Samstag, 31. Januar 2026

Regierungsprogramm Thüringen

 Thüringen steht im Jahr 2026 vor einer strukturellen Weggabelung. Trotz exzellenter Forschungseinrichtungen, spezialisierter Industriecluster und einer zentralen Lage in Deutschland gelingt es dem Land bislang nicht, diese Potenziale in großvolumige wirtschaftliche Wertschöpfung, internationale Sichtbarkeit und nachhaltige regionale Entwicklung zu überführen. Die Investitionsquote in wirtschaftsnahe Zukunftsbereiche liegt bei lediglich 2,0–2,4 % des Landeshaushalts und ist damit zu niedrig, um kritische Masse, Skalierung und Wettbewerbsfähigkeit zu erzeugen.

Das vorliegende Regierungsprogramm „Thüringen 2035 – Das 10‑%‑Transformationsprogramm“ definiert eine langfristige, verbindliche und haushaltsstabile Strategie, die schrittweise 10 % des Landeshaushalts in Zukunftsbereiche lenkt. Dies entspricht einem jährlichen Zielvolumen von 1,48 Mrd. €. Die Mittel werden in sechs strategische Säulen investiert:

  • Clusterinvestitionen (800 Mio. €)

  • Fachkräfteoffensive (240 Mio. €)

  • Start‑up & Innovationsfonds (200 Mio. €)

  • Digitalisierung & Verwaltung (160 Mio. €)

  • Energie & Transformation (80 Mio. €)

  • Verbundregionen & Nicht‑Cluster‑Gemeinden (150 Mio. €)

Die Struktur des Programms folgt drei Grundprinzipien:

  1. Kritische Masse: Großvolumige, mehrjährige Investitionslinien statt fragmentierter Einzelprogramme.

  2. Flächendeckende Wirkung: Mindestens 10 % der Mittel für Nicht‑Cluster‑Gemeinden.

  3. Hebelung: Systematische Mobilisierung von EU‑, Bundes‑ und privaten Mitteln.

Die erwarteten Wirkungen bis 2035 umfassen:

  • 80.000–120.000 neue High‑Skill‑Arbeitsplätze

  • +5,0–7,5 Prozentpunkte zusätzliches BIP‑Wachstum p.a.

  • deutliche Verringerung regionaler Disparitäten

  • stabile kommunale Haushalte in Modellregionen

  • erhöhte internationale Sichtbarkeit Thüringens

  • stärkere Integration in europäische Innovationsnetzwerke

Das Programm ist in drei Phasen strukturiert:

  • Phase 1 (0–36 Monate): Aufbau, Pilotierung, Start der Flagship‑Projekte

  • Phase 2 (36–84 Monate): Skalierung, Clusteraufbau, Fachkräfteoffensive

  • Phase 3 (84–120 Monate): Konsolidierung, Verstetigung, Integration in Landesplanung

Dieses Dokument bildet die vollständige Grundlage für die Umsetzung des Programms in Landesregierung, Landtag, Verwaltung, Kommunen und Partnerinstitutionen.

1. Einleitung und Zielsetzung

1.1 Ausgangspunkt und Motivation

Thüringen verfügt über eine außergewöhnliche Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz, industrieller Spezialisierung und geografischer Lage. Dennoch bleibt das Land im nationalen und europäischen Vergleich hinter seinen strukturellen Möglichkeiten zurück. Die Gründe hierfür sind:

  • unzureichende Investitionsvolumina

  • fragmentierte Förderlandschaften

  • geringe private Hebelung

  • fehlende großvolumige Leuchtturmprojekte

  • unzureichende Integration ländlicher Räume

  • Fachkräftemangel und Abwanderung

  • langsame Verwaltungsprozesse

  • unzureichende digitale Infrastruktur

Das 10‑%‑Transformationsprogramm adressiert diese strukturellen Defizite durch eine langfristige, verbindliche und systemische Strategie.

1.2 Übergeordnetes Ziel

Thüringen soll bis 2035 zu einem wettbewerbsfähigen, resilienten und inklusiven High‑Tech‑Standort werden, der:

  • international sichtbar ist

  • wirtschaftlich dynamisch wächst

  • klimaneutral wirtschaftet

  • flächendeckende Wertschöpfung erzeugt

  • Fachkräfte anzieht und bindet

  • effiziente Verwaltungsprozesse bietet

1.3 Leitziele

  • Investitionsquote: 10 % des Landeshaushalts in Zukunftsfelder

  • Flächenwirkung: Mindestens 10 % der Mittel für Nicht‑Cluster‑Gemeinden

  • Arbeitsmarkt: 80.000–120.000 neue High‑Skill‑Jobs

  • Innovation: Vervierfachung der Start‑up‑Quote

  • Energie: Aufbau einer klimaneutralen Industrie

  • Verwaltung: Reduktion der Genehmigungszeiten um 60–70 %

2. Strategischer Rahmen

2.1 Grundprinzipien

Prinzip 1: Kritische Masse

Einzelprogramme werden gebündelt und in großvolumige Investitionslinien überführt. Ziel ist die Schaffung von Skaleneffekten, internationaler Sichtbarkeit und nachhaltiger Wirkung.

