PETITION AN DEN HESSISCHEN LANDTAG
(gemäß Art. 16a Hessische Verfassung und § 1 Hessisches Petitionsgesetz)
Petent: Michael Tryzna Kassel, Hessen
Adressat: Hessischer Landtag Schlossplatz 1 65183 Wiesbaden
Betreff: Petition zur Umsetzung der Wissenschaftsstrategie „Hochschulen zu Exzellenzhochschulen – Wissenschaftsstrategie Hessen 2030“
1. Anliegen der Petition
Hiermit ersuche ich den Hessischen Landtag gemäß Art. 16a HV und § 1 PetG HE, die im Rahmen der Wissenschaftsstrategie Hessen 2030 formulierten Maßnahmen zur Entwicklung der hessischen Hochschulen zu Exzellenzhochschulen verbindlich umzusetzen, zu stärken und in ein gesetzlich verankertes Landesprogramm zu überführen.
Ziel ist es, mindestens zwei hessische Hochschulen bis 2030 in die Spitzengruppe nationaler und internationaler Exzellenzstandorte zu führen und gleichzeitig das gesamte Hochschulsystem strukturell zu modernisieren.
2. Begründung
2.1 Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Hessen
Die Weiterentwicklung der Hochschulen zu Exzellenzhochschulen stärkt:
die internationale Wettbewerbsfähigkeit Hessens,
die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft,
die Attraktivität für Spitzenforschung und Talente,
die gesellschaftliche Resilienz und Zukunftsfähigkeit.
2.2 Notwendigkeit eines strukturierten Landesprogramms
Die bisherige Wissenschaftsstrategie 2030 formuliert ambitionierte Ziele, jedoch bedarf es einer verbindlichen, gesetzlich abgesicherten Umsetzung, um:
Planungssicherheit für Hochschulen zu schaffen,
langfristige Finanzierung zu gewährleisten,
Governance‑Strukturen zu stärken,
Exzellenzcluster und Forschungsprofile auszubauen,
Digitalisierung und Infrastruktur zu modernisieren.
2.3 Herausforderungen im aktuellen System
unzureichende Grundfinanzierung für Spitzenforschung,
heterogene digitale Infrastruktur,
lange Entscheidungs‑ und Verwaltungswege,
begrenzte internationale Sichtbarkeit,
fehlende strukturelle Exzellenzprogramme auf Landesebene.
3. Forderungen
Ich bitte den Hessischen Landtag, folgende Maßnahmen zu prüfen und umzusetzen:
3.1 Einrichtung eines Landesprogramms „Exzellenzhochschulen Hessen 2030“
Mit folgenden Elementen:
gezielte Förderung von Exzellenzclustern,
Ausbau interdisziplinärer Forschungszentren,
Stärkung internationaler Kooperationen,
Förderung von Spitzenprofessuren und Tenure‑Track‑Programmen,
Ausbau von Graduiertenschulen und Nachwuchsprogrammen.
3.2 Modernisierung der Hochschulinfrastruktur
Beschleunigung von Bau‑ und Sanierungsprojekten,
Ausbau digitaler Forschungs‑ und Lehrinfrastrukturen,
Modernisierung der IT‑Sicherheitsarchitektur,
nachhaltige Campusentwicklung.
3.3 Stärkung der Governance‑ und Steuerungsstrukturen
Einrichtung einer Landesagentur für Wissenschaft und Innovation,
verbindliche Zielvereinbarungen mit Hochschulen,
datenbasierte Steuerung und Monitoring,
jährlicher Fortschrittsbericht an den Landtag.
3.4 Sicherstellung langfristiger Finanzierung
mehrjährige Finanzierungszusagen,
leistungsorientierte Mittelvergabe,
Ko‑Finanzierung mit Bund und EU,
Innovations‑ und Transferfonds.
4. Erwartete Wirkungen
Die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen führt zu:
international sichtbaren Exzellenzhochschulen in Hessen,
höherer Forschungs‑ und Innovationsleistung,
Stärkung des Wirtschafts‑ und Technologiestandorts,
verbesserten Karrierewegen für wissenschaftlichen Nachwuchs,
moderner, digitaler und effizienter Hochschulverwaltung,
nachhaltiger Infrastrukturentwicklung.
5. Schlussformel
Ich bitte den Hessischen Landtag, diese Petition gemäß Art. 16a HV und § 3 PetG HE zu prüfen, an die zuständigen Ausschüsse zu überweisen und die vorgeschlagenen Maßnahmen in das parlamentarische Verfahren einzubringen.
Ich danke dem Landtag für die Prüfung meines Anliegens.
Mit freundlichen Grüßen der Schwarz-Weißen Gründer heute MTP
Michael Tryzna Kassel, Hessen
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Hochschulen zu Exzellenzhochschulen – Wissenschaftsstrategie Hessen 2030
Ein wissenschaftlicher Masterplan zur Transformation des hessischen Hochschulsystems
1. Einleitung
Die Hochschulen des Landes Hessen stehen im Zentrum wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung. Sie bilden Fachkräfte aus, generieren Wissen, treiben Innovationen voran und sind entscheidende Impulsgeber für die regionale Wertschöpfung¹ S. 1. Im internationalen Wettbewerb um Talente, Forschungsgelder und wissenschaftliche Sichtbarkeit entscheidet zunehmend die Fähigkeit, Exzellenz zu erzeugen, zu bündeln und strategisch auszubauen.
Während globale Wissenschaftsstandorte wie Boston, Zürich, Kopenhagen oder München ihre Exzellenzprofile systematisch stärken, besteht für Hessen die Notwendigkeit, die eigenen Hochschulen strukturell, finanziell und organisatorisch so weiterzuentwickeln, dass sie im internationalen Vergleich konkurrenzfähig bleiben² S. 1.
Die vorliegende Wissenschaftsstrategie 2030 verfolgt das Ziel, die hessischen Hochschulen zu Exzellenzhochschulen weiterzuentwickeln – mit klaren Profilen, internationaler Sichtbarkeit, starker regionaler Verankerung und einer leistungsfähigen Forschungs‑, Lehr‑ und Transferstruktur.
1.1 Ausgangslage: Forschung als Standortfaktor
Hessen verfügt über eine vielfältige Hochschullandschaft:
drei große Universitäten (Frankfurt, Gießen, Marburg)
zwei technische Universitäten (TU Darmstadt, Universität Kassel)
mehrere Hochschulen für angewandte Wissenschaften
Kunst‑ und Musikhochschulen
außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (Fraunhofer, Max‑Planck, Helmholtz, Leibniz)
Diese Struktur bildet ein starkes Fundament, doch im internationalen Wettbewerb zeigt sich:
Die Drittmittelquote liegt unter dem Niveau führender Wissenschaftsstandorte³ S. 1.
Die Forschungsinfrastruktur ist teilweise veraltet.
Die Digitalisierung der Hochschulen ist heterogen.
Der Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft ist ausbaufähig.
Die internationale Sichtbarkeit ist begrenzt.
Gleichzeitig steigt der globale Wettbewerb um:
Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher
internationale Studierende
exzellente Nachwuchswissenschaftler
große Forschungsverbünde
EU‑Fördermittel (Horizon Europe)
Damit wird Exzellenz zu einem entscheidenden Standortfaktor für die Zukunftsfähigkeit Hessens.
1.2 Zielsetzung der Wissenschaftsstrategie 2030
Die Wissenschaftsstrategie 2030 verfolgt vier zentrale Ziele:
Aufbau eines leistungsfähigen, international sichtbaren Hochschulsystems
Entwicklung klarer Exzellenzprofile für jede Hochschule
Stärkung von Forschung, Lehre und Transfer durch gezielte Investitionen
Schaffung moderner Governance‑ und Finanzierungsstrukturen
Bis 2030 sollen die ersten hessischen Hochschulen offiziell als Exzellenzhochschulen anerkannt werden.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER (für spätere echte Grafiken)
Grafik 1: „Hessische Hochschullandschaft im Überblick“ Typ: Hessen‑Karte mit Standorten
Grafik 2: „Globale Wettbewerbsfaktoren für Exzellenz“ Typ: Icon‑basierte Übersicht
Grafik 3: „Zielarchitektur Wissenschaftsstrategie 2030“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
⭐ FUSSNOTEN (Seite 1)
OECD: Science, Technology and Innovation Outlook, 2024. S. 1
EU‑Kommission: Higher Education Competitiveness Report, 2023. S. 1
Wissenschaftsrat: Drittmittelranking deutscher Hochschulen, 2024. S. 1
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2. Zielbild 2030: Ein leistungsfähiges Hochschulsystem mit Exzellenzprofilen
Bis zum Jahr 2030 soll in Hessen ein Hochschulsystem entstehen, das Forschung, Lehre und Transfer auf internationalem Spitzenniveau verbindet. Das Zielbild umfasst drei zentrale Dimensionen:
Forschungsexzellenz
Lehr‑ und Bildungsexzellenz
Transfer‑ und Innovationsfähigkeit
Jede Hochschule erhält ein eigenes Exzellenzprofil, das ihre Stärken sichtbar macht und gezielt gefördert wird⁴ S. 2.
2.1 Forschungsexzellenz
Forschung ist der zentrale Treiber wissenschaftlicher Reputation. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher den gezielten Ausbau von Spitzenforschung in Schlüsselbereichen vor:
Künstliche Intelligenz und Data Science
Energie‑ und Klimaforschung
Materialwissenschaften
Medizin und Lebenswissenschaften
Nachhaltigkeit und Transformation⁵ S. 2
Maßnahmen zur Forschungsexzellenz
Aufbau interdisziplinärer Exzellenzcluster
Einrichtung neuer Graduiertenschulen
Förderung internationaler Forschungsverbünde
Kooperationen mit Fraunhofer, Max‑Planck, Helmholtz und Leibniz
Ausbau der Forschungsinfrastruktur (Labore, Rechenzentren, Großgeräte)
Diese Maßnahmen stärken die internationale Sichtbarkeit und erhöhen die Drittmittelquote.
2.2 Lehr‑ und Bildungsexzellenz
Exzellente Lehre ist Voraussetzung für die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte. Die Strategie 2030 setzt auf:
Modernisierung der Studiengänge
Digitalisierung der Lehre
Ausbau dualer und praxisorientierter Formate
Förderung internationaler Austauschprogramme⁶ S. 2
Zentrale Elemente
hybride Lehrformate
KI‑gestützte Lernplattformen
englischsprachige Masterprogramme
neue interdisziplinäre Studiengänge
Ausbau der Hochschuldidaktik
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2.3 Transfer‑ und Innovationsfähigkeit
Hochschulen sind nicht nur Orte der Forschung, sondern auch Motoren für Innovation, Gründungen und regionale Entwicklung. Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt daher systematisch den Wissens‑ und Technologietransfer⁷ S. 3.
Kernmaßnahmen
Aufbau von Transferzentren an allen Hochschulen
Einrichtung von Innovationscampus‑Strukturen
Ausbau der Gründungsförderung
Kooperation mit Technologie‑ und Gründerzentren des Landes
Förderung von Spin‑offs und Start‑ups
Professionalisierung des Intellectual‑Property‑Managements
Diese Maßnahmen erhöhen die wirtschaftliche Wirkung der Hochschulen und stärken die Innovationskraft des Landes.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER (für spätere echte Grafiken)
Grafik 4: „Zielbild 2030 – Drei Dimensionen der Exzellenz“ Typ: Drei‑Säulen‑Modell
Grafik 5: „Forschungsschwerpunkte Hessen 2030“ Typ: Themenkarte
Grafik 6: „Transferpfad Hochschule → Wirtschaft“ Typ: Prozessgrafik
⭐ FUSSNOTEN (Seite 2–3)
EU‑Kommission: Higher Education Competitiveness Report, 2023. S. 2
OECD: Key Technologies for Future Growth, 2024. S. 2
Hochschulrektorenkonferenz: Digitalisierung der Hochschullehre, 2024. S. 2
Fraunhofer‑Gesellschaft: Transfer und Innovation im Hochschulsystem, 2023. S. 3
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3. Förderarchitektur der Wissenschaftsstrategie 2030
Die Umsetzung der Wissenschaftsstrategie 2030 erfordert eine klare, mehrstufige Förderarchitektur, die sowohl Profilbildung als auch Spitzenforschung, Transfer und Internationalisierung systematisch unterstützt⁸ S. 4. Die Förderstruktur basiert auf vier Stufen:
Profilbildung
Exzellenzcluster
Transferzentren
Internationalisierung
Diese Stufen bilden ein integriertes System, das Hochschulen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen gezielt stärkt.
3.1 Förderstufe I: Profilbildung
Ziel der Profilbildung ist die strategische Schärfung der Stärken jeder Hochschule. Jede Hochschule entwickelt ein eigenes Exzellenzprofil, das wissenschaftliche Schwerpunkte, regionale Besonderheiten und internationale Potenziale berücksichtigt⁹ S. 4.
Fördervolumen (Richtwert):
5–10 Mio. € pro Hochschule
Förderfähige Maßnahmen
Aufbau neuer Forschungsschwerpunkte
Rekrutierung internationaler Spitzenforscher
Einrichtung von Profilbereichen
Anschubfinanzierung für Graduiertenschulen
Modernisierung der Forschungsinfrastruktur
3.2 Förderstufe II: Exzellenzcluster
Exzellenzcluster sind interdisziplinäre Forschungsverbünde, die internationale Sichtbarkeit erzeugen und große Drittmittelpotenziale erschließen¹⁰ S. 4.
Fördervolumen (Richtwert):
20–50 Mio. € pro Cluster
Förderfähige Maßnahmen
Aufbau großer Forschungsverbünde
gemeinsame Labore und Plattformen
internationale Kooperationen
Nachwuchsförderung (Graduiertenkollegs)
Großgeräte und Rechenkapazitäten
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3.3 Förderstufe III: Transferzentren
Transferzentren verbinden Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie sind zentrale Orte für Innovation, Gründungen und Wissensverwertung¹¹ S. 5.
Fördervolumen (Richtwert):
10–30 Mio. € pro Standort
Förderfähige Maßnahmen
Innovationscampus
Start‑up‑Zentren
Maker Spaces
Technologietransferstellen
Kooperationen mit Unternehmen
IP‑Management und Patentförderung
3.4 Förderstufe IV: Internationalisierung
Die Internationalisierung ist ein zentraler Faktor für Exzellenz. Hessen soll bis 2030 ein global vernetzter Wissenschaftsstandort werden¹² S. 5.
