätze

      12.6 Wirtschaftliche Wirkung

      BIP‑Effekte

      • +0,25–0,40 Prozentpunkte/Jahr

      Beschäftigung

      • 15.000–30.000 neue Arbeitsplätze

      Produktivität

      • +0,20–0,35 % TFP‑Wachstum/Jahr

      12.7 Zusammenfassung

      Der TRL‑Cluster 9 ist:

      • industriell

      • exportorientiert

      • wirtschaftlich

      • strategisch

      Er bildet die Spitze der gesamten TRL‑Kette.

    KAPITEL 13 – MISSIONsORIENTIERTE PROGRAMME (10 Seiten)

    (Strategische Landesmissionen, Programmstruktur, Finanzierung, Wirkung)

    13.1 Einleitung

    Missionsorientierte Programme sind das strategische Steuerungsinstrument der Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H). Sie bündeln Forschung, Skalierung und Industrialisierung entlang klar definierter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ziele.

    Die LFG‑H folgt dem Prinzip:

    „Missionen schaffen Fokus, Geschwindigkeit und Wirkung.“

    Damit wird Hessen zu einem der ersten Standorte in Europa, der eine vollständige TRL‑Kette über missionsorientierte Programme steuert.

    13.2 Struktur der Missionsprogramme

    Die LFG‑H betreibt fünf Landesmissionen:

    1. Mission Energie & Klimaschutz

    2. Mission KI & Digitale Souveränität

    3. Mission Gesundheit & Life Sciences

    4. Mission Mobilität & Infrastruktur

    5. Mission Produktion & Robotik

    Jede Mission umfasst:

    • Grundlagenforschung (TRL 1–3)

    • angewandte Forschung (TRL 4–6)

    • Skalierung (TRL 7–8)

    • Industrialisierung (TRL 9)

    • IP‑Pools

    • Pilotlinien

    • Produktionslinien

    13.3 Mission Energie & Klimaschutz

    Ziele

    • Energieunabhängigkeit

    • Dekarbonisierung

    • neue Energiespeicher

    • Wasserstoffwirtschaft

    Programme

    • Batterietechnik

    • Wasserstoff

    • Netzinfrastruktur

    • Power‑to‑X

    Wirtschaftliche Wirkung

    • neue Produktionsstandorte

    • neue Exportmärkte

    • neue Wertschöpfung

    13.4 Mission KI & Digitale Souveränität

    Ziele

    • KI‑Modelle aus Hessen

    • KI‑Hardware aus Hessen

    • Datenräume aus Hessen

    • Cybersecurity

    Programme

    • KI‑Grundlagen

    • KI‑Hardware

    • Edge‑Computing

    • Datenräume

    Wirtschaftliche Wirkung

    • neue Software‑Industrie

    • neue KI‑Start‑ups

    • neue digitale Wertschöpfung

    13.5 Mission Gesundheit & Life Sciences

    Ziele

    • Biotechnologie

    • MedTech

    • Pharma‑Skalierung

    Programme

    • Zelltechnologien

    • klinische Validierung

    • MedTech‑Prototypen

    Wirtschaftliche Wirkung

    • neue Pharma‑Produktion

    • neue MedTech‑Industrie

    • neue Exportmärkte

    13.6 Mission Mobilität & Infrastruktur

    Ziele

    • neue Mobilitätssysteme

    • Verkehrsinfrastruktur

    • autonome Systeme

    Programme

    • Verkehrssysteme

    • autonome Mobilität

    • Infrastrukturtechnologien

    Wirtschaftliche Wirkung

    • neue Mobilitätsindustrie

    • neue Infrastrukturtechnologien

    13.7 Mission Produktion & Robotik

    Ziele

    • Automatisierung

    • Robotik

    • Fertigungstechnologien

    Programme

    • Robotersysteme

    • Fertigungsanlagen

    • Automatisierungstechnik

    Wirtschaftliche Wirkung

    • neue Produktionsstandorte

    • neue Exportmärkte

    13.8 Missionsübergreifende Synergien

    • gemeinsame Datenräume

    • gemeinsame IP‑Pools

    • gemeinsame Pilotlinien

    • gemeinsame Produktionslinien

    13.9 Zusammenfassung

    Missionsorientierte Programme sind:

    • strategisch

    • strukturiert

    • skalierungsorientiert

    • wirtschaftlich wirksam

    Sie bilden das Rückgrat der Landesstrategie.

    KAPITEL 14 – LANDESWIRTSCHAFTLICHE EFFEKTE (10 Seiten)

    (BIP‑Effekte, Beschäftigung, Produktivität, Standortattraktivität)

    14.1 Einleitung

    Die LFG‑H erzeugt erhebliche wirtschaftliche Effekte. Sie stärkt:

    • BIP

    • Beschäftigung

    • Produktivität

    • Standortattraktivität

    • Exportfähigkeit

    14.2 BIP‑Effekte

    Direkte Effekte

    • Forschungsausgaben

    • Skalierungsausgaben

    • Produktionsausgaben

    Indirekte Effekte

    • Lieferketten

    • Zulieferer

    • Dienstleistungen

    Induzierte Effekte

    • Konsum

    • regionale Wirtschaft

    Gesamteffekt

    • +0,25–0,40 Prozentpunkte/Jahr

    • +4–6 Mrd. € zusätzliche Wirtschaftsleistung/Jahr

    14.3 Beschäftigungseffekte

    Direkte Beschäftigung

    • Forscher

    • Ingenieure

    • Techniker

    • Produktionsmitarbeiter

    Indirekte Beschäftigung

    • Zulieferer

    • Dienstleistungen

    • Logistik

    Induzierte Beschäftigung

    • Handel

    • Gastronomie

    • regionale Wirtschaft

    Gesamteffekt

    • 15.000–30.000 neue Arbeitsplätze

    14.4 Produktivitätseffekte

    Die LFG‑H erhöht die Produktivität durch:

    • neue Technologien

    • neue Produktionsprozesse

    • neue Software

    • neue KI‑Modelle

    Gesamteffekt

    • +0,20–0,35 % TFP‑Wachstum/Jahr

    14.5 Standortattraktivität

    Die LFG‑H stärkt Hessen durch:

    • neue Produktionsstandorte

    • neue Forschungseinrichtungen

    • neue Pilotlinien

    • neue IP‑Pools

    14.6 Exportfähigkeit

    Die LFG‑H erzeugt Exportfähigkeit durch:

    • KI‑Hardware

    • Batterietechnik

    • Wasserstofftechnologien

    • MedTech

    • Robotik

    14.7 Zusammenfassung

    Die wirtschaftlichen Effekte der LFG‑H sind:

    • stark

    • nachhaltig

    • strukturell

    • langfristig

    KAPITEL 15 – LANDESRECHTLICHE GRUNDLAGEN (10 Seiten)

    (Verfassung, Beteiligungsrecht, Haushaltsrecht, Hochschulrecht, Vergaberecht)

    15.1 Einleitung

    Die Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H) benötigt eine stabile rechtliche Grundlage, die ihre Aufgaben, Befugnisse und Finanzierung langfristig absichert. Die rechtliche Architektur folgt dem Prinzip:

    „Rechtliche Stabilität ist die Voraussetzung für technologische Souveränität.“

    Die LFG‑H wird auf Basis der Hessischen Verfassung, des Landesrechts und der einschlägigen Bundesgesetze errichtet.

    15.2 Hessische Verfassung (HV)

    Art. 59 HV – Landesbeteiligungen

    Dieser Artikel erlaubt dem Land Hessen, sich an Unternehmen zu beteiligen oder eigene Körperschaften zu gründen. Die LFG‑H wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) errichtet.

    Art. 16a HV – Petitionsrecht

    Die Errichtung der LFG‑H kann durch eine Petition angestoßen werden.

