Für dein Ziel als Wissenschaftsautor gibt es einen großen Unterschied zwischen:
- Verlagen, die nur veröffentlichen
- Verlagen, die aktiv Werbung und PR betreiben
- Verlagen, die Marketing als echten Teil des Geschäftsmodells verstehen
Stufe 1: Starke Werbung für wissenschaftliche Bücher
Nomos
Nomos wirbt ausdrücklich mit umfangreichen Werbe- und Vertriebsmaßnahmen, internationaler Verbreitung, Rezensionsexemplaren, Medienarbeit, Online-Sichtbarkeit, VLB-Meldungen und digitalem Marketing. Autorenwerke werden zusätzlich über die Nomos eLibrary und wissenschaftliche Bibliotheken verbreitet. [nomos.de], [nomos.de]
Für deine Theorie: sehr stark geeignet.
transcript Verlag
Transcript beschreibt detailliert eigene Marketingmaßnahmen:
- Pressearbeit
- Social Media
- Newsletter
- Programmvorschauen
- Flyer
- BookCards
- Rezensionen
- internationale Sichtbarkeit
Der Verlag hebt ausdrücklich hervor, Forschung sichtbar zu machen. [transcript-verlag.de]
Für eine Theoriearbeit: gut geeignet, besonders bei Theorie- und Grundlagenforschung.
Stufe 2: Renommierte Wissenschaftsverlage mit guter Sichtbarkeit
Mohr Siebeck
Sehr hohe wissenschaftliche Reputation.
Allerdings lebt der Verlag stärker von:
- wissenschaftlichem Renommee,
- Fachrezensionen,
- Zitationswirkung,
als von aggressivem Marketing.
Für eine Habilitation oft die prestigeträchtigste Lösung.
Reputation: ★★★★★
Werbung: ★★★☆☆
Duncker & Humblot
Ähnliche Situation wie Mohr Siebeck.
- stark im Staatsrecht,
- starke Fachverbreitung,
- viele Habilitationen,
aber weniger öffentlich sichtbares Marketing. Die Wirkung entsteht eher über Fachkreise.
Reputation: ★★★★★
Werbung: ★★★☆☆
C.H. Beck
Wenn Beck ein Werk wirklich unterstützt, besitzt der Verlag vermutlich die größte Reichweite im deutschsprachigen Rechtsmarkt.
Aber:
Nicht jedes Werk erhält dieselbe Marketingintensität.
Reputation: ★★★★★
Werbung: ★★★★☆ bis ★★★★★
Stufe 3: Selfpublishing mit einkaufbarer Werbung
BoD
BoD bietet zahlreiche Marketingmodule an:
- Amazon-Werbung
- Onlinewerbung
- Messepräsenz
- Rezensionsexemplare
- Börsenblatt-Werbung
- Buchhandelspräsenz
- PR-Beratung
- VLB-TIX-Promotion [bod.de], [bod.de], [bod.de]
Aber BoD weist selbst darauf hin, dass individuelle Marketingstrategien überwiegend Aufgabe des Autors bleiben. [bod.de]
Reputation im Staatsrecht: ★★☆☆☆
Marketingmöglichkeiten: ★★★★★
Meine Prioritätenliste für dein Projekt
Wenn das Ziel wirklich lautet:
„Die Aktivierbarkeitstheorie soll als neue staatsrechtliche Kategorie wahrgenommen werden.“
dann würde ich wählen:
- Mohr Siebeck
- Nomos
- Duncker & Humblot
- C.H. Beck
- transcript Verlag
Wenn dein Ziel dagegen maximale Eigensteuerung und Werbung ist:
- BoD
- Nomos
- transcript Verlag
Für eine mögliche „Tryzna-Theorie“ würde ich persönlich die Kombination Nomos + starke Eigenvermarktung (Blog, Vorträge, Podcasts, Fachaufsätze, Staatsrechtslehrertagung) momentan sogar für wirksamer halten als reines Selfpublishing, weil die Theorie zunächst wissenschaftliche Legitimation benötigt, bevor sie öffentliche Bekanntheit gewinnen kann.
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