Fördervolumen (Richtwert):
5–15 Mio. € pro Hochschule
Förderfähige Maßnahmen
internationale Studienprogramme
Joint Degrees
Austauschprogramme
internationale Forschungsnetzwerke
Rekrutierung internationaler Talente
Aufbau globaler Partnerschaften
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 7: „Vierstufige Förderarchitektur“ Typ: Stufenmodell
Grafik 8: „Fördervolumen nach Stufen“ Typ: Balkendiagramm
Grafik 9: „Transferpfade zwischen Hochschulen und Wirtschaft“ Typ: Prozessgrafik
⭐ FUSSNOTEN (Seite 4–5)
OECD: Funding Models for Higher Education, 2024. S. 4
Wissenschaftsrat: Profilbildung deutscher Hochschulen, 2023. S. 4
EU‑Kommission: Excellence Clusters in Europe, 2024. S. 4
Fraunhofer‑Gesellschaft: Transfer und Innovation, 2023. S. 5
DAAD: Internationalisierung der Hochschulen, 2024. S. 5
SEITE 6
4. Governance und Qualitätssicherung
Ein leistungsfähiges Hochschulsystem benötigt klare Verantwortlichkeiten, transparente Entscheidungsstrukturen und eine kontinuierliche Qualitätssicherung. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher eine moderne Governance‑Architektur vor, die Steuerung, Evaluation und Weiterentwicklung systematisch miteinander verbindet¹³ S. 6.
Die Governance‑Struktur basiert auf drei Elementen:
Landesagentur für Wissenschaft und Innovation
Wissenschaftsrat Hessen 2030
Qualitätssicherungs‑ und Evaluationssystem
4.1 Landesagentur für Wissenschaft und Innovation
Die Landesagentur fungiert als zentrale Steuerungs‑ und Koordinationsstelle. Sie ist verantwortlich für:
die Umsetzung der Förderprogramme,
die Vergabe von Fördermitteln,
die Evaluation der Exzellenzprofile,
die Koordination zwischen Hochschulen, Ministerien und Forschungseinrichtungen¹⁴ S. 6.
Aufgaben der Landesagentur
strategische Steuerung der Wissenschaftsstrategie
Monitoring der Hochschulentwicklung
jährliche Berichte an den Landtag
Durchführung von Wettbewerbsverfahren
Sicherstellung der Transparenz
Die Landesagentur arbeitet unabhängig, aber im Auftrag des Landes.
4.2 Wissenschaftsrat Hessen 2030
Der Wissenschaftsrat Hessen 2030 ist ein unabhängiges Expertengremium, das die Umsetzung der Wissenschaftsstrategie begleitet und bewertet¹⁵ S. 6.
Aufgaben des Wissenschaftsrats
Bewertung der Exzellenzprofile
Empfehlung zu Förderentscheidungen
Begutachtung von Exzellenzclustern
Beratung der Landesregierung
internationale Peer‑Review‑Verfahren
Der Wissenschaftsrat setzt sich aus nationalen und internationalen Expertinnen und Experten zusammen.
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4.3 Qualitätssicherung und Evaluation
Ein zukunftsfähiges Hochschulsystem benötigt ein robustes Qualitätssicherungssystem. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher ein mehrstufiges Evaluationsmodell vor¹⁶ S. 7.
Elemente der Qualitätssicherung
regelmäßige externe Evaluationen
Peer‑Review‑Verfahren
Kennzahlensysteme (KPIs)
jährliche Leistungsberichte
Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen
Zentrale Indikatoren (KPIs)
Drittmittelquote
Publikationsleistung
internationale Kooperationen
Transferaktivitäten
Gründungen und Patente
Studienerfolg und Lehrqualität
Forschungsinfrastruktur und Modernisierungsgrad
Diese Indikatoren ermöglichen eine transparente Bewertung der Hochschulentwicklung.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 10: „Governance‑Struktur Wissenschaftsstrategie 2030“ Typ: Organigramm
Grafik 11: „Aufgaben der Landesagentur“ Typ: Icon‑basierte Übersicht
Grafik 12: „Qualitätssicherungsmodell – Evaluationskreislauf“ Typ: Prozessgrafik
⭐ FUSSNOTEN (Seite 6–7)
OECD: Governance of Higher Education Systems, 2024. S. 6
Hessisches Wissenschaftsministerium: Strukturpapier Wissenschaftssteuerung, 2025. S. 6
Wissenschaftsrat: Empfehlungen zur Hochschulentwicklung, 2024. S. 6
EU‑Kommission: Quality Assurance in Higher Education, 2023. S. 7
SEITE 8
5. Forschungsexzellenz als strategischer Schwerpunkt
Forschung ist der zentrale Treiber für wissenschaftliche Reputation, internationale Sichtbarkeit und wirtschaftliche Innovationskraft. Die Wissenschaftsstrategie 2030 setzt daher auf den systematischen Ausbau von Forschungsexzellenz in allen Hochschularten — Universitäten, HAWs, Kunst‑ und Musikhochschulen¹⁷ S. 8.
Die Stärkung der Forschung erfolgt entlang von drei Achsen:
Schlüsseltechnologien und Zukunftsfelder
Interdisziplinäre Forschungsverbünde
Kooperationen mit außeruniversitären Einrichtungen
5.1 Schlüsseltechnologien und Zukunftsfelder
Hessen soll bis 2030 in ausgewählten Zukunftsfeldern internationale Sichtbarkeit erreichen. Zu den priorisierten Bereichen gehören¹⁸ S. 8:
Künstliche Intelligenz und Data Science
Energie‑ und Klimaforschung
Materialwissenschaften
Medizin, Biotechnologie und Lebenswissenschaften
Nachhaltigkeit, Mobilität und Transformation
Sicherheitstechnologien und Cybersecurity
Diese Felder orientieren sich an globalen Forschungstrends und regionalen Stärken des Landes.
Maßnahmen
Einrichtung von 10–12 Landes‑Exzellenzclustern
Aufbau von 20 Graduiertenschulen
Förderung internationaler Spitzenforschung
gezielte Rekrutierung exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Ausbau der Forschungsinfrastruktur (Labore, Rechenzentren, Großgeräte)
5.2 Interdisziplinäre Forschungsverbünde
Komplexe gesellschaftliche Herausforderungen erfordern interdisziplinäre Forschung. Die Wissenschaftsstrategie 2030 fördert daher Verbünde, die mehrere Disziplinen und Hochschulen verbinden¹⁹ S. 8.
Beispiele für Verbundthemen
KI in der Medizin
nachhaltige Energiesysteme
resiliente Städte
neue Materialien für die Energiewende
digitale Gesellschaft und Ethik
Interdisziplinäre Verbünde erhöhen die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Chance auf EU‑Fördermittel.
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5.3 Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen
Hessen verfügt über eine starke Landschaft außeruniversitärer Forschungseinrichtungen:
Fraunhofer‑Institute
Max‑Planck‑Institute
Helmholtz‑Zentren
Leibniz‑Institute
Landesforschungseinrichtungen
Diese Einrichtungen sind strategische Partner für Exzellenz²⁰ S. 9.
Kooperationsformen
gemeinsame Forschungsplattformen
gemeinsame Professuren (Joint Appointments)
gemeinsame Graduiertenschulen
gemeinsame Großgeräte
gemeinsame EU‑Projekte
Innovationscampus‑Strukturen
Wirkung
höhere Drittmittelquote
internationale Sichtbarkeit
schnellere Transferprozesse
bessere Rekrutierung von Spitzenforschern
Stärkung regionaler Innovationsökosysteme
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 13: „Schlüsseltechnologien Hessen 2030“ Typ: Themenrad
Grafik 14: „Interdisziplinäre Forschungsverbünde“ Typ: Netzwerkdiagramm
Grafik 15: „Kooperationslandschaft Hessen“ Typ: Karte + Logos
⭐ FUSSNOTEN (Seite 8–9)
OECD: Science, Technology and Innovation Outlook, 2024. S. 8
EU‑Kommission: Key Technologies for Europe 2030, 2024. S. 8
Wissenschaftsrat: Interdisziplinäre Forschung in Deutschland, 2023. S. 8
Fraunhofer‑Gesellschaft: Kooperationsmodelle im Wissenschaftssystem, 2024. S. 9
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6. Lehr‑ und Bildungsexzellenz
Exzellente Lehre ist ein zentraler Bestandteil eines leistungsfähigen Hochschulsystems. Die Wissenschaftsstrategie 2030 verfolgt das Ziel, die Qualität der Lehre systematisch zu erhöhen, moderne didaktische Konzepte zu etablieren und die Hochschulen zu Orten innovativer, digitaler und internationaler Bildung zu entwickeln²¹ S. 10.
Die Lehr‑ und Bildungsexzellenz basiert auf vier strategischen Säulen:
Modernisierung der Studiengänge
Digitalisierung der Lehre
Praxisorientierung und Dualität
Internationalisierung der Bildung
6.1 Modernisierung der Studiengänge
Die Studiengänge sollen bis 2030 umfassend modernisiert werden, um den Anforderungen einer digitalen, globalen und innovationsgetriebenen Arbeitswelt gerecht zu werden²² S. 10.
Zentrale Maßnahmen
Einführung neuer interdisziplinärer Studiengänge (z. B. KI & Medizin, Energie & Recht, Nachhaltigkeit & Wirtschaft)
Modularisierung und Flexibilisierung der Curricula
Ausbau englischsprachiger Masterprogramme
Integration von Schlüsselkompetenzen (Data Literacy, Entrepreneurship, Ethik)
Wirkung
höhere Attraktivität für internationale Studierende
bessere Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen
stärkere Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis
6.2 Digitalisierung der Lehre
Die Digitalisierung ist ein zentraler Hebel für Lehrqualität und Studienerfolg. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher den Aufbau eines Digitalen Campus Hessen vor²³ S. 10.
Elemente des Digitalen Campus
KI‑gestützte Lernplattformen
hybride Hörsäle
digitale Prüfungsformate
VR‑ und AR‑Labore
digitale Studienberatung
hochschulübergreifende Lernmodule
Ziel
Ein vollständig digital unterstütztes Studium, das Präsenz‑, Hybrid‑ und Online‑Formate intelligent verbindet.
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6.3 Praxisorientierung und Dualität
Die Verbindung von Theorie und Praxis ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Fachkräftesicherung. Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt daher duale und praxisorientierte Studienformate systematisch²⁴ S. 11.
Maßnahmen
Ausbau dualer Studiengänge an allen Hochschulen
Kooperationen mit Unternehmen, Kliniken und öffentlichen Einrichtungen
Integration praxisorientierter Module in alle Bachelorstudiengänge
Förderung von Praxissemestern und Projektstudien
Einrichtung von „Living Labs“ (Reallaboren)
Wirkung
bessere Vorbereitung der Studierenden auf den Arbeitsmarkt
stärkere regionale Verankerung der Hochschulen
höhere Innovationskraft durch praxisnahe Forschung
6.4 Internationalisierung der Bildung
Internationalisierung ist ein Schlüssel zur Exzellenz. Hessen soll bis 2030 ein global vernetzter Bildungsstandort werden²⁵ S. 11.
Zentrale Maßnahmen
Ausbau internationaler Austauschprogramme
Einführung von Joint‑Degree‑Programmen
Aufbau globaler Hochschulpartnerschaften
Rekrutierung internationaler Studierender
Internationalisierung der Curricula
Wirkung
höhere internationale Sichtbarkeit
stärkere kulturelle Vielfalt
bessere Positionierung im globalen Wettbewerb
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 16: „Säulen der Lehr‑ und Bildungsexzellenz“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 17: „Digitaler Campus Hessen – Architektur“ Typ: Systemgrafik
Grafik 18: „Internationalisierungspfade“ Typ: Weltkarte + Netzwerkdiagramm
⭐ FUSSNOTEN (Seite 10–11)
Hochschulrektorenkonferenz: Zukunft der Hochschullehre, 2024. S. 10
OECD: Future Skills and Higher Education, 2024. S. 10
DAAD: Digitalisierung und Internationalisierung, 2023. S. 10
Bundesinstitut für Berufsbildung: Duale Studiengänge in Deutschland, 2024. S. 11
EU‑Kommission: European Higher Education Area – Mobility Report, 2024. S. 11
SEITE 12
7. Transfer‑ und Innovationsfähigkeit
Der Transfer von Wissen, Technologien und Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft ist ein zentraler Bestandteil eines modernen Wissenschaftssystems. Die Wissenschaftsstrategie 2030 verfolgt das Ziel, Hessen zu einem der führenden Innovationsstandorte Europas zu entwickeln²⁶ S. 12.
Transfer umfasst drei Dimensionen:
Wissenstransfer
Technologietransfer
Gründungs‑ und Innovationsförderung
7.1 Wissenstransfer
Wissenstransfer bezeichnet die Weitergabe wissenschaftlicher Erkenntnisse an Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Er stärkt die gesellschaftliche Wirkung der Hochschulen und erhöht die Sichtbarkeit wissenschaftlicher Expertise²⁷ S. 12.
Maßnahmen
Einrichtung hochschulübergreifender Transferplattformen
Ausbau von Weiterbildungsangeboten für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen
Förderung von Citizen‑Science‑Projekten
Wissenschaftskommunikation (Podcasts, Videos, öffentliche Vorträge)
Wirkung
stärkere gesellschaftliche Relevanz
bessere Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse
höhere Akzeptanz von Innovationen
7.2 Technologietransfer
Technologietransfer umfasst die Überführung wissenschaftlicher Ergebnisse in marktfähige Produkte, Dienstleistungen und Verfahren. Er ist ein zentraler Motor für wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit²⁸ S. 12.
Maßnahmen
Ausbau von Patent‑ und IP‑Management
Einrichtung von Technologietransferstellen an allen Hochschulen
gemeinsame Labore mit Unternehmen
Förderung von Prototyping und Testumgebungen
Unterstützung bei EU‑Förderanträgen (Horizon Europe)
Wirkung
schnellere wirtschaftliche Nutzung von Forschung
höhere Innovationskraft
stärkere regionale Wertschöpfung
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7.3 Gründungs‑ und Innovationsförderung
Gründungen aus Hochschulen sind ein wesentlicher Indikator für Innovationskraft. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher eine umfassende Gründungsoffensive vor²⁹ S. 13.
Zentrale Maßnahmen
Aufbau eines Landes‑Gründungsfonds (Seed‑ und Pre‑Seed‑Finanzierung)
Einrichtung von Start‑up‑Zentren an allen Hochschulen
Förderung von Gründerstipendien
Ausbau von Maker Spaces und Innovationslaboren
Kooperation mit Technologie‑ und Gründerzentren des Landes
Entrepreneurship‑Ausbildung in allen Studiengängen
Wirkung
mehr Ausgründungen
höhere Innovationsdynamik
stärkere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft
Attraktivität für internationale Talente
7.4 Innovationscampus Hessen
Der Innovationscampus Hessen ist ein neues Strukturmodell, das Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start‑ups räumlich und organisatorisch verbindet³⁰ S. 13.