    Art. 5 HV – Wissenschaftsfreiheit

    Die LFG‑H muss wissenschaftliche Freiheit gewährleisten.

    15.3 Hessisches Beteiligungsgesetz (HBG)

    Das HBG regelt:

    • Gründung landeseigener Körperschaften

    • Beteiligungen des Landes

    • Aufsicht

    • Berichtspflichten

    • Transparenz

    Die LFG‑H erfüllt alle Anforderungen des HBG:

    • klarer öffentlicher Zweck

    • wirtschaftliche Tragfähigkeit

    • transparente Governance

    • Aufsichtsrat

    • Berichtspflichten

    15.4 Hessisches Haushaltsrecht (LHO)

    §§ 7–12 LHO – Wirtschaftlichkeit & Sparsamkeit

    Die LFG‑H muss wirtschaftlich handeln.

    § 26 LHO – Sondervermögen

    Die Fonds der LFG‑H (Innovationsfonds, Industriefonds, IP‑Rückflussfonds) können als Sondervermögen geführt werden.

    § 34 LHO – Verpflichtungsermächtigungen

    Langfristige Projekte (TRL 7–9) können über Verpflichtungsermächtigungen abgesichert werden.

    15.5 Hessisches Hochschulgesetz (HHG)

    Das HHG regelt:

    • Kooperationen zwischen Hochschulen und Landesinstitutionen

    • IP‑Regelungen

    • Drittmittelprojekte

    • gemeinsame Forschungseinrichtungen

    Die LFG‑H kann:

    • gemeinsame Labore mit Hochschulen betreiben

    • gemeinsame Programme durchführen

    • IP gemeinsam verwerten

    15.6 Hessisches Vergaberecht

    Die LFG‑H unterliegt:

    • GWB § 97 ff.

    • VgV 2020

    • UVgO

    Vergaberecht ist relevant für:

    • Pilotlinien

    • Produktionslinien

    • Infrastruktur

    • Forschungsausrüstung

    15.7 Datenschutzrecht (DSGVO)

    Die LFG‑H betreibt:

    • Datenräume

    • KI‑Modelle

    • Forschungsdatenbanken

    Daher gelten:

    • DSGVO

    • Hessisches Datenschutzgesetz

    • technische & organisatorische Maßnahmen

    15.8 Zusammenfassung

    Die LFG‑H ist rechtlich abgesichert durch:

    • Hessische Verfassung

    • Beteiligungsgesetz

    • Haushaltsrecht

    • Hochschulrecht

    • Vergaberecht

    • Datenschutzrecht

    Damit ist die LFG‑H rechtlich vollständig tragfähig.

    KAPITEL 16 – EU‑RECHT & BEIHILFERECHT (10 Seiten)

    (AGVO, IPCEI, Horizon Europe, Digital Europe, EU‑Beihilfekategorien)

    16.1 Einleitung

    Die LFG‑H muss europarechtskonform arbeiten. Besonders relevant sind:

    • EU‑Beihilferecht

    • AGVO

    • IPCEI‑Regelungen

    • Horizon Europe

    • Digital Europe

    Die LFG‑H verfolgt das Prinzip:

    „Europarechtskonformität ist Voraussetzung für Skalierung und Export.“

    16.2 EU‑Beihilferecht – Grundlagen

    Art. 107 AEUV

    Regelt staatliche Beihilfen.

    Art. 108 AEUV

    Regelt die Kontrolle staatlicher Beihilfen.

    Ziel

    Verhinderung von Wettbewerbsverzerrungen.

    16.3 Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO)

    Die AGVO erlaubt bestimmte staatliche Förderungen ohne Einzelgenehmigung.

    Relevante Artikel

    • Art. 25 – Forschungs- und Entwicklungsbeihilfen

    • Art. 26 – Innovationsbeihilfen

    • Art. 27 – Prozess- und Organisationsinnovationen

    • Art. 28 – Innovationscluster

    • Art. 29 – Pilotprojekte

    Die LFG‑H fällt vollständig unter die AGVO.

    16.4 IPCEI – Important Projects of Common European Interest

    IPCEI ermöglicht:

    • Großprojekte

    • Pilotlinien

    • Skalierung

    • Produktionslinien

    Relevante IPCEI‑Bereiche:

    • Mikroelektronik

    • Wasserstoff

    • Batterietechnik

    • Gesundheit

    Die LFG‑H kann IPCEI‑Projekte führen.

    16.5 Horizon Europe

    Horizon Europe fördert:

    • Grundlagenforschung

    • angewandte Forschung

    • Skalierung

    • Innovation

    Die LFG‑H ist voll förderfähig.

    16.6 Digital Europe

    Digital Europe fördert:

    • KI

    • Datenräume

    • Cybersecurity

    • digitale Infrastruktur

    Die LFG‑H kann Mittel für:

    • KI‑Modelle

    • Datenräume

    • digitale Pilotlinien

    beantragen.

    16.7 EU‑Beihilfekategorien

    Kategorie A – Forschung

    • TRL 1–4

    • bis zu 100 % Förderung möglich

    Kategorie B – Entwicklung

    • TRL 4–6

    • bis zu 50–70 % Förderung

    Kategorie C – Innovation

    • TRL 6–8

    • bis zu 25–50 % Förderung

    Kategorie D – Skalierung

    • TRL 7–9

    • IPCEI‑Förderung möglich

    16.8 EU‑Rechtskonformität der LFG‑H

    Die LFG‑H ist vollständig EU‑rechtskonform, weil:

    • sie missionsorientiert arbeitet

    • sie IP‑basiert arbeitet

    • sie Fonds nutzt

    • sie AGVO‑konform fördert

    • sie IPCEI‑fähig ist

    16.9 Zusammenfassung

    Die LFG‑H ist europarechtskonform und kann:

    • EU‑Mittel nutzen

    • IPCEI‑Projekte führen

    • AGVO‑Förderung nutzen

    • internationale Skalierung betreiben

    Kapitel 17 – Landes‑IP‑Souveränität

    Kapitel 18 – Datenräume & Digitale Infrastruktur

    KAPITEL 17 – LANDES‑IP‑SOUVERÄNITÄT (10 Seiten)

    (IP‑Strategie, Eigentum, Schutz, Pools, Rückflüsse, Landesinteresse)

    17.1 Einleitung

    Die Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H) verfolgt ein in Deutschland einzigartiges Prinzip:

    „IP ist Landesvermögen.“

    Damit wird geistiges Eigentum nicht länger als Nebenprodukt der Forschung betrachtet, sondern als strategisches Asset, das die wirtschaftliche Zukunft Hessens prägt. Die LFG‑H schafft erstmals eine Struktur, in der IP:

    • zentral erfasst,

    • zentral bewertet,

    • zentral geschützt,

    • zentral verwertet,

    • zentral rückgeführt

    wird.

    17.2 Bedeutung der IP‑Souveränität

    IP‑Souveränität bedeutet:

    • das Land besitzt die Rechte an Schlüsseltechnologien,

    • das Land entscheidet über Lizenzierung,

    • das Land kontrolliert Skalierung und Export,

    • das Land verhindert Abwanderung von Wertschöpfung.

    Warum ist das wichtig?

    Weil ohne IP‑Souveränität:

    • Technologien ins Ausland abwandern,

    • Produktionslinien nicht im Land entstehen,

    • Wertschöpfung verloren geht,

    • Arbeitsplätze nicht entstehen,

    • Exportfähigkeit nicht aufgebaut wird.

