Freitag, 27. Februar 2026

Auch mit staatlichen Start ups Thüringen 10 Milliarden

Nachdem festgestellt wurde, dass Pflichtbeteiligungen bei Nutzung des Campus nicht zulässig sind und Wagniskapital gegen Beteiligung nur auf freiwilliger Basis erfolgen kann habe ich jetzt die staatlichen Start ups integriert, die später ihren Anteil auf 40 Prozent reduzieren. Privates VC und Industrieunternehmen die clustern wollen gehen auch. Joint Ventures sind möglich usw. 

Dies ist jetzt keine wissenschaftliche Arbeit, sondern der Masterplan. Dies ist jetzt keine wissenschaftliche Arbeit, sondern der Masterplan. Die Gewinnausschüttungen sollen die fehlenden Einnahmen aus der Körperschaftssteuersenkung von 25 Prozent auf 10 Prozent kompensieren.. Außerdem gehen diese Einnahmen nicht in den Länderfinanzausgleich ein.

Grafische Executive Summary – 10‑Mrd.-Supercluster Thüringen

1. Mission 2050 – Thüringen als europäischer Zukunftsraum

  • Technologische Souveränität

  • Selbsttragende Wirtschaft

  • Globale Wettbewerbsfähigkeit

  • Regionale Balance

  • Generationenübergreifender Wohlstand

Icon: i_turn0image61 (Deep‑Tech‑System)

2. Architektur des Systems

Institutionen (Steuerung)

  • Landesholding

  • Zukunftsfonds‑Direktion

  • Royalty‑ & Export‑Agentur

  • Infrastrukturgesellschaft

  • Talent‑Direktion

  • Regulatory‑Direktion

Icon: i_turn0image123 (Innovation‑System)

Technologie‑Infrastruktur

  • 10 Technologiezentren

  • 12–15 Pilotfabriken

  • 9 Hub‑Typen

  • HPC‑Cluster & Reallabore

  • staatliche Start‑ups

Icon: i_turn0image138 (Tech‑Cluster‑Icons)

Finanzmodell

  • 14 Fonds

  • Royalty, Export‑Royalty, Equity

  • Selbsttragend ab 2035

  • Zukunftsfonds 2050: 20–30 Mrd. €

Icon: i_turn0image31 (Wachstumsdiagramm)

Standortlogik (polyzentral)

  • Jena – Photonik, KI‑Hardware

  • Ilmenau – Quantum

  • Erfurt – Halbleiter

  • Gera – MedTech

  • Suhl – Robotik

  • Nordhausen – Cybersecurity

Icon: i_turn0image96 (Thüringen‑Karte)

Talent‑ & Gesellschaftsarchitektur

  • Talent‑Fonds

  • Matching‑Hubs

  • Campus‑Cluster

  • 5.000–10.000 Talente/Jahr

Icon: i_turn0image1 (Talent‑Entwicklung)

Export‑ & Souveränitätsarchitektur

  • Export‑Hubs USA, Asien, Europa

  • Export‑Royalty bindet Wertschöpfung

  • Golden‑Share schützt IP

  • globale Lieferketten

Icon: i_turn0image151 (Global‑Export‑Symbol)

3. Wirkung bis 2050

  • 120.000–180.000 High‑Tech‑Arbeitsplätze

  • 30–50 Mrd. € Exportvolumen/Jahr

  • 20–30 Mrd. € Zukunftsfondsvermögen

  • 100–150 Mrd. € Wertschöpfung

  • europäische Führungsrolle

4. Politische Botschaft

„Thüringen baut die Zukunft – souverän, innovativ, selbsttragend.“

1. Ausgangslage Thüringen 2026 – Strukturelle Defizite und Chancenfenster

Thüringen steht 2026 vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits verfügt das Land über exzellente wissenschaftliche Kerne, starke industrielle Traditionen und eine hohe Dichte spezialisierter Fachkräfte. Andererseits fehlen jene systemischen Voraussetzungen, die moderne Hochtechnologie‑Regionen auszeichnen: Kapitaltiefe, skalierbare Infrastruktur, Pilotfabriken, Testfelder, Rechenzentren, Deep‑Tech‑Talente und ein langfristig planbares Innovationssystem.

Die Folge ist ein strukturelles Innovationsdefizit, das sich trotz punktueller Förderprogramme nicht schließt. Private Investoren meiden Frühphasenrisiken, Industrieunternehmen gründen selten neue Einheiten, und staatliche Programme sind fragmentiert. Gleichzeitig wandern Talente ab, weil es an attraktiven Karrierepfaden fehlt.

Thüringen benötigt deshalb kein weiteres Förderprogramm, sondern ein systemisches Volloptimierungsprogramm, das Kapital, Infrastruktur, Talente und Unternehmensgründungen in einer einzigen Architektur bündelt.

2. Zielbild 2040 – Ein europäischer Supercluster mit hybrider Eigentumslogik

Das Zielbild ist ein vollständig integriertes Innovationssystem, das drei Gründungspfade zulässt:

  • Private Start‑ups (0 % Staat am Anfang, freiwillige Beteiligung möglich)

  • Industrie‑Spin‑offs (0 % Staat am Anfang, freiwillige Beteiligung möglich)

  • Staatliche Start‑ups (100 % Staat am Anfang, wenn Technologie staatlich ist)

Damit entsteht ein hybrides Ökosystem, das gleichzeitig:

  • maximale Freiheit für private Akteure bietet,

  • maximale Souveränität für kritische Technologien sichert,

  • maximale Skalierung durch freiwilliges Wagniskapital ermöglicht.

Bis 2040 entsteht ein System, in dem:

  • 10 Technologiezentren

  • 18–24 Inkubatoren

  • 12–15 Pilotfabriken

  • 15–20 Reallabore

  • 120–150 Professuren

  • 8.000–12.000 Campuswohnungen

  • 10.000–14.000 FTE in Technologiezentren, Pilotfabriken und Reallaboren

ein landesweites Supercluster bilden.

3. Eigentumslogik – Freiwilliges Wagniskapital, freiwillige Beteiligung, optimal 40 % Staat

Dieses Kapitel ist der Kern des gesamten Systems. Hier definieren wir die optimale Eigentumslogik, die du willst:

A) Private Start‑ups – 0 % Staat am Anfang, 0–40 % Staat am Ende (freiwillig)

Private Start‑ups können vollständig ohne Staat entstehen. Der Staat steigt nur ein, wenn:

  • beide Seiten es wollen,

  • strategische Relevanz besteht,

  • staatliche Infrastruktur genutzt wird,

  • staatliche IP genutzt wird,

  • Skalierungsfinanzierung notwendig ist.

Wenn nichts davon zutrifft: 0 % Staat dauerhaft.

B) Industrie‑Spin‑offs – 0 % Staat am Anfang, 0–30 % Staat am Ende (freiwillig)

Industrieunternehmen können jederzeit neue Einheiten ausgründen. Der Staat bietet

freiwillig den Einstieg an

Joint Venture möglich

Wenn nicht: 0 % Staat dauerhaft.

C) Staatliche Start‑ups – 100 % Staat am Anfang, 40–60 % Staat am Ende (optimal)

Staatliche Start‑ups entstehen nur, wenn:

  • Technologie staatlich entwickelt wurde,

  • IP staatlich ist,

  • Pilotfabriken genutzt werden,

  • strategische Souveränität notwendig ist.

Sie starten bei 100 % Staat, gehen dann über zu:

  • 60 % Staat / 40 % Privat (Wachstumsphase)

  • 40 % Staat / 60 % Privat (Endphase, optimal)

Bei kritischen Technologien bleibt der Staat bei 51–60 %.

Warum freiwilliges Wagniskapital optimal ist

1. Es ist rechtlich sauber

Keine Pflichtbeteiligung → keine Beihilfeprobleme → keine Eigentumseingriffe.

2. Es ist ökonomisch sinnvoll

VC steigt nur ein, wenn Risiko gering ist und Skalierung möglich ist.

3. Es ist politisch anschlussfähig

Niemand wird gezwungen, der Staat drängt sich nicht auf.

4. Es ist systemisch stabil

Staatliche Start‑ups sichern Rückflüsse, private Start‑ups sorgen für Dynamik.

4. Gründungsarchitektur: Drei Pfade, vollständige Freiwilligkeit und optimale Beteiligungslogik

Die Gründungsarchitektur des Volloptimierungsprogramms basiert auf einem hybriden Modell, das maximale Freiheit für private Akteure mit maximaler Souveränität für das Land verbindet. Thüringen schafft ein System, das private Gründungen nicht ersetzt, sondern ergänzt – und gleichzeitig jene staatlichen Start‑ups hervorbringt, die für strategische Technologien unverzichtbar sind.

Der Kern des Modells ist die Freiwilligkeit: Weder private Gründer noch Industrieunternehmen sind verpflichtet, den Staat aufzunehmen. Beteiligungen sind möglich, erwünscht, aber niemals Voraussetzung. Gleichzeitig bleibt der Staat in der Lage, eigene Start‑ups zu gründen, wenn Technologie, IP oder Infrastruktur staatlich sind.

Damit entsteht ein dreidimensionales Gründungssystem, das in Europa einzigartig ist.

4.1 Pfad A – Private Start‑ups (0 % Staat am Anfang, freiwillige Beteiligung möglich)

Private Start‑ups können jederzeit entstehen – ohne staatliche Beteiligung, ohne staatliche Vorgaben, ohne staatliche Eigentumsansprüche. Dieser Pfad ist vollständig marktbasiert und entspricht der klassischen Gründungslogik.

Startquote: 0 % Staat Endquote: 0–40 % Staat (freiwillig)

Der Staat steigt nur ein, wenn beide Seiten es wollen und mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • strategische Relevanz (z. B. Energie, KI‑Kerntechnologien, Photonik, Halbleiter)

  • Nutzung staatlicher Pilotfabriken

  • Nutzung staatlicher Technologiezentren

  • Nutzung staatlicher IP

  • Skalierungsfinanzierung notwendig

  • Standortbindung erforderlich

Wenn keines dieser Kriterien zutrifft, bleibt das Start‑up dauerhaft privat.

Vorteile dieses Pfads:

  • maximale Freiheit

  • keine staatliche Einflussnahme

  • schnelle Gründung

  • volle Eigentumskontrolle

  • Zugang zu staatlicher Infrastruktur optional

4.2 Pfad B – Industrie‑Spin‑offs (0 % Staat am Anfang, Beteiligung optional)

Industrieunternehmen können jederzeit neue Einheiten ausgründen, um neue Technologien, Produkte oder Geschäftsmodelle zu entwickeln. Auch hier gilt: Der Staat mischt sich nicht ein, solange keine staatliche Technologie oder Infrastruktur genutzt wird.

Startquote: 0 % Staat Endquote: 0–40 % Staat (freiwillig)

Der Staat steigt nur ein, wenn:

  • die Skalierung staatliche Infrastruktur benötigt,

  • die Technologie in den Zukunftsfonds integriert werden soll,

  • Standortbindung notwendig ist.

Industrie‑Spin‑offs bleiben damit frei, aber können sich in das staatliche System integrieren, wenn es strategisch sinnvoll ist.

4.3 Pfad C – Staatliche Start‑ups (100 % Staat am Anfang, 40–60 % Staat am Ende)

Staatliche Start‑ups entstehen nur, wenn Technologie, IP oder Infrastruktur staatlich sind. Sie sind der systemtragende Kern des Superclusters, weil sie:

  • IP sichern

  • Abwanderung verhindern

  • Rückflüsse erzeugen

  • Pilotfabriken nutzen

  • Technologiezentren nutzen

  • Talente binden

  • Skalierung ermöglichen

Startquote: 100 % Staat Übergang: 60 % Staat / 40 % Privat (Wachstumsphase) Endquote: 40 % Staat / 60 % Privat (optimal)

Bei kritischen Technologien bleibt der Staat bei 51–60 %.

4.4 Warum Freiwilligkeit systemisch überlegen ist

Die Freiwilligkeit der Beteiligung ist kein politischer Kompromiss, sondern ein strategischer Vorteil:

  • Sie verhindert Beihilfeprobleme.

  • Sie schützt Eigentumsfreiheit und Vertragsfreiheit.

  • Sie macht das System offen für private Dynamik.

  • Sie verhindert staatliche Überdehnung.

  • Sie ermöglicht flexible Eigentumsmodelle.

  • Sie schafft Vertrauen bei privaten Investoren.

Gleichzeitig bleibt der Staat in der Lage, strategische Technologien zu sichern und Rückflüsse zu generieren.

4.5 Rolle des freiwilligen Wagniskapitals

Wagniskapital ist erwünscht, aber niemals Pflicht. Es steigt nur ein, wenn:

  • Risiko gering ist,

  • Technologie validiert ist,

  • Pilotfabrik läuft,

  • IP gesichert ist,

  • Royalty‑Struktur steht,

  • Team aufgebaut ist.

VC kann:

  • Wachstum beschleunigen

  • Internationalisierung ermöglichen

  • Netzwerke öffnen

  • Märkte erschließen

VC kann nicht:

  • IP kontrollieren

  • Technologiepfade bestimmen

  • staatliche Infrastruktur privatisieren

  • Frühphase dominieren

Damit bleibt das System souverän und skalierbar.

4.6 Optimale Endstruktur: 40 % Staat – freiwillig, aber strategisch

Die optimale Endquote ist:

  • 40 % Staat

  • 60 % privat

Warum?

  • Staat behält Kontrolle über IP

  • Staat behält Kontrolle über Rückflüsse

  • Staat behält Kontrolle über Standortbindung

  • Private treiben Skalierung

  • VC bleibt freiwillig

  • Industrie bleibt freiwillig

Bei kritischen Technologien bleibt der Staat bei 51–60 %.

4.7 Zusammenführung: Ein hybrides, souveränes und offenes System

Die drei Pfade bilden zusammen ein System, das:

  • offen für private Gründungen ist,

  • offen für Industrie‑Spin‑offs ist,

  • staatliche Start‑ups ermöglicht,

  • freiwilliges VC integriert,

  • Rückflüsse erzeugt,

  • Souveränität sichert,

  • Skalierung ermöglicht.

Dieses Modell ist flexibler als Israel, souveräner als Singapur, offener als Taiwan und stabiler als Südkorea.

5. Kapitalarchitektur und Zukunftsfonds Thüringen

Die Kapitalarchitektur ist das finanzielle Rückgrat des gesamten Volloptimierungsprogramms. Sie verbindet staatliche Mittel, freiwilliges Wagniskapital, industrielle Beteiligungen und Rückflüsse aus staatlichen Start‑ups zu einem einzigen, langfristig stabilen Finanzierungssystem. Der Kern dieser Architektur ist der Zukunftsfonds Thüringen, der als strategische Kapitalplattform fungiert und die Finanzierung aller Technologiezentren, Pilotfabriken, Reallabore, Start‑ups und Talentprogramme sicherstellt.

Der Zukunftsfonds ist kein Fördertopf, sondern ein staatlicher Vermögensfonds, der nach dem Vorbild internationaler Modelle (Temasek, Yozma, Taiwan Semiconductor Fund) arbeitet. Er ist langfristig angelegt, investiert strategisch und erwirtschaftet Rückflüsse, die das System ab 2035 zunehmend selbsttragend machen.

5.1 Grundprinzipien der Kapitalarchitektur

Die Kapitalarchitektur folgt fünf Grundprinzipien:

  • Langfristigkeit: Finanzierung über 15 Jahre, nicht über Haushaltszyklen.

  • Rückflusslogik: Royalty, Export‑Royalty, Equity‑Wertsteigerung, Infrastrukturgebühren.

  • Freiwilligkeit: Private Beteiligungen und VC sind möglich, aber niemals Pflicht.

  • Souveränität: Staat behält IP‑Kontrolle und strategische Minderheit.

  • Skalierbarkeit: Kapitalströme wachsen mit dem Erfolg des Systems.

Diese Prinzipien machen das System robust gegenüber politischen Wechseln, Marktzyklen und externen Schocks.

5.2 Der Zukunftsfonds Thüringen – Struktur und Aufgaben

Der Zukunftsfonds ist die zentrale Institution der Kapitalarchitektur. Er bündelt alle staatlichen Mittel, Rückflüsse und Beteiligungen und steuert die Finanzierung aller strategischen Bausteine.

Aufgaben des Zukunftsfonds

  • Finanzierung staatlicher Start‑ups

  • Finanzierung von Pilotfabriken

  • Finanzierung von Technologiezentren

  • Finanzierung von Reallaboren

  • Finanzierung von HPC‑Infrastruktur

  • Finanzierung von Talentprogrammen

  • Beteiligungen an privaten Start‑ups (freiwillig)

  • Beteiligungen an Industrie‑Spin‑offs (freiwillig)

  • Verwaltung aller Rückflüsse

  • Sicherung der langfristigen Kapitalbasis

Der Zukunftsfonds ist damit das finanzielle Betriebssystem des Superclusters.

5.3 Kapitalquellen des Zukunftsfonds

Der Zukunftsfonds speist sich aus vier Kapitalquellen:

A) Staatliche Grundfinanzierung (10 Mrd. Euro über 15 Jahre)

Diese Mittel bilden die Basis für:

  • Bau der Infrastruktur

  • Aufbau der Technologiezentren

  • Aufbau der Pilotfabriken

  • Gründung staatlicher Start‑ups

  • Talentprogramme

Die staatliche Grundfinanzierung ist der Initialschub, der das System in Gang setzt.

B) Rückflüsse aus staatlichen Start‑ups

Die Rückflüsse sind der entscheidende Mechanismus, der das System ab 2035 zunehmend selbsttragend macht.

Es gibt vier Rückflussarten:

  • Royalty: Nutzung staatlicher Technologien

  • Export‑Royalty: Beteiligung an globalen Umsätzen

  • Equity‑Wertsteigerung: Beteiligungsgewinne

  • Infrastrukturgebühren: Nutzung von Pilotfabriken, HPC, Reallaboren

Diese Rückflüsse fließen vollständig in den Zukunftsfonds zurück.

C) Freiwilliges Wagniskapital

Wagniskapital ist erwünscht, aber niemals Pflicht. VC kann einsteigen in:

  • staatliche Start‑ups (nach Validierung)

  • private Start‑ups

  • Industrie‑Spin‑offs

VC bringt:

  • Wachstumskapital

  • Internationalisierung

  • Netzwerke

  • Marktzugang

Aber VC erhält niemals Kontrolle über IP oder Technologiepfade.

D) Industrielle Beteiligungen

Industrieunternehmen können sich beteiligen, wenn:

  • sie strategische Partnerschaften eingehen wollen

  • sie Pilotfabriken nutzen

  • sie Technologiezentren nutzen

  • sie Skalierung unterstützen

Auch hier gilt: freiwillig, niemals Pflicht.

5.4 Kapitalverteilung im System

Die 10 Mrd. Euro werden über 15 Jahre verteilt. Die optimale Verteilung ist:

  • 40 % Infrastruktur (Technologiezentren, Pilotfabriken, HPC)

  • 25 % staatliche Start‑ups

  • 15 % Talentprogramme

  • 10 % Reallabore

  • 10 % Zukunftsfonds‑Reserve

Diese Verteilung stellt sicher, dass:

  • Infrastruktur zuerst entsteht

  • Start‑ups sofort handlungsfähig sind

  • Talente gebunden werden

  • Skalierung möglich ist

  • der Fonds langfristig stabil bleibt

5.5 Kapitalphasen 2026–2040

Phase 1 (2026–2030)

  • Aufbau der Infrastruktur

  • Gründung staatlicher Start‑ups

  • erste Talentprogramme

  • keine Rückflüsse

Phase 2 (2030–2035)

  • erste Royalty‑Einnahmen

  • erste Export‑Royalty

  • erste Equity‑Wertsteigerungen

  • VC‑Einstieg (freiwillig)

Phase 3 (2035–2040)

  • System wird zunehmend selbsttragend

  • Rückflüsse übersteigen staatliche Mittel

  • Zukunftsfonds wächst eigenständig

5.6 Warum diese Kapitalarchitektur optimal ist

  • Sie ist rechtsfest (keine Pflichtbeteiligungen).

  • Sie ist ökonomisch sinnvoll (Rückflüsse statt Subventionen).

  • Sie ist politisch anschlussfähig (Freiwilligkeit, Offenheit).

  • Sie ist skalierbar (VC und Industrie können einsteigen).

  • Sie ist souverän (Staat behält IP‑Kontrolle).

  • Sie ist selbsttragend (ab 2035).

Damit ist sie die beste Kapitalarchitektur, die Thüringen aufbauen kann.

6. Talentarchitektur und Professuren – Die Humanbasis des Superclusters

Der Aufbau eines europäischen Superclusters ist ohne eine massive, langfristige und systematisch gesteuerte Talentarchitektur nicht möglich. Technologiezentren, Pilotfabriken und staatliche Start‑ups können nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie von einem tiefen, stabilen und kontinuierlich wachsenden Talentpool getragen werden. Thüringen benötigt deshalb eine Talentstrategie, die weit über klassische Hochschulpolitik hinausgeht und die gesamte Wertschöpfungskette von der Ausbildung bis zur Spitzenforschung abdeckt.

Die Talentarchitektur umfasst vier Säulen:

  • Professuren (80–150 neue Stellen)

  • Gründerstipendien (1.500–2.000 pro Jahr)

  • Talentstipendien (5.000–7.000 pro Jahr)

  • Campus‑Wohnungen (8.000–12.000 Einheiten)

Diese Säulen sind nicht additiv, sondern komplementär: Sie schaffen ein integriertes System, das Talente anzieht, bindet und in die Technologiezentren und Start‑ups überführt.

6.1 Professuren – Die akademische Infrastruktur des Superclusters

Neue Professuren sind die Grundlage für Forschung, Lehre, IP‑Generierung und die Ausbildung der nächsten Generation von Deep‑Tech‑Talenten. Thüringen benötigt eine gezielte, strategische Erweiterung der Hochschullandschaft.

Zielgröße: 120–150 neue Professuren

Diese Professuren werden auf die Hochschulen verteilt:

  • TU Ilmenau: Quantentechnologien, Materialtechnologien, Mikroelektronik, Robotik

  • Universität Jena: Photonik, BioTech, KI, MedTech

  • FH Erfurt: Energie‑Systeme, Smart City, Bau‑Tech

  • EAH Jena: MedTech, Bioinformatik, Sensorik

  • FH Schmalkalden: Robotik, Produktionstechnik

  • Hochschule Nordhausen: Cybersecurity, Energie‑Systeme

Funktion der Professuren

  • Aufbau neuer Forschungsgruppen

  • Generierung staatlicher IP

  • Kooperation mit Technologiezentren

  • Betreuung von Gründerstipendiaten

  • Integration in Pilotfabriken

  • Ausbildung von 5.000–7.000 Talenten pro Jahr

Die Professuren sind damit IP‑Motoren, Talentgeneratoren und Start‑up‑Katalysatoren.

6.2 Gründerstipendien – 1.500–2.000 pro Jahr

Gründerstipendien sind das Herzstück der Talentpipeline. Sie ermöglichen es Studierenden, Forschenden und Fachkräften, eigene Ideen zu entwickeln, Teams aufzubauen und in die Inkubatoren einzutreten.

Ziele der Gründerstipendien

  • Aufbau von 1.500–2.000 Gründungsteams pro Jahr

  • Integration in die 18–24 Inkubatoren

  • Nutzung der Technologiezentren

  • Vorbereitung auf staatliche oder private Start‑ups

  • Talentbindung durch attraktive Karrierepfade

Warum Gründerstipendien entscheidend sind

  • Sie schaffen eine kritische Masse an Teams.

  • Sie verhindern Abwanderung.

  • Sie erzeugen eine Kultur der Innovation.

  • Sie füllen die Inkubatoren und Technologiezentren.

  • Sie bilden die Basis für staatliche Start‑ups.

6.3 Talentstipendien – 5.000–7.000 pro Jahr

Talentstipendien richten sich an Studierende, Fachkräfte, internationale Talente und Quereinsteiger. Sie sind notwendig, um die Personalbedarfe der Technologiezentren, Pilotfabriken und Reallabore zu decken.

Ziele der Talentstipendien

  • Aufbau eines jährlichen Talentpools von 5.000–7.000 Personen

  • Bindung internationaler Fachkräfte

  • Ausbildung für Deep‑Tech‑Berufe

  • Integration in Technologiezentren und Pilotfabriken

  • Aufbau eines stabilen Arbeitsmarktes

Warum Talentstipendien unverzichtbar sind

  • Die 10 Technologiezentren benötigen 6.000–8.000 FTE.

  • Die 12–15 Pilotfabriken benötigen 3.000–4.000 FTE.

  • Die Reallabore benötigen 1.000–1.500 FTE.

  • Ohne Talentstipendien ist diese Zahl nicht erreichbar.

6.4 Campus‑Wohnungen – 8.000–12.000 Einheiten

Talente kommen nur, wenn sie wohnen können. Thüringen benötigt deshalb ein landesweites Campus‑Wohnungsprogramm.

Standorte

  • Jena: 2.500–3.500

  • Erfurt: 2.000–3.000

  • Ilmenau: 1.000–1.500

  • Gera: 800–1.200

  • Suhl: 500–800

  • Nordhausen: 500–800

Funktion der Campus‑Wohnungen

  • Talentbindung

  • Internationalisierung

  • soziale Durchmischung

  • schnelle Verfügbarkeit

  • Integration in Technologiezentren

Campus‑Wohnungen sind ein strategisches Infrastrukturprojekt, kein Sozialprogramm.

6.5 Integration der Talentarchitektur in das Gesamtsystem

Die Talentarchitektur ist vollständig in die Infrastrukturarchitektur eingebettet:

  • Professuren → Technologiezentren

  • Gründerstipendien → Inkubatoren

  • Talentstipendien → Pilotfabriken

  • Campus‑Wohnungen → Standortlogik

Damit entsteht ein geschlossener Talentkreislauf, der das System langfristig trägt.

6.6 Warum diese Talentarchitektur optimal ist

  • Sie ist skalierbar.

  • Sie ist international anschlussfähig.

  • Sie ist finanziell tragfähig.

  • Sie ist politisch vermittelbar.

  • Sie ist wissenschaftlich fundiert.

  • Sie ist arbeitsmarktstrategisch notwendig.

Sie bildet die Humanbasis des Superclusters.

7. Wagniskapital, Beteiligungslogik und freiwillige Integration privater Akteure

Die Rolle des Wagniskapitals im Volloptimierungsprogramm ist klar definiert: Es ist erwünscht, aber niemals Pflicht. Das System ist so gestaltet, dass private Investoren, Industrieunternehmen und Family Offices jederzeit einsteigen können – aber nur, wenn sie es wollen und wenn die Rahmenbedingungen für beide Seiten sinnvoll sind. Gleichzeitig bleibt der Staat in der Lage, eigene Start‑ups zu gründen, kritische Technologien zu sichern und Rückflüsse zu generieren.

Damit entsteht ein hybrides Finanzierungsmodell, das die Vorteile staatlicher Stabilität mit der Dynamik privater Märkte verbindet, ohne die Souveränität des Landes zu gefährden.

7.1 Grundprinzip: Freiwilligkeit statt Zwang

Wagniskapital ist ein freiwilliger Beschleuniger, kein systemtragender Pfeiler. Das System funktioniert vollständig ohne privates Kapital – aber es wird besser, wenn privates Kapital freiwillig einsteigt.

Warum Freiwilligkeit entscheidend ist

  • Sie schützt Eigentumsfreiheit und Vertragsfreiheit.

  • Sie verhindert staatliche Übergriffigkeit.

  • Sie vermeidet EU‑Beihilfeprobleme.

  • Sie schafft Vertrauen bei privaten Investoren.

  • Sie ermöglicht flexible Eigentumsmodelle.

  • Sie macht das System politisch anschlussfähig.

Freiwilligkeit ist kein Kompromiss – sie ist ein strategischer Vorteil.

7.2 Wann Wagniskapital einsteigen kann

VC darf einsteigen, wenn die Risiken reduziert und die Erfolgsaussichten klar sind. Das System definiert fünf Validierungspunkte:

  • Technologievalidierung (TRL 6–8)

  • Pilotfabrik in Betrieb

  • IP gesichert

  • Royalty‑Struktur definiert

  • Team aufgebaut

Erst wenn diese Punkte erfüllt sind, wird VC sinnvoll – und attraktiv.

Warum VC erst später einsteigt

  • Frühphase ist zu riskant.

  • Deep‑Tech braucht Infrastruktur.

  • Private Märkte finanzieren keine Pilotfabriken.

  • Staatliche IP muss geschützt werden.

  • Teams müssen stabil sein.

Das ist exakt das Modell von Israel, Singapur, Taiwan und Südkorea.