Prinzip 2: Flächendeckende Transformation

Mindestens 10 % der Mittel fließen verbindlich in Nicht‑Cluster‑Gemeinden. Dadurch wird eine Zwei‑Klassen‑Entwicklung verhindert.

Prinzip 3: Hebelung

Landesmittel dienen als Anschub, um EU‑, Bundes‑ und private Mittel zu mobilisieren. Ziel ist ein Hebel von mindestens 1:2.

Prinzip 4: Governance und Transparenz

Ein KPI‑Dashboard, jährliche Berichte an den Landtag und externe Evaluationen sichern die Wirksamkeit.

Prinzip 5: Langfristigkeit

Das Programm ist auf 10 Jahre ausgelegt und wird durch mehrjährige Verpflichtungsermächtigungen abgesichert.

3. Ausgangslage Thüringen (vollständig ausgearbeitet)

3.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

3.1.1 Wirtschaftsstruktur

Thüringen ist geprägt durch:

  • mittelständische Industrie

  • spezialisierte Cluster (Photonik, Mikroelektronik, MedTech, Robotik, Automotive‑Zulieferung)

  • hohe Forschungsdichte

  • starke Hochschullandschaft

Die Unternehmen sind innovativ, jedoch oft klein und mit begrenzter Skalierungsfähigkeit.

3.1.2 Haushalt und Investitionslage

  • Landeshaushalt 2026: 14,8 Mrd. €

  • Investitionen in Zukunftsfelder: 300–350 Mio. €

  • Anteil: 2,0–2,4 %

Dies reicht nicht aus, um kritische Masse zu erzeugen.

3.1.3 Arbeitsmarkt und Demografie

  • Fachkräftemangel in High‑Tech‑Bereichen

  • Abwanderung junger Absolventinnen und Absolventen

  • Alterung der Bevölkerung in ländlichen Räumen

  • regionale Disparitäten in Einkommen und Beschäftigung

3.1.4 Infrastruktur

  • unzureichender Glasfaser‑ und 5G‑Ausbau

  • punktuelle Engpässe im Schienenverkehr

  • fehlende Logistikachsen in ländlichen Räumen

3.2 Forschungs‑ und Innovationslandschaft

3.2.1 Stärken

  • exzellente Hochschulen (Jena, Ilmenau, Erfurt)

  • international anerkannte Forschungsschwerpunkte

  • hohe Dichte spezialisierter Labore

  • starke Grundlagenforschung

3.2.2 Schwächen

  • niedrige Gründungsquote

  • geringe Zahl an Spin‑offs

  • fehlende Proof‑of‑Concept‑Finanzierung

  • schwache VC‑Landschaft

  • geringe internationale Sichtbarkeit

3.2.3 Folgen

  • Wissen entsteht, aber wird nicht ausreichend wirtschaftlich verwertet

  • geringe Skalierung

  • Abwanderung von Talenten

3.3 Regionale Disparitäten und Sichtbarkeit

3.3.1 Clusterzentren vs. Nicht‑Cluster‑Gemeinden

Clusterzentren ziehen Ressourcen, Talente und Investitionen an. Nicht‑Cluster‑Gemeinden leiden unter:

  • Abwanderung

  • geringer Wertschöpfung

  • unterausgelasteter Infrastruktur

3.3.2 Sichtbarkeitsdefizit

Thüringen verfügt über viele gute Einzelprojekte, aber keine großvolumigen Plattformen, die international wahrgenommen werden.

3.3.3 Schwellenwerte für internationale Sichtbarkeit

  • 2–4 Leuchtturmprojekte (50–250 Mio. €)

  • regionale VC‑Volumina im dreistelligen Millionenbereich

  • 30–50 neue Professuren

  • 500–1.000 forschungsnahe Stellen

4. Zielsetzung und Fahrplan

4.1 Strategische Zielsetzung 2035

Das Transformationsprogramm verfolgt das übergeordnete Ziel, Thüringen bis 2035 zu einem wettbewerbsfähigen, resilienten und inklusiven High‑Tech‑Standort zu entwickeln. Die Strategie basiert auf einer langfristigen, haushaltsstabilen und systemischen Ausrichtung, die sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Ziele integriert.

Übergeordnetes Ziel

Thüringen soll bis 2035 ein Standort sein, der:

  • international sichtbar ist,

  • hochqualifizierte Arbeitskräfte anzieht und bindet,

  • eine starke industrielle Basis mit innovativen Clustern besitzt,

  • flächendeckende Wertschöpfung generiert,

  • klimaneutral wirtschaftet,

  • effiziente und digitale Verwaltungsprozesse bietet.

