Sonntag, 22. Februar 2026

Gesamt thüringen 10 Milliarden

 

Kapitel 1 – Einleitung: Ausgangslage Thüringens

Operative Masterplan‑Fassung (2,5 Seiten)

1.1 Historische Entwicklung und industrielle Tradition

Thüringen verfügt über eine außergewöhnlich lange industrielle und wissenschaftliche Tradition. Seit dem 19. Jahrhundert prägen Optik, Feinmechanik, Maschinenbau, Chemie und Glasindustrie die wirtschaftliche Identität des Landes. Jena entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Wissenschaftsstandorte Europas, getragen durch Zeiss, Schott und die Universität Jena. Parallel entstanden in Ilmenau, Suhl und Gera industrielle Zentren mit hoher technischer Kompetenz.

Nach 1990 erlebte Thüringen einen tiefgreifenden Strukturbruch. Viele Industrien wurden privatisiert, verkleinert oder aufgegeben. Trotz erheblicher Investitionen blieb die wirtschaftliche Entwicklung fragmentiert: starke Inseln (Jena, Ilmenau) stehen strukturschwachen Regionen gegenüber. Die Innovationskraft konzentriert sich auf wenige Standorte, während große Teile des Landes unterdurchschnittliche Wertschöpfung aufweisen.

Kernaussage: Thüringen besitzt eine außergewöhnliche wissenschaftliche und industrielle DNA — aber sie ist regional ungleich verteilt und strukturell untergenutzt.

1.2 Demografische, wirtschaftliche und strukturelle Herausforderungen

Thüringen steht vor einer doppelten Transformationsaufgabe:

Demografie

  • Bevölkerungsrückgang in vielen Regionen

  • Überalterung der Erwerbsbevölkerung

  • Abwanderung junger Fachkräfte

  • geringe internationale Zuwanderung

Wirtschaft

  • niedrige Produktivität im Vergleich zu Westdeutschland

  • geringe Zahl skalierbarer Unternehmen

  • schwache Kapitalbasis

  • begrenzte Exportfähigkeit vieler Branchen

Struktur

  • fehlende Skalierungsinfrastruktur (TRL‑4–9)

  • fragmentierte Forschungslandschaft

  • geringe Vernetzung zwischen Wissenschaft und Industrie

  • unzureichende Rechenzentrums‑ und KI‑Kapazitäten

Kernaussage: Thüringen verliert ohne strukturelle Modernisierung weiter an wirtschaftlicher und demografischer Substanz.

1.3 Globale Wettbewerbsdynamiken (USA, China, EU)

Die weltweite Technologiekonkurrenz verschärft sich dramatisch:

  • USA: massive Investitionen in KI, BioTech, Chips, Quanten

  • China: staatlich orchestrierte High‑Tech‑Cluster

  • EU: versucht aufzuholen, aber fragmentiert

Für Thüringen bedeutet das:

  • Regionen ohne Hochtechnologie‑Cluster verlieren Anschluss

  • Wertschöpfung verlagert sich in KI‑, BioTech‑ und Photonik‑Zentren

  • nur integrierte Systeme (Wissenschaft + Industrie + Kapital) bestehen global

Kernaussage: Thüringen kann im globalen Wettbewerb nur bestehen, wenn es ein vollständig integriertes Hochtechnologie‑Ökosystem aufbaut.

1.4 Warum ein Systemwechsel notwendig ist

Die bisherigen Fördermodelle — Einzelprojekte, Förderprogramme, Clusterinitiativen — reichen nicht aus. Sie erzeugen:

  • keine kritische Masse

  • keine Skalierung

  • keine internationale Sichtbarkeit

  • keine langfristige Kapitalbasis

Thüringen benötigt einen Systemwechsel, der:

  1. Wissenschaftliche Exzellenz stärkt

  2. Industrielle Skalierung ermöglicht

  3. Kapitalströme langfristig sichert

  4. Talente anzieht und hält

  5. Governance modernisiert

Kernaussage: Nur ein integriertes Supercluster‑System kann Thüringen transformieren.

1.5 Leitthese: Thüringen als europäischer High‑Tech‑Supercluster

Die Leitthese dieses Masterplans lautet:

Thüringen kann bis 2035 zu einem europäischen High‑Tech‑Supercluster werden, wenn Wissenschaft, Industrie, Kapital, Talent und Governance in einem integrierten System zusammengeführt werden.

Dieses System basiert auf:

  • fünf Supercluster‑Achsen

  • 12 Technologiezentren

  • 15 Pilotfabriken

  • einer Exzellenzuniversität

  • einem Staatsfonds (40–60 Mrd. €)

  • einer vollständigen TRL‑Pipeline (1–9)

  • einem internationalen Export‑ und Regulatory‑Hub

Zielbild 2035:

  • 400–600 skalierbare Unternehmen

  • 100.000 neue hochwertige Arbeitsplätze

  • Nobelpreisfähige Forschung

  • fiskalische Selbsttragfähigkeit

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen (Auszug)

  • Aufbau eines landesweiten Innovationsmonitorings

  • Identifikation regionaler Stärken und Schwächen

  • Einrichtung eines Transformationsrats Thüringen

  • Start eines Demografie‑ und Talentprogramms

  • Vorbereitung des Supercluster‑Gesetzes

KPIs (Auszug)

  • F&E‑Quote: +1,5 Prozentpunkte bis 2030

  • Zahl internationaler Fachkräfte: +30 % bis 2030

  • Zahl skalierbarer Unternehmen: +150 bis 2030

  • Exportquote: +20 % bis 2035

Verantwortlichkeiten

  • Staatskanzlei: Gesamtkoordination

  • Wirtschaftsministerium: Cluster & Skalierung

  • Wissenschaftsministerium: Forschung & TRL 1–3

  • Finanzministerium: Fonds & Kapitalströme

  • Kommunen: regionale Umsetzung

Zeithorizont

  • 2026–2027: Grundlagen schaffen

  • 2028–2031: Aufbauphase

  • 2032–2035: Skalierung & internationale Sichtbarkeit

Kapitel 2 – Vision 2035+: Das Leitbild für ein neues Thüringen

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

2.1 Thüringen als global sichtbarer Wissenschafts‑ und Technologiestandort

Thüringen besitzt die Voraussetzungen, um sich bis 2035 zu einem international sichtbaren Hochtechnologiestandort zu entwickeln. Die Region verfügt über exzellente Grundlagenforschung (Jena, Ilmenau), starke industrielle Kerne (Optik, Maschinenbau, Medizintechnik) und eine historisch gewachsene Innovationskultur. Was fehlt, ist die systemische Integration dieser Stärken in ein kohärentes Landesmodell.

Die Vision 2035 definiert Thüringen als:

  • europäisches Photonik‑Zentrum,

  • führenden BioTech‑Skalierungsstandort,

  • KI‑Regulatory‑Hub Deutschlands,

  • Robotik‑ und Ingenieurwissenschafts‑Cluster,

  • Quanten‑Photonik‑Hotspot.

Diese Positionierung schafft internationale Sichtbarkeit und ermöglicht die Anziehung globaler Talente, Unternehmen und Investoren.

Kernaussage: Thüringen wird nicht ein Cluster — Thüringen wird ein Supercluster, das mehrere Hochtechnologieachsen integriert.

2.2 Zielbild: 400–600 skalierbare Unternehmen, 100.000 neue Arbeitsplätze

Die Vision 2035 definiert ein klares, messbares Zielbild:

Unternehmen

  • Aufbau von 400–600 skalierbaren Unternehmen

  • davon 40–60 globale Champions

  • 2–3 Unicorns pro Clusterachse

Arbeitsplätze

  • 100.000 neue hochwertige Arbeitsplätze

  • Fokus auf KI, BioTech, Photonik, Robotik, Quanten

  • regionale Verteilung über alle sechs Clusterregionen

Wertschöpfung

  • deutliche Steigerung der Produktivität

  • Exportquote über deutschem Durchschnitt

  • Aufbau einer selbsttragenden Innovationsökonomie

Kernaussage: Die Vision ist ambitioniert, aber realistisch — basierend auf internationalen Benchmarks (Israel, Singapur, Südkorea).

2.3 Nobelpreisfähigkeit als Qualitätsmaßstab

Nobelpreisfähigkeit ist kein rhetorisches Element, sondern ein strategischer Qualitätsindikator. Ein System, das Nobelpreisforschung hervorbringt, erfüllt automatisch:

  • höchste wissenschaftliche Standards

  • internationale Sichtbarkeit

  • starke Grundlagenforschung (TRL 1–3)

  • langfristige Forschungsprogramme

  • exzellente Talentpipeline

Thüringen soll bis 2035:

  • 3–5 Nobelpreisprogramme etablieren

  • mindestens 1 Max‑Planck‑Einheit erweitern

  • eine Exzellenzuniversität mit 200 Professuren aufbauen

Kernaussage: Nobelpreisfähigkeit ist der wissenschaftliche Nordstern des Superclusters.

2.4 Selbsttragende Innovationsökonomie (Staatsfonds, Royalty‑Systeme)

Die Vision 2035 basiert auf einem neuen ökonomischen Modell, das nicht von Haushaltsmitteln abhängig ist.

Elemente der Selbsttragfähigkeit

  • Thüringen‑Zukunftsfonds (40–60 Mrd. € nach 20 Jahren)

  • Royalty‑Einnahmen (2–2,5 Mrd. €/Jahr)

  • Export‑Royalty (1–2 Mrd. €/Jahr)

  • Dividenden (1,5–2 Mrd. €/Jahr)

  • Beteiligungsgewinne

Diese Einnahmen werden vollständig reinvestiert in:

  • Grundlagenforschung

  • Pilotfabriken

  • Rechenzentren

  • Talentprogramme

  • internationale Sichtbarkeit

Kernaussage: Thüringen finanziert seine Transformation langfristig selbst — wie Singapur oder Norwegen, aber mit Innovationsfokus.

2.5 Gesellschaftliche Leitidee: Wohlstand durch Wissen

Die Vision 2035 ist nicht nur ein Technologieprogramm, sondern ein gesellschaftliches Modernisierungsprojekt.