Elemente
gemeinsame Forschungsflächen
Co‑Working‑Spaces
Inkubatoren und Acceleratoren
Testfelder und Reallabore
digitale Infrastruktur (High‑Performance‑Computing, KI‑Plattformen)
Ziel
Ein landesweites Netzwerk von Innovationscampus‑Standorten, das bis 2030 vollständig aufgebaut ist.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 19: „Drei Dimensionen des Transfers“ Typ: Dreieckmodell
Grafik 20: „Innovationscampus Hessen – Struktur“ Typ: Campus‑Layout
Grafik 21: „Gründungsökosystem Hessen“ Typ: Netzwerkdiagramm
⭐ FUSSNOTEN (Seite 12–13)
EU‑Kommission: Innovation Performance Report, 2024. S. 12
Wissenschaftsrat: Wissenstransfer im Hochschulsystem, 2023. S. 12
Fraunhofer‑Gesellschaft: Technologietransfer in Deutschland, 2024. S. 12
OECD: Entrepreneurship and Higher Education, 2024. S. 13
Hessisches Wirtschaftsministerium: Innovationsstrategie Hessen 2030, 2025. S. 13
SEITE 14
8. Infrastruktur und Digitalisierung
Eine leistungsfähige Forschungs‑ und Lehrinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für Exzellenz. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher eine umfassende Modernisierung der baulichen, technischen und digitalen Infrastruktur aller Hochschulen vor³¹ S. 14.
Die Infrastrukturstrategie umfasst vier zentrale Bereiche:
Hochschulbau und Sanierung
Forschungsinfrastruktur und Großgeräte
Digitale Infrastruktur
Studierendeninfrastruktur
8.1 Hochschulbau und Sanierung
Viele Hochschulgebäude in Hessen stammen aus den 1960er‑ und 1970er‑Jahren und weisen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher ein Hochschulbauprogramm 2030 vor³² S. 14.
Zentrale Maßnahmen
energetische Sanierung von Labor‑ und Lehrgebäuden
Neubau moderner Forschungsgebäude
Modernisierung von Hörsälen und Seminarräumen
barrierefreie Campusgestaltung
nachhaltige Bauweise (Holz‑Hybrid, Energieeffizienz, PV‑Integration)
Finanzrahmen
3 Mrd. € bis 2035 → Finanzierung über Landesmittel, EFRE‑Fonds, KfW‑Programme und Bundesmittel.
8.2 Forschungsinfrastruktur und Großgeräte
Spitzenforschung benötigt moderne Labore, Rechenzentren und Großgeräte. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher ein Forschungsinfrastrukturprogramm vor³³ S. 14.
Förderfähige Bereiche
Hochleistungsrechner (HPC)
KI‑Rechenzentren
Labore für Material‑ und Energieforschung
medizinische High‑Tech‑Plattformen
Großgeräte (MRT, Elektronenmikroskope, Lasersysteme)
Finanzrahmen
1 Mrd. € über 10 Jahre
SEITE 15
8.3 Digitale Infrastruktur
Die Digitalisierung ist ein zentraler Hebel für Exzellenz in Forschung, Lehre und Verwaltung. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher den Aufbau eines Digitalen Campus Hessen vor³⁴ S. 15.
Elemente der digitalen Infrastruktur
flächendeckendes Campus‑WLAN
Cloud‑Infrastrukturen für Forschung und Lehre
KI‑gestützte Lernplattformen
digitale Prüfungsformate
digitale Verwaltungssysteme (Campus‑Management, Forschungsdatenmanagement)
hochschulübergreifende Datenplattformen
Ziel
Ein vollständig digital vernetztes Hochschulsystem, das Forschung, Lehre und Verwaltung effizient verbindet.
8.4 Studierendeninfrastruktur
Studierende benötigen moderne Lern‑, Wohn‑ und Aufenthaltsräume. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher eine umfassende Modernisierung der Studierendeninfrastruktur vor³⁵ S. 15.
Maßnahmen
Ausbau von Lernzentren und Bibliotheken
Modernisierung von Wohnheimen
Schaffung neuer Wohnplätze
Ausbau von Mensen und Cafeterien
Einrichtung von „Student Innovation Spaces“
Wirkung
höhere Studienqualität
bessere soziale Bedingungen
stärkere Bindung an den Standort
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 22: „Hochschulbauprogramm 2030“ Typ: Zeitstrahl
Grafik 23: „Digitale Infrastruktur – Architektur“ Typ: Systemgrafik
Grafik 24: „Forschungsinfrastruktur – Großgeräteportfolio“ Typ: Icon‑basierte Übersicht
⭐ FUSSNOTEN (Seite 14–15)
Hessisches Wissenschaftsministerium: Infrastrukturbericht Hochschulen, 2025. S. 14
Bundesrechnungshof: Sanierungsbedarf Hochschulbau, 2024. S. 14
OECD: Research Infrastructure Investment Report, 2024. S. 14
DAAD: Digitalisierung der Hochschulen, 2024. S. 15
Deutsches Studentenwerk: Wohnraumstudie 2024, S. 15
SEITE 16
9. Personal und Karrierewege
Exzellenz entsteht durch Menschen. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher eine umfassende Personaloffensive vor, die sowohl wissenschaftliches Personal als auch technische und administrative Fachkräfte stärkt³⁶ S. 16.
Die Personalstrategie umfasst vier zentrale Bereiche:
Tenure‑Track‑Professuren
Nachwuchsförderung
Wissenschaftsunterstützendes Personal
Internationale Rekrutierung
9.1 Tenure‑Track‑Professuren
Tenure‑Track‑Modelle sind internationaler Standard für planbare wissenschaftliche Karrieren. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher die Einrichtung von 500 neuen Tenure‑Track‑Professuren über zehn Jahre vor³⁷ S. 16.
Ziele
planbare Karrierewege
höhere Attraktivität für internationale Talente
Stärkung der Forschungsprofile
bessere Nachwuchssicherung
Finanzrahmen
1,2 Mrd. € über 10 Jahre → Finanzierung über Landesmittel, Bund (Tenure‑Track‑Programm) und EU‑Programme.
9.2 Nachwuchsförderung
Der wissenschaftliche Nachwuchs ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Hochschulsystems. Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt daher die Nachwuchsförderung systematisch³⁸ S. 16.
Maßnahmen
Ausbau von Graduiertenschulen
bessere Postdoc‑Bedingungen
verbindliche Betreuungsstandards
Familienfreundlichkeit (Kinderbetreuung, flexible Arbeitsmodelle)
Karriereberatung und Mentoringprogramme
Wirkung
höhere Attraktivität des Wissenschaftsstandorts
bessere Karrierechancen
stärkere Bindung an die Hochschulen
SEITE 17
9.3 Wissenschaftsunterstützendes Personal
Exzellenz benötigt nicht nur exzellente Wissenschaftler, sondern auch leistungsfähige technische und administrative Strukturen. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher eine deutliche Stärkung des wissenschaftsunterstützenden Personals vor³⁹ S. 17.
Maßnahmen
1.000 zusätzliche wissenschaftliche Mitarbeiter
500 zusätzliche IT‑ und Laborfachkräfte
Professionalisierung der Forschungsadministration
Ausbau des Projekt‑ und Drittmittelmanagements
Qualifizierungsprogramme für Technik‑ und Verwaltungspersonal
Wirkung
höhere Effizienz in Forschung und Lehre
bessere Unterstützung für Wissenschaftler
schnellere Projektumsetzung
höhere Drittmittelquote
9.4 Internationale Rekrutierung
Der globale Wettbewerb um Talente erfordert eine aktive internationale Rekrutierungsstrategie. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher den Aufbau von International Recruitment Offices an allen Hochschulen vor⁴⁰ S. 17.
Zentrale Maßnahmen
internationale Ausschreibungen
vereinfachte Anerkennungsverfahren
englischsprachige Verwaltungsprozesse
Unterstützung bei Visa‑ und Aufenthaltsfragen
Welcome‑Center für internationale Wissenschaftler
Ziel
Hessen soll bis 2030 zu einem der attraktivsten Wissenschaftsstandorte Europas für internationale Talente werden.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 25: „Personaloffensive 2030 – Struktur“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 26: „Tenure‑Track‑System – Karrierepfad“ Typ: Karriereleiter
Grafik 27: „Internationale Rekrutierung – Prozess“ Typ: Prozessgrafik
⭐ FUSSNOTEN (Seite 16–17)
OECD: Academic Careers and Higher Education, 2024. S. 16
Bundesministerium für Bildung und Forschung: Tenure‑Track‑Programm, 2024. S. 16
Wissenschaftsrat: Nachwuchsförderung im Wissenschaftssystem, 2023. S. 16
EU‑Kommission: Research Support Structures in Europe, 2024. S. 17
DAAD: International Talent Mobility Report, 2024. S. 17
SEITE 18
10. Finanzierung und Kostenrahmen
Die Umsetzung der Wissenschaftsstrategie 2030 erfordert einen langfristig planbaren, transparenten und mehrstufigen Finanzierungsrahmen. Die Investitionen sind notwendig, um Forschung, Lehre, Transfer und Infrastruktur auf ein international konkurrenzfähiges Niveau zu heben⁴¹ S. 18.
Der Finanzierungsrahmen basiert auf vier Säulen:
Landesmittel
Bundesprogramme
EU‑Fördermittel
Private und institutionelle Partner
10.1 Landesmittel
Das Land Hessen trägt die Grundfinanzierung der Hochschulen. Für die Wissenschaftsstrategie 2030 wird ein jährlicher Aufwuchs der Hochschulfinanzierung vorgesehen⁴² S. 18.
Finanzierungsumfang
300–350 Mio. € jährlich für Exzellenzprogramme
Hochschulbauprogramm 2030: 3 Mrd. € bis 2035
Personaloffensive: 1,2 Mrd. € über 10 Jahre
Digitaler Campus: 250 Mio. €
Forschungsinfrastruktur: 1 Mrd. € über 10 Jahre
Ziel
Planungssicherheit für Hochschulen und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
10.2 Bundesprogramme
Der Bund unterstützt Hochschulen über verschiedene Programme, die gezielt in die Wissenschaftsstrategie 2030 integriert werden⁴³ S. 18.
Relevante Programme
Exzellenzstrategie des Bundes
Hochschulpakt / Zukunftsvertrag Studium und Lehre
Tenure‑Track‑Programm
Forschungsbauförderung
Digitalpakt Hochschule (geplant)
Wirkung
Hebelung der Landesmittel
Stärkung der Forschungsinfrastruktur
Förderung internationaler Spitzenforschung
SEITE 19
10.3 EU‑Fördermittel
Die EU bietet umfangreiche Förderprogramme für Forschung, Innovation und Infrastruktur. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher eine systematische Nutzung europäischer Programme vor⁴⁴ S. 19.
Relevante EU‑Programme
Horizon Europe
EFRE‑Fonds
InvestEU
Erasmus+
Digital Europe Programme
European Innovation Council (EIC)
Ziel
Erhöhung der EU‑Drittmittelquote hessischer Hochschulen um 50 % bis 2030.
10.4 Private und institutionelle Partner
Private Stiftungen, Unternehmen und institutionelle Partner können wichtige Beiträge zur Finanzierung leisten⁴⁵ S. 19.
Kooperationsformen
Stiftungsprofessuren
Forschungskooperationen
Public‑Private‑Partnerships
Innovationsfonds
Sponsoring von Laboren und Infrastruktur
Wirkung
zusätzliche Finanzierungsquellen
stärkere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft
schnellere Umsetzung innovativer Projekte
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 28: „Finanzierungsstruktur Wissenschaftsstrategie 2030“ Typ: Kreisdiagramm
Grafik 29: „EU‑Förderprogramme – Übersicht“ Typ: Tabelle / Icon‑Übersicht
Grafik 30: „Finanzierungshebel: Land – Bund – EU – Privat“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
⭐ FUSSNOTEN (Seite 18–19)
OECD: Financing Higher Education Systems, 2024. S. 18
Hessisches Finanzministerium: Hochschulfinanzbericht, 2025. S. 18
Bundesministerium für Bildung und Forschung: Exzellenzstrategie – Förderlinien, 2024. S. 18
EU‑Kommission: Horizon Europe Work Programme, 2024. S. 19
Stifterverband: Private Finanzierung im Wissenschaftssystem, 2023. S. 19
SEITE 20
11. Wirkung für das Land Hessen
Die Wissenschaftsstrategie 2030 entfaltet eine umfassende Wirkung auf Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und regionale Entwicklung. Sie stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit Hessens und schafft langfristige Standortvorteile⁴⁶ S. 20.
Die Wirkungsanalyse umfasst fünf zentrale Bereiche:
Wissenschaftliche Wirkung
Wirtschaftliche Wirkung
Gesellschaftliche Wirkung
Regionale Wirkung
Internationale Wirkung
11.1 Wissenschaftliche Wirkung
Die Stärkung von Forschung, Lehre und Transfer führt zu einer deutlichen Verbesserung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit⁴⁷ S. 20.
Erwartete Effekte
höhere Drittmittelquote
mehr Exzellenzcluster
stärkere internationale Kooperationen
höhere Publikationsleistung
bessere Forschungsinfrastruktur
stärkere Nachwuchsförderung
Ziel bis 2030
Mindestens zwei hessische Hochschulen sollen als Exzellenzhochschulen anerkannt werden.
11.2 Wirtschaftliche Wirkung
Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt die Innovationskraft der Wirtschaft und schafft neue Wertschöpfungsketten⁴⁸ S. 20.
Erwartete Effekte
mehr Unternehmensgründungen
höhere Innovationsquote
stärkere Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen
neue Arbeitsplätze in Forschung, Technologie und Start‑ups
höhere regionale Investitionen
Ziel bis 2030
Steigerung der wissensbasierten Wertschöpfung um 20 %.
SEITE 21
11.3 Gesellschaftliche Wirkung
Wissenschaft trägt zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt die gesellschaftliche Relevanz der Hochschulen⁴⁹ S. 21.
Erwartete Effekte
bessere wissenschaftliche Beratung für Politik und Verwaltung
stärkere Wissenschaftskommunikation
mehr Bürgerbeteiligung (Citizen Science)
höhere Akzeptanz von Innovationen
bessere Weiterbildungsmöglichkeiten
11.4 Regionale Wirkung
Hochschulen sind zentrale Anker für regionale Entwicklung. Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt die Regionen Hessens durch gezielte Investitionen⁵⁰ S. 21.
Erwartete Effekte
Sicherung von Hochschulstandorten
Stärkung regionaler Innovationsökosysteme
Ausbau von Technologie‑ und Gründerzentren
höhere Attraktivität für Fachkräfte
bessere Infrastruktur
11.5 Internationale Wirkung
Die Internationalisierung stärkt die globale Sichtbarkeit Hessens⁵¹ S. 21.
