Michael Tryzna
Hafenstrasse 35
34125 Kassel
Tel. 017660381310
email:michael.tryzna@student.uni-kassel.de
Landtag Thüringen
Petitionsausschuss
Jürgen-Fuchs-Straße 1
99096 Erfurt
Petition an den Thüringer Landtag nach Artikel 17 GG Art. 40 Abs. 1 ThürVerf – Petitionen an den Landtag:
Betreff: Bereitschaft zur Übernahme des Amtes des Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen in Verbindung mit der Reform damit Thüringen wieder stärker wird. Ich komme am 04.02.2026 zur Sitzung.
Sehr geehrte Abgeordnete des Thüringer Landtags, sehr geehrte Damen und Herren,
angesichts der politischen Lage und des angekündigten Misstrauensvotums am 4. Februar 2026 erkläre ich hiermit meine Bereitschaft, das Amt des Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen zu übernehmen.
Ich trete an, um Verantwortung zu übernehmen – in einer Zeit, in der unser Land Klarheit, Stabilität und einen neuen Aufbruch braucht. Thüringen steht vor tiefgreifenden Herausforderungen: demografisch, wirtschaftlich, sozial und demokratisch. Ich bin bereit, diesen Wandel zu gestalten – mit einem klaren Plan für Thüringen 2035, mit einem offenen Ohr für die Bürgerinnen und Bürger und mit dem festen Willen, unser Land gemeinsam mit allen demokratischen Kräften zu erneuern.
Ich bitte den Thüringer Landtag daher, mich als Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vorzuschlagen und zu wählen. Mein Ziel ist es, eine Regierung zu führen, die auf Zusammenarbeit, Transparenz und Zukunftsorientierung setzt – im Dienst aller Menschen in Thüringen.
Mit Respekt vor dem Parlament und im Vertrauen auf die Kraft unserer Demokratie. Verbunden damit ist die Umsetzung des entscheidenden Programms.
Thüringen steht im Jahr 2026 vor einer strukturellen Weggabelung. Trotz exzellenter Forschungseinrichtungen, spezialisierter Industriecluster und einer zentralen Lage in Deutschland gelingt es dem Land bislang nicht, diese Potenziale in großvolumige wirtschaftliche Wertschöpfung, internationale Sichtbarkeit und nachhaltige regionale Entwicklung zu überführen. Die Investitionsquote in wirtschaftsnahe Zukunftsbereiche liegt bei lediglich 2,0–2,4 % des Landeshaushalts und ist damit zu niedrig, um kritische Masse, Skalierung und Wettbewerbsfähigkeit zu erzeugen.
Das vorliegende Reformproramm „Thüringen 2035 – Das 10‑%‑Transformationsprogramm“ definiert eine langfristige, verbindliche und haushaltsstabile Strategie, die schrittweise über 10 % des Landeshaushalts in Zukunftsbereiche lenkt. Dies entspricht einem jährlichen Zielvolumen von über 1,48 Mrd. €. Die Mittel werden in sechs strategische Säulen investiert:
Clusterinvestitionen (800 Mio. €)
Fachkräfteoffensive (240 Mio. €)
Start‑up & Innovationsfonds (200 Mio. €)
Digitalisierung & Verwaltung (160 Mio. €)
Energie & Transformation (80 Mio. €)
Verbundregionen & Nicht‑Cluster‑Gemeinden (150 Mio. €)
Die Struktur des Programms folgt drei Grundprinzipien:
Kritische Masse: Großvolumige, mehrjährige Investitionslinien statt fragmentierter Einzelprogramme.
Flächendeckende Wirkung: Mindestens 10 % der Mittel für Nicht‑Cluster‑Gemeinden.
Hebelung: Systematische Mobilisierung von EU‑, Bundes‑ und privaten Mitteln.
Die erwarteten Wirkungen bis 2035 umfassen:
80.000–120.000 neue High‑Skill‑Arbeitsplätze
+5,0–7,5 Prozentpunkte zusätzliches BIP‑Wachstum p.a.
deutliche Verringerung regionaler Disparitäten
stabile kommunale Haushalte in Modellregionen
erhöhte internationale Sichtbarkeit Thüringens
stärkere Integration in europäische Innovationsnetzwerke
Das Programm ist in drei Phasen strukturiert:
Phase 1 (0–36 Monate): Aufbau, Pilotierung, Start der Flagship‑Projekte
Phase 2 (36–84 Monate): Skalierung, Clusteraufbau, Fachkräfteoffensive
Phase 3 (84–120 Monate): Konsolidierung, Verstetigung, Integration in Landesplanung
Dieses Dokument bildet die vollständige Grundlage für die Umsetzung des Programms in Landesregierung, Landtag, Verwaltung, Kommunen und Partnerinstitutionen.
2. Hauptteil: Demographisches Problem
Thüringen leidet unter anhaltendem Bevölkerungsrückgang, niedriger Geburtenrate und Alterung; gezielte Familienförderung wie ein zeitlich befristetes Baukindergeld kombiniert mit einem Ehestandsdarlehen kann kurzfristig Nachfrage nach Wohneigentum und Familiengründungen stärken, muss aber flankiert werden durch Wohnraum‑, Arbeitsmarkt‑ und Integrationsmaßnahmen. Aktuelle Daten zeigen deutlichen Geburtenrückgang und langfristigen Bevölkerungsrückgang in Thüringen.
Problem: Demografische Lage in Thüringen
Bevölkerungsrückgang: Seit 2000 hat Thüringen rund –12,5 % seiner Bevölkerung verloren; kurzfristige Zuwächse durch Migration konnten den Trend nicht umkehren.
Niedrige Geburtenzahlen: Die Geburtenzahlen sind auf historische Tiefstände gefallen; 2023/2024 wurden Rekordtiefs berichtet. (z. B. ~12.952 Geburten 2023; weitere Rückgänge 2024/2025).
Folgen: Schrumpfende Erwerbsbevölkerung, Belastung der Sozialkassen, Schließung von Schulen/Einrichtungen in ländlichen Regionen, Fachkräftemangel.
Warum Baukindergeld + Ehestandsdarlehen helfen können
Baukindergeld erhöht kurzfristig die Kaufkraft junger Familien und senkt die monatliche Belastung beim Erwerb von Wohneigentum; es wirkt direkt auf Wohnentscheidungen und kann Geburtenentscheidungen positiv beeinflussen.
Ehestandsdarlehen bietet größere Anschubwirkung für Haushaltsgründungen durch zinsfreie Startkredite mit Rücklassmechanismen (z. B. Erlass pro Kind) und schafft Anreize, in Thüringen zu bleiben. Beide Instrumente adressieren finanzielle Hürden bei Familiengründung und Eigentumsbildung.
140 Quadratmeter 7 Zimmer Küche+Bad Wohnungen durch die Landeswohnungsbaugesellschaft für Großfamilien
1. Einleitung und Zielsetzung
1.1 Ausgangspunkt und Motivation
Thüringen verfügt über eine außergewöhnliche Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz, industrieller Spezialisierung und geografischer Lage. Dennoch bleibt das Land im nationalen und europäischen Vergleich hinter seinen strukturellen Möglichkeiten zurück. Die Gründe hierfür sind:
unzureichende Investitionsvolumina
fragmentierte Förderlandschaften
geringe private Hebelung
fehlende großvolumige Leuchtturmprojekte
unzureichende Integration ländlicher Räume
Fachkräftemangel und Abwanderung
langsame Verwaltungsprozesse
unzureichende digitale Infrastruktur
Das 10‑%‑Transformationsprogramm adressiert diese strukturellen Defizite durch eine langfristige, verbindliche und systemische Strategie.
1.2 Übergeordnetes Ziel
Thüringen soll bis 2035 zu einem wettbewerbsfähigen, resilienten und inklusiven High‑Tech‑Standort werden, der:
international sichtbar ist
wirtschaftlich dynamisch wächst
klimaneutral wirtschaftet
flächendeckende Wertschöpfung erzeugt
Fachkräfte anzieht und bindet
effiziente Verwaltungsprozesse bietet
1.3 Leitziele
Investitionsquote: 10 % des Landeshaushalts in Zukunftsfelder
Flächenwirkung: Mindestens 10 % der Mittel für Nicht‑Cluster‑Gemeinden
Arbeitsmarkt: 80.000–120.000 neue High‑Skill‑Jobs
Innovation: Vervierfachung der Start‑up‑Quote
Energie: Aufbau einer klimaneutralen Industrie
Verwaltung: Reduktion der Genehmigungszeiten um 60–70 %
2. Strategischer Rahmen
2.1 Grundprinzipien
Prinzip 1: Kritische Masse
Einzelprogramme werden gebündelt und in großvolumige Investitionslinien überführt. Ziel ist die Schaffung von Skaleneffekten, internationaler Sichtbarkeit und nachhaltiger Wirkung.
Prinzip 2: Flächendeckende Transformation
Mindestens 10 % der Mittel fließen verbindlich in Nicht‑Cluster‑Gemeinden. Dadurch wird eine Zwei‑Klassen‑Entwicklung verhindert.
Prinzip 3: Hebelung
Landesmittel dienen als Anschub, um EU‑, Bundes‑ und private Mittel zu mobilisieren. Ziel ist ein Hebel von mindestens 1:2.
Prinzip 4: Governance und Transparenz
Ein KPI‑Dashboard, jährliche Berichte an den Landtag und externe Evaluationen sichern die Wirksamkeit.
Prinzip 5: Langfristigkeit
Das Programm ist auf 10 Jahre ausgelegt und wird durch mehrjährige Verpflichtungsermächtigungen abgesichert.
3. Ausgangslage Thüringen (vollständig ausgearbeitet)
3.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
3.1.1 Wirtschaftsstruktur
Thüringen ist geprägt durch:
mittelständische Industrie
spezialisierte Cluster (Photonik, Mikroelektronik, MedTech, Robotik, Automotive‑Zulieferung)
hohe Forschungsdichte
starke Hochschullandschaft
Die Unternehmen sind innovativ, jedoch oft klein und mit begrenzter Skalierungsfähigkeit.
3.1.2 Haushalt und Investitionslage
Landeshaushalt 2026: 14,8 Mrd. €
Investitionen in Zukunftsfelder: 300–350 Mio. €
Anteil: 2,0–2,4 %
Dies reicht nicht aus, um kritische Masse zu erzeugen.
3.1.3 Arbeitsmarkt und Demografie
Fachkräftemangel in High‑Tech‑Bereichen
Abwanderung junger Absolventinnen und Absolventen
Alterung der Bevölkerung in ländlichen Räumen
regionale Disparitäten in Einkommen und Beschäftigung
3.1.4 Infrastruktur
unzureichender Glasfaser‑ und 5G‑Ausbau
punktuelle Engpässe im Schienenverkehr
fehlende Logistikachsen in ländlichen Räumen
3.2 Forschungs‑ und Innovationslandschaft
3.2.1 Stärken
exzellente Hochschulen (Jena, Ilmenau, Erfurt)
international anerkannte Forschungsschwerpunkte
hohe Dichte spezialisierter Labore
starke Grundlagenforschung
3.2.2 Schwächen
niedrige Gründungsquote
geringe Zahl an Spin‑offs
fehlende Proof‑of‑Concept‑Finanzierung
schwache VC‑Landschaft
geringe internationale Sichtbarkeit
3.2.3 Folgen
Wissen entsteht, aber wird nicht ausreichend wirtschaftlich verwertet
geringe Skalierung
Abwanderung von Talenten
3.3 Regionale Disparitäten und Sichtbarkeit
3.3.1 Clusterzentren vs. Nicht‑Cluster‑Gemeinden
Clusterzentren ziehen Ressourcen, Talente und Investitionen an. Nicht‑Cluster‑Gemeinden leiden unter:
Abwanderung
geringer Wertschöpfung
unterausgelasteter Infrastruktur
3.3.2 Sichtbarkeitsdefizit
Thüringen verfügt über viele gute Einzelprojekte, aber keine großvolumigen Plattformen, die international wahrgenommen werden.
3.3.3 Schwellenwerte für internationale Sichtbarkeit
2–4 Leuchtturmprojekte (50–250 Mio. €)
regionale VC‑Volumina im dreistelligen Millionenbereich
30–50 neue Professuren
500–1.000 forschungsnahe Stellen
4. Zielsetzung und Fahrplan
4.1 Strategische Zielsetzung 2035
Das Transformationsprogramm verfolgt das übergeordnete Ziel, Thüringen bis 2035 zu einem wettbewerbsfähigen, resilienten und inklusiven High‑Tech‑Standort zu entwickeln. Die Strategie basiert auf einer langfristigen, haushaltsstabilen und systemischen Ausrichtung, die sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Ziele integriert.
Übergeordnetes Ziel
Thüringen soll bis 2035 ein Standort sein, der:
international sichtbar ist,
hochqualifizierte Arbeitskräfte anzieht und bindet,
eine starke industrielle Basis mit innovativen Clustern besitzt,
flächendeckende Wertschöpfung generiert,
klimaneutral wirtschaftet,
effiziente und digitale Verwaltungsprozesse bietet.
Leitziele
Investitionsquote: Erhöhung auf 10 % des Landeshaushalts.
Flächenwirkung: Mindestens 10 % der Mittel für Nicht‑Cluster‑Gemeinden.
Arbeitsmarkt: Schaffung von 80.000–120.000 High‑Skill‑Jobs.
Innovation: Vervierfachung der Start‑up‑Quote.
Energie: Aufbau klimaneutraler Industriepfade.
Verwaltung: Reduktion der Genehmigungszeiten um 60–70 %.
4.2 Messbare Zwischenziele
Jahr 3 (2029)
Investitionsquote: 5 %
Landes‑Innovationsfonds eingerichtet
Zwei Flagship‑Projekte in Planung
Drei Modellgemeinden ausgewählt
KPI‑Dashboard in Betrieb
Jahr 7 (2033)
Investitionsquote: 7–8 %
Erste Cluster‑Infrastrukturen in Betrieb
VC‑Matching etabliert
Fachkräftezentren in allen Regionen aktiv
Jahr 10 (2036)
Investitionsquote: 10 %
Flächendeckende Wirkung nachweisbar
Dauerhafte Fondsstrukturen etabliert
Internationale Sichtbarkeit erreicht
4.3 Phasen und Meilensteine
Phase 1 – Startphase (0–36 Monate)
Monate 0–3:
Landtagsbeschluss
Einrichtung der Lenkungsgruppe
Aufbau der Programmagentur
Monate 3–12:
Initialisierung des Landes‑Innovationsfonds
Auswahl der Modellgemeinden
Start von zwei Flagship‑Projekten
Monate 12–36:
Pilotimplementierung in Modellgemeinden
Beginn erster Infrastrukturmaßnahmen
KPI‑Dashboard live
Phase 2 – Skalierung (36–84 Monate)
Ausbau der Clusterinfrastruktur
Erhöhung des VC‑Hebels
Aufbau regionaler Zulieferachsen
Intensivierung der Fachkräfteprogramme
Integration der Verbundregionen in Cluster‑Ökosysteme
Phase 3 – Konsolidierung (84–120 Monate)
Verstetigung der Fondsstrukturen
Abschluss der Evaluationszyklen
Integration des Programms in die reguläre Landesplanung
Übergang in langfristige Innovations‑ und Standortstrategie
4.4 Governance‑Meilensteine
Lenkungsgruppe: quartalsweise Sitzungen
Programmagentur: halbjährliche Projektlisten und Finanzübersichten
Externe Evaluation: nach 36 und 60 Monaten
Jährlicher Bericht: an den Thüringer Landtag
5. Programmstruktur Thüringen 2035 — Säulen und Instrumente
5.1 Übersicht der Säulen und Budgetrahmen
| Säule | Jahresbudget (Mio. €) | Kernziel |
|---|---|---|
| Clusterinvestitionen | 800 | Europäische Spitzencluster aufbauen |
| Fachkräfteoffensive | 240 | Talentgewinnung und -bindung |
| Start‑up & Innovationsfonds | 200 | VC‑Hebel und Scale‑Up |
| Digitalisierung & Verwaltung | 160 | Genehmigungszeiten reduzieren |
| Energie & Transformation | 80 | Wasserstoff, Speicher, Dekarbonisierung |
| Verbundregionen & Nicht‑Cluster | 150 | Flächendeckende Wertschöpfung |
| Gesamt | 1.630 | Programmvolumen |
Hinweis: Die Summe übersteigt das Zielvolumen in einzelnen Jahren, um Flexibilität für Anschub, Kofinanzierung und Reserve zu gewährleisten.
5.2 Säule A – Clusterinvestitionen (800 Mio. €)
Ziel
Aufbau von fünf europäischen Spitzenclustern mit internationaler Sichtbarkeit, Leuchtturmprojekten und Transferinfrastruktur.
Instrumente
Leuchtturmfonds für Großinfrastruktur (20–200 Mio. € je Projekt)
Cluster‑Boards mit Hochschulen, Industrie, Kommunen
Transfer‑Hubs für Proof‑of‑Concept und Prototypen
Professuren‑ und Stipendienprogramme
Internationale Partnerschaften
KPIs
Anzahl Leuchtturmprojekte
Drittmittelquote
Anzahl Spin‑offs pro Cluster
Anzahl internationaler Partnerschaften
A. Jena – Photonik, MedTech, BioTech (240 Mio. €)
Kurzbeschreibung
Ein integriertes Investitionspaket zur Etablierung Jenas als globales Zentrum für Photonik, MedTech und BioTech. Kernbestandteile: zwei neue Fraunhofer‑Institute, ein Europäisches Laser‑Innovationszentrum, ein BioTech‑Campus, ein MedTech‑Accelerator und 1.000 internationale PhD‑Stipendien. Zielwirkung: Jena als Top‑3 Photonikstandort weltweit innerhalb von 8 Jahren.