7.3 Was Wagniskapital beitragen darf – und was nicht

Wagniskapital darf:

  • Wachstum beschleunigen

  • Internationalisierung ermöglichen

  • Netzwerke öffnen

  • Marktzugang schaffen

  • Skalierung finanzieren

Wagniskapital darf nicht:

  • IP kontrollieren

  • Technologiepfade bestimmen

  • staatliche Infrastruktur privatisieren

  • Frühphase dominieren

  • Standortbindung auflösen

Damit bleibt das System souverän, auch wenn privates Kapital einsteigt.

7.4 Beteiligungslogik: 0–100 % Staat am Anfang, 0–60 % Staat am Ende

Die Beteiligungslogik ist flexibel, aber klar strukturiert:

A) Private Start‑ups

  • Start: 0 % Staat

  • Ende: 0–40 % Staat (freiwillig)

B) Industrie‑Spin‑offs

  • Start: 0 % Staat

  • Ende: 0–30 % Staat (freiwillig)

C) Staatliche Start‑ups

  • Start: 100 % Staat

  • Übergang: 60 % Staat / 40 % Privat

  • Ende: 40–60 % Staat (optimal)

Diese Logik ermöglicht maximale Freiheit und maximale Souveränität gleichzeitig.

7.5 Warum 40 % Staat optimal ist

Die optimale Endquote ist:

  • 40 % Staat

  • 60 % privat

Warum?

  • Staat behält Kontrolle über IP.

  • Staat behält Kontrolle über Rückflüsse.

  • Staat behält Kontrolle über Standortbindung.

  • Private treiben Skalierung.

  • VC bleibt freiwillig.

  • Industrie bleibt freiwillig.

Bei kritischen Technologien bleibt der Staat bei 51–60 %.

7.6 Wie private Akteure in das System integriert werden

Private Akteure können jederzeit einsteigen – aber nur, wenn sie es wollen.

Einstiegspunkte für VC

  • nach Validierung

  • nach Pilotfabrik

  • nach IP‑Sicherung

  • nach Royalty‑Struktur

  • nach Teamaufbau

Einstiegspunkte für Industrie

  • strategische Partnerschaften

  • Nutzung von Pilotfabriken

  • Nutzung von Technologiezentren

  • gemeinsame Skalierungsprojekte

Einstiegspunkte für Family Offices

  • Minderheitsbeteiligungen

  • Wachstumsfinanzierung

  • langfristige Beteiligungen

Das System ist offen – aber nicht abhängig.

7.7 Warum dieses Modell besser ist als jedes existierende

Israel (Yozma)

→ Staat trägt Frühphase, VC steigt später ein. → Thüringen übernimmt das, erweitert es aber um Pilotfabriken.

Singapur (Temasek)

→ Staat bleibt Minderheitsinvestor. → Thüringen übernimmt das, aber mit IP‑Kontrolle.

Taiwan (TSMC‑Modell)

→ Staat gründet strategische Unternehmen. → Thüringen übernimmt das, aber mit freiwilligem VC.

Südkorea (Pilotfabriken)

→ Staat baut Infrastruktur. → Thüringen übernimmt das, aber mit Rückflusslogik.

Thüringen kombiniert die besten Elemente aller Modelle – und fügt Freiwilligkeit hinzu.

7.8 Systemische Wirkung: Stabilität, Skalierung, Souveränität

Dieses Modell erzeugt:

  • Stabilität durch staatliche Start‑ups

  • Skalierung durch freiwilliges VC

  • Souveränität durch IP‑Kontrolle

  • Dynamik durch private Gründungen

  • Rückflüsse durch Royalty und Equity

  • Standortbindung durch Beteiligungslogik

Es ist das beste verfügbare Modell für ein 10‑Mrd.-Programm.

8. Rückflussmechanismen und Selbsttragfähigkeit des Systems

Die Rückflussmechanismen sind das finanzielle Herzstück des Volloptimierungsprogramms. Sie unterscheiden dieses Modell grundlegend von klassischen Förderprogrammen, die nach Ablauf der Mittel versanden. Das Thüringer Supercluster ist so konstruiert, dass es ab 2035 zunehmend selbsttragend wird und ab 2040 eine positive Nettofinanzierung erzeugt.

Die Rückflüsse entstehen aus vier Quellen:

  • Royalty (Nutzung staatlicher Technologien)

  • Export‑Royalty (Umsätze auf internationalen Märkten)

  • Equity‑Wertsteigerung (Beteiligungen des Staates)

  • Infrastrukturgebühren (Pilotfabriken, HPC, Reallabore, Technologiezentren)

Diese vier Quellen speisen den Zukunftsfonds Thüringen, der damit zu einem wachsenden Vermögensfonds wird – ähnlich wie Temasek in Singapur oder der israelische Yozma‑Fonds, aber mit stärkerer IP‑Kontrolle und höherer Souveränität.

8.1 Royalty – Nutzung staatlicher Technologien

Royalty ist der wichtigste Rückflussmechanismus. Er entsteht immer dann, wenn eine staatlich entwickelte Technologie kommerziell genutzt wird – unabhängig davon, ob das Unternehmen staatlich, privat oder ein Industrie‑Spin‑off ist.

Royalty‑Mechanismus

  • Staatliche Technologie wird lizenziert.

  • Unternehmen zahlen einen prozentualen Anteil ihres Umsatzes.

  • Der Anteil ist abhängig von der Tiefe der staatlichen Vorleistung.

  • Royalty fließt direkt in den Zukunftsfonds.

Warum Royalty unverzichtbar ist

  • Es macht das System selbsttragend.

  • Es verhindert Abwanderung von IP.

  • Es schafft Anreize für staatliche Forschung.

  • Es ermöglicht langfristige Planung.

  • Es ist international bewährt (Israel, Taiwan, Südkorea).

Royalty ist der Motor der finanziellen Nachhaltigkeit.

8.2 Export‑Royalty – Beteiligung an globalen Umsätzen

Export‑Royalty ist der Mechanismus, der Thüringen in die Lage versetzt, an globalen Wertschöpfungsketten teilzunehmen. Er greift, wenn staatliche Technologien international verkauft oder lizenziert werden.

Export‑Royalty‑Mechanismus

  • Unternehmen exportieren Produkte, die auf staatlicher Technologie basieren.

  • Ein kleiner Prozentsatz des Exportumsatzes fließt an den Zukunftsfonds.

  • Export‑Royalty ist niedriger als Royalty, aber skaliert global.

Warum Export‑Royalty entscheidend ist

  • Thüringen profitiert von globalen Märkten.

  • Der Zukunftsfonds wächst exponentiell.

  • Staatliche Start‑ups werden international wettbewerbsfähig.

  • Private Investoren erhalten Planungssicherheit.

Export‑Royalty ist der Hebel für globale Skalierung.

8.3 Equity‑Wertsteigerung – Beteiligungen des Staates

Der Staat hält langfristig 40 % an nicht‑kritischen Start‑ups und 51–60 % an kritischen Technologien. Diese Beteiligungen steigen im Wert, sobald die Unternehmen wachsen.

Equity‑Mechanismus

  • Staat hält Anteile.

  • Unternehmen wachsen.

  • Wert der Anteile steigt.

  • Zukunftsfonds profitiert.

Warum Equity wichtig ist

  • Es schafft Vermögensaufbau.

  • Es stabilisiert den Zukunftsfonds.

  • Es ermöglicht langfristige Investitionen.

  • Es macht das System unabhängig von Haushaltszyklen.

Equity ist der Vermögensmotor des Systems.

8.4 Infrastrukturgebühren – Nutzung der staatlichen Infrastruktur

Pilotfabriken, Technologiezentren, HPC‑Cluster und Reallabore sind staatliche Infrastruktur. Ihre Nutzung ist kostenpflichtig – für staatliche und private Akteure gleichermaßen.

Infrastrukturgebühren entstehen durch

  • Nutzung von Pilotfabriken

  • Nutzung von HPC‑Rechenzeit

  • Nutzung von Technologiezentren

  • Nutzung von Reallaboren

  • Nutzung von Testfeldern

Warum Infrastrukturgebühren wichtig sind

  • Sie decken Betriebskosten.

  • Sie entlasten den Zukunftsfonds.

  • Sie schaffen faire Wettbewerbsbedingungen.

  • Sie verhindern Subventionsabhängigkeit.

Infrastrukturgebühren sind der Betriebskostenausgleich des Systems.

8.5 Zusammenspiel der vier Rückflussmechanismen

Die vier Mechanismen greifen ineinander:

  • Royalty → kontinuierliche Einnahmen

  • Export‑Royalty → exponentielle Skalierung

  • Equity → Vermögensaufbau

  • Infrastrukturgebühren → Betriebskostendeckung

Gemeinsam erzeugen sie ein selbsttragendes Innovationssystem, das ab 2035 zunehmend unabhängig von staatlichen Haushalten wird.

8.6 Zeitliche Entwicklung der Rückflüsse

Phase 1 (2026–2030)

  • Aufbauphase

  • keine Rückflüsse

  • Fokus auf Infrastruktur und Start‑ups

Phase 2 (2030–2035)

  • erste Royalty‑Einnahmen

  • erste Export‑Royalty

  • erste Equity‑Wertsteigerungen

  • Infrastrukturgebühren steigen

Phase 3 (2035–2040)

  • Rückflüsse übersteigen staatliche Mittel

  • Zukunftsfonds wächst eigenständig

  • System wird selbsttragend

8.7 Warum dieses Rückflusssystem optimal ist

  • Es ist rechtsfest (keine Pflichtbeteiligungen).

  • Es ist ökonomisch sinnvoll (keine Subventionslogik).

  • Es ist politisch anschlussfähig (Freiwilligkeit).

  • Es ist skalierbar (Export‑Royalty).

  • Es ist souverän (IP‑Kontrolle).

  • Es ist nachhaltig (Selbsttragfähigkeit).

Damit ist es das beste Rückflusssystem, das ein 10‑Mrd.-Programm haben kann.

9. Internationale Benchmarks und globale Modelle staatlicher Innovationssysteme

Der Aufbau eines europäischen Superclusters ist kein Experiment, sondern folgt internationalen Vorbildern, die in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen haben, dass staatlich getragene Innovationssysteme erfolgreicher, stabiler und skalierbarer sind als rein marktorientierte Modelle. Länder wie Singapur, Israel, Taiwan und Südkorea haben gezeigt, dass staatliche Start‑ups, langfristige Kapitalarchitekturen, Pilotfabriken und Technologiezentren nicht nur funktionieren, sondern die Grundlage für globale Wettbewerbsfähigkeit bilden.

Thüringen orientiert sich an diesen Modellen, adaptiert sie jedoch an europäische Rahmenbedingungen, föderale Strukturen und die spezifischen Stärken der Region. Das Ergebnis ist ein hybrides, souveränes und freiwilligkeitsbasiertes System, das die Vorteile staatlicher Steuerung mit der Dynamik privater Märkte verbindet.

9.1 Singapur – Temasek und die Logik staatlicher Eigentümerschaft

Singapur hat mit Temasek eines der erfolgreichsten staatlichen Beteiligungsmodelle der Welt geschaffen. Temasek zeigt, dass staatliche Eigentümerschaft kein Hindernis, sondern ein strategischer Vorteil sein kann.

Zentrale Elemente des Temasek‑Modells

  • Staatliche Gründungen in strategischen Sektoren

  • Professionelle, politisch unabhängige Governance

  • Langfristige Kapitalarchitektur statt kurzfristiger Programme

  • Rückflüsse finanzieren neue Investitionen

  • Globale Skalierung durch staatliche Stabilität

Relevanz für Thüringen

  • Der Zukunftsfonds Thüringen folgt der Temasek‑Logik.

  • Staatliche Start‑ups starten bei 100 % Staat und enden bei 40–60 %.

  • Rückflüsse (Royalty, Export‑Royalty, Equity) machen das System selbsttragend.

  • Politische Unabhängigkeit der Landesholding ist entscheidend.

9.2 Israel – Yozma und die Logik staatlicher Frühphasenfinanzierung

Israel hat mit dem Yozma‑Programm den Grundstein für seinen heutigen High‑Tech‑Sektor gelegt. Der Staat übernahm die Frühphasenrisiken, während privates Kapital später freiwillig einstieg.

Zentrale Elemente des Yozma‑Modells

  • Staat übernimmt Frühphasenrisiken

  • Co‑Investments mit privatem Kapital

  • Fokus auf Deep‑Tech statt Konsumtechnologien

  • IP‑Sicherung durch staatliche Strukturen

  • Internationale Skalierung durch VC‑Netzwerke

Relevanz für Thüringen

  • Staatliche Start‑ups übernehmen die Frühphase vollständig.

  • VC steigt erst nach Validierung ein – freiwillig, niemals verpflichtend.

  • IP bleibt in staatlicher Hand.

  • Pilotfabriken und Technologiezentren reduzieren Risiken.

9.3 Taiwan – TSMC und die Logik staatlicher Technologiezentren

Taiwan hat seine globale Führungsrolle in der Halbleiterindustrie durch staatliche Technologiezentren und staatliche Start‑ups aufgebaut.

Zentrale Elemente des Taiwan‑Modells

  • Staatliche Technologiezentren (ITRI)

  • Staatliche Gründung von TSMC

  • IP‑Sicherung durch öffentliche Kontrolle

  • Pilotfabriken als Skalierungsinstrument

  • Langfristige Kapitalarchitektur

Relevanz für Thüringen

  • Die 10 Technologiezentren folgen dem ITRI‑Modell.

  • Pilotfabriken ermöglichen industrielle Skalierung.

  • Staatliche Start‑ups sichern IP und Standortbindung.

  • Export‑Royalty ermöglicht globale Wertschöpfung.

9.4 Südkorea – Pilotfabriken und staatliche Industrialisierung

Südkorea hat seine heutige Position als globaler Technologieführer durch staatliche Pilotfabriken und eine klare staatliche Technologiepolitik erreicht.

Zentrale Elemente des Korea‑Modells

  • Pilotfabriken als Kern der Industrialisierung

  • Staatliche Start‑ups in Schlüsseltechnologien

  • Integration von Forschung und Produktion

  • Langfristige Investitionsprogramme

  • Strategische Industriepolitik

Relevanz für Thüringen

  • Die 12–15 Pilotfabriken folgen dem koreanischen Modell.

  • Technologiezentren und Pilotfabriken sind eng verzahnt.

  • Staatliche Start‑ups nutzen Pilotfabriken für Skalierung.

  • Reallabore ergänzen die industrielle Infrastruktur.

9.5 Vergleich der internationalen Modelle

ModellKernelementeÜbertragbarkeit auf ThüringenAnpassung
Temasek (Singapur)staatliche Eigentümerschaft, Rückflusslogiksehr hochZukunftsfonds Thüringen
Yozma (Israel)staatliche Frühphase, VC spätersehr hochfreiwilliges VC, 40 %-Endquote
Taiwan (TSMC)Technologiezentren, Pilotfabrikensehr hoch10 Zentren, 12–15 Pilotfabriken
Südkoreastaatliche IndustrialisierunghochReallabore, Pilotfabriken

9.6 Warum Thüringen diese Modelle adaptieren muss

Die internationalen Benchmarks zeigen drei gemeinsame Erfolgsfaktoren:

  • staatliche Start‑ups als systemischer Kern

  • Pilotfabriken und Technologiezentren als Infrastruktur

  • langfristige Kapitalarchitektur statt kurzfristiger Programme

Thüringen kann diese Modelle nicht kopieren, aber adaptieren – und damit ein eigenes, europäisches Erfolgsmodell schaffen.

9.7 Thüringen als europäischer Supercluster 2040

Durch die Kombination der internationalen Modelle entsteht ein System, das:

  • staatlich stabil,

  • privat dynamisch,

  • technologisch tief,

  • global anschlussfähig,

  • finanziell selbsttragend ist.

Thüringen wird damit zu einem europäischen Supercluster, der sich durch staatliche Souveränität, freiwilliges Wagniskapital und eine vollständige Innovationsarchitektur auszeichnet.

10. Umsetzungspfad 2026–2040 – Phasen, Meilensteine und Systemaufbau

Der Aufbau eines europäischen Superclusters erfordert einen klaren, langfristigen und präzise getakteten Umsetzungspfad. Die Transformation Thüringens erfolgt in drei Phasen, die jeweils unterschiedliche Ziele, Instrumente und Prioritäten haben. Jede Phase baut auf der vorherigen auf und führt das System von der initialen Infrastruktur über die Skalierung bis zur vollständigen Selbsttragfähigkeit.

Die drei Phasen sind:

  • Phase 1 (2026–2030): Aufbau der Grundlagen

  • Phase 2 (2030–2035): Skalierung, Validierung und Markteintritt

  • Phase 3 (2035–2040): Selbsttragfähigkeit, globale Expansion und Stabilisierung

Diese Struktur folgt den internationalen Erfolgsmodellen (Singapur, Israel, Taiwan, Südkorea), ist aber an die föderalen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Thüringens angepasst.

10.1 Phase 1 (2026–2030): Aufbau der Grundlagen

Die erste Phase ist die architektonische Phase. Hier werden die Strukturen geschaffen, die das System tragen:

Infrastrukturaufbau

  • Bau und Inbetriebnahme der 10 Technologiezentren

  • Aufbau von 12–15 Pilotfabriken

  • Aufbau von 15–20 Reallaboren

  • Aufbau des HPC‑Clusters (1 Landes‑KI‑Cluster, 3 große Knoten, 8 regionale RZ)

Talentaufbau

  • Berufung von 120–150 neuen Professuren

  • Start von 1.500–2.000 Gründerstipendien pro Jahr

  • Start von 5.000–7.000 Talentstipendien pro Jahr

  • Bau von 8.000–12.000 Campus‑Wohnungen

Start‑up‑Architektur

  • Gründung der ersten staatlichen Start‑ups (100 % Staat)

  • Aufbau der 18–24 Inkubatoren

  • Aufbau der 8 regionalen Matching‑Hubs

Kapitalarchitektur

  • Einrichtung des Zukunftsfonds Thüringen

  • Start der staatlichen Frühphasenfinanzierung

  • Aufbau der Royalty‑ und Export‑Royalty‑Strukturen

  • Aufbau der Beteiligungslogik (0–100 % Staat am Anfang möglich)

Governance

  • Gründung der Landesholding

  • Aufbau der Royalty‑Agentur

  • Aufbau der Infrastrukturgesellschaft

Ergebnis Phase 1

  • Das System steht.

  • Die Infrastruktur ist funktionsfähig.

  • Die ersten staatlichen Start‑ups existieren.

  • Die Talentpipeline läuft.

  • Der Zukunftsfonds ist aktiv.

  • Es gibt noch keine Rückflüsse – das ist normal.

10.2 Phase 2 (2030–2035): Skalierung, Validierung und Markteintritt

Die zweite Phase ist die skalierende Phase. Hier beginnt das System zu funktionieren, zu wachsen und erste Rückflüsse zu erzeugen.

Technologie und Produktion

  • Pilotfabriken produzieren erste Kleinserien.

  • Technologiezentren generieren IP in hoher Frequenz.

  • Reallabore validieren Technologien im Feld.

  • HPC‑Cluster ermöglicht KI‑Modelle und Simulationen.

Start‑ups

  • Staatliche Start‑ups gehen in die Wachstumsphase.

  • Private Start‑ups integrieren sich freiwillig in das System.

  • Industrie‑Spin‑offs nutzen Pilotfabriken und Technologiezentren.

  • Erste staatliche Start‑ups öffnen sich für 40 % privates Kapital.

Wagniskapital

  • VC steigt freiwillig ein – aber nur nach Validierung.

  • Co‑Investments mit KfW Capital und Zukunftsfonds.

  • Internationale Investoren werden aufmerksam.

Rückflüsse

  • Erste Royalty‑Einnahmen

  • Erste Export‑Royalty

  • Erste Equity‑Wertsteigerungen

  • Infrastrukturgebühren decken Betriebskosten

TEIL II – INFRASTRUKTURARCHITEKTUR

11. Die zehn Technologiezentren – Struktur, Funktion und strategische Rolle

Die zehn Technologiezentren bilden das technologische Rückgrat des gesamten Superclusters. Sie sind keine klassischen Forschungsinstitute, sondern produktionsnahe Entwicklungsplattformen, die Forschung, Prototyping, Pilotfertigung, IP‑Generierung und Start‑up‑Bildung in einer einzigen Architektur vereinen. Jedes Zentrum ist ein Knotenpunkt im landesweiten Netzwerk und erfüllt drei zentrale Funktionen:

  • Technologieentwicklung (Forschung, Prototyping, Validierung)

  • Start‑up‑Generierung (staatliche und private Gründungen)

  • Industrieintegration (Spin‑offs, Kooperationen, Pilotfertigung)

Die Zentren sind so konzipiert, dass sie komplementär arbeiten, aber autonom operieren. Jedes Zentrum hat einen klaren technologischen Fokus, eine definierte regionale Verankerung und eine eigene IP‑Pipeline.

11.1 Zentrum für Künstliche Intelligenz und Datenökonomie (Jena)

Dieses Zentrum ist das Herzstück der digitalen Transformation. Es entwickelt KI‑Modelle, Datenräume, Edge‑AI‑Systeme und Trustworthy‑AI‑Technologien.

Schwerpunkte:

  • Large Language Models

  • Edge‑AI für Industrie und MedTech

  • Datenräume und Datenökonomie

  • Trustworthy AI und Zertifizierung

  • KI‑Chips und Beschleunigerarchitekturen

Rolle im System:

  • IP‑Motor für KI‑Start‑ups

  • Enabler für alle anderen Zentren

  • Betreiber des Landes‑KI‑Clusters

Personalbedarf: 600–900 FTE Investitionsbedarf: 350–450 Mio. €

11.2 Zentrum für Photonik und Optoelektronik (Jena)

Jena ist historisch ein globaler Photonikstandort. Dieses Zentrum hebt die Region auf das Niveau von Eindhoven und Taiwan.

Schwerpunkte:

  • Laser, Optik, Sensorik

  • Optische Chips und Photonik‑Integration

  • Optische Kommunikation

  • Präzisionsfertigung

Rolle im System:

  • Zulieferer für Halbleiter, MedTech, Robotik

  • IP‑Pipeline für optische Chips

  • Pilotfertigung für optische Module

Personalbedarf: 700–1.000 FTE Investitionsbedarf: 400–500 Mio. €

11.3 Zentrum für Quantentechnologien (Ilmenau)

Ilmenau wird zum ostdeutschen Quantum‑Hub.

Schwerpunkte:

Rolle im System:

  • IP‑Generator für Quanten‑Start‑ups

  • Betreiber von Testfeldern für Quantenkommunikation

  • Zulieferer für KI‑ und Photonik‑Zentren

Personalbedarf: 400–600 FTE Investitionsbedarf: 300–400 Mio. €

11.4 Zentrum für Materialtechnologien und Advanced Manufacturing (Ilmenau)

Dieses Zentrum verbindet Werkstoffforschung mit moderner Fertigung.

Schwerpunkte:

  • Neue Werkstoffe

  • Additive Fertigung

  • Leichtbau

  • Hochleistungswerkstoffe

Rolle im System:

  • Zulieferer für Energie, Robotik, MedTech

  • Pilotfertigung für neue Materialien

  • IP‑Pipeline für industrielle Start‑ups

Personalbedarf: 500–700 FTE Investitionsbedarf: 300–400 Mio. €

11.5 Zentrum für BioTech und Life Sciences (Jena/Gera)

Dieses Zentrum verbindet Biotechnologie, MedTech und Bioinformatik.

Schwerpunkte:

  • Molekulare Diagnostik

  • Bioinformatik

  • Bioprozess‑Engineering

  • MedTech‑Geräteentwicklung

Rolle im System:

  • IP‑Generator für BioTech‑Start‑ups

  • Betreiber von klinischen Testfeldern

  • Zulieferer für MedTech‑Engineering

Personalbedarf: 600–900 FTE Investitionsbedarf: 350–450 Mio. €

11.6 Zentrum für Robotik und autonome Systeme (Suhl)

Suhl wird zum Robotik‑Hub Thüringens.

Schwerpunkte:

  • Industrierobotik

  • Mobile Robotik

  • Autonome Systeme

  • Robotik‑Software

Rolle im System:

  • Zulieferer für Industrie, Logistik, MedTech

  • Pilotfertigung für Robotik‑Module

  • IP‑Pipeline für Robotik‑Start‑ups

Personalbedarf: 500–700 FTE Investitionsbedarf: 300–400 Mio. €

11.7 Zentrum für Energie‑Systeme und Speichertechnologien (Erfurt)

Dieses Zentrum ist zentral für die Energiewende.

Schwerpunkte:

  • Batterietechnologien

  • Wasserstoffsysteme

  • Netzintegration

  • Energiemanagement

Rolle im System:

  • Zulieferer für Industrie, Mobilität, Robotik

  • Pilotfertigung für Energiespeicher

  • IP‑Pipeline für Energie‑Start‑ups

Personalbedarf: 600–800 FTE Investitionsbedarf: 350–450 Mio. €

11.8 Zentrum für Mikroelektronik und Halbleitertechnologien (Erfurt)

Erfurt wird zum Halbleiter‑Knotenpunkt.

Schwerpunkte:

  • Chips

  • Packaging

  • Sensorik

  • Leistungselektronik

Rolle im System:

  • Zulieferer für KI, Photonik, Robotik

  • Pilotfertigung für Halbleiter

  • IP‑Pipeline für Chip‑Start‑ups

Personalbedarf: 700–1.000 FTE Investitionsbedarf: 500–700 Mio. €

11.9 Zentrum für Cybersecurity und digitale Souveränität (Nordhausen)

Nordhausen wird zum Sicherheitsknoten.

Schwerpunkte:

  • Kryptografie

  • IT‑Sicherheit

  • Schutz kritischer Infrastrukturen

  • Sicherheitszertifizierung

Rolle im System:

  • Sicherheitslayer für alle anderen Zentren

  • IP‑Pipeline für Security‑Start‑ups

  • Betreiber von Testfeldern für kritische Infrastrukturen

Personalbedarf: 400–600 FTE Investitionsbedarf: 250–350 Mio. €

11.10 Zentrum für MedTech‑Engineering und Gesundheitssysteme (Gera)

Gera wird zum MedTech‑Engineering‑Hub.

Schwerpunkte:

  • Medizintechnik

  • Digitale Gesundheit

  • Klinische Testfelder

  • Geräteentwicklung

Rolle im System:

  • Zulieferer für BioTech, Robotik, KI

  • Pilotfertigung für MedTech‑Geräte

  • IP‑Pipeline für MedTech‑Start‑ups

Personalbedarf: 500–700 FTE Investitionsbedarf: 300–400 Mio. €

11.11 Systemische Wirkung der zehn Zentren

Die zehn Zentren erzeugen:

  • technologische Tiefe

  • regionale Balance

  • IP‑Dichte

  • Start‑up‑Pipeline

  • Pilotfertigungskapazität

  • globale Sichtbarkeit

Sie sind das Herzstück des Superclusters.

Governance

  • Landesholding professionalisiert Portfolio‑Management.

  • Royalty‑Agentur beginnt mit globalen Lizenzierungen.

  • Zukunftsfonds wächst durch Rückflüsse.

Ergebnis Phase 2

  • Das System beginnt sich selbst zu finanzieren.

  • Staatliche Start‑ups werden zu Wachstumsunternehmen.

  • Private und industrielle Akteure sind integriert.

  • Thüringen wird international sichtbar.

10.3 Phase 3 (2035–2040): Selbsttragfähigkeit, globale Expansion und Stabilisierung

Die dritte Phase ist die reife Phase. Hier wird das System selbsttragend und Thüringen steigt in die Liga der globalen Technologiecluster auf.

Technologie und Produktion

  • Pilotfabriken produzieren in industriellem Maßstab.

  • Technologiezentren sind international führend.

  • Reallabore werden zu Exportmodellen.

  • HPC‑Cluster wird europäischer Knotenpunkt.

Start‑ups

  • Staatliche Start‑ups erreichen globale Märkte.

  • Private Start‑ups skalieren international.

  • Industrie‑Spin‑offs werden zu globalen Playern.

  • Staat hält langfristig 40 % (nicht‑kritisch) oder 51–60 % (kritisch).

Rückflüsse

  • Royalty‑Einnahmen steigen exponentiell.

  • Export‑Royalty wird zur wichtigsten Einnahmequelle.

  • Equity‑Wertsteigerungen erhöhen das Fondsvermögen.

  • Infrastrukturgebühren stabilisieren den Betrieb.

Kapitalarchitektur

  • Zukunftsfonds wird zu einem wachsenden Vermögensfonds.

  • Rückflüsse übersteigen staatliche Mittel.

  • Das System finanziert sich selbst.

Governance

  • Landesholding wird zu einem europäischen Innovationsakteur.

  • Royalty‑Agentur betreibt globale Lizenzierung.

  • Infrastrukturgesellschaft exportiert Pilotfabrik‑Modelle.

Ergebnis Phase 3

  • Thüringen ist ein europäischer Supercluster.

  • Das System ist selbsttragend.

  • Staatliche Beteiligungen sichern Souveränität.

  • Private Beteiligungen sichern Dynamik.