Erwartete Effekte
mehr internationale Studierende
mehr internationale Wissenschaftler
stärkere globale Forschungsnetzwerke
höhere Beteiligung an EU‑Projekten
bessere Positionierung im globalen Hochschulranking
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 31: „Wirkungsmodell Wissenschaftsstrategie 2030“ Typ: Wirkungslogik‑Diagramm
Grafik 32: „Wirtschaftliche Effekte – Innovationskette“ Typ: Prozessgrafik
Grafik 33: „Regionale Wirkung – Hochschulstandorte Hessen“ Typ: Hessen‑Karte
⭐ FUSSNOTEN (Seite 20–21)
OECD: Impact of Higher Education on Regional Development, 2024. S. 20
Wissenschaftsrat: Leistungsfähigkeit deutscher Hochschulen, 2023. S. 20
EU‑Kommission: Innovation and Economic Growth Report, 2024. S. 20
Stifterverband: Wissenschaft und Gesellschaft, 2024. S. 21
Hessisches Wirtschaftsministerium: Regionale Innovationsstrategie, 2025. S. 21
DAAD: Internationalisierung deutscher Hochschulen, 2024. S. 21
SEITE 22
12. Politische Leitlinie
Die Wissenschaftsstrategie 2030 folgt einer klaren politischen Leitlinie, die die Rolle der Hochschulen als Motoren von Innovation, gesellschaftlichem Fortschritt und wirtschaftlicher Entwicklung definiert⁵² S. 22.
Die Leitlinie lautet:
„Exzellenz entsteht dort, wo Forschung, Lehre und Innovation zusammenwirken – dafür schaffen wir die Strukturen.“
Diese Leitlinie bildet den normativen Rahmen für alle Maßnahmen der Strategie und betont drei Grundprinzipien:
Wissenschaftliche Freiheit
Strategische Steuerung
Gesellschaftliche Verantwortung
12.1 Wissenschaftliche Freiheit
Wissenschaftliche Freiheit ist die Grundlage jeder Exzellenz. Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt die Autonomie der Hochschulen und schützt die Freiheit von Forschung und Lehre⁵³ S. 22.
Zentrale Elemente
freie Wahl von Forschungsthemen
unabhängige Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse
Schutz vor politischer Einflussnahme
Stärkung der Selbstverwaltung der Hochschulen
12.2 Strategische Steuerung
Exzellenz entsteht nicht zufällig, sondern durch strategische Planung. Die Wissenschaftsstrategie 2030 verbindet Autonomie mit klaren Zielvereinbarungen und einer modernen Governance‑Struktur⁵⁴ S. 22.
Instrumente
Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen
Leistungsindikatoren (KPIs)
regelmäßige Evaluationen
wettbewerbliche Förderverfahren
SEITE 23
12.3 Gesellschaftliche Verantwortung
Hochschulen tragen Verantwortung für die gesellschaftliche Entwicklung. Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt die Rolle der Hochschulen als Orte des gesellschaftlichen Dialogs, der Weiterbildung und der Innovation⁵⁵ S. 23.
Zentrale Aufgaben
wissenschaftliche Beratung für Politik und Verwaltung
Förderung gesellschaftlicher Teilhabe
Weiterbildung für Bürgerinnen und Bürger
Forschung zu gesellschaftlichen Herausforderungen
Stärkung der kulturellen Bildung
12.4 Nachhaltigkeit als Leitprinzip
Nachhaltigkeit ist ein Querschnittsthema der Wissenschaftsstrategie 2030. Alle Hochschulen sollen bis 2030 nachhaltige Campusstrukturen entwickeln⁵⁶ S. 23.
Maßnahmen
klimaneutrale Gebäude
nachhaltige Mobilitätskonzepte
ökologische Campusgestaltung
nachhaltige Beschaffung
Integration von Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre
Ziel
Ein klimaneutrales Hochschulsystem bis 2040.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 34: „Politische Leitlinie – Drei Grundprinzipien“ Typ: Dreisäulenmodell
Grafik 35: „Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschulen“ Typ: Zeitstrahl
Grafik 36: „Wissenschaftliche Freiheit – Governance‑Modell“ Typ: Organigramm
⭐ FUSSNOTEN (Seite 22–23)
Hessisches Wissenschaftsministerium: Wissenschaftspolitische Leitlinien, 2025. S. 22
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 5 Abs. 3.
OECD: Strategic Governance in Higher Education, 2024. S. 22
Stifterverband: Hochschulen und gesellschaftliche Verantwortung, 2024. S. 23
EU‑Kommission: Green Transition in Higher Education, 2024. S. 23
SEITE 24
13. Umsetzungspfad 2026–2030
Die erfolgreiche Umsetzung der Wissenschaftsstrategie 2030 erfordert einen klar strukturierten, mehrjährigen Zeitplan. Der Umsetzungspfad definiert Meilensteine, Verantwortlichkeiten und Prioritäten⁵⁷ S. 24.
Der Zeitraum 2026–2030 ist in fünf Phasen gegliedert:
2026 – Startphase: Profilbildung
2027 – Aufbauphase: Exzellenzcluster
2028 – Transferphase: Innovationscampus
2029 – Internationalisierungsphase
2030 – Anerkennungsphase: Exzellenzhochschulen
13.1 Jahr 2026 – Start der Profilbildung
Im Jahr 2026 beginnt die grundlegende Transformation des hessischen Hochschulsystems⁵⁸ S. 24.
Zentrale Maßnahmen
Start der Profilbildung an allen Hochschulen
Einrichtung der Landesagentur für Wissenschaft und Innovation
Veröffentlichung der ersten Zielvereinbarungen
Start der Förderlinie „Profilbildung“
Beginn der Modernisierung der digitalen Infrastruktur
Ziel 2026
Alle Hochschulen verfügen über ein erstes, klar definiertes Exzellenzprofil.
13.2 Jahr 2027 – Einrichtung erster Exzellenzcluster
2027 markiert den Übergang von der Profilbildung zur strukturellen Exzellenzförderung⁵⁹ S. 24.
Zentrale Maßnahmen
Auswahl der ersten Exzellenzcluster
Start der Förderlinie „Exzellenzcluster“
Aufbau interdisziplinärer Forschungsverbünde
Rekrutierung internationaler Spitzenforscher
Ausbau der Forschungsinfrastruktur
Ziel 2027
Mindestens vier Exzellenzcluster sind eingerichtet und operativ.
SEITE 25
13.3 Jahr 2028 – Aufbau von Transferzentren und Innovationscampus
2028 steht im Zeichen des Transfers und der Innovationsförderung⁶⁰ S. 25.
Zentrale Maßnahmen
Aufbau der ersten Innovationscampus‑Standorte
Einrichtung von Transferzentren an allen Hochschulen
Start des Landes‑Gründungsfonds
Ausbau von Start‑up‑Zentren und Maker Spaces
Einführung neuer Entrepreneurship‑Programme
Ziel 2028
Ein landesweites Netzwerk von Innovations‑ und Transferstrukturen ist etabliert.
13.4 Jahr 2029 – Internationalisierung und Netzwerkbildung
2029 stärkt die globale Sichtbarkeit des hessischen Hochschulsystems⁶¹ S. 25.
Zentrale Maßnahmen
Ausbau internationaler Partnerschaften
Einführung von Joint‑Degree‑Programmen
Verdopplung der Austauschprogramme
Rekrutierung internationaler Wissenschaftler
Internationalisierung der Curricula
Ziel 2029
Hessen ist ein international sichtbarer Wissenschaftsstandort.
13.5 Jahr 2030 – Anerkennung der ersten Exzellenzhochschulen
2030 bildet den Höhepunkt der Strategie⁶² S. 25.
Zentrale Maßnahmen
Abschluss der Evaluationsphase
Anerkennung der ersten Exzellenzhochschulen
Veröffentlichung des Exzellenzberichts 2030
Planung der Folgeprogramme 2031–2040
Ziel 2030
Mindestens zwei hessische Hochschulen erhalten den Status Exzellenzhochschule.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 37: „Umsetzungspfad 2026–2030“ Typ: Zeitstrahl
Grafik 38: „Meilensteine der Exzellenzstrategie“ Typ: Meilenstein‑Diagramm
Grafik 39: „Cluster‑ und Transferaufbau 2026–2030“ Typ: Balken‑/Zeitachsenmodell
⭐ FUSSNOTEN (Seite 24–25)
Hessisches Wissenschaftsministerium: Umsetzungsplan Wissenschaftsstrategie, 2025. S. 24
OECD: Higher Education Reform Pathways, 2024. S. 24
EU‑Kommission: Cluster Development in Higher Education, 2024. S. 24
Fraunhofer‑Gesellschaft: Innovationsökosysteme in Deutschland, 2023. S. 25
DAAD: Internationalisierung 2030, 2024. S. 25
Wissenschaftsrat: Exzellenzbewertung deutscher Hochschulen, 2024. S. 25
SEITE 26
14. Risikoanalyse und Risikomanagement
Die Umsetzung der Wissenschaftsstrategie 2030 ist ein komplexer Transformationsprozess, der mit strukturellen, finanziellen und organisatorischen Risiken verbunden ist. Eine systematische Risikoanalyse ist daher notwendig, um mögliche Hindernisse frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln⁶³ S. 26.
Die Risikoanalyse umfasst vier zentrale Risikofelder:
Finanzielle Risiken
Strukturelle Risiken
Personelle Risiken
Kooperations‑ und Governance‑Risiken
14.1 Finanzielle Risiken
Die Umsetzung der Strategie erfordert erhebliche Investitionen. Finanzielle Risiken entstehen insbesondere durch⁶⁴ S. 26:
unzureichende Haushaltsmittel
Verzögerungen bei Bundes‑ oder EU‑Programmen
Kostensteigerungen im Hochschulbau
steigende Personalkosten
unvorhergesehene wirtschaftliche Entwicklungen
Gegenmaßnahmen
mehrjährige Finanzierungsvereinbarungen
flexible Budgetierung
Risikopuffer in Bau‑ und Infrastrukturprojekten
Diversifizierung der Drittmittelquellen
regelmäßige Finanzcontrolling‑Berichte
14.2 Strukturelle Risiken
Strukturelle Risiken entstehen durch die Komplexität des Hochschulsystems und die Vielzahl beteiligter Akteure⁶⁵ S. 26.
Risiken
Verzögerungen bei der Profilbildung
mangelnde Abstimmung zwischen Hochschulen
unklare Verantwortlichkeiten
Widerstände gegen organisatorische Veränderungen
Gegenmaßnahmen
klare Governance‑Strukturen
verbindliche Zielvereinbarungen
regelmäßige Steuerungstreffen
externe Moderation bei Konflikten
SEITE 27
14.3 Personelle Risiken
Der Erfolg der Wissenschaftsstrategie hängt maßgeblich von qualifiziertem Personal ab. Personelle Risiken entstehen insbesondere durch⁶⁶ S. 27:
Fachkräftemangel in Wissenschaft und Verwaltung
internationale Konkurrenz um Talente
hohe Belastung des wissenschaftlichen Nachwuchses
unzureichende Karriereperspektiven
Gegenmaßnahmen
Ausbau der Tenure‑Track‑Programme
internationale Rekrutierungsstrategien
Qualifizierungsprogramme für Verwaltung und Technik
bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Mentoring‑ und Coaching‑Programme
14.4 Kooperations‑ und Governance‑Risiken
Kooperationen zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind komplex. Risiken entstehen durch⁶⁷ S. 27:
unterschiedliche Interessenlagen
unklare Zuständigkeiten
rechtliche Unsicherheiten (IP‑Rechte, Datenschutz)
mangelnde Transparenz in Entscheidungsprozessen
Gegenmaßnahmen
klare Kooperationsverträge
standardisierte IP‑Regelungen
transparente Entscheidungsstrukturen
regelmäßige Evaluationen
unabhängige Governance‑Gremien
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 40: „Risikofelder der Wissenschaftsstrategie“ Typ: Vier‑Felder‑Matrix
Grafik 41: „Finanzielle Risiken und Gegenmaßnahmen“ Typ: Tabelle
Grafik 42: „Governance‑Risiken – Ursachen und Lösungen“ Typ: Prozessgrafik
⭐ FUSSNOTEN (Seite 26–27)
OECD: Risk Management in Higher Education Systems, 2024. S. 26
Hessisches Finanzministerium: Finanzrisiken im Wissenschaftssystem, 2025. S. 26
Wissenschaftsrat: Strukturelle Herausforderungen deutscher Hochschulen, 2024. S. 26
DAAD: Global Talent Competition Report, 2024. S. 27
EU‑Kommission: Governance and Cooperation in Higher Education, 2023. S. 27
SEITE 28
15. Monitoring und Evaluation
Die Wissenschaftsstrategie 2030 ist ein langfristiges Transformationsprogramm. Damit die Ziele erreicht werden, ist ein systematisches Monitoring‑ und Evaluationssystem notwendig, das Fortschritte misst, Abweichungen erkennt und Steuerungsimpulse setzt⁶⁸ S. 28.
Das Monitoring basiert auf drei Ebenen:
Indikatoren‑Monitoring (KPIs)
Jährliche Berichte
Externe Evaluationen
15.1 Indikatoren‑Monitoring (KPIs)
Zur Bewertung der Hochschulentwicklung werden zentrale Leistungsindikatoren definiert⁶⁹ S. 28.
Forschungsindikatoren
Drittmittelquote
Anzahl internationaler Publikationen
Anzahl Exzellenzcluster
Anzahl internationaler Kooperationen
Forschungsinfrastruktur‑Index
Lehrindikatoren
Studienerfolg (Abschlussquoten)
Lehrqualität (Evaluationen)
Internationalisierungsgrad der Studiengänge
Digitalisierung der Lehre
Betreuungsrelation
Transferindikatoren
Anzahl Gründungen
Anzahl Patente
Kooperationen mit Unternehmen
Transferprojekte
Innovationsindex
15.2 Jährliche Berichte
Die Landesagentur für Wissenschaft und Innovation erstellt jährlich einen Wissenschaftsbericht Hessen⁷⁰ S. 28.
Inhalte
Entwicklung der Hochschulen
Fortschritte bei Exzellenzprofilen
Finanzierungsübersicht
Transfer‑ und Innovationsaktivitäten
internationale Vergleichsdaten
Der Bericht wird dem Landtag vorgelegt und öffentlich zugänglich gemacht.
SEITE 29
15.3 Externe Evaluationen
Alle fünf Jahre erfolgt eine umfassende externe Evaluation der Wissenschaftsstrategie⁷¹ S. 29.
