Michael Tryzna
Hafenstrasse 35
Bayerischer Landtag Maximilianeum Max‑Planck‑Straße 1 81675 München
Diese Adresse ist die offizielle Anschrift für Eingaben, Petitionen und Bürgeranliegen an den Bayerischen Landtag.
Sehr geehrte Damen und Herren!
KAPITEL 0 – Verantwortung und Führungsbereitschaft
Bayern steht vor einer Phase tiefgreifender wirtschaftlicher, technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen. Die kommenden zehn Jahre entscheiden darüber, ob der Freistaat seine Spitzenposition in Deutschland und Europa behauptet oder ob er im internationalen Wettbewerb zurückfällt.
Mit dem Zukunftsprogramm „Bayern 2035“ lege ich ein umfassendes, finanzierbares und umsetzbares Regierungsprogramm vor, das den Freistaat in eine neue Ära führen kann. Dieses Programm ist nicht das Ergebnis abstrakter Theorie, sondern das Resultat intensiver Analyse, praktischer Erfahrung und eines tiefen Verständnisses für die strukturellen Herausforderungen Bayerns.
Ich habe dieses Programm nicht als Beobachter entwickelt, sondern als jemand, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Ich bin bereit, dieses Programm politisch zu tragen. Ich bin bereit, Bayern durch die Transformation zu führen, die notwendig ist, um Wohlstand, Stabilität und Zukunftsfähigkeit zu sichern.
Ich bin bereit, das Amt des Ministerpräsidenten zu übernehmen, wenn der Bayerische Landtag oder die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes eine Führungspersönlichkeit suchen, die dieses Programm umsetzt und die Verantwortung für die Zukunft Bayerns trägt.
Diese Bereitschaft ist kein persönlicher Anspruch, sondern Ausdruck eines Verantwortungsverständnisses, das sich aus der Tragweite dieses Programms ergibt. Ich stehe bereit, wenn Bayern eine Führung braucht, die dieses Zukunftsprogramm nicht nur entwirft, sondern auch umsetzt.
2. Rechtliche Grundlage
Die rechtliche Grundlage für Petitionen im Freistaat Bayern ergibt sich aus:
2.1 Bayerische Verfassung (BV)
Art. 115 BV – Petitionsrecht
„Jeder Bewohner Bayerns hat das Recht, sich mit Bitten und Beschwerden an die zuständigen Behörden oder an den Landtag zu wenden.“
Dieser Artikel garantiert das Petitionsrecht für alle Menschen, nicht nur für Staatsbürger.
2.2 Geschäftsordnung des Bayerischen Landtags (GO LT)
Art. 80–86 GO LT – Petitionsausschuss
Die Geschäftsordnung regelt:
Einreichung von Petitionen
Behandlung im Petitionsausschuss
Weiterleitung an Behörden
Stellungnahmen der Staatsregierung
Beschlussfassung
Veröffentlichung
Wesentliche Punkte:
Petitionen können schriftlich oder elektronisch eingereicht werden.
Der Petitionsausschuss ist verpflichtet, jede Petition zu prüfen.
Der Ausschuss kann Behörden verpflichten, Stellung zu nehmen.
Der Ausschuss kann Empfehlungen an den Landtag aussprechen.
2.3 Bayerisches Datenschutzgesetz (BayDSG)
Regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten im Petitionsverfahren.
2.4 Grundgesetz (GG)
Art. 17 GG – Petitionsrecht
„Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.“
Dieser Artikel gilt bundesweit und ergänzt die bayerische Verfassung.
3. Bedeutung für deine Petition „Bayern 2035“
Damit ist rechtlich eindeutig:
Du darfst eine umfassende Zukunftspetition einreichen.
Du darfst politische Verantwortung anbieten.
Du darfst ein vollständiges Regierungsprogramm vorlegen.
Der Landtag muss die Petition prüfen.
Der Petitionsausschuss muss eine Stellungnahme einholen.
Die Staatsregierung muss reagieren, wenn der Ausschuss es verlangt.
KAPITEL 2 – Vision Bayern 2035
Die Vision „Bayern 2035“ beschreibt ein Land, das seine wirtschaftliche Stärke, seine technologische Exzellenz und seine regionale Vielfalt nutzt, um zu einem der führenden Zukunftsstandorte Europas zu werden. Sie ist kein abstraktes Leitbild, sondern ein konkreter Zukunftsentwurf, der zeigt, wie Bayern seine Spitzenposition nicht nur hält, sondern ausbaut.
Die Vision umfasst sieben zentrale Leitlinien.
2.1 Bayern wird europäischer High‑Tech‑Leitstandort
2035 ist Bayern:
führend in KI‑Entwicklung und KI‑Anwendungen
Zentrum für Mikroelektronik und Halbleiter
Standort für Quantencomputing
europäisches BioTech‑Powerhouse
führend in Robotik und Automatisierung
Heimat globaler Tech‑Start‑ups
München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt bilden das Rückgrat dieser High‑Tech‑Achse.
2.2 Bayern wird Energie‑ und Wasserstoffsouverän
2035 ist Bayern:
weitgehend unabhängig von Energieimporten
vollständig integriert in das europäische Wasserstoffnetz
Standort für Elektrolyse, Speicher und Netze
führend in Geothermie und innovativen Energiesystemen
Energie‑Exporteur in Spitzenzeiten
Der Freistaat wird ein Modell für nachhaltige, sichere und bezahlbare Energieversorgung.
2.3 Bayern wird ein Land der 20 Zukunftscluster
Die Clusterstruktur ist das Herzstück der Vision. Sie schafft:
klare Verantwortlichkeiten
klare Budgets
klare Rollen
klare KPIs
klare regionale Zuordnung
Jedes Cluster wird zu einem ökonomischen Kraftzentrum, das Innovation, Talente, Unternehmen und Investitionen bündelt.
2.4 Bayern wird digital souverän
2035 ist Bayern:
vollständig digitalisiert in Verwaltung und Bildung
KI‑gestützt in allen Behörden
Standort für europäische Rechenzentren
Modellregion für digitale Daseinsvorsorge
führend in Cloud‑ und Dateninfrastrukturen
Digitale Prozesse sind Standard, nicht Ausnahme.
2.5 Bayern wird ein Land der Talente
Die Vision sieht ein Land, das Talente:
ausbildet
anzieht
hält
weiterentwickelt
Mit:
1.500 KI‑Stipendien pro Jahr
15.000 Weiterbildungsplätzen in Robotik und Automatisierung
Talentprogrammen für BioTech, Energie, Pflege und Verwaltung
internationalen Rekrutierungsprogrammen
dualen Innovationsstudiengängen
Bayern wird ein Magnet für Fachkräfte.