Budgetaufteilung (Gesamt 240 Mio. €)
| Baustein | CapEx / OpEx | Betrag (Mio. €) |
|---|---|---|
| Zwei Fraunhofer‑Institute | Bau, Ausstattung, Startbetrieb | 80 |
| Europäisches Laser‑Innovationszentrum | Gebäude, High‑End‑Laser, Testfelder | 50 |
| BioTech‑Campus | Laborflächen, Pilotproduktion, Shared‑Labs | 40 |
| MedTech‑Accelerator | Infrastruktur, Seed‑Grants, Mentoring | 20 |
| 1.000 internationale PhD‑Stipendien | Stipendien + Mobilitäts‑Support | 25 |
| Betriebsreserve, Governance, EU‑Matching | Start‑up Betrieb, Partnerschaften | 25 |
| Gesamt | 240 |
Detaillierte Maßnahmen und Spezifikationen
Zwei neue Fraunhofer‑Institute
Fokusfelder: (1) Photonik‑Systemintegration und Mikrooptik; (2) Biomedizinische Optik & MedTech‑Systeme.
Leistungen: angewandte Forschung, Prototyping, industrielle Kooperationen, Technologietransfer.
Infrastruktur: je Institut ca. 3.000–5.000 m² Labor‑ und Bürofläche; Reinräume, Optik‑Werkstätten, Messlabore.
Personal & Betrieb: je Institut Startteam 40–60 FTE (Wissenschaft, Technik, Transfer, Verwaltung).
Zeithorizont: Planung 0–12 Monate; Bau & Ausstattung 12–36 Monate; Vollbetrieb 36–48 Monate.
Erwartete Outputs: 50–80 Industriekooperationen p.a.; 20–30 lizenzfähige Technologien in 5 Jahren.
Europäisches Laser‑Innovationszentrum
Zweck: Europäisches Kompetenzzentrum für Hochleistungs‑Laser, Faserlaser, Quanten‑Photonik und industrielle Laseranwendungen.
Ausstattung: Mehrere Laser‑Hallen, Teststrecken, Messinfrastruktur, Sicherheitsinfrastruktur; Shared‑Prototyping.
Services: Test‑&‑Zertifizierungsservices, Scale‑up‑Prototyping, Industrie‑Forschungspartnerschaften.
Kooperationen: Universitäten, Fraunhofer, Industriepartner (Optik, Automobil, MedTech).
Erwartete Wirkung: Beschleunigung von Produktreifezyklen; Anziehung internationaler Firmen und Konferenzen.
BioTech‑Campus
Komponenten: flexible Laborflächen (BSL‑2/3‑fähig falls nötig), Pilot‑Bioproduktion, Biobank, Shared‑Analytics.
Angebot: Inkubation für Start‑ups, GMP‑Pilotlinien für Scale‑up, Zugang zu klinischen Partnern.
Clusterwirkung: Vernetzung mit Universitätsklinikum, Translation von Forschung in klinische Anwendungen.
Nachhaltigkeit: Energieeffiziente Labordesigns, Abfallmanagement, Kooperationen für CO₂‑Reduktion.
MedTech‑Accelerator
Programm: 12‑monatige Accelerator‑Cohorts; Seed‑Grants, Mentoring, Regulatory‑Support, Market‑Access‑Coaching.
Finanzierung: Seed‑Grants bis 100k € pro Start‑up; Matching‑Mittel für Folgefinanzierungen.
Infrastruktur: Prototyping‑Werkstatt, klinische Testkooperationen, Business‑Development‑Team.
Ergebnisziel: 8–12 skalierende MedTech‑Start‑ups pro Jahr mit hoher Investitionsattraktivität.
1.000 internationale PhD‑Stipendien
Struktur: 1.000 Stipendien über 5 Jahre (200 p.a.); Laufzeit 3–4 Jahre pro Stipendiat.
Leistungen pro Stipendium: Lebensunterhalt, Forschungsbudget, Mobilitäts‑ und Familienzuschuss, Deutsch‑/Integrationskurse, Karriere‑Coaching.
Rekrutierung: Internationales Scouting, gezielte Calls in Top‑Universitäten, Kooperationen mit Industriepartnern für Promotionsprojekte.
Bindung: Anreizmechanismen für Verbleib in Thüringen (Forschungsstellen, Start‑up‑Grants, Wohnungssupport).
Erwartete Wirkung: Talentzufluss, Publikations‑ und Patentrate, langfristige Gründungsdynamik.
Governance, Partnerschaften und Betrieb
Steuerung: Jena Transformationsboard (Land, Stadt, Universität, Fraunhofer, Klinikum, Industrievertreter).
Operative Einheit: Jena Innovation Agency als One‑Stop für Projektmanagement, EU‑Matching, IP‑Management und Monitoring.
Finanzmanagement: Tranchierte Auszahlung nach Meilensteinen; externe Wirtschaftsprüfer; jährliches Reporting an Transformationsrat.
Partnerschaften: Fraunhofer‑Zentrale, Friedrich‑Schiller‑Universität Jena, Universitätsklinikum, internationale Industrieanker, EU‑Programme.
Zeitplan und Meilensteine
0–6 Monate: Governance einrichten; Standortauswahl; Machbarkeitsstudien; EU‑Matching beantragen.
6–18 Monate: Detailplanung Fraunhofer‑Institute; Ausschreibungen Bau & Ausstattung; Start Rekrutierung PhD‑Cohort 1.
18–36 Monate: Baubeginn; Aufbau Laser‑Zentrum; Start MedTech‑Accelerator Pilotcohort; erste PhD‑Stipendien in Forschung.
36–48 Monate: Inbetriebnahme Fraunhofer‑Institute; erste Industrieprojekte; Pilotproduktion BioTech‑Campus.
48–96 Monate: Skalierung, internationale Konferenzen, Sichtbarkeitskampagnen; Ziel: Top‑3 Photonikstandort Ranking‑Effekte.
KPIs und Zielgrößen (Messbar)
Photonik‑Indikatoren: Anzahl aktiver Photonik‑FIRMAEN in Region; Anzahl Patente p.a.; Exportvolumen Photonikprodukte.
Forschung & Talent: Anzahl PhD‑Absolventen, Publikationen in Top‑Journals, Follow‑on‑Finanzierungen für Start‑ups.
Kommerzialisierung: Anzahl Spin‑offs; VC‑Hebelratio; Anzahl Industriekooperationen.
Wirtschaftliche Wirkung: Neue High‑Tech‑Arbeitsplätze; zusätzliche Wertschöpfung p.a.; Steigerung regionaler BIP‑Anteile.
Zeithorizontziele: 5 Jahre: 200 PhD‑Absolventen aktiv, 30 skalierende Start‑ups; 8 Jahre: Jena in Top‑3 Photonikstandorten nach Patent‑ und Unternehmenskennzahlen.
Risiken und Gegenmaßnahmen
Risiko Finanzierungslücken Gegenmaßnahme: EU‑Cofinanzierung, Bundesmittelanträge, private Ankerinvestoren, phasierte Auszahlungen.
Risiko Fachkräfteengpass Gegenmaßnahme: internationale Rekrutierung, beschleunigte Anerkennung, Wohnungs‑ und Familienangebote für Stipendiaten.
Risiko Verzögerungen Bau und Genehmigungen Gegenmaßnahme: Genehmigungs‑Fast‑Track, One‑Stop‑Genehmigungsstelle, Vorplanung modularer Bauten.
Risiko mangelnde Industriepartnerschaft Gegenmaßnahme: Early‑stage Kooperationsverträge, Co‑Funding‑Anreize, Procurement‑Piloten des Landes.
Monitoring und Reporting
Quartalsweise operative Reports der Jena Innovation Agency.
Halbjährliche KPI‑Updates an Transformationsrat.
Externe Evaluation nach 36 Monaten mit Wirkungsanalyse und Anpassungsempfehlungen.
Öffentliches Dashboard mit Kernkennzahlen zur Transparenz.
Erwartete gesamtwirtschaftliche Wirkung (Kurz)
Kurzfristig (1–3 Jahre): Aufbau von Infrastruktur, Anziehung erster Talente, Start von Pilotprojekten.
Mittelfristig (3–5 Jahre): Zunahme an Gründungen, erste kommerzielle Produkte, erhöhte internationale Sichtbarkeit.
Langfristig (5–8 Jahre): Jena als globaler Photonik‑Hub; signifikante Exportsteigerung; dauerhafte High‑Tech‑Beschäftigung.
B. Ilmenau – KI, Robotik, Sensorik (180 Mio. €)
Kurzfassung: Mit 180 Mio. € wird Ilmenau zum europäischen KI‑Leuchtturm durch ein hochleistungsfähiges KI‑Rechenzentrum, großflächige Robotik‑Testfelder, 50 neue KI‑Professuren und einen Sensorik‑Cluster für Industrie 4.0. Fokus: Rechenkapazität, angewandte Forschung, Industrie‑Integration und Talentbindung.
1. Ziel und Wirkung
Ziel: Ilmenau als führendes KI‑ und Robotik‑Zentrum in Europa etablieren; starke Verknüpfung von Forschung, Lehre und Industrie; schnelle Kommerzialisierung. Wirkung: Sichtbarkeit, Exportwachstum, hochqualifizierte Arbeitsplätze, Start‑up‑Ökosystem.
2. Budgetaufteilung (180 Mio. €)
| Baustein | Betrag (Mio. €) |
|---|---|
| Europäisches KI‑Rechenzentrum | 70 |
| Robotik‑Testfelder & Infrastruktur | 40 |
| 50 KI‑Professuren (Aufbau + Start) | 35 |
| Sensorik‑Cluster Industrie 4.0 | 20 |
| Governance, Stipendien, Reserve | 15 |
| Gesamt | 180 |
3. Europäisches KI‑Rechenzentrum (70 Mio.)
Kapazität: Hochleistungs‑GPU/TPU‑Cluster mit mind. 10–50 PetaFLOPS nutzbarer KI‑Leistung; hybride Architektur (on‑prem + Cloud‑Bursting).
Services: Forschungs‑Sandbox, sichere Datenräume, Federated‑Learning‑Infrastruktur, KI‑on‑Demand für KMU.
Sicherheit & Compliance: Datenschutz‑by‑design, zertifizierte Rechenräume, Energieeffizienz (PUE‑Ziel <1.4).
Finanzierung: Landesmittel + EU‑Horizon/HPC‑Programme; Betreiber‑modell mit Nutzungsgebühren für Industrie.
4. Robotik‑Testfelder (40 Mio.)
Flächen: Indoor‑Labore (10.000 m²) und Outdoor‑Teststrecken für autonome Systeme.
Ausstattung: mobile Robotik‑Infrastruktur, sichere Mensch‑Roboter‑Interaktionszonen, 5G/Edge‑Knoten.
Angebote: Zertifizierungspfade, Feldtests für Logistik, Agrarrobotik, Assistenzrobotik.
Kooperation: Industrie‑Partnerschaften für Pilotprojekte und Public Procurement‑Aufträge.
5. 50 neue KI‑Professuren (35 Mio.)
Struktur: 50 Tenure‑Track‑Professuren über 5 Jahre (10 p.a.), Schwerpunkt: ML, Robotik, Edge‑AI, Explainable AI, Safety.
Anreize: Startpakete (Labore, Postdocs, PhD‑Stellen), internationale Rekrutierung, Dual‑Career‑Support.
Bindung: Karrierepfade in regionalen Forschungseinrichtungen und Industriekooperationen.
6. Sensorik‑Cluster Industrie 4.0 (20 Mio.)
Komponenten: Entwicklung von robusten Sensoren, IoT‑Gateways, Edge‑Analytics, Standardisierung für Fertigung.
Angebot: Shared‑Testbeds, Zertifizierungsservices, KMU‑Transferprogramme.
Ziel: Wertschöpfung in regionaler Fertigung erhöhen; Exportfähige Sensorlösungen.
7. Governance, KPIs & Zeitplan
Governance: Ilmenau KI‑Board (Land, TU Ilmenau, Industrie, Stadt). Operative Einheit: Ilmenau Innovation Hub.
KPIs (5 Jahre): 50 Professuren besetzt; 200 PhD‑Absolventen; 100 Industrieprojekte; 30 Spin‑offs; Rechenzentrum 70% Auslastung.
Zeitplan: 0–6 Monate Governance & Förderanträge; 6–24 Monate Aufbau Rechenzentrum & Professuren‑Ausschreibungen; 24–60 Monate Testfelder & Cluster in Betrieb.
8. Risiken & Gegenmaßnahmen
Fachkräftemangel: internationale Rekrutierung, Stipendien, Wohnungsangebote.
Energiebedarf: PPA‑Verträge, Energieeffizienz, Abwärmenutzung.
Finanzierungsrisiko: EU‑Cofinanzierung, Public‑Private‑Partnerships, nutzungsbasierte Gebühren
C. Erfurt – Energie, Mikroelektronik (160 Mio. €)
Kurz: Mit 160 Mio. € wird Erfurt zum nationalen Energie‑Innovationszentrum durch ein integriertes Paket aus Wasserstoff‑Campus, Großspeicher‑Pilotanlagen, Halbleiter‑Transferzentrum und Smart‑Grid‑Testregion; das Programm fokussiert auf Dekarbonisierung, industrielle Wertschöpfung und Mikroelektronik‑Souveränität in Thüringen.
A. Gesamtbudget (160 Mio. €) — Aufteilung
| Baustein | Betrag (Mio. €) |
|---|---|
| Wasserstoff‑Campus | 60 |
| Großspeicher‑Pilotanlagen | 40 |
| Halbleiter‑Transferzentrum | 35 |
| Smart‑Grid‑Testregion | 20 |
| Governance & Reserve | 5 |
| Gesamt | 160 |
B. Wasserstoff‑Campus (60 Mio.) — Ziel & Komponenten
Ziel: Aufbau einer integrierten H₂‑Wertschöpfungskette (Erzeugung, Speicherung, Nutzung) für Industrie und Mobilität.
Kernkomponenten: 50–100 MW Elektrolyse‑Pilotkapazität (phasig), H₂‑Tanklager, Betankungsinfrastruktur, Demonstrationsprojekte (Industrie‑Feed, Busse, Logistik).
Services: Test‑&‑Zertifizierungszentrum, Sicherheits‑ und Regelungsforschung, Ausbildungskurse.
Wirkung: Reduktion CO₂‑Emissionen lokaler Industrie; Schaffung von 300–500 Facharbeitsplätzen mittel‑langfristig.
C. Großspeicher‑Pilotanlagen (40 Mio.) — Ziel & Komponenten
Ziel: Integration erneuerbarer Erzeugung durch Lang‑ und Kurzzeitspeicher (Batterie + Power‑to‑Gas).
Kernkomponenten: 100–200 MWh Batteriespeicher; Power‑to‑Gas Pilot (H₂ als Langzeitspeicher); System‑Integration mit Verteilnetz.
Leistungen: Netzstabilisierung, Black‑start‑Fähigkeiten, Lastverschiebung, Marktservices (FCR, aFRR).
Wirkung: Erhöhung Netzflexibilität; Vorbild für bundesweite Speicherprojekte.
D. Halbleiter‑Transferzentrum (35 Mio.) — Ziel & Komponenten
Ziel: Brücke zwischen Forschung und Produktion für Mikroelektronik/ASICs/Sensorik; Stärkung regionaler Supply‑Chains.
Kernkomponenten: Pilotfertigungslinien (28–65 nm compatible prototyping), Shared‑Cleanrooms, Packaging & Test‑Facilities, IP‑ und Transfer‑Office.
Angebote: Industry‑as‑a‑Service für KMU, Co‑Design‑Programme mit TU/Research, Accelerator für Hardware‑Start‑ups.
Wirkung: Schnellere Kommerzialisierung, lokale Zulieferketten, 30–50 neue High‑tech‑Firmen in 5 Jahren.
E. Smart‑Grid‑Testregion (20 Mio.) — Ziel & Komponenten
Ziel: Demonstration skalierbarer Smart‑Grid‑Lösungen in Stadt‑ und Industriequartieren rund um Erfurt.
Kernkomponenten: 5G/Edge‑Knoten, vernetzte Mess‑ und Steuerinfrastruktur, Demand‑Response‑Pilot, V2G‑Integration.
Wirkung: Reduzierte Netzengpässe, optimierter Energieeinsatz, Grundlage für skalierbare Rollouts.
F. Governance, Finanzierung & Umsetzung
Governance: Erfurt Energy Board (Land, Stadt, Universität, Industrie, Netzbetreiber). Operative Einheit: Erfurt Energy Agency (Projektmanagement, EU‑Matching, Monitoring).
Finanzierung: Landesmittel + EU‑Förderung (Horizon, Innovation Funds) + Bundesprogramme + gezielte PPP‑Tranches; keine Beteiligungsverkäufe.
Meilensteine: 0–6 Monate Governance & Standortwahl; 6–24 Monate Ausschreibungen & Bau; 24–48 Monate Inbetriebnahme Pilotanlagen; 48–72 Monate Skalierung.
G. KPIs & Zielgrößen (5 Jahre)
Elektrolysekapazität: ≥50 MW installiert.
Speicherkapazität: ≥100 MWh online.
Halbleiter‑Prototypen: ≥200 pro Jahr; ≥10 Spin‑offs.
Netzservices: Reduktion Spitzenlasten um 10–20 % in Testregion.
Jobs: >1.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze.
H. Risiken & Gegenmaßnahmen
Energiepreise / Versorgung: PPA‑Modelle, Abwärmenutzung, Flexibilitätsverträge.
Genehmigungen: One‑Stop‑Genehmigungsstelle, Fast‑Track für Pilotprojekte.
Fachkräfte: internationale Rekrutierung, Ausbildungsprogramme, Kooperation TU Erfurt
D. Südthüringen – Automotive & Präzision (140 Mio. €)
Kurzfassung: Mit 140 Mio. € wird Südthüringen zum europäischen High‑Tech‑Präzisionsstandort durch ein integriertes Paket aus Wasserstoff‑Mobilität, Automatisierungs‑ und Zulieferförderung sowie einer Robotik‑Weiterbildungsakademie. Fokus: industrielle Dekarbonisierung, Lieferkettenstärkung, Fachkräftebindung und schnelle Kommerzialisierung.