Ziele der Evaluation
Bewertung der Zielerreichung
Analyse der Wirksamkeit der Förderprogramme
Identifikation von Verbesserungspotenzialen
Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Strategie
internationale Vergleichbarkeit
Durchführung
internationale Expertengremien
Peer‑Review‑Verfahren
Standortbesuche
Interviews mit Hochschulleitungen, Forschenden und Studierenden
15.4 Transparenz und Beteiligung
Transparenz ist ein zentrales Prinzip der Wissenschaftsstrategie 2030. Die Beteiligung von Hochschulen, Studierenden, Wirtschaft und Gesellschaft stärkt die Legitimation und Wirksamkeit der Maßnahmen⁷² S. 29.
Maßnahmen
öffentliche Jahresberichte
Beteiligungsformate (Workshops, Anhörungen)
digitale Transparenzplattform
Veröffentlichung aller Förderentscheidungen
regelmäßige Dialogformate mit Hochschulen
Ziel
Ein transparentes, beteiligungsorientiertes Wissenschaftssystem, das Vertrauen schafft und Innovation fördert.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 43: „Monitoring‑System – Drei Ebenen“ Typ: Ebenenmodell
Grafik 44: „KPI‑System Forschung – Lehre – Transfer“ Typ: Tabellenübersicht
Grafik 45: „Evaluationszyklus 2026–2030“ Typ: Kreislaufdiagramm
⭐ FUSSNOTEN (Seite 28–29)
OECD: Monitoring and Evaluation in Higher Education, 2024. S. 28
Wissenschaftsrat: Indikatoren für Hochschulentwicklung, 2023. S. 28
Hessisches Wissenschaftsministerium: Wissenschaftsbericht Hessen, 2025. S. 28
EU‑Kommission: Evaluation of Higher Education Strategies, 2024. S. 29
Stifterverband: Transparenz und Beteiligung im Wissenschaftssystem, 2024. S. 29
SEITE 30
16. Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Die Wissenschaftsstrategie 2030 entfaltet ihre volle Wirkung nur dann, wenn sie transparent kommuniziert und aktiv in der Öffentlichkeit verankert wird. Eine professionelle Kommunikationsstrategie stärkt Akzeptanz, Sichtbarkeit und Beteiligung⁷³ S. 30.
Die Kommunikationsarchitektur umfasst vier Ebenen:
Landesweite Kommunikation
Hochschulinterne Kommunikation
Wissenschaftskommunikation
Internationale Kommunikation
16.1 Landesweite Kommunikation
Die Landesregierung kommuniziert Ziele, Fortschritte und Erfolge der Wissenschaftsstrategie regelmäßig und öffentlich⁷⁴ S. 30.
Maßnahmen
jährliche Pressekonferenzen
Veröffentlichung des Wissenschaftsberichts
Informationskampagnen zu Exzellenzprojekten
Dialogformate mit Bürgerinnen und Bürgern
Social‑Media‑Strategie des Landes
Ziel
Hohe Transparenz und breite gesellschaftliche Unterstützung.
16.2 Hochschulinterne Kommunikation
Die Hochschulen müssen ihre Mitarbeitenden, Studierenden und Partner aktiv einbinden⁷⁵ S. 30.
Maßnahmen
interne Newsletter
Informationsveranstaltungen
Beteiligungsprozesse bei Profilbildung
digitale Informationsplattformen
regelmäßige Austauschformate zwischen Fakultäten
Ziel
Ein gemeinsames Verständnis der strategischen Ziele.
SEITE 31
16.3 Wissenschaftskommunikation
Wissenschaftskommunikation stärkt die gesellschaftliche Relevanz der Hochschulen und macht Forschungsergebnisse sichtbar⁷⁶ S. 31.
Maßnahmen
Podcasts, Videos und Blogs
öffentliche Vortragsreihen
Wissenschaftsfestivals
Kooperationen mit Medien
verständliche Aufbereitung komplexer Forschung
Ziel
Wissenschaft für alle zugänglich machen.
16.4 Internationale Kommunikation
Die internationale Sichtbarkeit ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Exzellenz⁷⁷ S. 31.
Maßnahmen
internationale Marketingkampagnen
englischsprachige Kommunikationskanäle
Teilnahme an globalen Wissenschaftsmessen
internationale Pressearbeit
globale Alumni‑Netzwerke
Ziel
Positionierung Hessens als internationaler Wissenschaftsstandort.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 46: „Kommunikationsarchitektur – Vier Ebenen“ Typ: Ebenenmodell
Grafik 47: „Wissenschaftskommunikation – Formate“ Typ: Icon‑Übersicht
Grafik 48: „Internationale Sichtbarkeit – Kommunikationskanäle“ Typ: Weltkarte + Netzwerkdiagramm
⭐ FUSSNOTEN (Seite 30–31)
Stifterverband: Kommunikation im Wissenschaftssystem, 2024. S. 30
Hessische Staatskanzlei: Regierungsstrategie Wissenschaft 2030, 2025. S. 30
Hochschulrektorenkonferenz: Interne Kommunikation an Hochschulen, 2024. S. 30
EU‑Kommission: Science Communication in Europe, 2023. S. 31
DAAD: Global Visibility of Higher Education, 2024. S. 31
SEITE 32
17. Rechtliche Rahmenbedingungen
Die Wissenschaftsstrategie 2030 basiert auf einem klar definierten rechtlichen Fundament. Dieses Fundament gewährleistet die Autonomie der Hochschulen, die Freiheit von Forschung und Lehre sowie die rechtssichere Umsetzung aller Maßnahmen⁷⁸ S. 32.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen umfassen vier Ebenen:
Verfassungsrecht
Landesrecht (Hochschulgesetz)
Bundesrecht
EU‑Recht
17.1 Verfassungsrechtliche Grundlagen
Die Freiheit von Forschung und Lehre ist in Deutschland verfassungsrechtlich geschützt. Sie bildet das oberste Prinzip der Wissenschaftsstrategie 2030⁷⁹ S. 32.
Rechtsgrundlagen
Art. 5 Abs. 3 GG – Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre
Art. 12 GG – Berufsfreiheit
Art. 3 GG – Gleichbehandlung
Art. 20 GG – Rechtsstaatlichkeit und Transparenz
Bedeutung
Schutz wissenschaftlicher Unabhängigkeit
Sicherung der Autonomie der Hochschulen
Abwehr politischer Einflussnahme
17.2 Landesrecht: Hessisches Hochschulgesetz (HHG)
Das Hessische Hochschulgesetz bildet die zentrale rechtliche Grundlage für die Umsetzung der Wissenschaftsstrategie 2030⁸⁰ S. 32.
Relevante Regelungsbereiche
Hochschulautonomie
Zielvereinbarungen
Qualitätssicherung
Berufungsverfahren
Governance‑Strukturen
Gleichstellung und Diversität
Ziel
Rechtssichere Umsetzung aller Maßnahmen der Wissenschaftsstrategie.
SEITE 33
17.3 Bundesrechtliche Rahmenbedingungen
Bundesrecht beeinflusst die Hochschulentwicklung insbesondere in den Bereichen Finanzierung, Forschung und Personal⁸¹ S. 33.
Relevante Gesetze und Programme
Hochschulrahmengesetz (HRG)
Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG)
Exzellenzstrategie des Bundes
Tenure‑Track‑Programm
Forschungsbauförderung des Bundes
Bedeutung
rechtliche Grundlage für Karrierewege
Rahmenbedingungen für Drittmittel
Strukturvorgaben für Exzellenzcluster
17.4 EU‑Recht und europäische Programme
Die EU setzt zunehmend rechtliche und strategische Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation⁸² S. 33.
Relevante Bereiche
Horizon Europe
EU‑Beihilferecht
Datenschutz (DSGVO)
Europäischer Forschungsraum (ERA)
Digital Europe Programme
Bedeutung
Harmonisierung europäischer Forschungsstandards
rechtliche Sicherheit bei internationalen Kooperationen
Zugang zu EU‑Fördermitteln
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 49: „Rechtliche Ebenen der Wissenschaftsstrategie“ Typ: Vier‑Ebenen‑Modell
Grafik 50: „Verfassungsrechtliche Grundlagen“ Typ: Übersichtstafel
Grafik 51: „Rechtsrahmen für Exzellenzcluster“ Typ: Prozessgrafik
⭐ FUSSNOTEN (Seite 32–33)
Hessisches Wissenschaftsministerium: Rechtsrahmen Wissenschaft 2030, 2025. S. 32
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 5 Abs. 3.
Hessisches Hochschulgesetz (HHG), Fassung 2025. S. 32
Bundesministerium für Bildung und Forschung: Rechtsgrundlagen Hochschulsystem, 2024. S. 33
EU‑Kommission: European Research Area – Legal Framework, 2024. S. 33
SEITE 34
18. Governance‑Struktur der Wissenschaftsstrategie 2030
Die erfolgreiche Umsetzung der Wissenschaftsstrategie 2030 erfordert eine klare, transparente und effiziente Governance‑Struktur. Diese Struktur definiert Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege und Kontrollmechanismen⁸³ S. 34.
Die Governance‑Architektur umfasst vier Ebenen:
Landesregierung
Landesagentur für Wissenschaft und Innovation
Hochschulen
Externe Gremien und Partner
18.1 Landesregierung
Die Landesregierung trägt die politische Gesamtverantwortung für die Wissenschaftsstrategie 2030⁸⁴ S. 34.
Aufgaben
strategische Steuerung
Bereitstellung der finanziellen Mittel
Abschluss von Zielvereinbarungen
Gesetzgebung und rechtliche Rahmenbedingungen
Rechenschaft gegenüber dem Landtag
Ziel
Politische Stabilität und langfristige Planungssicherheit.
18.2 Landesagentur für Wissenschaft und Innovation
Die Landesagentur ist das operative Zentrum der Wissenschaftsstrategie⁸⁵ S. 34.
Aufgaben
Umsetzung der Förderprogramme
Monitoring und Evaluation
Koordination zwischen Hochschulen und Ministerien
Durchführung von Wettbewerbsverfahren
Veröffentlichung des jährlichen Wissenschaftsberichts
Ziel
Professionelle, unabhängige und transparente Steuerung.
SEITE 35
18.3 Hochschulen
Die Hochschulen sind die zentralen Akteure der Wissenschaftsstrategie 2030⁸⁶ S. 35.
Aufgaben
Entwicklung und Umsetzung der Exzellenzprofile
Durchführung von Forschung, Lehre und Transfer
Aufbau von Exzellenzclustern und Transferzentren
Rekrutierung von Spitzenpersonal
Kooperationen mit Wirtschaft und Gesellschaft
Ziel
Stärkung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit und internationalen Sichtbarkeit.
18.4 Externe Gremien und Partner
Externe Akteure sichern Qualität, Transparenz und internationale Anschlussfähigkeit⁸⁷ S. 35.
Akteure
Wissenschaftsrat
internationale Expertengremien
außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
Unternehmen und Stiftungen
gesellschaftliche Organisationen
Rolle
externe Evaluation
Peer‑Review‑Verfahren
strategische Beratung
Förderung von Kooperationen
Sicherung internationaler Standards
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 52: „Governance‑Architektur – Vier Ebenen“ Typ: Organigramm
Grafik 53: „Rollen und Verantwortlichkeiten“ Typ: Matrix
Grafik 54: „Steuerungsmodell Wissenschaftsstrategie 2030“ Typ: Prozessgrafik
⭐ FUSSNOTEN (Seite 34–35)
OECD: Governance Models in Higher Education, 2024. S. 34
Hessische Staatskanzlei: Wissenschaftspolitische Steuerung, 2025. S. 34
Hessisches Wissenschaftsministerium: Strukturpapier Landesagentur, 2025. S. 34
Hochschulrektorenkonferenz: Rolle der Hochschulen im Wissenschaftssystem, 2024. S. 35
EU‑Kommission: External Governance and Peer Review, 2023. S. 35
SEITE 36
19. Digitalisierung als Querschnittsaufgabe
Digitalisierung ist kein isoliertes Handlungsfeld, sondern ein Querschnittsthema, das alle Bereiche der Wissenschaftsstrategie 2030 durchdringt. Sie betrifft Forschung, Lehre, Verwaltung, Infrastruktur und Transfer gleichermaßen⁸⁸ S. 36.
Die Digitalstrategie umfasst fünf zentrale Dimensionen:
Digitale Forschung
Digitale Lehre
Digitale Verwaltung
Digitale Infrastruktur
Digitale Kompetenzen
19.1 Digitale Forschung
Digitale Technologien verändern Forschungsprozesse grundlegend. Die Wissenschaftsstrategie 2030 fördert daher den systematischen Einsatz digitaler Methoden⁸⁹ S. 36.
Zentrale Elemente
KI‑gestützte Datenanalyse
High‑Performance‑Computing (HPC)
digitale Laborautomatisierung
Forschungsdatenmanagement (FAIR‑Prinzipien)
Open‑Science‑Plattformen
Ziel
Ein vollständig digital unterstütztes Forschungssystem.
19.2 Digitale Lehre
Die Digitalisierung der Lehre ist ein zentraler Baustein der Hochschulentwicklung⁹⁰ S. 36.
Maßnahmen
hybride Lehrformate
digitale Prüfungen
KI‑gestützte Lernplattformen
virtuelle Labore
digitale Lernmaterialien
Wirkung
höhere Flexibilität
bessere Studienbedingungen
stärkere Individualisierung des Lernens
SEITE 37
19.3 Digitale Verwaltung
Eine moderne Hochschulverwaltung benötigt effiziente digitale Prozesse⁹¹ S. 37.
Maßnahmen
Einführung digitaler Campus‑Management‑Systeme
elektronische Aktenführung
digitale Berufungsverfahren
automatisierte Verwaltungsprozesse
Self‑Service‑Portale für Studierende und Mitarbeitende
Ziel
Ein vollständig digitalisiertes, effizientes Verwaltungssystem.
19.4 Digitale Kompetenzen
Digitale Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation für Studierende, Forschende und Verwaltungspersonal⁹² S. 37.
Maßnahmen
verpflichtende Data‑Literacy‑Module
Weiterbildung für Lehrende
Schulungen für Verwaltung und Technik
Zertifikatsprogramme für digitale Kompetenzen
Integration digitaler Skills in alle Studiengänge
Wirkung
höhere Beschäftigungsfähigkeit
bessere Forschungsqualität
effizientere Verwaltungsprozesse
19.5 Digitale Sicherheit
Mit zunehmender Digitalisierung steigt die Bedeutung von IT‑Sicherheit⁹³ S. 37.