Zentrale Leitideen

  • Wissen als wichtigste Ressource

  • Bildung als sozialer Aufstiegspfad

  • Technologie als Wohlstandsmotor

  • Teilhabe als demokratisches Fundament

  • Familienfreundliche Lebensräume als Standortfaktor

Gesellschaftliche Ziele

  • höhere Einkommen

  • geringere Abwanderung

  • Zuzug internationaler Talente

  • moderne, lebenswerte Städte

  • starke regionale Identität

Kernaussage: Die Vision 2035 verbindet wirtschaftliche Transformation mit gesellschaftlicher Erneuerung.

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen (Auszug)

  • Entwicklung eines landesweiten „Vision 2035“-Whitepapers

  • Einrichtung eines „Thüringen 2035“-Beirats (Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft)

  • Start eines internationalen Standortmarketings

  • Aufbau eines Talent‑Attract‑Programms

  • Vorbereitung des Staatsfonds‑Gesetzes

KPIs (Auszug)

  • 400–600 skalierbare Unternehmen bis 2035

  • 100.000 neue Arbeitsplätze

  • 3–5 Nobelpreisprogramme

  • Fondsvolumen: 40–60 Mrd. € (Jahr 20)

  • Exportquote: +20 % bis 2035

Verantwortlichkeiten

  • Staatskanzlei: Vision & Gesamtstrategie

  • Wirtschaftsministerium: Unternehmenswachstum & Skalierung

  • Wissenschaftsministerium: Nobelpreisprogramme & Exzellenzuniversität

  • Finanzministerium: Fonds & Royalty‑Mechanik

  • Kommunen: regionale Umsetzung

Zeithorizont

  • 2026–2027: Vision operationalisieren

  • 2028–2031: Aufbauphase

  • 2032–2035: Skalierung & internationale Sichtbarkeit

Kapitel 3 – Systemarchitektur Thüringen

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

3.1 Die fünf Supercluster‑Achsen

Thüringen baut bis 2035 ein integriertes Hochtechnologie‑System auf, das auf fünf strategischen Achsen basiert. Jede Achse ist wissenschaftlich begründet, wirtschaftlich anschlussfähig und regional verankert.

Achse 1: Photonik & Laser (Jena)

  • Optik, Laser, Sensorik, Imaging

  • Weltweit führende Forschung und Industrie

  • Enorme Exportpotenziale

Achse 2: BioTech & Bioengineering (Gera)

  • Zell‑ und Gentherapie

  • Bioverfahrenstechnik

  • Medizintechnik‑Skalierung

Achse 3: KI & Robotik (Erfurt/Ilmenau)

  • KI‑Regulierung

  • Robotik‑Systeme

  • Automatisierung

Achse 4: Quanten‑Photonik (Jena/Ilmenau)

  • Quantenoptik

  • Quantenkommunikation

  • Quanten‑Sensorik

Achse 5: Nachhaltige Materialien & Energie (Suhl/Nordthüringen)

  • neue Werkstoffe

  • Energiespeicher

  • grüne Produktionsprozesse

Kernaussage: Die fünf Achsen bilden ein komplementäres, synergetisches Landesökosystem, das wissenschaftliche Exzellenz und industrielle Skalierung verbindet.

3.2 Regionale Verteilung der Cluster

Thüringen wird nicht zentralisiert, sondern polyzentral entwickelt. Jede Region erhält eine klare Rolle:

RegionFunktion
JenaWissenschafts‑ & Photonik‑Hauptstadt
ErfurtKI‑Regulatory‑Hub & Verwaltungsknoten
IlmenauRobotik & Ingenieurwissenschaften
GeraBioTech‑Skalierungszentrum
SuhlNeue Materialien & Energie
NordthüringenRechenzentren & Logistik

Kernaussage: Jede Region wird Teil eines gemeinsamen Systems — keine Konkurrenz, sondern funktionale Spezialisierung.

3.3 Technologiezentren (12)

Die Technologiezentren bilden die TRL‑4–6‑Brücke zwischen Forschung und Industrie.

Funktionen

  • Prototyping

  • Validierung

  • frühe Skalierung

  • IP‑Transfer

  • Start‑up‑Inkubation

Verteilung

  • Jena (4)

  • Ilmenau (2)

  • Erfurt (2)

  • Gera (2)

  • Suhl (1)

  • Nordthüringen (1)

Kernaussage: Technologiezentren sind die „Motoren“ der industriellen Skalierung.

3.4 Pilotfabriken (15)

Pilotfabriken bilden die TRL‑7–9‑Industrialisierungsstufe.

Funktionen

  • Produktionsprozesse testen

  • Skalierung vorbereiten

  • Exportfähigkeit herstellen

  • Royalty‑Flows erzeugen

Verteilung

  • Jena (4)

  • Ilmenau (3)

  • Gera (3)

  • Suhl (2)

  • Erfurt (2)

  • Nordthüringen (1)

Kernaussage: Pilotfabriken sind der entscheidende Hebel für Wertschöpfung und Royalty‑Einnahmen.

3.5 Forschungsinfrastruktur: Max‑Planck & Fraunhofer

Max‑Planck (4 Institute)

  • Grundlagenforschung (TRL 1–3)

  • Nobelpreisprogramme

  • internationale Sichtbarkeit

Fraunhofer (8 Institute)

  • angewandte Forschung

  • industrienahe Entwicklung

  • Technologietransfer

Kernaussage: Die Kombination aus MPI + FhG schafft eine vollständige Forschungsarchitektur.

3.6 Exzellenzuniversität Thüringen (200 Professuren)

Ein Verbund aus:

  • Universität Jena

  • TU Ilmenau

  • Universität Erfurt

Ziele

  • internationale Spitzenrekrutierung

  • interdisziplinäre Forschung

  • Talentpipeline für alle Clusterachsen

Kernaussage: Die Exzellenzuniversität ist das akademische Rückgrat des Superclusters.

3.7 20 Graduiertenschulen

Funktionen

  • Ausbildung von 2.000–3.000 Doktorand:innen

  • internationale Talentgewinnung

  • interdisziplinäre Forschung

Kernaussage: Graduiertenschulen sichern die langfristige Talentbasis.

3.8 KI‑Rechenzentren (200–300 MW)

Standorte

  • Erfurt

  • Nordthüringen

Funktionen

  • KI‑Training

  • HPC‑Simulationen

  • Quanten‑Vorstufen

Kernaussage: Rechenleistung ist der neue Rohstoff — Thüringen baut ihn systematisch auf.

3.9 Export‑ und Regulatory‑Hub Thüringen

Funktionen

  • internationale Marktzugänge

  • Exportberatung

  • regulatorische Unterstützung

  • Standortmarketing

Kernaussage: Der Hub macht Thüringen global sichtbar und exportfähig.

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • Aufbau aller 12 Technologiezentren bis 2030

  • Errichtung von 15 Pilotfabriken bis 2032

  • Gründung der Exzellenzuniversität bis 2028

  • Ausbau der Rechenzentren bis 2031

  • Einrichtung des Export‑Hubs bis 2027

KPIs

  • 12 Technologiezentren in Betrieb

  • 15 Pilotfabriken produktiv

  • 200 Professuren besetzt

  • 20 Graduiertenschulen aktiv

  • 200–300 MW Rechenzentrumsleistung

Verantwortlichkeiten

  • Wirtschaftsministerium: Technologiezentren & Pilotfabriken

  • Wissenschaftsministerium: MPI, FhG, Exzellenzuniversität

  • Digitalministerium: Rechenzentren

  • Staatskanzlei: Export‑Hub

Zeithorizont

  • 2026–2028: Aufbauphase

  • 2029–2032: Skalierungsphase

  • 2033–2035: Vollbetrieb

Kapitel 4 – Wissenschaftliche Exzellenz als Fundament

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

4.1 Ausbau der Grundlagenforschung (TRL 1–3)

Wissenschaftliche Exzellenz ist das Fundament des Thüringen‑Superclusters. Ohne starke Grundlagenforschung entstehen weder Nobelpreisprogramme noch skalierbare Technologien oder Royalty‑Flows. Thüringen muss daher eine vollständige TRL‑1–3‑Architektur aufbauen, die international konkurrenzfähig ist.

Zentrale Elemente

  • Ausbau der Max‑Planck‑Kapazitäten

  • Einrichtung neuer Grundlagenlabore

  • langfristige disruptive Forschungsprogramme (10–15 Jahre)

  • internationale Spitzenrekrutierung

  • enge Verzahnung mit der Exzellenzuniversität

Zielsetzung

  • Thüringen wird zu einem der führenden Grundlagenforschungsstandorte Europas.

  • TRL‑1–3 liefern kontinuierlich neue Ideen, Patente und wissenschaftliche Durchbrüche.

Kernaussage: Ohne TRL‑1–3 gibt es keine Nobelpreisfähigkeit und keine langfristige Innovationspipeline.

4.2 Professuren, Tenure‑Track, internationale Rekrutierung

Die Exzellenzuniversität Thüringen (Jena–Ilmenau–Erfurt) bildet das akademische Rückgrat des Systems. Bis 2035 sollen 200 neue Professuren geschaffen werden.

Schwerpunkte

  • Photonik

  • BioTech

  • KI

  • Robotik

  • Quantenwissenschaften

  • Materialwissenschaften

Tenure‑Track‑System

  • transparente Karrierewege

  • internationale Standards

  • leistungsorientierte Evaluation

Internationale Rekrutierung

  • aktive Anwerbung in USA, Israel, Singapur, Schweiz

  • attraktive Pakete (Labore, Teams, Fonds‑Zugang)

  • englischsprachige Programme

Kernaussage: Exzellente Köpfe sind der wichtigste Standortfaktor.

4.3 Nobelpreisfähige Forschungsprogramme

Thüringen soll bis 2035 3–5 Nobelpreisprogramme etablieren. Diese Programme sind langfristige, hochriskante, hochinnovative Forschungsinitiativen.