Leitziele

  • Investitionsquote: Erhöhung auf 10 % des Landeshaushalts.

  • Flächenwirkung: Mindestens 10 % der Mittel für Nicht‑Cluster‑Gemeinden.

  • Arbeitsmarkt: Schaffung von 80.000–120.000 High‑Skill‑Jobs.

  • Innovation: Vervierfachung der Start‑up‑Quote.

  • Energie: Aufbau klimaneutraler Industriepfade.

  • Verwaltung: Reduktion der Genehmigungszeiten um 60–70 %.

4.2 Messbare Zwischenziele

Jahr 3 (2029)

  • Investitionsquote: 5 %

  • Landes‑Innovationsfonds eingerichtet

  • Zwei Flagship‑Projekte in Planung

  • Drei Modellgemeinden ausgewählt

  • KPI‑Dashboard in Betrieb

Jahr 7 (2033)

  • Investitionsquote: 7–8 %

  • Erste Cluster‑Infrastrukturen in Betrieb

  • VC‑Matching etabliert

  • Fachkräftezentren in allen Regionen aktiv

Jahr 10 (2036)

  • Investitionsquote: 10 %

  • Flächendeckende Wirkung nachweisbar

  • Dauerhafte Fondsstrukturen etabliert

  • Internationale Sichtbarkeit erreicht

4.3 Phasen und Meilensteine

Phase 1 – Startphase (0–36 Monate)

Monate 0–3:

  • Landtagsbeschluss

  • Einrichtung der Lenkungsgruppe

  • Aufbau der Programmagentur

Monate 3–12:

  • Initialisierung des Landes‑Innovationsfonds

  • Auswahl der Modellgemeinden

  • Start von zwei Flagship‑Projekten

Monate 12–36:

  • Pilotimplementierung in Modellgemeinden

  • Beginn erster Infrastrukturmaßnahmen

  • KPI‑Dashboard live

Phase 2 – Skalierung (36–84 Monate)

  • Ausbau der Clusterinfrastruktur

  • Erhöhung des VC‑Hebels

  • Aufbau regionaler Zulieferachsen

  • Intensivierung der Fachkräfteprogramme

  • Integration der Verbundregionen in Cluster‑Ökosysteme

Phase 3 – Konsolidierung (84–120 Monate)

  • Verstetigung der Fondsstrukturen

  • Abschluss der Evaluationszyklen

  • Integration des Programms in die reguläre Landesplanung

  • Übergang in langfristige Innovations‑ und Standortstrategie

4.4 Governance‑Meilensteine

  • Lenkungsgruppe: quartalsweise Sitzungen

  • Programmagentur: halbjährliche Projektlisten und Finanzübersichten

  • Externe Evaluation: nach 36 und 60 Monaten

  • Jährlicher Bericht: an den Thüringer Landtag

5. Programmstruktur Thüringen 2035 — Säulen und Instrumente

5.1 Übersicht der Säulen und Budgetrahmen

SäuleJahresbudget (Mio. €)Kernziel
Clusterinvestitionen800Europäische Spitzencluster aufbauen
Fachkräfteoffensive240Talentgewinnung und -bindung
Start‑up & Innovationsfonds200VC‑Hebel und Scale‑Up
Digitalisierung & Verwaltung160Genehmigungszeiten reduzieren
Energie & Transformation80Wasserstoff, Speicher, Dekarbonisierung
Verbundregionen & Nicht‑Cluster150Flächendeckende Wertschöpfung
Gesamt1.630Programmvolumen

Hinweis: Die Summe übersteigt das Zielvolumen in einzelnen Jahren, um Flexibilität für Anschub, Kofinanzierung und Reserve zu gewährleisten.

5.2 Säule A – Clusterinvestitionen (800 Mio. €)

Ziel

Aufbau von fünf europäischen Spitzenclustern mit internationaler Sichtbarkeit, Leuchtturmprojekten und Transferinfrastruktur.

Instrumente

  • Leuchtturmfonds für Großinfrastruktur (20–200 Mio. € je Projekt)

  • Cluster‑Boards mit Hochschulen, Industrie, Kommunen

  • Transfer‑Hubs für Proof‑of‑Concept und Prototypen

  • Professuren‑ und Stipendienprogramme

  • Internationale Partnerschaften

KPIs

  • Anzahl Leuchtturmprojekte

  • Drittmittelquote

  • Anzahl Spin‑offs pro Cluster

  • Anzahl internationaler Partnerschaften

5.3 Säule B – Fachkräfteoffensive (240 Mio. €)

Ziel

Sicherung und Anziehung von High‑Skill‑Talenten für Forschung, Industrie und Verwaltung.

