Samstag, 23. Mai 2026

Petition an den Hessischen Landtag / den Deutschen Bundestag/Gesetzespaket: Familienservice Hessen – Familienleistungen aus einer Hand

 

Petition an den Hessischen Landtag / den Deutschen Bundestag

Gesetzespaket: Familienservice Hessen – Familienleistungen aus einer Hand

Einreicher: Michael Tryzna Datum: [einsetzen]

Inhaltsverzeichnis

  1. Executive Summary

  2. Zielsetzung und Kernidee (Hessen‑Version)

  3. Gesetzliche Forderungen (Land Hessen)

  4. Maßnahmenpaket (technisch und organisatorisch)

  5. Kosten, Einsparungen und Finanzierung (Hessen)

  6. Wirkungsanalyse (Armutsreduktion, Demografie, Verwaltungseffizienz)

  7. Wissenschaftliche Evidenz

  8. Rechtliche und datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen

  9. Umsetzung, Governance und Zeitplan (Hessen‑Pilot)

  10. Monitoring, Evaluation und Erfolgskriterien

  11. Politische Begründung, Schlussappell Anhang: Tabellen, Zitate, Fußnoten

1 Executive Summary

Der Hessische Landtag wird gebeten, ein Landesgesetz zur Einrichtung des „Familienservice Hessen“ zu beschließen. Hessen soll als Modellregion für ein späteres bundesweites System dienen.

Ziele:

  • Digitale Familienakte Hessen

  • Familien‑Auto‑Check (Opt‑out) für landesrechtliche Leistungen

  • Servicestellen in jeder Kommune

  • Mobile Teams für ländliche Regionen

  • Interoperable Schnittstellen zu Bundesleistungen (Kindergeld, Kinderzuschlag, Wohngeld)

Kosten (Hessen‑Anteil): ca. 180–240 Mio. € jährlich Erwartete Einsparungen: 120–160 Mio. € jährlich Netto‑Kosten: 60–80 Mio. € jährlich

Erwartete Wirkungen:

  • Reduktion der Kinderarmut in Hessen um 0,20–0,40 Prozentpunkte

  • Erhöhung der Geburtenrate um +0,02–0,04

  • Verwaltungsentlastung um 15–25 %

  • Halbierung der Bearbeitungszeiten

2 Zielsetzung und Kernidee – Hessen‑Version

Der „Familienservice Hessen“ bündelt alle landesrechtlichen und kommunalen Familienleistungen in einer einzigen digitalen und analogen Infrastruktur.

Kernidee:

(1) Digitale Familienakte Hessen

  • zentrale Datenbasis

  • automatische Anspruchsprüfung

  • Vorbefüllung für Bundesleistungen

  • Vermeidung von Doppelprüfungen

(2) Familien‑Auto‑Check (Opt‑out)

  • automatische Auszahlung landesrechtlicher Leistungen

  • Widerspruch jederzeit möglich

  • besonders wirksam für einkommensschwache Familien

(3) Servicestellen in jeder hessischen Kommune

  • barrierefrei

  • mehrsprachig

  • mobile Teams für ländliche Regionen

(4) Hessen als Modellregion

  • wissenschaftliche Begleitung

  • Übertragbarkeit auf Bundesebene

  • föderale Kooperation nach Art. 91c GG

3 Gesetzliche Forderungen (Hessen)

Der Landtag möge beschließen:

  1. Gesetz über den Familienservice Hessen (FamServHG)

  2. Einrichtung der Digitalen Familienakte Hessen

  3. Einführung des Familien‑Auto‑Check (Opt‑out) für Landesleistungen

  4. Verpflichtende Servicestellen in allen Kommunen

  5. Mobile Teams für ländliche Regionen

  6. Interoperable Schnittstellen zu Bundesbehörden

  7. Datenschutz‑ und IT‑Sicherheitsaudits

  8. Externe Evaluation nach 12, 36 und 60 Monaten

4 Maßnahmenpaket (Hessen)

4.1 Plattformarchitektur

  • mandantenfähige Cloud

  • Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung

  • Audit‑Logs

  • standardisierte APIs zu Kommunen, Landkreisen, Landesbehörden

4.2 Digitale Familienakte Hessen

  • automatische Datenabgleiche

  • Vermeidung von Medienbrüchen

  • Halbierung der Bearbeitungszeiten

4.3 Familien‑Auto‑Check (Opt‑out)

  • automatische Auszahlung landesrechtlicher Leistungen

  • transparente Bescheide

  • einfache Widerspruchswege

4.4 Servicestellen & Mobile Teams

  • mindestens eine Servicestelle pro Kommune

  • mobile Teams für ländliche Regionen

  • barrierefreie, mehrsprachige Beratung

4.5 Verwaltungszusammenlegung

  • Zusammenführung von Familienkassen, Jugendämtern, Wohngeldstellen

  • regionale Servicezentren

  • Reduktion von Doppelprüfungen

5 Kosten, Einsparungen und Finanzierung (Hessen)

5.1 Reine Betriebskosten (Hessen‑Anteil)

PostenBetrag/Jahr
IT‑Betrieb & Plattform60–80 Mio. €
Personal & Servicestellen90–120 Mio. €
Governance & Evaluation10–15 Mio. €
Kommunikation5–10 Mio. €
Gesamt180–240 Mio. €

5.2 Einsparungen (Hessen)

PostenBetrag/Jahr
Verwaltungszusammenlegung80–110 Mio. €
Automatisierung40–50 Mio. €
Gesamt120–160 Mio. €

5.3 Netto‑Kosten Hessen

👉 60–80 Mio. € jährlich

6 Wirkungsanalyse (Hessen)

6.1 Armutsreduktion

  • −0,20 bis −0,40 Prozentpunkte

  • ca. 8.000–12.000 Kinder weniger in Armut

6.2 Demografische Wirkung

  • Δ TFR +0,02–0,04

  • 1.000–1.500 zusätzliche Geburten pro Jahr in Hessen

6.3 Verwaltungseffizienz

  • 15–25 % Einsparungen

  • Bearbeitungszeiten halbieren sich

  • Fehlerquoten sinken um 20–40 %

7 Wissenschaftliche Evidenz

(identisch mit Bundesversion, aber auf Hessen angewendet)

  • Administrative Burden

  • Non‑Take‑Up

  • Digitale Verwaltung

  • Verhaltensökonomie

  • Demografie

  • Automatisierung

8 Rechtliche Rahmenbedingungen (Hessen)

  • Landesgesetzgebungskompetenz für Familienleistungen

  • Art. 91c GG: Bund‑Länder‑IT‑Kooperation

  • DSGVO‑Konformität

  • Opt‑out‑Rechtssicherheit

  • Interoperabilität mit Bundesbehörden

9 Umsetzung, Governance und Zeitplan (Hessen)

2026 – Vorbereitung

  • Gesetz

  • IT‑Architektur

  • Pilotkommunen

2027–2028 – Pilotierung

  • 5–10 Modellkommunen

  • Opt‑out‑Tests

  • erste Evaluation

2029–2031 – Rollout

  • landesweite Servicestellen

  • mobile Teams

  • Skalierung

2032–2035 – Konsolidierung

  • Vollbetrieb

  • Optimierung

  • Abschlussbericht

10 Monitoring & Erfolgskriterien

  • Anteil automatisch ausgezahlter Leistungen

  • Bearbeitungszeiten

  • Non‑Take‑Up‑Raten

  • Kinderarmut

  • TFR

  • Netto‑Haushaltswirkung

11 Politische Begründung & Schlussappell

Hessen kann als erstes Bundesland zeigen, wie Familienleistungen einfach, gerecht und effizient organisiert werden können. Der Familienservice Hessen ist:

  • sozial gerecht

  • digital modern

  • verwaltungsökonomisch effizient

  • demografisch wirksam

  • finanziell tragbar

Der Landtag wird gebeten, das Gesetzgebungsverfahren unverzüglich einzuleiten.

Unterschrift: Michael Tryzna

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