Leitgedanken und Entscheidungsfragen
Wichtige Überlegungen: Zielbranchen, Standortwahl für H₂‑Infrastruktur, Industriepartner, Ausbildungs‑Kapazität, Energieversorgung. Entscheidungspunkte: Priorität Pilotflotte vs. Industrieanwendungen; öffentliches vs. PPP‑Betreibermodell; regionale Zuliefer‑Bündelung. Klärungsfragen (für Umsetzung): Welche OEMs/Zulieferer sind Ankerpartner? Welche Flächen stehen bereit? Gibt es Netzkapazität für Elektrolyse?
Budgetaufteilung (Gesamt 140 Mio. €)
| Baustein | Betrag (Mio. €) |
|---|---|
| Wasserstoff‑Mobilitätszentrum | 50 |
| Automatisierungscluster | 35 |
| Robotik‑Weiterbildungsakademie | 25 |
| Förderprogramm Zulieferer | 20 |
| Governance, Reserve & EU‑Matching | 10 |
| Gesamt | 140 |
A. Wasserstoff‑Mobilitätszentrum (50 Mio.)
Ziel: Demonstration und Skalierung von H₂‑Mobilität für Nutzfahrzeuge, Busse und regionale Logistik.
Komponenten: 10–30 MW Elektrolyse‑Pilot, zwei öffentliche H₂‑Tankstellen, Flotte von 50 H₂‑Nutzfahrzeugen/Bussen für Pilotbetrieb, Sicherheits‑ und Zertifizierungszentrum.
Services: Betankungs‑Service, Wartungs‑Hub, Schulungen für H₂‑Techniker.
Wirkung: Dekarbonisierung regionaler Flotten; Schaffung von 200–400 Arbeitsplätzen in Betrieb & Wartung.
B. Automatisierungscluster (35 Mio.)
Ziel: Modernisierung der regionalen Fertigung durch Automatisierung, Präzisionsfertigung und digitale Produktion.
Komponenten: Shared‑Fabrikhalle mit CNC, Präzisionsmontage, Additive Manufacturing, Testbeds für flexible Produktion; Fördertranche für KMU‑Automatisierungsprojekte.
Angebote: Beratungs‑ und Implementierungsservices, Co‑Funding für Robotik‑Integration, Standardisierung von Schnittstellen.
Wirkung: Erhöhung Produktivität, Reduktion Produktionskosten, Stärkung Zuliefernetz.
C. Robotik‑Weiterbildungsakademie (25 Mio.)
Ziel: Upskilling und Reskilling der regionalen Belegschaft für Industrie 4.0 und kollaborative Robotik.
Struktur: Modularer Lehrplan (Kurzkurse, Zertifikate, 12‑monatige Umschulungsprogramme), Praxislabore, Trainer‑Pool, Duale Programme mit Betrieben.
Kapazität: 2.000 Zertifikate/Jahr; spezielle Tracks für Wartung, Programmierung, Safety‑Engineering.
Bindung: Stipendien und Wohnungszuschüsse für Trainees, Vermittlungsprogramme zu regionalen Arbeitgebern.
D. Förderprogramm für Zulieferer (20 Mio.)
Ziel: Stärkung regionaler Zulieferketten für Präzisionskomponenten und H₂‑/Automotive‑Teile.
Instrumente: Investitionszuschüsse, zinsgünstige Darlehen, Co‑Design‑Grants, Qualitäts‑ und Zertifizierungsbeihilfen.
Priorität: KMU mit Skalierungspotenzial; Fokus auf Präzisionsbearbeitung, Sensorik, Fuel‑Cell‑Komponenten.
Ergebnisziel: 50–100 modernisierte Zulieferbetriebe in 5 Jahren.
Governance, KPIs und Zeitplan
Governance: Südthüringen Tech Council (Land, Kommunen, TU/HTW, Industrie, IG Metall, IHK). Operative Einheit: Südthüringen Mobility & Precision Agency.
KPIs: H₂‑Kapazität (MW), Anzahl H₂‑Fahrzeuge, KMU‑Modernisierungen, ausgestellte Zertifikate, neue Arbeitsplätze, Exportsteigerung.
Zeitplan: 0–6 Monate Governance & Partner‑MoUs; 6–24 Monate Aufbau Elektrolyse, Akademie‑Start, erste Fördertranches; 24–60 Monate Skalierung, Markteintritt Zulieferer.
Risiken und Gegenmaßnahmen
Energieversorgung Engpässe → PPA‑Verträge, Abwärmenutzung, phasige Elektrolyse.
Fachkräftemangel → Akademie, internationale Rekrutierung, Duale Ausbildung.
Finanzierungsrisiko → EU‑Cofinanzierung, PPP‑Modelle, Meilenstein‑Finanzierung.
Marktrisiko → frühe Industrie‑Abnahmeverträge, Landes‑Procurement für Pilotflotten.
E. Gera – Gesundheitsdigitalisierung (80 Mio. €)
Kurz: Mit 80 Mio. € wird Gera zum Digital‑Health‑Hub Ostdeutschlands durch einen Telemedizin‑Campus, einen Pflege‑Tech‑Accelerator, eine digitale Gesundheitsplattform und enge Kooperationen mit Krankenkassen; Fokus auf Skalierbarkeit, Interoperabilität und schnelle Versorgungswirkung. Diese Maßnahmen stützen sich auf nationale und EU‑Strategien zur Digitalisierung des Gesundheitswesens.
1. Ziel & Kernwirkung
Ziel: Gera als Digital‑Health‑Hauptstadt Ostdeutschlands etablieren; Verbesserung der Versorgungszugänge, Entlastung der Pflege, Stärkung regionaler Health‑Start‑ups und Kosteneffizienz im System. Erwartete Wirkung: schnellere Diagnosen, weniger Klinik‑Rehospitalisierungen, neue Arbeitsplätze im Health‑Tech‑Sektor.
2. Budgetaufteilung (80 Mio. €)
| Baustein | Betrag (Mio. €) |
|---|---|
| Telemedizin‑Campus | 30 |
| Pflege‑Tech‑Accelerator | 15 |
| Digitale Gesundheitsplattform | 20 |
| Kooperationen mit Krankenkassen (Pilotprogramme) | 10 |
| Governance & Reserve | 5 |
3. Detaillierte Maßnahmen
Telemedizin‑Campus (30 Mio.)
Infrastruktur: Klinik‑grade Telekonsultationsräume, virtuelle OP‑Assistenz, sichere Datenräume, Simulationslabore.
Services: Telekonsultation, Telemonitoring (Chroniker), Tele‑Reha; Anbindung an regionale Kliniken und Hausärzte.
Output: Erhöhung telemedizinischer Konsultationen um 200% in 3 Jahren; Reduktion stationärer Rehospitalisierungen bei Herzinsuffizienz durch Telemonitoring.
Pflege‑Tech‑Accelerator (15 Mio.)
Programm: 6‑monatige Cohorts, Pilot‑Grants, Testbetten in Pflegeheimen, Regulatory‑Support.
Ziel: 30 skalierbare Pflege‑Tech‑Start‑ups in 5 Jahren; Fokus Assistenzrobotik, Medikationstools, Telepflege.
Digitale Gesundheitsplattform (20 Mio.)
Funktionen: Interoperable Patientenakte (FHIR‑Standards), Termin‑ und Telemedizin‑Portal, sichere Datenaustausch‑APIs für Forschung (Datenspende, pseudonymisiert). Open API, Datenschutz‑by‑design.
Kooperationen mit Krankenkassen (10 Mio.)
Pilotverträge: Vergütungsmodelle für Telemedizin, Outcome‑basierte Erprobungen (z. B. Telemonitoring), gemeinsame Fördercalls. Ziel: Schnelle Erstattungswege und Skalierung in Regelversorgung.
4. Governance, KPIs & Zeitplan
Governance: Gera Digital‑Health Council (Land, Stadt, Klinikum, Krankenkassen, TU/HTW‑Partner, Industrie).
KPIs: Telekonsultationen p.a.; Rehospitalisierungsrate; Anzahl Pilot‑Implementierungen mit Kassen; Start‑ups skaliert; Nutzerzufriedenheit.
Zeitplan: 0–6 Monate Governance & Architektur; 6–18 Monate Campus‑Aufbau & Plattform‑MVP; 18–36 Monate Pilot‑Rollouts mit Kassen; 36–60 Monate Skalierung.
5. Entscheidungsleitfaden & Prioritäten
Priorität 1: Interoperable Plattform (FHIR) — ohne sie skaliert Telemedizin nicht.
Priorität 2: Kassen‑Pilotverträge — sichern Erstattungswege.
Priorität 3: Testbetten in Pflegeeinrichtungen — schnelle Evidenz für Wirksamkeit.
6. Risiken & Gegenmaßnahmen
Datenschutz‑/Akzeptanzrisiko: Datenschutz‑by‑design, externe Audits, Nutzer‑Schulungen.
Finanzierungsrisiko: EU‑Digital‑Health‑Förderung und Kassen‑Co‑Funding ansprechen.
Technische Fragmentierung: strikte FHIR‑Konformität, offene APIs, Fraunhofer‑/IESE‑Kooperationen für Sicherheit.
5.3 Säule B – Fachkräfteoffensive (240 Mio. €)
Ziel
Sicherung und Anziehung von High‑Skill‑Talenten für Forschung, Industrie und Verwaltung.
Instrumente
Internationale Talentzentren in fünf Städten
10.000 Stipendien p.a. mit Bindungsvereinbarungen
Wohnraumförderung für Zuzug
Anerkennungszentren für ausländische Abschlüsse
Mobilitätsprogramme für Fachkräfte
KPIs
Nettozuzug
Verbleibsquote nach drei Jahren
Anzahl anerkannter Abschlüsse
Anzahl besetzter High‑Skill‑Stellen
Zielsetzung
Die Fachkräfteoffensive zielt auf die nachhaltige Sicherung und gezielte Anziehung von hochqualifizierten Fachkräften für Schlüsselbereiche wie Forschung, Industrie, Verwaltung und Gesundheitswesen. Sie adressiert den demografischen Wandel, den internationalen Wettbewerb um Talente und die zunehmende Spezialisierung in technologiegetriebenen Clustern.
A. Internationale Talentzentren in fünf Städten (80 Mio. €)
Ziel: Aufbau von fünf regionalen „Talentzentren Thüringen“ (z. B. in Jena, Erfurt, Ilmenau, Gera, Suhl) als zentrale Anlaufstellen für internationale Fachkräfte, Rückkehrer und Hochqualifizierte aus anderen Bundesländern.
Funktionen:
One‑Stop‑Shop für Visa, Anerkennung, Wohnungssuche, Kinderbetreuung, Sprachkurse, Arbeitsvermittlung.
Welcome‑Coaches, Integrationslotsen, Arbeitgeber‑Matching.
Digitale Plattform mit Self‑Service‑Modulen, Matching‑Algorithmen, Terminbuchung, Dokumenten‑Upload.
Kooperation mit Hochschulen, Kammern, Unternehmen, Ausländerbehörden.
Kapazität: 5 Standorte, je 15–20 FTE, 5.000–10.000 Fälle/Jahr.
Wirkung: Verkürzung der Integrationszeit von Fachkräften um 50 %; Erhöhung der Verbleibsquote durch persönliche Begleitung.
B. 10.000 Stipendien p.a. mit Bindungsvereinbarungen (90 Mio. €)
Ziel: Aufbau eines landeseigenen Stipendienprogramms für Studierende, Promovierende und Weiterbildungswillige in MINT, Pflege, Verwaltung, Bildung, Digitalisierung.
Struktur:
10.000 Stipendien à 9.000 €/Jahr (750 €/Monat)
Laufzeit: 1–3 Jahre
Bindungsvereinbarung: Verpflichtung zu mindestens 3 Jahren Berufstätigkeit in Thüringen nach Abschluss; Rückzahlung bei Nichteinhaltung.
Zielgruppen:
Internationale Studierende (Master, PhD)
Rückkehrer:innen
Berufstätige in Weiterbildung (z. B. Pflege, IT, Verwaltung)
Studienabbrecher:innen in Umschulung
Verwaltung: Vergabe durch Talentzentren; digitale Bewerbung; jährliche Evaluation.
Wirkung: Aufbau eines Talentpools von 30.000 Personen in 5 Jahren; gezielte Besetzung von Engpassberufen.
C. Wohnraumförderung für Zuzug (30 Mio. €)
Ziel: Abbau von Wohnungsengpässen für zuziehende Fachkräfte und deren Familien.
Instrumente:
Zuschüsse für Erstwohnsitz in Thüringen (z. B. 5.000–10.000 € pro Haushalt)
Förderung von Wohnheimen für internationale Studierende und Fachkräfte
Kooperation mit Wohnungsbaugesellschaften für Kontingente
Wohnraumbörse mit Matching‑Plattform
Wirkung: Reduktion von Abwanderung wegen Wohnraummangel; Erhöhung der Verbleibsquote.
D. Anerkennungszentren für ausländische Abschlüsse (20 Mio. €)
Ziel: Beschleunigung und Vereinfachung der Anerkennung ausländischer Berufs‑ und Studienabschlüsse.
Maßnahmen:
Aufbau von 3 regionalen Anerkennungszentren (z. B. Erfurt, Gera, Suhl)
Digitale Anerkennungsplattform mit Upload‑Funktion, Status‑Tracking, Schnittstellen zu Kammern und Behörden
Schulung von Anerkennungsberater:innen
Kooperation mit IQ‑Netzwerk, BAMF, ZAB
Wirkung: Verkürzung der Anerkennungsdauer auf <6 Monate; Erhöhung anerkannter Abschlüsse um 300 % in 5 Jahren.
E. Mobilitätsprogramme für Fachkräfte (20 Mio. €)
Ziel: Erleichterung des Zuzugs und der regionalen Mobilität von Fachkräften.
Instrumente:
Mobilitätszuschüsse für Umzugskosten, Pendlerunterstützung, Job‑Tickets
Rückkehrer‑Bonus für Thüringer im Ausland (z. B. 5.000 € bei Rückkehr + Arbeitsaufnahme)
Matching‑Programme mit Unternehmen (z. B. „Talent‑Tandems“)
Mobilitätsberatung in Talentzentren
Wirkung: Erhöhung des Nettozuzugs; gezielte Besetzung ländlicher Regionen; Reduktion von Fachkräfteengpässen im ländlichen Raum.
KPIs (Key Performance Indicators)
| Indikator | Zielwert (nach 5 Jahren) |
|---|---|
| Nettozuzug High‑Skill‑Fachkräfte | +25.000 |
| Verbleibsquote nach 3 Jahren | ≥70 % |
| Anzahl anerkannter Abschlüsse | +15.000 |
| Besetzte High‑Skill‑Stellen | +20.000 |
| Stipendienvergabe p.a. | 10.000 |
| Zufriedenheit mit Talentzentren | ≥85 % |
5.4 Säule C – Start‑up & Innovationsfonds (200 Mio. €)
Ziel
Aufbau eines leistungsfähigen Deep‑Tech‑Ökosystems und Erhöhung des regionalen VC‑Volumens.
Instrumente
Seed‑to‑Series‑A‑Tranche
Gründerstipendien
Branchenspezifische Inkubatoren
VC‑Matchingplattform
KPIs
Anzahl geförderter Start‑ups
VC‑Volumen
Follow‑on‑Finanzierungen
Anzahl Deep‑Tech‑Gründungen
Kurz: Die Säule C (200 Mio. €) schafft einen Thüringen‑Co‑Investitionsfonds, eine Seed‑to‑Series‑A‑Tranche, Gründer‑ und Deep‑Tech‑Stipendien, branchenspezifische Inkubatoren und eine VC‑Matchingplattform — mit klaren Auswahlkriterien, Hebelzielen (mind. 1:2 öffentl.:privat) und messbaren KPIs zur Erhöhung des regionalen VC‑Volumens.
1. Ziel & Kernkennzahlen
Ziel: Aufbau eines leistungsfähigen Deep‑Tech‑Ökosystems; Ziel‑KPIs (5 Jahre): Anzahl geförderter Start‑ups 400; VC‑Volumen mobilisiert 600–800 Mio. €; Follow‑on‑Finanzierungen ≥70 % der Portfoliounternehmen; Deep‑Tech‑Gründungen 150.
2. Budgetaufteilung (200 Mio. €) — Vorschlag
Thüringen‑Co‑Investitionsfonds (80 Mio.) — Co‑Investments zu privaten Lead‑Investoren (Matching 1:1 bis 1:2).
Seed‑to‑Series‑A‑Tranche (50 Mio.) — direkte Seed‑Checks (50k–500k €) und Series‑A‑Brücken (1–5 Mio €).
Gründerstipendien & Pre‑Seed Grants (20 Mio.) — 2.000 Stipendien à 5.000 € + 500 Pre‑Seed‑Grants.
Branchenspezifische Inkubatoren (30 Mio.) — 4–6 Inkubatoren (MedTech, Photonik, KI, Energie).
VC‑Matchingplattform & Betrieb (20 Mio.) — digitale Deal‑Flow‑Plattform, Due‑Diligence‑Support, Investor‑Events.
3. Instrumentdesign & Auswahlkriterien
Co‑Investitionsfonds: Private Lead‑Investor führen Due‑Diligence; Land co‑investiert passiv bis zu definierten Caps; Fokus TRL ≥4–6; klare Exits‑Policy. (Modelle ähnlich regionaler SEED‑Co‑Invest‑Programme).
Seed‑to‑Series‑A‑Tranche: Tranche‑Mechanik: Seed‑Checks (50k–2M) zur Produkt‑Markt‑Passung; Series‑A‑Brücken (2–8M) bei nachweisbarem Wachstum. Benchmarks und Erwartungen orientieren sich an üblichen Finanzierungsphasen.
Gründerstipendien: Auswahl über Wettbewerbe; Stipendien gekoppelt an Mentoring, KPI‑Meilensteine und regionale Bindungsklauseln.
Inkubatoren: Sector‑specific curricula, regulatorische Support‑Tracks (z. B. MedTech), Corporate‑Partnerships für Pilotkunden.
VC‑Matchingplattform: Algorithmisches Matching, Co‑Investment‑Marketplace, LP‑Onboarding für private Investoren.
4. Governance & Exit‑Mechanik
Gremium: Investment Committee (Land, unabh. VC‑Experten, Universitäten).