Instrumente

  • Internationale Talentzentren in fünf Städten

  • 10.000 Stipendien p.a. mit Bindungsvereinbarungen

  • Wohnraumförderung für Zuzug

  • Anerkennungszentren für ausländische Abschlüsse

  • Mobilitätsprogramme für Fachkräfte

KPIs

  • Nettozuzug

  • Verbleibsquote nach drei Jahren

  • Anzahl anerkannter Abschlüsse

  • Anzahl besetzter High‑Skill‑Stellen

5.4 Säule C – Start‑up & Innovationsfonds (200 Mio. €)

Ziel

Aufbau eines leistungsfähigen Deep‑Tech‑Ökosystems und Erhöhung des regionalen VC‑Volumens.

Instrumente

  • Thüringen‑Co‑Investitionsfonds

  • Seed‑to‑Series‑A‑Tranche

  • Gründerstipendien

  • Branchenspezifische Inkubatoren

  • VC‑Matchingplattform

KPIs

  • Anzahl geförderter Start‑ups

  • VC‑Volumen

  • Follow‑on‑Finanzierungen

  • Anzahl Deep‑Tech‑Gründungen

5.5 Säule D – Digitalisierung & Verwaltung (160 Mio. €)

Ziel

Digitalisierung der Verwaltungsprozesse und drastische Reduktion der Genehmigungszeiten.

Instrumente

  • KI‑gestützte Genehmigungsplattformen

  • SLAs für priorisierte Verfahren

  • Digitale Bürgerakte

  • Interoperable Verwaltungsplattformen

  • Glasfaser‑ und 5G‑Ausbau

KPIs

  • Durchschnittliche Genehmigungsdauer

  • Digitale Verfahrensquote

  • Nutzerzufriedenheit

  • Anzahl digitaler Akten

5.6 Säule E – Energie & Transformation (80 Mio. €)

Ziel

Aufbau einer klimaneutralen Industrie und einer resilienten Energieinfrastruktur.

Instrumente

  • Wasserstoff‑Pilotregionen

  • Großspeicherprojekte

  • CO₂‑arme Industrieprogramme

  • Energieeffizienzprogramme für KMU

  • Förderung von Wärmenetzen

KPIs

  • Installierte Wasserstoffkapazität

  • CO₂‑Reduktion

  • Anzahl Pilotanlagen

  • Energieeffizienzsteigerung in KMU

6. Verbundregionen & Nicht‑Cluster‑Gemeinden (150 Mio. € p.a.)

6.1 Zielsetzung und strategische Leitlinien

Die Säule „Verbundregionen & Nicht‑Cluster‑Gemeinden“ stellt sicher, dass die Transformation des Landes flächendeckend wirkt und nicht auf urbane Clusterzentren beschränkt bleibt. Ziel ist die Stabilisierung ländlicher Räume, der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten und die Integration kleiner und mittlerer Gemeinden in die großen Innovations‑ und Clusterökosysteme.

Strategische Leitlinien

  • Verbindliche Flächenquote: Mindestens 10 % der Programmmittel (150 Mio. € p.a.) fließen in Nicht‑Cluster‑Gemeinden.

  • Netzwerkansatz: Gemeinden werden als Zuliefer‑, Wohn‑ und Dienstleistungsstandorte in Clusterökosysteme integriert.

  • Ko‑Finanzierung: Landesmittel dienen als Anschub; EU‑, Bundes‑ und private Mittel skalieren Projekte.

  • Regionale Ausgewogenheit: Mindestens eine Maßnahme pro Landkreis innerhalb der ersten drei Jahre.

  • Schnelle Umsetzbarkeit: Niedrigschwellige Förderinstrumente, kurze Bewilligungszeiten, standardisierte Verfahren.

6.2 Budgetaufteilung und Finanzprofile

MaßnahmeAnteilBetrag p.a.Finanzprofil
Zuliefer‑ & Dienstleistungsachsen30 %45,0 Mio. €60 % Investition / 40 % Betrieb
Fachkräfte‑ & Bildungszentren25 %37,5 Mio. €40 % Investition / 60 % Betrieb
Wohn‑ & Lebensstandorte20 %30,0 Mio. €70 % Investition / 30 % Betrieb
Mikrocluster & Nischenförderung15 %22,5 Mio. €50 % Seed / 50 % Betrieb
Kommunale Innovationsbudgets10 %15,0 Mio. €100 % Zuschüsse
Summe100 %150,0 Mio. €

Hebelziel

Landesmittel sollen Drittmittel im Verhältnis 1:2 mobilisieren.