2.6 Bayern wird ein Land der starken Regionen
2035 ist Bayern ein Land, in dem:
München ein globaler KI‑ und BioTech‑Hub ist
Nürnberg ein Zentrum für Mikroelektronik und Robotik ist
Augsburg ein High‑Tech‑Produktionsstandort ist
Regensburg ein Automotive‑Software‑Hub ist
Ingolstadt ein Zentrum für Luft‑ und Raumfahrt ist
Würzburg ein MedTech‑Cluster ist
Passau ein Digital‑ und Grenzregion‑Cluster ist
Hof und Coburg Innovationszentren für Textil‑ und Materialtechnologien sind
Regionale Ungleichgewichte werden nicht verwaltet, sondern überwunden.
2.7 Bayern wird ein Land, das Vermögen aufbaut
Die Vision sieht ein Land, das:
nicht Schulden verwaltet
sondern Vermögen aufbaut
Mit dem Zukunftsfonds Bayern entsteht ein Landesvermögen von:
12–16 Mrd. € bis 2035
30–45 Mrd. € bis 2045
50–70 Mrd. € bis 2055
Das ist die Grundlage für Generationengerechtigkeit.
2.8 Die Vision in einem Satz
Bayern 2035 ist ein Land, das seine Zukunft nicht erleidet, sondern gestaltet — mit Technologie, Verantwortung, Mut und strategischer Klarheit.
KAPITEL 3 – Die 20‑Cluster‑Strategie Bayern
Die 20‑Cluster‑Strategie ist das strukturelle Fundament des Zukunftsprogramms „Bayern 2035“. Sie definiert, wie Bayern seine wirtschaftlichen, technologischen und regionalen Potenziale systematisch entwickelt, bündelt und skaliert.
Clusterpolitik bedeutet:
klare Verantwortlichkeiten
klare Budgets
klare Rollen
klare KPIs
klare Governance
klare regionale Zuordnung
klare Transformationspfade
Bayern wird nicht mehr „alles ein bisschen“ machen, sondern 20 strategische Zukunftscluster aufbauen, die jeweils ein eigenes Ökosystem bilden.
3.1 Grundprinzipien der Clusterstrategie
Die Clusterstrategie basiert auf fünf Leitprinzipien:
3.1.1 Konzentration statt Streuung
Statt kleinteiliger Förderprogramme werden Ressourcen in 20 klar definierte Cluster gebündelt.
3.1.2 Regionale Spezialisierung
Jede Region erhält eine klare Rolle — basierend auf ihren Stärken, Potenzialen und vorhandenen Strukturen.
3.1.3 Technologische Fokussierung
Jedes Cluster konzentriert sich auf eine Zukunftstechnologie oder ein Zukunftsfeld.
3.1.4 Beteiligungsorientierung
Jedes Cluster erhält ein eigenes Beteiligungsbüro, das Unternehmen, Start‑ups und Forschungseinrichtungen unterstützt.
3.1.5 Skalierung durch EU‑ und Bundesmittel
Jedes Cluster wird so strukturiert, dass es kofinanzierungsfähig ist — und damit EU‑ und Bundesmittel maximal nutzt.
3.2 Die 20 Zukunftscluster Bayerns
Die Cluster sind so gewählt, dass sie:
die bestehende Wirtschaft transformieren
neue Industrien aufbauen
regionale Stärken nutzen
internationale Sichtbarkeit schaffen
langfristige Wertschöpfung sichern
Ich liste sie jetzt vollständig auf — mit Standort, Rolle und strategischer Bedeutung.
Cluster 1 – Künstliche Intelligenz & DeepTech (München)
München wird das KI‑Zentrum Bayerns. Schwerpunkte:
KI‑Modelle
Deep Learning
GovTech
Automatisierung
KI‑Start‑ups
Cluster 2 – Mikroelektronik & Halbleiter (Nürnberg / Erlangen)
Nürnberg wird zum europäischen Chip‑Hub. Schwerpunkte:
Halbleiterfertigung
Sensorik
Leistungselektronik
Automotive‑Chips
Cluster 3 – BioTech & Life Sciences (München / Martinsried)
Bayern wird BioTech‑Leitregion Europas. Schwerpunkte:
Genetik
Zelltherapien
Pharma‑Start‑ups
MedTech
Cluster 4 – Automotive & Software (Ingolstadt / Regensburg)
Bayern wird Software‑Automotive‑Standort. Schwerpunkte:
autonomes Fahren
Fahrzeugsoftware
Batterietechnologie
Cluster 5 – Robotik & Automatisierung (Augsburg)
Augsburg wird Robotik‑Zentrum. Schwerpunkte:
Industrie‑Robotik
KI‑Robotik
Automatisierung
Cluster 6 – Energie & Wasserstoff (Niederbayern / Oberpfalz)
Bayern wird Energie‑Souverän. Schwerpunkte:
Elektrolyse
Wasserstoffnetze
Speicher
Geothermie
Cluster 7 – Luft‑ und Raumfahrt (Oberpfaffenhofen / Ingolstadt)
Schwerpunkte:
Satelliten
Drohnen
Raumfahrttechnologien
Cluster 8 – MedTech (Würzburg / Erlangen)
Schwerpunkte:
Diagnostik
Medizintechnik
digitale Gesundheit
Cluster 9 – Quantencomputing (München / Garching)
Schwerpunkte:
Quantencomputer
Quantenkommunikation
HPC‑Rechenzentren
Cluster 10 – Cybersecurity (München / Nürnberg)
Schwerpunkte:
IT‑Sicherheit
kritische Infrastrukturen
Cyberabwehr
Cluster 11 – Green‑Tech & Kreislaufwirtschaft (Oberfranken)
Schwerpunkte:
Recycling
nachhaltige Materialien
Kreislaufprozesse
Cluster 12 – Digitale Verwaltung & GovTech (München)
Schwerpunkte:
digitale Verwaltung
KI‑gestützte Prozesse
Datenräume
Cluster 13 – Kultur‑ und Kreativwirtschaft (München / Nürnberg)
Schwerpunkte:
Medien
Design
digitale Kultur
Cluster 14 – Tourismus & Regionalentwicklung (Allgäu / Alpenregion)
Schwerpunkte:
nachhaltiger Tourismus
regionale Wertschöpfung
Natur‑ und Kulturangebote
Cluster 15 – Gesundheitswirtschaft (Oberbayern / Franken)
Schwerpunkte:
Pflegeinnovation
digitale Gesundheit
Versorgungsmodelle
Cluster 16 – Infrastruktur & Mobilität (Landesweit)
Schwerpunkte:
Schiene
Straße
digitale Mobilität
Ladeinfrastruktur
Cluster 17 – Agrar‑Tech & Ernährung (Niederbayern / Oberpfalz)
Schwerpunkte:
Agrar‑Robotik
nachhaltige Landwirtschaft
Lebensmitteltechnologie
Cluster 18 – Materialwissenschaften & Textilinnovation (Hof / Coburg)
Schwerpunkte:
High‑Tech‑Materialien
Textilinnovation
Leichtbau
Cluster 19 – Digitale Bildung & Talente (Landesweit)
Schwerpunkte:
KI‑Talente
duale Innovationsstudiengänge
Weiterbildungsprogramme
Cluster 20 – Dateninfrastruktur & Rechenzentren (München / Nürnberg)
Schwerpunkte:
Cloud
Datenräume
Rechenzentren
KI‑Infrastruktur
3.3 Die Cluster als Motor der Transformation
Jedes Cluster erhält:
ein eigenes Budget
ein eigenes Beteiligungsbüro
ein eigenes Monitoring
klare KPIs
klare Governance
klare regionale Zuständigkeiten
Damit entsteht ein neues Landesmodell, das Bayern strukturell modernisiert.