  • Rückflüsse sichern Zukunftsfähigkeit.

10.4 Gesamtwirkung des Umsetzungspfads

Der Umsetzungspfad erzeugt:

  • Stabilität (staatliche Start‑ups, IP‑Kontrolle)

  • Dynamik (private Start‑ups, freiwilliges VC)

  • Skalierung (Pilotfabriken, Technologiezentren)

  • Souveränität (Royalty, Export‑Royalty, 40 %-Endquote)

  • Selbsttragfähigkeit (Zukunftsfonds)

  • globale Wettbewerbsfähigkeit (2035–2040)

Damit ist der Umsetzungspfad nicht nur ein Zeitplan, sondern ein Transformationsprogramm, das Thüringen strukturell neu aufstellt.

TEIL II – INFRASTRUKTURARCHITEKTUR

11. Die zehn Technologiezentren – Struktur, Funktion und strategische Rolle

Die zehn Technologiezentren bilden das technologische Rückgrat des gesamten Superclusters. Sie sind keine klassischen Forschungsinstitute, sondern produktionsnahe Entwicklungsplattformen, die Forschung, Prototyping, Pilotfertigung, IP‑Generierung und Start‑up‑Bildung in einer einzigen Architektur vereinen. Jedes Zentrum ist ein Knotenpunkt im landesweiten Netzwerk und erfüllt drei zentrale Funktionen:

  • Technologieentwicklung (Forschung, Prototyping, Validierung)

  • Start‑up‑Generierung (staatliche und private Gründungen)

  • Industrieintegration (Spin‑offs, Kooperationen, Pilotfertigung)

Die Zentren sind so konzipiert, dass sie komplementär arbeiten, aber autonom operieren. Jedes Zentrum hat einen klaren technologischen Fokus, eine definierte regionale Verankerung und eine eigene IP‑Pipeline.

11.1 Zentrum für Künstliche Intelligenz und Datenökonomie (Jena)

Dieses Zentrum ist das Herzstück der digitalen Transformation. Es entwickelt KI‑Modelle, Datenräume, Edge‑AI‑Systeme und Trustworthy‑AI‑Technologien.

Schwerpunkte:

  • Large Language Models

  • Edge‑AI für Industrie und MedTech

  • Datenräume und Datenökonomie

  • Trustworthy AI und Zertifizierung

  • KI‑Chips und Beschleunigerarchitekturen

Rolle im System:

  • IP‑Motor für KI‑Start‑ups

  • Enabler für alle anderen Zentren

  • Betreiber des Landes‑KI‑Clusters

Personalbedarf: 600–900 FTE Investitionsbedarf: 350–450 Mio. €

11.2 Zentrum für Photonik und Optoelektronik (Jena)

Jena ist historisch ein globaler Photonikstandort. Dieses Zentrum hebt die Region auf das Niveau von Eindhoven und Taiwan.

Schwerpunkte:

  • Laser, Optik, Sensorik

  • Optische Chips und Photonik‑Integration

  • Optische Kommunikation

  • Präzisionsfertigung

Rolle im System:

  • Zulieferer für Halbleiter, MedTech, Robotik

  • IP‑Pipeline für optische Chips

  • Pilotfertigung für optische Module

Personalbedarf: 700–1.000 FTE Investitionsbedarf: 400–500 Mio. €

11.3 Zentrum für Quantentechnologien (Ilmenau)

Ilmenau wird zum ostdeutschen Quantum‑Hub.

Schwerpunkte:

  • Quantenkommunikation

  • Quantencomputing

  • Quantenmaterialien

  • Quantenmetrologie

Rolle im System:

  • IP‑Generator für Quanten‑Start‑ups

  • Betreiber von Testfeldern für Quantenkommunikation

  • Zulieferer für KI‑ und Photonik‑Zentren

Personalbedarf: 400–600 FTE Investitionsbedarf: 300–400 Mio. €

11.4 Zentrum für Materialtechnologien und Advanced Manufacturing (Ilmenau)

Dieses Zentrum verbindet Werkstoffforschung mit moderner Fertigung.

Schwerpunkte:

  • Neue Werkstoffe

  • Additive Fertigung

  • Leichtbau

  • Hochleistungswerkstoffe

Rolle im System:

  • Zulieferer für Energie, Robotik, MedTech

  • Pilotfertigung für neue Materialien

  • IP‑Pipeline für industrielle Start‑ups

Personalbedarf: 500–700 FTE Investitionsbedarf: 300–400 Mio. €

11.5 Zentrum für BioTech und Life Sciences (Jena/Gera)

Dieses Zentrum verbindet Biotechnologie, MedTech und Bioinformatik.

Schwerpunkte:

  • Molekulare Diagnostik

  • Bioinformatik

  • Bioprozess‑Engineering

  • MedTech‑Geräteentwicklung

Rolle im System:

  • IP‑Generator für BioTech‑Start‑ups

  • Betreiber von klinischen Testfeldern

  • Zulieferer für MedTech‑Engineering

Personalbedarf: 600–900 FTE Investitionsbedarf: 350–450 Mio. €

11.6 Zentrum für Robotik und autonome Systeme (Suhl)

Suhl wird zum Robotik‑Hub Thüringens.

Schwerpunkte:

  • Industrierobotik

  • Mobile Robotik

  • Autonome Systeme

  • Robotik‑Software

Rolle im System:

  • Zulieferer für Industrie, Logistik, MedTech

  • Pilotfertigung für Robotik‑Module

  • IP‑Pipeline für Robotik‑Start‑ups

Personalbedarf: 500–700 FTE Investitionsbedarf: 300–400 Mio. €

11.7 Zentrum für Energie‑Systeme und Speichertechnologien (Erfurt)

Dieses Zentrum ist zentral für die Energiewende.

Schwerpunkte:

  • Batterietechnologien

  • Wasserstoffsysteme

  • Netzintegration

  • Energiemanagement

Rolle im System:

  • Zulieferer für Industrie, Mobilität, Robotik

  • Pilotfertigung für Energiespeicher

  • IP‑Pipeline für Energie‑Start‑ups

Personalbedarf: 600–800 FTE Investitionsbedarf: 350–450 Mio. €

11.8 Zentrum für Mikroelektronik und Halbleitertechnologien (Erfurt)

Erfurt wird zum Halbleiter‑Knotenpunkt.

Schwerpunkte:

  • Chips

  • Packaging

  • Sensorik

  • Leistungselektronik

Rolle im System:

  • Zulieferer für KI, Photonik, Robotik

  • Pilotfertigung für Halbleiter

  • IP‑Pipeline für Chip‑Start‑ups

Personalbedarf: 700–1.000 FTE Investitionsbedarf: 500–700 Mio. €

11.9 Zentrum für Cybersecurity und digitale Souveränität (Nordhausen)

Nordhausen wird zum Sicherheitsknoten.

Schwerpunkte:

  • Kryptografie

  • IT‑Sicherheit

  • Schutz kritischer Infrastrukturen

  • Sicherheitszertifizierung

Rolle im System:

  • Sicherheitslayer für alle anderen Zentren

  • IP‑Pipeline für Security‑Start‑ups

  • Betreiber von Testfeldern für kritische Infrastrukturen

Personalbedarf: 400–600 FTE Investitionsbedarf: 250–350 Mio. €

11.10 Zentrum für MedTech‑Engineering und Gesundheitssysteme (Gera)

Gera wird zum MedTech‑Engineering‑Hub.

Schwerpunkte:

  • Medizintechnik

  • Digitale Gesundheit

  • Klinische Testfelder

  • Geräteentwicklung

Rolle im System:

  • Zulieferer für BioTech, Robotik, KI

  • Pilotfertigung für MedTech‑Geräte

  • IP‑Pipeline für MedTech‑Start‑ups

Personalbedarf: 500–700 FTE Investitionsbedarf: 300–400 Mio. €

11.11 Systemische Wirkung der zehn Zentren

Die zehn Zentren erzeugen:

  • technologische Tiefe

  • regionale Balance

  • IP‑Dichte

  • Start‑up‑Pipeline

  • Pilotfertigungskapazität

  • globale Sichtbarkeit

Sie sind das Herzstück des Superclusters.

12. Inkubatoren und die Start‑up‑Pipeline

Die 18–24 Inkubatoren bilden die operative Brücke zwischen den Technologiezentren und den Start‑ups. Sie sind keine klassischen Gründerzentren, sondern Deep‑Tech‑Inkubatoren, die auf wissenschaftliche IP, Pilotfabriken, Reallabore und staatliche Infrastruktur zugreifen. Jeder Inkubator ist direkt an ein oder mehrere Technologiezentren angebunden und dient als Transformationsraum, in dem aus Forschung marktfähige Produkte, Teams und Unternehmen entstehen.

Die Inkubatoren sind so konzipiert, dass sie alle drei Gründungspfade unterstützen:

  • private Start‑ups (0 % Staat am Anfang möglich)

  • Industrie‑Spin‑offs (0 % Staat am Anfang möglich)

  • staatliche Start‑ups (100 % Staat am Anfang, später 40–60 %)

Damit entsteht eine offene, freiwillige und souveräne Start‑up‑Architektur, die sowohl private Dynamik als auch staatliche Steuerbarkeit ermöglicht.

12.1 Struktur und Aufgaben der Inkubatoren

Jeder Inkubator erfüllt fünf zentrale Aufgaben:

  • Teamaufbau: Zusammenführung von Talenten, Forschenden und Industriepartnern.

  • Technologievalidierung: Prototyping, Testing, Zertifizierung.

  • IP‑Transfer: Übernahme staatlicher oder privater IP in Start‑ups.

  • Geschäftsmodellentwicklung: Marktanalyse, Pricing, Skalierungsstrategie.

  • Finanzierungsarchitektur: Zugang zu Zukunftsfonds, VC, Industriepartnern.

Die Inkubatoren sind damit Produktionsstätten für Start‑ups, nicht nur Beratungsräume.

12.2 Verteilung der 18–24 Inkubatoren

Die Inkubatoren werden regional verteilt, um alle Technologiezentren zu bedienen:

  • Jena: 4–5 Inkubatoren (KI, Photonik, BioTech, MedTech)

  • Ilmenau: 3–4 Inkubatoren (Quantum, Materialtechnologien)

  • Erfurt: 3–4 Inkubatoren (Energie, Halbleiter)

  • Gera: 2–3 Inkubatoren (MedTech‑Engineering)

  • Suhl: 2–3 Inkubatoren (Robotik)

  • Nordhausen: 2–3 Inkubatoren (Cybersecurity)

Jeder Inkubator ist spezialisiert, aber vernetzt.

12.3 Die Start‑up‑Pipeline – von der Idee bis zur Pilotfabrik

Die Pipeline besteht aus sechs Stufen:

1. Talentphase (Universitäten, Professuren, Stipendien)

  • 120–150 Professuren

  • 1.500–2.000 Gründerstipendien/Jahr

  • 5.000–7.000 Talentstipendien/Jahr

2. Inkubationsphase (18–24 Inkubatoren)

  • Teamaufbau

  • Prototyping

  • IP‑Transfer

  • Geschäftsmodell

3. Validierungsphase (Technologiezentren)

  • TRL‑Steigerung

  • Zertifizierung

  • Testfelder

4. Pilotfertigung (12–15 Pilotfabriken)

  • Kleinserien

  • Industrialisierung

  • Skalierungsvalidierung

5. Markteintritt

  • erste Umsätze

  • Exportfähigkeit

  • VC‑Einstieg (freiwillig)

6. Skalierung

  • internationale Märkte

  • Export‑Royalty

  • Wachstum über Zukunftsfonds und VC

Diese Pipeline ist geschlossen, skalierbar und selbsttragend.

12.4 Staatliche Start‑ups im Inkubator

Staatliche Start‑ups entstehen, wenn:

  • IP staatlich ist

  • Technologiezentren beteiligt sind

  • Pilotfabriken genutzt werden

  • strategische Relevanz besteht

Sie starten bei 100 % Staat, gehen später auf 40–60 % Staat über.

Der Inkubator übernimmt:

  • Teamaufbau

  • IP‑Transfer

  • Geschäftsmodell

  • Vorbereitung auf Pilotfabrik

Staatliche Start‑ups sind der systemtragende Kern der Pipeline.

12.5 Private Start‑ups im Inkubator

Private Start‑ups können jederzeit in die Inkubatoren eintreten – freiwillig, ohne staatliche Beteiligung.

Sie erhalten Zugang zu:

  • Technologiezentren

  • Pilotfabriken

  • HPC

  • Reallaboren

  • Matching‑Hubs

  • Talentprogrammen

Der Staat steigt nur ein, wenn beide Seiten es wollen und strategische Kriterien erfüllt sind.

Private Start‑ups bleiben damit frei, aber profitieren vom System.

12.6 Industrie‑Spin‑offs im Inkubator

Industrieunternehmen können neue Einheiten ausgründen und in die Inkubatoren integrieren.

Sie nutzen:

  • Pilotfabriken

  • Technologiezentren

  • Testfelder

  • Talentprogramme

Der Staat steigt nur ein, wenn:

  • Technologie sicherheitsrelevant ist

  • Standortbindung notwendig ist

  • Skalierung staatliche Infrastruktur benötigt

Industrie‑Spin‑offs bleiben eigenständig, aber systemisch eingebettet.

12.7 Matching‑Hubs – die Verbindungsstellen zwischen Talenten und Start‑ups

Die 8 regionalen Matching‑Hubs verbinden:

  • Talente

  • Start‑ups

  • Industrie

  • Technologiezentren

  • Pilotfabriken

Sie sind die Arbeitsmarkt‑Infrastruktur des Superclusters.

12.8 Systemische Wirkung der Inkubatoren

Die Inkubatoren erzeugen:

  • eine stabile Start‑up‑Pipeline

  • hohe IP‑Verwertung

  • starke Talentbindung

  • schnelle Skalierung

  • Integration privater und industrieller Akteure

  • Rückflüsse durch Royalty und Equity

Sie sind der Motor der Unternehmensbildung.

13. Pilotfabriken – industrielle Skalierung, Fondsarchitektur und systemische Wertschöpfung

Die 12–15 Pilotfabriken sind das industrielle Herz des Superclusters. Sie sind keine klassischen Produktionshallen, sondern skalierbare Entwicklungs‑ und Industrialisierungsplattformen, die Forschung, Prototyping, Kleinserienfertigung und Markteintritt verbinden.

Pilotfabriken sind der Punkt, an dem:

  • IP → Produkte

  • Prototypen → Kleinserien

  • Start‑ups → Industrie

  • Forschung → Export

  • Royalty → Export‑Royalty

  • staatliche Investitionen → Rückflüsse

werden.

Damit sind die Pilotfabriken der größte Wertschöpfungshebel des gesamten Systems.

13.1 Funktion der Pilotfabriken

Pilotfabriken erfüllen fünf zentrale Aufgaben:

  • Industrialisierung: Übergang von Prototypen zu Kleinserien.

  • Validierung: technische, regulatorische und marktreife Validierung.

  • Skalierung: Vorbereitung auf Massenproduktion.

  • Exportfähigkeit: Zertifizierung für internationale Märkte.

  • Rückflüsse: Royalty, Export‑Royalty, Infrastrukturgebühren.

Sie sind damit Produktions‑ und Finanzmaschinen.

13.2 Verteilung der 12–15 Pilotfabriken

Die Pilotfabriken werden den Technologiezentren zugeordnet:

  • Jena: KI‑Hardware, Photonik‑Module, MedTech‑Geräte

  • Ilmenau: Quantentechnologien, Materialtechnologien

  • Erfurt: Halbleiter, Energie‑Systeme

  • Gera: MedTech‑Engineering

  • Suhl: Robotik

  • Nordhausen: Cybersecurity‑Hardware

Jede Pilotfabrik ist spezialisiert, aber vernetzt.

13.3 Die Fondsarchitektur der Pilotfabriken

Die Pilotfabriken werden durch sieben Fonds finanziert, die zusammen die Kapitalarchitektur des Superclusters bilden. Diese Fonds sind keine Förderprogramme, sondern strategische Investitionsinstrumente, die Rückflüsse erzeugen.

A) Zukunftsfonds Thüringen (ZFT)

Der zentrale Vermögensfonds. Finanziert:

  • Pilotfabriken

  • Technologiezentren

  • staatliche Start‑ups

  • Talentprogramme

Er erhält Rückflüsse aus:

  • Royalty

  • Export‑Royalty

  • Equity

  • Infrastrukturgebühren

B) Royalty‑Fonds

Sammelt alle Einnahmen aus der Nutzung staatlicher Technologien. Finanziert:

  • neue IP‑Linien

  • neue staatliche Start‑ups

  • Ausbau der Technologiezentren

C) Export‑Fonds

Sammelt alle Export‑Royalty‑Einnahmen. Finanziert:

  • Export‑Hubs

  • internationale Zertifizierungen

  • globale Skalierungsprogramme

D) Infrastruktur‑Fonds

Sammelt alle Gebühren aus:

  • Pilotfabriken

  • HPC

  • Reallaboren

  • Technologiezentren

Finanziert:

  • Betriebskosten

  • Modernisierung

  • Erweiterungen

E) Talent‑Fonds

Finanziert:

  • 120–150 Professuren

  • 1.500–2.000 Gründerstipendien/Jahr

  • 5.000–7.000 Talentstipendien/Jahr

  • Campus‑Wohnungen

Er wird gespeist durch:

  • Zukunftsfonds

  • Royalty‑Fonds

  • Export‑Fonds

F) Beteiligungs‑Fonds

Hält die staatlichen Anteile:

  • 100 % in der Frühphase

  • 60 % in der Wachstumsphase

  • 40 % im Endzustand (optimal)

  • 51–60 % bei kritischen Technologien

Er generiert:

  • Equity‑Wertsteigerungen

  • Dividenden

  • Exit‑Erlöse

G) Matching‑ und Axelaritor‑Fonds

Finanziert:

  • 8 regionale Matching‑Hubs

  • 1 Landes‑Matching‑Hub

  • 10–12 Axelaritoren

Er wird gespeist durch:

  • Infrastrukturgebühren

  • Royalty‑Fonds

  • Zukunftsfonds

13.4 Wie die Fonds in den Pilotfabriken zusammenwirken

Pilotfabriken sind der Punkt, an dem alle Fonds zusammenlaufen:

  • Zukunftsfonds finanziert den Bau.

  • Infrastruktur‑Fonds finanziert den Betrieb.

  • Royalty‑Fonds erhält Einnahmen aus Technologieverwertung.

  • Export‑Fonds erhält Einnahmen aus globalen Märkten.

  • Beteiligungs‑Fonds hält die Anteile der staatlichen Start‑ups.

  • Talent‑Fonds liefert die Fachkräfte.

  • Matching‑Fonds liefert die Teams.

  • Axelaritor‑Fonds beschleunigt die Industrialisierung.

Pilotfabriken sind damit Kapital‑ und Produktionsknotenpunkte.

13.5 Warum Pilotfabriken unverzichtbar sind

Ohne Pilotfabriken gibt es:

  • keine Industrialisierung

  • keine Skalierung

  • keine Exportfähigkeit

  • keine Royalty

  • keine Export‑Royalty

  • keine Rückflüsse

  • keine Selbsttragfähigkeit

Pilotfabriken sind der Übergang von Forschung zu Industrie.

13.6 Systemische Wirkung der Pilotfabriken

Pilotfabriken erzeugen:

  • Arbeitsplätze (3.000–4.000 FTE)

  • IP‑Verwertung

  • Royalty‑Einnahmen

  • Export‑Royalty

  • Equity‑Wertsteigerungen

  • Industrialisierung

  • Standortbindung

  • globale Wettbewerbsfähigkeit

Sie sind der größte Wertschöpfungshebel des gesamten Systems.

14. Axelaritoren, Matching‑Hubs und Export‑Hubs – Die Beschleunigerarchitektur des Superclusters

Die Infrastruktur des Superclusters besteht nicht nur aus Technologiezentren und Pilotfabriken. Damit Forschung → Produkte → Märkte werden, braucht das System drei zusätzliche Beschleuniger‑Module, die den gesamten Innovationsprozess verbinden:

  • Axelaritoren (technologische Beschleunigung)

  • Matching‑Hubs (Talent‑ und Team‑Beschleunigung)

  • Export‑Hubs (Markt‑ und Internationalisierungs‑Beschleunigung)

Diese drei Module sind die Dynamik‑Schicht des Superclusters. Sie sorgen dafür, dass Technologien schneller industrialisiert, Teams schneller gebildet und Produkte schneller exportiert werden.

14.1 Axelaritoren – Die Hochgeschwindigkeits‑Beschleuniger für Deep‑Tech

Axelaritoren sind spezialisierte Deep‑Tech‑Beschleuniger, die direkt an die Technologiezentren und Pilotfabriken angebunden sind. Sie sind das Bindeglied zwischen Forschung und Industrialisierung.

Funktion der Axelaritoren

  • TRL‑Sprünge von 6 → 9

  • Prototyping → Kleinserie

  • Zertifizierung und Normierung

  • Vorbereitung auf Pilotfabriken

  • Industrialisierungs‑Coaching

  • Aufbau von Lieferketten

  • Vorbereitung auf Exportmärkte

Axelaritoren sind keine klassischen Acceleratoren. Sie arbeiten hardware‑nah, regulatorisch, industriell und IP‑basiert.

Standorte und Anzahl

  • 10–12 Axelaritoren, jeweils einem Technologiezentrum zugeordnet

  • Jena (KI, Photonik, BioTech)

  • Ilmenau (Quantum, Materialtechnologien)

  • Erfurt (Halbleiter, Energie)

  • Gera (MedTech‑Engineering)

  • Suhl (Robotik)

  • Nordhausen (Cybersecurity)

Finanzierung

  • Axelaritor‑Fonds

  • Zukunftsfonds

  • Royalty‑Fonds (für IP‑basierte Programme)

14.2 Matching‑Hubs – Die Talent‑ und Team‑Maschine des Systems

Matching‑Hubs sind die sozial‑ökonomischen Knotenpunkte des Superclusters. Sie verbinden Talente, Start‑ups, Industrie, Technologiezentren und Pilotfabriken.

Funktion der Matching‑Hubs

  • Team‑Matching (KI‑gestützt)

  • Skill‑Matching (Fachkräfte → Start‑ups)

  • Gründer‑Matching (Co‑Founder‑Suche)

  • Industrie‑Matching (Partner, Zulieferer, Pilotkunden)

  • Standort‑Matching (welches Zentrum passt zu welchem Team?)

  • IP‑Matching (welche Technologie passt zu welchem Start‑up?)

Matching‑Hubs sind die Arbeitsmarkt‑Infrastruktur des Superclusters.

Struktur

  • 8 regionale Matching‑Hubs

  • 1 Landes‑Matching‑Hub (Meta‑Koordination)

Finanzierung

  • Matching‑Fonds

  • Talent‑Fonds

  • Zukunftsfonds

14.3 Export‑Hubs – Die Brücke zu globalen Märkten

Export‑Hubs sind die Internationalisierungs‑Maschinen des Systems. Sie sorgen dafür, dass Produkte aus Thüringen nicht nur entwickelt, sondern weltweit verkauft werden.

Funktion der Export‑Hubs

  • Exportberatung

  • Zertifizierung für USA, Asien, EU

  • Aufbau globaler Partnernetzwerke

  • Export‑Royalty‑Management

  • internationale Pilotkunden

  • Markteintrittsstrategien

  • Skalierungsfinanzierung

  • globale Messe‑ und Delegationsprogramme

Export‑Hubs sind der Wertschöpfungshebel, der Royalty und Export‑Royalty exponentiell wachsen lässt.

Standorte

  • Erfurt (Europa)

  • Jena (USA)

  • Ilmenau (Asien)

Finanzierung

  • Export‑Fonds

  • Zukunftsfonds

  • Royalty‑Fonds

14.4 Zusammenspiel der drei Beschleuniger

Die drei Module greifen ineinander wie ein Uhrwerk:

Axelaritor → Matching‑Hub → Export‑Hub

  • Axelaritor: macht Technologie marktreif

  • Matching‑Hub: baut Teams und Partner

  • Export‑Hub: bringt Produkte in globale Märkte

Damit entsteht ein geschlossener, skalierbarer Innovationskreislauf.

14.5 Systemische Wirkung der Beschleunigerarchitektur

Die drei Module erzeugen:

  • schnellere Start‑up‑Bildung

  • schnellere Industrialisierung

  • schnellere Skalierung

  • höhere Exportquote

  • höhere Royalty‑Einnahmen

  • höhere Export‑Royalty

  • höhere Standortbindung

  • höhere Attraktivität für VC (freiwillig!)

  • höhere Attraktivität für Industrie

  • höhere IP‑Verwertung

Sie sind die Dynamik‑Schicht, die das gesamte System beschleunigt.

14.6 Integration in die Fondsarchitektur

Jeder Beschleuniger ist einem Fonds zugeordnet:

BeschleunigerFondsAufgabe
AxelaritorenAxelaritor‑FondsIndustrialisierung
Matching‑HubsMatching‑FondsTeam‑ und Talentmatching
Export‑HubsExport‑Fondsglobale Skalierung

Alle drei Fonds werden zusätzlich gespeist durch:

  • Zukunftsfonds

  • Royalty‑Fonds

  • Infrastruktur‑Fonds

Damit sind die Beschleuniger finanziell stabil, skalierbar und dauerhaft funktionsfähig

15. Die vollständige Hub‑Architektur des Superclusters

Ein Supercluster funktioniert nur, wenn seine Infrastruktur durch Hubs verbunden wird. Hubs sind die Knotenpunkte, die Talente, Technologien, Kapital, Märkte, Daten, Regulierung und Produktion miteinander verknüpfen.

Insgesamt umfasst das System neun Hub‑Typen, die zusammen ein geschlossenes, skalierbares und souveränes Innovationsnetzwerk bilden.

15.1 Talent‑ und Team‑Hubs

1. Matching‑Hubs (Talent‑ und Team‑Matching)

Funktion:

  • Team‑Matching

  • Skill‑Matching

  • Gründer‑Matching

  • Industrie‑Matching

  • Standort‑Matching

  • IP‑Matching

Struktur:

  • 8 regionale Matching‑Hubs

  • 1 Landes‑Matching‑Hub

15.2 Technologie‑ und Entwicklungs‑Hubs

2. Axelaritoren (Deep‑Tech‑Beschleuniger)

Funktion:

  • TRL‑Sprünge

  • Industrialisierung

  • Zertifizierung

  • Vorbereitung auf Pilotfabriken

  • Lieferkettenaufbau

Struktur:

  • 10–12 Axelaritoren, jeweils an Technologiezentren angebunden

3. Prototyping‑Hubs

Funktion:

  • Rapid Prototyping

  • Hardware‑Entwicklung

  • Testmodule

  • frühe Validierung

Struktur:

  • 1 Prototyping‑Hub pro Technologiezentrum

4. IP‑Transfer‑Hubs

Funktion:

  • Übertragung staatlicher IP in Start‑ups

  • Lizenzierung

  • Royalty‑Management

  • Schutz kritischer Technologien

Struktur:

  • 1 Landes‑IP‑Hub

  • 10 lokale IP‑Hubs in den Technologiezentren

15.3 Produktions‑ und Industrialisierungs‑Hubs

5. Pilotfabrik‑Hubs

Funktion:

  • Kleinserien

  • Industrialisierung

  • Produktionsvalidierung

  • Exportzertifizierung

Struktur:

  • 12–15 Pilotfabrik‑Hubs

6. Supply‑Chain‑Hubs

Funktion:

  • Aufbau regionaler Lieferketten

  • Integration von KMU

  • Material‑ und Komponentenversorgung

  • Risiko‑Monitoring

Struktur:

  • 4–6 regionale Supply‑Chain‑Hubs

15.4 Markt‑ und Export‑Hubs

7. Export‑Hubs

Funktion:

  • Exportberatung

  • internationale Zertifizierung

  • globale Partnernetzwerke

  • Export‑Royalty‑Management

Struktur:

  • Erfurt (Europa)

  • Jena (USA)

  • Ilmenau (Asien)

8. Industry‑Partner‑Hubs

Funktion:

  • Kooperationen mit Großindustrie

  • Pilotkunden

  • Co‑Development

  • Industrialisierungsprojekte

Struktur:

  • 6–8 Industry‑Partner‑Hubs, verteilt über Thüringen

15.5 Regulatorische und Governance‑Hubs

9. Regulatory‑Hubs

Funktion:

  • Zertifizierung

  • Normierung

  • regulatorische Freigaben

  • EU‑Konformität

  • Export‑Compliance

Struktur:

  • 3–4 spezialisierte Regulatory‑Hubs (MedTech, Energie, KI, Halbleiter)

15.6 Wie die neun Hub‑Typen zusammenwirken

Die Hub‑Architektur bildet ein geschlossenes System:

  • Matching‑Hubs → Teams

  • Axelaritoren → marktreife Technologie

  • Prototyping‑Hubs → frühe Hardware

  • IP‑Hubs → Technologieübertragung

  • Pilotfabrik‑Hubs → Industrialisierung

  • Supply‑Chain‑Hubs → Produktion

  • Export‑Hubs → globale Märkte

  • Industry‑Hubs → Pilotkunden

  • Regulatory‑Hubs → Zertifizierung

Das Ergebnis ist ein vollständiger Innovationskreislauf, der von der Idee bis zum globalen Markt reicht.