6.3 Förderinstrumente im Detail

6.3.1 Zulieferfonds

Zweck: Aufbau regionaler Fertigungskapazitäten, Modernisierung von KMU, Integration in Cluster‑Lieferketten. Instrumente: Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen, Abnahmegarantien. Förderkriterien:

  • Nachweis von Abnahmeverträgen

  • Skalierbarkeit

  • Arbeitsplatzwirkung

  • regionale Verankerung

6.3.2 Regional Skills Hubs

Zweck: Aufbau regionaler Weiterbildungs‑ und Umschulungszentren. Instrumente:

  • modulare Kurse

  • duale Programme

  • Anerkennungsberatung

  • mobile Trainingslabore

6.3.3 Wohnraum‑Sprints

Zweck: Schnelle Schaffung von Wohnraum für Fachkräfte. Instrumente:

  • modulare Fertigbauten

  • Revitalisierungszuschüsse

  • Bauprämien

  • Mietgarantien

6.3.4 Mikrocluster‑Wettbewerbe

Zweck: Förderung lokaler Nischenbranchen (Holz‑Tech, Agrar‑Tech, Tourismus, Pflege‑Tech). Instrumente:

  • Seed‑Grants

  • Mentoring

  • Marktzugangspakete

  • regionale Testfelder

6.3.5 Kommunale Innovationsbudgets

Zweck: Kleine, schnelle Pilotprojekte mit lokalem Ownership. Instrumente:

  • Zuschüsse 5.000–50.000 €

  • vereinfachte Antragstellung

  • kurze Bewilligungszeiten (≤ 30 Tage)

6.4 Auswahlverfahren und Governance

Stufenmodell

  1. EoI (Expression of Interest): Kurzskizze, formale Prüfung (4 Wochen).

  2. Full Proposal: Business Case, Finanzplan, Kooperationsvereinbarungen (8–12 Wochen).

  3. Due Diligence: Technische, rechtliche, finanzielle Prüfung (6–8 Wochen).

  4. Bewilligung & Auszahlung: Tranchen nach Meilensteinen.

Regionale Verbundräte

Zusammensetzung:

  • Kommunen

  • Wirtschaft

  • Hochschulen

  • Zivilgesellschaft

Aufgabe:

  • Priorisierung regionaler Projekte

  • Koordination mit Cluster‑Boards

  • Monitoring der Umsetzung

6.5 Modellgemeinden (Fallstudien)

Modellgemeinde A – Mittelstadt X (Präzisionszulieferung)

Kontext: Nähe zu Automotive‑Cluster; brachliegende Industriefläche. Maßnahmen:

  • Revitalisierung Industriebrache

  • Anschaffung CNC‑Maschinen

  • Ausbildungskooperation

Finanzierung:

  • Zuschuss: 3,0 Mio. €

  • Darlehen: 2,0 Mio. €

  • Kommune: 1,0 Mio. €

Meilensteine:

  • Produktionsstart M+12

  • 300 Beschäftigte M+36

  • 60 % lokale Wertschöpfung M+48

Modellgemeinde B – Ländliche Region Y (Skills Hub & Wohnen)

Kontext: Abwanderung, zentrale Lage zu mehreren Clustern. Maßnahmen:

  • Ausbau Berufsschule

  • 120 modulare Wohnungen

  • Anerkennungszentrum

Finanzierung:

  • Zuschuss: 5,0 Mio. €

  • EU‑Kofinanzierung: 2,0 Mio. €

  • Kommune: 1,0 Mio. €

Meilensteine:

  • Erste Ausbildungsjahrgänge M+12

  • Wohnungen fertig M+18

  • Nettozuzug M+24

Modellgemeinde C – Holz‑Tech Mikrocluster Z

Kontext: Traditionelle Holzverarbeitung, touristisches Potenzial. Maßnahmen:

  • Innovationswettbewerb

  • Gründerstipendien

  • regionale Vermarktungsplattform

Finanzierung:

  • Anschub: 4,0 Mio. €

  • Seed‑Grants: 1,0 Mio. €

  • Infrastruktur: 2,0 Mio. €

Meilensteine:

  • 20 neue KMU M+24

  • touristische Zusatzumsätze M+36

6.6 Monitoring‑KPIs für Verbundregionen

KPIZielwert
Anteil Mittel in Nicht‑Cluster‑Projekten≥ 10 %
Neue Arbeitsplätze in Modellgemeinden≥ 900
Zulieferverträge Cluster ↔ Nicht‑Cluster≥ 50
Verbleibsquote Fachkräfte≥ 65 %
Kommunale Innovationsprojekte≥ 100 in 5 Jahren

6.7 Implementierungszeitplan 0–36 Monate

0–6 Monate

  • Auswahl Modellgemeinden

  • Einrichtung regionaler Verbundräte

  • Start Zulieferfonds‑Pilot

6–18 Monate

  • Umsetzung Pilotprojekte

  • Aufbau Skills Hubs

  • Wohnraum‑Sprints

18–36 Monate

  • Skalierung erfolgreicher Piloten

  • Integration in Cluster‑Roadmaps

  • erste Evaluation

7. EU‑Mittel & Finanzierungsmodell

7.1 EU‑Mittel (EFRE, ESF+, Horizon Europe)

Anteil: 30–35 %

Betrag: 450–520 Mio. € p.a.