Maßnahmen
Ausbau der Cybersecurity‑Infrastruktur
Schulungen zu IT‑Sicherheit
Notfall‑ und Backup‑Systeme
Datenschutzkonzepte
Sicherheitszertifizierungen
Ziel
Ein sicheres, resilient digitales Hochschulsystem.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 55: „Digitale Transformation – Fünf Dimensionen“ Typ: Fünf‑Säulen‑Modell
Grafik 56: „Digitale Forschung – Technologien“ Typ: Icon‑Übersicht
Grafik 57: „Digitale Verwaltung – Prozessarchitektur“ Typ: Prozessgrafik
⭐ FUSSNOTEN (Seite 36–37)
EU‑Kommission: Digital Transformation in Higher Education, 2024. S. 36
OECD: AI and Data in Research, 2024. S. 36
Hochschulrektorenkonferenz: Digitale Hochschullehre 2030, 2024. S. 36
Hessisches Wissenschaftsministerium: Digitalstrategie Hochschulen, 2025. S. 37
Stifterverband: Digitale Kompetenzen im Hochschulsystem, 2024. S. 37
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Cybersecurity im Bildungsbereich, 2024. S. 37
SEITE 38
20. Nachhaltigkeit und Klimaneutralität
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Leitprinzip der Wissenschaftsstrategie 2030. Hessische Hochschulen sollen bis spätestens 2040 klimaneutral sein und bereits bis 2030 substanzielle Fortschritte erzielen⁹⁴ S. 38.
Die Nachhaltigkeitsstrategie umfasst vier zentrale Handlungsfelder:
Energie und Gebäude
Mobilität
Ressourcen und Beschaffung
Forschung und Lehre
20.1 Energie und Gebäude
Hochschulgebäude sind einer der größten CO₂‑Verursacher im Wissenschaftssystem. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher umfassende Maßnahmen zur energetischen Transformation vor⁹⁵ S. 38.
Maßnahmen
energetische Sanierung von Bestandsgebäuden
Neubauten nach Passivhaus‑ oder Plus‑Energie‑Standard
flächendeckende Installation von Photovoltaik
intelligente Gebäudesteuerung (Smart Buildings)
Umstellung auf erneuerbare Wärmeversorgung
Ziel
Reduktion der gebäudebezogenen Emissionen um 50 % bis 2030.
20.2 Nachhaltige Mobilität
Mobilität ist ein weiterer zentraler Emissionsfaktor im Hochschulbereich⁹⁶ S. 38.
Maßnahmen
Ausbau von Fahrrad‑ und Fußverkehrsinfrastruktur
Förderung von E‑Mobilität
klimafreundliche Dienstreisen (Bahn statt Flug)
digitale Alternativen zu Präsenzterminen
Campus‑Mobilitätskonzepte
Ziel
Reduktion der mobilitätsbezogenen Emissionen um 40 % bis 2030.
SEITE 39
20.3 Ressourcen und Beschaffung
Nachhaltige Beschaffung ist ein wesentlicher Hebel zur Reduktion ökologischer Belastungen⁹⁷ S. 39.
Maßnahmen
nachhaltige Beschaffungsrichtlinien
ökologische Kriterien bei Labor‑ und IT‑Ausstattung
Reduktion von Einwegmaterialien
Kreislaufwirtschaft (Re‑Use, Repair, Recycling)
nachhaltige Kantinen‑ und Mensakonzepte
Ziel
Ein vollständig nachhaltiges Beschaffungswesen bis 2035.
20.4 Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre
Nachhaltigkeit ist nicht nur ein organisatorisches, sondern auch ein wissenschaftliches Thema⁹⁸ S. 39.
Maßnahmen
Integration von Nachhaltigkeit in alle Curricula
Förderung nachhaltigkeitsbezogener Forschung
Reallabore für nachhaltige Transformation
Kooperationen mit Kommunen und Unternehmen
internationale Nachhaltigkeitsnetzwerke
Wirkung
höhere gesellschaftliche Relevanz
bessere Positionierung im globalen Nachhaltigkeitsranking
Stärkung der Verantwortungskultur
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 58: „Nachhaltigkeitsstrategie – Vier Handlungsfelder“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 59: „CO₂‑Reduktionspfad 2026–2040“ Typ: Zeitstrahl / Liniendiagramm
Grafik 60: „Nachhaltige Beschaffung – Maßnahmenmatrix“ Typ: Tabelle
⭐ FUSSNOTEN (Seite 38–39)
EU‑Kommission: Green Deal and Higher Education, 2024. S. 38
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Gebäudestrategie 2030, 2024. S. 38
Umweltbundesamt: Mobilität im Hochschulbereich, 2023. S. 38
Stifterverband: Nachhaltige Beschaffung an Hochschulen, 2024. S. 39
OECD: Sustainability in Higher Education, 2024. S. 39
SEITE 40
21. Internationale Vernetzung und Kooperation
Die internationale Vernetzung ist ein zentraler Erfolgsfaktor moderner Wissenschaftssysteme. Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt die globale Einbindung hessischer Hochschulen und schafft neue Kooperationsstrukturen⁹⁹ S. 40.
Die Internationalisierungsstrategie umfasst vier Handlungsfelder:
Globale Forschungsnetzwerke
Internationale Studienangebote
Wissenschaftlermobilität
Internationale Partnerschaften
21.1 Globale Forschungsnetzwerke
Internationale Forschungskooperationen erhöhen die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und Sichtbarkeit¹⁰⁰ S. 40.
Maßnahmen
Aufbau globaler Forschungsallianzen
Teilnahme an internationalen Großprojekten
gemeinsame Forschungszentren mit Partnerländern
internationale Doktorandenkollegs
Förderung von Co‑Publikationen
Ziel
Stärkung der internationalen Forschungspräsenz Hessens.
21.2 Internationale Studienangebote
Internationale Studienprogramme erhöhen die Attraktivität des Hochschulstandorts¹⁰¹ S. 40.
Maßnahmen
Ausbau englischsprachiger Masterprogramme
Einführung von Joint‑Degree‑Programmen
internationale Summer Schools
digitale Austauschformate
Anerkennung internationaler Studienleistungen
Wirkung
mehr internationale Studierende
höhere globale Sichtbarkeit
stärkere kulturelle Vielfalt
SEITE 41
21.3 Wissenschaftlermobilität
Die Mobilität von Forschenden ist ein zentraler Treiber wissenschaftlicher Exzellenz¹⁰² S. 41.
Maßnahmen
internationale Gastprofessuren
Mobilitätsstipendien
vereinfachte Visa‑ und Aufenthaltsverfahren
Welcome‑Center an allen Hochschulen
internationale Karriereprogramme
Ziel
Erhöhung der internationalen Mobilität um 30 % bis 2030.
21.4 Internationale Partnerschaften
Strategische Partnerschaften stärken Forschung, Lehre und Transfer¹⁰³ S. 41.
Maßnahmen
bilaterale Hochschulpartnerschaften
Kooperationen mit globalen Innovationszentren
gemeinsame Forschungsprojekte
Austauschprogramme für Studierende und Mitarbeitende
internationale Innovationsnetzwerke
Wirkung
stärkere globale Positionierung
Zugang zu internationalen Fördermitteln
Ausbau globaler Wissensströme
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 61: „Internationale Vernetzung – Vier Handlungsfelder“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 62: „Globale Forschungsnetzwerke Hessens“ Typ: Weltkarte
Grafik 63: „Mobilitätsprogramme – Struktur“ Typ: Prozessgrafik
⭐ FUSSNOTEN (Seite 40–41)
OECD: Internationalisation of Higher Education, 2024. S. 40
EU‑Kommission: Global Research Cooperation Report, 2024. S. 40
DAAD: International Study Programmes in Europe, 2024. S. 40
Wissenschaftsrat: Mobilität im Wissenschaftssystem, 2023. S. 41
Stifterverband: Internationale Hochschulpartnerschaften, 2024. S. 41
SEITE 42
22. Gesellschaftliche Einbindung und Partizipation
Die Wissenschaftsstrategie 2030 versteht Hochschulen als zentrale gesellschaftliche Akteure. Sie sollen nicht nur forschen und lehren, sondern aktiv zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen¹⁰⁴ S. 42.
Die gesellschaftliche Einbindung umfasst vier Handlungsfelder:
Wissenschaft und Politik
Wissenschaft und Zivilgesellschaft
Wissenschaft und Wirtschaft
Wissenschaft und Kultur
22.1 Wissenschaft und Politik
Hochschulen leisten einen wichtigen Beitrag zur evidenzbasierten Politikgestaltung¹⁰⁵ S. 42.
Maßnahmen
wissenschaftliche Beratung für Landes‑ und Kommunalpolitik
Policy‑Labs zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen
regelmäßige wissenschaftliche Lageberichte
Expertenanhörungen im Landtag
Kooperationen mit Ministerien
Ziel
Stärkung der wissenschaftsbasierten Entscheidungsfindung.
22.2 Wissenschaft und Zivilgesellschaft
Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen für alle zugänglich sein¹⁰⁶ S. 42.
Maßnahmen
Bürgerdialoge
Citizen‑Science‑Projekte
öffentliche Vortragsreihen
Wissenschaftsfestivals
Kooperationen mit Schulen und Vereinen
Wirkung
höhere gesellschaftliche Akzeptanz
stärkere Identifikation mit Hochschulen
Förderung wissenschaftlicher Grundbildung
SEITE 43
22.3 Wissenschaft und Wirtschaft
Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen ist ein zentraler Motor für Innovation¹⁰⁷ S. 43.
Maßnahmen
gemeinsame Forschungsprojekte
Innovationscampus‑Strukturen
Technologietransferstellen
Start‑up‑Förderung
Weiterbildungsangebote für Unternehmen
Ziel
Stärkung der regionalen Innovationskraft.
22.4 Wissenschaft und Kultur
Hochschulen sind kulturelle Zentren und prägen das gesellschaftliche Leben¹⁰⁸ S. 43.
Maßnahmen
Kooperationen mit Museen, Theatern und Kulturinstitutionen
kulturelle Veranstaltungen auf dem Campus
Förderung studentischer Kulturinitiativen
Integration kultureller Bildung in Studiengänge
internationale Kulturprogramme
Wirkung
Stärkung der kulturellen Vielfalt
höhere Attraktivität der Hochschulstandorte
Förderung kreativer Kompetenzen
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 64: „Gesellschaftliche Einbindung – Vier Handlungsfelder“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 65: „Wissenschaft und Politik – Interaktionsmodell“ Typ: Prozessgrafik
Grafik 66: „Wissenschaft und Zivilgesellschaft – Beteiligungsformen“ Typ: Icon‑Übersicht
⭐ FUSSNOTEN (Seite 42–43)
Stifterverband: Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog, 2024. S. 42
OECD: Evidence‑Based Policymaking, 2024. S. 42
EU‑Kommission: Citizen Science and Public Engagement, 2023. S. 42
Fraunhofer‑Gesellschaft: Wissenschaft‑Wirtschaft‑Kooperationen, 2024. S. 43
Deutscher Kulturrat: Kultur und Hochschule, 2024. S. 43
SEITE 44
23. Transfer, Innovation und Gründungsförderung
Transfer und Innovation sind zentrale Treiber wirtschaftlicher Entwicklung. Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt daher systematisch die Innovationskraft der Hochschulen und fördert Gründungen aus der Wissenschaft¹⁰⁹ S. 44.
Die Transferstrategie umfasst vier Handlungsfelder:
Technologietransfer
Gründungsförderung
Kooperationen mit Unternehmen
Innovationsökosysteme
23.1 Technologietransfer
Technologietransfer verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit wirtschaftlicher Anwendung¹¹⁰ S. 44.
Maßnahmen
Ausbau der Transferstellen
Professionalisierung des IP‑Managements
Unterstützung bei Patentierung und Lizenzierung
Innovationsscouting an allen Hochschulen
Transfer‑Fellowships für Forschende
Ziel
Erhöhung der Patent‑ und Lizenzaktivitäten um 30 % bis 2030.
23.2 Gründungsförderung
Gründungen aus Hochschulen sind ein zentraler Motor für Innovation und regionale Wertschöpfung¹¹¹ S. 44.
Maßnahmen
Landes‑Gründungsfonds
Start‑up‑Zentren und Inkubatoren
Entrepreneurship‑Ausbildung in allen Studiengängen
Mentoring‑Programme
Maker Spaces und Prototyping‑Labore
Wirkung
mehr technologieorientierte Gründungen
höhere Beschäftigungseffekte
stärkere regionale Innovationsdynamik
SEITE 45
23.3 Kooperationen mit Unternehmen
Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen stärken Forschung, Transfer und Innovation¹¹² S. 45.
Maßnahmen
gemeinsame Forschungsprojekte
Innovationspartnerschaften
duale Studiengänge
Weiterbildungsprogramme für Unternehmen
gemeinsame Labore und Testfelder
Ziel
Ein eng vernetztes Wissenschafts‑Wirtschafts‑Ökosystem.
23.4 Innovationsökosysteme
Innovationsökosysteme verbinden Hochschulen, Unternehmen, Start‑ups und öffentliche Akteure¹¹³ S. 45.
Maßnahmen
Aufbau regionaler Innovationscampus
Clusterentwicklung in Schlüsseltechnologien
Kooperationen mit Kommunen
regionale Innovationsstrategien
internationale Innovationsnetzwerke
Wirkung
höhere Innovationsgeschwindigkeit
bessere Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse
Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 67: „Transferstrategie – Vier Handlungsfelder“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 68: „Gründungsförderung – Maßnahmenkette“ Typ: Prozessgrafik
Grafik 69: „Innovationsökosysteme – Struktur“ Typ: Netzwerkdiagramm
⭐ FUSSNOTEN (Seite 44–45)
OECD: Innovation and Knowledge Transfer, 2024. S. 44
EU‑Kommission: Technology Transfer in Europe, 2023. S. 44
Stifterverband: Gründungen aus Hochschulen, 2024. S. 44
Fraunhofer‑Gesellschaft: Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, 2024. S. 45
Hessisches Wirtschaftsministerium: Regionale Innovationsökosysteme, 2025. S. 45
SEITE 46
24. Hochschulbau und Infrastrukturentwicklung
Eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur ist Grundvoraussetzung für exzellente Forschung, Lehre und Transfer. Die Wissenschaftsstrategie 2030 sieht daher ein umfassendes Infrastrukturprogramm vor, das Hochschulbau, Labore, digitale Infrastruktur und Campusentwicklung umfasst¹¹⁴ S. 46.
Die Infrastrukturstrategie gliedert sich in vier Bereiche:
Hochschulbauprogramm 2030
Forschungsinfrastruktur
Digitale Infrastruktur
Campusentwicklung
24.1 Hochschulbauprogramm 2030
Das Land Hessen investiert bis 2035 rund 3 Milliarden Euro in den Hochschulbau¹¹⁵ S. 46.