Merkmale

  • Laufzeit: 10–15 Jahre

  • Budget: 20–50 Mio. € pro Programm

  • internationale Kooperationen

  • interdisziplinäre Teams

  • Fokus auf disruptive Themen

Mögliche Themenfelder

  • Quanten‑Photonik

  • KI‑gestützte Bioengineering‑Plattformen

  • neuartige Energiespeicher

  • photonische Chips

  • regenerative Medizin

Kernaussage: Nobelpreisprogramme sind der wissenschaftliche Nordstern des Superclusters.

4.4 Forschungsinfrastruktur (Labore, Rechenzentren, Großgeräte)

Wissenschaftliche Exzellenz benötigt erstklassige Infrastruktur.

Labore

  • neue Grundlagenlabore in Jena, Ilmenau, Erfurt

  • Modernisierung bestehender Einrichtungen

Rechenzentren

  • 200–300 MW KI‑ und HPC‑Kapazität

  • Quanten‑Simulationscluster

  • sichere Datenräume

Großgeräte

  • Elektronenmikroskopie

  • Laseranlagen

  • BioTech‑Pilotanlagen

Kernaussage: Infrastruktur ist der materielle Kern wissenschaftlicher Leistungsfähigkeit.

4.5 Kooperationen mit EU, USA, Asien

Thüringen muss sich international vernetzen, um global sichtbar zu werden.

EU

  • Horizon‑Programme

  • europäische Forschungsallianzen

USA

  • MIT, Stanford, Harvard

  • gemeinsame Labore und Austauschprogramme

Asien

  • Singapur (A*STAR)

  • Japan (RIKEN)

  • Südkorea (KAIST)

Kernaussage: Internationale Kooperationen erhöhen Sichtbarkeit, Qualität und Talentzufluss.

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • Aufbau von 3 neuen Max‑Planck‑Einheiten bis 2032

  • Einrichtung von 20 Graduiertenschulen bis 2029

  • Start von 3 Nobelpreisprogrammen bis 2028

  • Ausbau der Rechenzentren auf 200 MW bis 2031

  • Einführung eines internationalen Tenure‑Track‑Systems bis 2027

KPIs

  • 200 neue Professuren

  • 3–5 Nobelpreisprogramme

  • 20 Graduiertenschulen

  • 200–300 MW Rechenzentrumsleistung

  • 30 % internationale Wissenschaftler:innen

Verantwortlichkeiten

  • Wissenschaftsministerium: Professuren, Nobelpreisprogramme

  • Digitalministerium: Rechenzentren

  • Max‑Planck‑Gesellschaft: Grundlagenforschung

  • Fraunhofer: angewandte Forschung

  • Exzellenzuniversität: Talentpipeline

Zeithorizont

  • 2026–2028: Aufbauphase

  • 2029–2032: Ausbauphase

  • 2033–2035: Vollbetrieb

Kapitel 5 – Industrielle Skalierung

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

5.1 Pilotfabriken als Brücke zwischen Forschung und Industrie

Pilotfabriken sind das Herzstück der industriellen Transformation Thüringens. Sie bilden die TRL‑7–9‑Stufe, in der Technologien aus der Forschung in marktfähige Produkte überführt werden. Ohne Pilotfabriken bleiben Innovationen im Labor stecken — mit ihnen entsteht ein skalierbares Industriesystem.

Funktionen

  • Validierung industrieller Produktionsprozesse

  • Aufbau von Lieferketten

  • Vorbereitung der Serienfertigung

  • Exportfähigkeit herstellen

  • Royalty‑Flows generieren

Zielsetzung

  • Aufbau von 15 Pilotfabriken bis 2032

  • Fokus auf Photonik, BioTech, KI‑Hardware, Robotik, Quanten, neue Materialien

  • Jede Pilotfabrik erzeugt mindestens 3–5 skalierbare Unternehmen

Kernaussage: Pilotfabriken sind der entscheidende Hebel, um aus Forschung Wertschöpfung zu machen.

5.2 Skalierungsökosysteme (TRL 4–9)

Thüringen baut eine vollständige TRL‑Pipeline auf, die Forschung, Prototyping und Industrialisierung verbindet.

TRL‑4–6: Technologiezentren

  • Prototyping

  • Validierung

  • frühe Skalierung

  • IP‑Transfer

TRL‑7–9: Pilotfabriken

  • Produktionsprozesse

  • Industrialisierung

  • Exportfähigkeit

Zielsetzung

  • Jährlich 50–70 Prototypen

  • Jährlich 20–30 validierte Technologien

  • Jährlich 10–15 Pilotfabrik‑Übergänge

Kernaussage: Die TRL‑Pipeline macht Thüringen zu einem durchgängigen Innovationssystem.

5.3 Mittelstand 2035: Transformation und Integration

Der Mittelstand ist das Rückgrat der Thüringer Wirtschaft — aber er ist technologisch unterausgestattet. Der Masterplan integriert den Mittelstand aktiv in die Supercluster‑Architektur.

Maßnahmen

  • Mittelstands‑Innovationsprogramme

  • KI‑Modernisierungspakete

  • Photonik‑Integration in bestehende Produktionslinien

  • Robotik‑Automatisierung für KMU

  • Zugang zu Technologiezentren und Pilotfabriken

Zielsetzung

  • 1.000 KMU modernisiert bis 2035

  • 300 KMU in Cluster‑Lieferketten integriert

  • 100 KMU entwickeln eigene skalierbare Produkte

Kernaussage: Der Mittelstand wird vom Zuschauer zum aktiven Teil des Superclusters.

5.4 Exportfähigkeit und globale Lieferketten

Thüringen muss seine Produkte und Technologien global skalieren, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Elemente

  • Export‑Hub Thüringen (Erfurt)

  • internationale Zertifizierungsunterstützung

  • Marktzugang in USA, Asien, EU

  • Aufbau globaler Lieferketten

Zielsetzung

  • Exportquote +20 % bis 2035

  • 200 Unternehmen exportfähig

  • 50 Unternehmen mit globalen Lieferketten

Kernaussage: Exportfähigkeit ist der Schlüssel zur wirtschaftlichen Selbsttragfähigkeit.

5.5 Cluster‑übergreifende Wertschöpfungsketten

Die fünf Supercluster‑Achsen sind nicht isoliert — sie verstärken sich gegenseitig.

Beispiele

  • Photonik + BioTech → biophotonische Diagnostik

  • KI + Robotik → autonome Produktionssysteme

  • Quanten + Photonik → Quantenkommunikation

  • Materialien + Energie → neue Energiespeicher

Zielsetzung

  • Aufbau von 10 integrierten Wertschöpfungsketten

  • jährliche Cluster‑übergreifende Innovationsprojekte

  • gemeinsame Pilotfabriken

Kernaussage: Die Stärke des Systems liegt in der Integration der Achsen.

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • Aufbau aller 15 Pilotfabriken bis 2032

  • Einführung eines Mittelstands‑Transformationsprogramms (2026–2030)

  • Start eines Export‑Boost‑Programms (2027)

  • Einrichtung eines TRL‑Monitoring‑Systems (2026)

  • Aufbau von 10 clusterübergreifenden Wertschöpfungsketten (2028–2035)

KPIs

  • 15 Pilotfabriken in Betrieb

  • 50–70 Prototypen pro Jahr

  • 20–30 validierte Technologien pro Jahr

  • 10–15 Pilotfabrik‑Übergänge pro Jahr

  • 1.000 modernisierte KMU

  • Exportquote +20 %

Verantwortlichkeiten

  • Wirtschaftsministerium: Pilotfabriken, Mittelstand

  • Wissenschaftsministerium: TRL‑4–6

  • Staatskanzlei: Export‑Hub

  • Kommunen: regionale Umsetzung

Zeithorizont

  • 2026–2028: Aufbauphase

  • 2029–2032: Skalierungsphase

  • 2033–2035: Vollbetrieb

Kapitel 6 – Kapital, Fonds und Finanzierung

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

6.1 Der Thüringen‑Zukunftsfonds (40–60 Mrd. €)

Der Thüringen‑Zukunftsfonds ist das finanzielle Rückgrat des gesamten Supercluster‑Systems. Er wird als staatlich kontrollierter, aber operativ unabhängiger Fonds aufgebaut — nach Vorbildern wie Singapur (Temasek) oder Norwegen (Government Pension Fund Global).

Funktionen

  • Finanzierung von Grundlagenforschung (TRL 1–3)

  • Finanzierung von Pilotfabriken (TRL 7–9)

  • Beteiligungen an Start‑ups und Scale‑ups

  • Aufbau von Rechenzentren

  • Talentprogramme

  • internationale Standortentwicklung

Zielvolumen

  • 40–60 Mrd. € nach 20 Jahren

  • 80–120 Mrd. € im optimierten Szenario

Struktur

  • Professionelles Management

  • unabhängiger Aufsichtsrat

  • klare Investitionsstrategie

  • jährliche Transparenzberichte

Kernaussage: Der Fonds macht Thüringen langfristig finanziell unabhängig und ermöglicht eine selbsttragende Innovationsökonomie.

6.2 Jährliche Investitionslinie (10 Mrd. €)

Die jährliche Investitionslinie ist das operative Budget, das den Aufbau des Superclusters ermöglicht.

Verteilung (Richtwerte)

  • 20 % Grundlagenforschung (TRL 1–3)

  • 30 % Technologiezentren (TRL 4–6)

  • 30 % Pilotfabriken (TRL 7–9)

  • 10 % Talentprogramme

  • 10 % Infrastruktur & Export‑Hub

Finanzierungsprinzip

  • keine Steuererhöhungen

  • langfristige Planungssicherheit

  • klare Priorisierung auf Hochtechnologie

Kernaussage: Die 10‑Mrd.-Linie ist der Motor der Transformation.

6.3 Finanzierungsquellen: Bund, EU, KfW, EIB, Pflichtbeteiligungen

Thüringen nutzt ein diversifiziertes Finanzierungsmodell.

