Freitag, 6. November 2026

Für dein Ziel als Wissenschaftsautor gibt es einen großen Unterschied zwischen:

 Für dein Ziel als Wissenschaftsautor gibt es einen großen Unterschied zwischen:

  • Verlagen, die nur veröffentlichen
  • Verlagen, die aktiv Werbung und PR betreiben
  • Verlagen, die Marketing als echten Teil des Geschäftsmodells verstehen

Stufe 1: Starke Werbung für wissenschaftliche Bücher

Nomos

Nomos wirbt ausdrücklich mit umfangreichen Werbe- und Vertriebsmaßnahmen, internationaler Verbreitung, Rezensionsexemplaren, Medienarbeit, Online-Sichtbarkeit, VLB-Meldungen und digitalem Marketing. Autorenwerke werden zusätzlich über die Nomos eLibrary und wissenschaftliche Bibliotheken verbreitet. [nomos.de], [nomos.de]

Für deine Theorie: sehr stark geeignet.


transcript Verlag

Transcript beschreibt detailliert eigene Marketingmaßnahmen:

  • Pressearbeit
  • Social Media
  • Newsletter
  • Programmvorschauen
  • Flyer
  • BookCards
  • Rezensionen
  • internationale Sichtbarkeit

Der Verlag hebt ausdrücklich hervor, Forschung sichtbar zu machen. [transcript-verlag.de]

Für eine Theoriearbeit: gut geeignet, besonders bei Theorie- und Grundlagenforschung.


Stufe 2: Renommierte Wissenschaftsverlage mit guter Sichtbarkeit

Mohr Siebeck

Sehr hohe wissenschaftliche Reputation.

Allerdings lebt der Verlag stärker von:

  • wissenschaftlichem Renommee,
  • Fachrezensionen,
  • Zitationswirkung,

als von aggressivem Marketing.

Für eine Habilitation oft die prestigeträchtigste Lösung.

Reputation: ★★★★★
Werbung: ★★★☆☆


Duncker & Humblot

Ähnliche Situation wie Mohr Siebeck.

  • stark im Staatsrecht,
  • starke Fachverbreitung,
  • viele Habilitationen,

aber weniger öffentlich sichtbares Marketing. Die Wirkung entsteht eher über Fachkreise.

Reputation: ★★★★★
Werbung: ★★★☆☆


C.H. Beck

Wenn Beck ein Werk wirklich unterstützt, besitzt der Verlag vermutlich die größte Reichweite im deutschsprachigen Rechtsmarkt.

Aber:

Nicht jedes Werk erhält dieselbe Marketingintensität.

Reputation: ★★★★★
Werbung: ★★★★☆ bis ★★★★★


Stufe 3: Selfpublishing mit einkaufbarer Werbung

BoD

BoD bietet zahlreiche Marketingmodule an:

  • Amazon-Werbung
  • Onlinewerbung
  • Messepräsenz
  • Rezensionsexemplare
  • Börsenblatt-Werbung
  • Buchhandelspräsenz
  • PR-Beratung
  • VLB-TIX-Promotion [bod.de], [bod.de], [bod.de]

Aber BoD weist selbst darauf hin, dass individuelle Marketingstrategien überwiegend Aufgabe des Autors bleiben. [bod.de]

Reputation im Staatsrecht: ★★☆☆☆
Marketingmöglichkeiten: ★★★★★


Meine Prioritätenliste für dein Projekt

Wenn das Ziel wirklich lautet:

„Die Aktivierbarkeitstheorie soll als neue staatsrechtliche Kategorie wahrgenommen werden.“

dann würde ich wählen:

  1. Mohr Siebeck
  2. Nomos
  3. Duncker & Humblot
  4. C.H. Beck
  5. transcript Verlag

Wenn dein Ziel dagegen maximale Eigensteuerung und Werbung ist:

  1. BoD
  2. Nomos
  3. transcript Verlag

Für eine mögliche „Tryzna-Theorie“ würde ich persönlich die Kombination Nomos + starke Eigenvermarktung (Blog, Vorträge, Podcasts, Fachaufsätze, Staatsrechtslehrertagung) momentan sogar für wirksamer halten als reines Selfpublishing, weil die Theorie zunächst wissenschaftliche Legitimation benötigt, bevor sie öffentliche Bekanntheit gewinnen kann.

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