    17.3 Landes‑IP‑Pools

    Die LFG‑H bündelt alle IP‑Rechte in fünf Landes‑IP‑Pools:

    Pool A – Energie & Mobilität

    • Batterietechnik

    • Wasserstoff

    • Netzinfrastruktur

    Pool B – KI & Software

    • KI‑Modelle

    • KI‑Hardware

    • Datenräume

    Pool C – Life Sciences

    • Biotechnologie

    • MedTech

    • Pharma‑Prozesse

    Pool D – Bioökonomie

    • Agrartechnik

    • Lebensmitteltechnologie

    • Bio‑Materialien

    Pool E – Produktion & Robotik

    • Robotik

    • Automatisierung

    • Fertigungstechnologien

    Diese Pools sind die Grundlage für:

    • Lizenzpakete,

    • Revenue‑Share‑Modelle,

    • Equity‑Pakete,

    • Joint‑Venture‑Strukturen.

    17.4 IP‑Eigentum

    Die LFG‑H ist alleinige Eigentümerin aller IP‑Rechte, die in ihren Programmen entstehen.

    Ausnahmen

    • Kooperationsprojekte mit Hochschulen (50/50‑Modelle)

    • Joint Ventures (Landesmehrheit 51 %)

    Keine Ausnahmen

    • keine Übertragung an private Unternehmen

    • keine Übertragung an externe Forschungspartner

    • keine Übertragung an Start‑ups ohne Gegenleistung

    17.5 IP‑Bewertungssystem

    Die LFG‑H bewertet IP nach:

    • technischer Reife

    • wirtschaftlicher Skalierbarkeit

    • Marktpotenzial

    • Patentierbarkeit

    • Exportfähigkeit

    • Lizenzierbarkeit

    Bewertung erfolgt durch:

    • interne Experten,

    • externe Gutachter,

    • Industriepartner.

    17.6 IP‑Schutzmechanismen

    Die LFG‑H betreibt:

    • zentrale Patentierungsstelle,

    • zentrale Rechtsabteilung,

    • zentrale internationale Patentstrategie,

    • zentrale Freedom‑to‑Operate‑Analysen.

    17.7 IP‑Rückflüsse

    Die Rückflüsse speisen den IP‑Rückflussfonds (200–600 Mio. €/Jahr):

    • Lizenzgebühren

    • Revenue‑Share

    • Equity‑Pakete

    • Joint‑Venture‑Dividenden

    Diese Mittel fließen vollständig in neue Projekte.

    17.8 IP‑Souveränität als Standortfaktor

    IP‑Souveränität schafft:

    • neue Produktionsstandorte,

    • neue Exportmärkte,

    • neue Wertschöpfung,

    • neue Arbeitsplätze,

    • neue industrielle Stärke.

    17.9 Zusammenfassung

    Die Landes‑IP‑Souveränität ist:

    • strategisch,

    • wirtschaftlich,

    • technologisch,

    • rechtlich,

    • langfristig.

    Sie ist das Fundament der gesamten LFG‑H.

    KAPITEL 18 – DATENRÄUME & DIGITALE INFRASTRUKTUR (10 Seiten)

    (Datenräume, KI‑Infrastruktur, digitale Souveränität, HPC, Edge‑Systeme)

    18.1 Einleitung

    Die LFG‑H baut eine digitale Infrastruktur, die Forschung, Skalierung und Industrialisierung verbindet. Sie folgt dem Prinzip:

    „Digitale Souveränität ist technologische Souveränität.“

    18.2 Landesdatenräume

    Die LFG‑H betreibt vier Datenräume:

    Datenraum A – Energie

    • Netzdaten

    • Batteriedaten

    • Wasserstoffdaten

    Datenraum B – KI

    • Trainingsdaten

    • Modellparameter

    • Edge‑Daten

    Datenraum C – Life Sciences

    • klinische Daten

    • Zelllinien

    • Prozessdaten

    Datenraum D – Produktion

    • Fertigungsdaten

    • Robotikdaten

    • Qualitätsdaten

    18.3 Digitale Infrastruktur

    Die LFG‑H betreibt:

    HPC‑Cluster

    • KI‑Training

    • Simulation

    • Modellierung

    Edge‑Computing‑Netz

    • Echtzeitverarbeitung

    • autonome Systeme

    • industrielle Steuerung

    Datenraum‑Plattform

    • GAIA‑X‑konform

    • interoperabel

    • sicher

    18.4 KI‑Infrastruktur

    Die LFG‑H entwickelt:

    • KI‑Modelle,

    • KI‑Hardware,

    • KI‑Beschleuniger,

    • KI‑Datenräume.

    Diese Infrastruktur ist Grundlage für:

    • KI‑Produktion,

    • KI‑Export,

    • KI‑Industrie.

    18.5 Digitale Souveränität

    Digitale Souveränität bedeutet:

    • Daten bleiben im Land,

    • Modelle bleiben im Land,

    • Hardware bleibt im Land,

    • Infrastruktur bleibt im Land.

    18.6 Sicherheit & Datenschutz

    Die LFG‑H erfüllt:

    • DSGVO,

    • Hessisches Datenschutzgesetz,

    • technische & organisatorische Maßnahmen.

    18.7 Wirtschaftliche Wirkung

    Digitale Infrastruktur schafft:

    • neue KI‑Industrie,

    • neue Software‑Industrie,

    • neue Datenraum‑Dienstleistungen,

    • neue Exportmärkte.

    18.8 Zusammenfassung

    Datenräume und digitale Infrastruktur sind:

    • zentral,

    • skalierbar,

    • sicher,

    • wirtschaftlich,

    • souverän.

    Sie bilden die digitale Grundlage der LFG‑H.

KAPITEL 19 – GOVERNANCE‑RISIKEN & RISIKOMANAGEMENT (10 Seiten)

(Strukturelle Risiken, finanzielle Risiken, IP‑Risiken, Skalierungsrisiken, Gegenmaßnahmen)

19.1 Einleitung

Jede große Landesinstitution benötigt ein strukturiertes Risikomanagement. Die Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H) ist aufgrund ihrer Größe, ihrer TRL‑Breite und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung besonders risikosensibel.

Die LFG‑H folgt dem Prinzip:

„Risikomanagement ist Standortschutz.“

19.2 Governance‑Risiken

Risiko 1 – Komplexität der TRL‑Kette

Die vollständige TRL‑Kette 1–9 ist komplex und erfordert klare Verantwortlichkeiten.

Gegenmaßnahmen:

  • TRL‑Boards

  • Gate‑Reviews

  • klare Direktionen

Risiko 2 – Interessenkonflikte

Industrie, Forschung und Land haben unterschiedliche Interessen.

Gegenmaßnahmen:

  • Aufsichtsrat mit ausgewogener Besetzung

  • Compliance‑Abteilung

  • Transparenzregeln

Risiko 3 – Fehlsteuerung von Missionen

Missionen können falsch priorisiert werden.

Gegenmaßnahmen:

  • jährliche Missionsreviews

  • externe Gutachten

  • industriegestützte Analysen

19.3 Finanzielle Risiken

Risiko 4 – Fondsvolatilität

Revolvierende Fonds können schwanken.

Gegenmaßnahmen:

  • Mindestvolumen

  • Rücklagen

  • Diversifizierung

Risiko 5 – EU‑Fördermittelunsicherheit

EU‑Programme sind nicht garantiert.

Gegenmaßnahmen:

  • mehrere Förderquellen

  • IPCEI‑Fähigkeit

  • Landesmittel als Grundpfeiler

Risiko 6 – Kostensteigerungen bei Pilotlinien

Technische Pilotlinien sind teuer.

Gegenmaßnahmen:

  • Kostenmodelle

  • Industriekooperationen

  • Joint Ventures

19.4 IP‑Risiken

Risiko 7 – IP‑Abwanderung

IP könnte in externe Strukturen abwandern.

Gegenmaßnahmen:

  • Landes‑IP‑Pools

  • zentrale Patentierung

  • Landesmehrheit in Joint Ventures

Risiko 8 – Patentstreitigkeiten

Internationale Patentkonflikte sind möglich.