Risikosteuerung: Diversifikation nach Sektor & Stage; Rücklagen für Follow‑on; klare KPIs für Kapitalfreigabe.
Exit‑Regeln: Reinvestition eines Anteils der Erlöse in den Fonds (Revolving Fund).
5. KPIs & Monitoring (quartalsweise)
Anzahl geförderter Start‑ups (Ziel 400 / 5 Jahre).
VC‑Volumen mobilisiert (Ziel 600–800 Mio. €).
Follow‑on‑Finanzierungen (≥70 % der geförderten Start‑ups).
Anzahl Deep‑Tech‑Gründungen (Ziel 150).
Hebelratio öffentl.:privat (Ziel ≥1:2).
6. Zeitplan & Meilensteine
0–6 Monate: Governance, Term‑Sheets, erste LP‑Akquise.
6–18 Monate: Start Co‑Invest‑Fund, erste Seed‑Runden, Inkubator‑Piloten.
18–60 Monate: Skalierung, Follow‑on‑Runden, erstes Exit‑Portfolio.
7. Risiken & Gegenmaßnahmen
Marktrisiko: strikte Stage‑Diversifikation; konservative Reserven.
Mangel an erfahrenen Lead‑Investoren: Incentives für externe VCs, Co‑Invest‑Fees.
Talent‑Gap: enge Verzahnung mit Fachkräfteoffensive (Säule B)
Kurzantwort: Säule E (80 Mio. €) schafft in drei Jahren eine koordinierte Transformationsplattform mit klaren Pilotprojekten (Wasserstoff, Großspeicher, CO₂‑arme Industrie, KMU‑Effizienz, Wärmenetze), messbaren KPIs und einer Finanzaufteilung, die kurzfristige Demonstration und mittelfristige Skalierung ermöglicht. Die Maßnahmen sind auf schnelle Marktreife, Netzstabilität und industrielle Dekarbonisierung ausgerichtet.
1. Ziel & strategischer Ansatz
Ziel: Aufbau einer klimaneutralen Industrie und resilienter Energieinfrastruktur durch kombinierte Investitionen in Erzeugung, Speicherung, Industrie‑Dekarbonisierung und Netzintegration. Priorität: Demonstration → Skalierung → Regelbetrieb.
2. Budget‑Aufteilung (80 Mio. €)
Wasserstoff‑Pilotregionen: 30 Mio. € (Elektrolyse‑Piloten, H₂‑Tankstellen, regionale H₂‑Netze).
Großspeicher‑Pilotanlagen: 18 Mio. € (Batterie‑ und Power‑to‑Gas‑Piloten, Systemintegration).
CO₂‑arme Industrieprogramme: 12 Mio. € (Prozess‑Electrification, H₂‑Substitution, Effizienz‑Retrofits).
Energieeffizienz KMU: 12 Mio. € (Audits, Förderkredite, Energie‑Contracting‑Piloten).
Wärmenetze‑Förderung: 6 Mio. € (Netzplanung, Anschlussförderung, Demonstrationsquartiere).
Governance & Reserve: 2 Mio. € (Projektmanagement, Monitoring).
Wasserstoff‑Pilotregionen: 30 Mio. € (Elektrolyse‑Piloten, H₂‑Tankstellen, regionale H₂‑Netze).
Großspeicher‑Pilotanlagen: 18 Mio. € (Batterie‑ und Power‑to‑Gas‑Piloten, Systemintegration).
CO₂‑arme Industrieprogramme: 12 Mio. € (Prozess‑Electrification, H₂‑Substitution, Effizienz‑Retrofits).
Energieeffizienz KMU: 12 Mio. € (Audits, Förderkredite, Energie‑Contracting‑Piloten).
Wärmenetze‑Förderung: 6 Mio. € (Netzplanung, Anschlussförderung, Demonstrationsquartiere).
Governance & Reserve: 2 Mio. € (Projektmanagement, Monitoring).
3. Instrumente – Details & Wirkmechanik
Wasserstoff‑Pilotregionen (30 Mio. €)
Komponenten: phasiger Aufbau von 10–50 MW Elektrolysekapazität in Clusterstandorten; regionale Betankungsinfrastruktur; Industrie‑offtake‑Verträge. Ziel: erste kommerzielle H₂‑Lieferketten demonstrieren.
Komponenten: phasiger Aufbau von 10–50 MW Elektrolysekapazität in Clusterstandorten; regionale Betankungsinfrastruktur; Industrie‑offtake‑Verträge. Ziel: erste kommerzielle H₂‑Lieferketten demonstrieren.
Großspeicher‑Pilotanlagen (18 Mio. €)
Komponenten: modulare Batteriespeicher (z. B. 20–100 MWh‑Module) plus Power‑to‑Gas Pilot zur Langzeitspeicherung; Integration in lokale Verteilnetze für Netzdienstleistungen (FCR/aFRR).
Komponenten: modulare Batteriespeicher (z. B. 20–100 MWh‑Module) plus Power‑to‑Gas Pilot zur Langzeitspeicherung; Integration in lokale Verteilnetze für Netzdienstleistungen (FCR/aFRR).
CO₂‑arme Industrieprogramme (12 Mio. €)
Maßnahmen: Prozess‑Electrification‑Grants, H₂‑Substitutions‑Pilot (z. B. Stahl, Chemie), technische Beratung für Dekarbonisierung. Ziel: CO₂‑Intensivprozesse umstellen und lokale Wertschöpfung sichern.
Maßnahmen: Prozess‑Electrification‑Grants, H₂‑Substitutions‑Pilot (z. B. Stahl, Chemie), technische Beratung für Dekarbonisierung. Ziel: CO₂‑Intensivprozesse umstellen und lokale Wertschöpfung sichern.
Energieeffizienzprogramme für KMU (12 Mio. €)
Instrumente: standardisierte Energieaudits, Zuschüsse für Effizienz‑Investitionen, Contracting‑Modelle, digitale Energie‑Management‑Tools. Ziel: durchschnittliche Energieeffizienzsteigerung ≥15 % pro gefördertem Betrieb.
Instrumente: standardisierte Energieaudits, Zuschüsse für Effizienz‑Investitionen, Contracting‑Modelle, digitale Energie‑Management‑Tools. Ziel: durchschnittliche Energieeffizienzsteigerung ≥15 % pro gefördertem Betrieb.
Förderung von Wärmenetzen (6 Mio. €)
Maßnahmen: Planung, Anschlusszuschüsse, Pilotquartiere mit Sektorkopplung (H₂‑Boiler, Abwärmenutzung). Ziel: mind. 2 Demonstrations‑Wärmenetze in 5 Jahren.
Maßnahmen: Planung, Anschlusszuschüsse, Pilotquartiere mit Sektorkopplung (H₂‑Boiler, Abwärmenutzung). Ziel: mind. 2 Demonstrations‑Wärmenetze in 5 Jahren.
4. KPIs & Zielwerte (5 Jahre)
Installierte Wasserstoffkapazität: ≥50 MW elektrolytische Kapazität (aggregiert).
CO₂‑Reduktion: ≥250.000 t CO₂/Jahr durch Projekte und Industrieprogramme.
Anzahl Pilotanlagen: ≥12 (H₂, Speicher, Wärmenetze, Industrie‑Demos).
Energieeffizienzsteigerung in KMU: ≥15 % durchschnittlich pro gefördertem Unternehmen.
Installierte Wasserstoffkapazität: ≥50 MW elektrolytische Kapazität (aggregiert).
CO₂‑Reduktion: ≥250.000 t CO₂/Jahr durch Projekte und Industrieprogramme.
Anzahl Pilotanlagen: ≥12 (H₂, Speicher, Wärmenetze, Industrie‑Demos).
Energieeffizienzsteigerung in KMU: ≥15 % durchschnittlich pro gefördertem Unternehmen.
5. Governance, Finanzierung & Zeitplan
Governance: Transformationsboard (Land, Netzbetreiber, Industrie, Forschung, Kommunen). Operative Einheit: Energy Transition Agency für Ausschreibungen, EU‑Matching, Monitoring.
Finanzmechanik: Meilenstein‑Tranchierung; EU/Bundes‑Kofinanzierung anstreben; private Co‑Investments für Speicher/H₂‑Infrastruktur.
Zeitplan: 0–6 Monate Governance & Standortwahl; 6–24 Monate Ausschreibungen & Bau; 24–48 Monate Inbetriebnahme; 48–60 Monate Skalierung.
Governance: Transformationsboard (Land, Netzbetreiber, Industrie, Forschung, Kommunen). Operative Einheit: Energy Transition Agency für Ausschreibungen, EU‑Matching, Monitoring.
Finanzmechanik: Meilenstein‑Tranchierung; EU/Bundes‑Kofinanzierung anstreben; private Co‑Investments für Speicher/H₂‑Infrastruktur.
Zeitplan: 0–6 Monate Governance & Standortwahl; 6–24 Monate Ausschreibungen & Bau; 24–48 Monate Inbetriebnahme; 48–60 Monate Skalierung.
6. Risiken & Gegenmaßnahmen
Energiepreis‑/Versorgungsrisiko: PPA‑Modelle, Flexibilitätsverträge.
Genehmigungs‑Delay: One‑Stop‑Genehmigungsstellen, Vorab‑Planungsrechte.
Finanzierungs‑Lücke: EU‑IPCEI‑/Horizon‑Anträge, PPP‑Strukturen
Energiepreis‑/Versorgungsrisiko: PPA‑Modelle, Flexibilitätsverträge.
Genehmigungs‑Delay: One‑Stop‑Genehmigungsstellen, Vorab‑Planungsrechte.
Finanzierungs‑Lücke: EU‑IPCEI‑/Horizon‑Anträge, PPP‑Strukturen
5.6 Säule E – Energie & Transformation (80 Mio. €)
Ziel
Aufbau einer klimaneutralen Industrie und einer resilienten Energieinfrastruktur.
Instrumente
Wasserstoff‑Pilotregionen
Großspeicherprojekte
CO₂‑arme Industrieprogramme
Energieeffizienzprogramme für KMU
Förderung von Wärmenetzen
KPIs
Installierte Wasserstoffkapazität
CO₂‑Reduktion
Anzahl Pilotanlagen
Energieeffizienzsteigerung in KMU
Kurzantwort:Säule E (80 Mio. €) schafft in drei Jahren eine koordinierte Transformationsplattform mit klaren Pilotprojekten (Wasserstoff, Großspeicher, CO₂‑arme Industrie, KMU‑Effizienz, Wärmenetze), messbaren KPIs und einer Finanzaufteilung, die kurzfristige Demonstration und mittelfristige Skalierung ermöglicht. Die Maßnahmen sind auf schnelle Marktreife, Netzstabilität und industrielle Dekarbonisierung ausgerichtet.
1. Ziel & strategischer Ansatz
Ziel: Aufbau einer klimaneutralen Industrie und resilienter Energieinfrastruktur durch kombinierte Investitionen in Erzeugung, Speicherung, Industrie‑Dekarbonisierung und Netzintegration. Priorität: Demonstration → Skalierung → Regelbetrieb.
2. Budget‑Aufteilung (80 Mio. €)
Wasserstoff‑Pilotregionen: 30 Mio. € (Elektrolyse‑Piloten, H₂‑Tankstellen, regionale H₂‑Netze).
Großspeicher‑Pilotanlagen: 18 Mio. € (Batterie‑ und Power‑to‑Gas‑Piloten, Systemintegration).
CO₂‑arme Industrieprogramme: 12 Mio. € (Prozess‑Electrification, H₂‑Substitution, Effizienz‑Retrofits).
Energieeffizienz KMU: 12 Mio. € (Audits, Förderkredite, Energie‑Contracting‑Piloten).
Wärmenetze‑Förderung: 6 Mio. € (Netzplanung, Anschlussförderung, Demonstrationsquartiere).
Governance & Reserve: 2 Mio. € (Projektmanagement, Monitoring).
3. Instrumente – Details & Wirkmechanik
Wasserstoff‑Pilotregionen (30 Mio. €)
Komponenten: phasiger Aufbau von 10–50 MW Elektrolysekapazität in Clusterstandorten; regionale Betankungsinfrastruktur; Industrie‑offtake‑Verträge. Ziel: erste kommerzielle H₂‑Lieferketten demonstrieren.
Großspeicher‑Pilotanlagen (18 Mio. €)
Komponenten: modulare Batteriespeicher (z. B. 20–100 MWh‑Module) plus Power‑to‑Gas Pilot zur Langzeitspeicherung; Integration in lokale Verteilnetze für Netzdienstleistungen (FCR/aFRR).
CO₂‑arme Industrieprogramme (12 Mio. €)
Maßnahmen: Prozess‑Electrification‑Grants, H₂‑Substitutions‑Pilot (z. B. Stahl, Chemie), technische Beratung für Dekarbonisierung. Ziel: CO₂‑Intensivprozesse umstellen und lokale Wertschöpfung sichern.
Energieeffizienzprogramme für KMU (12 Mio. €)
Instrumente: standardisierte Energieaudits, Zuschüsse für Effizienz‑Investitionen, Contracting‑Modelle, digitale Energie‑Management‑Tools. Ziel: durchschnittliche Energieeffizienzsteigerung ≥15 % pro gefördertem Betrieb.
Förderung von Wärmenetzen (6 Mio. €)
Maßnahmen: Planung, Anschlusszuschüsse, Pilotquartiere mit Sektorkopplung (H₂‑Boiler, Abwärmenutzung). Ziel: mind. 2 Demonstrations‑Wärmenetze in 5 Jahren.
4. KPIs & Zielwerte (5 Jahre)
Installierte Wasserstoffkapazität: ≥50 MW elektrolytische Kapazität (aggregiert).
CO₂‑Reduktion: ≥250.000 t CO₂/Jahr durch Projekte und Industrieprogramme.
Anzahl Pilotanlagen: ≥12 (H₂, Speicher, Wärmenetze, Industrie‑Demos).
Energieeffizienzsteigerung in KMU: ≥15 % durchschnittlich pro gefördertem Unternehmen.
5. Governance, Finanzierung & Zeitplan
Governance: Transformationsboard (Land, Netzbetreiber, Industrie, Forschung, Kommunen). Operative Einheit: Energy Transition Agency für Ausschreibungen, EU‑Matching, Monitoring.
Finanzmechanik: Meilenstein‑Tranchierung; EU/Bundes‑Kofinanzierung anstreben; private Co‑Investments für Speicher/H₂‑Infrastruktur.
Zeitplan: 0–6 Monate Governance & Standortwahl; 6–24 Monate Ausschreibungen & Bau; 24–48 Monate Inbetriebnahme; 48–60 Monate Skalierung.
6. Risiken & Gegenmaßnahmen
Energiepreis‑/Versorgungsrisiko: PPA‑Modelle, Flexibilitätsverträge.
Genehmigungs‑Delay: One‑Stop‑Genehmigungsstellen, Vorab‑Planungsrechte.
Finanzierungs‑Lücke: EU‑IPCEI‑/Horizon‑Anträge, PPP‑Strukturen
6. Verbundregionen & Nicht‑Cluster‑Gemeinden (150 Mio. € p.a.)
6.1 Zielsetzung und strategische Leitlinien
Die Säule „Verbundregionen & Nicht‑Cluster‑Gemeinden“ stellt sicher, dass die Transformation des Landes flächendeckend wirkt und nicht auf urbane Clusterzentren beschränkt bleibt. Ziel ist die Stabilisierung ländlicher Räume, der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten und die Integration kleiner und mittlerer Gemeinden in die großen Innovations‑ und Clusterökosysteme.
Strategische Leitlinien
Verbindliche Flächenquote: Mindestens 10 % der Programmmittel (150 Mio. € p.a.) fließen in Nicht‑Cluster‑Gemeinden.
Netzwerkansatz: Gemeinden werden als Zuliefer‑, Wohn‑ und Dienstleistungsstandorte in Clusterökosysteme integriert.
Ko‑Finanzierung: Landesmittel dienen als Anschub; EU‑, Bundes‑ und private Mittel skalieren Projekte.
Regionale Ausgewogenheit: Mindestens eine Maßnahme pro Landkreis innerhalb der ersten drei Jahre.
Schnelle Umsetzbarkeit: Niedrigschwellige Förderinstrumente, kurze Bewilligungszeiten, standardisierte Verfahren.
6.2 Budgetaufteilung und Finanzprofile
| Maßnahme | Anteil | Betrag p.a. | Finanzprofil |
|---|---|---|---|
| Zuliefer‑ & Dienstleistungsachsen | 30 % | 45,0 Mio. € | 60 % Investition / 40 % Betrieb |
| Fachkräfte‑ & Bildungszentren | 25 % | 37,5 Mio. € | 40 % Investition / 60 % Betrieb |
| Wohn‑ & Lebensstandorte | 20 % | 30,0 Mio. € | 70 % Investition / 30 % Betrieb |
| Mikrocluster & Nischenförderung | 15 % | 22,5 Mio. € | 50 % Seed / 50 % Betrieb |
| Kommunale Innovationsbudgets | 10 % | 15,0 Mio. € | 100 % Zuschüsse |
| Summe | 100 % | 150,0 Mio. € | — |
Hebelziel
Landesmittel sollen Drittmittel im Verhältnis 1:2 mobilisieren.
6.3 Förderinstrumente im Detail
6.3.1 Zulieferfonds
Zweck: Aufbau regionaler Fertigungskapazitäten, Modernisierung von KMU, Integration in Cluster‑Lieferketten. Instrumente: Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen, Abnahmegarantien. Förderkriterien:
Nachweis von Abnahmeverträgen
Skalierbarkeit
Arbeitsplatzwirkung
regionale Verankerung
6.3.2 Regional Skills Hubs
Zweck: Aufbau regionaler Weiterbildungs‑ und Umschulungszentren. Instrumente:
modulare Kurse
duale Programme
Anerkennungsberatung
mobile Trainingslabore
6.3.3 Wohnraum‑Sprints
Zweck: Schnelle Schaffung von Wohnraum für Fachkräfte. Instrumente:
modulare Fertigbauten
Revitalisierungszuschüsse
Bauprämien
Mietgarantien
6.3.4 Mikrocluster‑Wettbewerbe
Zweck: Förderung lokaler Nischenbranchen (Holz‑Tech, Agrar‑Tech, Tourismus, Pflege‑Tech). Instrumente:
Seed‑Grants
Mentoring
Marktzugangspakete
regionale Testfelder
6.3.5 Kommunale Innovationsbudgets
Zweck: Kleine, schnelle Pilotprojekte mit lokalem Ownership. Instrumente:
Zuschüsse 5.000–50.000 €
vereinfachte Antragstellung
kurze Bewilligungszeiten (≤ 30 Tage)
6.4 Auswahlverfahren und Governance
Stufenmodell
EoI (Expression of Interest): Kurzskizze, formale Prüfung (4 Wochen).