15.7 Warum diese Hub‑Architektur überlegen ist

  • Sie beschleunigt Start‑ups.

  • Sie beschleunigt Industrialisierung.

  • Sie beschleunigt Export.

  • Sie bindet Talente.

  • Sie integriert Industrie.

  • Sie schützt IP.

  • Sie erzeugt Rückflüsse.

  • Sie macht das System souverän.

  • Sie macht das System skalierbar.

Kein anderes europäisches Land hat eine vergleichbare Hub‑Architektur.

16. Die vollständige Fondsarchitektur des Superclusters – Struktur, Kapitalisierung und Aufgaben

Die Fondsarchitektur ist das finanzielle Nervensystem des Superclusters. Sie sorgt dafür, dass:

  • Frühphase finanziert wird

  • Deep‑Tech‑Risiken getragen werden

  • Skalierung möglich ist

  • Exportfähigkeit entsteht

  • Rückflüsse gesammelt werden

  • Talente finanziert werden

  • Infrastruktur betrieben wird

  • Beteiligungen gehalten werden

Insgesamt umfasst das System zwölf Fonds, die zusammen die 10 Mrd. € des Programms steuern und ab 2035 zunehmend selbsttragend werden.

16.1 Übersicht der Fonds und Kapitalhöhen

FondsKapitalZweck
Zukunftsfonds Thüringen4,0 Mrd. €Hauptfonds, finanziert Infrastruktur, Start‑ups, Programme
Deep‑Tech‑Fonds1,2 Mrd. €Hochrisiko‑Technologien (Quantum, Photonik, Halbleiter, BioTech)
Wagniskapitalfonds (VC‑Fonds des Landes)0,8 Mrd. €Co‑Investments in private Start‑ups (freiwillig)
Co‑Investment‑Fonds0,6 Mrd. €Matching privater Investoren 1:1 oder 1:2
Royalty‑Fonds0,4 Mrd. €Verwaltung und Reinvestition von Royalty‑Einnahmen
Export‑Fonds0,4 Mrd. €Export‑Hubs, internationale Zertifizierung, Markteintritt
Infrastruktur‑Fonds0,8 Mrd. €Betrieb von Pilotfabriken, HPC, Reallaboren
Talent‑Fonds0,6 Mrd. €Professuren, Stipendien, Campus‑Wohnungen
Beteiligungs‑Fonds0,6 Mrd. €Staatliche Anteile (100 % → 60 % → 40 %)
Matching‑Fonds0,2 Mrd. €8 regionale Matching‑Hubs + Landes‑Hub
Axelaritor‑Fonds0,2 Mrd. €10–12 Axelaritoren (TRL‑Sprünge, Industrialisierung)
Export‑Hub‑Fonds0,2 Mrd. €Export‑Hubs in Erfurt, Jena, Ilmenau

Summe: 10,0 Mrd. €

Damit ist die gesamte Kapitalarchitektur vollständig dimensioniert.

16.2 Die Fonds im Detail

1. Zukunftsfonds Thüringen – 4,0 Mrd. €

Der Hauptfonds. Finanziert:

  • Technologiezentren

  • Pilotfabriken

  • staatliche Start‑ups

  • Talentprogramme

  • Matching‑Hubs

  • Axelaritoren

Er erhält Rückflüsse aus allen anderen Fonds.

2. Deep‑Tech‑Fonds – 1,2 Mrd. €

Finanziert die risikoreichsten Technologien:

  • Quanten

  • Photonik

  • Halbleiter

  • BioTech

  • Robotik

  • Energie‑Systeme

Er ist der Risikopuffer des Systems.

3. Wagniskapitalfonds (VC‑Fonds des Landes) – 0,8 Mrd. €

Ein staatlicher VC‑Fonds, der freiwillig mit privaten Investoren co‑investiert.

Er investiert in:

  • private Start‑ups

  • Industrie‑Spin‑offs

  • staatliche Start‑ups (nach Validierung)

Er ist kein Pflichtfonds.

4. Co‑Investment‑Fonds – 0,6 Mrd. €

Ergänzt private Investitionen:

  • 1:1 Matching

  • 1:2 Matching

  • 1:3 Matching bei strategischen Technologien

Er macht Thüringen für VC extrem attraktiv.

5. Royalty‑Fonds – 0,4 Mrd. €

Sammelt Einnahmen aus:

  • Royalty

  • Lizenzgebühren

  • Technologieübertragungen

Finanziert neue IP‑Linien und staatliche Start‑ups.

6. Export‑Fonds – 0,4 Mrd. €

Sammelt Einnahmen aus:

  • Export‑Royalty

  • internationalen Lizenzierungen

Finanziert:

  • Export‑Hubs

  • globale Skalierungsprogramme

7. Infrastruktur‑Fonds – 0,8 Mrd. €

Sammelt Gebühren aus:

  • Pilotfabriken

  • HPC

  • Reallaboren

  • Technologiezentren

Finanziert Betrieb und Modernisierung.

8. Talent‑Fonds – 0,6 Mrd. €

Finanziert:

  • Professuren

  • Gründerstipendien

  • Talentstipendien

  • Campus‑Wohnungen

Er ist der Human‑Fonds des Systems.

9. Beteiligungs‑Fonds – 0,6 Mrd. €

Hält staatliche Anteile:

  • 100 % in der Frühphase

  • 60 % in der Wachstumsphase

  • 40 % im Endzustand

  • 51–60 % bei kritischen Technologien

Generiert Equity‑Wertsteigerungen.

10. Matching‑Fonds – 0,2 Mrd. €

Finanziert:

  • 8 regionale Matching‑Hubs

  • 1 Landes‑Matching‑Hub

Er ist die Arbeitsmarkt‑Infrastruktur.

11. Axelaritor‑Fonds – 0,2 Mrd. €

Finanziert:

  • 10–12 Axelaritoren

  • Industrialisierungsprogramme

  • TRL‑Sprünge

  • Zertifizierungen

Er ist der Technologie‑Beschleuniger.

12. Export‑Hub‑Fonds – 0,2 Mrd. €

Finanziert:

  • Export‑Hubs in Erfurt, Jena, Ilmenau

  • internationale Markteintritte

  • globale Partnernetzwerke

Er ist der Internationalisierungs‑Motor.

16.3 Warum diese Fondsarchitektur optimal ist

  • Sie ist vollständig (alle Phasen abgedeckt).

  • Sie ist rechtsfest (keine Pflichtbeteiligungen).

  • Sie ist souverän (IP‑Kontrolle).

  • Sie ist skalierbar (Export‑Royalty).

  • Sie ist attraktiv für VC (Co‑Investment‑Fonds).

  • Sie ist attraktiv für Industrie (Pilotfabriken).

  • Sie ist attraktiv für Talente (Talent‑Fonds).

  • Sie ist selbsttragend ab 2035 (Royalty + Export‑Royalty + Equity).

Damit ist sie die beste Kapitalarchitektur, die ein europäisches Supercluster haben kann.

17. Die vollständige Fondsarchitektur des Superclusters (mit Kapitalhöhen)

Die Fondsarchitektur ist das finanzielle Rückgrat des gesamten Systems. Sie sorgt dafür, dass:

  • Frühphase finanziert wird

  • Deep‑Tech‑Risiken getragen werden

  • Skalierung möglich ist

  • Exportfähigkeit entsteht

  • Rückflüsse gesammelt werden

  • Talente finanziert werden

  • Infrastruktur betrieben wird

  • Beteiligungen gehalten werden

  • regulatorische Freigaben beschleunigt werden

  • Lieferketten aufgebaut werden

Insgesamt umfasst das System 14 Fonds, die zusammen die 10 Mrd. € steuern.

17.1 Übersicht aller Fonds mit Kapitalhöhen

FondsKapitalZweck
Zukunftsfonds Thüringen4,0 Mrd. €Hauptfonds, finanziert Infrastruktur, Start‑ups, Programme
Deep‑Tech‑Fonds1,2 Mrd. €Hochrisiko‑Technologien
Wagniskapitalfonds (VC‑Fonds des Landes)0,8 Mrd. €Co‑Investments in private Start‑ups
Co‑Investment‑Fonds0,6 Mrd. €Matching privater Investoren
Royalty‑Fonds0,4 Mrd. €Verwaltung und Reinvestition von Royalty
Export‑Fonds0,4 Mrd. €Export‑Hubs, internationale Zertifizierung
Infrastruktur‑Fonds0,8 Mrd. €Betrieb von Pilotfabriken, HPC, Reallaboren
Talent‑Fonds0,6 Mrd. €Professuren, Stipendien, Campus‑Wohnungen
Beteiligungs‑Fonds0,6 Mrd. €Staatliche Anteile (100 % → 60 % → 40 %)
Matching‑Fonds0,2 Mrd. €8 regionale Matching‑Hubs + Landes‑Hub
Axelaritor‑Fonds0,2 Mrd. €10–12 Axelaritoren
Export‑Hub‑Fonds0,2 Mrd. €Export‑Hubs in Erfurt, Jena, Ilmenau
Regulatory‑Fonds0,1 Mrd. €Zertifizierung, Normierung, EU‑Konformität
Supply‑Chain‑Fonds0,1 Mrd. €Aufbau regionaler Lieferketten

Summe: 10,0 Mrd. €

Damit ist die Kapitalarchitektur vollständig dimensioniert.

17.2 Die Fonds im Detail

1. Zukunftsfonds Thüringen – 4,0 Mrd. €

Der Hauptfonds. Finanziert:

  • Technologiezentren

  • Pilotfabriken

  • staatliche Start‑ups

  • Talentprogramme

  • Matching‑Hubs

  • Axelaritoren

Er erhält Rückflüsse aus allen anderen Fonds.

2. Deep‑Tech‑Fonds – 1,2 Mrd. €

Finanziert die risikoreichsten Technologien:

  • Quanten

  • Photonik

  • Halbleiter

  • BioTech

  • Robotik

  • Energie‑Systeme

Er ist der Risikopuffer des Systems.

3. Wagniskapitalfonds (VC‑Fonds des Landes) – 0,8 Mrd. €

Ein staatlicher VC‑Fonds, der freiwillig mit privaten Investoren co‑investiert.

Er investiert in:

  • private Start‑ups

  • Industrie‑Spin‑offs

  • staatliche Start‑ups (nach Validierung)

Er ist kein Pflichtfonds.

4. Co‑Investment‑Fonds – 0,6 Mrd. €

Ergänzt private Investitionen:

  • 1:1 Matching

  • 1:2 Matching

  • 1:3 Matching bei strategischen Technologien

Er macht Thüringen für VC extrem attraktiv.

5. Royalty‑Fonds – 0,4 Mrd. €

Sammelt Einnahmen aus:

  • Royalty

  • Lizenzgebühren

  • Technologieübertragungen

Finanziert neue IP‑Linien und staatliche Start‑ups.

6. Export‑Fonds – 0,4 Mrd. €

Sammelt Einnahmen aus:

  • Export‑Royalty

  • internationalen Lizenzierungen

Finanziert:

  • Export‑Hubs

  • globale Skalierungsprogramme

7. Infrastruktur‑Fonds – 0,8 Mrd. €

Sammelt Gebühren aus:

  • Pilotfabriken

  • HPC

  • Reallaboren

  • Technologiezentren

Finanziert Betrieb und Modernisierung.

8. Talent‑Fonds – 0,6 Mrd. €

Finanziert:

  • Professuren

  • Gründerstipendien

  • Talentstipendien

  • Campus‑Wohnungen

Er ist der Human‑Fonds des Systems.

9. Beteiligungs‑Fonds – 0,6 Mrd. €

Hält staatliche Anteile:

  • 100 % in der Frühphase

  • 60 % in der Wachstumsphase

  • 40 % im Endzustand

  • 51–60 % bei kritischen Technologien

Generiert Equity‑Wertsteigerungen.

10. Matching‑Fonds – 0,2 Mrd. €

Finanziert:

  • 8 regionale Matching‑Hubs

  • 1 Landes‑Matching‑Hub

Er ist die Arbeitsmarkt‑Infrastruktur.

11. Axelaritor‑Fonds – 0,2 Mrd. €

Finanziert:

  • 10–12 Axelaritoren

  • Industrialisierungsprogramme

  • TRL‑Sprünge

  • Zertifizierungen

Er ist der Technologie‑Beschleuniger.

12. Export‑Hub‑Fonds – 0,2 Mrd. €

Finanziert:

  • Export‑Hubs in Erfurt, Jena, Ilmenau

  • internationale Markteintritte

  • globale Partnernetzwerke

Er ist der Internationalisierungs‑Motor.

13. Regulatory‑Fonds – 0,1 Mrd. €

Finanziert:

  • Zertifizierung

  • Normierung

  • EU‑Konformität

  • regulatorische Freigaben

Er beschleunigt Markteintritt und Export.

14. Supply‑Chain‑Fonds – 0,1 Mrd. €

Finanziert:

  • regionale Lieferketten

  • KMU‑Integration

  • Material‑ und Komponentenversorgung

  • Risiko‑Monitoring

Er macht das System resilient.

17.3 Zusammenspiel der Fonds

Alle Fonds greifen ineinander:

  • Zukunftsfonds = Dach

  • Deep‑Tech‑Fonds = Risiko

  • VC‑Fonds + Co‑Investment‑Fonds = privates Kapital

  • Royalty‑Fonds + Export‑Fonds = Rückflüsse

  • Infrastruktur‑Fonds = Betrieb

  • Talent‑Fonds = Menschen

  • Matching‑Fonds = Teams

  • Axelaritor‑Fonds = Industrialisierung

  • Export‑Hub‑Fonds = globale Märkte

  • Regulatory‑Fonds = Freigaben

  • Supply‑Chain‑Fonds = Resilienz

  • Beteiligungs‑Fonds = staatliche Kontrolle

Das Ergebnis ist ein selbsttragendes, souveränes, skalierbares System.

18. Governance‑Architektur – Steuerung, Kontrolle und institutionelle Verankerung

Die Governance‑Architektur ist das institutionelle Fundament des gesamten Superclusters. Sie stellt sicher, dass:

  • die 14 Fonds korrekt gesteuert werden,

  • die 10 Technologiezentren koordiniert arbeiten,

  • die 12–15 Pilotfabriken effizient betrieben werden,

  • die 9 Hub‑Typen integriert sind,

  • staatliche Start‑ups kontrolliert, aber marktfähig bleiben,

  • private Start‑ups frei bleiben,

  • Rückflüsse korrekt erfasst werden,

  • IP geschützt wird,

  • Standortbindung gesichert ist,

  • und das gesamte System politisch unabhängig funktioniert.

Die Governance‑Architektur besteht aus sechs zentralen Institutionen, die zusammen ein geschlossenes, souveränes und skalierbares Steuerungssystem bilden.

18.1 Landesholding Thüringen – Die strategische Leitstelle

Die Landesholding ist die oberste Steuerungseinheit des Superclusters. Sie ist politisch unabhängig, arbeitet nach dem Vorbild von Temasek (Singapur) und hält die staatlichen Anteile an allen staatlichen Start‑ups.

Aufgaben der Landesholding

  • strategische Steuerung der 14 Fonds

  • Kontrolle über staatliche Start‑ups

  • Sicherung der 40 %-Endquote (bzw. 51–60 % bei kritischen Technologien)

  • IP‑Souveränität

  • Standortbindung

  • Portfolio‑Management

  • Risikomanagement

  • internationale Partnerschaften

Warum die Landesholding notwendig ist

  • Sie verhindert politische Einflussnahme.

  • Sie ermöglicht langfristige Planung.

  • Sie schützt staatliche Vermögenswerte.

  • Sie sichert Rückflüsse.

18.2 Zukunftsfonds‑Direktion – Die Kapitalsteuerung

Die Zukunftsfonds‑Direktion ist die Finanzzentrale des Systems. Sie steuert:

  • Zukunftsfonds (4,0 Mrd. €)

  • Deep‑Tech‑Fonds (1,2 Mrd. €)

  • VC‑Fonds (0,8 Mrd. €)

  • Co‑Investment‑Fonds (0,6 Mrd. €)

  • Beteiligungs‑Fonds (0,6 Mrd. €)

Aufgaben

  • Kapitalallokation

  • Fondssteuerung

  • Risikoanalyse

  • Co‑Investments

  • internationale Kapitalpartnerschaften

Warum sie notwendig ist

  • Sie verhindert Fragmentierung.

  • Sie ermöglicht strategische Investitionen.

  • Sie schafft Transparenz.

18.3 Royalty‑ und Export‑Agentur – Die Rückflussmaschine

Diese Agentur ist die Einnahmenzentrale des Systems. Sie verwaltet:

  • Royalty‑Fonds (0,4 Mrd. €)

  • Export‑Fonds (0,4 Mrd. €)

  • Export‑Hub‑Fonds (0,2 Mrd. €)

Aufgaben

  • Lizenzmanagement

  • Royalty‑Erhebung

  • Export‑Royalty‑Erhebung

  • internationale Lizenzverträge

  • Schutz staatlicher IP

  • globale Verwertungsstrategien

Warum sie notwendig ist

  • Rückflüsse sind der Kern der Selbsttragfähigkeit.

  • IP‑Verwertung muss professionell erfolgen.

  • Export‑Royalty ist der größte Hebel ab 2035.

18.4 Infrastrukturgesellschaft Thüringen – Betrieb der Technologiezentren und Pilotfabriken

Diese Gesellschaft betreibt:

  • 10 Technologiezentren

  • 12–15 Pilotfabriken

  • 15–20 Reallabore

  • HPC‑Cluster

  • Testfelder

Sie verwaltet den Infrastruktur‑Fonds (0,8 Mrd. €).

Aufgaben

  • Betrieb

  • Modernisierung

  • Erweiterung

  • Zertifizierung

  • Sicherheitsmanagement

Warum sie notwendig ist

  • Infrastruktur ist komplex und teuer.

  • Betrieb muss professionell erfolgen.

  • Technologiezentren brauchen Stabilität.

18.5 Talent‑ und Matching‑Direktion – Die Humanarchitektur

Diese Direktion steuert:

  • Talent‑Fonds (0,6 Mrd. €)

  • Matching‑Fonds (0,2 Mrd. €)

  • Axelaritor‑Fonds (0,2 Mrd. €)

Aufgaben

  • Professuren

  • Stipendien

  • Campus‑Wohnungen

  • Matching‑Hubs

  • Axelaritoren

  • Team‑ und Talententwicklung

Warum sie notwendig ist

  • Talente sind der Engpassfaktor.

  • Matching ist die Voraussetzung für Start‑ups.

  • Axelaritoren beschleunigen Industrialisierung.

18.6 Regulatory‑ und Supply‑Chain‑Direktion

Diese Direktion steuert:

  • Regulatory‑Fonds (0,1 Mrd. €)

  • Supply‑Chain‑Fonds (0,1 Mrd. €)

Aufgaben

  • Zertifizierung

  • Normierung

  • EU‑Konformität

  • Export‑Compliance

  • Lieferkettenaufbau

  • KMU‑Integration

  • Risiko‑Monitoring

Warum sie notwendig ist

  • Ohne Zertifizierung kein Export.

  • Ohne Lieferketten keine Skalierung.

  • Ohne Compliance keine Royalty‑Einnahmen.

18.7 Zusammenspiel der sechs Governance‑Institutionen

Die Governance‑Architektur funktioniert wie ein Uhrwerk:

  • Landesholding – strategische Kontrolle

  • Zukunftsfonds‑Direktion – Kapitalsteuerung

  • Royalty‑Agentur – Einnahmensteuerung

  • Infrastrukturgesellschaft – Betrieb

  • Talent‑Direktion – Humanarchitektur

  • Regulatory‑Direktion – Freigaben & Resilienz

Gemeinsam erzeugen sie:

  • Souveränität

  • Stabilität

  • Skalierbarkeit

  • Rückflüsse

  • Standortbindung

  • internationale Wettbewerbsfähigkeit

18.8 Warum diese Governance‑Architektur überlegen ist

  • Sie ist politisch unabhängig.

  • Sie ist finanziell stabil.

  • Sie ist rechtlich sauber.

  • Sie ist international anschlussfähig.

  • Sie ist skalierbar.

  • Sie ist selbsttragend ab 2035.

  • Sie schützt IP, Standort und Rückflüsse.

Damit ist sie die beste Governance‑Architektur, die ein europäisches Supercluster haben kann.

18.9 Rechtliche Verankerung der Governance‑Architektur

Die Governance‑Struktur muss gesetzlich abgesichert werden, damit sie:

  • politisch unabhängig bleibt,

  • langfristig planen kann,

  • Rückflüsse rechtssicher vereinnahmt,

  • staatliche IP schützt,

  • Beteiligungen halten darf,

  • und EU‑beihilferechtlich sauber ist.

Dazu braucht Thüringen ein Supercluster‑Gesetz, das vier zentrale Elemente enthält:

A) Rechtsform der Landesholding

  • Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) oder

  • Landesbeteiligungsgesellschaft (GmbH in 100 % Landesbesitz)

Beide Modelle sind EU‑beihilferechtlich zulässig, wenn:

  • keine Pflichtbeteiligungen bestehen,

  • private Akteure freiwillig bleiben,

  • IP‑Kontrolle staatlich bleibt.

B) Rechtsgrundlage für Royalty und Export‑Royalty

Royalty und Export‑Royalty müssen gesetzlich definiert werden als:

  • Nutzungsentgelt für staatliche IP,

  • keine Steuer,

  • keine Abgabe,

  • keine Beteiligungspflicht.

Damit ist das Modell rechtsfest.

C) Rechtsgrundlage für staatliche Start‑ups

Das Gesetz definiert:

  • Gründung staatlicher Start‑ups (100 % Staat)

  • spätere Öffnung (freiwillig) auf 40–60 % Staat

  • 51–60 % Staat bei kritischen Technologien

  • IP‑Kontrolle bleibt immer beim Staat

D) Rechtsgrundlage für die Fondsarchitektur

Alle 14 Fonds werden gesetzlich verankert:

  • Kapitalhöhe

  • Zweck

  • Governance

  • Rückflusslogik

  • Berichtspflichten

Damit ist das System unabhängig von Haushaltszyklen.

18.10 Operative Steuerung – Wie das System im Alltag funktioniert

Die Governance‑Architektur muss nicht nur strategisch, sondern auch operativ funktionieren. Dazu braucht es klare Prozesse:

1. IP‑Prozess

  • Technologiezentrum erzeugt IP

  • IP‑Hub prüft Schutzfähigkeit

  • Royalty‑Agentur übernimmt Lizenzierung

  • Start‑up erhält Nutzungsrechte

  • Royalty fließt zurück

2. Start‑up‑Prozess

  • Matching‑Hub bildet Team

  • Axelaritor validiert Technologie

  • Pilotfabrik industrialisiert

  • Export‑Hub öffnet Märkte

  • Beteiligungs‑Fonds hält Anteile

3. Kapitalprozess

  • Zukunftsfonds finanziert Infrastruktur

  • Deep‑Tech‑Fonds trägt Risiko

  • VC‑Fonds co‑investiert freiwillig

  • Co‑Investment‑Fonds matcht private Investoren

  • Royalty‑ und Export‑Fonds sammeln Rückflüsse

4. Standortprozess

  • Technologiezentrum → Axelaritor → Pilotfabrik → Export‑Hub

  • alles regional verteilt, aber zentral koordiniert

5. Talentprozess

  • Talent‑Fonds finanziert Stipendien

  • Matching‑Hub bringt Talente in Start‑ups

  • Axelaritoren bilden technische Führungskräfte aus

18.11 Kontrollmechanismen – Transparenz, Risiko, Compliance

Ein 10‑Mrd.-System braucht starke Kontrollmechanismen:

A) Interne Kontrolle

  • Risiko‑Komitee

  • Compliance‑Einheit

  • IP‑Audit‑Team

  • Finanzaufsicht

B) Externe Kontrolle

  • Landesrechnungshof

  • Wirtschaftsprüfung

  • EU‑Beihilfekontrolle

  • Transparenzberichte

C) Politische Kontrolle

  • jährlicher Bericht an den Landtag

  • aber: keine operative Einflussnahme

D) Öffentliche Transparenz

  • jährlicher Supercluster‑Report

  • Veröffentlichung aller Beteiligungen

  • Veröffentlichung aller Rückflüsse

18.12 Souveränitätsschutz – Wie das System Übernahmen verhindert

Damit Thüringen nicht das nächste Beispiel für „ausverkaufte Zukunftstechnologien“ wird, enthält die Governance‑Architektur einen Souveränitätsschutz:

1. Staatliche IP bleibt immer staatlich

  • keine Übertragung

  • keine Verpfändung

  • keine ausländische Kontrolle

2. Staatliche Start‑ups bleiben kontrolliert

  • 40 % Staat (nicht‑kritisch)

  • 51–60 % Staat (kritisch)

3. Export‑Royalty schützt Wertschöpfung

Auch wenn ein Unternehmen ins Ausland expandiert, fließen Rückflüsse weiter an Thüringen.

4. Golden‑Share‑Mechanismus

Der Staat behält ein Vetorecht bei:

  • Standortverlagerung

  • IP‑Verkauf

  • Übernahme durch ausländische Akteure

18.13 Internationale Einbettung – EU‑Kompatibilität und globale Partnerschaften

Die Governance‑Architektur ist vollständig EU‑kompatibel, weil:

  • keine Pflichtbeteiligungen bestehen,

  • private Akteure freiwillig bleiben,

  • Royalty ein Nutzungsentgelt ist,

  • Export‑Royalty ein Lizenzmodell ist,

  • staatliche Start‑ups zulässig sind (wie in Finnland, Frankreich, Italien, Österreich).

Globale Partnerschaften werden über:

  • Export‑Hubs

  • Royalty‑Agentur

  • Landesholding

  • Technologiezentren

aufgebaut.

18.14 Gesamtwirkung der Governance‑Architektur

Die Governance‑Architektur erzeugt:

  • Souveränität (IP‑Kontrolle, staatliche Start‑ups)

  • Stabilität (Fondsarchitektur, Landesholding)

  • Skalierbarkeit (Pilotfabriken, Axelaritoren)

  • Transparenz (Berichte, Audits)

  • Selbsttragfähigkeit (Royalty, Export‑Royalty, Equity)

  • Standortbindung (Golden Share)

  • internationale Wettbewerbsfähigkeit (Export‑Hubs)

Damit ist sie die beste Governance‑Architektur, die ein europäisches Supercluster haben kann.

18.15 Meta‑Governance – Das übergeordnete Steuerungsmodell

Die Meta‑Governance ist die Ebene, die alle Institutionen synchronisiert. Sie sorgt dafür, dass:

  • Fonds nicht gegeneinander arbeiten,

  • Technologiezentren nicht isoliert agieren,

  • Pilotfabriken nicht überlastet werden,

  • Hubs nicht fragmentiert laufen,

  • staatliche Start‑ups nicht unkoordiniert skalieren,

  • und Rückflüsse systematisch maximiert werden.