Bund

  • High‑Tech‑Agenda

  • Innovationsprogramme

  • Forschungsförderung

EU

  • Horizon Europe

  • EFRE‑Mittel

  • IPCEI‑Programme

KfW & EIB

  • günstige Kredite

  • Infrastrukturfinanzierung

Pflichtbeteiligungen

  • Beteiligungen an geförderten Unternehmen

  • Royalty‑Mechanik

Kernaussage: Thüringen nutzt alle verfügbaren nationalen und europäischen Finanzierungsquellen.

6.4 Royalty‑Systeme (2–2,5 Mrd. €/Jahr)

Royalty‑Einnahmen sind der wichtigste Baustein der Selbsttragfähigkeit.

Mechanik

  • Unternehmen zahlen Royalty‑Anteile auf geförderte Technologien

  • Royalty‑Sätze abhängig von TRL‑Stufe

  • Einnahmen fließen vollständig in den Fonds

Zielsetzung

  • 2–2,5 Mrd. €/Jahr ab Jahr 15

  • steigende Einnahmen durch Pilotfabriken

Kernaussage: Royalty‑Flows machen das System langfristig unabhängig vom Haushalt.

6.5 Export‑Royalty (1–2 Mrd. €/Jahr)

Export‑Royalty entsteht durch internationale Skalierung.

Mechanik

  • Exportabhängige Abgaben

  • Fokus auf Photonik, BioTech, KI‑Hardware

  • gekoppelt an Export‑Hub

Zielsetzung

  • 1–2 Mrd. €/Jahr ab Jahr 15

Kernaussage: Export‑Royalty koppelt Thüringen an globale Märkte.

6.6 Dividendenströme (1,5–2 Mrd. €/Jahr)

Der Fonds hält Beteiligungen an Start‑ups und Scale‑ups.

Mechanik

  • Minderheitsbeteiligungen

  • langfristige Haltefristen

  • Dividenden fließen in den Fonds

Zielsetzung

  • 1,5–2 Mrd. €/Jahr ab Jahr 20

Kernaussage: Beteiligungen schaffen langfristige Kapitalströme.

6.7 Langfristige fiskalische Selbsttragfähigkeit

Durch Royalty, Export‑Royalty und Dividenden entsteht ein selbsttragendes System.

Zielbild

  • Fonds deckt alle Innovationsausgaben

  • Haushalt wird entlastet

  • langfristige Stabilität

Kernaussage: Thüringen wird zu einer finanziell autonomen Innovationsregion.

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • Gründung des Thüringen‑Zukunftsfonds (2026)

  • Aufbau des Fonds‑Managements (2026–2027)

  • Einführung des Royalty‑Gesetzes (2027)

  • Start der Export‑Royalty‑Mechanik (2028)

  • jährliche Fondsberichte ab 2027

KPIs

  • Fondsvolumen: 10 Mrd. € (2030), 40–60 Mrd. € (2045)

  • Royalty‑Einnahmen: 2–2,5 Mrd. €/Jahr

  • Export‑Royalty: 1–2 Mrd. €/Jahr

  • Dividenden: 1,5–2 Mrd. €/Jahr

  • 100 % Reinvestitionsquote

Verantwortlichkeiten

  • Finanzministerium: Fonds & Royalty

  • Wirtschaftsministerium: Export‑Royalty

  • Staatskanzlei: Gesamtstrategie

  • EU‑Koordinationsstelle: Fördermittel

Zeithorizont

  • 2026–2028: Aufbauphase

  • 2029–2035: Skalierungsphase

  • 2036–2045: Selbsttragende Phase

Kapitel 7 – Talent, Bildung und Gesellschaft

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

7.1 Thüringen als Talent‑Magnet

Der Erfolg des Thüringen‑Superclusters hängt entscheidend davon ab, ob das Land in der Lage ist, Talente anzuziehen, auszubilden und zu halten. Thüringen muss sich bis 2035 von einem Abwanderungsland zu einem Talent‑Magneten entwickeln.

Zentrale Herausforderungen

  • Abwanderung junger Menschen

  • geringe internationale Sichtbarkeit

  • Fachkräftemangel in Hochtechnologien

  • unzureichende Karriereperspektiven

Strategische Ziele

  • Aufbau eines internationalen Talent‑Ökosystems

  • attraktive Karrierewege in Wissenschaft und Industrie

  • moderne, lebenswerte Städte und Campus‑Regionen

Kernaussage: Talente sind die wichtigste Ressource des Superclusters — ohne sie bleibt das System unterkritisch.

7.2 Reform der Hochschulen und Berufsausbildung

Thüringen benötigt ein modernes, international anschlussfähiges Bildungssystem, das sowohl akademische als auch berufliche Talente hervorbringt.

Hochschulen

  • Ausbau englischsprachiger Master‑ und PhD‑Programme

  • Modernisierung der Curricula (KI, BioTech, Photonik, Robotik)

  • Einführung dualer Forschungsstudiengänge

  • engere Verzahnung mit Technologiezentren und Pilotfabriken

Berufsausbildung

  • neue Ausbildungsberufe für KI‑Technik, Bioverfahrenstechnik, Photonik

  • Modernisierung der Berufsschulen

  • Kooperationen zwischen KMU und Technologiezentren

Zielsetzung

  • 30 % internationale Studierende bis 2035

  • 50 % aller Studiengänge mit direktem Clusterbezug

  • 10.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in Zukunftsberufen

Kernaussage: Bildung wird zur strategischen Infrastruktur des Landes.

7.3 Internationale Talentprogramme

Um global konkurrenzfähig zu werden, muss Thüringen aktiv internationale Talente anziehen.

Programme

  • „Thuringia Global Talent Visa“ (schnelle Visa‑Prozesse)

  • internationale Stipendienprogramme

  • Rückkehrprogramme für deutsche Wissenschaftler:innen im Ausland

  • internationale Postdoc‑Tracks

  • Talent‑Attract‑Fellowships für Spitzenforscher:innen

Standortmarketing

  • globale Kampagnen in USA, Israel, Singapur, Indien

  • Kooperationen mit Eliteuniversitäten

  • internationale Job‑Messen

Zielsetzung

  • 20.000 internationale Fachkräfte bis 2035

  • 3.000 internationale Doktorand:innen

  • 500 internationale Professor:innen und Senior Scientists

Kernaussage: Thüringen wird ein global sichtbarer Talentstandort.

7.4 Gesellschaftliche Teilhabe und Akzeptanz

Technologische Transformation gelingt nur, wenn die Gesellschaft sie mitträgt.

Elemente

  • Bürgerdialoge

  • transparente Kommunikation

  • Beteiligung der Kommunen

  • Programme für digitale und technologische Grundbildung

  • soziale Integration internationaler Fachkräfte

Zielsetzung

  • hohe gesellschaftliche Akzeptanz für Hochtechnologie

  • positive Wahrnehmung des Superclusters

  • Integration internationaler Talente in lokale Gemeinschaften

Kernaussage: Transformation braucht gesellschaftliche Legitimation.

7.5 Familienfreundliche und zukunftsfähige Lebensräume

Talente kommen nicht nur wegen Jobs — sie kommen wegen Lebensqualität.

Maßnahmen

  • Ausbau moderner Wohnquartiere

  • Campus‑Städte in Jena, Ilmenau, Erfurt

  • internationale Schulen und Kitas

  • moderne Mobilität (ÖPNV, Radwege, E‑Mobilität)

  • Kultur‑ und Freizeitangebote

Zielsetzung

  • 20.000 neue Wohnungen in Clusterregionen

  • 3 internationale Schulen

  • 10 neue Campus‑Quartiere

  • moderne Mobilitätsachsen zwischen den Regionen

Kernaussage: Lebensqualität ist ein zentraler Standortfaktor im globalen Wettbewerb.

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • Start des „Thuringia Global Talent Program“ (2026)

  • Modernisierung aller Hochschulcurricula bis 2029

  • Aufbau von 10 Campus‑Quartieren (2027–2035)

  • Einführung eines schnellen Talent‑Visasystems (2027)

  • Ausbau internationaler Schulen und Kitas (2028–2032)

KPIs

  • 30 % internationale Studierende

  • 20.000 internationale Fachkräfte

  • 10.000 neue Ausbildungsplätze

  • 20.000 neue Wohnungen

  • 3 internationale Schulen

  • 10 Campus‑Quartiere

Verantwortlichkeiten

  • Wissenschaftsministerium: Hochschulen, Talentprogramme

  • Wirtschaftsministerium: Fachkräfte, KMU‑Integration

  • Innenministerium: Visa‑Prozesse

  • Kommunen: Wohnraum, Campus‑Quartiere

  • Staatskanzlei: Standortmarketing

Zeithorizont

  • 2026–2028: Aufbauphase

  • 2029–2032: Skalierungsphase

  • 2033–2035: Vollbetrieb

Kapitel 8 – Governance, Gesetzgebung und Verwaltung

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

8.1 Supercluster‑Gesetz Thüringen

Der Aufbau eines europäischen High‑Tech‑Superclusters erfordert einen klaren, verbindlichen und langfristigen Rechtsrahmen. Das Supercluster‑Gesetz Thüringen schafft die strukturellen, finanziellen und organisatorischen Grundlagen für die Transformation.

Zentrale Inhalte

  • rechtliche Verankerung des Thüringen‑Zukunftsfonds

  • Festlegung der fünf Supercluster‑Achsen

  • Definition der TRL‑Pipeline (1–9) als Landesstandard

  • Einrichtung des Supercluster‑Rats

  • Beschleunigte Genehmigungsverfahren

  • Royalty‑ und Export‑Royalty‑Mechanik

  • Verpflichtende Beteiligungen bei geförderten Unternehmen

Zielsetzung

  • Rechtssicherheit für Investoren, Unternehmen und Forschungseinrichtungen

  • langfristige politische Stabilität

  • klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten

Kernaussage: Das Supercluster‑Gesetz ist das Fundament der gesamten Transformation.

8.2 Beschleunigte Genehmigungsverfahren

Innovationsstandorte verlieren im globalen Wettbewerb, wenn Genehmigungen Jahre dauern. Thüringen führt daher ein Fast‑Track‑System ein.