KAPITEL 4 – Der Zukunftsfonds Bayern
Der Zukunftsfonds Bayern ist das finanzielle Herzstück des Programms „Bayern 2035“. Er ist kein klassischer Fördertopf, sondern ein strategisches Investitionsinstrument, das:
Vermögen aufbaut
Renditen erwirtschaftet
Beteiligungen hält
Innovationen finanziert
Infrastruktur ermöglicht
und langfristige Stabilität schafft
Der Fonds ist so konstruiert, dass er nicht konsumiert, sondern investiert. Er ist das zentrale Werkzeug, um Bayern in die Lage zu versetzen, Zukunftsindustrien nicht nur zu fördern, sondern mitzubesitzen.
4.1 Grundprinzipien des Zukunftsfonds
Der Fonds folgt fünf Leitprinzipien:
4.1.1 Vermögensaufbau statt Schulden
Der Fonds investiert in:
Unternehmen
Start‑ups
Forschung
Energie
Digitalisierung
Infrastruktur
und baut dadurch langfristiges Landesvermögen auf.
4.1.2 Beteiligungsorientierung
Der Fonds erhält 40 % Beteiligung an:
Gewinnen
Dividenden
Lizenzen
Wertsteigerungen
Ausgründungen
Infrastruktur‑Einnahmen
4.1.3 Reinvestition
Alle Rückflüsse werden vollständig reinvestiert, bis der Fonds eine kritische Größe erreicht.
4.1.4 Unabhängigkeit vom Landeshaushalt
Der Fonds ist außerhalb des Kernhaushalts angesiedelt. Er belastet den Haushalt nicht und ist gegen politische Zyklen geschützt.
4.1.5 Transparenz und Governance
Der Fonds wird durch:
einen Aufsichtsrat
ein Investmentkomitee
ein wissenschaftliches Gremium
kontrolliert.
4.2 Startvolumen und Aufbauphase
Der Fonds startet mit:
Startvolumen: 1,5–2,5 Mrd. €
Diese Mittel stammen aus:
Zukunftsabgaben
EU‑Kofinanzierungen
Bundesprogrammen
Beteiligungsrückflüssen
4.3 Jährliche Zuflüsse
Der Fonds erhält jährlich:
1,4–2,0 Mrd. € aus Zukunftsabgaben
0,9–1,3 Mrd. € aus Beteiligungsrückflüssen (ab Jahr 5)
EU‑ und Bundesmittel für kofinanzierte Projekte
Damit wächst der Fonds exponentiell.
4.4 Vermögensentwicklung des Fonds
Die erwartete Entwicklung:
| Jahr | Fondsvolumen |
|---|---|
| 2030 | 7–10 Mrd. € |
| 2035 | 12–16 Mrd. € |
| 2045 | 30–45 Mrd. € |
| 2055 | 50–70 Mrd. € |
Der Fonds wird damit zu einem der größten Landesfonds Europas.
4.5 Investitionsfelder des Fonds
Der Fonds investiert in:
4.5.1 Unternehmen
Start‑ups
Mittelstand
Großunternehmen (Co‑Investments)
4.5.2 Forschung
Universitäten
Fraunhofer
Helmholtz
Max‑Planck
Leibniz
4.5.3 Infrastruktur
Energie
Wasserstoff
Netze
Speicher
Rechenzentren
4.5.4 Digitalisierung
KI‑Rechenzentren
Cloud‑Infrastruktur
Datenräume
GovTech
4.5.5 Bildung & Talente
Stipendien
Weiterbildungsprogramme
duale Innovationsstudiengänge
4.6 Der Zukunftsfonds als strategisches Instrument
Der Fonds ist nicht nur ein Finanzinstrument, sondern ein politisches Machtinstrument, das Bayern in die Lage versetzt:
Zukunftsindustrien zu gestalten
Wertschöpfung im Land zu halten
internationale Investoren anzuziehen
langfristige Stabilität zu sichern
Er ist das Fundament eines neuen, modernen, souveränen Landesmodells.
KAPITEL 5 – Finanzierung des Programms „Bayern 2035“
Die Finanzierung des Programms „Bayern 2035“ ist vollständig, nachhaltig und schuldenfrei gesichert. Sie ruht auf drei starken Säulen:
Säule I: Zukunftsabgaben des Freistaats Bayern
Säule II: EU‑Fördermittel
Säule III: Bundesmittel
Diese Architektur stellt sicher, dass Bayern seine Transformation ohne neue Schulden, ohne Haushaltsrisiken und mit langfristigem Vermögensaufbau realisieren kann.
5.1 Säule I – Zukunftsabgaben des Freistaats Bayern
Die Zukunftsabgaben sind moderat, wirtschaftsfreundlich und zweckgebunden. Sie finanzieren jene Bereiche, die die Grundlage für langfristiges Wachstum bilden.
5.1.1 Innovationsabgabe
0,30 % auf Unternehmensumsatz 0,15 % auf Lohnsumme
Einnahmen: 700–950 Mio. € Zweckbindung: Innovation, Talente, Energie, Digitalisierung
5.1.2 Digitalabgabe
5 % auf digitale Umsätze großer Plattformen
Einnahmen: 400–550 Mio. € Zweckbindung: digitale Infrastruktur, KI‑Rechenzentren, Cloud
5.1.3 KI‑Abgabe
auf KI‑basierte Dienstleistungen großer Anbieter
Einnahmen: 90–130 Mio. €
5.1.4 Robotik‑Abgabe
auf hochautomatisierte Produktionslinien großer Industriekonzerne
Einnahmen: 70–110 Mio. €
5.1.5 Green‑Tech‑Abgabe
auf besonders energieintensive, nicht‑grüne Prozesse
Einnahmen: 120–190 Mio. €
5.1.6 Gesamtsumme Zukunftsabgaben
1,38–1,93 Mrd. € pro Jahr
5.2 Säule II – EU‑Fördermittel
Bayern ruft derzeit nicht alle verfügbaren EU‑Mittel ab. Mit professionellen Strukturen (Clusterbüros, LATI‑Bayern) kann der Freistaat seine Abrufquote massiv steigern.
EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
600–850 Mio. € pro Jahr
ESF+ – Europäischer Sozialfonds
250–350 Mio. € pro Jahr
Horizon Europe
350–500 Mio. € pro Jahr
IPCEI Wasserstoff
450–650 Mio. € pro Jahr
Digital Europe
150–220 Mio. € pro Jahr
Gesamt EU‑Mittel
1,8–2,6 Mrd. € pro Jahr
5.3 Säule III – Bundesmittel
Bayern erhält erhebliche Mittel aus Bundesprogrammen — nutzt sie aber nicht systematisch. Mit der neuen Struktur ändert sich das.
BMBF‑Programme (Bildung & Forschung)
450–650 Mio. € pro Jahr
BMWK‑Programme (Wirtschaft & Klima)
900–1.300 Mio. € pro Jahr
Weitere Bundesprogramme
(z. B. Digitalministerium, Pflege, Infrastruktur) 300–450 Mio. € pro Jahr
Gesamt Bundesmittel
1,65–2,40 Mrd. € pro Jahr
5.4 Gesamtausgaben des Programms Bayern 2035
| Quelle | Betrag pro Jahr |
|---|---|
| Zukunftsabgaben | 1,38–1,93 Mrd. € |
| EU‑Mittel | 1,8–2,6 Mrd. € |
| Bundesmittel | 1,65–2,40 Mrd. € |
| Landesanteil (nur Restfinanzierung) | 0,0–0,7 Mrd. € |
GESAMT: 4,83–7,63 Mrd. € pro Jahr
10‑Jahres‑Volumen: 48,3–76,3 Mrd. €
5.5 Politische Kernbotschaft
Das Programm ist vollständig finanziert.
Es belastet den Haushalt nicht.
Es baut Vermögen auf statt Schulden.
Der Großteil der Finanzierung kommt aus EU und Bund.
Bayern wird finanziell souveräner als je zuvor.
KAPITEL 6 – Das 40‑Prozent‑Beteiligungsmodell Bayern
Das 40‑Prozent‑Beteiligungsmodell ist eines der zentralen strukturellen Elemente des Zukunftsprogramms „Bayern 2035“. Es sorgt dafür, dass Bayern nicht nur fördert, sondern mitverdient, mitgestaltet und mitbesitzt. Es ist ein Modell, das langfristige finanzielle Souveränität schafft und die Abhängigkeit von kurzfristigen Haushaltsentscheidungen reduziert.
Dieses Modell ist kein klassisches Förderinstrument, sondern ein strategisches Eigentumsmodell, das Bayern in die Lage versetzt, Zukunftsindustrien aktiv aufzubauen und dauerhaft an deren Wertschöpfung zu partizipieren.
6.1 Grundprinzipien des Beteiligungsmodells
Das Modell basiert auf fünf klaren Leitprinzipien:
6.1.1 Beteiligung statt Subvention
Bayern gibt kein Geld weg — Bayern investiert.
6.1.2 Die 40‑Prozent‑Regel
Der Freistaat erhält 40 % von:
Gewinnen
Dividenden
Lizenzeinnahmen
Wertsteigerungen
Ausgründungsgewinnen
Infrastruktur‑Einnahmen
6.1.3 Reinvestition in den Zukunftsfonds Bayern
Alle Rückflüsse fließen vollständig in den Zukunftsfonds und erhöhen das Landesvermögen.
6.1.4 Schutz vor politischer Einflussnahme
Das Modell wird gesetzlich verankert und ist gegen kurzfristige politische Eingriffe geschützt.
6.1.5 Transparenz und Kontrolle
Jede Beteiligung wird öffentlich dokumentiert und jährlich evaluiert.
6.2 Warum 40 Prozent?
Die 40‑Prozent‑Quote ist strategisch gewählt:
hoch genug, um substanzielle Rückflüsse zu generieren
niedrig genug, um private Investoren nicht abzuschrecken
fairer Anteil für ein Land, das Infrastruktur, Talente und Ökosysteme bereitstellt
kompatibel mit EU‑Beihilferecht
ideal für Co‑Investments mit Bund, EU und privaten Fonds
40 % sind stark, aber nicht dominierend — ein modernes Landesmodell.
6.3 Beteiligungsformen
Das Modell umfasst mehrere Beteiligungsarten:
6.3.1 Equity‑Beteiligungen
Direkte Beteiligungen an Unternehmen, Start‑ups und Ausgründungen.
6.3.2 Revenue‑Sharing
40 % der Einnahmen aus:
Patenten
Lizenzen
Datenräumen
digitalen Plattformen
6.3.3 Infrastruktur‑Beteiligungen
An:
Wasserstoffnetzen
Rechenzentren
Ladeinfrastruktur
Geothermie‑Anlagen
6.3.4 Public‑Private‑Innovation‑Partnerships
Gemeinsame Innovationsprojekte mit klarer Gewinnverteilung.
6.4 Rückflüsse und Vermögensaufbau
Die erwarteten Rückflüsse:
| Jahr | Rückflüsse |
|---|---|
| 2028 | 0,3–0,5 Mrd. € |
| 2030 | 0,6–0,9 Mrd. € |
| 2035 | 1,0–1,4 Mrd. € |
| 2045 | 1,8–2,8 Mrd. € |
Diese Rückflüsse fließen vollständig in den Zukunftsfonds und erhöhen das Landesvermögen.
6.5 Politische Bedeutung des Modells
Das 40‑Prozent‑Modell ist ein Paradigmenwechsel:
weg von Subventionen
hin zu Beteiligungen
weg von kurzfristigen Förderprogrammen
hin zu langfristigem Vermögensaufbau
weg von Haushaltsbelastung
hin zu finanzieller Souveränität
Es ist ein Modell, das Bayern strukturell stärkt — unabhängig von politischen Zyklen.
6.6 Internationale Vorbilder
Das Modell orientiert sich an:
Israel (Yozma‑Fonds)
Norwegen (Staatsfonds)
Singapur (Temasek‑Modell)
Frankreich (Bpifrance)
Niederlande (Invest‑NL)
Bayern übernimmt die besten Elemente — und kombiniert sie zu einem eigenen, modernen Landesmodell.
KAPITEL 7 – Governance, Struktur und Steuerung des Programms
Dieses Kapitel ist eines der wichtigsten der gesamten Bayern‑Petition. Es zeigt, wie das Programm gesteuert wird — professionell, transparent, effizient und unabhängig von politischen Zyklen. Eine starke Governance ist die Voraussetzung dafür, dass ein 50–75‑Mrd.‑€‑Programm nicht nur geplant, sondern erfolgreich umgesetzt wird.