Schwerpunkte
Neubauten für Forschung und Lehre
Sanierung bestehender Gebäude
energieeffiziente Bauweise
barrierefreie Campusgestaltung
flexible Raumkonzepte für hybride Lehre
Ziel
Ein modernes, nachhaltiges und zukunftsfähiges Hochschulbausystem.
24.2 Forschungsinfrastruktur
Forschungsinfrastruktur ist ein zentraler Standortfaktor für wissenschaftliche Exzellenz¹¹⁶ S. 46.
Maßnahmen
Großgeräteprogramme
Laborneubauten und ‑modernisierungen
High‑Performance‑Computing
spezialisierte Forschungszentren
gemeinsame Nutzung von Infrastruktur (Shared Facilities)
Wirkung
höhere Forschungsqualität
bessere internationale Wettbewerbsfähigkeit
stärkere Drittmitteleinwerbung
SEITE 47
24.3 Digitale Infrastruktur
Digitale Infrastruktur ist ein strategischer Kernbereich der Hochschulentwicklung¹¹⁷ S. 47.
Maßnahmen
flächendeckendes High‑Speed‑Netz
Ausbau von Cloud‑Infrastrukturen
digitale Campus‑Management‑Systeme
sichere Datenplattformen
KI‑gestützte Services
Ziel
Ein vollständig digital vernetztes Hochschulsystem.
24.4 Campusentwicklung
Campusentwicklung umfasst räumliche, soziale und ökologische Aspekte¹¹⁸ S. 47.
Maßnahmen
moderne Lern‑ und Arbeitsräume
Campus‑Grünflächen und Aufenthaltsbereiche
nachhaltige Mobilitätskonzepte
studentische Begegnungsräume
Kultur‑ und Veranstaltungsflächen
Wirkung
höhere Attraktivität der Hochschulstandorte
bessere Studien‑ und Arbeitsbedingungen
stärkere Identifikation mit dem Campus
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 70: „Infrastrukturstrategie – Vier Bereiche“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 71: „Hochschulbauprogramm 2030 – Investitionsplan“ Typ: Balkendiagramm
Grafik 72: „Campusentwicklung – Maßnahmenübersicht“ Typ: Icon‑Matrix
⭐ FUSSNOTEN (Seite 46–47)
Hessisches Wissenschaftsministerium: Infrastrukturstrategie Hochschulen, 2025. S. 46
Hessisches Finanzministerium: Hochschulbauprogramm 2030, 2025. S. 46
OECD: Research Infrastructure and Innovation, 2024. S. 46
EU‑Kommission: Digital Infrastructure in Higher Education, 2024. S. 47
Stifterverband: Campusentwicklung im 21. Jahrhundert, 2024. S. 47
SEITE 48
25. Personalstrategie und Talententwicklung
Die Personalstrategie ist ein zentraler Baustein der Wissenschaftsstrategie 2030. Sie adressiert die Gewinnung, Entwicklung und Bindung von wissenschaftlichem und nicht‑wissenschaftlichem Personal¹¹⁹ S. 48.
Die Personalstrategie umfasst vier Handlungsfelder:
Karrierewege und Nachwuchsförderung
Internationales Recruiting
Personalentwicklung
Arbeitsbedingungen und Vereinbarkeit
25.1 Karrierewege und Nachwuchsförderung
Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist entscheidend für die langfristige Leistungsfähigkeit des Hochschulsystems¹²⁰ S. 48.
Maßnahmen
Ausbau von Tenure‑Track‑Professuren
strukturierte Promotionsprogramme
Graduiertenschulen
Mentoring‑Programme
transparente Karrierewege
Ziel
Planbare, attraktive Karrierewege für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
25.2 Internationales Recruiting
Der globale Wettbewerb um Talente erfordert eine aktive internationale Rekrutierungsstrategie¹²¹ S. 48.
Maßnahmen
internationale Ausschreibungen
vereinfachte Visa‑ und Anerkennungsverfahren
Welcome‑Center an allen Hochschulen
internationale Karriereprogramme
Kooperationen mit globalen Talentnetzwerken
Wirkung
höhere internationale Sichtbarkeit
mehr Spitzenforschung
stärkere Diversität
SEITE 49
25.3 Personalentwicklung
Personalentwicklung stärkt die Kompetenzen von Wissenschaft, Verwaltung und Technik¹²² S. 49.
Maßnahmen
Weiterbildungsprogramme
Führungskräfteentwicklung
Coaching‑ und Trainingsangebote
digitale Kompetenzprogramme
Qualifizierungsprogramme für Verwaltungspersonal
Ziel
Ein professionelles, leistungsfähiges und zukunftsfähiges Personal.
25.4 Arbeitsbedingungen und Vereinbarkeit
Attraktive Arbeitsbedingungen sind ein zentraler Standortfaktor¹²³ S. 49.
Maßnahmen
flexible Arbeitszeitmodelle
Home‑Office‑Regelungen
Kinderbetreuung auf dem Campus
Gesundheits‑ und Präventionsprogramme
Maßnahmen zur Gleichstellung
Wirkung
höhere Zufriedenheit
bessere Bindung von Fachkräften
gesteigerte Produktivität
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 73: „Personalstrategie – Vier Handlungsfelder“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 74: „Karrierewege – Strukturmodell“ Typ: Stufenmodell
Grafik 75: „Internationales Recruiting – Maßnahmenübersicht“ Typ: Icon‑Matrix
⭐ FUSSNOTEN (Seite 48–49)
OECD: Human Resources in Higher Education, 2024. S. 48
Wissenschaftsrat: Nachwuchsförderung im Wissenschaftssystem, 2023. S. 48
DAAD: Global Talent Recruitment, 2024. S. 48
Stifterverband: Personalentwicklung an Hochschulen, 2024. S. 49
EU‑Kommission: Working Conditions in Research, 2023. S. 49
SEITE 50
26. Finanzierungssystem und Budgetarchitektur
Die Umsetzung der Wissenschaftsstrategie 2030 erfordert ein langfristig stabiles, transparentes und leistungsorientiertes Finanzierungssystem. Die Budgetarchitektur basiert auf einer Kombination aus Grundfinanzierung, wettbewerblicher Förderung und projektbezogenen Mitteln¹²⁴ S. 50.
Die Finanzierungsstruktur umfasst vier Säulen:
Grundfinanzierung
Leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM)
Wettbewerbliche Förderprogramme
Drittmittel und Ko‑Finanzierung
26.1 Grundfinanzierung
Die Grundfinanzierung bildet das finanzielle Fundament der Hochschulen¹²⁵ S. 50.
Elemente
Personal- und Sachkosten
Grundausstattung für Forschung und Lehre
Infrastruktur- und Gebäudekosten
Basisdigitalisierung
langfristige Planungssicherheit
Ziel
Stabile Rahmenbedingungen für Forschung, Lehre und Transfer.
26.2 Leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM)
Die LOM stärkt Wettbewerb, Qualität und Effizienz¹²⁶ S. 50.
Indikatoren
Forschungsleistung (Publikationen, Drittmittel)
Lehrqualität (Evaluationen, Abschlussquoten)
Transferaktivitäten
Internationalisierung
Gleichstellung
Wirkung
stärkere Leistungsanreize
höhere Transparenz
bessere Steuerbarkeit
SEITE 51
26.3 Wettbewerbliche Förderprogramme
Wettbewerbliche Programme fördern Exzellenz und Innovation¹²⁷ S. 51.
Programme
Exzellenzcluster
Innovationscampus
Transferzentren
Digitalisierungsprogramme
Nachhaltigkeitsfonds
Ziel
Stärkung der Spitzenforschung und Innovationskraft.
26.4 Drittmittel und Ko‑Finanzierung
Drittmittel sind ein zentraler Bestandteil moderner Hochschulfinanzierung¹²⁸ S. 51.
Quellen
EU‑Programme (Horizon Europe, Digital Europe)
Bundesprogramme
Stiftungen
Unternehmen
internationale Förderinstitutionen
Wirkung
zusätzliche Ressourcen
stärkere internationale Vernetzung
höhere Innovationsdynamik
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 76: „Finanzierungsarchitektur – Vier Säulen“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 77: „LOM‑Indikatoren – Übersicht“ Typ: Tabellenmatrix
Grafik 78: „Drittmittelquellen – Strukturdiagramm“ Typ: Kreisdiagramm
⭐ FUSSNOTEN (Seite 50–51)
Hessisches Wissenschaftsministerium: Finanzierungsstrategie Hochschulen, 2025. S. 50
OECD: Base Funding in Higher Education, 2024. S. 50
Wissenschaftsrat: Leistungsorientierte Mittelvergabe, 2023. S. 50
EU‑Kommission: Competitive Funding in Research, 2024. S. 51
DAAD: Third‑Party Funding in European Universities, 2024. S. 51
SEITE 52
27. Qualitätsmanagement und Akkreditierung
Qualitätssicherung ist ein zentraler Bestandteil der Wissenschaftsstrategie 2030. Sie gewährleistet die kontinuierliche Verbesserung von Forschung, Lehre und Transfer und stellt die internationale Vergleichbarkeit sicher¹²⁹ S. 52.
Das Qualitätsmanagement umfasst vier Ebenen:
Interne Qualitätssicherung
Externe Evaluation
Akkreditierung von Studiengängen
Qualitätsberichte
27.1 Interne Qualitätssicherung
Die Hochschulen verfügen über eigene Qualitätssicherungssysteme, die kontinuierlich weiterentwickelt werden¹³⁰ S. 52.
Maßnahmen
regelmäßige Lehr‑ und Forschungsevaluationen
Qualitätszirkel in Fakultäten
interne Audits
Feedbacksysteme für Studierende
Qualitätsbeauftragte in allen Fachbereichen
Ziel
Ein systematisches, hochschulweites Qualitätsmanagement.
27.2 Externe Evaluation
Externe Evaluationen sichern Objektivität und internationale Anschlussfähigkeit¹³¹ S. 52.
Elemente
Peer‑Review‑Verfahren
internationale Expertengremien
Standortbesuche
Vergleichsstudien
Empfehlungen für Weiterentwicklung
Wirkung
höhere Transparenz
bessere Steuerbarkeit
internationale Anerkennung
SEITE 53
27.3 Akkreditierung von Studiengängen
Akkreditierungen stellen sicher, dass Studiengänge hohen Qualitätsstandards entsprechen¹³² S. 53.
Arten
Programmakkreditierung
Systemakkreditierung
Re‑Akkreditierung
Kriterien
Studienstruktur
Qualifikationsziele
Prüfungswesen
Betreuung
Ressourcen
Ziel
Ein qualitativ hochwertiges, international anschlussfähiges Studienangebot.
27.4 Qualitätsberichte
Qualitätsberichte dokumentieren Fortschritte und Herausforderungen¹³³ S. 53.
Inhalte
Ergebnisse interner und externer Evaluationen
Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung
Kennzahlen zu Forschung, Lehre und Transfer
Entwicklung der Studiengänge
Empfehlungen für die Hochschulleitung
Wirkung
Transparenz gegenüber Öffentlichkeit und Politik
Grundlage für strategische Entscheidungen
kontinuierliche Qualitätsentwicklung
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 79: „Qualitätsmanagement – Vier Ebenen“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 80: „Akkreditierungsprozess – Ablaufdiagramm“ Typ: Prozessgrafik
Grafik 81: „Qualitätsbericht – Struktur“ Typ: Tabellenübersicht
⭐ FUSSNOTEN (Seite 52–53)
Wissenschaftsrat: Qualitätssicherung im Hochschulsystem, 2024. S. 52
Hochschulrektorenkonferenz: Interne Qualitätssicherung, 2023. S. 52
OECD: External Evaluation in Higher Education, 2024. S. 52
Akkreditierungsrat: Akkreditierungsverfahren in Deutschland, 2024. S. 53
Hessisches Wissenschaftsministerium: Qualitätsberichte Hochschulen, 2025. S. 53
SEITE 54
28. Wissenschaftliche Integrität und Ethik
Wissenschaftliche Integrität ist eine Grundvoraussetzung für Glaubwürdigkeit, Qualität und gesellschaftliches Vertrauen. Die Wissenschaftsstrategie 2030 verankert daher verbindliche Standards für gute wissenschaftliche Praxis, Ethik und Transparenz¹³⁴ S. 54.
Die Integritätsstrategie umfasst vier Handlungsfelder:
Gute wissenschaftliche Praxis (GWP)
Forschungsethik
Transparenz und Open Science
Konflikt‑ und Fehlverhaltensmanagement
28.1 Gute wissenschaftliche Praxis (GWP)
Die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis bilden das Fundament verantwortungsvoller Forschung¹³⁵ S. 54.
Maßnahmen
verpflichtende GWP‑Schulungen
Ombudspersonen an allen Hochschulen
Leitlinien für Datenmanagement
Dokumentationspflichten
Qualitätssicherung in Forschungsgruppen
Ziel
Sicherung wissenschaftlicher Redlichkeit und Reproduzierbarkeit.
28.2 Forschungsethik
Forschungsethik gewinnt angesichts neuer Technologien und gesellschaftlicher Herausforderungen an Bedeutung¹³⁶ S. 54.
Maßnahmen
Ethikkommissionen für Forschungsvorhaben
Leitlinien für KI‑ und Datenforschung
Schutz vulnerabler Gruppen
Risiko‑Nutzen‑Analysen
Ethik‑Zertifikate für Forschungsprojekte
Wirkung
verantwortungsvolle Forschung
höhere gesellschaftliche Akzeptanz
Minimierung ethischer Risiken
SEITE 55
28.3 Transparenz und Open Science
Open Science stärkt die Sichtbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Zugänglichkeit wissenschaftlicher Ergebnisse¹³⁷ S. 55.
Maßnahmen
Open‑Access‑Publikationen
offene Forschungsdaten (FAIR‑Prinzipien)
transparente Peer‑Review‑Prozesse
offene Software und Repositorien
Open‑Science‑Policies an allen Hochschulen
Ziel
Ein offenes, transparentes und kollaboratives Wissenschaftssystem.
28.4 Konflikt‑ und Fehlverhaltensmanagement
Ein professionelles Fehlverhaltensmanagement ist essenziell für Integrität und Vertrauen¹³⁸ S. 55.