Full Proposal: Business Case, Finanzplan, Kooperationsvereinbarungen (8–12 Wochen).
Due Diligence: Technische, rechtliche, finanzielle Prüfung (6–8 Wochen).
Bewilligung & Auszahlung: Tranchen nach Meilensteinen.
Regionale Verbundräte
Zusammensetzung:
Kommunen
Wirtschaft
Hochschulen
Zivilgesellschaft
Aufgabe:
Priorisierung regionaler Projekte
Koordination mit Cluster‑Boards
Monitoring der Umsetzung
6.5 Modellgemeinden (Fallstudien)
Modellgemeinde A – Mittelstadt X (Präzisionszulieferung)
Kontext: Nähe zu Automotive‑Cluster; brachliegende Industriefläche. Maßnahmen:
Revitalisierung Industriebrache
Anschaffung CNC‑Maschinen
Ausbildungskooperation
Finanzierung:
Zuschuss: 3,0 Mio. €
Darlehen: 2,0 Mio. €
Kommune: 1,0 Mio. €
Meilensteine:
Produktionsstart M+12
300 Beschäftigte M+36
60 % lokale Wertschöpfung M+48
Modellgemeinde B – Ländliche Region Y (Skills Hub & Wohnen)
Kontext: Abwanderung, zentrale Lage zu mehreren Clustern. Maßnahmen:
Ausbau Berufsschule
120 modulare Wohnungen
Anerkennungszentrum
Finanzierung:
Zuschuss: 5,0 Mio. €
EU‑Kofinanzierung: 2,0 Mio. €
Kommune: 1,0 Mio. €
Meilensteine:
Erste Ausbildungsjahrgänge M+12
Wohnungen fertig M+18
Nettozuzug M+24
Modellgemeinde C – Holz‑Tech Mikrocluster Z
Kontext: Traditionelle Holzverarbeitung, touristisches Potenzial. Maßnahmen:
Innovationswettbewerb
Gründerstipendien
regionale Vermarktungsplattform
Finanzierung:
Anschub: 4,0 Mio. €
Seed‑Grants: 1,0 Mio. €
Infrastruktur: 2,0 Mio. €
Meilensteine:
20 neue KMU M+24
touristische Zusatzumsätze M+36
6.6 Monitoring‑KPIs für Verbundregionen
| KPI | Zielwert |
|---|---|
| Anteil Mittel in Nicht‑Cluster‑Projekten | ≥ 10 % |
| Neue Arbeitsplätze in Modellgemeinden | ≥ 900 |
| Zulieferverträge Cluster ↔ Nicht‑Cluster | ≥ 50 |
| Verbleibsquote Fachkräfte | ≥ 65 % |
| Kommunale Innovationsprojekte | ≥ 100 in 5 Jahren |
6.7 Implementierungszeitplan 0–36 Monate
0–6 Monate
Auswahl Modellgemeinden
Einrichtung regionaler Verbundräte
Start Zulieferfonds‑Pilot
6–18 Monate
Umsetzung Pilotprojekte
Aufbau Skills Hubs
Wohnraum‑Sprints
18–36 Monate
Skalierung erfolgreicher Piloten
Integration in Cluster‑Roadmaps
erste Evaluation
7. EU‑Mittel & Finanzierungsmodell
7.1 EU‑Mittel (EFRE, ESF+, Horizon Europe)
Anteil: 30–35 %
Betrag: 450–520 Mio. € p.a.
Warum realistisch?
Thüringen ist eine Hochförderregion mit:
EFRE‑Quoten bis 80 %
ESF+‑Quoten bis 70 %
bevorzugter Teilnahme an Horizon‑Europe‑Projekten
struktureller Ostdeutschland‑Förderung
Barrieren heute
fehlende Kofinanzierung
Personalmangel in Behörden
zu kleine Projekte
fehlende Clustergröße
Lösung durch das 10‑%‑Programm
Kofinanzierungsreserve
EU‑Desk in der Programmagentur
Projektaggregation
internationale Konsortien
7.2 Jährlicher Finanzmix (Referenzziel 1,48 Mrd. €)
| Quelle | Anteil | Betrag |
|---|---|---|
| EU‑Mittel | 30 % | 444 Mio. € |
| Bundesmittel | 20 % | 296 Mio. € |
| Landesmittel | 40 % | 592 Mio. € |
| Private Co‑Investitionen | 10 % | 148 Mio. € |
| Gesamt | 100 % | 1.480 Mio. € |
7.3 Haushaltswirkung & LFA‑Effekt
Annahmen
LFA‑Abschöpfung: 65 %
fiskalische Effekte mit 2–5 Jahren Verzögerung
| Szenario | Brutto‑Mehreinnahmen | LFA‑Abschöpfung | Netto‑Effekt |
|---|---|---|---|
| Konservativ | 500 Mio. € | −325 Mio. € | +175 Mio. € |
| Realistisch | 1.000 Mio. € | −650 Mio. € | +350 Mio. € |
| Ambitioniert | 1.500 Mio. € | −975 Mio. € | +525 Mio. € |
7.4 Übergangsfinanzierung & Absicherung
mehrjährige Verpflichtungsermächtigungen
Kofinanzierungsreserve (150–250 Mio. €)
Risikopuffer (10–15 %)
PPP‑Modelle
tranchierte Auszahlungen
7.5 Sensitivitätsanalyse
Hebelwirkung 1:2 → 1:3 erhöht Gesamtvolumen
LFA‑Variation ±10 % → Effekt ±50–100 Mio. €
Projektverzögerungen +6 Monate → fiskalische Effekte +12–18 Monate verschoben
8. Wirtschaftliche Wirkungen, Multiplikatoren, Beschäftigungsrechnung
8.1 Methodik und Annahmen
Die wirtschaftlichen Wirkungen des 10‑%‑Transformationsprogramms werden auf Basis eines kombinierten Ansatzes berechnet:
Input‑Output‑Analyse
sektorale Multiplikatoren
regionale Beschäftigungsmodelle
Investitions‑ und Innovationselastizitäten
Vergleichsdaten aus EU‑Modellregionen
Zentrale Annahmen
Programmvolumen: 1,48 Mrd. € p.a.
Kurzfristiger Beschäftigungsmultiplikator: 10–15 Jobs pro 1 Mio. €
Mittelfristiger Multiplikator: 20–30 Jobs pro 1 Mio. €
BIP‑Multiplikator:
konservativ: 1,3
realistisch: 1,6
ambitioniert: 1,9
8.2 Szenarien und Ergebnisse (5‑Jahres‑Horizont)
| Szenario | Investitionsvolumen p.a. | Neue Jobs (5 Jahre) | BIP‑Effekt p.a. |
|---|---|---|---|
| Konservativ | 740 Mio. € | 30.000–50.000 | +1,5–2,5 % |
| Kernprogramm | 1,48 Mrd. € | 80.000–120.000 | +5,0–7,5 % |
| Ambitioniert | 2,22 Mrd. € | 120.000–180.000 | +7,5–10,0 % |
Interpretation
Das Kernprogramm erzeugt massive Beschäftigungseffekte.
Der BIP‑Effekt ist strukturell, nicht nur konjunkturell.
Die Effekte verstärken sich über die Jahre durch Produktivitätszuwächse.
8.3 Regionale Verteilung der Effekte
Clusterzentren
Hohe Dichte an High‑Skill‑Jobs
Zunahme von Start‑ups
Ausbau von Forschung und Transfer
Verbundregionen
Zunahme von Fertigungs‑ und Dienstleistungsarbeitsplätzen
Stabilisierung ländlicher Gemeinden
Rückgang der Abwanderung
Nettoeffekt
Verringerung regionaler Disparitäten
Stärkung kommunaler Haushalte
Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten
8.4 Langfristige Dynamik (Produktivität & Steuerbasis)
Innovationsdynamik
Höhere F&E‑Ausgaben → Produktivitätszuwächse
Skaleneffekte in Clustern → sinkende Stückkosten
Höhere Löhne → höhere Steuereinnahmen
Steuerbasis
Mittelfristig steigende Gewerbe‑ und Einkommenssteuern
Trotz LFA‑Abschöpfung bleibt Nettoeffekt positiv
9. Governance, Umsetzung, One‑Stop‑Shop, KPI‑Dashboard
9.1 Governance‑Architektur
Die Governance des Programms folgt einem klaren, mehrstufigen Modell.
A. Politische Steuerung
Lenkungsgruppe Thüringen 2035
Vorsitz: Staatssekretär
Mitglieder: Ministerien, Landtagsvertreter, Wirtschaftsvertreter
Aufgabe: strategische Steuerung, Priorisierung, Monitoring
B. Operative Steuerung
Programmagentur Thüringen 2035
Projektmanagement
Mittelbewirtschaftung
EU‑Desk
Monitoring
Kommunikation
C. Regionale Steuerung
Cluster‑Boards
Hochschulen
Industrie
Kommunen
Aufgabe: operative Umsetzung der Clusterstrategien
Regionale Verbundräte
Aufgabe: Priorisierung regionaler Projekte
9.2 One‑Stop‑Shop für Ansiedlung, Förderung und Genehmigungen
Der One‑Stop‑Shop ist ein zentrales Element der Verwaltungsmodernisierung.
Funktionen
zentrale Anlaufstelle für Unternehmen
Koordination aller Genehmigungen
digitale Antragsstrecken
verbindliche SLAs
Monitoring aller Verfahren
Technische Komponenten
KI‑gestützte Dokumentenklassifikation
automatisierte Plausibilitätsprüfungen
Workflow‑Orchestrator
digitale Bürger‑ und Unternehmensakte
Zielwerte
Reduktion der Genehmigungszeiten um 60–70 %
95 % digitale Antragsquote
SLA‑Erfüllungsquote ≥ 90 %
9.3 KPI‑Dashboard
Das KPI‑Dashboard ist das zentrale Monitoring‑Instrument.
Kern‑KPIs
Investitionsquote
Anteil Nicht‑Cluster‑Mittel
Anzahl neuer High‑Skill‑Jobs
VC‑Hebelratio
Genehmigungsdauer
Verbleibsquote Fachkräfte
CO₂‑Reduktion
Anzahl Zulieferverträge
Funktionen
Echtzeit‑Monitoring
quartalsweise Updates
öffentliche Transparenz
Grundlage für politische Entscheidungen
9.4 Evaluationsarchitektur
Externe Evaluationen
nach 36 Monaten
nach 60 Monaten
nach 120 Monaten
Inhalte
Wirksamkeit
Effizienz
Zielerreichung
regionale Wirkung
fiskalische Effekte
10. Gesamtprogramm: Integration, Synergien, Querschnittsthemen
10.1 Synergien zwischen den Säulen
Das Transformationsprogramm ist bewusst so gestaltet, dass die sechs Säulen nicht isoliert wirken, sondern sich gegenseitig verstärken.
Cluster ↔ Start‑ups
Cluster erzeugen Forschung und Infrastruktur
Start‑ups verwerten diese Forschung wirtschaftlich
VC‑Matching beschleunigt Skalierung
Cluster ↔ Fachkräfte
Cluster benötigen hochqualifizierte Arbeitskräfte
Talentzentren und Wohnraumprogramme sichern Zuzug
Anerkennungszentren beschleunigen Integration
Digitalisierung ↔ Verwaltung
Digitale Genehmigungen beschleunigen Cluster‑ und Energieprojekte
One‑Stop‑Shop reduziert Transaktionskosten
Energie ↔ Industrie
Wasserstoff‑ und Speicherprojekte ermöglichen CO₂‑arme Produktion
Energieeffizienzprogramme senken Kosten für KMU
Verbundregionen ↔ Cluster
Zulieferachsen verbinden ländliche Räume mit High‑Tech‑Zentren
Mikrocluster stärken regionale Identität und Wertschöpfung
10.2 Querschnittsthemen
A. Nachhaltigkeit
Klimaneutrale Industriepfade
Energieeffizienz in KMU
Förderung regionaler Kreislaufwirtschaft
B. Digitalisierung
Digitale Infrastruktur als Grundlage aller Säulen
KI‑gestützte Verwaltungsprozesse
Datenplattformen für Monitoring
C. Internationalisierung
Horizon‑Europe‑Konsortien
internationale Talentgewinnung
globale Sichtbarkeit der Cluster
D. Soziale Kohäsion
Integration ländlicher Räume
Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse
Stärkung kommunaler Strukturen
11. Umsetzungsarchitektur und operative Planung
11.1 Programmagentur Thüringen 2035
Aufgaben
Projektmanagement
Mittelbewirtschaftung
EU‑Desk
Monitoring
Kommunikation
Schnittstelle zu Ministerien
Struktur
Geschäftsführung
Cluster‑Teams
Fachkräfteteam
Digitalteam
Energie‑Team
Regionalteams
11.2 Jahresplanung und Budgetsteuerung
Planungsinstrumente
Jahresarbeitsprogramme
Mittelabrufpläne
Projektportfolios
Risikoberichte
Budgetsteuerung
quartalsweise Mittelumschichtungen
Reservefonds (10–15 %)
tranchierte Auszahlungen
11.3 Rechtsrahmen
Erforderliche Anpassungen
Verwaltungsverfahrensgesetz (digitale Signaturen, SLAs)
Landeshochschulgesetz (Professuren, Transfer)
Vergaberecht (Innovationsklauseln)
Bauordnung (digitale Verfahren)
11.4 Personalstrategie
Maßnahmen
Fortbildungsprogramme für Verwaltung
Secondments aus Wirtschaft und Forschung
Rekrutierung internationaler Fachkräfte
Aufbau eines Landes‑Talentpools
12. Risikoanalyse und Risikomanagement
12.1 Hauptrisiken
A. Finanzierungsrisiken
Verzögerte EU‑Mittel
geringere private Hebelung
B. Verwaltungsrisiken
Personalmangel
komplexe Genehmigungsverfahren
C. Marktrisiken
globale Rezession
Lieferkettenprobleme
D. Technologierisiken
Fehlschläge bei Pilotprojekten
hohe Kosten neuer Technologien
12.2 Gegenmaßnahmen
Finanzielle Absicherung
Reservefonds
mehrjährige Verpflichtungsermächtigungen
PPP‑Modelle
Verwaltungsmodernisierung
One‑Stop‑Shop
digitale Verfahren
SLAs
Technologische Diversifikation
Portfolioansatz
Pilotierung vor Skalierung
13. Gesamtfazit
Das 10‑%‑Transformationsprogramm „Thüringen 2035“ stellt eine der umfassendsten und ambitioniertesten Standortstrategien dar, die ein deutsches Bundesland in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Es verbindet:
wirtschaftliche Modernisierung
wissenschaftliche Exzellenz
regionale Ausgewogenheit
digitale Transformation
klimaneutrale Industriepfade
internationale Sichtbarkeit
Mit einem jährlichen Investitionsvolumen von 1,48 Mrd. € und einer klaren Governance‑Struktur schafft das Programm die Grundlage für:
nachhaltiges Wachstum
stabile Beschäftigung
starke Regionen
moderne Verwaltung
innovative Unternehmen
resilienten Wohlstand
Thüringen kann damit bis 2035 zu einem europäischen High‑Tech‑Standort aufsteigen, der wirtschaftlich, technologisch und gesellschaftlich auf einem neuen Niveau agiert.
14. Glossar (Auszug)
Cluster: Geografische Konzentration spezialisierter Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Flagship‑Projekt: Großvolumiges Leuchtturmprojekt mit internationaler Sichtbarkeit. VC‑Matching: Co‑Investition des Landes in Start‑ups. SLA: Service Level Agreement, verbindliche Bearbeitungszeit. Horizon Europe: EU‑Forschungsrahmenprogramm. Verbundregion: Nicht‑Cluster‑Gemeinde mit strategischer Anbindung an Cluster.
15. Tabellenanhang (Auszug)
15.1 Budgetübersicht
| Säule | Betrag p.a. |
|---|---|
| Clusterinvestitionen | 800 Mio. € |
| Fachkräfteoffensive | 240 Mio. € |
| Start‑up & Innovationsfonds | 200 Mio. € |
| Digitalisierung & Verwaltung | 160 Mio. € |
| Energie & Transformation | 80 Mio. € |
| Verbundregionen | 150 Mio. € |
| Gesamt | 1.630 Mio. € |
16. Anhang: KPI‑Matrix
| KPI | Zielwert | Zeithorizont |
|---|---|---|
| Investitionsquote | 10 % | Jahr 10 |
| High‑Skill‑Jobs | 80.000–120.000 | 2035 |
| VC‑Hebel | 1:2 | laufend |
| Genehmigungsdauer | −60–70 % | Jahr 7 |
| CO₂‑Reduktion | [Daten nachreichen] | Jahr 10 |
| Zulieferverträge | ≥ 50 | Jahr 3 |
2. Hauptteil:
Maßnahme: 2.400 € pro Kind und Jahr – 10 Jahre lang
Wir führen ein landeseigenes Baukindergeld ein, das gezielt deutsche Familien mit Kindern beim Erwerb von selbstgenutzten Wohneigentum in Thüringen unterstützt. Eigentum ist der Schlüssel zu Stabilität, Heimatbindung und Generationengerechtigkeit – und ein wirksames Mittel gegen Abwanderung, Armut und Geburtenrückgang.