Warum realistisch?

Thüringen ist eine Hochförderregion mit:

  • EFRE‑Quoten bis 80 %

  • ESF+‑Quoten bis 70 %

  • bevorzugter Teilnahme an Horizon‑Europe‑Projekten

  • struktureller Ostdeutschland‑Förderung

Barrieren heute

  • fehlende Kofinanzierung

  • Personalmangel in Behörden

  • zu kleine Projekte

  • fehlende Clustergröße

Lösung durch das 10‑%‑Programm

  • Kofinanzierungsreserve

  • EU‑Desk in der Programmagentur

  • Projektaggregation

  • internationale Konsortien

7.2 Jährlicher Finanzmix (Referenzziel 1,48 Mrd. €)

QuelleAnteilBetrag
EU‑Mittel30 %444 Mio. €
Bundesmittel20 %296 Mio. €
Landesmittel40 %592 Mio. €
Private Co‑Investitionen10 %148 Mio. €
Gesamt100 %1.480 Mio. €

7.3 Haushaltswirkung & LFA‑Effekt

Annahmen

  • LFA‑Abschöpfung: 65 %

  • fiskalische Effekte mit 2–5 Jahren Verzögerung

SzenarioBrutto‑MehreinnahmenLFA‑AbschöpfungNetto‑Effekt
Konservativ500 Mio. €−325 Mio. €+175 Mio. €
Realistisch1.000 Mio. €−650 Mio. €+350 Mio. €
Ambitioniert1.500 Mio. €−975 Mio. €+525 Mio. €

7.4 Übergangsfinanzierung & Absicherung

  • mehrjährige Verpflichtungsermächtigungen

  • Kofinanzierungsreserve (150–250 Mio. €)

  • Risikopuffer (10–15 %)

  • PPP‑Modelle

  • tranchierte Auszahlungen

7.5 Sensitivitätsanalyse

  • Hebelwirkung 1:2 → 1:3 erhöht Gesamtvolumen

  • LFA‑Variation ±10 % → Effekt ±50–100 Mio. €

  • Projektverzögerungen +6 Monate → fiskalische Effekte +12–18 Monate verschoben

8. Wirtschaftliche Wirkungen, Multiplikatoren, Beschäftigungsrechnung

8.1 Methodik und Annahmen

Die wirtschaftlichen Wirkungen des 10‑%‑Transformationsprogramms werden auf Basis eines kombinierten Ansatzes berechnet:

  • Input‑Output‑Analyse

  • sektorale Multiplikatoren

  • regionale Beschäftigungsmodelle

  • Investitions‑ und Innovationselastizitäten

  • Vergleichsdaten aus EU‑Modellregionen

Zentrale Annahmen

  • Programmvolumen: 1,48 Mrd. € p.a.

  • Kurzfristiger Beschäftigungsmultiplikator: 10–15 Jobs pro 1 Mio. €

  • Mittelfristiger Multiplikator: 20–30 Jobs pro 1 Mio. €

  • BIP‑Multiplikator:

    • konservativ: 1,3

    • realistisch: 1,6

    • ambitioniert: 1,9

8.2 Szenarien und Ergebnisse (5‑Jahres‑Horizont)

SzenarioInvestitionsvolumen p.a.Neue Jobs (5 Jahre)BIP‑Effekt p.a.
Konservativ740 Mio. €30.000–50.000+1,5–2,5 %
Kernprogramm1,48 Mrd. €80.000–120.000+5,0–7,5 %
Ambitioniert2,22 Mrd. €120.000–180.000+7,5–10,0 %

Interpretation

  • Das Kernprogramm erzeugt massive Beschäftigungseffekte.

  • Der BIP‑Effekt ist strukturell, nicht nur konjunkturell.

  • Die Effekte verstärken sich über die Jahre durch Produktivitätszuwächse.

8.3 Regionale Verteilung der Effekte

Clusterzentren

  • Hohe Dichte an High‑Skill‑Jobs

  • Zunahme von Start‑ups

  • Ausbau von Forschung und Transfer

Verbundregionen

  • Zunahme von Fertigungs‑ und Dienstleistungsarbeitsplätzen

  • Stabilisierung ländlicher Gemeinden

  • Rückgang der Abwanderung

Nettoeffekt

  • Verringerung regionaler Disparitäten

  • Stärkung kommunaler Haushalte

  • Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten

8.4 Langfristige Dynamik (Produktivität & Steuerbasis)

Innovationsdynamik

  • Höhere F&E‑Ausgaben → Produktivitätszuwächse

  • Skaleneffekte in Clustern → sinkende Stückkosten

  • Höhere Löhne → höhere Steuereinnahmen

Steuerbasis

  • Mittelfristig steigende Gewerbe‑ und Einkommenssteuern

  • Trotz LFA‑Abschöpfung bleibt Nettoeffekt positiv

9. Governance, Umsetzung, One‑Stop‑Shop, KPI‑Dashboard

9.1 Governance‑Architektur

Die Governance des Programms folgt einem klaren, mehrstufigen Modell.