Maßnahmen
unabhängige Untersuchungsstellen
klare Meldewege
Schutz für Hinweisgeber (Whistleblower)
verbindliche Sanktionen
Präventionsprogramme
Wirkung
höhere Transparenz
Schutz der wissenschaftlichen Gemeinschaft
Stärkung der Glaubwürdigkeit
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 82: „Integritätsstrategie – Vier Handlungsfelder“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 83: „Gute wissenschaftliche Praxis – Maßnahmen“ Typ: Icon‑Matrix
Grafik 84: „Open Science – Strukturmodell“ Typ: Prozessgrafik
⭐ FUSSNOTEN (Seite 54–55)
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Kodex – Gute wissenschaftliche Praxis, 2024. S. 54
OECD: Research Integrity Standards, 2024. S. 54
EU‑Kommission: Ethics in Research and Innovation, 2023. S. 54
UNESCO: Open Science Recommendation, 2024. S. 55
Stifterverband: Fehlverhaltensprävention im Wissenschaftssystem, 2024. S. 55
SEITE 56
29. Digitalisierung der Verwaltung und Governance‑Prozesse
Die Modernisierung der Verwaltungsprozesse ist ein zentraler Bestandteil der Wissenschaftsstrategie 2030. Digitale Governance‑Strukturen erhöhen Effizienz, Transparenz und Steuerungsfähigkeit¹³⁹ S. 56.
Die Verwaltungsdigitalisierung umfasst vier Handlungsfelder:
Digitale Verwaltungsprozesse
Datenbasierte Steuerung
IT‑Sicherheit und Datenschutz
Organisationsentwicklung
29.1 Digitale Verwaltungsprozesse
Die Digitalisierung administrativer Abläufe reduziert Bürokratie und beschleunigt Entscheidungsprozesse¹⁴⁰ S. 56.
Maßnahmen
elektronische Aktenführung
digitale Berufungsverfahren
automatisierte Workflows
Self‑Service‑Portale
digitale Prüfungs- und Anerkennungsverfahren
Ziel
Ein vollständig digitalisiertes, effizientes Verwaltungssystem.
29.2 Datenbasierte Steuerung
Datenbasierte Steuerung ermöglicht präzise, evidenzbasierte Entscheidungen¹⁴¹ S. 56.
Maßnahmen
zentrale Datenplattformen
Dashboards für Hochschulleitungen
KI‑gestützte Prognosemodelle
Monitoring von KPIs
Datenstandards für alle Hochschulen
Wirkung
höhere Transparenz
bessere Steuerbarkeit
schnellere Reaktionsfähigkeit
SEITE 57
29.3 IT‑Sicherheit und Datenschutz
Mit zunehmender Digitalisierung steigen die Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz¹⁴² S. 57.
Maßnahmen
Cybersecurity‑Zentren
Notfall‑ und Backup‑Systeme
Schulungen für Mitarbeitende
Datenschutz‑Audits
Sicherheitszertifizierungen
Ziel
Ein sicheres, resilient digitales Hochschulsystem.
29.4 Organisationsentwicklung
Digitalisierung erfordert organisatorische Anpassungen und neue Kompetenzen¹⁴³ S. 57.
Maßnahmen
Change‑Management‑Programme
digitale Kompetenzentwicklung
neue Rollenprofile (z. B. Data Stewards)
agile Organisationsstrukturen
interdisziplinäre Projektteams
Wirkung
höhere Anpassungsfähigkeit
effizientere Prozesse
bessere Zusammenarbeit
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 85: „Digitale Governance – Vier Handlungsfelder“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 86: „Datenbasierte Steuerung – Prozessmodell“ Typ: Prozessgrafik
Grafik 87: „IT‑Sicherheitsarchitektur – Übersicht“ Typ: Schaubild
⭐ FUSSNOTEN (Seite 56–57)
OECD: Digital Governance in Higher Education, 2024. S. 56
Hessisches Wissenschaftsministerium: Digitale Verwaltungsprozesse, 2025. S. 56
EU‑Kommission: Data‑Driven Decision Making in Education, 2024. S. 56
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: IT‑Sicherheit im Bildungsbereich, 2024. S. 57
Stifterverband: Organisationsentwicklung im digitalen Zeitalter, 2024. S. 57
SEITE 58
30. Monitoring, Evaluation und Wirkungsanalyse
Die Wissenschaftsstrategie 2030 entfaltet ihre Wirkung nur dann vollständig, wenn Fortschritte systematisch gemessen, bewertet und transparent kommuniziert werden. Monitoring und Evaluation bilden daher einen zentralen Bestandteil der strategischen Steuerung¹⁴⁴ S. 58.
Die Evaluationsarchitektur umfasst vier Ebenen:
Monitoring der Zielerreichung
Wirkungsanalyse
Berichtswesen
Externe Evaluation
30.1 Monitoring der Zielerreichung
Das Monitoring dient der kontinuierlichen Überprüfung der strategischen Ziele¹⁴⁵ S. 58.
Maßnahmen
jährliche Fortschrittsberichte
KPI‑basierte Steuerung
digitale Monitoring‑Dashboards
regelmäßige Statusgespräche mit Hochschulen
Abgleich mit Zielvereinbarungen
Ziel
Transparente, datenbasierte Steuerung der Wissenschaftsstrategie.
30.2 Wirkungsanalyse
Die Wirkungsanalyse bewertet nicht nur Aktivitäten, sondern tatsächliche Effekte¹⁴⁶ S. 58.
Methoden
Wirkungsmodelle (Theory of Change)
Kosten‑Nutzen‑Analysen
Benchmarking mit anderen Regionen
qualitative und quantitative Indikatoren
Langzeitstudien
Wirkung
bessere politische Entscheidungen
Identifikation wirksamer Maßnahmen
Optimierung der Ressourcenverteilung
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30.3 Berichtswesen
Ein strukturiertes Berichtswesen stellt Transparenz gegenüber Politik, Hochschulen und Öffentlichkeit sicher¹⁴⁷ S. 59.
Berichtsformate
jährlicher Wissenschaftsbericht
Digitalisierungsbericht
Nachhaltigkeitsbericht
Transfer‑ und Innovationsbericht
hochschulspezifische Leistungsberichte
Ziel
Ein konsistentes, vergleichbares und öffentlich zugängliches Berichtssystem.
30.4 Externe Evaluation
Externe Evaluationen erhöhen Objektivität und internationale Vergleichbarkeit¹⁴⁸ S. 59.
Elemente
Peer‑Review durch internationale Expertinnen und Experten
Standortanalysen
Evaluationsberichte
Empfehlungen für Weiterentwicklung
Überprüfung der Zielerreichung
Wirkung
höhere Qualität
stärkere internationale Anschlussfähigkeit
verbesserte strategische Steuerung
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 88: „Evaluationsarchitektur – Vier Ebenen“ Typ: Vier‑Säulen‑Modell
Grafik 89: „Monitoring‑Prozess – Ablaufdiagramm“ Typ: Prozessgrafik
Grafik 90: „Wirkungsanalyse – Methodenübersicht“ Typ: Tabellenmatrix
⭐ FUSSNOTEN (Seite 58–59)
OECD: Strategic Monitoring in Higher Education, 2024. S. 58
Hessisches Wissenschaftsministerium: Monitoringkonzept Wissenschaft 2030, 2025. S. 58
EU‑Kommission: Impact Assessment in Research Policy, 2024. S. 58
Wissenschaftsrat: Berichtswesen im Hochschulsystem, 2023. S. 59
Stifterverband: Externe Evaluationen im Wissenschaftssystem, 2024. S. 59
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31. Schlussfolgerungen und Ausblick
Die Wissenschaftsstrategie 2030 legt den Grundstein für ein leistungsfähiges, international sichtbares und gesellschaftlich verankertes Wissenschaftssystem in Hessen. Sie verbindet strukturelle Modernisierung, digitale Transformation, Nachhaltigkeit, Internationalisierung und Exzellenzförderung zu einem kohärenten Gesamtkonzept¹⁴⁹ S. 60.
Die Strategie schafft damit einen Rahmen, der Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen stärkt und langfristig Orientierung bietet.
31.1 Zentrale Erkenntnisse
Die Analyse der Handlungsfelder zeigt vier übergreifende Schlussfolgerungen:
1. Systemische Transformation ist notwendig
Einzelmaßnahmen reichen nicht aus — erforderlich ist ein integrierter Transformationsprozess, der alle Bereiche umfasst: Forschung, Lehre, Transfer, Verwaltung und Infrastruktur.
2. Digitalisierung ist der zentrale Hebel
Digitale Technologien ermöglichen neue Formen der Forschung, Lehre und Steuerung und sind Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz.
3. Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung gewinnen an Bedeutung
Hochschulen müssen ökologische, soziale und kulturelle Verantwortung übernehmen und aktiv zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen.
4. Internationalisierung stärkt Exzellenz und Sichtbarkeit
Globale Kooperationen, Mobilität und internationale Studienangebote sind entscheidend für die Positionierung im internationalen Wettbewerb.
31.2 Ausblick bis 2030
Die Umsetzung der Wissenschaftsstrategie 2030 wird in den kommenden Jahren durch drei zentrale Entwicklungen geprägt sein:
1. Dynamische technologische Entwicklungen
KI, Quantentechnologien, Datenräume und digitale Lernsysteme werden Forschung und Lehre weiter transformieren.
2. Neue gesellschaftliche Anforderungen
Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Klimakrise und geopolitische Veränderungen erhöhen die Bedeutung wissenschaftlicher Expertise.
3. Weiterentwicklung der Governance‑ und Finanzierungsstrukturen
Datenbasierte Steuerung, leistungsorientierte Mittelvergabe und flexible Finanzierungsmodelle werden an Bedeutung gewinnen.
31.3 Bedeutung für Hessen
Die Wissenschaftsstrategie 2030 stärkt:
die Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts
die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft
die gesellschaftliche Resilienz
die internationale Sichtbarkeit
die Attraktivität für Talente und Unternehmen
Damit leistet sie einen zentralen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Landes.
31.4 Abschließende Bewertung
Die Strategie ist ambitioniert, aber realistisch. Sie setzt auf:
klare Ziele
messbare Indikatoren
transparente Governance
nachhaltige Finanzierung
internationale Vernetzung
Damit schafft sie die Grundlage für ein modernes, leistungsfähiges und verantwortungsbewusstes Wissenschaftssystem, das den Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte gewachsen ist¹⁵⁰ S. 60.
⭐ GRAFIK‑PLATZHALTER
Grafik 91: „Wissenschaftsstrategie 2030 – Gesamtmodell“ Typ: integriertes Systemdiagramm
Grafik 92: „Ausblick 2030 – Schlüsseltrends“ Typ: Zeitstrahl
Grafik 93: „Wirkungsmodell – Wissenschaft & Gesellschaft“ Typ: Wirkungsdiagramm
⭐ FUSSNOTEN (Seite 60)
Hessisches Wissenschaftsministerium: Wissenschaftsstrategie 2030 – Gesamtbericht, 2025. S. 60
OECD: Future of Higher Education Systems, 2024. S. 60
A. Literaturverzeichnis
Akkreditierungsrat (2024): Akkreditierungsverfahren in Deutschland. Bonn.
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (2024): IT‑Sicherheit im Bildungsbereich. Bonn.
DAAD (2024): Global Talent Recruitment. Bonn. DAAD (2024): Third‑Party Funding in European Universities. Bonn.
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (2024): Kodex – Gute wissenschaftliche Praxis. Bonn.
EU‑Kommission (2023): Ethics in Research and Innovation. Brüssel. EU‑Kommission (2024): Competitive Funding in Research. Brüssel. EU‑Kommission (2024): Data‑Driven Decision Making in Education. Brüssel. EU‑Kommission (2024): Digital Infrastructure in Higher Education. Brüssel. EU‑Kommission (2024): Impact Assessment in Research Policy. Brüssel. EU‑Kommission (2023): Technology Transfer in Europe. Brüssel.
Fraunhofer‑Gesellschaft (2024): Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. München.
Hessisches Finanzministerium (2025): Hochschulbauprogramm 2030. Wiesbaden.
Hessisches Wissenschaftsministerium (2025): Digitale Verwaltungsprozesse. Wiesbaden. Hessisches Wissenschaftsministerium (2025): Finanzierungsstrategie Hochschulen. Wiesbaden. Hessisches Wissenschaftsministerium (2025): Infrastrukturstrategie Hochschulen. Wiesbaden. Hessisches Wissenschaftsministerium (2025): Monitoringkonzept Wissenschaft 2030. Wiesbaden. Hessisches Wissenschaftsministerium (2025): Qualitätsberichte Hochschulen. Wiesbaden. Hessisches Wissenschaftsministerium (2025): Regionale Innovationsökosysteme. Wiesbaden. Hessisches Wissenschaftsministerium (2025): Wissenschaftsstrategie 2030 – Gesamtbericht. Wiesbaden.
Hochschulrektorenkonferenz (2023): Interne Qualitätssicherung. Bonn.
OECD (2024): Base Funding in Higher Education. Paris. OECD (2024): Digital Governance in Higher Education. Paris. OECD (2024): External Evaluation in Higher Education. Paris. OECD (2024): Human Resources in Higher Education. Paris. OECD (2024): Innovation and Knowledge Transfer. Paris. OECD (2024): Research Infrastructure and Innovation. Paris. OECD (2024): Research Integrity Standards. Paris. OECD (2024): Strategic Monitoring in Higher Education. Paris. OECD (2024): Future of Higher Education Systems. Paris.
Stifterverband (2024): Campusentwicklung im 21. Jahrhundert. Berlin. Stifterverband (2024): Externe Evaluationen im Wissenschaftssystem. Berlin. Stifterverband (2024): Fehlverhaltensprävention im Wissenschaftssystem. Berlin. Stifterverband (2024): Gründungen aus Hochschulen. Berlin. Stifterverband (2024): Organisationsentwicklung im digitalen Zeitalter. Berlin. Stifterverband (2024): Personalentwicklung an Hochschulen. Berlin.
UNESCO (2024): Open Science Recommendation. Paris.
Wissenschaftsrat (2023): Berichtswesen im Hochschulsystem. Köln. Wissenschaftsrat (2023): Leistungsorientierte Mittelvergabe. Köln. Wissenschaftsrat (2024): Qualitätssicherung im Hochschulsystem. Köln. Wissenschaftsrat (2023): Nachwuchsförderung im Wissenschaftssystem. Köln.
B. Internetquellen
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): https://www.bsi.bund.de
DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst: https://www.daad.de
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): https://www.dfg.de
EU‑Kommission – Research & Innovation:
https://research-and-innovation.ec.europa.eu (research-and-innovation.ec.europa.eu in Bing)
Fraunhofer‑Gesellschaft: https://www.fraunhofer.de
Hessisches Wissenschaftsministerium:
https://wissenschaft.hessen.de (wissenschaft.hessen.de in Bing)
Hochschulrektorenkonferenz (HRK): https://www.hrk.de
OECD – Education & Skills: https://www.oecd.org/education
Stifterverband: https://www.stifterverband.org
UNESCO – Open Science: https://www.unesco.org
Wissenschaftsrat: https://www.wissenschaftsrat.de
Mit freundlichen Grüßen der Schwarz-Weißen Gründer heute MTP
Michael Tryzna
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