Förderstruktur:
2.400 € pro Kind und Jahr
Laufzeit: 10 Jahre
Gesamtförderung: bis zu 24.000 € pro Kind
Zielgruppe: Deutsche Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren, die in Thüringen bauen oder kaufen
Bindung: Selbstnutzungspflicht für mindestens 10 Jahre
Kombinierbar mit weiteren Landesprogrammen (z. B. Eigenheimzuschuss, Zinsförderung)
💰 Beispielhafte Förderung
| Kinderanzahl | Förderung pro Jahr | Gesamtsumme über 10 Jahre |
|---|---|---|
| 1 Kind | 2.400 € | 24.000 € |
| 2 Kinder | 4.800 € | 48.000 € |
| 3 Kinder | 7.200 € | 72.000 € |
📊 Finanzielle Auswirkungen für den Landeshaushalt
| Annahme | Wert |
|---|---|
| Geförderte Familien pro Jahr | 5.000 |
| Ø Kinder pro Familie | 1,8 |
| Förderung pro Kind (10 Jahre) | 24.000 € |
| Ø Förderung pro Familie | 43.200 € |
| Jährliche Auszahlung (Jahr 1) | ca. 22 Mio. € |
| Vollausbau ab Jahr 10 (10 Jahrgänge gleichzeitig) | ca. 220 Mio. €/Jahr |
Die Maßnahme ist dynamisch skalierbar und kann regional, einkommensabhängig oder nach Kinderzahl priorisiert werden.
🎯 Wirkung: Eigentum als Hebel für Demografie, Vermögen und Heimatbindung
1. Geburtenrate steigern:
Eigentum erhöht nachweislich die Bereitschaft zur Familiengründung
Erwarteter Effekt: +1.000 bis +2.000 zusätzliche Geburten jährlich
Besonders wirksam bei Paaren mit mittlerem Einkommen und Kinderwunsch
2. Armut senken:
Eigentum schützt vor Altersarmut und Mietabhängigkeit
Vermögensaufbau stärkt die Mittelschicht
Erwarteter Effekt: -5 bis -10 % Armutsgefährdung in der Zielgruppe nach 10 Jahren
3. Heimatbindung stärken:
Eigentum bindet Familien an Thüringen
Rückkehranreiz für junge Thüringer im Westen
Stabilisierung ländlicher Räume durch Eigentumsbildung
🗣️ Politische Botschaft
„Wer Kinder bekommt, wer bleibt, wer baut – dem gehört Thüringens Zukunft. Wir fördern Eigentum für deutsche Familien, weil Heimat mit Besitz beginnt.“
💍 Ehestandsdarlehen Thüringen – Startkapital für junge deutsche Paare
Maßnahme: 50.000 € zinsfreies Darlehen mit Kinderrabatt
Wir führen ein Ehestandsdarlehen für junge deutsche Paare ein, die in Thüringen heiraten und eine gemeinsame Zukunft aufbauen wollen. Die Maßnahme schafft finanzielle Sicherheit, fördert frühe Familiengründung und stärkt die Bindung an Heimat, Eigentum und Verantwortung.
Förderstruktur:
Darlehenshöhe: 50.000 € zinsfrei
Zielgruppe: Deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz in Thüringen, bis zum Alter von 26 Jahren, bei Eheschließung
Tilgung: 500 € monatlich über 100 Monate (8 Jahre und 4 Monate)
Erlassregelung: 25 % Schuldenerlass pro geborenem Kind während der Laufzeit
Bindung: Wohnsitz in Thüringen für mindestens 10 Jahre, Rückzahlung bei Wegzug oder Zweckentfremdung
💰 Beispielhafte Rückzahlung
Kinderanzahl Erlass Effektive Rückzahlung Monatliche Rate (10 Jahre) 0 Kinder 0 € 50.000 € 500 € 1 Kind 12.500 € 37.500 € 313 € 2 Kinder 25.000 € 25.000 € 208 € 3 Kinder 37.500 € 12.500 € 104 € 4 Kinder 50.000 € 0 € 0 € 📊 Finanzielle Auswirkungen für den Landeshaushalt
Annahme Wert Geförderte Paare pro Jahr 5.000 Ø Kinder je Paar (10 Jahre) 1,5 Ø Erlassquote 37,5 % Ø Rückzahlung pro Paar 31.250 € Bruttokosten (Auszahlung) 250 Mio. € jährlich Rückflüsse (Tilgung über 100 Monate) ca. 156 Mio. € jährlich Nettohaushaltsbelastung (ab Jahr 10) ca. 94 Mio. €/Jahr Die Maßnahme ist langfristig tragfähig, sozial treffsicher und demografisch hochwirksam.
📊 Wirkung nach 10 Jahren
| Indikator | Wert |
|---|---|
| Eigentumsquote (aktuell: 43 %) | +9,5 Prozentpunkte → 52,5 % |
| Neue Eigentümerhaushalte | +100.000 |
| Armutsgefährdung in Zielgruppe | –5 Prozentpunkte → 15 % |
| Zusätzliche Geburten (gesamt) | +10.000 bis +20.000 Kinder |
| Rückkehranreiz für junge Thüringer | Hoch |
| Wirkung auf ländliche Räume | Sehr hoch |
Politisches Versprechen:
Variante B wenn man kein Geld hat Ist pro ausgegebenen Euro etwas effektiver bei der Armut
🏠 Baukindergeld Thüringen – Eigentum für deutsche Familien
Maßnahme: 1.200 € pro Kind und Jahr – 10 Jahre lang
Wir führen ein landeseigenes Baukindergeld ein, das gezielt deutsche Familien mit Kindern beim Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum in Thüringen unterstützt. Eigentum ist der Schlüssel zu Stabilität, Heimatbindung und Generationengerechtigkeit – und ein wirksames Mittel gegen Abwanderung, Armut und Geburtenrückgang.
🧩 Förderstruktur
1.200 € pro Kind und Jahr
Laufzeit: 10 Jahre
Gesamtförderung: bis zu 12.000 € pro Kind
Zielgruppe: Deutsche Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren, die in Thüringen bauen oder kaufen
Bindung: Selbstnutzungspflicht für mindestens 10 Jahre
Kombinierbar mit weiteren Landesprogrammen (z. B. Eigenheimzuschuss, Zinsförderung, ländliche Bauprämie)
💰 Beispielhafte Förderung
| Kinderanzahl | Förderung pro Jahr | Gesamtsumme über 10 Jahre |
|---|---|---|
| 1 Kind | 1.200 € | 12.000 € |
| 2 Kinder | 2.400 € | 24.000 € |
| 3 Kinder | 3.600 € | 36.000 € |
📊 Finanzielle Auswirkungen für den Landeshaushalt
| Annahme | Wert |
|---|---|
| Geförderte Familien pro Jahr | 5.000 |
| Ø Kinder pro Familie | 1,8 |
| Förderung pro Kind (10 Jahre) | 12.000 € |
| Ø Förderung pro Familie | 21.600 € |
| Jährliche Auszahlung (Jahr 1) | ca. 11 Mio. € |
| Vollausbau ab Jahr 10 | ca. 110 Mio. €/Jahr |
Die Maßnahme ist dynamisch skalierbar und kann regional, einkommensabhängig oder nach Kinderzahl priorisiert werden.
🎯 Wirkung: Eigentum als Hebel für Demografie, Vermögen und Heimatbindung
1. Geburtenrate steigern
Eigentum erhöht nachweislich die Bereitschaft zur Familiengründung
Erwarteter Effekt: +500 bis +1.000 zusätzliche Geburten jährlich
Besonders wirksam bei Paaren mit mittlerem Einkommen und Kinderwunsch
2. Armut senken
Eigentum schützt vor Altersarmut und Mietabhängigkeit
Vermögensaufbau stärkt die Mittelschicht
Erwarteter Effekt: –3 bis –7 % Armutsgefährdung in der Zielgruppe nach 10 Jahren
3. Heimatbindung stärken
Eigentum bindet Familien an Thüringen
Rückkehranreiz für junge Thüringer im Westen
Stabilisierung ländlicher Räume durch gezielte Eigentumsbildung
💍 Ehestandsdarlehen Thüringen – 25.000 € Startkapital für junge deutsche Paare
Maßnahme: Zinsfreies Darlehen von 25.000 € bei Eheschließung bis zum Alter von 26 Jahren – mit 25 % Erlass pro Kind
Thüringen braucht eine mutige Antwort auf den demografischen Wandel – und ein starkes Signal an junge Menschen, die hier leben, lieben und bleiben wollen. Wir fordern die Einführung eines modernen Ehestandsdarlehens, das gezielt junge Paare bei Familiengründung, Eigentum und Heimatbindung unterstützt.
🧩 Förderstruktur
Förderhöhe: 25.000 € zinsfreies Darlehen bei Eheschließung
Zielgruppe: Verheiratete Paare mit deutscher Staatsangehörigkeit, bei Eheschließung beide Partner maximal 26 Jahre alt, wohnhaft in Thüringen
Tilgung:
Monatliche Rückzahlung: 1 % des Ursprungsbetrags (250 €/Monat)
Laufzeit: 10 Jahre
Erlassregelung:
25 % Tilgungserlass pro geborenem Kind
Bei zwei Kindern: 50 % Erlass (12.500 €)
Bei vier Kindern: vollständiger Erlass
Verwendungszweck:
Erwerb oder Sanierung von Wohneigentum
Familienbedingte Investitionen (z. B. Kinderzimmer, Mobilität, Betreuung)
Gründung oder Ausbau einer selbstständigen Tätigkeit
💰 Beispielhafte Rückzahlung
| Kinderanzahl | Erlass | Effektive Rückzahlung | Monatliche Rate (10 Jahre) |
|---|---|---|---|
| 0 Kinder | 0 € | 25.000 € | 250 € |
| 1 Kind | 6.250 € | 18.750 € | 156 € |
| 2 Kinder | 12.500 € | 12.500 € | 104 € |
| 3 Kinder | 18.750 € | 6.250 € | 52 € |
| 4 Kinder | 25.000 € | 0 € | 0 € |
📊 Fiskalische Wirkung (Modellrechnung bei 4.000 Eheschließungen/Jahr)
| Annahme | Wert (bei 4.000 Paare/Jahr) |
|---|---|
| Darlehenssumme pro Paar | 25.000 € |
| Gesamtauszahlung pro Jahr | 100 Mio. € |
| Ø Kinder pro Paar | 2 |
| Tilgungserlass (25 % pro Kind = 50 %) | 50 Mio. € |
| Rückzahlungssumme (über 10 Jahre) | 50 Mio. € |
| Jährliche Rückflüsse aus Tilgung (ab Jahr 5) | 5 Mio. € |
| Einsparungen bei Sozialtransfers (500 €/Haushalt) | 2 Mio. € |
| Fiskalische Nettobelastung (Jahr 1–4) | –100 Mio. €/Jahr |
| Fiskalische Nettobelastung (ab Jahr 5) | –93 Mio. €/Jahr |
Die Altersgrenze von 26 Jahren fokussiert die Förderung auf junge Paare mit hoher Familiengründungswahrscheinlichkeit und langfristiger Bleibeperspektive. Die Maßnahme ist gezielt, verfassungskonform ausgestaltbar und langfristig teilrefinanzierend.
landeswohnungsbaugesellschaft
🏘️ 5.000 Wohnungen für Thüringen durch die Landeswohnungsbaugesellschaft
2.500 Sozialwohnungen + 2.500 Mietwohnungskäufe
Ohne Erbbaurecht – mit direktem Eigentumserwerb
1. 🎯 Zielsetzung
Schaffung von 5.000 familiengerechten Wohnungen (140 m², 7 Zimmer, Küche + Bad)
Zielgruppen: Familien mit 3+ Kindern, Rückkehrer:innen, Pflegebedürftige, Fachkräfte
Zwei Modelle:
2.500 Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung
2.500 Mietwohnungskäufe mit direktem Eigentumserwerb (ohne Erbbaurecht)
2. 🧱 Struktur der beiden Modelle
| Modell | Sozialwohnung | Mietwohnungskauf (Eigentum) |
|---|---|---|
| Anzahl | 2.500 | 2.500 |
| Mietpreis | 5,50–6,00 €/m² (ca. 770–840 €/Monat) | 3–5 Jahre Miete, danach Kaufoption |
| Kaufpreis | – | Sozial gedeckelt (z. B. 1.800 €/m² → 252.000 €) |
| Finanzierung | Zuschüsse + zinsgünstige TAB-Darlehen | Zinsloses Eigentumsdarlehen über LWBG / TAB |
| Bindung | Mietpreisbindung, Belegungsbindung, WBS | Selbstnutzungspflicht, Rückkaufrecht, soziale Staffelung |
| Eigentumsform | keine | Volleigentum (Grundstück inklusive, kein Erbbaurecht) |
3. 💶 Finanzierung (Gesamtprojekt)
| Kosten pro Einheit | 140 m² × 3.000 €/m² = 420.000 € |
|---|---|
| Gesamtkosten (5.000 WE) | 2,1 Mrd. € |
📊 Förderstruktur (Beispielrechnung)
| Förderquelle | Förderquote | Beitrag |
|---|---|---|
| EU (EFRE / InvestEU) | 25 % | 525 Mio. € |
| Bund (Sozialer Wohnungsbau 2025) | 30 % | 630 Mio. € |
| Land Thüringen (TAB-Zuschuss) | 15 % | 315 Mio. € |
| Zinslose Darlehen / Käuferfinanzierung | 30 % | 630 Mio. € (rückzahlbar) |
Rückflüsse: ca. 630 Mio. € über 30 Jahre durch Eigentumstilgung Gesamte Zuschüsse: 1,47 Mrd. € (70 %) → ermöglicht sozialverträgliche Mieten & Kaufpreise
4. 📈 Wirkung
Sozial: 5.000 Familien erhalten sicheren Wohnraum oder Eigentum
Demografisch: Rückkehrerbindung, Geburtenförderung, Pflegeabsicherung
Fiskalisch: Rückflüsse aus Tilgung, Einkommensteueranteile, Grunderwerbsteuer
Wirtschaftlich: 2,1 Mrd. € Bauvolumen → 15.000+ Arbeitsplätze
Ökologisch: 5.000 klimaneutrale Neubauten (EH40+), nachhaltige Materialien
5. 👶 Geburtenimpuls
| Haushalte mit Kinderwunsch | 5.000 Familien (mit ≥3 Kindern) |
|---|---|
| Geburtenimpuls (10 Jahre) | +2.500 bis +7.500 zusätzliche Geburten |
| Demografischer Effekt | +5–10 % Geburtenanstieg landesweit, lokal bis +20 % |
6. 📌 Politische Botschaft
„Thüringen baut für Familien: 5.000 große Wohnungen – zur Miete oder zum Kauf – ohne Erbbaurecht, aber mit sozialer Bindung, Eigentumsperspektive und Raum für Kinder. Die Landeswohnungsbaugesellschaft wird zum Motor für Eigentum, Rückkehr und soziale Stabilität.“
⚖️ Verfassungsrechtliche Zulässigkeit: Ungleichbehandlung nach Art. 3 GG
1. Grundsatz: Gleichheit vor dem Gesetz (Art. 3 Abs. 1 GG)
Der Staat darf wesentlich Gleiches nicht willkürlich ungleich behandeln.
Eine Ungleichbehandlung ist zulässig, wenn sie durch sachliche Gründe gerechtfertigt ist und dem Verhältnismäßigkeitsprinzip genügt.
2. Differenzierung nach Staatsangehörigkeit
Nicht per se verboten, aber strengen Maßstäben unterworfen.
BVerfG (1 BvL 4/97, 2004): Der Staat darf Leistungen an die Staatsangehörigkeit knüpfen, wenn ein legitimer Zweck verfolgt wird (z. B. besondere Verbundenheit mit dem Gemeinwesen) und die Differenzierung verhältnismäßig ist.
BVerfG (1 BvL 10/10, 2015 – Betreuungsgeld): Förderung darf nicht auf Gruppen beschränkt werden, wenn kein hinreichender Sachgrund vorliegt.
3. Anwendung auf dein Modell
| Maßnahme | Verfassungsrechtliche Bewertung |
|---|---|
| Ehestandsdarlehen nur für Deutsche | Problematisch, da Ehe unabhängig von Staatsangehörigkeit grundrechtlich geschützt ist (Art. 6 GG). Eine Differenzierung müsste mit besonderer Verbundenheit zum Staat oder Integrationserfordernissen begründet werden. Alternativ: Wohnsitzdauer oder Steuerpflicht als Kriterium. |
| Baukindergeld nur für Deutsche | Kritisch, da Wohneigentumsförderung typischerweise allen dauerhaft Aufenthaltsberechtigten offenstehen muss. Besser: Wohnsitz in Thüringen seit mind. 5 Jahren oder nachgewiesene Steuerpflicht als verfassungskonforme Alternative. |
✅ Verfassungskonforme Alternativen
Staatsangehörigkeit ersetzen durch:
Mindestaufenthaltsdauer in Thüringen (z. B. 5 Jahre)
Ununterbrochene Steuerpflicht in Deutschland
Nachweis familiärer Bindung an Thüringen (z. B. Schulbesuch, Pflege von Angehörigen)
1. Verwaltung & Bürokratie modernisieren (120–150 Mio. € Einsparpotenzial)
Zielsetzung
Die Verwaltung wird nicht abgebaut, sondern neu organisiert, digitalisiert und verschlankt. Ziel ist es, durch Effizienzgewinne, Digitalisierung und Aufgabenbündelung dauerhaft Kosten zu senken — ohne Leistungseinbußen für Bürger oder Unternehmen.