Elemente

  • zentrale Genehmigungsstelle für Hochtechnologieprojekte

  • verbindliche Bearbeitungsfristen (max. 6 Monate)

  • digitale Antragsplattform

  • Priorisierung von Pilotfabriken, Rechenzentren und Technologiezentren

Zielsetzung

  • Halbierung der Genehmigungszeiten

  • schnellere Umsetzung von Infrastrukturprojekten

  • höhere Attraktivität für Investoren

Kernaussage: Geschwindigkeit wird zum Standortvorteil.

8.3 Innovationsfreundliche Regulierung

Thüringen entwickelt einen modernen Regulierungsrahmen, der Innovation ermöglicht statt verhindert.

Schwerpunkte

  • KI‑Regulierung (Erfurt als Regulatory‑Hub)

  • BioTech‑Regulierung (Gera)

  • Quanten‑Regulierung (Jena/Ilmenau)

  • vereinfachte IP‑Regeln für Start‑ups

  • flexible Arbeitsmodelle für Forschung und Industrie

Zielsetzung

  • Thüringen wird zum europäischen Testfeld für innovationsfreundliche Regulierung

  • Unternehmen erhalten Rechtssicherheit und Flexibilität

Kernaussage: Regulierung wird zum Wettbewerbsvorteil, nicht zum Hindernis.

8.4 Transparente Governance‑Strukturen

Ein komplexes System benötigt klare, transparente und effiziente Governance.

Struktur

  • Supercluster‑Rat Thüringen – strategische Steuerung – Mitglieder: Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft

  • Drei Direktorate – Wissenschaft – Industrie – Kapital & Fonds

  • Regionale Cluster‑Boards – Jena, Erfurt, Ilmenau, Gera, Suhl, Nordthüringen

Transparenzmechanismen

  • jährliche Berichte

  • öffentliches Monitoring

  • klare KPIs

  • unabhängige Evaluation

Kernaussage: Governance schafft Vertrauen, Effizienz und Steuerbarkeit.

8.5 Monitoring, KPIs und jährliche Evaluationsberichte

Transformation braucht messbare Ziele und kontinuierliche Kontrolle.

Monitoring‑System

  • zentrale Datenplattform

  • Echtzeit‑KPIs

  • TRL‑Monitoring

  • Mittelstands‑Monitoring

  • Talent‑Monitoring

Jährliche Evaluationsberichte

  • Fortschritt der Clusterachsen

  • Entwicklung der Pilotfabriken

  • Royalty‑ und Fondsentwicklung

  • Talentgewinnung

  • gesellschaftliche Wirkung

Zielsetzung

  • datenbasierte Steuerung

  • frühzeitige Identifikation von Risiken

  • Transparenz gegenüber Öffentlichkeit und Politik

Kernaussage: Ohne Monitoring gibt es keine Steuerung — ohne Steuerung keine Transformation.

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • Verabschiedung des Supercluster‑Gesetzes (2026)

  • Aufbau des Supercluster‑Rats (2026)

  • Einführung des Fast‑Track‑Genehmigungssystems (2027)

  • Einrichtung der drei Direktorate (2027)

  • Start des landesweiten Monitoring‑Systems (2028)

KPIs

  • Gesetz verabschiedet (2026)

  • 100 % digitalisierte Genehmigungsverfahren (2028)

  • Genehmigungsdauer < 6 Monate

  • jährliche Evaluationsberichte ab 2027

  • vollständige TRL‑Pipeline im Monitoring ab 2028

Verantwortlichkeiten

  • Staatskanzlei: Supercluster‑Gesetz, Governance

  • Wirtschaftsministerium: Genehmigungen, Industrie

  • Wissenschaftsministerium: TRL‑Monitoring

  • Finanzministerium: Fonds‑Transparenz

  • Kommunen: regionale Umsetzung

Zeithorizont

  • 2026–2027: Rechtsrahmen & Governance

  • 2028–2030: Digitalisierung & Monitoring

  • 2031–2035: Vollbetrieb & Optimierung

Kapitel 9 – Regionale Entwicklungsstrategien

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

Einleitung

Die Transformation Thüringens gelingt nur, wenn alle Regionen in das Supercluster‑System integriert werden. Das Modell ist polyzentral, nicht zentralistisch: Jede Region erhält eine klare Rolle, eine spezialisierte Funktion und einen eigenen Beitrag zur Gesamtarchitektur.

Die sechs Regionen bilden gemeinsam ein funktionales Hochtechnologie‑Ökosystem, das wissenschaftliche Exzellenz, industrielle Skalierung und gesellschaftliche Entwicklung verbindet.

9.1 Jena: Wissenschafts‑ und Photonik‑Hauptstadt

Jena ist das wissenschaftliche Herz Thüringens und global sichtbar in Optik, Photonik und Laserwissenschaften.

Rolle im Supercluster

  • Leitstandort für Photonik & Laser

  • Zentrum für Quanten‑Photonik

  • Sitz der Exzellenzuniversität (Hauptcampus)

  • Standort von Max‑Planck‑ und Fraunhofer‑Einheiten

Infrastruktur

  • 4 Technologiezentren

  • 4 Pilotfabriken

  • Nobelpreisprogramme

  • internationale Graduiertenschulen

Zielsetzung

  • Jena wird Europas führender Photonik‑Standort

  • 100+ skalierbare Unternehmen bis 2035

Kernaussage: Jena ist der wissenschaftliche Motor des Superclusters.

9.2 Erfurt: KI‑Regulatory‑Hub und Verwaltungsknoten

Erfurt verbindet Verwaltung, Regulierung und KI‑Infrastruktur.

Rolle im Supercluster

  • KI‑Regulatory‑Hub Deutschlands

  • Standort für KI‑Rechenzentren

  • Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Technologie

Infrastruktur

  • 2 Technologiezentren

  • 2 Pilotfabriken

  • 100–150 MW Rechenzentrumsleistung

  • Export‑ und Regulatory‑Hub Thüringen

Zielsetzung

  • Erfurt wird das europäische Modell für KI‑Regulierung

  • 50+ KI‑Start‑ups bis 2035

Kernaussage: Erfurt ist das regulatorische und digitale Rückgrat des Systems.

9.3 Ilmenau: Robotik & Ingenieurwissenschaften

Ilmenau ist der technische Kern des Superclusters.

Rolle im Supercluster

  • Robotik‑ und Automatisierungszentrum

  • Ingenieurwissenschaftliche Exzellenz

  • Quanten‑Photonik‑Forschung

Infrastruktur

  • 2 Technologiezentren

  • 3 Pilotfabriken

  • TU Ilmenau als technischer Hauptstandort

Zielsetzung

  • Ilmenau wird führend in Robotik‑Systemen und autonomen Produktionsprozessen

  • 60+ Robotik‑Start‑ups bis 2035

Kernaussage: Ilmenau ist der industrielle Engineering‑Hub Thüringens.

9.4 Gera: BioTech‑Skalierungszentrum

Gera wird zum zentralen Standort für BioTech‑Skalierung und Bioengineering.

Rolle im Supercluster

  • BioTech‑Pilotfabriken

  • Bioverfahrenstechnik

  • Medizintechnik‑Skalierung

Infrastruktur

  • 2 Technologiezentren

  • 3 Pilotfabriken

  • BioTech‑Regulatory‑Unit

Zielsetzung

  • Gera wird eines der führenden BioTech‑Skalierungszentren Europas

  • 80+ BioTech‑Unternehmen bis 2035

Kernaussage: Gera ist der industrielle BioTech‑Motor Thüringens.

9.5 Suhl: Neue Materialien & Energie

Suhl wird zum Zentrum für neue Materialien, Energiespeicher und nachhaltige Produktion.

Rolle im Supercluster

  • Materialwissenschaften

  • Energiespeichertechnologien

  • grüne Produktionsprozesse

Infrastruktur

  • 1 Technologiezentrum

  • 2 Pilotfabriken

  • Material‑Testfelder

Zielsetzung

  • Suhl wird führend in nachhaltigen Materialien und Energiesystemen

  • 40+ Unternehmen im Bereich neue Materialien

Kernaussage: Suhl liefert die Materialien und Energiesysteme für die Transformation.

9.6 Nordthüringen: Rechenzentren & Logistik

Nordthüringen bietet Fläche, Energie und logistische Vorteile.

Rolle im Supercluster

  • Standort für große Rechenzentren

  • Logistikdrehscheibe

  • Energie‑ und Infrastrukturprojekte

Infrastruktur

  • 1 Technologiezentrum

  • 1 Pilotfabrik

  • 100–150 MW Rechenzentrumsleistung

Zielsetzung

  • Nordthüringen wird das digitale Fundament des Superclusters

  • Aufbau eines europäischen Logistik‑Korridors

Kernaussage: Nordthüringen ist das infrastrukturelle Fundament des Systems.

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • Aufbau regionaler Cluster‑Boards (2026)

  • Ausbau der regionalen Technologiezentren (2026–2030)

  • Errichtung aller Pilotfabriken (2027–2032)

  • regionale Talentprogramme (ab 2027)

  • regionale Innovationsbudgets (ab 2028)

KPIs

  • 6 voll funktionsfähige Clusterregionen

  • 12 Technologiezentren in Betrieb

  • 15 Pilotfabriken produktiv

  • 300+ regionale Innovationsprojekte

  • 100.000 neue Arbeitsplätze bis 2035

Verantwortlichkeiten

  • Staatskanzlei: Gesamtkoordination

  • Wirtschaftsministerium: regionale Skalierung

  • Wissenschaftsministerium: Forschung & TRL

  • Kommunen: lokale Umsetzung

  • Cluster‑Boards: operative Steuerung

Zeithorizont

  • 2026–2028: Aufbauphase

  • 2029–2032: Skalierungsphase

  • 2033–2035: Vollbetrieb

Kapitel 11 – Wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkung

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

Einleitung

Der Thüringen‑Supercluster ist nicht nur ein Technologieprogramm, sondern ein umfassendes wirtschaftliches und gesellschaftliches Transformationsprojekt. Kapitel 11 beschreibt die erwarteten Wirkungen auf Beschäftigung, Wertschöpfung, Innovation, internationale Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Effekte sind multiplikativ, langfristig und systemisch — sie entstehen aus der Integration von Wissenschaft, Industrie, Kapital, Talent und Governance.