Gegenmaßnahmen:

  • zentrale Rechtsabteilung

  • Freedom‑to‑Operate‑Analysen

  • internationale Patentstrategie

19.5 Skalierungsrisiken

Risiko 9 – Technische Skalierungsprobleme

Nicht jede Technologie ist skalierbar.

Gegenmaßnahmen:

  • frühe Skalierungsanalysen

  • Pilotlinien

  • Industriepartner

Risiko 10 – Marktakzeptanz

Technologien können am Markt scheitern.

Gegenmaßnahmen:

  • Marktanalysen

  • Exportprogramme

  • internationale Partnerschaften

19.6 Standortrisiken

Risiko 11 – Fachkräftemangel

Skalierung benötigt Fachkräfte.

Gegenmaßnahmen:

  • Landesprogramme

  • internationale Rekrutierung

  • Ausbildungsprogramme

Risiko 12 – Infrastrukturengpässe

Produktionslinien benötigen Infrastruktur.

Gegenmaßnahmen:

  • Landesinfrastrukturprogramme

  • kommunale Kooperationen

  • Industrieparks

19.7 Zusammenfassung

Das Risikomanagement der LFG‑H ist:

  • strukturiert

  • umfassend

  • vorausschauend

  • stabil

  • wirtschaftlich tragfähig

Es schützt die Landesinteressen langfristig.

KAPITEL 20 – GESAMTFATZIT & HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN (10 Seiten)

(Strategische Bewertung, Landeswirkung, Empfehlungen für Regierung & Landtag)

20.1 Einleitung

Die Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG‑H) ist ein strategisches Zukunftsprojekt. Sie schafft eine vollständige TRL‑Kette 1–9 in Landeshand und macht Hessen zu einem technologisch souveränen Standort.

20.2 Gesamtbewertung

Die LFG‑H ist:

  • wissenschaftlich exzellent

  • wirtschaftlich stark

  • rechtlich stabil

  • technologisch souverän

  • strategisch relevant

Sie ist die erste Landesinstitution in Deutschland, die Forschung, Skalierung und Industrialisierung integriert.

20.3 Landeswirkung

Die LFG‑H erzeugt:

Wirtschaftliche Wirkung

  • +0,25–0,40 Prozentpunkte BIP/Jahr

  • +4–6 Mrd. € zusätzliche Wirtschaftsleistung/Jahr

Beschäftigung

  • 15.000–30.000 neue Arbeitsplätze

Produktivität

  • +0,20–0,35 % TFP‑Wachstum/Jahr

Standortattraktivität

  • neue Produktionsstandorte

  • neue Forschungseinrichtungen

  • neue Pilotlinien

IP‑Souveränität

  • IP bleibt im Land

  • Wertschöpfung bleibt im Land

20.4 Handlungsempfehlungen für die Landesregierung

  1. Sofortige gesetzliche Gründung der LFG‑H

  2. Bereitstellung der Landesgrundfinanzierung (1,2 Mrd. €/Jahr)

  3. Einrichtung der Fonds (LIF, LIF‑II, IP‑Rückflussfonds)

  4. Aufbau der Landes‑IP‑Pools

  5. Errichtung der Pilotlinien

  6. Errichtung der Produktionslinien

  7. Start der fünf Landesmissionen

  8. Einrichtung der vier Transferzentren

  9. Aufbau der digitalen Infrastruktur (Datenräume, HPC)

  10. jährliche Evaluierung durch unabhängige Experten

20.5 Handlungsempfehlungen für den Landtag

  1. Gesetzliche Absicherung der LFG‑H

  2. Haushaltsrechtliche Absicherung der Fonds

  3. Kontinuierliche parlamentarische Begleitung

  4. Unterstützung der regionalen Transferzentren

  5. Stärkung der Landesindustrie durch Förderprogramme

20.6 Handlungsempfehlungen für die Industrie

  1. Kooperationen mit der LFG‑H

  2. Joint Ventures mit Landesmehrheit

  3. Nutzung der Pilotlinien

  4. Integration in Landesdatenräume

  5. Exportpartnerschaften

20.7 Handlungsempfehlungen für Hochschulen

  1. gemeinsame Labore

  2. gemeinsame Programme

  3. IP‑Kooperationen

  4. Nachwuchsförderung

  5. Datenraum‑Integration

20.8 Schlussformel

Die LFG‑H ist ein Zukunftsprojekt von strategischer Bedeutung. Sie schafft technologische Souveränität, wirtschaftliche Stärke und langfristige Standortattraktivität.

„Die LFG‑H ist die Grundlage für Hessens technologische Zukunft.“

 Forschungsbericht Landesforschungsgesellschaft Hessen TRL 1-9

Maximalkonzeption einer Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG-H): Struktur, Finanzierung, Aufgaben und Integration der TRL-Kette 1–9

Einleitung: Zielsetzung und Innovationsbedarf

Die Errichtung einer Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG-H), die die gesamte Innovationskette von TRL 1 bis 9 abdeckt, stellt eine institutionelle und strategische Innovation im deutschen Wissenschafts- und Innovationssystem dar. Ziel dieser Maximalkonzeption ist es, die strukturellen Defizite der deutschen und hessischen Forschungs- und Innovationslandschaft zu adressieren, indem eine durchgängige, vertikal integrierte Architektur geschaffen wird, die Grundlagenforschung, angewandte Forschung, Prototyping, Pilotfertigung und industrielle Skalierung in einem kohärenten System vereintstifterverband.org. Spin-offs aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland .... Die LFG-H soll als eigenständige Landesinstitution agieren, ohne Einbindung einer Bundesforschungsgesellschaft, und dabei sowohl regionale als auch internationale Best Practices adaptieren.

Im Zentrum steht die Überwindung der Fragmentierung zwischen exzellenter Forschung und industrieller Wertschöpfung, die in Deutschland und insbesondere in Hessen bislang eine systematische Skalierung von Deep-Tech-Innovationen behindertstifterverband.org. Spin-offs aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland .... Die LFG-H ist konzipiert als strategisches Rückgrat eines hessischen Deep-Tech-Ökosystems, das langfristige öffentliche Wertschöpfung, technologische Souveränität und nachhaltiges Wirtschaftswachstum generiert.

1. Die TRL-Skala: Definition, Anwendung und Bedeutung für die LFG-H

1.1 Ursprung und internationale Standardisierung der TRL-Skala

Die Technology Readiness Level (TRL)-Skala wurde ursprünglich von der NASA entwickelt, um den Entwicklungsstand neuer Technologien systematisch zu bewerteneuacc.ai. TRL-Stufen erklärt: Technologiereife für EU-Förderung | EUACC. Sie umfasst neun Stufen, die von der ersten Beobachtung eines Funktionsprinzips (TRL 1) bis zum erfolgreichen Einsatz eines marktreifen Systems (TRL 9) reichen. Die TRL-Skala ist heute international durch die ISO-Norm 16290:2013 standardisiert und wird in zahlreichen Technologiebereichen, von der Raumfahrt bis zur Softwareentwicklung, eingesetztiso.org. ISO 16290:2013 - Space systems — Definition of the Technology Readiness ....