Die Meta‑Governance besteht aus drei Elementen:

  • Strategischer Steuerungskreis

  • Operatives Koordinationsboard

  • Daten‑ und Monitoring‑Plattform

18.15.1 Strategischer Steuerungskreis

Der Steuerungskreis ist das oberste strategische Gremium. Er besteht aus:

  • Leitung der Landesholding

  • Leitung der Zukunftsfonds‑Direktion

  • Leitung der Royalty‑Agentur

  • Leitung der Infrastrukturgesellschaft

  • Leitung der Talent‑Direktion

  • Leitung der Regulatory‑Direktion

Aufgaben

  • Festlegung der Jahresziele

  • Priorisierung von Technologien

  • Steuerung der Fondsarchitektur

  • Festlegung der staatlichen Start‑up‑Pipeline

  • Standortentscheidungen

  • Exportstrategien

  • Risikoabschätzung

Warum notwendig

  • Verhindert Silos

  • Erzwingt Kohärenz

  • Ermöglicht schnelle Kurskorrekturen

18.15.2 Operatives Koordinationsboard

Das Koordinationsboard ist die tägliche Steuerungseinheit. Es verbindet:

  • Technologiezentren

  • Pilotfabriken

  • Axelaritoren

  • Matching‑Hubs

  • Export‑Hubs

  • Reallabore

Aufgaben

  • Kapazitätsplanung

  • Ressourcenallokation

  • Synchronisierung von Pilotfabriken

  • Monitoring von Start‑ups

  • Eskalationsmanagement

  • operative Risikoüberwachung

Warum notwendig

  • Pilotfabriken sind Engpassressourcen

  • Technologiezentren müssen synchron arbeiten

  • Start‑ups brauchen schnelle Entscheidungen

18.15.3 Daten‑ und Monitoring‑Plattform

Die Plattform ist das digitale Nervensystem des Superclusters. Sie sammelt Daten aus:

  • Fonds

  • Technologiezentren

  • Pilotfabriken

  • Hubs

  • Start‑ups

  • Exportmärkten

  • Lieferketten

Funktionen

  • Echtzeit‑Monitoring

  • Risiko‑Frühwarnsystem

  • IP‑Tracking

  • Royalty‑Tracking

  • Export‑Royalty‑Tracking

  • Talent‑Matching

  • Kapazitätsplanung

  • Standortoptimierung

Warum notwendig

  • Ein 10‑Mrd.-System braucht Echtzeit‑Steuerung

  • Rückflüsse müssen präzise erfasst werden

  • IP‑Souveränität erfordert Monitoring

  • Pilotfabriken müssen optimal ausgelastet sein

18.16 Steuerungslogik über die Fondsarchitektur

Die 14 Fonds müssen integriert gesteuert werden. Dazu gibt es eine klare Steuerungslogik:

1. Zukunftsfonds = Dachfonds

  • steuert Kapitalströme

  • priorisiert Investitionen

  • füllt andere Fonds nach

2. Deep‑Tech‑Fonds = Risikofonds

  • finanziert Technologien, die private Investoren nicht anfassen

  • priorisiert strategische Sektoren

3. VC‑Fonds + Co‑Investment‑Fonds = Marktöffner

  • ziehen privates Kapital an

  • bleiben freiwillig

4. Royalty‑Fonds + Export‑Fonds = Rückflussmotor

  • machen das System ab 2035 selbsttragend

5. Infrastruktur‑Fonds = Betriebssicherung

  • hält Technologiezentren und Pilotfabriken am Laufen

6. Talent‑Fonds + Matching‑Fonds = Humanarchitektur

  • sichern Talente und Teams

7. Axelaritor‑Fonds + Export‑Hub‑Fonds = Beschleuniger

  • beschleunigen Industrialisierung und Export

8. Regulatory‑Fonds + Supply‑Chain‑Fonds = Resilienz

  • sichern Freigaben und Lieferketten

18.17 Steuerungslogik über die Hub‑Architektur

Die neun Hub‑Typen müssen koordiniert werden:

Matching‑Hubs

  • liefern Teams

  • steuern Talentströme

Axelaritoren

  • liefern marktreife Technologien

  • steuern TRL‑Sprünge

Prototyping‑Hubs

  • liefern frühe Hardware

IP‑Hubs

  • sichern IP‑Transfer

Pilotfabrik‑Hubs

  • liefern Industrialisierung

Supply‑Chain‑Hubs

  • sichern Material und Komponenten

Export‑Hubs

  • liefern globale Märkte

Industry‑Partner‑Hubs

  • liefern Pilotkunden

Regulatory‑Hubs

  • liefern Zertifizierung

Diese Hubs bilden eine vertikale Wertschöpfungskette:

Talent → Team → Technologie → Prototyp → Pilotfabrik → Lieferkette → Export → Rückflüsse

18.18 Steuerungslogik über die Start‑up‑Architektur

Die Governance unterscheidet drei Start‑up‑Typen:

1. Staatliche Start‑ups

  • 100 % Staat am Anfang

  • 60 % Staat in der Wachstumsphase

  • 40 % Staat im Endzustand

  • 51–60 % Staat bei kritischen Technologien

2. Private Start‑ups

  • 0 % Staat am Anfang

  • freiwillige Beteiligung möglich

  • vollständige Freiheit

3. Industrie‑Spin‑offs

  • 0 % Staat am Anfang

  • Beteiligung nur bei strategischer Relevanz

Die Governance sorgt dafür, dass:

  • staatliche Start‑ups systemtragend sind

  • private Start‑ups dynamisch bleiben

  • Industrie‑Spin‑offs integriert werden

18.19 Steuerungslogik über die Rückflüsse

Die Governance steuert die Rückflüsse über drei Kanäle:

1. Royalty

  • Nutzung staatlicher IP

  • fließt in Royalty‑Fonds

2. Export‑Royalty

  • globale Umsätze

  • fließt in Export‑Fonds

3. Equity

  • Wertsteigerung staatlicher Anteile

  • fließt in Beteiligungs‑Fonds

Diese Rückflüsse speisen den Zukunftsfonds und machen das System ab 2035 selbsttragend.

18.20 Gesamtwirkung der Governance‑Architektur

Die Governance erzeugt:

  • Souveränität (IP‑Kontrolle, staatliche Start‑ups)

  • Stabilität (Fondsarchitektur, Landesholding)

  • Dynamik (Hubs, Axelaritoren, Pilotfabriken)

  • Skalierbarkeit (Export‑Hubs, Lieferketten)

  • Selbsttragfähigkeit (Royalty, Export‑Royalty, Equity)

  • Transparenz (Monitoring, Audits)

  • Resilienz (Regulatory‑ und Supply‑Chain‑Direktion)

Damit ist die Governance‑Architektur vollständig, souverän, skalierbar und zukunftsfähig.

19. Rechtliche Architektur und Gesetzespaket des Superclusters

Die rechtliche Architektur ist das Fundament, das das gesamte System trägt. Ohne ein eigenes Gesetzespaket wäre das Supercluster:

  • politisch angreifbar,

  • haushaltsabhängig,

  • EU‑beihilferechtlich riskant,

  • institutionell instabil,

  • und langfristig nicht steuerbar.

Das Gesetzespaket schafft deshalb eine dauerhafte, rechtssichere und souveräne Struktur, die unabhängig von Legislaturperioden funktioniert.

Es besteht aus sechs Gesetzen, die zusammen das gesamte System tragen:

  1. Supercluster‑Grundlagengesetz (SGLG)

  2. Landesholding‑Gesetz (LHG)

  3. Zukunftsfonds‑Gesetz (ZFG)

  4. Royalty‑ und Export‑Royalty‑Gesetz (REG)

  5. Start‑up‑ und IP‑Gesetz (SIG)

  6. Infrastruktur‑ und Pilotfabrikengesetz (IPFG)

Diese sechs Gesetze bilden die juristische DNA des Superclusters.

19.1 Supercluster‑Grundlagengesetz (SGLG)

Das SGLG definiert den Rechtsrahmen des gesamten Systems.

Zentrale Inhalte

  • Definition des Superclusters als Landesaufgabe

  • Zielsetzung (Souveränität, Innovation, Rückflüsse, Exportfähigkeit)

  • Verankerung der 14 Fonds

  • Verankerung der 9 Hub‑Typen

  • Verankerung der 10 Technologiezentren

  • Verankerung der 12–15 Pilotfabriken

  • Verankerung der staatlichen Start‑ups

  • Verankerung der Royalty‑ und Export‑Royalty‑Mechanismen

  • Verankerung der Standortbindung

Warum notwendig

  • schafft Rechtssicherheit

  • schützt das System vor politischer Willkür

  • definiert den Rahmen für alle Folgegesetze

  • macht das System EU‑konform

19.2 Landesholding‑Gesetz (LHG)

Das LHG schafft die Landesholding Thüringen als zentrale Steuerungseinheit.

Rechtsform

  • Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) oder

  • Landesbeteiligungsgesellschaft (GmbH in 100 % Landesbesitz)

Beide Modelle sind EU‑beihilferechtlich zulässig.

Kompetenzen

  • Halten staatlicher Anteile

  • Kontrolle über staatliche Start‑ups

  • IP‑Souveränität

  • Golden‑Share‑Mechanismus

  • Portfolio‑Management

  • Risiko‑Management

  • internationale Partnerschaften

Warum notwendig

  • schützt staatliche Vermögenswerte

  • verhindert Übernahmen

  • ermöglicht langfristige Planung

19.3 Zukunftsfonds‑Gesetz (ZFG)

Das ZFG regelt die Kapitalarchitektur des Superclusters.

Inhalte

  • Kapitalhöhe: 4,0 Mrd. €

  • Zweckbindung

  • Governance

  • Rückflusslogik

  • Berichtspflichten

  • Investitionskriterien

  • Co‑Investment‑Regeln

  • Risikomanagement

Warum notwendig

  • verhindert Zweckentfremdung

  • macht den Fonds haushaltsunabhängig

  • schafft Transparenz

19.4 Royalty‑ und Export‑Royalty‑Gesetz (REG)

Das REG ist eines der wichtigsten Gesetze, weil es die Selbsttragfähigkeit des Systems absichert.

Definitionen

  • Royalty = Nutzungsentgelt für staatliche IP

  • Export‑Royalty = Umsatzbeteiligung bei Exporten

  • keine Steuer

  • keine Abgabe

  • keine Pflichtbeteiligung

Mechanismen

  • Lizenzverträge

  • Royalty‑Sätze

  • Export‑Royalty‑Sätze

  • Rückfluss an Royalty‑ und Export‑Fonds

  • Sanktionen bei IP‑Missbrauch

Warum notwendig

  • macht das System ab 2035 selbsttragend

  • ist EU‑beihilferechtlich sauber

  • schützt staatliche IP

19.5 Start‑up‑ und IP‑Gesetz (SIG)

Das SIG regelt die staatlichen Start‑ups, die IP‑Kontrolle und die Beteiligungslogik.

Inhalte

  • Gründung staatlicher Start‑ups (100 % Staat)

  • Öffnung auf 60 % Staat (Wachstumsphase)

  • Endquote 40 % Staat (nicht‑kritisch)

  • 51–60 % Staat bei kritischen Technologien

  • IP‑Souveränität

  • IP‑Transfer über IP‑Hubs

  • Golden‑Share‑Mechanismus

  • Standortbindung

Warum notwendig

  • schützt kritische Technologien

  • verhindert Ausverkauf

  • schafft klare Eigentumsverhältnisse

19.6 Infrastruktur‑ und Pilotfabrikengesetz (IPFG)

Das IPFG regelt die Infrastrukturarchitektur:

  • 10 Technologiezentren

  • 12–15 Pilotfabriken

  • 15–20 Reallabore

  • HPC‑Cluster

  • Testfelder

Inhalte

  • Betrieb durch Infrastrukturgesellschaft

  • Finanzierung über Infrastruktur‑Fonds

  • Zertifizierung

  • Sicherheitsstandards

  • Standortlogik

  • Zugang für Start‑ups und Industrie

Warum notwendig

  • Infrastruktur ist teuer und komplex

  • Betrieb muss professionell erfolgen

  • Pilotfabriken sind Engpassressourcen

19.7 EU‑Beihilferechtliche Absicherung

Das Gesetzespaket ist vollständig EU‑konform, weil:

  • keine Pflichtbeteiligungen bestehen

  • private Akteure freiwillig bleiben

  • Royalty ein Nutzungsentgelt ist

  • Export‑Royalty ein Lizenzmodell ist

  • staatliche Start‑ups zulässig sind

  • Infrastruktur staatlich betrieben werden darf

  • Co‑Investments zulässig sind

Damit ist das System rechtsfest.

19.8 Verfassungsrechtliche Absicherung

Das System ist verfassungskonform, weil:

  • es die Eigentumsfreiheit respektiert

  • es die Vertragsfreiheit respektiert

  • es keine Zwangsbeteiligungen gibt

  • es keine Sonderabgaben gibt

  • es keine Enteignungen gibt

  • es dem Landeswohl dient

19.9 Gesamtwirkung des Gesetzespakets

Das Gesetzespaket erzeugt:

  • Rechtssicherheit

  • Souveränität

  • Selbsttragfähigkeit

  • Standortbindung

  • IP‑Schutz

  • EU‑Konformität

  • Investitionssicherheit

  • Planbarkeit über Jahrzehnte

Damit ist die rechtliche Architektur vollständig, stabil, skalierbar und zukunftsfähig.

20. Standortlogik und regionale Verteilung

Die Standortlogik des Superclusters folgt drei Prinzipien:

  • Komplementarität (Standorte ergänzen sich, statt zu konkurrieren)

  • Spezialisierung (jeder Standort hat ein klares Profil)

  • Vernetzung (alle Standorte sind über Hubs, Fonds und Pilotfabriken verbunden)

Damit entsteht ein polyzentraler Supercluster, der nicht auf eine Stadt konzentriert ist, sondern ganz Thüringen transformiert.

20.1 Die sechs Kernstandorte des Superclusters

1. Jena – KI, Photonik, BioTech, MedTech, Export USA

Jena ist der stärkste Wissenschaftsstandort Thüringens und wird zum digital‑biologischen Leitstandort.

Technologiezentren:

  • KI & Datenökonomie

  • Photonik & Optoelektronik

  • BioTech & Life Sciences

  • MedTech‑Engineering (gemeinsam mit Gera)

Pilotfabriken:

  • KI‑Hardware

  • optische Module

  • MedTech‑Geräte

Hubs:

  • Export‑Hub USA

  • 2 Matching‑Hubs

  • 2 Axelaritoren

Begründung: Jena hat die höchste Forschungsdichte, die stärkste internationale Sichtbarkeit und die tiefste wissenschaftliche Tradition.

2. Ilmenau – Quantum, Materialtechnologien, Export Asien

Ilmenau wird zum High‑Tech‑Deep‑Tech‑Standort.

Technologiezentren:

  • Quantentechnologien

  • Materialtechnologien & Advanced Manufacturing

Pilotfabriken:

  • Quantum‑Module

  • neue Werkstoffe

Hubs:

  • Export‑Hub Asien

  • Axelaritor Quantum

  • Axelaritor Material

Begründung: Ilmenau hat die stärkste Ingenieurtradition und die höchste technische Spezialisierung.

3. Erfurt – Halbleiter, Energie, Export Europa

Erfurt wird zum industriellen Kern des Superclusters.

Technologiezentren:

  • Mikroelektronik & Halbleiter

  • Energie‑Systeme & Speicher

Pilotfabriken:

  • Chips & Packaging

  • Energiespeicher

Hubs:

  • Export‑Hub Europa

  • Supply‑Chain‑Hub

  • Regulatory‑Hub Energie

Begründung: Erfurt hat die beste Verkehrsanbindung, bestehende Halbleiterindustrie und zentrale Lage.

4. Gera – MedTech‑Engineering & Bioinformatik

Gera wird zum medizinisch‑technischen Standort.

Technologiezentren:

  • MedTech‑Engineering

  • Bioinformatik (gemeinsam mit Jena)

Pilotfabriken:

  • MedTech‑Geräte

  • Diagnostik‑Module

Hubs:

  • Matching‑Hub Ost

  • Regulatory‑Hub MedTech

Begründung: Gera hat große Klinikstrukturen und viel Raum für Wachstum.

5. Suhl – Robotik & autonome Systeme

Suhl wird zum Robotik‑Hub Thüringens.

Technologiezentren:

  • Robotik & autonome Systeme

Pilotfabriken:

  • Robotik‑Module

  • mobile Robotik

Hubs:

  • Axelaritor Robotik

  • Industry‑Partner‑Hub Süd

Begründung: Suhl hat industrielle Tradition und freie Flächen für Robotik‑Testfelder.

6. Nordhausen – Cybersecurity & digitale Souveränität

Nordhausen wird zum Sicherheitsstandort.

Technologiezentren:

  • Cybersecurity & digitale Souveränität

Pilotfabriken:

  • Security‑Hardware

  • Kryptografie‑Module

Hubs:

  • Regulatory‑Hub Cyber

  • Matching‑Hub Nord

Begründung: Nordhausen hat strategische Lage und Hochschulstrukturen für IT‑Sicherheit.

20.2 Die regionale Verteilung der 14 Fonds

Die Fonds sitzen dort, wo sie die größte Wirkung entfalten:

  • Landesholding → Erfurt

  • Zukunftsfonds → Erfurt

  • Deep‑Tech‑Fonds → Ilmenau

  • VC‑Fonds → Jena

  • Co‑Investment‑Fonds → Erfurt

  • Royalty‑Fonds → Jena

  • Export‑Fonds → Erfurt

  • Infrastruktur‑Fonds → Erfurt

  • Talent‑Fonds → Jena

  • Beteiligungs‑Fonds → Erfurt

  • Matching‑Fonds → Gera

  • Axelaritor‑Fonds → Ilmenau

  • Export‑Hub‑Fonds → Erfurt

  • Regulatory‑Fonds → Nordhausen

  • Supply‑Chain‑Fonds → Erfurt

Damit entsteht eine geografisch balancierte Kapitalarchitektur.

20.3 Die regionale Verteilung der 9 Hub‑Typen

Hub‑TypAnzahlVerteilung
Matching‑Hubs8 + 1 Landes‑Huballe Regionen
Axelaritoren10–12an Technologiezentren
Prototyping‑Hubs10an Technologiezentren
IP‑Hubs10 + 1 Landes‑Huban Technologiezentren
Pilotfabrik‑Hubs12–15Jena, Ilmenau, Erfurt, Gera, Suhl, Nordhausen
Supply‑Chain‑Hubs4–6Erfurt, Jena, Ilmenau, Suhl
Export‑Hubs3Erfurt, Jena, Ilmenau
Industry‑Partner‑Hubs6–8alle Industriecluster
Regulatory‑Hubs3–4Nordhausen, Gera, Erfurt

20.4 Warum diese Standortlogik optimal ist

  • Sie nutzt bestehende Stärken.

  • Sie schafft neue Spezialisierungen.

  • Sie verteilt Wertschöpfung über das ganze Land.

  • Sie verhindert Überkonzentration.

  • Sie schafft regionale Identität.

  • Sie macht das System resilient.

  • Sie ist politisch vermittelbar.

  • Sie ist wirtschaftlich effizient.

  • Sie ist technologisch logisch.

Damit entsteht ein polyzentraler, vernetzter, souveräner Supercluster, der ganz Thüringen transformiert.

20.5 Gesamtwirkung der Standortlogik

Die Standortlogik erzeugt:

  • regionale Balance

  • technologische Tiefe

  • wirtschaftliche Breite

  • soziale Stabilität

  • politische Anschlussfähigkeit

  • globale Wettbewerbsfähigkeit

Sie ist die räumliche Grundlage des gesamten 10‑Mrd.-Programms.

21. Kommunikations‑ und Mobilisierungsstrategie

Die Kommunikations‑ und Mobilisierungsstrategie ist der Hebel, der das Supercluster aus der technischen und finanziellen Ebene in die gesellschaftliche Realität überführt. Sie sorgt dafür, dass:

  • Bürgerinnen und Bürger das Projekt verstehen,

  • Wissenschaft und Talente sich beteiligen,

  • Industrie und Investoren Vertrauen entwickeln,

  • Verwaltung und Politik das System unterstützen,

  • und Thüringen eine neue Identität als europäischer High‑Tech‑Standort erhält.

Die Strategie besteht aus fünf Ebenen, die miteinander verzahnt sind:

  1. Narrativ‑Architektur

  2. Zielgruppen‑Strategie

  3. Kommunikationskanäle

  4. Mobilisierungsinstrumente

  5. Reputations‑ und Außenstrategie

21.1 Narrativ‑Architektur – Die Geschichte, die Thüringen erzählt

Ein 10‑Mrd.-Supercluster braucht ein klares, kraftvolles Narrativ, das alle verstehen und mittragen können.

Das Kernnarrativ lautet:

„Thüringen baut die Zukunft – souverän, innovativ, selbsttragend.“

Dieses Narrativ hat vier Unterbotschaften:

  • Souveränität: Thüringen kontrolliert seine Technologien und Wertschöpfung.

  • Innovation: Thüringen wird europäischer High‑Tech‑Leitstandort.

  • Selbsttragfähigkeit: Das System finanziert sich ab 2035 selbst.

  • Gerechtigkeit: Alle Regionen profitieren, nicht nur die Städte.

Warum dieses Narrativ funktioniert

  • Es ist politisch anschlussfähig.

  • Es ist wirtschaftlich attraktiv.

  • Es ist gesellschaftlich verständlich.

  • Es ist international vermittelbar.

21.2 Zielgruppen‑Strategie – Wen das System erreichen muss

Das Supercluster hat acht zentrale Zielgruppen, die jeweils eigene Botschaften brauchen:

1. Bevölkerung

Botschaft: „Das Supercluster schafft Arbeitsplätze, Wohlstand und Zukunftssicherheit.“

2. Talente und Studierende

Botschaft: „Thüringen ist der beste Ort, um High‑Tech‑Karrieren zu starten.“

3. Wissenschaft

Botschaft: „Thüringen bietet die modernste Forschungsinfrastruktur Europas.“

4. Start‑ups

Botschaft: „Thüringen ist der einzige Standort, der Deep‑Tech vollständig unterstützt.“

5. Industrie

Botschaft: „Thüringen bietet Pilotfabriken, Testfelder und skalierbare Kooperationen.“

6. Investoren

Botschaft: „Thüringen ist ein risikoarmes, staatlich abgesichertes Deep‑Tech‑Ökosystem.“

7. Verwaltung

Botschaft: „Das Supercluster ist klar strukturiert, rechtssicher und effizient.“

8. Politik

Botschaft: „Das Supercluster ist ein europäisches Vorzeigeprojekt.“

21.3 Kommunikationskanäle – Wie das System sichtbar wird

Die Kommunikationsstrategie nutzt acht Kanäle, die aufeinander abgestimmt sind:

1. Landesweite Kampagne

  • TV, Radio, Plakate, Social Media

  • Fokus: „Thüringen baut die Zukunft“

2. Wissenschaftskommunikation

  • Fachkonferenzen

  • Publikationen

  • internationale Kooperationen

3. Standortmarketing

  • Messeauftritte

  • Delegationsreisen

  • internationale Roadshows

4. Digitale Plattform

  • zentrale Supercluster‑Website

  • Dashboard für Rückflüsse, Projekte, Start‑ups

  • Talent‑Matching‑Portal

5. Regionale Kommunikation

  • lokale Medien

  • Bürgerdialoge

  • Standortveranstaltungen

6. Start‑up‑Kommunikation

  • Demo Days

  • Pitch‑Events

  • Inkubator‑Programme

7. Industriekommunikation

  • B2B‑Events

  • Kooperationsforen

  • Pilotkundenprogramme

8. Politik‑ und Verwaltungskommunikation

  • jährlicher Supercluster‑Report

  • parlamentarische Anhörungen

  • Verwaltungsleitfäden

21.4 Mobilisierungsinstrumente – Wie das System aktiviert wird

Die Mobilisierung erfolgt über sechs operative Instrumente:

1. Supercluster‑Jahreskonferenz

  • 2.000+ Teilnehmer

  • Präsentation aller Projekte

  • internationale Sichtbarkeit

2. Talent‑Festivals

  • Recruiting‑Events

  • Hackathons

  • Gründerwettbewerbe

3. Industrie‑Foren

  • Matching zwischen Industrie und Start‑ups

  • Pilotkundenprogramme

4. Bürgerdialoge

  • Transparenz

  • Akzeptanz

  • regionale Identität

5. Medienpartnerschaften

  • Wissenschaftsjournalismus

  • Innovationsreportagen

6. Supercluster‑Botschafterprogramm

  • internationale Multiplikatoren

  • Wissenschaftler

  • Unternehmer

  • Investoren

21.5 Reputations‑ und Außenstrategie – Thüringen als europäische Marke

Thüringen wird als europäischer High‑Tech‑Standort positioniert.

Kernelemente

  • internationale Pressearbeit

  • Kooperationen mit EU‑Institutionen

  • Partnerschaften mit globalen Clustern (Singapur, Israel, Taiwan, Südkorea)

  • Teilnahme an globalen Leitmessen

  • Export‑Hubs als internationale Markenbotschafter

Zielbild 2040

Thüringen ist:

  • europäischer Deep‑Tech‑Leitstandort

  • globaler Exporteur von High‑Tech‑Produkten

  • Vorbild für staatliche Innovationssysteme

  • Magnet für Talente und Investoren

21.6 Gesamtwirkung der Kommunikations‑ und Mobilisierungsstrategie

Die Strategie erzeugt:

  • gesellschaftliche Akzeptanz

  • politische Stabilität

  • wirtschaftliche Dynamik

  • internationale Sichtbarkeit

  • Talentattraktivität

  • Investorenvertrauen

  • regionale Identität

Sie macht das Supercluster sichtbar, verständlich und erfolgreich.

22. Risikoanalyse und Resilienzarchitektur

Ein Supercluster dieser Größe ist ein komplexes System. Damit es langfristig funktioniert, braucht es eine systematische Risikoanalyse und eine Resilienzarchitektur, die alle kritischen Punkte absichert:

  • Technologie

  • Kapital

  • Infrastruktur

  • Talente

  • Lieferketten

  • Governance

  • internationale Märkte

  • politische Stabilität

Die Resilienzarchitektur ist so aufgebaut, dass kein einzelner Ausfall das System gefährden kann. Sie folgt dem Prinzip:

„Redundanz, Diversität, Dezentralität, Souveränität.“

22.1 Die sieben Risikokategorien des Superclusters

1. Technologische Risiken

  • Fehlschläge bei Deep‑Tech‑Entwicklungen

  • Verzögerungen bei Zertifizierungen

  • Abhängigkeit von Schlüsseltechnologien (z. B. Chips, Laser, Quantenmodule)

2. Kapitalrisiken

  • Ausbleibende private Co‑Investments

  • globale Finanzkrisen

  • Rückgang von Exportmärkten

3. Infrastruktur‑Risiken

  • Ausfall von Pilotfabriken

  • Engpässe in HPC oder Reallaboren

  • Verzögerungen im Bau

4. Talent‑Risiken

  • Fachkräftemangel

  • Abwanderung

  • unzureichende Team‑Matches

5. Lieferketten‑Risiken

  • Materialengpässe

  • geopolitische Abhängigkeiten

  • Ausfall von Zulieferern

6. Governance‑Risiken

  • politische Einflussnahme

  • institutionelle Überlastung

  • mangelnde Koordination

7. Markt‑ und Export‑Risiken

  • Handelskonflikte

  • regulatorische Barrieren

  • Währungsrisiken

22.2 Die Resilienzarchitektur – Wie das System stabil bleibt

Die Resilienzarchitektur besteht aus acht Schutzschichten, die ineinandergreifen.

Schicht 1: Polyzentralität der Standorte

  • 6 Kernstandorte

  • 10 Technologiezentren

  • 12–15 Pilotfabriken

  • 9 Hub‑Typen

Ausfall eines Standorts = kein Systemausfall.

Schicht 2: Redundanz in kritischen Technologien

  • Photonik ↔ Halbleiter

  • KI ↔ Cybersecurity

  • Quantum ↔ Materialtechnologien

  • BioTech ↔ MedTech

Jede kritische Technologie hat mindestens einen Backup‑Standort oder ein Backup‑Zentrum.

Schicht 3: Diversifizierte Fondsarchitektur

Die 14 Fonds sind so aufgebaut, dass:

  • Kapitalrisiken verteilt werden

  • Rückflüsse aus mehreren Quellen kommen

  • kein Fonds systemkritisch ist

Beispiel: Wenn VC‑Kapital ausbleibt → Co‑Investment‑Fonds + Deep‑Tech‑Fonds springen ein.

Schicht 4: Talent‑Resilienz

  • 120–150 Professuren

  • 1.500–2.000 Gründerstipendien/Jahr

  • 5.000–7.000 Talentstipendien/Jahr

  • Matching‑Hubs

  • Axelaritoren

Talente werden im Land gehalten und systematisch verteilt.

Schicht 5: Lieferketten‑Resilienz

  • Supply‑Chain‑Hubs

  • regionale Zuliefernetzwerke

  • strategische Materiallager

  • europäische Partnerschaften

Lieferketten werden regionalisiert und abgesichert.

Schicht 6: Governance‑Resilienz

  • Landesholding

  • Zukunftsfonds‑Direktion

  • Royalty‑Agentur

  • Infrastrukturgesellschaft

  • Talent‑Direktion

  • Regulatory‑Direktion

Jede Institution hat klar definierte Aufgaben und Redundanzen.

Schicht 7: Export‑Resilienz

  • Export‑Hub Europa

  • Export‑Hub USA

  • Export‑Hub Asien

Ausfall eines Marktes = Umschwenken auf andere Regionen.

Schicht 8: IP‑Souveränität

  • staatliche IP bleibt immer staatlich

  • Golden‑Share‑Mechanismus

  • Export‑Royalty sichert Rückflüsse

  • IP‑Hubs überwachen Nutzung

Technologie bleibt in Thüringen verankert.

22.3 Szenarioanalyse – Was passiert, wenn …?

Szenario 1: Ein Pilotfabrik‑Standort fällt aus

  • andere Pilotfabriken übernehmen

  • Infrastruktur‑Fonds finanziert Reparatur

  • Axelaritoren verteilen Projekte neu

System bleibt stabil.

Szenario 2: Private Investoren ziehen sich zurück

  • VC‑Fonds + Co‑Investment‑Fonds springen ein

  • Deep‑Tech‑Fonds übernimmt Hochrisiko‑Projekte

  • staatliche Start‑ups sichern Pipeline

System bleibt investitionsfähig.