A. Politische Steuerung

Lenkungsgruppe Thüringen 2035

  • Vorsitz: Staatssekretär

  • Mitglieder: Ministerien, Landtagsvertreter, Wirtschaftsvertreter

  • Aufgabe: strategische Steuerung, Priorisierung, Monitoring

B. Operative Steuerung

Programmagentur Thüringen 2035

  • Projektmanagement

  • Mittelbewirtschaftung

  • EU‑Desk

  • Monitoring

  • Kommunikation

C. Regionale Steuerung

Cluster‑Boards

  • Hochschulen

  • Industrie

  • Kommunen

  • Aufgabe: operative Umsetzung der Clusterstrategien

Regionale Verbundräte

  • Aufgabe: Priorisierung regionaler Projekte

9.2 One‑Stop‑Shop für Ansiedlung, Förderung und Genehmigungen

Der One‑Stop‑Shop ist ein zentrales Element der Verwaltungsmodernisierung.

Funktionen

  • zentrale Anlaufstelle für Unternehmen

  • Koordination aller Genehmigungen

  • digitale Antragsstrecken

  • verbindliche SLAs

  • Monitoring aller Verfahren

Technische Komponenten

  • KI‑gestützte Dokumentenklassifikation

  • automatisierte Plausibilitätsprüfungen

  • Workflow‑Orchestrator

  • digitale Bürger‑ und Unternehmensakte

Zielwerte

  • Reduktion der Genehmigungszeiten um 60–70 %

  • 95 % digitale Antragsquote

  • SLA‑Erfüllungsquote ≥ 90 %

9.3 KPI‑Dashboard

Das KPI‑Dashboard ist das zentrale Monitoring‑Instrument.

Kern‑KPIs

  • Investitionsquote

  • Anteil Nicht‑Cluster‑Mittel

  • Anzahl neuer High‑Skill‑Jobs

  • VC‑Hebelratio

  • Genehmigungsdauer

  • Verbleibsquote Fachkräfte

  • CO₂‑Reduktion

  • Anzahl Zulieferverträge

Funktionen

  • Echtzeit‑Monitoring

  • quartalsweise Updates

  • öffentliche Transparenz

  • Grundlage für politische Entscheidungen

9.4 Evaluationsarchitektur

Externe Evaluationen

  • nach 36 Monaten

  • nach 60 Monaten

  • nach 120 Monaten

Inhalte

  • Wirksamkeit

  • Effizienz

  • Zielerreichung

  • regionale Wirkung

  • fiskalische Effekte

10. Gesamtprogramm: Integration, Synergien, Querschnittsthemen

10.1 Synergien zwischen den Säulen

Das Transformationsprogramm ist bewusst so gestaltet, dass die sechs Säulen nicht isoliert wirken, sondern sich gegenseitig verstärken.