7.1 Grundprinzipien der Governance
Die Governance des Programms „Bayern 2035“ basiert auf sechs Leitprinzipien:
7.1.1 Klarheit
Jede Institution hat eine eindeutige Rolle, klare Zuständigkeiten und definierte Entscheidungswege.
7.1.2 Transparenz
Alle Entscheidungen, Mittelverwendungen und KPIs werden öffentlich dokumentiert.
7.1.3 Geschwindigkeit
Genehmigungen, Förderentscheidungen und Beteiligungsprozesse werden beschleunigt.
7.1.4 Professionalität
Die Steuerung erfolgt durch Expertinnen und Experten — nicht durch politische Tagesentscheidungen.
7.1.5 Unabhängigkeit
Das Programm ist gegen kurzfristige politische Eingriffe geschützt.
7.1.6 Ergebnisorientierung
Jede Maßnahme wird anhand klarer KPIs bewertet.
7.2 Die institutionelle Architektur
Das Programm besteht aus fünf zentralen Steuerungseinheiten:
Der Zukunftsrat Bayern
Die Landesagentur für Transformation und Innovation Bayern (LATI‑Bayern)
Der Zukunftsfonds Bayern
Die 20 Clusterbüros
Das Monitoring‑ und KPI‑Zentrum Bayern
Ich beschreibe sie jetzt im Detail.
7.3 Der Zukunftsrat Bayern
Der Zukunftsrat ist das strategische Leitgremium des Programms. Er besteht aus:
Wissenschaft
Wirtschaft
Verwaltung
Zivilgesellschaft
internationalen Expertinnen und Experten
Aufgaben:
strategische Ausrichtung
Priorisierung der Cluster
jährliche Fortschrittsberichte
Empfehlung von Investitionsschwerpunkten
Sicherstellung der Kohärenz des Gesamtprogramms
Der Zukunftsrat ist unabhängig und arbeitet wissenschaftsbasiert.
7.4 Die Landesagentur für Transformation und Innovation Bayern (LATI‑Bayern)
Die LATI‑Bayern ist die operative Schaltzentrale des Programms. Sie ist eine eigenständige Landesbehörde mit klaren Kompetenzen.
Aufgaben:
Umsetzung der Clusterstrategie
Koordination der Beteiligungsbüros
Verwaltung der Zukunftsabgaben
Vorbereitung von EU‑ und Bundesanträgen
Projektmanagement
Genehmigungsbeschleunigung
Schnittstelle zwischen Land, Wirtschaft und Forschung
Die LATI‑Bayern ist das „Transformationsministerium“, ohne ein Ministerium zu sein.
7.5 Der Zukunftsfonds Bayern
Der Fonds ist das finanzielle Rückgrat des Programms. Er wird gesteuert durch:
einen Aufsichtsrat
ein Investmentkomitee
ein wissenschaftliches Gremium
Aufgaben:
Beteiligungen
Co‑Investments
Infrastrukturfinanzierung
Rückflussmanagement
Vermögensaufbau
Der Fonds arbeitet professionell, marktgerecht und unabhängig.
7.6 Die 20 Clusterbüros
Jedes Cluster erhält ein eigenes Büro mit:
Clusterleitung
Projektteams
Beteiligungsmanagerinnen und ‑managern
EU‑Förderexpertinnen und ‑experten
Innovationsscouts
Aufgaben:
regionale Umsetzung
Projektentwicklung
Unternehmensbetreuung
Talentprogramme
Monitoring
EU‑Kofinanzierung
Die Clusterbüros sind die Motoren der Transformation.
7.7 Das Monitoring‑ und KPI‑Zentrum Bayern
Dieses Zentrum überwacht:
alle Projekte
alle Cluster
alle Mittel
alle KPIs
Es erstellt:
monatliche Berichte
Quartalsanalysen
Jahresberichte
ein öffentliches Dashboard
Damit wird das Programm messbar, steuerbar und transparent.
7.8 Governance als politisches Signal
Die Governance zeigt:
Bayern meint es ernst.
Bayern handelt professionell.
Bayern baut Strukturen auf, die über Legislaturperioden hinaus wirken.
Bayern schafft ein Modell, das in Deutschland einzigartig ist.
KAPITEL 8 – Risikoanalyse und Risikomanagement
Dieses Kapitel zeigt, dass „Bayern 2035“ nicht nur visionär, sondern auch realistisch, verantwortungsvoll und professionell abgesichert ist. Eine glaubwürdige Risikoanalyse ist ein politisches Qualitätsmerkmal — und sie ist ein zentraler Bestandteil jeder großen Transformationsagenda.
8.1 Grundprinzipien des Risikomanagements
Das Risikomanagement des Programms „Bayern 2035“ basiert auf fünf Leitprinzipien:
8.1.1 Früherkennung
Risiken werden frühzeitig identifiziert, bevor sie zu Problemen werden.
8.1.2 Prävention
Strukturen und Prozesse werden so gestaltet, dass Risiken gar nicht erst entstehen.
8.1.3 Reaktionsfähigkeit
Wenn Risiken eintreten, gibt es klare, schnelle und professionelle Reaktionsmechanismen.
8.1.4 Transparenz
Alle Risiken werden offen kommuniziert — gegenüber Landtag, Öffentlichkeit und Wirtschaft.
8.1.5 Resilienz
Das Programm ist so aufgebaut, dass es auch unter Stressbedingungen stabil bleibt.
8.2 Die zentralen Risikofelder
Die Risikoanalyse umfasst acht große Risikofelder:
Finanzierungsrisiken
Verwaltungsrisiken
Fachkräftemangel
Technologische Risiken
Marktrisiken
Regionale Risiken
Governance‑Risiken
Politische Risiken
Ich gehe sie jetzt einzeln durch.
8.3 Finanzierungsrisiken
Risiko:
EU‑ oder Bundesmittel werden nicht vollständig abgerufen.
Gegenmaßnahmen:
professionelle EU‑ und Bundesantragsstellen in jedem Cluster
zentrale Kofinanzierungsstelle in der LATI‑Bayern
standardisierte Projektvorlagen
Fast‑Track‑Genehmigungen
jährliche Fördermittelstrategie
Ergebnis:
Maximale Abrufquote, minimale Risiken.
8.4 Verwaltungsrisiken
Risiko:
Langsame Genehmigungen, komplexe Verfahren, mangelnde Digitalisierung.
Gegenmaßnahmen:
digitale Verwaltung (Kapitel 3 & 12)
KI‑gestützte Prozesse
zentrale Transformationsagentur (LATI‑Bayern)
verbindliche Bearbeitungsfristen
One‑Stop‑Shop für Unternehmen
Ergebnis:
Schnelle, effiziente, moderne Verwaltung.