1.1. Personalstruktur reformieren (Einsparung: 60–80 Mio. €)
Maßnahmen
Stellenabbau über natürliche Fluktuation: Jährlich gehen rund 2.000 Landesbedienstete in den Ruhestand. → Nur 70–80 % der Stellen nachbesetzen, v. a. in nicht-kritischen Bereichen (Verwaltung, Querschnitt, interne Dienste)
Verzicht auf externe Berater und Gutachten, wo interne Kompetenz aufgebaut werden kann
Verlagerung von Aufgaben in digitale Prozesse (z. B. automatisierte Bescheide, KI‑gestützte Antragsprüfung)
Wirkung
Reduktion der Personalkosten bei gleichzeitiger Modernisierung
Motivation durch neue Aufgabenprofile
Keine Entlassungen, sondern demografisch gesteuerte Schrumpfung
1.2. Digitale Verwaltung & Prozessautomatisierung (Einsparung: 30–40 Mio. €)
Maßnahmen
Einführung von End-to-End-digitalen Verwaltungsprozessen (z. B. Baugenehmigungen, Förderanträge, Gewerbeanmeldungen)
KI‑gestützte Antragsbearbeitung in Umwelt, Wirtschaft, Bau
Digitale Aktenführung in allen Behörden
Zentrale Plattformen für Personal, IT, Beschaffung, Vergabe
Wirkung
Weniger Medienbrüche, weniger Papier, weniger Bearbeitungszeit
Reduktion von Fehlern und Nachbearbeitungen
Schnellere Entscheidungen für Bürger und Unternehmen
Einsparung von Personal- und Sachkosten
1.3. Strukturreform & Aufgabenbündelung (Einsparung: 20–30 Mio. €)
Maßnahmen
Zusammenlegung von Behördenstandorten (z. B. in Mittelzentren)
Reduktion von Doppelstrukturen zwischen Landesbehörden und nachgeordneten Einrichtungen
Einführung von Shared Services:
zentrale IT‑Dienste
zentrale Personalverwaltung
zentrale Vergabestellen
zentrale Fortbildung
Abbau von Parallelzuständigkeiten (z. B. bei Wirtschaftsförderung, Digitalisierung, Energie)
Wirkung
Reduktion von Overhead
Klare Zuständigkeiten
Weniger Abstimmungsaufwand
Schnellere Entscheidungen
1.4. Verwaltungsmodernisierung als Investition verstehen
Die Einsparungen entstehen nicht durch Kürzungen, sondern durch:
Investitionen in Digitalisierung
Organisationsentwicklung
neue Aufgabenprofile (z. B. Datenanalysten statt Sachbearbeiter)
Verwaltung als Dienstleister für Transformation
Politische Botschaft
„Wir sparen nicht bei Menschen, sondern bei Strukturen. Wir machen die Verwaltung schneller, digitaler und effizienter — und investieren die frei werdenden Mittel in die Zukunft Thüringens.“
2. Förderprogramme & Subventionen neu ausrichten (150–200 Mio. € Einsparpotenzial)
Zielsetzung
Thüringen gibt jährlich hunderte Millionen Euro für Förderprogramme, Zuschüsse und Subventionen aus. Doch viele dieser Programme sind:
kleinteilig,
ineffizient,
nicht messbar wirksam,
oder nicht mehr zeitgemäß.
Das 10 %-Programm verlangt eine Neuausrichtung auf Wirkung, Zukunft und Hebelwirkung. Es geht nicht um pauschales Streichen, sondern um Fokus statt Streuverlust.
2.1. Gießkannenprogramme beenden (Einsparung: 60–80 Mio. €)
Was wird gestrichen oder verschmolzen?
Förderprogramme mit geringer Antragsquote oder geringer Wirkung
Programme mit hohem Verwaltungsaufwand pro Euro Förderung
Doppelförderungen zwischen Landes- und Bundesprogrammen
Förderungen für Projekte ohne Innovations-, Klima- oder Fachkräftewirkung
Beispiele (typologisch, nicht abschließend):
Zuschüsse für Veranstaltungen ohne wirtschaftliche Relevanz
pauschale Regionalförderung ohne Clusterbezug
Förderungen für überholte Technologien oder Strukturen
Zuschüsse für Infrastrukturprojekte ohne Transformationswirkung
Wirkung:
Reduktion von Streuverlust
Konzentration auf Programme mit klarer Hebelwirkung
Entlastung der Verwaltung durch weniger Anträge
2.2. Förderlandschaft konsolidieren (Einsparung: 40–60 Mio. €)
Maßnahmen: Zusammenlegung von Kleinstprogrammen zu großen, strategischen Fördertöpfen
Einführung eines einheitlichen digitalen Förderportals
Standardisierung von Antragsverfahren
Einführung eines Wirkungscontrollings: Nur Programme mit messbarem Output bleiben bestehen
Wirkung:
Weniger Verwaltungskosten
Höhere Transparenz
Bessere Steuerung der Mittel
Mehr Vertrauen bei Antragstellern und Öffentlichkeit
2.3. Subventionen ohne Transformationswirkung abbauen (Einsparung: 50–60 Mio. €)
Was wird gestrichen oder umgewidmet?
Subventionen, die nur Bestand erhalten, aber keine Zukunft schaffen
Zuschüsse an Unternehmen ohne Innovations-, Digitalisierungs- oder Klimabezug
Förderungen für Strukturen, die nicht auf Fachkräftegewinnung, Clusterstärkung oder Energieeffizienz einzahlen
Beispiele:
Zuschüsse für fossile Heizsysteme
pauschale Wirtschaftsförderung ohne Innovationsbindung
Zuschüsse für Messen, Kongresse, Imagekampagnen ohne messbare Wirkung
Wirkung:
Subventionen werden zielgerichtet und zukunftsorientiert
Unternehmen werden zu Transformation motiviert, nicht zur Bewahrung des Status quo
Freie Mittel fließen in Start‑ups, Cluster, Fachkräfte, Energie
2.4. Neue Förderlogik: Wirkung statt Verteilung
Grundprinzipien der neuen Förderpolitik:
Jeder Euro muss Hebelwirkung entfalten (EU, Bund, Private)
Förderung nur bei messbarer Wirkung (z. B. Jobs, Innovation, CO₂‑Reduktion)
Digitales Fördercontrolling mit Zielindikatoren
Konzentration auf fünf Zukunftsachsen:
Innovation & Forschung
Digitalisierung
Energie & Transformation
Fachkräfte & Zuwanderung
Start‑ups & Gründungen
Politische Botschaft
„Wir fördern nicht mehr alles ein bisschen – sondern das, was Thüringen wirklich nach vorne bringt. Wir beenden Streuverluste und schaffen gezielte Wirkung. Jeder Euro muss Zukunft schaffen – nicht Stillstand verwalten.
3. Landesbetriebe & Beteiligungen effizienter machen (80–120 Mio. € Einsparpotenzial)
Zielsetzung
Thüringen hält Beteiligungen an zahlreichen Unternehmen und betreibt eigene Landesbetriebe in Bereichen wie:
Verkehr (z. B. ÖPNV, Infrastrukturgesellschaften)
Immobilien & Bau
IT & Digitalisierung
Landwirtschaft & Forst
Tourismus & Marketing
Energie, Wasser, Entsorgung
Diese Strukturen sind wichtig — aber oft:
ineffizient,
überdimensioniert,
unterfinanziert,
oder nicht mehr strategisch notwendig.Das Ziel ist nicht Privatisierung um jeden Preis, sondern:
Effizienz, Transparenz und strategische Fokussierung.
3.1. Effizienzprogramme in Landesbetrieben (Einsparung: 40–60 Mio. €)
Maßnahmen Einführung von Verwaltungskosten‑Benchmarks (Kosten je Leistungseinheit, je Mitarbeiter, je Projekt)
Digitalisierung interner Prozesse (z. B. Bauverwaltung, Liegenschaftsmanagement, Fuhrparkverwaltung)
Zentralisierung von Einkauf, IT, Personalverwaltung übergreifend für alle Landesbetriebe
Reduktion von Overhead‑Strukturen (z. B. doppelte Geschäftsführungen, parallele Stabsstellen)
Verzicht auf externe Berater, wo interne Kompetenz aufgebaut werden kann
Wirkung
Senkung der laufenden Betriebskosten
Höhere Transparenz und Steuerbarkeit
Bessere Vergleichbarkeit und Steuerung durch Kennzahlen
Stärkere Ergebnisorientierung
3.2. Dividendenpolitik und Gewinnabführungen (Einsparung: 20–30 Mio. €)
Maßnahmen
Einführung einer verbindlichen Dividendenquote für wirtschaftlich erfolgreiche Landesbeteiligungen
Verzicht auf thesaurierte Gewinne, wenn keine strategische Reinvestition geplant ist
Verstärkte Gewinnabführung an den Landeshaushalt bei Überschüssen
Beispiele:
Beteiligungen im Bereich Energie, Entsorgung, IT, Infrastruktur
Sparkassenbeteiligungen, Landesentwicklungsgesellschaften, Wohnungsbaugesellschaften
Wirkung
Zusätzliche Einnahmen für den Landeshaushalt
Stärkere finanzielle Disziplin bei Beteiligungen
Klarer Fokus auf Gemeinwohlrendite und Effizienz
3.3. Strategische Überprüfung & Teilprivatisierung (Einsparung: 20–30 Mio. €)
Maßnahmen
Portfolioanalyse aller Landesbeteiligungen
Welche sind strategisch notwendig?
Welche sind verzichtbar oder privatisierbar?
Welche könnten mit anderen Ländern fusioniert werden?
Teilprivatisierung von nicht-strategischen Beteiligungen (z. B. Tourismusgesellschaften, Messen, Eventagenturen)
Verkauf von Minderheitsanteilen bei nicht-essentiellen Beteiligungen
Kooperationen mit Kommunen oder privaten Trägern zur Entlastung des Landes
Wirkung
Einmalige Einnahmen durch Verkäufe
Reduktion von Zuschussbedarf
Konzentration auf Kernaufgaben des Landes
Stärkung der Eigenverantwortung der Beteiligungen
3.4. Zuschüsse an ineffiziente Strukturen abbauen
Maßnahmen
Zielvereinbarungen mit Zuschussempfängern:
klare Leistungskennzahlen
jährliche Evaluierung
Kürzung bei Zielverfehlung
Förderstopp für Beteiligungen ohne Transformationsbeitrag
Förderung nur bei Innovations-, Digitalisierungs- oder Fachkräftewirkung
Wirkung
Zuschüsse werden leistungsgebunden
Ineffiziente Strukturen werden reformiert oder abgewickelt
Freie Mittel fließen in das 10 %-Programm
Politische Botschaft
„Landesbeteiligungen sind kein Selbstzweck.
Sie müssen entweder strategisch notwendig oder wirtschaftlich tragfähig sein.
Wir machen Schluss mit Zuschüssen ohne Wirkung – und investieren in das, was Thüringen wirklich voranbringt.“
4. Infrastruktur & Bau priorisieren (100–150 Mio. € Einsparpotenzial)
Zielsetzung
Thüringen investiert jährlich mehrere hundert Millionen Euro in Bauprojekte und Infrastrukturmaßnahmen.
Doch nicht alle Projekte sind gleich wirksam. Viele sind:
politisch motiviert,
nicht zukunftsgerichtet,
oder nicht wirtschaftlich priorisiert.
Das Ziel ist eine klare Priorisierung nach Transformationswirkung, Zukunftsrelevanz und Hebelwirkung.
4.1. Investitionsprioritäten neu ordnen (Einsparung: 40–60 Mio. €)
Maßnahmen
Einführung eines Zukunfts-Screenings für alle geplanten Bauprojekte:
Welche Projekte zahlen auf Innovation, Fachkräfte, Energie oder Digitalisierung ein?
Welche Projekte sind rein konsumtiv oder symbolisch?
Stopp oder Verschiebung von Projekten ohne Transformationswirkung, z. B.:
überdimensionierte Verwaltungsneubauten
repräsentative Kulturbauten ohne wirtschaftliche Relevanz
Straßenbauprojekte mit geringer verkehrlicher Bedeutung
Fokus auf Infrastruktur, die Transformation ermöglicht, z. B.:
Glasfaser, 5G, Rechenzentren
Hochschul- und Forschungsinfrastruktur
Gründerzentren, Technologieparks
Energieinfrastruktur (Netze, Speicher, Wasserstoff)
Wirkung
Investitionen werden zielgerichtet und wachstumswirksam
Einsparungen durch Verzicht auf nicht transformative Projekte
Höhere Kofinanzierungsquoten durch EU und Bund bei Zukunftsinfrastruktur
4.2. Baukosten senken durch Standardisierung & Digitalisierung (Einsparung: 30–40 Mio. €)
Maßnahmen
Einführung von Standardbauweisen für Schulen, Kitas, Verwaltungsgebäude
Modulbauweise statt individueller Architekturlösungen
Digitale Bauplanung (BIM) verpflichtend für alle Landesprojekte
Zentrale Vergabeplattform für Bauleistungen mit Bündelungseffekten
Verzicht auf überzogene Design- und Repräsentationsansprüche
Wirkung
10–20 % geringere Baukosten bei gleichbleibender Funktionalität
Schnellere Umsetzung
Weniger Nachträge und Bauverzögerungen
Höhere Transparenz und Planbarkeit
4.3. Doppelinvestitionen vermeiden (Einsparung: 20–30 Mio. €)
Maßnahmen
Abgleich von Landes-, Kommunal- und Bundesinvestitionen
→ Vermeidung paralleler Planungen (z. B. bei Schulen, Straßen, Verwaltungs-IT)
Ko-Finanzierung statt Parallelfinanzierung:
z. B. bei Digitalisierungsprojekten, Energieinfrastruktur, Hochschulbau
Zentrale Steuerung großer Bauprojekte durch eine Landesbaugesellschaft
→ Vermeidung von Kostenexplosionen durch bessere Projektsteuerung
Wirkung
Bessere Ressourcennutzung
Weniger Verschwendung
Mehr Wirkung pro investiertem Euro
4.4. Investitionsfonds für Zukunftsinfrastruktur schaffen
Maßnahmen
Einrichtung eines Zukunftsinfrastruktur-Fonds Thüringen
gespeist aus umgeschichteten Mitteln
kofinanziert durch EU, Bund, Kommunen, Wirtschaft
Nur Projekte mit nachweisbarer Transformationswirkung werden finanziert
Jährliche Wirkungsevaluierung: Was hat das Projekt gebracht?
Wirkung
Investitionen werden strategisch gesteuert
Höhere Legitimität gegenüber Öffentlichkeit
Bessere Planbarkeit für Kommunen und Unternehmen
Politische Botschaft
„Wir bauen nicht mehr alles, was wünschenswert ist – sondern das, was Wirkung entfaltet.Wir ersetzen Beton ohne Wirkung durch Infrastruktur, die Jobs, Innovation und Wachstum schafft.“
5. Steuerliche Ausnahmen & Vergünstigungen reduzieren (80–120 Mio. € Einsparpotenzial)
Zielsetzung
Thüringen gewährt über sein Landesrecht und über Mitwirkung an Bundesregelungen zahlreiche steuerliche Ausnahmen, Sonderregelungen und Vergünstigungen.
Viele davon:
sind historisch gewachsen,
haben keine nachgewiesene Lenkungswirkung,
erzeugen Mitnahmeeffekte,
oder verzerren wirtschaftliche Anreize.
Das Ziel ist eine zielgerichtete, wachstumsorientierte Steuerpolitik, die Fehlanreize abbaut und Mittel für Zukunftsinvestitionen freisetzt.
5.1. Steuervergünstigungen mit geringer Wirkung streichen (Einsparung: 40–60 Mio. €)
Maßnahmen
Evaluierung aller landesrechtlichen Steuervergünstigungen (z. B. bei Grunderwerbsteuer, Erbschaftsteuer, Grundsteuerbefreiungen)
Streichung von Ausnahmen, die:
keine nachweisbare Lenkungswirkung haben
nur Mitnahmeeffekte erzeugen
nicht auf Innovation, Fachkräfte oder Transformation einzahlen
Beispiele (typologisch):
pauschale Steuererleichterungen für Großveranstaltungen ohne wirtschaftliche Wirkung
Sonderregelungen für Grundstücksübertragungen ohne städtebaulichen Mehrwert
Steuerbefreiungen für Institutionen ohne Gemeinwohlwirkung
Wirkung
Mehr Steuereinnahmen ohne Erhöhung der Steuersätze
Gleichbehandlung aller Steuerpflichtigen
Reduktion von Schlupflöchern und Gestaltungsspielräumen
5.2. Zielgenaue Steuerpolitik statt pauschaler Ausnahmen (Einsparung: 20–30 Mio. €)
Maßnahmen
Einführung eines Lenkungsindikators für jede Ausnahme:
→ Welche Wirkung wird angestrebt (z. B. CO₂‑Reduktion, Fachkräftezuzug, Innovation)?
→ Wird sie erreicht?
Kopplung von Steuervergünstigungen an Zukunftskriterien, z. B.:
Grunderwerbsteuerermäßigung nur bei energieeffizientem Neubau
Grundsteuererleichterung nur bei Nutzung für Start‑ups oder Forschung
Steuerliche Vorteile für Unternehmen nur bei Ausbildungs- oder Innovationsleistung
Wirkung
Steuerpolitik wird strategisches Steuerungsinstrument
Fehlanreize werden abgebaut
Zukunftsverhalten wird belohnt, nicht Besitzstand
5.3. Verwaltungsvereinfachung & Einnahmenstärkung (Einsparung: 20–30 Mio. €)
Maßnahmen
Streichung von Ausnahmen mit hohem Prüfaufwand und geringem Volumen
Digitalisierung der Steuerverwaltung → bessere Erfassung, weniger Schlupflöcher
Verzicht auf Bagatellregelungen, die mehr kosten als sie bringen
Stärkere Kontrolle von Mitnahmeeffekten bei Kombinationsförderungen
Wirkung
Weniger Verwaltungskosten
Höhere Netto-Steuereinnahmen
Mehr Transparenz und Gerechtigkeit
Politische Botschaft
„Wir erhöhen keine Steuern – wir beenden Steuergeschenke ohne Wirkung.
Wer in Thüringens Zukunft investiert, wird belohnt.
Wer nur mitnimmt, ohne etwas zurückzugeben, nicht mehr.
6. Rücklagen, Sondervermögen & Umschichtungen (50–100 Mio. € Einsparpotenzial)
Zielsetzung
Thüringen verfügt über:
Rücklagen, die in den letzten Jahren aufgebaut wurden
Sondervermögen, die nicht vollständig ausgeschöpft sind
versteckte Haushaltsreserven, die durch kluge Umschichtung aktiviert werden können
Das Ziel ist, diese Mittel gezielt für Zukunftsinvestitionen zu mobilisieren, ohne die Haushaltsstabilität zu gefährden.