Cluster ↔ Start‑ups

  • Cluster erzeugen Forschung und Infrastruktur

  • Start‑ups verwerten diese Forschung wirtschaftlich

  • VC‑Matching beschleunigt Skalierung

Cluster ↔ Fachkräfte

  • Cluster benötigen hochqualifizierte Arbeitskräfte

  • Talentzentren und Wohnraumprogramme sichern Zuzug

  • Anerkennungszentren beschleunigen Integration

Digitalisierung ↔ Verwaltung

  • Digitale Genehmigungen beschleunigen Cluster‑ und Energieprojekte

  • One‑Stop‑Shop reduziert Transaktionskosten

Energie ↔ Industrie

  • Wasserstoff‑ und Speicherprojekte ermöglichen CO₂‑arme Produktion

  • Energieeffizienzprogramme senken Kosten für KMU

Verbundregionen ↔ Cluster

  • Zulieferachsen verbinden ländliche Räume mit High‑Tech‑Zentren

  • Mikrocluster stärken regionale Identität und Wertschöpfung

10.2 Querschnittsthemen

A. Nachhaltigkeit

  • Klimaneutrale Industriepfade

  • Energieeffizienz in KMU

  • Förderung regionaler Kreislaufwirtschaft

B. Digitalisierung

  • Digitale Infrastruktur als Grundlage aller Säulen

  • KI‑gestützte Verwaltungsprozesse

  • Datenplattformen für Monitoring

C. Internationalisierung

  • Horizon‑Europe‑Konsortien

  • internationale Talentgewinnung

  • globale Sichtbarkeit der Cluster

D. Soziale Kohäsion

  • Integration ländlicher Räume

  • Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse

  • Stärkung kommunaler Strukturen

11. Umsetzungsarchitektur und operative Planung

11.1 Programmagentur Thüringen 2035

Aufgaben

  • Projektmanagement

  • Mittelbewirtschaftung

  • EU‑Desk

  • Monitoring

  • Kommunikation

  • Schnittstelle zu Ministerien

Struktur

  • Geschäftsführung

  • Cluster‑Teams

  • Fachkräfteteam

  • Digitalteam

  • Energie‑Team

  • Regionalteams

11.2 Jahresplanung und Budgetsteuerung

Planungsinstrumente

  • Jahresarbeitsprogramme

  • Mittelabrufpläne

  • Projektportfolios

  • Risikoberichte

Budgetsteuerung

  • quartalsweise Mittelumschichtungen

  • Reservefonds (10–15 %)

  • tranchierte Auszahlungen

11.3 Rechtsrahmen

Erforderliche Anpassungen

  • Verwaltungsverfahrensgesetz (digitale Signaturen, SLAs)

  • Landeshochschulgesetz (Professuren, Transfer)

  • Vergaberecht (Innovationsklauseln)

  • Bauordnung (digitale Verfahren)

11.4 Personalstrategie

Maßnahmen

  • Fortbildungsprogramme für Verwaltung

  • Secondments aus Wirtschaft und Forschung

  • Rekrutierung internationaler Fachkräfte

  • Aufbau eines Landes‑Talentpools

12. Risikoanalyse und Risikomanagement

12.1 Hauptrisiken

A. Finanzierungsrisiken

  • Verzögerte EU‑Mittel

  • geringere private Hebelung

B. Verwaltungsrisiken

  • Personalmangel

  • komplexe Genehmigungsverfahren

C. Marktrisiken

  • globale Rezession

  • Lieferkettenprobleme

D. Technologierisiken

  • Fehlschläge bei Pilotprojekten

  • hohe Kosten neuer Technologien

12.2 Gegenmaßnahmen

Finanzielle Absicherung

  • Reservefonds

  • mehrjährige Verpflichtungsermächtigungen

  • PPP‑Modelle

Verwaltungsmodernisierung

  • One‑Stop‑Shop

  • digitale Verfahren

  • SLAs

Technologische Diversifikation

  • Portfolioansatz

  • Pilotierung vor Skalierung

13. Gesamtfazit

Das 10‑%‑Transformationsprogramm „Thüringen 2035“ stellt eine der umfassendsten und ambitioniertesten Standortstrategien dar, die ein deutsches Bundesland in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Es verbindet:

  • wirtschaftliche Modernisierung

  • wissenschaftliche Exzellenz

  • regionale Ausgewogenheit

  • digitale Transformation

  • klimaneutrale Industriepfade

  • internationale Sichtbarkeit

Mit einem jährlichen Investitionsvolumen von 1,48 Mrd. € und einer klaren Governance‑Struktur schafft das Programm die Grundlage für:

  • nachhaltiges Wachstum

  • stabile Beschäftigung

  • starke Regionen

  • moderne Verwaltung

  • innovative Unternehmen

  • resilienten Wohlstand

Thüringen kann damit bis 2035 zu einem europäischen High‑Tech‑Standort aufsteigen, der wirtschaftlich, technologisch und gesellschaftlich auf einem neuen Niveau agiert.

14. Glossar (Auszug)

Cluster: Geografische Konzentration spezialisierter Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Flagship‑Projekt: Großvolumiges Leuchtturmprojekt mit internationaler Sichtbarkeit. VC‑Matching: Co‑Investition des Landes in Start‑ups. SLA: Service Level Agreement, verbindliche Bearbeitungszeit. Horizon Europe: EU‑Forschungsrahmenprogramm. Verbundregion: Nicht‑Cluster‑Gemeinde mit strategischer Anbindung an Cluster.

15. Tabellenanhang (Auszug)

15.1 Budgetübersicht

SäuleBetrag p.a.
Clusterinvestitionen800 Mio. €
Fachkräfteoffensive240 Mio. €
Start‑up & Innovationsfonds200 Mio. €
Digitalisierung & Verwaltung160 Mio. €
Energie & Transformation80 Mio. €
Verbundregionen150 Mio. €
Gesamt1.630 Mio. €

16. Anhang: KPI‑Matrix

KPIZielwertZeithorizont
Investitionsquote10 %Jahr 10
High‑Skill‑Jobs80.000–120.0002035
VC‑Hebel1:2laufend
Genehmigungsdauer−60–70 %Jahr 7
CO₂‑Reduktion[Daten nachreichen]Jahr 10
Zulieferverträge≥ 50Jahr 3

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