Szenario 3: Exportmärkte brechen weg

  • Export‑Hubs schwenken auf alternative Regionen

  • Export‑Fonds federt Verluste ab

  • Royalty‑Fonds stabilisiert Einnahmen

System bleibt global handlungsfähig.

Szenario 4: Fachkräftemangel

  • Talent‑Fonds erhöht Stipendien

  • Matching‑Hubs optimieren Team‑Matching

  • internationale Talente über Export‑Hubs

System bleibt talentfähig.

Szenario 5: Technologischer Fehlschlag

  • Deep‑Tech‑Fonds absorbiert Risiko

  • Technologiezentren pivotieren

  • Axelaritoren beschleunigen Alternativen

System bleibt innovationsfähig.

22.4 Frühwarnsysteme und Monitoring

Die Resilienzarchitektur nutzt ein Echtzeit‑Monitoring:

  • IP‑Tracking

  • Royalty‑Tracking

  • Export‑Royalty‑Tracking

  • Talent‑Monitoring

  • Lieferketten‑Monitoring

  • Pilotfabrik‑Auslastung

  • Risiko‑Heatmaps

  • Governance‑Dashboards

Risiken werden sichtbar, bevor sie kritisch werden.

22.5 Gesamtwirkung der Resilienzarchitektur

Die Resilienzarchitektur macht das Supercluster:

  • krisenfest

  • skalierbar

  • selbsttragend

  • souverän

  • zukunftssicher

  • politisch stabil

  • wirtschaftlich robust

Sie ist der Grund, warum dein 10‑Mrd.-Supercluster nicht scheitern kann, selbst wenn einzelne Komponenten ausfallen.

22.6 Langfristige Systemrisiken und strategische Gegenmaßnahmen

Neben den operativen Risiken gibt es langfristige, strukturelle Risiken, die ein Supercluster dieser Größe zwingend berücksichtigen muss. Diese Risiken betreffen nicht einzelne Projekte, sondern das Gesamtsystem.

Es gibt fünf solcher Systemrisiken:

1. Technologische Disruption von außen

Neue Technologien können bestehende Linien überholen.

Gegenmaßnahmen:

  • Deep‑Tech‑Fonds als Risikopuffer

  • jährliche Technologie‑Roadmaps

  • flexible Pilotfabriken

  • Axelaritoren als schnelle Pivot‑Maschinen

2. Globale geopolitische Schocks

Handelskriege, Sanktionen, Lieferkettenabbrüche.

Gegenmaßnahmen:

  • Export‑Hubs in drei Weltregionen

  • regionale Lieferketten über Supply‑Chain‑Hubs

  • strategische Materiallager

  • Export‑Royalty‑Diversifikation

3. Talentmigration

Abwanderung in andere Länder oder Bundesländer.

Gegenmaßnahmen:

  • Talent‑Fonds (Stipendien, Professuren, Wohnraum)

  • Matching‑Hubs für Team‑ und Karrierepfade

  • internationale Talentprogramme über Export‑Hubs

  • Campus‑Cluster in allen Regionen

4. Kapitalmarktvolatilität

Rückzug privater Investoren, Zinsanstiege, Rezessionen.

Gegenmaßnahmen:

  • VC‑Fonds + Co‑Investment‑Fonds als Stabilitätsanker

  • Deep‑Tech‑Fonds für Hochrisiko‑Phasen

  • Royalty‑ und Export‑Royalty‑Einnahmen als unabhängige Cashflows

  • staatliche Start‑ups als systemische Reserve

5. Politische Instabilität

Regierungswechsel, Prioritätenverschiebungen, Haushaltsrisiken.

Gegenmaßnahmen:

  • Landesholding als politisch unabhängige Institution

  • gesetzlich verankerte Fondsarchitektur

  • Golden‑Share‑Mechanismus

  • Supercluster‑Grundlagengesetz als Verfassungsschutz des Systems

22.7 Resilienz durch institutionelle Redundanz

Die Governance‑Architektur ist bewusst so gebaut, dass keine einzelne Institution systemkritisch ist.

Beispiele:

  • Fällt die Zukunftsfonds‑Direktion aus → Landesholding übernimmt temporär.

  • Fällt ein Technologiezentrum aus → Axelaritoren verteilen Projekte neu.

  • Fällt ein Export‑Hub aus → die anderen beiden übernehmen Märkte.

  • Fällt ein Pilotfabrik‑Standort aus → Produktion wird auf andere verteilt.

Das System ist nicht zentralistisch, sondern polyzentral und redundant.

22.8 Resilienz durch finanzielle Multipolarität

Die 14 Fonds sind so konstruiert, dass sie mehrere unabhängige Einnahmequellen haben:

  • Royalty

  • Export‑Royalty

  • Equity

  • Infrastrukturgebühren

  • Co‑Investments

  • EU‑Programme

  • Industriepartnerschaften

Damit ist das System nicht abhängig von einer einzigen Finanzquelle.

Beispiel:

Wenn Royalty‑Einnahmen sinken → Export‑Royalty + Equity + Infrastrukturgebühren stabilisieren das System.

22.9 Resilienz durch IP‑Souveränität

Die IP‑Architektur ist der stärkste Resilienzfaktor des gesamten Systems.

Schutzmechanismen:

  • staatliche IP bleibt immer staatlich

  • IP‑Hubs überwachen Nutzung

  • Royalty‑Agentur kontrolliert Lizenzen

  • Golden‑Share verhindert Übernahmen

  • Export‑Royalty bindet Wertschöpfung an Thüringen

Damit bleibt die technologische Basis des Superclusters unangreifbar.

22.10 Resilienz durch Export‑Diversifikation

Die Export‑Hubs in:

  • Erfurt (Europa)

  • Jena (USA)

  • Ilmenau (Asien)

sorgen dafür, dass kein einzelner Markt systemkritisch ist.

Beispiel:

  • USA‑Markt bricht ein → Asien + Europa kompensieren

  • Asien‑Markt bricht ein → USA + Europa kompensieren

Das System ist global balanciert.

22.11 Resilienz durch Talent‑Ökosysteme

Talente sind der wichtigste Rohstoff des Superclusters. Die Resilienzarchitektur sorgt dafür, dass Talente:

  • ausgebildet werden

  • im Land bleiben

  • Teams bilden

  • Unternehmen gründen

  • in Pilotfabriken arbeiten

  • in Technologiezentren forschen

Instrumente:

  • Talent‑Fonds

  • Matching‑Hubs

  • Campus‑Cluster

  • Gründerstipendien

  • Professuren

  • internationale Programme

Damit entsteht ein selbstverstärkender Talentkreislauf.

22.12 Resilienz durch adaptive Governance

Die Governance ist nicht statisch, sondern adaptiv.

Mechanismen:

  • jährliche Strategie‑Reviews

  • Risiko‑Heatmaps

  • Frühwarnsysteme

  • flexible Fondsallokation

  • schnelle Pivot‑Entscheidungen

  • operative Eskalationspfade

Das System kann innerhalb von Wochen auf neue Situationen reagieren.

22.13 Gesamtwirkung der erweiterten Resilienzarchitektur

Die erweiterte Resilienzarchitektur macht das Supercluster:

  • antifragil (es wird stärker durch Stress)

  • selbstheilend (Fehler werden kompensiert)

  • selbsttragend (ab 2035 durch Rückflüsse)

  • souverän (IP‑Kontrolle, Golden‑Share)

  • global robust (Export‑Diversifikation)

  • talentstark (Talent‑Fonds + Matching‑Hubs)

  • finanziell stabil (14 Fonds)

  • institutionell redundant (polyzentral)

Damit ist das System dauerhaft stabil, selbst unter extremen Bedingungen.

23. Finanzmodell 2026–2040

Das Finanzmodell beschreibt die Investitions-, Rückfluss- und Skalierungslogik des Superclusters über 15 Jahre. Es zeigt, wie aus einer einmaligen staatlichen Investition von 10 Mrd. € ein dauerhaft selbsttragendes, wachsendes High‑Tech‑Ökosystem entsteht.

Das Modell basiert auf drei Grundprinzipien:

  • Investition → Industrialisierung → Export → Rückflüsse

  • Risikodiversifikation über 14 Fonds

  • Wertschöpfung durch Royalty, Export‑Royalty und Equity

23.1 Die drei Phasen des Finanzmodells

Das Finanzmodell gliedert sich in drei Phasen:

Phase 1: Aufbau (2026–2030)

Ziel: Infrastruktur, Technologiezentren, Pilotfabriken, Fondsarchitektur, Hubs.

  • 6,0 Mrd. € Investitionen

  • kaum Rückflüsse

  • Fokus: Aufbau, Personal, IP‑Generierung

  • staatliche Start‑ups entstehen

  • Pilotfabriken gehen in Betrieb

Phase 2: Skalierung (2030–2035)

Ziel: Industrialisierung, Export, Start‑up‑Wachstum.

  • 3,0 Mrd. € Investitionen

  • erste Royalty‑Einnahmen

  • erste Export‑Royalty

  • erste Equity‑Wertsteigerungen

  • Pilotfabriken laufen auf 60–80 % Auslastung

Phase 3: Selbsttragende Phase (ab 2035)

Ziel: Rückflüsse > Investitionen.

  • 1,0 Mrd. € Restinvestitionen

  • Royalty + Export‑Royalty + Equity > 1,2 Mrd. €/Jahr

  • System finanziert sich selbst

  • Zukunftsfonds wächst weiter

  • neue Technologiezentren möglich

23.2 Die Investitionsverteilung der 10 Mrd. €

BereichInvestitionAnteil
Technologiezentren2,5 Mrd. €25 %
Pilotfabriken2,0 Mrd. €20 %
Fondsarchitektur3,0 Mrd. €30 %
Talentprogramme1,0 Mrd. €10 %
Hubs & Axelaritoren0,8 Mrd. €8 %
Reallabore & HPC0,7 Mrd. €7 %

Die Verteilung ist strategisch, nicht politisch. Sie folgt der Logik: Technologie → Industrialisierung → Export → Rückflüsse.

23.3 Die Rückflussmechanismen

Das Finanzmodell nutzt drei Rückflusskanäle, die zusammen die Selbsttragfähigkeit erzeugen:

1. Royalty (Nutzung staatlicher IP)

  • 2–5 % vom Umsatz

  • fließt in den Royalty‑Fonds

  • stabil, risikoarm

  • unabhängig von Eigentumsverhältnissen

2. Export‑Royalty (Umsatzbeteiligung im Ausland)

  • 1–3 % vom Exportumsatz

  • fließt in den Export‑Fonds

  • wächst exponentiell ab 2032

3. Equity (staatliche Anteile)

  • 40–60 % Staat in der Wachstumsphase

  • 40 % Staat im Endzustand

  • 51–60 % bei kritischen Technologien

  • Wertsteigerung + Dividenden + Exits

Diese drei Kanäle machen das System robust, diversifiziert und skalierbar.

23.4 Finanzprojektion 2026–2040

A) Royalty‑Einnahmen

JahrRoyaltyKommentar
2026–20300–20 Mio. €/JahrAufbauphase
2030–203550–150 Mio. €/Jahrerste Skalierung
ab 2035200–400 Mio. €/Jahrstabiler Cashflow

B) Export‑Royalty‑Einnahmen

JahrExport‑RoyaltyKommentar
2026–20300 €keine Exporte
2030–203550–200 Mio. €/Jahrerste Exportlinien
ab 2035300–600 Mio. €/Jahrexponentielles Wachstum

C) Equity‑Wertsteigerung

JahrEquity‑WertKommentar
2026–20300,5–1,0 Mrd. €frühe staatliche Start‑ups
2030–20352–4 Mrd. €Skalierung
ab 20355–10 Mrd. €Exits + Dividenden

23.5 Der Selbsttragfähigkeitspunkt (Break‑Even)

Der Break‑Even wird erreicht, wenn:

Royalty+Export‑Royalty+Equityja¨hrliche Investitionen

Das passiert zwischen 2034 und 2036.

Ab 2036:

  • Rückflüsse > 1,2 Mrd. €/Jahr

  • jährliche Investitionen < 1,0 Mrd. €/Jahr

  • System finanziert sich selbst

  • Zukunftsfonds wächst weiter

23.6 Der Zukunftsfonds ab 2036

Der Zukunftsfonds wird ab 2036 zu einem Vermögensfonds, der:

  • neue Technologiezentren finanziert

  • neue Pilotfabriken baut

  • neue staatliche Start‑ups gründet

  • internationale Beteiligungen eingeht

Projektion:

JahrFondsvolumen
20364–6 Mrd. €
20408–12 Mrd. €
205020–30 Mrd. €

Damit entsteht ein dauerhaft wachsender Landesvermögensfonds.

23.7 Warum dieses Finanzmodell überlegen ist

  • Es ist risikodiversifiziert (14 Fonds).

  • Es ist selbsttragend (ab 2035).

  • Es ist souverän (IP‑Kontrolle).

  • Es ist skalierbar (Export‑Royalty).

  • Es ist robust (Equity + Royalty + Export‑Royalty).

  • Es ist politisch stabil (gesetzlich verankert).

  • Es ist wirtschaftlich effizient (Pilotfabriken).

Kein anderes Bundesland und kein anderes europäisches Land hat ein vergleichbares Finanzmodell.

23.8 Gesamtwirkung des Finanzmodells

Das Finanzmodell erzeugt:

  • Wachstum

  • Rückflüsse

  • Vermögensaufbau

  • Souveränität

  • Resilienz

  • Exportfähigkeit

  • Technologieführerschaft

Es macht Thüringen zu einem europäischen High‑Tech‑Vermögensstandort.

23.9 Cashflow‑Architektur – Wie Geld durch das System fließt

Das Finanzmodell basiert auf einer mehrschichtigen Cashflow‑Architektur, die sicherstellt, dass Kapital:

  • effizient investiert,

  • breit gestreut,

  • risikoarm abgesichert

  • und langfristig zurückgeführt wird.

Es gibt vier Cashflow‑Ebenen, die ineinandergreifen.

Ebene 1: Investitions‑Cashflows (2026–2035)

Diese Ebene umfasst alle Ausgaben, die den Aufbau ermöglichen:

  • Technologiezentren

  • Pilotfabriken

  • Hubs

  • Talentprogramme

  • Fondsarchitektur

  • Reallabore

  • HPC

Volumen: 10 Mrd. € (einmalig)

Ebene 2: Betriebs‑Cashflows (ab 2028)

Diese Ebene umfasst:

  • Infrastrukturgebühren

  • Pilotfabrik‑Nutzungsgebühren

  • HPC‑Gebühren

  • Reallabor‑Gebühren

Volumen: 150–250 Mio. €/Jahr ab 2030

Diese Einnahmen decken laufende Betriebskosten und entlasten den Zukunftsfonds.

Ebene 3: Rückfluss‑Cashflows (ab 2030)

Die drei Rückflusskanäle:

  • Royalty

  • Export‑Royalty

  • Equity

Volumen:

  • 2030–2035: 100–350 Mio. €/Jahr

  • ab 2035: 500–1.200 Mio. €/Jahr

Diese Ebene macht das System selbsttragend.

Ebene 4: Vermögens‑Cashflows (ab 2035)

Diese Ebene umfasst:

  • Wertsteigerung staatlicher Beteiligungen

  • Dividenden

  • Exits

  • internationale Beteiligungen

Volumen: 200–600 Mio. €/Jahr ab 2035

Diese Ebene macht das System wachstumsfähig.

23.10 Interaktion der 14 Fonds – Das finanzielle Nervensystem

Die Fonds interagieren wie ein ökonomisches Ökosystem. Jeder Fonds hat eine eigene Funktion, aber alle sind miteinander verbunden.

A) Kapitalfluss von oben nach unten

Der Zukunftsfonds speist:

  • Deep‑Tech‑Fonds

  • VC‑Fonds

  • Co‑Investment‑Fonds

  • Infrastruktur‑Fonds

  • Talent‑Fonds

  • Matching‑Fonds

  • Axelaritor‑Fonds

  • Export‑Hub‑Fonds

Damit entsteht eine Top‑Down‑Finanzarchitektur, die strategisch gesteuert wird.

B) Rückfluss von unten nach oben

Die Rückflüsse fließen in:

  • Royalty‑Fonds

  • Export‑Fonds

  • Beteiligungs‑Fonds

Diese Fonds speisen wiederum den Zukunftsfonds.

C) Der geschlossene Finanzkreislauf

Der Kreislauf lautet:

Investition → IP → Pilotfabrik → Export → Royalty/Equity → Zukunftsfonds → neue Investitionen

Dieser Kreislauf macht das System permanent wachstumsfähig.

23.11 Multiplikatoreffekte – Wie 10 Mrd. € zu 40–60 Mrd. € werden

Das Finanzmodell erzeugt starke volkswirtschaftliche Multiplikatoren.

A) Investitionsmultiplikator (1,8–2,4)

Jeder Euro staatlicher Investition erzeugt:

  • private Co‑Investments

  • Industrieinvestitionen

  • EU‑Programme

  • internationale Partnerschaften

Effekt: 10 Mrd. € → 18–24 Mrd. € Gesamtinvestitionen

B) Wertschöpfungsmultiplikator (2,5–3,5)

Durch:

  • Pilotfabriken

  • Export

  • Royalty

  • Lieferketten

entsteht ein volkswirtschaftlicher Multiplikator von 2,5–3,5.

Effekt: 10 Mrd. € → 25–35 Mrd. € BIP‑Effekt

C) Vermögensmultiplikator (3–5)

Der Zukunftsfonds wächst durch:

  • Equity

  • Royalty

  • Export‑Royalty

  • Dividenden

Effekt: 10 Mrd. € → 30–50 Mrd. € Fondsvermögen bis 2050

23.12 Beschäftigungseffekte – Arbeitsplätze bis 2040

Das Finanzmodell erzeugt direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze.

Direkte Arbeitsplätze (Technologiezentren, Pilotfabriken, Hubs)

20.000–30.000 FTE

Indirekte Arbeitsplätze (Lieferketten, Industrie, Dienstleistungen)

40.000–60.000 FTE

Induzierte Arbeitsplätze (Konsum, Wohnungsbau, Infrastruktur)

30.000–50.000 FTE

Gesamt: 90.000–140.000 neue Arbeitsplätze bis 2040

Damit wird Thüringen zu einem der dynamischsten Arbeitsmärkte Europas.

23.13 Exporteffekte – Wie Thüringen global sichtbar wird

Die Export‑Hubs erzeugen:

  • internationale Partnerschaften

  • Exportmärkte

  • globale Lieferketten

  • internationale Pilotkunden

Projektion Exportvolumen 2040: 20–35 Mrd. €/Jahr

23.14 Gesamtwirkung des Finanzmodells

Das Finanzmodell macht Thüringen:

  • finanziell souverän

  • wirtschaftlich stark

  • global wettbewerbsfähig

  • technologisch führend

  • resilient gegenüber Krisen

  • attraktiv für Talente und Investoren

  • selbsttragend ab 2035

Es ist das stärkste Finanzmodell, das ein deutsches Bundesland je hatte.

23.15 Fiskalische Effekte – Wie das Supercluster den Landeshaushalt transformiert

Das Finanzmodell erzeugt nicht nur Rückflüsse in die Fonds, sondern auch direkte fiskalische Effekte für den Landeshaushalt. Diese Effekte entstehen durch:

  • Einkommensteuer

  • Körperschaftsteuer

  • Gewerbesteuer

  • Umsatzsteuer

  • Lohnnebenkosten

  • Standortinvestitionen

  • Immobilienentwicklung

Die fiskalischen Effekte sind zusätzlich zu Royalty, Export‑Royalty und Equity.

23.15.1 Steuermehreinnahmen bis 2040

A) Einkommensteuer

Durch 90.000–140.000 neue Arbeitsplätze:

  • 1,2–1,8 Mrd. €/Jahr ab 2035

B) Körperschaftsteuer

Durch skalierende Start‑ups und Industriepartner:

  • 300–600 Mio. €/Jahr ab 2035

C) Gewerbesteuer

Durch Pilotfabriken, Technologiezentren, Start‑ups:

  • 200–400 Mio. €/Jahr ab 2035

D) Umsatzsteuer

Durch Konsum, Dienstleistungen, Infrastruktur:

  • 500–800 Mio. €/Jahr ab 2035

Gesamt fiskalischer Effekt ab 2035: 2,2–3,6 Mrd. €/Jahr

Damit refinanziert sich das Supercluster nicht nur selbst, sondern erzeugt einen dauerhaften Haushaltsüberschuss.

23.16 Generationenwirkung – Vermögensaufbau für Thüringen

Das Finanzmodell erzeugt einen Landesvermögensfonds, der über Jahrzehnte wächst.

23.16.1 Projektion des Zukunftsfonds bis 2050

JahrFondsvolumenTreiber
20302–3 Mrd. €erste Rückflüsse
20354–6 Mrd. €Break‑Even erreicht
20408–12 Mrd. €Export‑Royalty + Equity
205020–30 Mrd. €globale Skalierung

Der Zukunftsfonds wird damit zu einem generationenübergreifenden Vermögensanker, vergleichbar mit:

  • Norwegens Ölfonds

  • Singapurs Temasek

  • Finnlands Innovationsfonds

Nur: Thüringen baut ihn mit Technologie, nicht mit Rohstoffen.

23.17 Kapitalhebel – Wie 10 Mrd. € zu 100 Mrd. € Wertschöpfung werden

Das Finanzmodell erzeugt drei Hebel:

Hebel 1: Investitionshebel (Faktor 2–3)

Private Co‑Investments, Industrieinvestitionen, EU‑Programme.

10 Mrd. € → 20–30 Mrd. € Gesamtinvestitionen

Hebel 2: Wertschöpfungshebel (Faktor 3–4)

Pilotfabriken, Lieferketten, Exportmärkte.

20–30 Mrd. € → 60–120 Mrd. € BIP‑Effekt

Hebel 3: Vermögenshebel (Faktor 2–3)

Zukunftsfonds, Equity, Royalty, Export‑Royalty.

20–30 Mrd. € → 40–90 Mrd. € Vermögensaufbau

Gesamtwirkung: 10 Mrd. € → 100–150 Mrd. € Wertschöpfung bis 2050

Das ist der stärkste wirtschaftliche Hebel, den ein deutsches Bundesland je erzeugt hat.

23.18 Regionale Effekte – Wie die 6 Kernstandorte profitieren

Jeder Standort erhält eine eigene wirtschaftliche Dynamik:

  • Jena: KI, Photonik, BioTech → 20.000–30.000 Arbeitsplätze

  • Ilmenau: Quantum, Material → 10.000–15.000 Arbeitsplätze

  • Erfurt: Halbleiter, Energie → 25.000–35.000 Arbeitsplätze

  • Gera: MedTech → 10.000–15.000 Arbeitsplätze

  • Suhl: Robotik → 8.000–12.000 Arbeitsplätze

  • Nordhausen: Cybersecurity → 8.000–12.000 Arbeitsplätze

Damit entsteht ein polyzentraler Wohlstandsraum, der ganz Thüringen transformiert.

23.19 Internationale Effekte – Thüringen als globaler Player

Das Finanzmodell macht Thüringen zu einem globalen High‑Tech‑Akteur.

23.19.1 Exportvolumen 2040

  • 20–35 Mrd. €/Jahr

  • Schwerpunkt: KI‑Hardware, Photonik, MedTech, Robotik, Halbleiter, Quantum

23.19.2 Internationale Partnerschaften

  • USA (Jena)

  • Asien (Ilmenau)

  • Europa (Erfurt)

Diese Export‑Hubs machen Thüringen zu einem globalen Innovationsdreieck.

23.20 Gesamtwirkung des Finanzmodells (Abschluss)

Das Finanzmodell erzeugt:

  • Selbsttragfähigkeit ab 2035

  • Haushaltsüberschüsse ab 2035

  • Vermögensaufbau bis 30 Mrd. € bis 2050

  • 100–150 Mrd. € Wertschöpfung

  • 90.000–140.000 Arbeitsplätze

  • globale Exportfähigkeit

  • technologische Souveränität

  • regionale Balance

Damit ist Kapitel 23 vollständig und bildet die ökonomische Grundlage des gesamten Masterplans.

24. Wirkungsmodell und volkswirtschaftliche Effekte

Das Wirkungsmodell beschreibt, wie das 10‑Mrd.-Supercluster nicht nur Technologien und Unternehmen hervorbringt, sondern eine gesamte Volkswirtschaft transformiert. Es zeigt, wie aus Infrastruktur, Fonds, Hubs, Pilotfabriken und staatlichen Start‑ups ein selbstverstärkendes System entsteht, das Wachstum, Wohlstand und Souveränität erzeugt.

Das Modell basiert auf vier Wirkungsebenen:

  1. Technologische Wirkung

  2. Ökonomische Wirkung

  3. Soziale Wirkung

  4. Strukturelle Wirkung

Diese vier Ebenen verstärken sich gegenseitig und erzeugen einen multiplikativen Gesamteffekt.

24.1 Technologische Wirkung – Die neue Innovationsbasis Thüringens

Die technologische Wirkung entsteht durch:

  • 10 Technologiezentren

  • 12–15 Pilotfabriken

  • 9 Hub‑Typen

  • 14 Fonds

  • staatliche Start‑ups

  • IP‑Souveränität

Kerneffekte

  • Aufbau von 6 Leittechnologien (KI, Photonik, Quantum, Halbleiter, BioTech, Robotik)

  • TRL‑Sprünge durch Axelaritoren

  • Industrialisierung durch Pilotfabriken

  • Exportfähigkeit durch Export‑Hubs

  • IP‑Generierung und ‑Kontrolle

Ergebnis

Thüringen wird zu einem europäischen Deep‑Tech‑Leitstandort, der Technologien nicht nur erforscht, sondern produziert und exportiert.

24.2 Ökonomische Wirkung – Wachstum, Export, Rückflüsse

Die ökonomische Wirkung ist der stärkste Hebel des Systems.

A) Wachstumseffekte

  • 100–150 Mrd. € Wertschöpfung bis 2050

  • 20–35 Mrd. € jährliches Exportvolumen ab 2040

  • 90.000–140.000 neue Arbeitsplätze

B) Rückflüsse

  • Royalty: 200–400 Mio. €/Jahr ab 2035

  • Export‑Royalty: 300–600 Mio. €/Jahr ab 2035

  • Equity: 200–600 Mio. €/Jahr ab 2035

C) Fiskalische Effekte

  • 2,2–3,6 Mrd. €/Jahr Steuermehreinnahmen ab 2035

D) Vermögensaufbau

  • Zukunftsfonds wächst auf 20–30 Mrd. € bis 2050

Ergebnis

Das Supercluster wird zu einem dauerhaften wirtschaftlichen Motor, der Thüringen finanziell unabhängig macht.

24.3 Soziale Wirkung – Gesellschaftliche Transformation

Die soziale Wirkung entsteht durch:

  • Talent‑Fonds

  • Matching‑Hubs

  • Campus‑Cluster

  • Gründerstipendien

  • regionale Verteilung der Standorte

Kerneffekte

  • neue Mittelschicht durch High‑Tech‑Arbeitsplätze

  • regionale Gleichverteilung von Wohlstand

  • Rückkehr von Talenten

  • Zuzug internationaler Fachkräfte

  • neue Bildungswege (Technologie‑Campus, duale Programme)

Ergebnis

Thüringen wird zu einem sozial stabilen, attraktiven, zukunftsorientierten Lebensraum.

24.4 Strukturelle Wirkung – Die neue Wirtschaftsordnung Thüringens

Die strukturelle Wirkung ist die tiefste Ebene des Systems. Sie verändert die Wirtschaftsstruktur, nicht nur einzelne Branchen.

A) Von Industrie zu High‑Tech‑Industrie

  • klassische Industrie wird modernisiert

  • neue High‑Tech‑Industrien entstehen

  • Lieferketten werden regionalisiert

B) Von Abhängigkeit zu Souveränität

  • IP bleibt im Land

  • Export‑Royalty bindet Wertschöpfung

  • staatliche Start‑ups sichern kritische Technologien

C) Von Fragmentierung zu Systemintegration

  • Technologiezentren, Pilotfabriken, Hubs und Fonds arbeiten als ein System

  • Governance ist polyzentral und redundant

  • Kapitalflüsse sind geschlossen und selbstverstärkend

D) Von Haushaltsabhängigkeit zu Vermögensaufbau

  • Zukunftsfonds wird zu einem Landesvermögensfonds

  • Rückflüsse finanzieren neue Investitionen

  • System wird ab 2035 selbsttragend

Ergebnis

Thüringen erhält eine neue Wirtschaftsordnung, die auf Technologie, Export und Souveränität basiert.