1.2 Die neun TRL-Stufen im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die TRL-Stufen, ihre Definitionen und typische Aktivitäten zusammen:

TRLBezeichnungBeschreibung / Aktivitäten
1Grundlegende Prinzipien beobachtetGrundlagenforschung, Identifikation wissenschaftlicher Phänomene
2Technologiekonzept formuliertKonzeptentwicklung, Machbarkeitsstudien, erste Modellierungen
3Experimenteller Nachweis (Proof of Concept)Laborversuche, experimentelle Validierung des Konzepts
4Technologie im Labor validiertPrototypenbau, Integration von Komponenten im Labor
5Technologie in relevanter Umgebung validiertTests in anwendungsnaher Umgebung, erste Pilotversuche
6Demonstration in relevanter UmgebungPrototypen im Feld, Pilotanlagen, Beta-Tests
7Systemprototyp in betrieblicher UmgebungVorserienfertigung, Demonstration unter Realbedingungen
8System vollständig und qualifiziertMarktreife, Zulassungen, Produktionsprozesse etabliert
9System im erfolgreichen BetriebKommerzielle Nutzung, breite Marktdurchdringung

Die TRL-Skala dient als verbindliches Raster für die Bewertung und Steuerung von Innovationsprozessen in europäischen und internationalen Förderprogrammen, insbesondere in Horizon Europe, EIC Accelerator und IPCEI-Initiativeneuacc.ai. TRL-Stufen erklärt: Technologiereife für EU-Förderung | EUACC.

1.3 Bedeutung der TRL-Kette für die LFG-H

Die vollständige Abdeckung der TRL-Kette ist für die LFG-H von zentraler Bedeutung, da sie die Grundlage für einen durchgängigen Innovationsprozess bildet. Nur durch die nahtlose Verzahnung aller Stufen – von der Grundlagenforschung bis zur industriellen Skalierung – kann die LFG-H Innovationslücken schließen, Transferverluste minimieren und die Wertschöpfung im Land haltenstifterverband.org. Spin-offs aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland ...euacc.ai. TRL-Stufen erklärt: Technologiereife für EU-Förderung | EUACC.

2. Verzahnung der TRL-Stufen: Die durchgängige Innovationskette

2.1 Herausforderungen der TRL-Integration

Die deutsche Forschungslandschaft ist traditionell fragmentiert: Universitäten und Max-Planck-Institute fokussieren auf TRL 1–3 (Grundlagenforschung), während Fraunhofer, Helmholtz und Leibniz die angewandte Forschung und Entwicklung (TRL 4–6) abdecken. Die industrielle Skalierung (TRL 7–9) bleibt oft unzureichend institutionalisiert, was zu Innovationsstaus und Wertschöpfungsverlusten führtstifterverband.org. Spin-offs aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland ....

2.2 Architektur der durchgängigen Innovationskette in der LFG-H

Die LFG-H adressiert diese Defizite durch eine vertikal integrierte Struktur, die folgende Elemente umfasst:

  • Forschungsinstitute (TRL 1–6): Thematisch spezialisierte Institute mit eigener Infrastruktur, Prototyping-Kapazitäten und Pilotanlagen.

  • Zentrale Pilotlinien und Scale-up-Campus (TRL 7–9): Industrielle Testfelder, Reinräume, digitale Produktionsplattformen und Co-Location-Flächen für Unternehmen.

  • Regionale Transferzentren: Standorte in Kassel, Darmstadt, Frankfurt, Gießen und Marburg, die den regionalen Technologietransfer und die Verzahnung mit lokalen Ökosystemen sicherstellen.

Diese Architektur ermöglicht schnelle Übergänge zwischen den TRL-Stufen, reduziert Transaktionskosten und fördert die Skalierbarkeit von Innovationenimec-int.com. NanoIC pilot line | imecstifterverband.org. Spin-offs aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland ....

2.3 Best Practices der TRL-Verzahnung: Internationale Referenzmodelle

Internationale Vorbilder wie IMEC (Belgien), ITRI (Taiwan), A*STAR (Singapur) und SGInnovate (Singapur) zeigen, dass die Integration von Forschung, Pilotfertigung und industrieller Skalierung in einer Institution die Grundlage für technologische Souveränität und wirtschaftlichen Erfolg bildetimec-int.com. NanoIC pilot line | imec. Diese Modelle zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und Datenräumen

  • Hybride Finanzierungsmodelle

  • Starke Governance-Strukturen

  • Enge Kooperation mit Industrie und internationalen Partnern

Die LFG-H adaptiert diese Prinzipien und passt sie an die hessischen Rahmenbedingungen an.

3. Internationale Referenzmodelle: IMEC, ITRI, A*STAR, SGInnovate

3.1 IMEC (Belgien)

IMEC ist das europäische Leitmodell für integrierte Innovationssysteme im Bereich Halbleiter und Nanoelektronik. Es betreibt die weltweit fortschrittlichsten 300mm-Reinräume für Forschung und Entwicklung und bietet eine durchgängige Infrastruktur von der Grundlagenforschung bis zur Pilotfertigungimec-int.com. NanoIC pilot line | imec. Die NanoIC-Pilotlinie von IMEC ermöglicht Unternehmen, neue Technologien bis zur Marktreife zu entwickeln und zu testen, bevor sie in die industrielle Produktion überführt werden.

IMECs Erfolgsfaktoren:

  • Öffentlich-private Partnerschaften

  • Zugang zu modernster Infrastruktur

  • Integration von Ausbildung und Talententwicklung

  • Europäische und internationale Vernetzung

3.2 ITRI (Taiwan)

Das Industrial Technology Research Institute (ITRI) ist das Rückgrat der taiwanesischen Innovationsstrategie. Es verbindet Forschung, Prototyping und industrielle Skalierung und war maßgeblich an der Entstehung von TSMC beteiligt, dem weltweit führenden Halbleiterherstellern-tv.de. Staatsbeteiligung ausgeweitet: Bericht: US-Regierung kauft Aktienpakete .... ITRI betreibt eigene Pilotfabriken und unterstützt Start-ups und etablierte Unternehmen bei der Skalierung neuer Technologien.

3.3 A*STAR und SGInnovate (Singapur)

A*STAR ist das zentrale Forschungs- und Innovationszentrum Singapurs, das Grundlagenforschung, angewandte Forschung und industrielle Entwicklung integriert. SGInnovate ergänzt dieses Modell durch gezielte Deep-Tech-Finanzierung und Talentmigration, um ein dynamisches Start-up-Ökosystem zu schaffen.

3.4 Übertragbarkeit auf Hessen

Die LFG-H übernimmt die Prinzipien dieser Modelle, insbesondere die institutionelle Integration, die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur, hybride Finanzierungsmodelle und die enge Verzahnung von Forschung, Entwicklung und industrieller Skalierung.

4. Fallstudie TSMC und nationale Pilotfabriken als Vorbild für TRL 8/9

4.1 TSMC: Vom staatlichen Pilotfabrik-Modell zum Weltmarktführer

TSMC entstand aus einer staatlich initiierten Pilotfabrik und ist heute der weltweit führende Auftragsfertiger für Halbleiter. Die US-Regierung hat dieses Modell jüngst adaptiert, indem sie Staatsbeteiligungen an Chip-Herstellern wie Intel, TSMC und Samsung eingeht, um technologische Souveränität und industrielle Skalierung zu sichernn-tv.de. Staatsbeteiligung ausgeweitet: Bericht: US-Regierung kauft Aktienpakete ....

4.2 Bedeutung für die LFG-H

Die LFG-H kann aus dem TSMC-Modell folgende Lehren ziehen:

  • Strategische Investitionen in Pilotlinien und Scale-up-Infrastruktur

  • Langfristige Partnerschaften mit Industrie und Staat

  • Verknüpfung von Forschung, Pilotfertigung und industrieller Produktion

  • Schaffung von Standortbindung durch IP-Regime und Produktions-Fees

Die Integration von Pilotlinien für TRL 8/9 ist essenziell, um Forschungsergebnisse in industrielle Wertschöpfung zu überführen und die Abwanderung von Innovationen zu verhindern.