11.1 Beschäftigungseffekte

Der Supercluster erzeugt hochwertige, zukunftsfähige Arbeitsplätze in allen Regionen Thüringens.

Direkte Effekte

  • 100.000 neue Arbeitsplätze bis 2035

  • Fokus auf Hochtechnologie (Photonik, BioTech, KI, Robotik, Quanten)

  • hohe Löhne, hohe Qualifikation

Indirekte Effekte

  • 150.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Zulieferketten

  • 50.000 Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor

  • 20.000 Arbeitsplätze durch Campus‑Quartiere und Infrastruktur

Regionale Verteilung

  • Jena: Forschung & Photonik

  • Erfurt: KI & Verwaltung

  • Ilmenau: Robotik & Engineering

  • Gera: BioTech

  • Suhl: Materialien & Energie

  • Nordthüringen: Rechenzentren & Logistik

Kernaussage: Der Supercluster schafft Beschäftigung in allen Regionen — nicht nur in Jena.

11.2 Steuer- und Fiskaleffekte

Der Supercluster stärkt die finanzielle Basis des Landes nachhaltig.

Kurzfristig (2026–2030)

  • steigende Gewerbesteuereinnahmen

  • höhere Einkommensteuer durch neue Jobs

  • steigende Investitionen

Mittelfristig (2031–2035)

  • Royalty‑Einnahmen (2–2,5 Mrd. €/Jahr)

  • Export‑Royalty (1–2 Mrd. €/Jahr)

  • Dividenden (1,5–2 Mrd. €/Jahr)

Langfristig (ab 2036)

  • vollständige fiskalische Selbsttragfähigkeit

  • Entlastung des Landeshaushalts

  • Aufbau eines 40–60‑Mrd.-€‑Fonds

Kernaussage: Der Supercluster ist ein fiskalisches Investitionsprogramm, kein Kostenprogramm.

11.3 Innovationsdynamik

Der Supercluster erzeugt eine kontinuierliche Innovationspipeline, die Thüringen dauerhaft wettbewerbsfähig macht.

Wirkungen

  • 50–70 Prototypen pro Jahr

  • 20–30 validierte Technologien pro Jahr

  • 10–15 Pilotfabrik‑Übergänge pro Jahr

  • 400–600 skalierbare Unternehmen

  • 3–5 Nobelpreisprogramme

Systemische Effekte

  • höhere Produktivität

  • schnellere Technologiediffusion

  • stärkere Vernetzung zwischen Wissenschaft und Industrie

Kernaussage: Innovation wird zum dauerhaften Wachstumsmotor des Landes.

11.4 Internationale Sichtbarkeit

Thüringen wird bis 2035 zu einem global sichtbaren High‑Tech‑Standort.

Wirkungen

  • internationale Talente

  • globale Unternehmen

  • internationale Forschungskooperationen

  • Exportsteigerung

  • Standortmarketing über den Export‑Hub

Positionierung

  • Photonik: europäische Spitzenposition

  • BioTech: führender Skalierungsstandort

  • KI: regulatorisches Modell für Europa

  • Robotik: Engineering‑Hub

  • Quanten: Forschungszentrum

Kernaussage: Thüringen wird Teil der globalen High‑Tech‑Landkarte.

11.5 Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Technologische Transformation stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt — wenn sie inklusiv gestaltet wird.

Positive Effekte

  • neue Perspektiven für junge Menschen

  • Rückkehr von Fachkräften

  • Integration internationaler Talente

  • Aufwertung ländlicher Regionen

  • höhere Lebensqualität

Soziale Maßnahmen

  • Campus‑Quartiere

  • internationale Schulen

  • Bürgerdialoge

  • digitale Grundbildung

Kernaussage: Der Supercluster verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit gesellschaftlicher Stabilität.

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • jährliche Wirkungsanalysen (ab 2027)

  • Aufbau eines gesellschaftlichen Transformationsbeirats (2026)

  • Programme für regionale Teilhabe (2027–2035)

  • Export‑ und Innovationskampagnen (ab 2028)

  • Ausbau internationaler Kooperationen (2026–2035)

KPIs

  • 100.000 neue Arbeitsplätze

  • 20 % höhere Produktivität

  • 20 % höhere Exportquote

  • 40–60 Mrd. € Fondsvolumen

  • 50–70 Prototypen pro Jahr

  • 400–600 skalierbare Unternehmen

Verantwortlichkeiten

  • Staatskanzlei: Gesamtwirkung & Monitoring

  • Wirtschaftsministerium: Innovation & Export

  • Wissenschaftsministerium: Forschung & Nobelpreisprogramme

  • Sozialministerium: gesellschaftliche Teilhabe

  • Kommunen: regionale Umsetzung

Zeithorizont

  • 2026–2028: Aufbauphase

  • 2029–2032: Skalierungsphase

  • 2033–2035: Vollbetrieb

Kapitel 12 – Risikoanalyse und Szenarien

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

Einleitung

Jede groß angelegte Transformation birgt Risiken. Der Thüringen‑Supercluster ist ein ambitioniertes, systemisches Projekt — und seine erfolgreiche Umsetzung hängt davon ab, wie gut Risiken frühzeitig erkannt, strukturiert bewertet und operativ gemanagt werden. Kapitel 12 liefert eine klare Risikoarchitektur und drei Szenarien (Baseline, Optimized, Maximal), die als Steuerungsinstrument dienen.

12.1 Politische Risiken

Risiken

  • Regierungswechsel mit veränderten Prioritäten

  • politische Polarisierung

  • Widerstand gegen Großprojekte

  • Verzögerungen bei Gesetzgebung

Auswirkungen

  • Unsicherheit für Investoren

  • Verzögerungen bei Pilotfabriken und Technologiezentren

  • geringere internationale Sichtbarkeit

Gegenmaßnahmen

  • Supercluster‑Gesetz mit breiter parlamentarischer Mehrheit

  • unabhängige Governance (Supercluster‑Rat, Fonds‑Direktorat)

  • jährliche Transparenzberichte

  • Bürgerdialoge und Kommunikationsstrategie

Kernaussage: Politische Stabilität entsteht durch institutionelle Verankerung.

12.2 Finanzielle Risiken

Risiken

  • Verzögerungen bei EU‑ oder Bundesmitteln

  • globale Finanzkrisen

  • steigende Bau‑ und Energiekosten

  • unzureichende Royalty‑Einnahmen in frühen Jahren

Auswirkungen

  • Verzögerungen beim Aufbau der Infrastruktur

  • geringere Skalierungsgeschwindigkeit

  • Belastung des Landeshaushalts

Gegenmaßnahmen

  • diversifizierte Finanzierungsquellen

  • langfristige Verträge für Energie und Bau

  • flexible Fondsstrategie

  • Risikopuffer im Fonds (5–10 %)

Kernaussage: Finanzielle Resilienz entsteht durch Diversifikation und langfristige Planung.

12.3 Technologische Risiken

Risiken

  • technologische Fehlschläge

  • disruptive Konkurrenz aus USA/China

  • fehlende Skalierbarkeit bestimmter Technologien

  • Fachkräftemangel in Schlüsselbereichen

Auswirkungen

  • geringere Royalty‑Einnahmen

  • Verlust von Marktanteilen

  • Verzögerungen in Pilotfabriken

Gegenmaßnahmen

  • breite TRL‑Pipeline (1–9)

  • Portfolio‑Ansatz bei Technologien

  • internationale Kooperationen

  • Talentprogramme und Rechenzentren

Kernaussage: Technologische Risiken werden durch Vielfalt und Tiefe der Pipeline abgefedert.

12.4 Demografische Risiken

Risiken

  • anhaltende Abwanderung

  • geringe Geburtenrate

  • unzureichende internationale Zuwanderung

  • Fachkräftemangel im Mittelstand

Auswirkungen

  • Engpässe in Forschung und Industrie

  • geringere Skalierungsfähigkeit

  • sinkende regionale Dynamik

Gegenmaßnahmen

  • Talent‑Magnet‑Programme

  • Campus‑Städte und Wohnraumoffensive

  • internationale Schulen und Kitas

  • gezielte Zuwanderungsstrategie

Kernaussage: Demografie wird durch Talentgewinnung und Lebensqualität gesteuert.

12.5 Gegenmaßnahmen und Resilienzstrategien

Systemische Resilienz

  • redundante Strukturen (mehrere Clusterachsen)

  • unabhängiger Fonds

  • internationale Partnerschaften

  • flexible Governance

Operative Resilienz

  • Risikomanagement‑Einheit im Supercluster‑Rat

  • jährliche Risiko‑Audits

  • Frühwarnindikatoren (KPIs)

  • Szenario‑Planung

Kernaussage: Resilienz ist kein Zusatz — sie ist integraler Bestandteil des Systems.

Szenarienanalyse

Szenario 1: Baseline (realistisch)

  • 400–500 skalierbare Unternehmen

  • 80.000–100.000 neue Arbeitsplätze

  • Fondsvolumen: 40–50 Mrd. €

  • moderate internationale Sichtbarkeit

Szenario 2: Optimized (angestrebt)

  • 500–600 skalierbare Unternehmen

  • 100.000–120.000 neue Arbeitsplätze

  • Fondsvolumen: 60–80 Mrd. €

  • starke internationale Sichtbarkeit

  • 3–5 Nobelpreisprogramme

Szenario 3: Maximal (ambitioniert)

  • 600+ skalierbare Unternehmen

  • 140.000+ neue Arbeitsplätze

  • Fondsvolumen: 80–120 Mrd. €

  • globale Spitzenposition in Photonik, BioTech, KI, Quanten

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • Aufbau einer Risiko‑Management‑Einheit (2026)

  • jährliche Risiko‑Audits (ab 2027)

  • Einführung eines Szenario‑Dashboards (2028)

  • Risikopuffer im Fonds (ab 2026)

  • internationale Partnerschaften zur Risikodiversifikation

KPIs

  • jährliche Risiko‑Berichte

  • Risikopuffer: 5–10 % des Fonds

  • 100 % der Projekte im Monitoring

  • Szenario‑Dashboard aktiv ab 2028

Verantwortlichkeiten

  • Staatskanzlei: Gesamtsteuerung

  • Finanzministerium: Fonds‑Risiken

  • Wirtschaftsministerium: technologische Risiken

  • Wissenschaftsministerium: Forschungsrisiken

  • Kommunen: regionale Risiken

Zeithorizont

  • 2026–2027: Aufbau Risikostrukturen

  • 2028–2032: Szenario‑Steuerung

  • 2033–2035: Vollständige Resilienzarchitektur

Kapitel 13 – Implementierungsplan 2026–2035

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 3 Seiten)

Einleitung

Der Implementierungsplan ist das operative Rückgrat des gesamten Thüringen‑Superclusters. Er definiert klare Phasen, konkrete Maßnahmen, verantwortliche Akteure, Meilensteine und KPIs, die sicherstellen, dass die Transformation nicht nur geplant, sondern tatsächlich umgesetzt wird.