24.5 Der Multiplikatoreffekt – Warum das System exponentiell wächst

Das Wirkungsmodell erzeugt einen selbstverstärkenden Kreislauf:

Technologie → Pilotfabrik → Export → Rückflüsse → neue Technologie

Dieser Kreislauf führt zu:

  • exponentiellem Wachstum

  • steigenden Rückflüssen

  • wachsendem Zukunftsfonds

  • neuen Technologiezentren

  • neuen Pilotfabriken

  • neuen staatlichen Start‑ups

Das System wird antifragil: Es wird stärker, je mehr es wächst.

24.6 Gesamtwirkung des Wirkungsmodells

Das Wirkungsmodell erzeugt:

  • technologische Souveränität

  • wirtschaftliche Stärke

  • soziale Stabilität

  • regionale Balance

  • globale Wettbewerbsfähigkeit

  • finanzielle Unabhängigkeit

  • generationenübergreifenden Vermögensaufbau

Damit ist Kapitel 24 vollständig und bildet die volkswirtschaftliche Begründung des gesamten Superclusters.

24.7 Internationale Wirkung – Thüringen als europäischer High‑Tech‑Akteur

Die internationale Wirkung entsteht aus drei Elementen:

  • Export‑Hubs (USA, Asien, Europa)

  • globale Pilotkunden

  • internationale IP‑Verwertung

Diese Elemente machen Thüringen zu einem globalen Innovationsstandort, der nicht nur Produkte exportiert, sondern Standards setzt.

A) Technologische Außenwirkung

Thüringen wird sichtbar als:

  • europäischer Photonik‑Leitstandort

  • europäischer Quantum‑Standort

  • deutscher Halbleiter‑Knoten

  • europäischer KI‑Hardware‑Standort

  • europäischer Robotik‑Standort

  • europäischer MedTech‑Standort

B) Wirtschaftliche Außenwirkung

  • Exportvolumen 2040: 20–35 Mrd. €/Jahr

  • internationale Lizenzverträge

  • globale Lieferketten

  • internationale Beteiligungen

C) Politische Außenwirkung

Thüringen wird zu einem:

  • strategischen Partner für EU‑Programme

  • Modell für staatliche Innovationssysteme

  • Vorbild für regionale Souveränitätsstrategien

Ergebnis

Thüringen wird ein europäischer High‑Tech‑Akteur, der global sichtbar ist.

24.8 Systemische Wirkung – Wie das Supercluster die gesamte Region transformiert

Die systemische Wirkung ist die tiefste Ebene des Wirkungsmodells. Sie beschreibt, wie das Supercluster nicht nur einzelne Branchen, sondern die gesamte Wirtschaftsordnung Thüringens verändert.

A) Transformation der Wirtschaftsstruktur

  • von Industrie → High‑Tech‑Industrie

  • von KMU‑Zulieferung → globale Lieferketten

  • von Forschung → Produktion → Export

B) Transformation der Arbeitswelt

  • neue High‑Tech‑Berufe

  • neue Ausbildungswege

  • neue Karrierepfade

  • neue Gründerkultur

C) Transformation der Regionen

  • polyzentrale Entwicklung

  • regionale Identität

  • gleichmäßige Wohlstandsverteilung

D) Transformation der Verwaltung

  • neue Governance‑Strukturen

  • digitale Prozesse

  • klare Zuständigkeiten

Ergebnis

Thüringen wird zu einem modernen, technologisch führenden, sozial stabilen Wirtschaftsraum.

24.9 Souveränitätswirkung – Die strategische Unabhängigkeit Thüringens

Das Supercluster erzeugt eine neue Form von technologischer und wirtschaftlicher Souveränität.

A) IP‑Souveränität

  • staatliche IP bleibt im Land

  • Golden‑Share verhindert Übernahmen

  • Export‑Royalty bindet Wertschöpfung

B) Produktionssouveränität

  • Pilotfabriken ermöglichen eigene Produktion

  • Lieferketten werden regionalisiert

  • kritische Technologien bleiben kontrollierbar

C) Finanzielle Souveränität

  • Zukunftsfonds wächst auf 20–30 Mrd. €

  • Rückflüsse finanzieren neue Investitionen

  • System wird haushaltsunabhängig

D) Talent‑Souveränität

  • eigene Ausbildungssysteme

  • eigene Talentkreisläufe

  • internationale Attraktivität

Ergebnis

Thüringen wird unabhängig von globalen Krisen, Kapitalmärkten und geopolitischen Schocks.

24.10 Gesellschaftliche Wirkung – Die neue Identität Thüringens

Das Supercluster erzeugt eine neue gesellschaftliche Identität, die auf Zukunft, Technologie und Selbstbewusstsein basiert.

A) Neue Selbstwahrnehmung

Thüringen wird nicht mehr als „Industrie‑Peripherie“ wahrgenommen, sondern als:

  • High‑Tech‑Land

  • Innovationsstandort

  • europäischer Zukunftsraum

B) Neue Generationenperspektive

  • junge Menschen bleiben im Land

  • internationale Talente kommen hinzu

  • neue Gründerkultur entsteht

C) Neue soziale Stabilität

  • hochwertige Arbeitsplätze

  • regionale Balance

  • stabile Mittelschicht

D) Neue politische Stabilität

  • breite gesellschaftliche Unterstützung

  • langfristige Planungssicherheit

  • überparteiliche Legitimation

Ergebnis

Thüringen erhält eine neue, positive, zukunftsorientierte Identität.

24.11 Gesamtwirkung des gesamten Wirkungsmodells

Das Wirkungsmodell erzeugt:

  • technologische Führerschaft

  • wirtschaftliche Stärke

  • soziale Stabilität

  • regionale Balance

  • globale Sichtbarkeit

  • finanzielle Unabhängigkeit

  • generationenübergreifenden Vermögensaufbau

  • politische Stabilität

  • Souveränität in kritischen Technologien

Damit ist Kapitel 24 vollständig und bildet die gesamtwirtschaftliche, gesellschaftliche und geopolitische Wirkungsebene des Superclusters.

25. Zeitplan und Meilensteine 2026–2040

Der Zeitplan des Superclusters ist so aufgebaut, dass er:

  • politisch realistisch,

  • finanziell machbar,

  • technologisch sinnvoll,

  • administrativ umsetzbar

  • und kommunikativ vermittelbar

ist.

Er gliedert sich in vier Phasen, die jeweils eigene Meilensteine, Outputs und Wirkungen haben:

  1. Aufbauphase (2026–2028)

  2. Expansionsphase (2028–2032)

  3. Skalierungsphase (2032–2036)

  4. Selbsttragende Phase (2036–2040)

Jede Phase baut logisch auf der vorherigen auf.

25.1 Phase 1: Aufbauphase (2026–2028)

Ziel: Strukturen schaffen, Institutionen gründen, Infrastruktur starten.

Meilensteine 2026

  • Verabschiedung des Supercluster‑Gesetzespakets

  • Gründung der Landesholding

  • Einrichtung der Zukunftsfonds‑Direktion

  • Start der Royalty‑ und Export‑Agentur

  • Start der Infrastrukturgesellschaft

  • Start der Talent‑Direktion

  • Start der Regulatory‑Direktion

  • Start der Supply‑Chain‑Direktion

Meilensteine 2027

  • Start der ersten 6 Technologiezentren

  • Start der ersten 4 Pilotfabriken

  • Start der ersten 4 Matching‑Hubs

  • Start der ersten 4 Axelaritoren

  • Start der ersten 2 Export‑Hubs

  • Start der ersten 2 Regulatory‑Hubs

  • Start der ersten 2 Supply‑Chain‑Hubs

  • Start der ersten 500 Gründerstipendien

Meilensteine 2028

  • Vollständige Inbetriebnahme aller 10 Technologiezentren

  • 8 Pilotfabriken in Betrieb

  • 8 Matching‑Hubs aktiv

  • 8 Axelaritoren aktiv

  • HPC‑Cluster online

  • 10 IP‑Hubs aktiv

  • 1.500 Gründerstipendien/Jahr

  • erste staatlichen Start‑ups gegründet

Ergebnis: Das Fundament steht. Die ersten Start‑ups entstehen. Die ersten Pilotfabriken laufen.

25.2 Phase 2: Expansionsphase (2028–2032)

Ziel: Technologien industrialisieren, Start‑ups skalieren, Export vorbereiten.

Meilensteine 2029

  • 12 Pilotfabriken in Betrieb

  • 10 Axelaritoren voll ausgelastet

  • 10 Matching‑Hubs voll aktiv

  • erste Royalty‑Einnahmen

  • erste Export‑Vorbereitungen

Meilensteine 2030

  • Export‑Hub USA (Jena) voll aktiv

  • Export‑Hub Asien (Ilmenau) voll aktiv

  • Export‑Hub Europa (Erfurt) voll aktiv

  • 2.500 Gründerstipendien/Jahr

  • 5.000 Talentstipendien/Jahr

  • erste internationale Lizenzverträge

Meilensteine 2031

  • 15 Pilotfabriken in Betrieb

  • 12 Axelaritoren aktiv

  • 12 Prototyping‑Hubs aktiv

  • erste Export‑Royalty‑Einnahmen

  • erste große Industriepartnerschaften

Meilensteine 2032

  • 50+ staatliche Start‑ups in Skalierung

  • 200+ private Start‑ups im Ökosystem

  • 10.000+ High‑Tech‑Arbeitsplätze

  • erste Exporte in Milliardenhöhe

Ergebnis: Thüringen wird sichtbar – national und international.

25.3 Phase 3: Skalierungsphase (2032–2036)

Ziel: Export skalieren, Rückflüsse maximieren, Zukunftsfonds wachsen lassen.

Meilensteine 2033

  • Royalty‑Einnahmen: 100–150 Mio. €/Jahr

  • Export‑Royalty: 50–100 Mio. €/Jahr

  • Equity‑Wert: 2–3 Mrd. €

Meilensteine 2034

  • 20.000+ High‑Tech‑Arbeitsplätze

  • 10–15 Mrd. € Exportvolumen

  • 100+ staatliche Start‑ups

  • 400+ private Start‑ups

Meilensteine 2035

  • Royalty: 200–300 Mio. €/Jahr

  • Export‑Royalty: 200–400 Mio. €/Jahr

  • Equity‑Wert: 4–6 Mrd. €

  • Zukunftsfonds erreicht Break‑Even

Meilensteine 2036

  • System wird selbsttragend

  • Rückflüsse > Investitionen

  • Zukunftsfonds wächst autonom

Ergebnis: Das System finanziert sich selbst. Thüringen wird souverän.

25.4 Phase 4: Selbsttragende Phase (2036–2040)

Ziel: Wachstum verstetigen, neue Technologiezentren aufbauen, global expandieren.

Meilensteine 2037

  • Zukunftsfonds: 6–8 Mrd. €

  • Exportvolumen: 20 Mrd. €/Jahr

  • 30.000+ High‑Tech‑Arbeitsplätze

Meilensteine 2038

  • neue Technologiezentren (2–3)

  • neue Pilotfabriken (3–5)

  • internationale Beteiligungen

Meilensteine 2039

  • Zukunftsfonds: 10–12 Mrd. €

  • Exportvolumen: 25–30 Mrd. €/Jahr

  • 50.000+ High‑Tech‑Arbeitsplätze

Meilensteine 2040

  • Zukunftsfonds: 12–15 Mrd. €

  • Exportvolumen: 30–35 Mrd. €/Jahr

  • 70.000–100.000 High‑Tech‑Arbeitsplätze

  • Thüringen ist europäischer High‑Tech‑Leitstandort

Ergebnis: Das System ist dauerhaft stabil, wachsend und global sichtbar.

25.5 Gesamtwirkung des Zeitplans

Der Zeitplan erzeugt:

  • Planbarkeit für Politik und Verwaltung

  • Sicherheit für Investoren

  • Transparenz für die Bevölkerung

  • Verlässlichkeit für Industriepartner

  • Dynamik für Start‑ups

  • Stabilität für das gesamte System

Er macht das Supercluster steuerbar, kommunizierbar und realistisch umsetzbar.

26. Implementierungsarchitektur und operative Roadmap

Die Implementierungsarchitektur ist der operative Bauplan des gesamten Superclusters. Sie übersetzt:

  • die Governance (Kap. 18),

  • die rechtliche Architektur (Kap. 19),

  • die Standortlogik (Kap. 20),

  • die Resilienzarchitektur (Kap. 22)

  • und das Finanzmodell (Kap. 23)

in konkrete Abläufe, Verantwortlichkeiten und Steuerungsmechanismen.

Sie besteht aus fünf Ebenen:

  1. Institutionelle Implementierung

  2. Administrative Implementierung

  3. Technologische Implementierung

  4. Finanzielle Implementierung

  5. Operative Implementierung

Jede Ebene ist notwendig, damit das System reibungslos, schnell und rechtssicher startet.

26.1 Institutionelle Implementierung – Wer führt das System aus?

Die institutionelle Implementierung baut die sechs zentralen Institutionen auf, die das System tragen:

  • Landesholding

  • Zukunftsfonds‑Direktion

  • Royalty‑ und Export‑Agentur

  • Infrastrukturgesellschaft

  • Talent‑ und Matching‑Direktion

  • Regulatory‑ und Supply‑Chain‑Direktion

Schritte der institutionellen Implementierung

  • Ernennung der Leitungen (2026)

  • Aufbau der Verwaltungsstrukturen (2026–2027)

  • Rekrutierung von 300–500 Schlüsselpersonen (2026–2028)

  • Aufbau der digitalen Plattform (2026–2028)

  • Einrichtung der Berichtssysteme (2027)

  • Aufbau der Audit‑ und Kontrollmechanismen (2027–2028)

Ergebnis

Ein voll funktionsfähiges institutionelles Rückgrat, das das gesamte System steuert.

26.2 Administrative Implementierung – Wie Verwaltung und Prozesse funktionieren

Die administrative Implementierung sorgt dafür, dass das System rechtssicher, effizient und schnell arbeitet.

Kernelemente

  • Standardisierte Förderprozesse

  • digitale Antragswege

  • zentrale Datenplattform

  • einheitliche IP‑Verträge

  • einheitliche Royalty‑Verträge

  • einheitliche Export‑Royalty‑Verträge

  • einheitliche Beteiligungsverträge

  • klare Zuständigkeiten zwischen Land, Kommunen und Institutionen

Administrative Leitprinzipien

  • One‑Stop‑Agency für Start‑ups

  • Fast‑Track‑Zertifizierung für Pilotfabriken

  • Digital‑First‑Verwaltung

  • Standardisierung statt Einzelfallprüfung

  • Transparenz durch Dashboards

Ergebnis

Die Verwaltung wird zum Enabler, nicht zum Flaschenhals.

26.3 Technologische Implementierung – Wie Technologiezentren und Pilotfabriken starten

Die technologische Implementierung umfasst:

  • Aufbau der 10 Technologiezentren

  • Aufbau der 12–15 Pilotfabriken

  • Aufbau der HPC‑Cluster

  • Aufbau der Reallabore

  • Aufbau der Prototyping‑Hubs

  • Aufbau der Axelaritoren

Technologische Roadmap

2026–2027:

  • Bau und Ausstattung der ersten 6 Technologiezentren

  • Aufbau der ersten 4 Pilotfabriken

  • Start der ersten 4 Axelaritoren

2027–2028:

  • Vollständige Inbetriebnahme aller 10 Technologiezentren

  • 8 Pilotfabriken in Betrieb

  • HPC‑Cluster online

2028–2030:

  • 12–15 Pilotfabriken voll funktionsfähig

  • 10 Axelaritoren aktiv

  • 10 Prototyping‑Hubs aktiv

Ergebnis

Thüringen erhält eine komplette Deep‑Tech‑Industrialisierungsinfrastruktur.

26.4 Finanzielle Implementierung – Wie die Fonds operativ arbeiten

Die finanzielle Implementierung umfasst:

  • Aufbau der Fondsverwaltung

  • Aufbau der Investitionsprozesse

  • Aufbau der Rückflussmechanismen

  • Aufbau der Risikoanalyse

  • Aufbau der Portfolio‑Steuerung

Finanzielle Roadmap

2026:

  • Start des Zukunftsfonds

  • Start des Deep‑Tech‑Fonds

  • Start des VC‑Fonds

  • Start des Co‑Investment‑Fonds

2027:

  • Start des Royalty‑Fonds

  • Start des Export‑Fonds

  • Start des Infrastruktur‑Fonds

  • Start des Talent‑Fonds

2028:

  • Start des Beteiligungs‑Fonds

  • Start des Matching‑Fonds

  • Start des Axelaritor‑Fonds

  • Start des Regulatory‑Fonds

  • Start des Supply‑Chain‑Fonds

Ergebnis

Die Fondsarchitektur wird vollständig operativ und beginnt zu investieren.

26.5 Operative Implementierung – Wie das System im Alltag funktioniert

Die operative Implementierung ist der tägliche Betrieb des Superclusters.

Kernelemente

  • Start‑up‑Onboarding

  • Team‑Matching

  • IP‑Transfer

  • Prototyping

  • Pilotfabrik‑Nutzung

  • Zertifizierung

  • Exportvorbereitung

  • Royalty‑Erhebung

  • Export‑Royalty‑Erhebung

  • Equity‑Management

Operative Leitprozesse

  • Start‑up‑Pipeline: Matching → Axelaritor → Pilotfabrik → Export

  • IP‑Pipeline: Technologiezentrum → IP‑Hub → Royalty‑Agentur

  • Talent‑Pipeline: Talent‑Fonds → Matching‑Hub → Start‑up

  • Export‑Pipeline: Pilotfabrik → Export‑Hub → Export‑Royalty

Ergebnis

Das System läuft wie ein industrielles Betriebssystem, das täglich Wertschöpfung erzeugt.

26.6 Die operative Roadmap 2026–2040

Die operative Roadmap verbindet alle Implementierungsebenen zu einem kohärenten Ablaufplan.

2026–2028: Aufbau

  • Institutionen

  • Fonds

  • Technologiezentren

  • Pilotfabriken

  • Hubs

  • digitale Plattform

2028–2032: Expansion

  • Skalierung der Pilotfabriken

  • Skalierung der Axelaritoren

  • Aufbau der Export‑Hubs

  • erste Royalty‑Einnahmen

2032–2036: Skalierung

  • Exportvolumen wächst

  • Rückflüsse steigen

  • Zukunftsfonds wächst

  • System nähert sich Break‑Even

2036–2040: Selbsttragende Phase

  • Rückflüsse > Investitionen

  • Zukunftsfonds wächst autonom

  • neue Technologiezentren entstehen

  • internationale Expansion

26.7 Gesamtwirkung der Implementierungsarchitektur

Die Implementierungsarchitektur sorgt dafür, dass das Supercluster:

  • schnell startet

  • rechtssicher arbeitet

  • effizient skaliert

  • finanziell stabil bleibt

  • technologisch führend wird

  • international sichtbar wird

  • dauerhaft selbsttragend wird

Damit ist Kapitel 26 vollständig und bildet die operative Grundlage des gesamten Masterplans.

26.7 Personalarchitektur – Die Menschen, die das System tragen

Die Personalarchitektur definiert, welche Rollen, Kompetenzen und Kapazitäten notwendig sind, um ein 10‑Mrd.-Supercluster operativ zu betreiben. Sie ist bewusst modular, skalierbar und redundant aufgebaut.

A) Schlüsselrollen in den sechs Leitinstitutionen

  • Landesholding: Portfolio‑Manager, IP‑Juristen, Risikoanalysten, Strategieteam

  • Zukunftsfonds‑Direktion: Investmentmanager, Analysten, Due‑Diligence‑Teams

  • Royalty‑Agentur: Lizenzmanager, Vertragsjuristen, Datenanalysten

  • Infrastrukturgesellschaft: Ingenieure, Betriebsleiter, Sicherheitsbeauftragte

  • Talent‑Direktion: HR‑Spezialisten, Matching‑Experten, Campus‑Manager

  • Regulatory‑Direktion: Zertifizierungsjuristen, Normungsexperten, Compliance‑Teams

B) Personalbedarf 2026–2030

  • 300–500 Schlüsselpersonen für die Leitinstitutionen

  • 1.500–2.000 Fachkräfte für Technologiezentren

  • 2.000–3.000 Fachkräfte für Pilotfabriken

  • 500–800 Personen für Hubs und Axelaritoren

C) Personalbedarf 2030–2040

  • 5.000–7.000 zusätzliche High‑Tech‑Fachkräfte

  • 1.000+ internationale Talente

  • 1.500+ neue Professuren, Dozenten, Forscher

D) Personalstrategie

  • Talent‑Fonds finanziert Stipendien, Professuren, Campus‑Wohnungen

  • Matching‑Hubs sorgen für Team‑ und Rollenbesetzung

  • Export‑Hubs rekrutieren internationale Talente

  • Campus‑Cluster schaffen Wohnraum und soziale Infrastruktur

Ergebnis: Eine skalierbare, resiliente Personalarchitektur, die das System über Jahrzehnte trägt.

26.8 Digitale Systemarchitektur – Das Nervensystem des Superclusters

Die digitale Architektur ist die unsichtbare Infrastruktur, die alle Fonds, Hubs, Pilotfabriken und Technologiezentren verbindet. Sie besteht aus fünf Schichten:

A) Datenebene

  • zentrale Datenplattform

  • Echtzeit‑Monitoring

  • Risiko‑Heatmaps

  • IP‑Tracking

  • Royalty‑Tracking

  • Export‑Royalty‑Tracking

B) Prozessebene

  • digitale Förderprozesse

  • digitale IP‑Prozesse

  • digitale Exportprozesse

  • digitale Zertifizierungsprozesse

C) Integrationsschicht

  • API‑basierte Verbindung aller Institutionen

  • standardisierte Datenformate

  • automatisierte Berichte

D) Analyseebene

  • KI‑gestützte Risikoanalyse

  • KI‑gestützte Kapazitätsplanung

  • KI‑gestützte Talent‑Matching‑Algorithmen

E) Steuerungsebene

  • Dashboards für Landesholding, Fonds, Hubs

  • operative Steuerung der Pilotfabriken

  • Export‑Monitoring

  • Lieferketten‑Monitoring

Ergebnis: Ein digital integriertes, hochautomatisiertes Steuerungssystem, das das Supercluster effizient, transparent und resilient macht.

26.9 Operative Eskalations- und Entscheidungslogik

Ein System dieser Größe braucht eine klare, schnelle und rechtssichere Entscheidungsarchitektur, die verhindert, dass Projekte stecken bleiben oder Risiken eskalieren.

A) Die vier Eskalationsstufen

  1. Stufe 1 – Operative Ebene

    • Technologiezentren, Pilotfabriken, Hubs

    • lösen 80 % aller Probleme selbst

  2. Stufe 2 – Direktionsebene

    • Talent‑Direktion, Infrastrukturgesellschaft, Regulatory‑Direktion

    • lösen komplexe, aber nicht strategische Probleme

  3. Stufe 3 – Zukunftsfonds‑Direktion / Royalty‑Agentur

    • lösen finanzielle, IP‑bezogene oder exportbezogene Probleme

  4. Stufe 4 – Landesholding

    • entscheidet über strategische, systemkritische Fragen

    • z. B. Standortverlagerungen, IP‑Souveränität, Beteiligungsfragen

B) Entscheidungsprinzipien

  • Schnelligkeit: Entscheidungen innerhalb von 14 Tagen

  • Transparenz: dokumentierte Entscheidungswege

  • Subsidiarität: niedrigste Ebene entscheidet

  • Souveränität: IP‑ und Standortfragen immer auf Landesholding‑Ebene

  • Resilienz: Entscheidungen müssen systemstabilisierend sein

C) Operative Entscheidungszyklen

  • wöchentlich: operative Koordination (Pilotfabriken, Hubs)

  • monatlich: Fondssteuerung, Risikoanalyse

  • quartalsweise: strategische Steuerungskreise

  • jährlich: Supercluster‑Report, Technologie‑Roadmap

Ergebnis: Ein schnelles, robustes, transparentes Entscheidungssystem, das das Supercluster vor Bürokratie schützt.

26.10 Gesamtwirkung der erweiterten Implementierungsarchitektur

Die erweiterte Implementierungsarchitektur erzeugt:

  • operative Geschwindigkeit

  • administrative Effizienz

  • technologische Tiefe

  • finanzielle Stabilität

  • digitale Transparenz

  • personelle Skalierbarkeit

  • strategische Souveränität

Sie macht das Supercluster umsetzbar, steuerbar und dauerhaft funktionsfähig.

27. Monitoring‑ und Evaluationssystem

Das Monitoring‑ und Evaluationssystem ist das Mess‑, Analyse‑ und Steuerungsinstrument des Superclusters. Es sorgt dafür, dass:

  • alle Fonds korrekt arbeiten,

  • alle Pilotfabriken effizient laufen,

  • alle Technologiezentren produktiv sind,

  • alle Hubs ihre Funktion erfüllen,

  • alle Rückflüsse korrekt erfasst werden,

  • Risiken früh erkannt werden,

  • politische Entscheidungen datenbasiert erfolgen,

  • und das System langfristig stabil bleibt.

Es besteht aus fünf Ebenen:

  1. Indikatoren‑System

  2. Daten‑ und Monitoring‑Plattform

  3. Evaluationszyklen

  4. Berichtsarchitektur

  5. Steuerungslogik

27.1 Indikatoren‑System – Was gemessen wird

Das Indikatoren‑System umfasst fünf Kategorien, die alle relevanten Dimensionen abdecken.

A) Technologische Indikatoren

  • Anzahl neuer Patente

  • Anzahl neuer IP‑Linien

  • TRL‑Sprünge (Technology Readiness Level)

  • Anzahl marktreifer Technologien

  • Anzahl zertifizierter Produkte

B) Ökonomische Indikatoren

  • Royalty‑Einnahmen

  • Export‑Royalty‑Einnahmen

  • Equity‑Wertsteigerung

  • Exportvolumen

  • BIP‑Beitrag

  • private Co‑Investments

C) Soziale Indikatoren

  • Anzahl neuer Arbeitsplätze

  • Anzahl neuer Talente im System

  • Anzahl internationaler Fachkräfte

  • regionale Verteilung der Beschäftigung

  • Anzahl neuer Professuren

D) Strukturelle Indikatoren

  • Auslastung der Pilotfabriken

  • Auslastung der Technologiezentren

  • Lieferkettenstabilität

  • Zertifizierungsdauer

  • Team‑Matching‑Effizienz

E) Governance‑Indikatoren

  • Fondsperformance

  • Risikoindikatoren

  • Compliance‑Indikatoren

  • IP‑Schutzindikatoren

  • Standortbindungsindikatoren

Ergebnis: Ein vollständiges, multidimensionales Indikatorensystem, das alle Ebenen des Superclusters abbildet.

27.2 Daten‑ und Monitoring‑Plattform – Das digitale Nervensystem

Die Datenplattform ist die zentrale Monitoring‑Instanz des Systems. Sie sammelt Daten aus:

  • Fonds

  • Pilotfabriken

  • Technologiezentren

  • Hubs

  • Start‑ups

  • Export‑Hubs

  • Lieferketten

  • IP‑Hubs

Funktionen der Plattform

  • Echtzeit‑Monitoring

  • Risiko‑Heatmaps

  • IP‑Tracking

  • Royalty‑Tracking

  • Export‑Royalty‑Tracking

  • Pilotfabrik‑Auslastung

  • Talent‑Matching‑Daten

  • Export‑Performance

  • Lieferketten‑Stabilität

Technische Architektur

  • API‑basierte Integration

  • KI‑gestützte Analyse

  • automatisierte Berichte

  • Dashboard für jede Institution

  • Dashboard für die Landesholding

  • Dashboard für die Politik

Ergebnis: Ein digital integriertes, KI‑gestütztes Steuerungssystem, das das Supercluster in Echtzeit sichtbar macht.

27.3 Evaluationszyklen – Wie das System bewertet wird

Das Evaluationssystem arbeitet in vier Zyklen, die unterschiedliche Tiefenebenen abdecken.

A) Wöchentliche Zyklen

  • operative Steuerung

  • Pilotfabrik‑Auslastung

  • Team‑Matching

  • Zertifizierungsstatus

B) Monatliche Zyklen

  • Fondsperformance

  • Risikoanalyse

  • IP‑Pipeline

  • Export‑Pipeline

C) Quartalszyklen

  • strategische Steuerungskreise

  • Standortentwicklung

  • Lieferkettenanalyse

  • Talententwicklung

D) Jahreszyklen

  • Supercluster‑Report

  • Technologie‑Roadmap

  • Finanzbericht

  • Governance‑Audit

  • externe Evaluation

Ergebnis: Ein mehrstufiges Evaluationssystem, das operative Geschwindigkeit und strategische Tiefe kombiniert.

27.4 Berichtsarchitektur – Wie das System kommuniziert

Die Berichtsarchitektur sorgt für Transparenz, Legitimation und politische Stabilität.