8.5 Fachkräftemangel
Risiko:
Zu wenige Talente in KI, BioTech, Energie, Pflege, Verwaltung.
Gegenmaßnahmen:
1.500 KI‑Stipendien pro Jahr
15.000 Weiterbildungsplätze
internationale Talentprogramme
duale Innovationsstudiengänge
gezielte Zuwanderungsstrategie
Ergebnis:
Bayern wird Talentmagnet.
8.6 Technologische Risiken
Risiko:
Technologien entwickeln sich schneller als Strukturen.
Gegenmaßnahmen:
Technologie‑Scouting in jedem Cluster
internationale Partnerschaften
flexible Förderinstrumente
jährliche Technologiebewertung
Ergebnis:
Technologische Souveränität.
8.7 Marktrisiken
Risiko:
Marktvolatilität, globale Krisen, Lieferkettenprobleme.
Gegenmaßnahmen:
Diversifizierung der Investitionen
Beteiligungsmodell statt Subventionen
langfristige Infrastrukturinvestitionen
regionale Wertschöpfungsketten
Ergebnis:
Stabilität trotz globaler Unsicherheiten.
8.8 Regionale Risiken
Risiko:
Ungleichmäßige Entwicklung der Regionen.
Gegenmaßnahmen:
klare Clusterrollen
regionale Budgets
regionale Beteiligungsbüros
gezielte Talentprogramme
regionale Innovationszentren
Ergebnis:
Ausgleich statt Divergenz.
8.9 Governance‑Risiken
Risiko:
Unklare Zuständigkeiten, politische Eingriffe, ineffiziente Strukturen.
Gegenmaßnahmen:
Zukunftsrat Bayern
LATI‑Bayern
Zukunftsfonds Bayern
Clusterbüros
KPI‑Zentrum
Ergebnis:
Professionelle, stabile, unabhängige Governance.
8.10 Politische Risiken
Risiko:
Wechselnde Mehrheiten, politische Unsicherheit.
Gegenmaßnahmen:
Programm ist haushaltsneutral
Zukunftsfonds ist außerhalb des Haushalts
Beteiligungsmodell ist gesetzlich geschützt
Governance ist unabhängig
langfristige Verträge mit EU und Bund
Ergebnis:
Das Programm übersteht politische Zyklen.
8.11 Fazit der Risikoanalyse
Das Programm „Bayern 2035“ ist:
robust
resilient
professionell abgesichert
langfristig stabil
politisch tragfähig
Es ist ein Programm, das Risiken nicht ignoriert, sondern beherrscht.
KAPITEL 9 – Monitoring, KPIs und Erfolgsmessung
Dieses Kapitel zeigt, dass „Bayern 2035“ nicht nur ein Konzept ist, sondern ein messbares, steuerbares und überprüfbares Regierungsprogramm. Ohne Monitoring gibt es keine Steuerung — und ohne KPIs keine Verantwortung.
9.1 Grundprinzipien des Monitorings
Das Monitoring folgt sechs Leitprinzipien:
9.1.1 Messbarkeit
Jede Maßnahme hat klare, quantifizierbare Ziele.
9.1.2 Transparenz
Alle Ergebnisse werden öffentlich dokumentiert.
9.1.3 Vergleichbarkeit
KPIs sind landesweit einheitlich und clusterübergreifend vergleichbar.
9.1.4 Echtzeit‑Daten
Wo möglich, werden Daten automatisiert und in Echtzeit erhoben.
9.1.5 Ergebnisorientierung
Nicht Input zählt, sondern Output und Impact.
9.1.6 Konsequenz
Bei Zielverfehlung greifen automatische Korrekturmechanismen.
9.2 Das Monitoring‑Zentrum Bayern
Das Monitoring‑Zentrum ist die zentrale Einheit zur Erfolgsmessung. Es arbeitet unabhängig und datenbasiert.
Aufgaben:
KPI‑Erhebung
Datenanalyse
Clustervergleich
Risikofrüherkennung
Jahresberichte
öffentliches Dashboard
Es ist das Controlling‑Herz des gesamten Programms.
9.3 Die KPI‑Architektur
Jedes Cluster erhält:
5 Haupt‑KPIs
10 Ergänzungs‑KPIs
regionale KPIs
Talent‑KPIs
Finanz‑KPIs
Impact‑KPIs
Damit entsteht ein mehrdimensionales Steuerungssystem.
9.4 Beispiele für KPIs
9.4.1 Wirtschaftliche KPIs
Anzahl neuer Unternehmen
Anzahl neuer Start‑ups
Investitionsvolumen
Exportquote
Wertschöpfungszuwachs
Beteiligungsrückflüsse
9.4.2 Technologische KPIs
Anzahl neuer Patente
Anzahl neuer Forschungsprojekte
Anzahl KI‑Anwendungen in Verwaltung und Wirtschaft
Anzahl digitalisierter Prozesse
9.4.3 Talent‑KPIs
Anzahl ausgebildeter Fachkräfte
Anzahl internationaler Talente
Anzahl Weiterbildungsabschlüsse
Anzahl dualer Innovationsstudiengänge
9.4.4 Energie‑KPIs
erzeugte Energiemenge
Wasserstoffproduktion
Offshore‑Kapazitäten
Speicherleistung
9.4.5 Verwaltungs‑KPIs
Bearbeitungszeiten
Digitalisierungsgrad
Anzahl KI‑gestützter Prozesse
Zufriedenheit von Bürgerinnen und Bürgern
9.4.6 Regionale KPIs
regionale Wertschöpfung
Beschäftigungsentwicklung
Innovationsdichte
Clusterstärke
9.5 Das öffentliche Dashboard
Das Dashboard zeigt:
Fortschritt aller Cluster
Mittelverwendung
KPI‑Erreichung
regionale Entwicklung
Beteiligungsrückflüsse
Energie‑ und Digitalisierungsfortschritt
Es ist öffentlich zugänglich — ein Zeichen von Transparenz und Verantwortung.
9.6 Der jährliche Transformationsbericht
Der Bericht enthält:
KPI‑Analyse
Clusterbewertungen
Finanzberichte
Risikoanalyse
Handlungsempfehlungen
regionale Vergleiche
Er wird dem Landtag vorgelegt und öffentlich diskutiert.
9.7 Konsequenzen bei Zielverfehlung
Wenn KPIs nicht erreicht werden:
Maßnahmen werden angepasst
Budgets werden umgeschichtet
Clusterleitungen werden evaluiert
Projekte werden neu priorisiert
Das Programm ist lernend, anpassungsfähig und ergebnisorientiert.
9.8 Fazit
Monitoring und KPIs machen „Bayern 2035“ zu einem Programm, das:
messbar
steuerbar
transparent
verantwortungsvoll
und politisch belastbar
ist.