Der Zeitraum 2026–2035 wird in drei strategische Phasen gegliedert:

  1. Aufbauphase (2026–2028)

  2. Skalierungsphase (2029–2032)

  3. Vollbetriebsphase (2033–2035)

Jede Phase hat eigene Ziele, Prioritäten und operative Schwerpunkte.

13.1 Phasenmodell (3‑Phasen‑Plan)

Phase 1: Aufbauphase (2026–2028)

Ziel: Strukturen schaffen, Governance etablieren, erste Infrastruktur aufbauen.

Schwerpunkte

  • Verabschiedung des Supercluster‑Gesetzes

  • Gründung des Thüringen‑Zukunftsfonds

  • Aufbau des Supercluster‑Rats und der Direktorate

  • Start der ersten 6 Technologiezentren

  • Beginn der Rechenzentrumsplanung

  • Start der Talentprogramme

  • Aufbau der ersten Campus‑Quartiere

Ergebnisse

  • rechtliche und organisatorische Basis steht

  • erste TRL‑4–6‑Kapazitäten aktiv

  • internationale Sichtbarkeit beginnt

Phase 2: Skalierungsphase (2029–2032)

Ziel: Infrastruktur ausbauen, Pilotfabriken errichten, Unternehmen skalieren.

Schwerpunkte

  • Aufbau aller 12 Technologiezentren

  • Errichtung der ersten 10 Pilotfabriken

  • Ausbau der Rechenzentren auf 150 MW

  • Start der Nobelpreisprogramme

  • Modernisierung der Hochschulen

  • Integration des Mittelstands in die Clusterachsen

Ergebnisse

  • vollständige TRL‑Pipeline (1–9)

  • steigende Royalty‑Einnahmen

  • 200–300 skalierbare Unternehmen

Phase 3: Vollbetriebsphase (2033–2035)

Ziel: internationale Sichtbarkeit, wirtschaftliche Selbsttragfähigkeit, globale Positionierung.

Schwerpunkte

  • Vollbetrieb aller 15 Pilotfabriken

  • Rechenzentren auf 200–300 MW

  • Export‑Hub vollständig aktiv

  • internationale Kooperationen auf Spitzenniveau

  • 400–600 skalierbare Unternehmen

  • 100.000 neue Arbeitsplätze

Ergebnisse

  • Thüringen ist europäischer High‑Tech‑Supercluster

  • Fondsvolumen wächst exponentiell

  • globale Sichtbarkeit in Photonik, BioTech, KI, Quanten

13.2 Jahresziele und Meilensteine

2026

  • Supercluster‑Gesetz verabschiedet

  • Fonds gegründet

  • Supercluster‑Rat eingerichtet

2027

  • erste Technologiezentren eröffnet

  • Talentprogramme starten

  • Fast‑Track‑Genehmigungssystem aktiv

2028

  • 6 Technologiezentren in Betrieb

  • Rechenzentren: 50 MW

  • erste Pilotfabriken in Planung

2029

  • 10 Technologiezentren aktiv

  • 3 Pilotfabriken in Betrieb

2030

  • 150 MW Rechenzentren

  • 150 skalierbare Unternehmen

2031

  • 10 Pilotfabriken aktiv

  • 300 skalierbare Unternehmen

2032

  • vollständige TRL‑Pipeline

  • Export‑Hub aktiv

2033–2035

  • 15 Pilotfabriken

  • 400–600 skalierbare Unternehmen

  • 100.000 neue Arbeitsplätze

  • Fondsvolumen: 20–30 Mrd. € (steigend)

13.3 Verantwortlichkeiten

Staatskanzlei

  • Gesamtstrategie

  • Supercluster‑Rat

  • internationale Sichtbarkeit

Wirtschaftsministerium

  • Technologiezentren

  • Pilotfabriken

  • Mittelstandstransformation

Wissenschaftsministerium

  • Exzellenzuniversität

  • Nobelpreisprogramme

  • TRL‑1–3

Finanzministerium

  • Fonds

  • Royalty‑Mechanik

  • Export‑Royalty

Digitalministerium

  • Rechenzentren

  • digitale Infrastruktur

Kommunen

  • Campus‑Quartiere

  • regionale Umsetzung

13.4 Monitoring‑System

Ein zentrales Monitoring‑System stellt sicher, dass der Plan umgesetzt wird.

Elemente

  • Echtzeit‑KPIs

  • TRL‑Monitoring

  • Mittelstands‑Monitoring

  • Talent‑Monitoring

  • jährliche Evaluationsberichte

Zielsetzung

  • datenbasierte Steuerung

  • frühzeitige Risikoerkennung

  • Transparenz gegenüber Öffentlichkeit und Politik

13.5 Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Transformation braucht gesellschaftliche Unterstützung.

Elemente

  • jährlicher „Thüringen 2035“-Bericht

  • Bürgerdialoge

  • internationale Standortkampagnen

  • Medienpartnerschaften

  • transparente Kommunikation über Fortschritte

Zielsetzung

  • hohe gesellschaftliche Akzeptanz

  • internationale Sichtbarkeit

  • Vertrauen in die Transformation

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • Start des Implementierungsbüros (2026)

  • jährliche Fortschrittsberichte (ab 2027)

  • Aufbau eines Szenario‑Dashboards (2028)

  • jährliche Cluster‑Konferenzen (ab 2029)

  • internationale Standortkampagnen (ab 2027)

KPIs

  • 100 % der Meilensteine erreicht

  • 12 Technologiezentren aktiv

  • 15 Pilotfabriken produktiv

  • 200–300 MW Rechenzentrumsleistung

  • 400–600 skalierbare Unternehmen

  • 100.000 neue Arbeitsplätze

Zeithorizont

  • 2026–2028: Aufbau

  • 2029–2032: Skalierung

  • 2033–2035: Vollbetrieb

Kapitel 14 – Schluss: Thüringen als europäisches High‑Tech‑Flaggschiff

Operative Masterplan‑Fassung (ca. 2,5 Seiten)

14.1 Zusammenfassung der Transformationslogik

Der Thüringen‑Supercluster ist ein umfassendes, systemisches Modernisierungsprojekt, das Wissenschaft, Industrie, Kapital, Talent und Governance in einem integrierten Modell verbindet. Die Transformationslogik basiert auf fünf Grundprinzipien:

1. Wissenschaftliche Exzellenz als Ausgangspunkt

Thüringen baut eine der stärksten Grundlagenforschungslandschaften Europas auf — mit Nobelpreisprogrammen, Max‑Planck‑Einheiten, Fraunhofer‑Instituten und einer Exzellenzuniversität.

2. Industrielle Skalierung als Wertschöpfungsmotor

Mit 12 Technologiezentren und 15 Pilotfabriken entsteht eine vollständige TRL‑Pipeline (1–9), die Forschung in marktfähige Produkte überführt.

3. Kapital als langfristige Stabilitätsquelle

Der Thüringen‑Zukunftsfonds (40–60 Mrd. €) schafft finanzielle Unabhängigkeit und ermöglicht eine selbsttragende Innovationsökonomie.

4. Talent als strategische Ressource

Internationale Programme, Campus‑Städte, moderne Hochschulen und attraktive Lebensräume machen Thüringen zu einem Talent‑Magneten.

5. Governance als Erfolgsfaktor

Ein Supercluster‑Gesetz, schnelle Genehmigungen, transparente Strukturen und ein leistungsfähiges Monitoring sichern die Umsetzung.

Kernaussage: Thüringen transformiert sich nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch ein integriertes, systemisch optimiertes Gesamtmodell.

14.2 Der Weg zur Nobelpreisfähigkeit

Nobelpreisfähigkeit ist der wissenschaftliche Nordstern des Superclusters. Sie entsteht nicht zufällig, sondern durch:

Strukturelle Voraussetzungen

  • starke Grundlagenforschung (TRL 1–3)

  • langfristige Forschungsprogramme

  • internationale Spitzenrekrutierung

  • exzellente Infrastruktur

Institutionelle Voraussetzungen

  • Max‑Planck‑ und Fraunhofer‑Einheiten

  • Exzellenzuniversität

  • Graduiertenschulen

Finanzielle Voraussetzungen

  • langfristige Finanzierung durch den Zukunftsfonds

  • Royalty‑basierte Reinvestition

Gesellschaftliche Voraussetzungen

  • Talentfreundliche Lebensräume

  • internationale Offenheit

  • gesellschaftliche Akzeptanz

Kernaussage: Nobelpreisfähigkeit ist ein Qualitätsmaßstab für ein funktionierendes Hochtechnologiesystem — und Thüringen erfüllt ihn bis 2035.

14.3 Thüringen als Modellregion für Europa

Der Thüringen‑Supercluster ist nicht nur ein Landesprojekt — er ist ein europäisches Modell für erfolgreiche Transformation.