6.1. Rücklagen gezielt für Anschubfinanzierung nutzen (Einsparung: 20–30 Mio. €)
Maßnahmen
Nutzung von allgemeinen Rücklagen für die ersten 2–3 Jahre des Programms
Aufbau eines Zukunfts-Sondervermögens „Thüringen 2035“, gespeist aus:
Rücklagen
Haushaltsüberschüssen
Einmalerlösen (z. B. aus Beteiligungsverkäufen)
Rücklagen werden nicht konsumtiv, sondern investiv eingesetzt
Rücklagen werden mit EU- und Bundesmitteln gehebelt
Wirkung
Entlastung des Kernhaushalts in der Anlaufphase
Signal: „Wir investieren aus eigener Kraft“
Kein Verstoß gegen Schuldenbremse, da investiv
6.2. Sondervermögen strategisch konsolidieren (Einsparung: 15–25 Mio. €)
Maßnahmen
Überprüfung aller bestehenden Sondervermögen auf:
Mittelabfluss
Zweckbindung
Transformationswirkung
Auflösung oder Verschmelzung von Sondervermögen mit geringer Wirkung
Umschichtung in das Zukunftsprogramm, z. B.:
Digitalpakt‑Reste
Corona‑Sondervermögen
Infrastruktur‑Sondertöpfe
Wirkung
Bessere Mittelverwendung
Vermeidung von Mittelverfall
Konzentration auf strategische Ziele
6.3. Haushaltsumschichtungen & Investitionsreserven (Einsparung: 15–25 Mio. €)
Maßnahmen
Verlagerung konsumtiver Ausgaben in investive Zukunftsbereiche
Reduktion von Haushaltsresten durch bessere Planung
Verzicht auf Rückstellungen für Projekte ohne Umsetzungsperspektive
Verstärkte Nutzung von EU-Vorfinanzierungen (z. B. EFRE, ESF+)
Wirkung
Mehr Flexibilität im Haushalt
Aktivierung von Mitteln ohne neue Belastung
Bessere Ausnutzung bestehender Spielräume
6.4. Einnahmen aus Wachstum reinvestieren
Maßnahmen
Zukunftsdividende:
Ein Teil der zusätzlichen Steuereinnahmen durch das 10 %-Programm wird jährlich in das Sondervermögen zurückgeführt
Beispielrechnung:
+5 % BIP-Wachstum → +500 Mio. € zusätzliche Steuereinnahmen
Davon 10–15 % in Rücklage für Folgejahre
Wirkung
Selbsttragender Investitionszyklus
Nachhaltige Finanzierung ohne neue Schulden
Politisch vermittelbar: „Wachstum finanziert Zukunft“
Politische Botschaft
„Wir finanzieren Zukunft nicht auf Pump, sondern aus kluger Haushaltsführung.
Wir aktivieren Rücklagen, bündeln Sondervermögen und investieren Überschüsse in das Morgen.“Thüringen kann durch die Streichung ideologisch geprägter rot-grüner Projekte jährlich bis zu 100–150 Mio. € einsparen. Besonders betroffen sind Programme mit geringer Transformationswirkung, symbolpolitischer Ausrichtung oder überproportionalem Verwaltungsaufwand.
🎯 Ziel: Ideologiefreie, wirkungsorientierte Haushaltspolitik
Rot-grün geprägte Regierungen neigen dazu, Mittel auf Programme zu verteilen, die stark symbolisch aufgeladen, aber ökonomisch schwach wirksam sind. Eine kritische Überprüfung dieser Ausgaben kann erhebliche Mittel für das 10 %-Zukunftsprogramm freisetzen.
🔍 Mögliche Einsparfelder
| Bereich | Beschreibung | Potenzielles Einsparvolumen |
|---|---|---|
| Klimaschutzsymbolik ohne Wirkung | Förderungen für Projekte ohne messbare CO₂-Einsparung (z. B. Imagekampagnen, „Klimaneutralitätszertifikate“, überteuerte Modellprojekte) | 30–40 Mio. € |
| Gender- und Diversitätsbürokratie | Aufwuchs von Gleichstellungsstellen, Diversity-Referaten, Gender-Workshops ohne nachgewiesene Wirkung auf Gleichstellung oder Arbeitsmarktintegration | 10–20 Mio. € |
| Kulturförderung mit ideologischem Fokus | Subventionen für politisch motivierte Projekte ohne breiten gesellschaftlichen Nutzen (z. B. linke Kulturzentren, Aktivismusförderung) | 15–25 Mio. € |
| Bildungsexperimente | Projekte zur „Bildungstransformation“ ohne empirische Evidenz (z. B. ideologisch motivierte Curricula, Genderpädagogik ohne Leistungsbezug) | 10–15 Mio. € |
| Verwaltungsprojekte mit ideologischer Schlagseite | Leitbildprozesse, Nachhaltigkeitsberichte, „Zukunftsräte“ ohne Entscheidungsbefugnis | 10–20 Mio. € |
| Subventionen für nicht-marktfähige Projekte | Förderung von Strukturen, die ohne dauerhafte Zuschüsse nicht tragfähig sind (z. B. autofreie Modellquartiere, vegane Kantinenoffensiven) | 20–30 Mio. € |
🧮 Gesamtpotenzial
80–150 Mio. € jährlich, abhängig vom politischen Willen zur Priorisierung von Wirkung vor Weltanschauung.
✅ Bewertungskriterien für Streichungen
Transformationswirkung: Leistet das Projekt einen messbaren Beitrag zu Innovation, Fachkräftegewinnung, Energieeffizienz oder wirtschaftlichem Wachstum?
Kosten-Nutzen-Verhältnis: Stehen Aufwand und Wirkung in einem vertretbaren Verhältnis?
Gesellschaftliche Breitenwirkung: Profitiert die Allgemeinheit oder nur eine kleine ideologische Zielgruppe?
Kofinanzierungspotenzial: Lässt sich das Projekt mit EU-/Bundesmitteln hebeln?
🗣️ Politische Botschaft
„Wir beenden ideologische Symbolpolitik und investieren in das, was wirkt: Innovation, Arbeit, Energie, Bildung und Wachstum.“
Sozialsystem schützen – Rückführung statt Dauerfinanzierung
Grundsatz: Solidarität braucht Grenzen
Unser Sozialstaat ist ein Versprechen – aber kein Selbstbedienungsladen. Wer Schutz braucht, soll ihn bekommen. Wer sich dauerhaft nicht integrieren will oder kein Bleiberecht hat, kann nicht dauerhaft auf Sozialleistungen bauen. Wir stehen für eine Politik, die das Sozialsystem schützt, Fehlanreize beendet und Mittel für echte Zukunftsinvestitionen freimacht.
Forderung 1: Rückführung statt Dauerfinanzierung
Ausreisepflichtige Personen ohne Bleiberecht, die dauerhaft Bürgergeld oder Sozialhilfe beziehen, müssen konsequent rückgeführt werden.
Thüringen darf keine Parallelgesellschaften aufbauen, in denen Integration verweigert und dennoch dauerhaft alimentiert wird.
Wir fordern eine Rückführungsoffensive für straffällige, integrationsunwillige oder nicht kooperationsbereite Ausländer ohne Bleiberecht.
Einsparpotenzial: Bis zu 30 Mio. € jährlich durch Rückführung von 1.000–1.500 Personen mit hohem Sozialleistungsbezug.
Forderung 2: Sozialleistungen an Integrationsbereitschaft koppeln
Wer Bürgergeld bezieht, muss sich aktiv um Integration bemühen:
Sprachkurse
Arbeitsaufnahme
Mitwirkungspflichten
Wer sich verweigert, muss mit Leistungskürzungen rechnen – unabhängig von Herkunft oder Status.
Einsparpotenzial: 5–10 Mio. € jährlich durch konsequente Anwendung bestehender Sanktionsmöglichkeiten.
Forderung 3: Sachleistungen statt Geldleistungen bei fehlender Bleibeperspektive
Für Personen ohne Bleiberecht fordern wir die Umstellung auf Sachleistungen statt Geldtransfers.
Das reduziert Mitnahmeeffekte, erhöht die Rückkehrbereitschaft und entlastet die Kommunen.
Einsparpotenzial: 10–20 Mio. € jährlich durch reduzierte Vollversorgungskosten.
Gesamteinsparung: 45–60 Mio. € jährlich
Diese Mittel fließen direkt in:
Bildung und Ausbildung
Start-up-Förderung
Digitalisierung der Verwaltung
Energie- und Infrastrukturprojekte
Fachkräftegewinnung
Kernbotschaft der Partei
„Wir schützen den Sozialstaat, indem wir ihn auf die schützen, die Schutz brauchen – nicht auf die, die ihn ausnutzen. Wer keine Bleibeperspektive hat und sich der Integration verweigert, kann nicht dauerhaft auf Thüringens Solidarität bauen.“
Verwaltung effizient finanzieren: Kostendeckung statt Quersubventionierung
Leistung hat ihren Preis – auch im Staat
Wir stehen für einen leistungsfähigen, bürgernahen Staat. Doch staatliche Leistungen kosten Geld – und dieses Geld stammt aus Steuern, die alle Bürgerinnen und Bürger tragen. Deshalb fordern wir die konsequente Anwendung des Kostendeckungsprinzips: Wer eine individuelle staatliche Leistung in Anspruch nimmt, soll sich angemessen an den Kosten beteiligen – sofern dies sozial und wirtschaftlich zumutbar ist.
Unsere Forderungen:
Verwaltungsgebühren anpassen
Wir passen unterpreisige Gebühren (z. B. für Baugenehmigungen, Umweltprüfungen, Gewerbeanmeldungen) an die tatsächlichen Kosten an.
→ Ziel: Gebührengerechtigkeit und Entlastung des Landeshaushalts
Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer einführen
Internationale Studierende ohne EU-Pass sollen einen fairen Beitrag leisten – wie in vielen anderen Bundesländern.
→ Ziel: 5–10 Mio. € jährlich für Hochschulen und Digitalisierung
Polizeiliche Sonderleistungen verursachergerecht abrechnen
Großeinsätze bei kommerziellen Veranstaltungen (z. B. Fußballspiele, Festivals) sollen vom Veranstalter mitfinanziert werden.
→ Ziel: Entlastung der Polizeihaushalte um 3–5 Mio. € jährlich
Nutzung öffentlicher Infrastruktur bepreisen
Wer Landesflächen für Werbung, Events oder kommerzielle Zwecke nutzt, soll dafür zahlen.
→ Ziel: Mehr Einnahmen, weniger verdeckte Subventionen
E-Government fair finanzieren
Für besonders aufwändige digitale Verwaltungsleistungen (z. B. Express-Bearbeitung, Priorisierung) sollen moderate Gebühren eingeführt werden.
→ Ziel: Digitalisierung refinanzieren, Servicequalität steigern
Einspar- und Einnahmepotenzial: 25–50 Mio. € jährlich
Diese Mittel fließen direkt zurück in:
die Digitalisierung der Verwaltung
die Entlastung der Bürger bei Kernaufgaben (z. B. Bildung, Pflege, Sicherheit)
die Finanzierung des 10 %-Zukunftsprogramms
Unsere Haltung:
„Wir stehen für einen Staat, der effizient arbeitet und fair finanziert ist. Wer Leistungen nutzt, trägt Verantwortung – damit wir alle profitieren können.“
Gefangene in die Verantwortung – Arbeit, Wiedergutmachung, Entlastung
Arbeit statt Stillstand – auch im offenen Vollzug
Wir stehen für einen Strafvollzug, der Sicherheit garantiert und Resozialisierung ernst nimmt. Wer seine Strafe verbüßt, soll nicht untätig bleiben, sondern arbeiten, lernen und Verantwortung übernehmen. Gefangenenarbeit ist kein Strafverschärfung, sondern ein Weg zurück in die Gesellschaft – und ein Beitrag zur Entlastung des Steuerzahlers.
Unsere Forderungen:
1. Verbindliche Arbeitspflicht für alle arbeitsfähigen Inhaftierten
Ob im geschlossenen oder offenen Vollzug: Wer arbeiten kann, soll arbeiten – in JVA-eigenen Werkstätten, bei gemeinnützigen Projekten oder in Kooperation mit regionalen Unternehmen.
Offener Vollzug mit echter Gegenleistung
Wer im offenen Vollzug lebt, profitiert von mehr Freiheit und Eigenverantwortung – und soll sich im Gegenzug an den Kosten seines Aufenthalts beteiligen. Arbeit ist hier keine Option, sondern Pflicht.
JVA-Betriebe modernisieren und wirtschaftlich ausrichten
Wir fordern Investitionen in moderne Maschinen, digitale Prozesse und marktfähige Produktionslinien (z. B. Möbel, Textil, Metall, Recycling). Ziel ist eine höhere Auslastung, bessere Qualität und mehr Einnahmen.
Externe Aufträge und Kooperationen ausbauen
Unternehmen, Kommunen und gemeinnützige Träger sollen gezielt mit Justizvollzugsanstalten zusammenarbeiten können – unter klaren rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen.
Dienstleistungen im Vollzug durch Inhaftierte erbringen
Küche, Wäscherei, Reinigung, Instandhaltung: Wo möglich, sollen diese Leistungen durch Gefangene erbracht werden – statt durch teure Fremdvergaben.
Verpflichtende Schuldentilgung und Opferentschädigung
Ein Teil des Einkommens aus der Gefangenenarbeit soll für Unterhalt, Schuldenregulierung und Opferentschädigung verwendet werden – als Zeichen der Verantwortung.
Bildung und Qualifikation stärken
Arbeit im Vollzug soll mit Ausbildung, Schulabschlüssen und IHK-Zertifikaten verknüpft werden. So schaffen wir echte Chancen für ein straffreies Leben nach der Haft.
Haushaltseffekt: 15–30 Mio. € jährlich
Einnahmen durch produktive Arbeit und externe Aufträge
Reduktion von Vollzugskosten durch Selbstbeteiligung
Weniger Rückfälle → geringere Justiz- und Sozialkosten
Einsparungen bei Fremdvergabe
Unsere Haltung:„Freiheit verpflichtet. Wer im offenen Vollzug lebt oder arbeiten kann, soll Verantwortung übernehmen – für sich selbst, für die Gesellschaft und für die Zukunft. So stärken wir Resozialisierung, entlasten den Haushalt und schützen den Sozialstaat.“
Michael, hier ist die Gesamtsumme aller realistisch aktivierbaren Einsparungen, basierend auf deinem vollständigen Sparpaket und den ergänzenden Maßnahmen, die wir gemeinsam entwickelt
🏠 Maßnahme: Grunderwerbsteuer auf 6,5 % anheben
(statt Grundsteuererhöhung)
📌 Hintergrund
Der aktuelle Grunderwerbsteuersatz in Thüringen liegt bei 6,5 % – bereits am oberen Rand im Bundesvergleich.
Dennoch: Ausnahmen, Gestaltungsspielräume und Share Deals führen zu erheblichen Einnahmeverlusten.
Ziel ist nicht die pauschale Erhöhung, sondern die Schließung von Schlupflöchern, Abschaffung von Ausnahmen und gezielte Zweckbindung der Einnahmen.
💶 Reformvorschlag: Grunderwerbsteuer neu justieren
| Maßnahme | Wirkung |
|---|---|
| Beibehaltung des Satzes von 6,5 % | Kein formaler Anstieg, aber klare Linie |
| Abschaffung von Ausnahmen für Konzerngestaltungen / Share Deals | Gleichbehandlung von Mittelstand & Konzernen |
| Keine Rückerstattung bei spekulativem Weiterverkauf (< 10 Jahre) | Eindämmung von Bodenspekulation |
| Zweckbindung der Einnahmen für sozialen Wohnungsbau & Eigentumsoffensive | Politisch vermittelbar, sozial gerecht |
| Ausnahme für Ersterwerb von Familienwohnungen bis 500.000 € | Eigentumsförderung bleibt erhalten |
📊 Einnahmenpotenzial
| Quelle | Einnahmenpotenzial jährlich |
|---|---|
| Schließung von Share-Deal-Schlupflöchern | 50–80 Mio. € |
| Verzicht auf Rückerstattungen bei Spekulation | 10–20 Mio. € |
| Wegfall von Sonderregelungen ohne soziale Bindung | 10–15 Mio. € |
| Gesamtsumme (konservativ) | 70–115 Mio. € jährlich |
🧠 Politische Argumentation
„Wir erhöhen keine Steuern – wir schließen Schlupflöcher. Wer in Thüringen Eigentum für sich und seine Familie schafft, wird entlastet. Wer mit Boden spekuliert oder sich über Share Deals aus der Verantwortung stiehlt, wird künftig zur Kasse gebeten. So finanzieren wir 5.000 neue Wohnungen für Familien – gerecht, wirksam, zukunftsgerichtet.“
🧾 Einordnung: Landesbeteiligungen & Länderfinanzausgleich
🔹 Was sind Landesbeteiligungen?
Beteiligungen des Landes an Unternehmen (z. B. Landesbanken, Energieversorger, Flughäfen, Wohnungsbaugesellschaften)
Einnahmen: Dividenden, Gewinnabführungen, Verkaufserlöse
🔹 Was ist der Länderfinanzausgleich?
Mechanismus zur Angleichung der Finanzkraft zwischen finanzstarken und finanzschwachen Bundesländern
Grundlage: Steuerkraftmesszahlen (v. a. Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteueranteil)
📊 Warum Beteiligungserträge nicht einfließen
| Kriterium | Einfluss auf Finanzausgleich |
|---|---|
| Steuereinnahmen | ✅ Ja (voll oder anteilig) |
| Zuweisungen vom Bund | ✅ Ja |
| Einnahmen aus Beteiligungen | ❌ Nein |
| Privatrechtliche Erträge (z. B. Mieten, Dividenden) | ❌ Nein |
Begründung: Der Finanzausgleich basiert auf der Steuerkraft, nicht auf sonstigen Einnahmen. Beteiligungserträge gelten als originäre Landesmittel.