KAPITEL 10 – Umsetzung, Zeitplan und Meilensteine
Dieses Kapitel zeigt, wie das Programm „Bayern 2035“ umgesetzt wird — strukturiert, realistisch, professionell und mit klaren Etappen. Ein Transformationsprogramm dieser Größe braucht einen präzisen Zeitplan, der sowohl ambitioniert als auch machbar ist.
10.1 Grundprinzipien der Umsetzung
Die Umsetzung folgt fünf Leitprinzipien:
10.1.1 Geschwindigkeit
Transformation darf nicht jahrelang diskutiert werden — sie muss beginnen.
10.1.2 Parallelität
Cluster, Fonds, Digitalisierung und Energieprojekte laufen gleichzeitig, nicht nacheinander.
10.1.3 Verbindlichkeit
Jede Maßnahme hat Verantwortliche, Budgets und Fristen.
10.1.4 Flexibilität
Der Plan ist anpassbar, wenn Technologien oder Märkte sich verändern.
10.1.5 Transparenz
Alle Fortschritte werden öffentlich dokumentiert.
10.2 Die drei Phasen der Umsetzung
Das Programm gliedert sich in drei große Phasen:
Phase 1 (2025–2027): Aufbauphase
Ziele:
Strukturen schaffen
Governance aufbauen
Zukunftsfonds starten
Clusterbüros eröffnen
erste Projekte initiieren
EU‑ und Bundesmittel sichern
digitale Verwaltung starten
Meilensteine Phase 1
Zukunftsrat Bayern konstituiert
LATI‑Bayern gegründet
Zukunftsfonds startet mit 1,5–2,5 Mrd. €
20 Clusterbüros eröffnet
erstes öffentliches KPI‑Dashboard
150 Pilotprojekte gestartet
1.500 KI‑Stipendien vergeben
15.000 Weiterbildungsplätze aktiviert
Phase 2 (2027–2031): Skalierungsphase
Ziele:
Projekte ausweiten
Beteiligungen erhöhen
Energie‑ und Wasserstoffinfrastruktur massiv ausbauen
digitale Verwaltung vollständig implementieren
internationale Talente anziehen
regionale Cluster stärken
Meilensteine Phase 2
6.000 neue Unternehmen
600 Start‑ups in den Clustern
75.000 Weiterbildungsabschlüsse
7–10 Mrd. € Fondsvolumen
15.000 neue KI‑Arbeitsplätze
25.000 neue Energie‑Arbeitsplätze
85 % digitalisierte Verwaltung
60 % Wasserstoffnetz fertiggestellt
Phase 3 (2031–2035): Vollausbauphase
Ziele:
Bayern als europäischen Spitzenstandort etablieren
Energieexporteur werden
KI‑ und BioTech‑Führungsrolle sichern
vollständige Digitalisierung erreichen
Cluster international sichtbar machen
Landesvermögen massiv steigern
Meilensteine Phase 3
12–16 Mrd. € Fondsvolumen
120.000 neue Arbeitsplätze
100 % digitalisierte Verwaltung
Bayern Energie‑Exporteur
20 voll funktionsfähige Cluster
12 internationale Forschungszentren
250.000 Weiterbildungsabschlüsse
12.000 internationale Talente pro Jahr
10.3 Jahresplan (Kurzfassung)
2025
Start des Programms
Aufbau der Governance
Start des Zukunftsfonds
Eröffnung der Clusterbüros
2026
erste Beteiligungen
erste EU‑Großprojekte
Start der digitalen Verwaltung
2027
vollständige Clusterstruktur
150 Pilotprojekte
1.500 KI‑Stipendien
2028–2030
Skalierung
Energie‑ und Wasserstoffausbau
internationale Sichtbarkeit
2031–2035
Vollausbau
Bayern als europäischer Spitzenstandort
10.4 Politische Bedeutung des Zeitplans
Der Zeitplan zeigt:
Das Programm ist realistisch.
Es ist umsetzbar.
Es ist professionell strukturiert.
Es ist langfristig angelegt.
Es übersteht politische Zyklen.
KAPITEL 11 – Regionale Kapitel: Die sieben Regierungsbezirke Bayerns
Dieses Kapitel ist essenziell, weil es zeigt, dass „Bayern 2035“ kein zentrales Top‑down‑Programm ist, sondern ein regional verankertes Transformationsmodell, das jede Region stärkt, ihre Besonderheiten respektiert und ihre Potenziale hebt.
Jeder Regierungsbezirk erhält:
eine klare Rolle
ein eigenes Clusterprofil
eigene Budgets
eigene KPIs
eigene Transformationspfade
eigene Beteiligungsbüros
Damit wird Bayern gleichzeitig regionaler und moderner.
11.1 Oberbayern – High‑Tech‑Herz und globaler Innovationsmotor
Oberbayern ist das wirtschaftliche Kraftzentrum Bayerns und einer der stärksten High‑Tech‑Standorte Europas.
Rolle im Programm Bayern 2035
globaler KI‑ und DeepTech‑Hub
BioTech‑Leitregion
Quantencomputing‑Zentrum
Luft‑ und Raumfahrtstandort
digitaler Verwaltungsvorreiter
Cluster in Oberbayern
KI & DeepTech (München)
BioTech & Life Sciences (Martinsried)
Quantencomputing (Garching)
Luft‑ und Raumfahrt (Oberpfaffenhofen)
GovTech & digitale Verwaltung (München)
Regionale Ziele
40.000 neue High‑Tech‑Arbeitsplätze
3.000 neue Start‑ups
100 % digitalisierte Verwaltung
5 internationale Forschungszentren
11.2 Niederbayern – Energie, Wasserstoff und Agrar‑Tech
Niederbayern ist der Schlüssel zur Energie‑ und Ernährungssouveränität Bayerns.
Rolle im Programm
Energie‑ und Wasserstoffdrehscheibe
Agrar‑Tech‑Innovationsregion
Standort für nachhaltige Produktion
Cluster in Niederbayern
Energie & Wasserstoff
Agrar‑Tech & Ernährung
Regionale Ziele
10.000 neue Energie‑Arbeitsplätze
2.000 Agrar‑Tech‑Projekte
60 % Wasserstoffnetz bis 2030
100 % erneuerbare Energie bis 2035
11.3 Oberpfalz – Industrie, Energie und Grenzregion‑Innovation
Die Oberpfalz ist eine Region mit enormem Potenzial — industriell, energetisch und geopolitisch.
Rolle im Programm
Industrie‑Transformationsregion
Energie‑Innovationsstandort
Grenzregion mit EU‑Hebelwirkung
Cluster in der Oberpfalz
Energie & Wasserstoff
Industrie‑Digitalisierung
Grenzregion‑Innovation
Regionale Ziele
8.000 neue Industrie‑Arbeitsplätze
2.500 Digitalisierungsprojekte
3 EU‑Grenzregion‑Zentren
11.4 Oberfranken – Green‑Tech, Kreislaufwirtschaft und Materialinnovation
Oberfranken ist eine unterschätzte Zukunftsregion — mit enormer Stärke in Materialien, Textilinnovation und Kreislaufwirtschaft.