Warum Thüringen ein Modellfall ist

  • polyzentrische Struktur statt Zentralisierung

  • vollständige TRL‑Pipeline

  • Kombination aus Wissenschaft, Industrie und Kapital

  • langfristige Finanzierung durch einen Staatsfonds

  • innovationsfreundliche Regulierung

  • starke regionale Identität

Europäische Wirkung

  • Blaupause für andere Regionen

  • Beitrag zur europäischen technologischen Souveränität

  • Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit

  • internationale Kooperationen und Exportfähigkeit

Kernaussage: Thüringen zeigt Europa, wie regionale Transformation im 21. Jahrhundert funktioniert.

14.4 Ausblick 2050

Der Blick über 2035 hinaus zeigt das langfristige Potenzial des Superclusters.

Wirtschaft

  • Fondsvolumen: 80–120 Mrd. €

  • globale Marktführer in Photonik, BioTech, KI, Quanten

  • vollständige wirtschaftliche Selbsttragfähigkeit

Wissenschaft

  • 5–10 Nobelpreisprogramme

  • internationale Spitzenposition in mehreren Disziplinen

  • globale Forschungskooperationen

Gesellschaft

  • stabile demografische Entwicklung

  • hohe Lebensqualität

  • internationale, offene Gesellschaft

Infrastruktur

  • klimaneutrale Clusterregionen

  • vollständig digitalisierte Mobilität

  • nachhaltige Energieversorgung

Kernaussage: Thüringen wird bis 2050 zu einem globalen High‑Tech‑Flaggschiff — wirtschaftlich stark, wissenschaftlich exzellent, gesellschaftlich modern und international sichtbar.

Operative Elemente des Kapitels

Maßnahmen

  • jährliche Fortschrittsberichte „Thüringen 2035+“

  • internationale Standortkampagnen

  • Ausbau langfristiger Forschungsprogramme

  • kontinuierliche Modernisierung der Infrastruktur

  • jährliche Evaluationskonferenzen

KPIs

  • 400–600 skalierbare Unternehmen

  • 100.000 neue Arbeitsplätze

  • 40–60 Mrd. € Fondsvolumen

  • 3–5 Nobelpreisprogramme

  • 200–300 MW Rechenzentrumsleistung

Verantwortlichkeiten

  • Staatskanzlei: Gesamtstrategie

  • Wirtschaftsministerium: Skalierung & Export

  • Wissenschaftsministerium: Forschung & Talent

  • Finanzministerium: Fonds & Royalty

  • Kommunen: regionale Umsetzung

Zeithorizont

  • 2035: Thüringen als europäischer Supercluster

  • 2050: Thüringen als globales High‑Tech‑Flaggschiff

urzfassung des Masterplans (ca. 2 Seiten)

1. Ausgangslage

Thüringen steht vor einer doppelten Herausforderung:

  • wirtschaftliche Unterkomplexität (zu wenig skalierbare Unternehmen, zu geringe Produktivität)

  • demografische Erosion (Abwanderung, Alterung, Fachkräftemangel)

Gleichzeitig besitzt das Land außergewöhnliche Stärken:

  • Weltklasseforschung in Photonik, Optik, BioTech, KI, Robotik

  • starke industrielle Tradition

  • zentrale Lage in Europa

Die zentrale Erkenntnis: Thüringen hat das Potenzial, ein europäischer High‑Tech‑Supercluster zu werden — nutzt es aber bisher nicht.

2. Die Vision 2035+

Der Masterplan definiert ein klares Zielbild:

  • 400–600 skalierbare Unternehmen

  • 100.000 neue hochwertige Arbeitsplätze

  • 3–5 Nobelpreisprogramme

  • ein Staatsfonds von 40–60 Mrd. €

  • eine vollständige TRL‑Pipeline (1–9)

  • 15 Pilotfabriken & 12 Technologiezentren

  • eine Exzellenzuniversität mit 200 Professuren

  • 200–300 MW KI‑Rechenzentren

  • Thüringen als global sichtbarer High‑Tech‑Standort

Die Leitidee lautet: Wohlstand durch Wissen.

3. Die Systemarchitektur

Der Supercluster basiert auf fünf Technologieachsen:

  1. Photonik & Laser (Jena)

  2. BioTech & Bioengineering (Gera)

  3. KI & Robotik (Erfurt/Ilmenau)

  4. Quanten‑Photonik (Jena/Ilmenau)

  5. Nachhaltige Materialien & Energie (Suhl/Nordthüringen)

Jede Region erhält eine klare Rolle — Thüringen wird polyzentral, nicht zentralistisch.

4. Die wirtschaftliche Logik

Der Masterplan schafft eine selbsttragende Innovationsökonomie:

  • Royalty‑Einnahmen: 2–2,5 Mrd. €/Jahr

  • Export‑Royalty: 1–2 Mrd. €/Jahr

  • Dividenden: 1,5–2 Mrd. €/Jahr

  • Zukunftsfonds: 40–60 Mrd. € nach 20 Jahren

Damit finanziert sich das System langfristig selbst, ohne Steuererhöhungen.

5. Die gesellschaftliche Logik

Transformation gelingt nur, wenn die Gesellschaft sie mitträgt:

  • Campus‑Städte

  • internationale Schulen

  • moderne Mobilität

  • attraktive Wohnquartiere

  • Talentprogramme

  • Bürgerdialoge

Thüringen wird ein offenes, modernes, internationales Land.

6. Die Governance

Ein Supercluster‑Gesetz schafft:

  • klare Zuständigkeiten

  • schnelle Genehmigungen

  • transparente Strukturen

  • unabhängige Fonds‑Governance

  • jährliche Evaluationsberichte

Governance wird zum Standortvorteil.

7. Die Roadmap 2026–2035

2026–2028: Aufbauphase

  • Gesetz, Fonds, Governance

  • erste Technologiezentren

  • Talentprogramme

  • Rechenzentrumsplanung

2029–2032: Skalierungsphase

  • 12 Technologiezentren

  • 10 Pilotfabriken

  • 150 MW Rechenzentren

  • 300 skalierbare Unternehmen

2033–2035: Vollbetriebsphase

  • 15 Pilotfabriken

  • 400–600 Unternehmen

  • 100.000 neue Arbeitsplätze

  • internationale Sichtbarkeit

8. Wirkung bis 2035

  • 100.000 neue Arbeitsplätze

  • 400–600 skalierbare Unternehmen

  • 20 % höhere Produktivität

  • 20 % höhere Exportquote

  • Thüringen als europäischer High‑Tech‑Supercluster

9. Wirkung bis 2050

  • 80–120 Mrd. € Fondsvolumen

  • globale Spitzenposition in Photonik, BioTech, KI, Quanten

  • 5–10 Nobelpreisprogramme

  • vollständige wirtschaftliche Selbsttragfähigkeit

Kurzfazit

Der Thüringen‑Supercluster ist kein Förderprogramm. Er ist ein neues Wirtschaftsmodell, das:

  • wissenschaftlich exzellent

  • wirtschaftlich skalierbar

  • finanziell selbsttragend

  • gesellschaftlich modern

  • international sichtbar

ist.

Thüringen kann damit zu einem der führenden High‑Tech‑Standorte Europas werden.

One‑Page‑Strategy‑Map – Thüringen 2035+

Der gesamte Masterplan auf einer Seite

1. Leitbild 2035+

Thüringen wird ein europäischer High‑Tech‑Supercluster mit 5 Technologieachsen, 12 Technologiezentren, 15 Pilotfabriken, 400–600 skalierbaren Unternehmen und 100.000 neuen Arbeitsplätzen.

2. Die fünf Supercluster‑Achsen

  • Photonik & Laser (Jena)

  • BioTech & Bioengineering (Gera)

  • KI & Robotik (Erfurt/Ilmenau)

  • Quanten‑Photonik (Jena/Ilmenau)

  • Neue Materialien & Energie (Suhl/Nordthüringen)

3. Systemarchitektur

  • 12 Technologiezentren (TRL 4–6)

  • 15 Pilotfabriken (TRL 7–9)

  • Exzellenzuniversität (200 Professuren)

  • 20 Graduiertenschulen

  • 200–300 MW KI‑Rechenzentren

  • Export‑ & Regulatory‑Hub Thüringen

4. Kapital & Finanzierung

  • Thüringen‑Zukunftsfonds: 40–60 Mrd. € (20 Jahre)

  • Royalty‑Einnahmen: 2–2,5 Mrd. €/Jahr

  • Export‑Royalty: 1–2 Mrd. €/Jahr

  • Dividenden: 1,5–2 Mrd. €/Jahr

  • 100 % Reinvestition in Forschung, Skalierung, Talente

5. Talent & Gesellschaft

  • internationale Talentprogramme

  • Campus‑Städte & moderne Wohnquartiere

  • internationale Schulen & Kitas

  • moderne Mobilität (alle Cluster < 60 Minuten)

  • gesellschaftliche Teilhabe & Bürgerdialoge

6. Governance

  • Supercluster‑Gesetz

  • Supercluster‑Rat

  • Fast‑Track‑Genehmigungen (< 6 Monate)

  • Monitoring‑System (Echtzeit‑KPIs)

  • jährliche Evaluationsberichte

7. Roadmap 2026–2035

2026–2028 – Aufbau

  • Gesetz, Fonds, Governance

  • erste Technologiezentren

  • Talentprogramme

  • Rechenzentrumsplanung

2029–2032 – Skalierung

  • 12 Technologiezentren

  • 10 Pilotfabriken

  • 150 MW Rechenzentren

  • 300 skalierbare Unternehmen

2033–2035 – Vollbetrieb

  • 15 Pilotfabriken

  • 400–600 Unternehmen

  • 100.000 neue Arbeitsplätze

  • internationale Sichtbarkeit

8. Wirkung

  • wirtschaftlich: +20 % Produktivität, +20 % Exportquote

  • sozial: Rückkehr junger Menschen, internationale Talente

  • wissenschaftlich: 3–5 Nobelpreisprogramme

  • fiskalisch: selbsttragende Innovationsökonomie

Kurzfazit

Thüringen 2035+ ist kein Förderprogramm. Es ist ein neues Wirtschaftsmodell, das das Land zu einem europäischen High‑Tech‑Flaggschiff macht.


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