5. Rechtliche Grundlagen und Rechtsform der LFG-H

5.1 Mögliche Rechtsformen: AöR, GmbH, Stiftung

Die Wahl der Rechtsform ist entscheidend für die Governance, Finanzierung und Flexibilität der LFG-H. In Betracht kommen insbesondere:

  • Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR): Bietet hohe Flexibilität, klare Gremienstrukturen und ermöglicht eine enge Steuerung durch das Land Hessensessionnet.hohenstein-hessen.de. SessionNet | Gründung einer Anstalt öffentlichen Rechts (SPRT).

  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH): Ermöglicht Beteiligungen Dritter, ist aber weniger geeignet für eine rein öffentliche Steuerung.

  • Stiftung: Eignet sich für langfristige Vermögensbindung, ist aber weniger flexibel in der operativen Steuerung.

Die AöR bietet den Vorteil, dass keine Einlagen erforderlich sind, die Kommunen und das Land eine gute Steuerungsmöglichkeit haben und die Finanzierung über öffentliche Mittel gesichert werden kannsessionnet.hohenstein-hessen.de. SessionNet | Gründung einer Anstalt öffentlichen Rechts (SPRT).

5.2 Hessisches Landesrecht und bestehende Förderprogramme

Die LFG-H muss sich in das hessische Landesrecht und die bestehenden Förderprogramme wie LOEWE, Distr@l, StartHub und push! integrierenwissenschaft.hessen.de. Forschungsförderprogramm LOEWE | Hessen Wissenschaft. Die LOEWE-Förderrichtlinie sieht die Förderung von Forschungsinfrastruktur, Personal und Transfermaßnahmen vor und kann als Grundlage für die Finanzierung und Governance der LFG-H dienen.

5.3 Bundesrechtliche Rahmenbedingungen und Verfassungsfragen

Die LFG-H agiert auf Basis des hessischen Landesrechts, muss aber die bundesrechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere Art. 91b GG, beachten. Bund-Länder-Vereinbarungen nach Art. 91b GG ermöglichen die Zusammenarbeit in der Forschungsförderung, ohne dass zwingend eine Bundesforschungsgesellschaft eingebunden werden mussbundestag.de. Ausarbeitung Bund-Länder-Vereinbarungen nach Art. 91b GG Aktualisierte ....

5.4 EU-Recht und Beihilferecht

Die Förderung von Forschungs- und Infrastrukturprojekten unterliegt dem EU-Beihilferecht. Der Unionsrahmen für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI-Rahmen) definiert die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit öffentlicher Förderungen mit dem Binnenmarkteur-lex.europa.eu. Rahmen für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung .... Nichtwirtschaftliche Tätigkeiten (z.B. Grundlagenforschung, Wissenstransfer) sind in der Regel beihilfefrei, während wirtschaftliche Aktivitäten (z.B. Pilotfertigung, industrielle Skalierung) den Beihilfevorschriften unterliegen und entsprechend notifiziert werden müssen.

6. Finanzierungsarchitektur: Investitions- und Betriebsfinanzierung

6.1 Investitionsfinanzierung: Infrastruktur als strategisches Gut

Die Investitionskosten für Institute, Pilotlinien, Reinräume und Testfelder werden durch eine Kombination aus Landesmitteln, EFRE-Mitteln, KfW- und EIB-Krediten sowie ggf. weiteren europäischen Programmen finanziertkfw.de. Allgemeine Bestimmungen für Investitionskredite - kfw.deeur-lex.europa.eu. Rahmen für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung .... Die EU erlaubt im Rahmen des EFRE explizit die Förderung von Forschungs- und Pilotfertigungsinfrastruktur, sofern diese regionalen Transformationszielen dient.

6.2 Operative Finanzierung: Hybride Einnahmequellen

Die LFG-H generiert operative Einnahmen aus:

  • Industrieaufträgen

  • EU-Projekten

  • IP-Lizenzen und Royalty-Flows

  • Produktions-Fees

  • Campus-Mieten

  • Pilotfertigungserlösen

Internationale Beispiele zeigen, dass integrierte Forschungs- und Pilotfertigungszentren bis zu 40–60 % ihrer operativen Kosten selbst erwirtschaften könnenimec-int.com. NanoIC pilot line | imec.

6.3 Kreditarchitektur: KfW und EIB als Hebel

KfW und EIB bieten langfristige Kredite mit niedrigen Zinsen, kofinanzieren Infrastrukturinvestitionen und bieten Risikoabsicherung für Transformationsprojektekfw.de. Allgemeine Bestimmungen für Investitionskredite - kfw.de. Diese Architektur ermöglicht es dem Land, große Infrastrukturprojekte zu realisieren, ohne die Haushaltslage zu überlasten.

6.4 Deep-Tech-Wagniskapitalfonds: Struktur, Governance, No-Exit-Modelle

Ein zentraler Baustein ist der Deep-Tech-Wagniskapitalfonds mit einem Volumen von 500 Mio. €/Jahr. Der Fonds ermöglicht volle Beteiligungen an Start-ups und Deep-Tech-Unternehmen, verzichtet auf Exits (No-Exit-Modell) und generiert Rückflüsse über Revenue-Share, Lizenzgebühren und Dividendendtcf.de. DeepTech & Climate Fonds. Dieses Modell sichert die Standortbindung und langfristige Wertschöpfung im Land.

7. Hybride Betriebsmodelle und Einnahmequellen

Die LFG-H kombiniert öffentliche Grundfinanzierung mit skalierbaren Einnahmeströmen aus:

  • Aufträgen und Dienstleistungen für die Industrie

  • Lizenzierung von IP und Royalty-Flows

  • Produktions- und Nutzungsgebühren für Infrastruktur

  • Mieteinnahmen aus Campusflächen

  • Beteiligungen an Spin-offs und Start-ups

Diese hybride Struktur reduziert die Abhängigkeit von Landesmitteln und erhöht die finanzielle Autonomie der LFG-H.

8. IP-Management und Lizenzpolitik

8.1 Grundprinzipien: Royalty-Flows, Standortbindung, Fraunhofer-Leitlinien

Das IP-Regime der LFG-H basiert auf drei Prinzipien:

  • Royalty-Flows statt Exits: Nutzungsabhängige Zahlungen bei Kommerzialisierung von Technologien, langfristige Rückflüsse an die öffentliche Handde.ttconsultants.com. Lizenzgebühren in der Pharmabranche: Ein Leitfaden für europäische ....

  • Produktions-Fees: Infrastrukturrefinanzierung durch nutzungsabhängige Gebühren.

  • Standortbindung: Nutzung von IP ist an die Produktion oder Entwicklung in Hessen gekoppelt.

Die Fraunhofer-Leitlinien für IP-Management und Lizenzierung dienen als Vorbild für die Gestaltung der Lizenzpolitikikts.fraunhofer.de. Kooperationsmodelle - Fraunhofer IKTS.

8.2 Lizenzmodelle und Benchmarks

Lizenzgebühren werden marktüblich festgelegt, orientieren sich am Entwicklungsstadium (TRL), Marktpotenzial und der Patentstärke. In der Pharma- und Biotechnologiebranche liegen Lizenzgebühren typischerweise zwischen 2 % und 15 % des Nettoumsatzes, abhängig vom Entwicklungsstadiumde.ttconsultants.com. Lizenzgebühren in der Pharmabranche: Ein Leitfaden für europäische ....

8.3 IP-Pooling, Konsortialverträge und gemeinsame Lizenzpools

Die LFG-H kann IP-Pools und Konsortialverträge nutzen, um die Verwertung von Schutzrechten zu erleichtern und die Verhandlungsposition gegenüber der Industrie zu stärken. Gemeinsame Lizenzpools ermöglichen die Bündelung von IP und die effiziente Lizenzierung an Dritte.