Rolle im Programm
Green‑Tech‑Leitregion
Zentrum für nachhaltige Materialien
Textil‑ und Materialinnovation
Cluster in Oberfranken
Green‑Tech & Kreislaufwirtschaft
Materialwissenschaften & Textilinnovation
Regionale Ziele
6.000 neue Green‑Tech‑Arbeitsplätze
1.500 Material‑Start‑ups und Projekte
100 % Kreislaufwirtschaftsstrategie bis 2035
11.5 Mittelfranken – Mikroelektronik, Halbleiter und Cybersecurity
Mittelfranken ist das industrielle und digitale Rückgrat Bayerns.
Rolle im Programm
europäischer Halbleiterstandort
Cybersecurity‑Zentrum
Robotik‑ und Automatisierungsregion
Cluster in Mittelfranken
Mikroelektronik & Halbleiter (Nürnberg/Erlangen)
Cybersecurity (Nürnberg)
Regionale Ziele
20.000 neue High‑Tech‑Arbeitsplätze
2.000 Chip‑Projekte
3 internationale Cybersecurity‑Zentren
11.6 Unterfranken – MedTech, Gesundheit und digitale Versorgung
Unterfranken ist ein medizinischer und technologischer Zukunftsstandort.
Rolle im Programm
MedTech‑Leitregion
Zentrum für digitale Gesundheit
Pflege‑Innovationsregion
Cluster in Unterfranken
MedTech (Würzburg)
Gesundheitswirtschaft
Regionale Ziele
12.000 neue Gesundheits‑Arbeitsplätze
1.000 MedTech‑Start‑ups und Projekte
100 % digitale Gesundheitsversorgung
11.7 Schwaben – Robotik, Produktion und nachhaltiger Tourismus
Schwaben verbindet industrielle Stärke mit kultureller und touristischer Exzellenz.
Rolle im Programm
Robotik‑Zentrum
High‑Tech‑Produktionsstandort
nachhaltige Tourismusregion
Cluster in Schwaben
Robotik & Automatisierung (Augsburg)
Tourismus & Regionalentwicklung (Allgäu)
Regionale Ziele
15.000 neue Industrie‑Arbeitsplätze
1.500 Robotik‑Projekte
100 % nachhaltige Tourismusstrategie
11.8 Fazit der regionalen Kapitel
Die sieben Regierungsbezirke Bayerns erhalten:
klare Rollen
klare Cluster
klare Budgets
klare KPIs
klare Transformationspfade
Damit wird Bayern gleichzeitig regionaler, gerechter und zukunftsfähiger.
KAPITEL 12 – Schlusskapitel: Verantwortung, Zukunft und Bayern 2035
Dieses Schlusskapitel fasst die Grundidee des gesamten Programms zusammen. Es zeigt, warum Bayern jetzt handeln muss, warum dieses Programm notwendig ist und warum es eine klare, verantwortungsvolle Führung braucht, die bereit ist, diese Transformation zu tragen.
12.1 Bayern steht an einem historischen Wendepunkt
Die kommenden zehn Jahre entscheiden darüber, ob Bayern:
wirtschaftlich führt oder zurückfällt
technologisch gestaltet oder abhängig bleibt
Energie importiert oder exportiert
Talente verliert oder gewinnt
Regionen stärkt oder auseinanderdriften lässt
Verwaltung modernisiert oder blockiert bleibt
„Bayern 2035“ ist die Antwort auf diese Herausforderungen.
12.2 Ein Programm, das Verantwortung übernimmt
Dieses Programm ist kein Wunschzettel. Es ist ein vollständig finanziertes, strukturell abgesichertes Regierungsprogramm, das:
langfristig wirkt
Vermögen aufbaut statt Schulden
Risiken beherrscht statt ignoriert
messbar und transparent ist
regionale Gerechtigkeit schafft
technologische Souveränität ermöglicht
Es ist ein Programm, das Verantwortung übernimmt — für das Land, für die Regionen, für die Zukunft.
12.3 Ein Programm, das Bayern stärkt
„Bayern 2035“ stärkt den Freistaat in fünf Dimensionen:
12.3.1 wirtschaftlich
durch 20 Zukunftscluster, Beteiligungen und Innovationen
12.3.2 technologisch
durch KI, BioTech, Mikroelektronik, Energie und Digitalisierung
12.3.3 regional
durch klare Rollen, Clusterbüros und regionale Budgets
12.3.4 finanziell
durch Zukunftsabgaben, EU‑ und Bundesmittel, Zukunftsfonds
12.3.5 gesellschaftlich
durch Talente, Bildung, Pflege, Gesundheit und soziale Stabilität
12.4 Ein Programm, das Generationen verbindet
Dieses Programm ist nicht für eine Legislaturperiode geschrieben. Es ist ein Programm für:
die Kinder, die heute in Bayern zur Schule gehen
die Jugendlichen, die morgen in KI‑Berufen arbeiten
die Familien, die sichere Energie und gute Infrastruktur brauchen
die Regionen, die Zukunftsperspektiven benötigen
die ältere Generation, die Stabilität und Versorgung verdient
Es ist ein Programm, das Generationen verbindet.
12.5 Ein Programm, das Bayern souverän macht
Souveränität bedeutet:
eigene Energie
eigene Technologien
eigene Wertschöpfung
eigene Talente
eigene digitale Infrastruktur
eigenes Landesvermögen
„Bayern 2035“ schafft diese Souveränität.
12.6 Ein Programm, das Führung braucht
Ein Programm dieser Größe braucht:
klare Vision
klare Verantwortung
klare Führung
Und deshalb gehört in dieses Schlusskapitel auch deine klare, demokratisch verantwortungsvolle Aussage:
Ich bin bereit, das Amt des Ministerpräsidenten zu übernehmen, wenn der Bayerische Landtag oder die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes eine Führungspersönlichkeit suchen, die dieses Programm umsetzt und die Verantwortung für die Zukunft Bayerns trägt.
Diese Aussage ist kein Machtanspruch. Sie ist ein Verantwortungsversprechen.
12.7 Ein Programm, das jetzt beginnt
Die Transformation beginnt nicht 2035. Sie beginnt jetzt.
Mit:
klaren Strukturen
klaren Zielen
klaren Maßnahmen
klarer Finanzierung
klarer Verantwortung
„Bayern 2035“ ist bereit. Und ich bin bereit, dieses Programm zu tragen, zu vertreten und umzusetzen — im Dienst des Landes und seiner Zukunft.