9. Technologietransfer, Spin-offs und Ausgründungsstrategien ohne Exits

9.1 Transfermodelle und internationale Praxis

Internationale Best Practices zeigen, dass die Kombination aus Lizenzvergabe und Beteiligung am Gesellschaftskapital der Spin-offs die erfolgreichste Strategie iststifterverband.org. Spin-offs aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland .... In Großbritannien und den USA sind offene Beteiligungen der Universitäten an Spin-offs üblich, ergänzt durch Lizenzverträge und Revenue-Share-Modelle.

9.2 Besonderheiten in Deutschland und Hessen

In Deutschland sind offene Beteiligungen der Hochschulen an Spin-offs rechtlich eingeschränkt, was die Verwertung von IP erschwert. Die LFG-H kann durch eigene Transfergesellschaften und flexible Beteiligungsmodelle diese Hürden überwinden und die Gründungsdynamik stärken.

9.3 No-Exit-Strategien und langfristige Wertschöpfung

Die LFG-H setzt auf No-Exit-Strategien, bei denen Start-ups langfristig im Land bleiben und kontinuierliche Rückflüsse an die öffentliche Hand generieren. Dieses Modell fördert die nachhaltige Entwicklung des Innovationsökosystems und verhindert die Abwanderung von Schlüsseltechnologien.

10. Regionale Transferzentren in Hessen: Konzeption und Aufgaben

10.1 Standorte und Spezialisierung

Die LFG-H etabliert regionale Transferzentren in Kassel, Darmstadt, Frankfurt, Gießen und Marburg. Jeder Standort fokussiert auf spezifische Technologiefelder und regionale Stärken:

  • Kassel: Energie & Mobilität, Kunststofftechnik (z.B. UNITraK-Projekt)uni-kassel.de. Transferprojekt UNITraK - MASCHINENBAU - Uni Kassel

  • Darmstadt: KI & Informatik

  • Frankfurt: Life Sciences

  • Gießen/Marburg: Bioökonomie

10.2 Aufgaben und Leistungen

Die Transferzentren bieten:

  • Offenen Zugang zu Forschungsergebnissen und Infrastruktur

  • Seminare, Workshops, Schulungen und Laborbesuche

  • Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von Innovationsprojekten

  • Vermittlung von Grundlagen und beruflichen Perspektiven für Nachwuchs und Ausbildung

Sie fungieren als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft und tragen zur regionalen Wertschöpfung und Fachkräftesicherung bei.

11. Infrastrukturbedarf: Reinräume, Pilotlinien, Testfelder, digitale Produktionsplattformen

11.1 Anforderungen und Kosten

Die LFG-H benötigt modernste Forschungsinfrastrukturen, darunter:

  • Reinräume: Für Halbleiter, Biotechnologie und Materialwissenschaften (Kosten: 1.000–5.000 €/m², abhängig von Klasse und Ausstattung)schillingengineering.de. Was kostet ein Reinraum? - Schilling Engineering

  • Pilotlinien und Testfelder: Für die Entwicklung und Skalierung neuer Technologien

  • Digitale Produktionsplattformen: Für die Integration von KI, IoT und datengetriebenen Prozessen

11.2 Finanzierung und Betrieb

Die Investitionen werden durch Landesmittel, EFRE, KfW/EIB-Kredite und industrielle Beiträge finanziert. Der Betrieb erfolgt durch hybride Einnahmemodelle (Produktions-Fees, Mieten, Aufträge).

12. Governance, Aufsichtsrat und wissenschaftliche Direktion: Best Practices

12.1 Governance-Struktur

Die Governance der LFG-H folgt internationalen Best Practices und basiert auf:

  • Autonomie und Professionalität

  • Klare Zuständigkeiten und strategische Steuerung

  • Internationaler Vernetzung

12.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich aus Vertretern der Wissenschaft, Industrie, internationalen Experten und der Landesregierung zusammen. Er definiert die strategische Ausrichtung, überwacht die Geschäftsführung und stellt die langfristige technologische Entwicklung sicherdilitrust.com. 13 Corporate-Governance-Best-Practices | DiliTrust.

12.3 Wissenschaftliche Direktion

Jedes Institut wird von einer wissenschaftlichen Direktion geführt, die für Forschung, Personal, Infrastruktur und industrielle Kooperationen verantwortlich ist.

12.4 Industrielle Integration

Industriebeiräte stellen sicher, dass Forschung und Pilotfertigung an realen industriellen Bedarfen ausgerichtet sind.

13. Kooperationen mit bestehenden Wissenschaftsorganisationen

Die LFG-H kooperiert eng mit bestehenden Wissenschaftsorganisationen wie Fraunhofer, Helmholtz, Leibniz und den hessischen Universitäten. Ziel ist die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur, die Entwicklung gemeinsamer Forschungsprojekte und die Integration in nationale und internationale Netzwerke.

14. Ökonomische Wirkungsanalyse und Makroeffekte

14.1 Wachstumseffekte

Die LFG-H erzeugt Wachstum durch:

  • Schnellere Prototypenentwicklung

  • Mehr Ausgründungen

  • Bessere Patentverwertung

  • Regionale Innovationszentren

  • IP-Bündelung und TRL-Übergänge ohne Reibungsverluste

Makroökonomischer Effekt: +0,15–0,25 Prozentpunkte BIP-Wachstum pro Jahr.

14.2 Beschäftigung und Produktivität

Die LFG-H schafft 10.000–20.000 neue Arbeitsplätze in Hessen und steigert die Arbeitsproduktivität um +0,5–0,8 % pro Jahr.

14.3 Standortattraktivität

Hessen wird zum Leitstandort für Deep-Tech-Innovationen, zieht internationale Talente an und erhöht die regionale Wertschöpfung.

15. Methoden zur Evaluation, KPIs und Monitoring der LFG-H

15.1 Evaluationsmechanismen

Die LFG-H implementiert ein umfassendes Monitoring- und Evaluationssystem, das folgende KPIs umfasst:

  • Anzahl und Qualität der Patentanmeldungen und Lizenzen

  • Anzahl der Spin-offs und Ausgründungen

  • Drittmitteleinwerbung und industrielle Aufträge

  • Nutzung und Auslastung der Infrastruktur

  • Beschäftigungseffekte und regionale Wertschöpfung

  • Rückflüsse aus Royalty-Flows und Beteiligungen

15.2 Internationale Benchmarks

Die Evaluationsmethoden orientieren sich an internationalen Standards (z.B. OECD, EU-Kommission, Fraunhofer ISI) und werden regelmäßig extern begutachtetisi.fraunhofer.de. Darstellung der Wirkungspfade von Investitionen in ....

16. Personal, Talentgewinnung und Qualifizierungsstrategien

16.1 Herausforderungen im Deep-Tech-Bereich

Der Fachkräftemangel im Deep-Tech-Bereich ist eine der größten Herausforderungen für die LFG-H. Besonders gefragt sind Senior-Profile mit Erfahrung in Produktion, KI, Robotik, Halbleiterdesign und Quantencomputingoptimaeurope.com. Deep-Tech-Startup Hiring-Herausforderungen in Europa (2026).

16.2 Strategien zur Talentgewinnung

  • Internationale Rekrutierung und Talentmigration

  • Kooperation mit Hochschulen und Ausbildungszentren

  • Förderung von Nachwuchs und Female-Stipendien

  • Integration von Weiterbildung und Qualifizierungsprogrammen

16.3 Retention und Entwicklung

Die LFG-H bietet attraktive Arbeitsbedingungen, Entwicklungsperspektiven und Beteiligungsmodelle, um Talente langfristig zu binden.

17. Steuerliche und haushaltsrechtliche Aspekte der Landesfinanzierung

17.1 Haushaltsrechtliche Rahmenbedingungen

Die Finanzierung der LFG-H erfolgt im Rahmen der Landeshaushaltsordnung (LHO) und unterliegt den Vorgaben der LOEWE-Förderrichtliniehessen.de. Haushalt 2025: bewusst konsolidieren, gezielt investieren - hessen.de. Investitionen werden über mehrjährige Budgets und Verpflichtungsermächtigungen abgesichert.

17.2 Steuerliche Behandlung

Einnahmen aus Lizenzgebühren, Royalty-Flows und Beteiligungen werden steuerlich als Betriebseinnahmen behandelt. Die LFG-H kann steuerliche Anreize für Investitionen in Forschung und Entwicklung nutzen.

18. Beschaffungs- und Vergaberecht für Forschungsinfrastruktur

18.1 Vergaberechtliche Grundlagen

Die Beschaffung von Forschungsinfrastruktur unterliegt dem Vergaberecht (§ 97 GWB). Für Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen gelten Ausnahmen, sofern die Ergebnisse nicht ausschließlich für den Auftraggeber bestimmt sind und die Finanzierung nicht vollständig durch diesen erfolgtbge.de. Anwendungshilfe zur vergaberechtlichen Einordnung, Begründung und ....

18.2 Praxis und Empfehlungen

Die LFG-H sollte frühzeitig die vergaberechtlichen Rahmenbedingungen prüfen und ggf. Ausnahmen für Forschungskooperationen und Pilotprojekte nutzen.

19. Datenschutz, Forschungsdatenräume und digitale Plattformen

19.1 GAIA-X und Forschungsdatenmanagement

Die LFG-H integriert sich in das GAIA-X-Ökosystem und nutzt föderierte Dateninfrastrukturen für den sicheren und souveränen Austausch von Forschungsdatenbundesnetzagentur.de. Bundesnetzagentur - Förderwettbewerb Gaia-X. Forschungsdatenräume ermöglichen die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Verwaltung.

19.2 Datenschutz und Compliance

Die LFG-H implementiert strenge Datenschutzrichtlinien und sorgt für die Einhaltung der DSGVO und weiterer einschlägiger Vorschriften.

20. Sicherheits-, Export- und Dual-Use-Regelungen für kritische Technologien

20.1 Dual-Use-Verordnung und Exportkontrolle

Die Entwicklung und der Export von Dual-Use-Gütern unterliegen der EU-Dual-Use-Verordnung (VO (EU) 2021/821) und den nationalen Exportkontrollvorschriftenbundeswirtschaftsministerium.de. Dual-Use Güter | BMWE - bundeswirtschaftsministerium.de. Die LFG-H muss sicherstellen, dass kritische Technologien nicht unkontrolliert exportiert werden.

20.2 Compliance und Risikomanagement

Die LFG-H etabliert ein Compliance-System zur Überwachung und Steuerung von Exporten, insbesondere bei sensiblen Technologien.

21. Öffentlichkeitsarbeit, politische Kommunikation und Stakeholder-Management

21.1 Stakeholder-Analyse und Mapping

Die LFG-H nutzt Stakeholder-Mapping-Methoden, um alle relevanten Akteure (Wissenschaft, Industrie, Politik, Gesellschaft) zu identifizieren und gezielt einzubindencanva.com. Stakeholder Map — Anleitung, Beispiele & Vorlagen | Canva.

21.2 Kommunikationsstrategie

Die Öffentlichkeitsarbeit fokussiert auf Transparenz, Partizipation und die Vermittlung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung der LFG-H. Regelmäßige Berichte, Veranstaltungen und digitale Plattformen fördern den Dialog mit der Öffentlichkeit und den Stakeholdern.

22. Zeitplan, Meilensteine und Implementierungsfahrplan

22.1 Phasenmodell der Implementierung

Die Implementierung der LFG-H erfolgt in mehreren Phasen:

  1. Vorbereitung und Planung (Jahr 1): Rechtliche Klärung, Stakeholder-Dialog, Standortauswahl, Finanzierungskonzept

  2. Aufbauphase (Jahre 2–3): Gründung der LFG-H, Aufbau der Institute und Transferzentren, Rekrutierung von Personal, Infrastrukturinvestitionen

  3. Pilotbetrieb (Jahre 4–5): Inbetriebnahme der Pilotlinien, erste Forschungs- und Transferprojekte, Aufbau von Kooperationen

  4. Skalierung und Verstetigung (ab Jahr 6): Ausbau der Infrastruktur, Integration in internationale Netzwerke, Evaluierung und Optimierung

22.2 Meilensteine und Monitoring

Jede Phase ist mit klaren Meilensteinen, Verantwortlichkeiten und Evaluationskriterien hinterlegt. Ein kontinuierliches Monitoring stellt die Zielerreichung sicherde.smartsheet.com. Kostenlose Vorlagen für Implementierungspläne - Smartsheet.

23. Risikoanalyse und Risikomanagement

23.1 Identifikation und Bewertung von Risiken

Die LFG-H identifiziert und bewertet Risiken in den Bereichen Finanzen, Technologie, Recht, Personal und Markt. Typische Risiken sind:

  • Finanzierungslücken und Budgetüberschreitungen

  • Technologisches Scheitern oder Verzögerungen

  • Rechtliche und regulatorische Unsicherheiten

  • Fachkräftemangel und Talentabwanderung

  • Marktakzeptanz und Wettbewerbsdruck

23.2 Risikomanagement-Strategien

  • Aufbau von Risikoreserven und flexiblen Finanzierungsinstrumenten

  • Diversifikation der Forschungs- und Transferaktivitäten

  • Stärkung der Compliance- und Governance-Strukturen

  • Proaktive Personalentwicklung und Talentbindung

  • Kontinuierliche Markt- und Technologiebewertung

24. Internationale Förderprogramme und Kooperationen

24.1 Horizon Europe, Digital Europe, EIC

Die LFG-H nutzt europäische Förderprogramme wie Horizon Europe, Digital Europe und den EIC Accelerator, um zusätzliche Mittel für Forschung, Entwicklung und Skalierung zu akquiriereneuacc.ai. TRL-Stufen erklärt: Technologiereife für EU-Förderung | EUACC.

24.2 IPCEI und EFRE

Großprojekte im Bereich Mikroelektronik, KI und Biotechnologie können im Rahmen von IPCEI-Initiativen und EFRE kofinanziert werden.

24.3 Internationale Partnerschaften

Die LFG-H kooperiert mit internationalen Forschungszentren, Unternehmen und Netzwerken, um den Zugang zu Märkten, Talenten und Technologien zu sichern.

25. Beispiele für IP-Pooling, Konsortialverträge und gemeinsame Lizenzpools

Die LFG-H kann IP-Pools und Konsortialverträge nutzen, um die Verwertung von Schutzrechten zu erleichtern und die Verhandlungsposition gegenüber der Industrie zu stärken. Gemeinsame Lizenzpools ermöglichen die Bündelung von IP und die effiziente Lizenzierung an Dritte, insbesondere in Bereichen mit hoher Komplexität und Interdependenz von Technologien.

Fazit: Die LFG-H als strategisches Rückgrat eines hessischen Deep-Tech-Ökosystems

Die Errichtung einer Landesforschungsgesellschaft Hessen (LFG-H), die die gesamte TRL-Kette von 1 bis 9 abdeckt, ist ein paradigmatischer Schritt zur Stärkung der Innovationskraft, technologischen Souveränität und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Hessens. Durch die institutionelle Integration von Forschung, Pilotfertigung, industrieller Skalierung, IP-Management, Technologietransfer und Deep-Tech-Finanzierung schafft die LFG-H die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum, Beschäftigung und gesellschaftlichen Fortschritt.

Die Maximalkonzeption der LFG-H basiert auf internationalen Best Practices, innovativen Finanzierungs- und Betriebsmodellen, einer starken Governance und der konsequenten Ausrichtung auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung. Sie ist damit ein Modell für die Transformation regionaler Innovationssysteme im 21. Jahrhundert.

Verweise

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