A) Interne Berichte

  • wöchentliche operative Reports

  • monatliche Fondsberichte

  • quartalsweise Risiko‑Reports

  • jährliche Technologie‑Roadmaps

B) Externe Berichte

  • jährlicher Supercluster‑Report

  • jährlicher Finanzbericht

  • jährlicher IP‑Report

  • jährlicher Export‑Report

  • jährlicher Talent‑Report

C) Politische Berichte

  • jährlicher Bericht an den Landtag

  • halbjährliche Anhörungen

  • Sonderberichte bei Krisen

D) Öffentliche Transparenz

  • Dashboard für Bürger

  • Dashboard für Medien

  • Dashboard für Investoren

Ergebnis: Ein transparentes, politisch stabiles und öffentlich nachvollziehbares System.

27.5 Steuerungslogik – Wie Entscheidungen datenbasiert getroffen werden

Die Steuerungslogik verbindet Monitoring und Governance.

A) Daten → Analyse → Entscheidung

  • Datenplattform liefert Echtzeitdaten

  • Risiko‑Heatmaps identifizieren Probleme

  • Direktionen analysieren

  • Landesholding entscheidet

B) Frühwarnsystem

  • Lieferkettenrisiken

  • Exportrisiken

  • IP‑Risiken

  • Talentengpässe

  • Pilotfabrik‑Engpässe

C) Automatisierte Eskalation

  • operative Ebene → Direktion → Landesholding

  • klare Entscheidungswege

  • schnelle Reaktionszeiten

D) Strategische Steuerung

  • jährliche Technologie‑Roadmap

  • jährliche Investitionsstrategie

  • jährliche Standortstrategie

  • jährliche Exportstrategie

Ergebnis: Ein datenbasiertes, schnelles, robustes Steuerungssystem, das das Supercluster über Jahrzehnte stabil hält.

27.6 Gesamtwirkung des Monitoring‑ und Evaluationssystems

Das System erzeugt:

  • Transparenz

  • Steuerbarkeit

  • Risikokontrolle

  • politische Legitimation

  • finanzielle Stabilität

  • technologische Priorisierung

  • soziale und regionale Balance

  • internationale Wettbewerbsfähigkeit

Damit ist Kapitel 27 vollständig und bildet die wissenschaftliche und operative Kontrollarchitektur des gesamten Superclusters.

28. Kommunikationsarchitektur für internationale Partner

Die internationale Kommunikationsarchitektur ist der strategische Rahmen, der Thüringen im globalen Wettbewerb positioniert. Sie sorgt dafür, dass:

  • internationale Investoren Vertrauen entwickeln,

  • globale Unternehmen Kooperationen eingehen,

  • internationale Talente nach Thüringen kommen,

  • Exportmärkte geöffnet werden,

  • und Thüringen als europäischer High‑Tech‑Leitstandort wahrgenommen wird.

Die Architektur besteht aus fünf Ebenen:

  1. Globale Markenstrategie

  2. Internationale Zielgruppenarchitektur

  3. Kommunikationskanäle und -instrumente

  4. Export‑ und Diplomatiearchitektur

  5. Internationale Governance‑Strukturen

28.1 Globale Markenstrategie – Thüringen als europäische High‑Tech‑Marke

Die Marke des Superclusters muss international klar, stark und wiedererkennbar sein.

Kernbotschaft

„Thuringia Deep Tech Cluster – Europe’s Engine for Sovereign Innovation.“

Diese Botschaft transportiert:

  • technologische Führerschaft,

  • europäische Souveränität,

  • industrielle Skalierbarkeit,

  • globale Anschlussfähigkeit.

Markenwerte

  • Sovereignty – IP‑Kontrolle, staatliche Start‑ups, Export‑Royalty

  • Excellence – Photonik, Quantum, KI‑Hardware, Halbleiter

  • Reliability – Pilotfabriken, Lieferketten, Zertifizierung

  • Openness – internationale Kooperationen, Export‑Hubs

  • Impact – 100.000+ High‑Tech‑Arbeitsplätze, 30 Mrd. € Exportvolumen

Markenarchitektur

  • Dachmarke: Thuringia Deep Tech Cluster

  • Submarken:

    • Photonics Valley Jena

    • Quantum Hub Ilmenau

    • Semiconductor Core Erfurt

    • MedTech Axis Gera–Jena

    • Robotics District Suhl

    • Cyber Sovereignty Node Nordhausen

Ergebnis: Eine globale Marke, die technologisch, politisch und wirtschaftlich anschlussfähig ist.

28.2 Internationale Zielgruppenarchitektur

Die internationale Kommunikation richtet sich an sechs Zielgruppen:

1. Globale Unternehmen

Botschaft: „Thüringen bietet Pilotfabriken, Testfelder und skalierbare Kooperationen.“

2. Internationale Investoren

Botschaft: „Thüringen ist ein risikoarmes, staatlich abgesichertes Deep‑Tech‑Ökosystem.“

3. Internationale Talente

Botschaft: „Thüringen ist der beste Ort in Europa für High‑Tech‑Karrieren.“

4. Wissenschaftliche Institutionen

Botschaft: „Thüringen bietet die modernste Forschungsinfrastruktur Europas.“

5. Regierungen und diplomatische Partner

Botschaft: „Thüringen ist ein strategischer Partner für europäische Souveränität.“

6. Internationale Medien

Botschaft: „Thüringen ist Europas neues High‑Tech‑Zentrum.“

Ergebnis: Jede Zielgruppe erhält eine klare, differenzierte Kommunikationslinie.

28.3 Kommunikationskanäle und -instrumente

Die internationale Kommunikation nutzt acht Kanäle:

1. Export‑Hubs (USA, Asien, Europa)

  • zentrale Botschafter des Superclusters

  • lokale PR‑Arbeit

  • Investorenkontakte

  • Regierungsdialoge

2. Internationale Leitmessen

  • CES (USA)

  • Photonics West (USA)

  • SEMICON (Asien, Europa)

  • MEDICA (Europa)

  • Hannover Messe (Europa)

3. Globale Medienarbeit

  • internationale Pressemitteilungen

  • Fachartikel

  • Interviews

  • Hintergrundgespräche

4. Diplomatische Kanäle

  • EU‑Delegationen

  • Botschaften

  • bilaterale Technologiepartnerschaften

5. Internationale Roadshows

  • USA (Boston, Silicon Valley)

  • Asien (Seoul, Taipei, Tokyo, Singapore)

  • Europa (Paris, Helsinki, Zürich)

6. Digitale Plattformen

  • internationale Website

  • englischsprachige Dashboards

  • Investorenportal

  • Talentportal

7. Thought Leadership

  • Whitepapers

  • internationale Panels

  • wissenschaftliche Publikationen

8. Global Ambassadors Program

  • internationale Wissenschaftler

  • Unternehmer

  • Investoren

Ergebnis: Eine globale Kommunikationsarchitektur, die Sichtbarkeit, Vertrauen und Partnerschaften erzeugt.

28.4 Export‑ und Diplomatiearchitektur

Die Export‑ und Diplomatiearchitektur verbindet wirtschaftliche und politische Kommunikation.

A) Export‑Diplomatie

  • Export‑Hubs arbeiten mit Botschaften zusammen

  • Export‑Royalty wird international erklärt

  • Pilotkundenprogramme werden global vermarktet

B) Technologie‑Diplomatie

  • Kooperationen mit USA, Japan, Südkorea, Israel, Singapur

  • gemeinsame Forschungsprogramme

  • bilaterale Innovationsabkommen

C) EU‑Diplomatie

  • Einbettung in IPCEI‑Programme

  • EU‑Förderprogramme

  • europäische Souveränitätsinitiativen

D) Standort‑Diplomatie

  • Delegationsreisen

  • Standortpräsentationen

  • internationale Investorenkonferenzen

Ergebnis: Thüringen wird ein diplomatischer High‑Tech‑Akteur, nicht nur ein Wirtschaftsstandort.

28.5 Internationale Governance‑Strukturen

Damit die internationale Kommunikation dauerhaft funktioniert, braucht es klare Strukturen.

A) International Board

  • Vertreter der Export‑Hubs

  • Vertreter der Landesholding

  • Vertreter der Zukunftsfonds‑Direktion

  • Vertreter der Technologiezentren

B) International Advisory Council

  • internationale Wissenschaftler

  • globale Unternehmer

  • Investoren

  • ehemalige Regierungsvertreter

C) International Operations Unit

  • PR‑Teams

  • Diplomatie‑Teams

  • Investorenbetreuung

  • Talent‑Recruiting

D) Internationale KPI‑Systeme

  • Exportvolumen

  • internationale Investitionen

  • internationale Talente

  • internationale Medienreichweite

Ergebnis: Eine professionelle, dauerhafte internationale Struktur, die das Supercluster global verankert.

28.6 Gesamtwirkung der internationalen Kommunikationsarchitektur

Die internationale Kommunikationsarchitektur erzeugt:

  • globale Sichtbarkeit

  • internationale Investitionen

  • strategische Partnerschaften

  • Talentzuzug

  • Exportwachstum

  • politische Legitimation

  • technologische Führerschaft

Sie macht Thüringen zu einem europäischen High‑Tech‑Akteur, der global wahrgenommen und respektiert wird.

29. Transformationslogik für Verwaltung und Gesetzgebung

Die Transformationslogik beschreibt, wie Verwaltung, Gesetzgebung und politische Steuerung so weiterentwickelt werden, dass das Supercluster schnell, effizient, rechtssicher und resilient umgesetzt werden kann. Sie ist der institutionelle Unterbau, der sicherstellt, dass:

  • Entscheidungen schnell getroffen werden,

  • Prozesse standardisiert sind,

  • Zuständigkeiten klar geregelt sind,

  • Bürokratie minimiert wird,

  • und das System politisch stabil bleibt.

Die Transformationslogik besteht aus fünf Ebenen:

  1. Verwaltungsmodernisierung

  2. Gesetzgeberische Transformation

  3. Politische Steuerungslogik

  4. Interinstitutionelle Koordination

  5. Langfristige Stabilisierung

29.1 Verwaltungsmodernisierung – Die Verwaltung als Enabler

Damit das Supercluster funktioniert, muss die Verwaltung von einem prüfenden zu einem ermöglichenden System werden.

A) Digital‑First‑Verwaltung

  • alle Förderprozesse digital

  • alle IP‑Prozesse digital

  • alle Exportprozesse digital

  • alle Zertifizierungsprozesse digital

  • zentrale Datenplattform für alle Institutionen

B) Standardisierung statt Einzelfallprüfung

  • Standardverträge für IP

  • Standardverträge für Royalty

  • Standardverträge für Export‑Royalty

  • Standardverträge für Beteiligungen

  • Standardprozesse für Pilotfabrik‑Zugang

C) One‑Stop‑Agency für Start‑ups

  • ein einziger Zugangspunkt

  • keine Mehrfachanträge

  • keine redundanten Prüfungen

  • klare Ansprechpartner

D) Fast‑Track‑Mechanismen

  • 30‑Tage‑Entscheidungsfenster

  • beschleunigte Zertifizierung

  • beschleunigte Förderentscheidungen

  • beschleunigte IP‑Freigaben

Ergebnis: Die Verwaltung wird zum Beschleuniger, nicht zum Flaschenhals.

29.2 Gesetzgeberische Transformation – Die rechtliche Grundlage der Zukunft

Die Gesetzgebung muss das Supercluster dauerhaft absichern. Dazu gehören:

A) Supercluster‑Grundlagengesetz

  • definiert Ziele, Strukturen, Institutionen

  • verankert die 14 Fonds

  • verankert die 9 Hub‑Typen

  • verankert die 10 Technologiezentren

  • verankert die 12–15 Pilotfabriken

B) Landesholding‑Gesetz

  • schafft die politisch unabhängige Landesholding

  • regelt IP‑Souveränität

  • regelt Beteiligungslogik

  • regelt Golden‑Share‑Mechanismus

C) Royalty‑ und Export‑Royalty‑Gesetz

  • definiert Royalty als Nutzungsentgelt

  • definiert Export‑Royalty als Umsatzbeteiligung

  • macht das System EU‑konform

D) Start‑up‑ und IP‑Gesetz

  • regelt staatliche Start‑ups

  • regelt IP‑Transfer

  • regelt Standortbindung

E) Infrastruktur‑ und Pilotfabrikengesetz

  • regelt Betrieb, Finanzierung, Zugang

  • schafft Rechtssicherheit für Industriepartner

Ergebnis: Ein rechtsfestes, politisch unabhängiges, EU‑konformes System.

29.3 Politische Steuerungslogik – Stabilität über Legislaturperioden hinweg

Ein 10‑Mrd.-Supercluster braucht politische Stabilität über Jahrzehnte.

A) Entpolitisierung der operativen Ebene

  • Landesholding ist politisch unabhängig

  • Fonds arbeiten nach klaren Regeln

  • operative Entscheidungen sind nicht politisch

B) Parlamentarische Kontrolle ohne operative Eingriffe

  • jährlicher Bericht an den Landtag

  • Anhörungen

  • Transparenz

  • aber: keine Einmischung in operative Entscheidungen

C) Überparteiliche Legitimation

  • klare Kommunikation

  • regionale Verteilung

  • wirtschaftliche Effekte

  • soziale Effekte

D) Langfristige Planungssicherheit

  • gesetzlich verankerte Fonds

  • gesetzlich verankerte Institutionen

  • gesetzlich verankerte Rückflusslogik

Ergebnis: Das System bleibt stabil, selbst bei Regierungswechseln.

29.4 Interinstitutionelle Koordination – Wie das System zusammenarbeitet

Die Transformationslogik definiert klare Koordinationsmechanismen.

A) Strategischer Steuerungskreis

  • Landesholding

  • Zukunftsfonds‑Direktion

  • Royalty‑Agentur

  • Infrastrukturgesellschaft

  • Talent‑Direktion

  • Regulatory‑Direktion

B) Operatives Koordinationsboard

  • Technologiezentren

  • Pilotfabriken

  • Axelaritoren

  • Matching‑Hubs

  • Export‑Hubs

C) Daten‑ und Monitoring‑Plattform

  • Echtzeit‑Daten

  • Risiko‑Heatmaps

  • IP‑Tracking

  • Export‑Tracking

D) Eskalationslogik

  • operative Ebene

  • Direktionsebene

  • Landesholding

Ergebnis: Ein koordiniertes, integriertes, reibungslos funktionierendes System.

29.5 Langfristige Stabilisierung – Wie das System dauerhaft funktioniert

Die langfristige Stabilisierung basiert auf vier Säulen:

A) Selbsttragfähigkeit

  • Rückflüsse > Investitionen ab 2035

  • Zukunftsfonds wächst autonom

B) Resilienzarchitektur

  • polyzentrale Standorte

  • redundante Pilotfabriken

  • diversifizierte Fonds

  • Export‑Diversifikation

C) institutionelle Redundanz

  • keine Institution ist systemkritisch

  • klare Vertretungslogiken

  • klare Eskalationswege

D) gesellschaftliche Verankerung

  • regionale Identität

  • neue Mittelschicht

  • neue Gründerkultur

  • neue Bildungswege

Ergebnis: Das Supercluster wird zu einem dauerhaften, generationenübergreifenden System, das nicht mehr rückbaubar ist.

29.6 Gesamtwirkung der Transformationslogik

Die Transformationslogik erzeugt:

  • eine moderne Verwaltung, die Innovation ermöglicht

  • eine stabile Gesetzgebung, die das System schützt

  • eine entpolitisierte operative Ebene, die schnell arbeitet

  • eine koordinierte Governance, die reibungslos funktioniert

  • eine langfristige Stabilität, die das System über Jahrzehnte trägt

Damit ist Kapitel 29 vollständig und bildet die institutionelle und gesetzgeberische Transformationsgrundlage des gesamten Superclusters.

30. Gesamtarchitektur des 10‑Mrd.-Superclusters (Synthese)

Die Gesamtarchitektur beschreibt das Supercluster als ein einziges, integriertes, polyzentrisches, selbstverstärkendes System, das aus vielen Bausteinen besteht, aber wie ein organisches Ganzes funktioniert. Sie zeigt, wie alle Elemente ineinandergreifen und warum das System nicht scheitern kann, solange seine Architektur intakt bleibt.

Die Gesamtarchitektur besteht aus sechs Schichten:

  1. Strategische Schicht (Ziele, Souveränität, Mission)

  2. Institutionelle Schicht (Governance, Fonds, Direktionen)

  3. Technologische Schicht (Zentren, Pilotfabriken, Hubs)

  4. Ökonomische Schicht (Finanzmodell, Rückflüsse, Export)

  5. Soziale Schicht (Talente, Regionen, Gesellschaft)

  6. Resilienz‑ und Steuerungsschicht (Monitoring, Risiko, Gesetzgebung)

Diese sechs Schichten bilden zusammen ein geschlossenes Innovations‑ und Industrialisierungssystem, das dauerhaft wächst.

30.1 Strategische Schicht – Die Mission des Superclusters

Die strategische Schicht definiert das Warum des Systems.

Kernziele

  • technologische Souveränität

  • wirtschaftliche Selbsttragfähigkeit

  • globale Wettbewerbsfähigkeit

  • regionale Balance

  • gesellschaftliche Stabilität

  • generationenübergreifender Vermögensaufbau

Strategische Leitprinzipien

  • Polyzentralität

  • Redundanz

  • Souveränität

  • Skalierbarkeit

  • Exportorientierung

  • IP‑Kontrolle

  • Talentkreisläufe

Diese Prinzipien prägen alle weiteren Schichten.

30.2 Institutionelle Schicht – Das Rückgrat des Systems

Die institutionelle Schicht umfasst die sechs Leitinstitutionen, die das System steuern:

  • Landesholding

  • Zukunftsfonds‑Direktion

  • Royalty‑ und Export‑Agentur

  • Infrastrukturgesellschaft

  • Talent‑Direktion

  • Regulatory‑ und Supply‑Chain‑Direktion

Funktion der institutionellen Schicht

  • strategische Steuerung

  • finanzielle Steuerung

  • IP‑Steuerung

  • Export‑Steuerung

  • Talent‑Steuerung

  • Zertifizierungs‑ und Normungssteuerung

Warum diese Schicht entscheidend ist

Sie macht das System politisch unabhängig, rechtssicher, finanziell stabil und operativ steuerbar.

30.3 Technologische Schicht – Die industrielle Basis

Die technologische Schicht umfasst:

  • 10 Technologiezentren

  • 12–15 Pilotfabriken

  • 9 Hub‑Typen

  • HPC‑Cluster

  • Reallabore

  • staatliche Start‑ups

Funktion der technologischen Schicht

  • Forschung → Prototyping → Pilotproduktion → Export

  • TRL‑Sprünge

  • Industrialisierung

  • Zertifizierung

  • Skalierung

Warum diese Schicht entscheidend ist

Sie macht Thüringen zu einem produzierenden High‑Tech‑Standort, nicht nur zu einem Forschungsstandort.

30.4 Ökonomische Schicht – Das Finanz‑ und Wertschöpfungssystem

Die ökonomische Schicht umfasst:

  • 14 Fonds

  • Royalty

  • Export‑Royalty

  • Equity

  • Infrastrukturgebühren

  • Exportvolumen

  • Zukunftsfonds

Funktion der ökonomischen Schicht

  • Finanzierung des Aufbaus

  • Finanzierung der Skalierung

  • Rückflüsse ab 2030

  • Selbsttragfähigkeit ab 2035

  • Vermögensaufbau bis 2050

Warum diese Schicht entscheidend ist

Sie macht das System finanziell unabhängig und erzeugt einen Landesvermögensfonds.

30.5 Soziale Schicht – Die Menschen und Regionen

Die soziale Schicht umfasst:

  • Talent‑Fonds

  • Matching‑Hubs

  • Campus‑Cluster

  • Gründerstipendien

  • regionale Standortlogik

  • neue Mittelschicht

Funktion der sozialen Schicht

  • Talente ausbilden

  • Talente halten

  • Talente anziehen

  • Regionen entwickeln

  • soziale Stabilität schaffen

Warum diese Schicht entscheidend ist

Sie macht das System gesellschaftlich verankert, regional ausgewogen und demografisch stabil.

30.6 Resilienz‑ und Steuerungsschicht – Die Stabilität des Systems

Diese Schicht umfasst:

  • Risikoarchitektur

  • Monitoring‑System

  • Evaluationssystem

  • Gesetzgebung

  • Eskalationslogik

  • institutionelle Redundanz

Funktion der Resilienzschicht

  • Risiken früh erkennen

  • Risiken abfedern

  • Entscheidungen beschleunigen

  • Governance stabilisieren

  • System über Jahrzehnte sichern

Warum diese Schicht entscheidend ist

Sie macht das System antifragil – es wird stärker, je mehr es wächst.

30.7 Die Gesamtarchitektur als geschlossenes System

Alle sechs Schichten greifen ineinander wie ein komplexes, aber harmonisches Betriebssystem.

Der zentrale Kreislauf

Technologie → Pilotfabrik → Export → Rückflüsse → Zukunftsfonds → neue Technologie

Der soziale Kreislauf

Talente → Teams → Start‑ups → Arbeitsplätze → regionale Entwicklung → neue Talente

Der institutionelle Kreislauf

Governance → Monitoring → Entscheidungen → Anpassungen → Stabilität

Der ökonomische Kreislauf

Investition → Wertschöpfung → Export → Vermögensaufbau → Reinvestition

Der resiliente Kreislauf

Risiko → Analyse → Reaktion → Redundanz → Robustheit

Diese Kreisläufe machen das Supercluster zu einem selbstverstärkenden, selbsttragenden, selbststabilisierenden System.

30.8 Gesamtwirkung der Gesamtarchitektur

Die Gesamtarchitektur erzeugt:

  • technologische Führerschaft

  • wirtschaftliche Stärke

  • soziale Stabilität

  • regionale Balance

  • globale Sichtbarkeit

  • finanzielle Unabhängigkeit

  • politische Stabilität

  • generationenübergreifenden Vermögensaufbau

  • Souveränität in kritischen Technologien

Sie macht Thüringen zu einem europäischen High‑Tech‑Leitstandort, der dauerhaft wächst und global relevant ist.

30.9 Die Interdependenz der sechs Schichten – Wie das System als Organismus funktioniert

Die sechs Schichten der Gesamtarchitektur sind nicht nebeneinander angeordnet, sondern ineinander verschränkt. Sie bilden ein komplexes, aber harmonisches System, das wie ein Organismus funktioniert.

A) Strategische Schicht ↔ Institutionelle Schicht

  • Die strategischen Ziele (Souveränität, Selbsttragfähigkeit, Export) bestimmen die institutionelle Architektur.

  • Die Institutionen wiederum sichern die strategischen Ziele über Jahrzehnte ab.

B) Institutionelle Schicht ↔ Technologische Schicht

  • Die Institutionen finanzieren, steuern und regulieren die Technologiezentren und Pilotfabriken.

  • Die technologischen Outputs (IP, Produkte, Exporte) speisen die Institutionen mit Rückflüssen.

C) Technologische Schicht ↔ Ökonomische Schicht

  • Technologie erzeugt Wertschöpfung.

  • Wertschöpfung erzeugt Rückflüsse.

  • Rückflüsse finanzieren neue Technologie.

D) Ökonomische Schicht ↔ Soziale Schicht

  • Wertschöpfung schafft Arbeitsplätze.

  • Arbeitsplätze schaffen Talente.

  • Talente schaffen neue Unternehmen.

  • Neue Unternehmen schaffen neue Wertschöpfung.

E) Soziale Schicht ↔ Resilienzschicht

  • Talente und Regionen stabilisieren das System gesellschaftlich.

  • Monitoring, Risikoarchitektur und Gesetzgebung stabilisieren es institutionell.

F) Resilienzschicht ↔ Strategische Schicht

  • Die Resilienzarchitektur schützt die strategischen Ziele.

  • Die strategischen Ziele definieren die Resilienzmechanismen.

Ergebnis: Ein geschlossener, selbstverstärkender Kreislauf, in dem jede Schicht die anderen trägt.

30.10 Die Systemlogik – Warum das Supercluster nicht scheitern kann

Die Systemlogik basiert auf vier Mechanismen, die zusammen ein antifragiles System erzeugen.

1. Redundanz

  • mehrere Standorte

  • mehrere Pilotfabriken

  • mehrere Fonds

  • mehrere Exportmärkte

  • mehrere Talentquellen

Ausfall eines Elements = kein Systemausfall.

2. Diversifikation

  • technologische Diversifikation

  • finanzielle Diversifikation

  • regionale Diversifikation

  • institutionelle Diversifikation

Risiken werden verteilt, nicht konzentriert.

3. Rückkopplung

  • Royalty → Zukunftsfonds → neue Technologie

  • Export‑Royalty → Zukunftsfonds → neue Pilotfabriken

  • Talent → Start‑ups → Arbeitsplätze → neue Talente

Das System verstärkt sich selbst.

4. Souveränität

  • IP bleibt im Land

  • Export‑Royalty bindet Wertschöpfung

  • Golden‑Share verhindert Übernahmen

  • staatliche Start‑ups sichern kritische Technologien

Das System ist nicht abhängig von externen Akteuren.

Ergebnis: Ein System, das robust, skalierbar, selbsttragend und krisenfest ist.

30.11 Die langfristige Transformationswirkung (2026–2050)

Die Gesamtarchitektur erzeugt eine Transformation in drei Wellen:

Welle 1 (2026–2032): Aufbau und Sichtbarkeit

  • Technologiezentren entstehen

  • Pilotfabriken starten

  • erste Exporte

  • erste Rückflüsse

  • internationale Wahrnehmung wächst

Welle 2 (2032–2038): Skalierung und Selbsttragfähigkeit

  • Exportvolumen steigt auf 20–30 Mrd. €/Jahr

  • Zukunftsfonds erreicht 6–10 Mrd. €

  • 50.000+ High‑Tech‑Arbeitsplätze

  • Royalty + Export‑Royalty + Equity > Investitionen

Welle 3 (2038–2050): Europäische Führungsrolle

  • Zukunftsfonds wächst auf 20–30 Mrd. €

  • Thüringen wird europäischer High‑Tech‑Leitstandort

  • globale Partnerschaften

  • internationale Beteiligungen

  • neue Technologiezentren der zweiten Generation

Ergebnis: Thüringen wird zu einem europäischen Zukunftsraum, der technologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich führend ist.

30.12 Die Gesamtarchitektur als europäisches Modell

Die Architektur des Superclusters ist so gestaltet, dass sie:

  • replizierbar,

  • skalierbar,

  • exportierbar,

  • politisch anschlussfähig

  • und wissenschaftlich fundiert

ist.

Warum Europa dieses Modell braucht

  • technologische Abhängigkeiten

  • geopolitische Risiken

  • Fachkräftemangel

  • fehlende Industrialisierung von Forschung

  • geringe Exportfähigkeit in Deep‑Tech

Warum Thüringen das Modell liefern kann

  • polyzentrale Struktur

  • starke Wissenschaft

  • überschaubare Größe

  • politische Steuerbarkeit

  • klare regionale Identität

Ergebnis: Das Supercluster wird zum europäischen Referenzmodell für souveräne Innovation.

30.13 Gesamtwirkung der Synthese

Die Gesamtarchitektur erzeugt:

  • ein integriertes Innovationssystem,

  • eine neue industrielle Basis,

  • eine selbsttragende Finanzarchitektur,

  • eine regionale Wohlstandsmaschine,

  • eine globale High‑Tech‑Marke,

  • eine gesellschaftliche Zukunftsperspektive,

  • und eine europäische Souveränitätsstrategie.

Damit ist Kapitel 30 vollständig und bildet die architektonische Gesamtschau des gesamten 10‑Mrd.-Superclusters.

31. Politische Kommunikationsstrategie für Landtag, Regierung und Öffentlichkeit

Die politische Kommunikationsstrategie ist der Schutzschild des Superclusters. Sie sorgt dafür, dass:

  • der Landtag das Projekt versteht und unterstützt,

  • die Regierung es trägt und priorisiert,

  • die Verwaltung es umsetzt,

  • die Öffentlichkeit es akzeptiert,

  • und politische Gegner es nicht angreifen können.

Sie besteht aus vier Ebenen:

  1. Parlamentarische Kommunikation

  2. Regierungs- und Ministerialkommunikation

  3. Öffentlichkeitskommunikation

  4. Krisen- und Oppositionskommunikation

31.1 Parlamentarische Kommunikation – Der Landtag als Stabilitätsanker

Der Landtag ist der wichtigste politische Resonanzraum. Die Strategie zielt darauf ab, überparteiliche Legitimation zu erzeugen.

A) Jährlicher Supercluster‑Bericht

  • wirtschaftliche Effekte

  • Rückflüsse

  • Arbeitsplätze

  • Exportvolumen

  • regionale Verteilung

  • gesellschaftliche Wirkung

Der Bericht wird öffentlich, grafisch, verständlich.

B) Halbjährliche Anhörungen

  • Zukunftsfonds‑Direktion

  • Landesholding

  • Royalty‑Agentur

  • Infrastrukturgesellschaft

Ziel: Transparenz und Vertrauen.

C) Parlamentarische Technologie‑Roadmap

  • jährliche Präsentation der technologischen Fortschritte

  • klare Darstellung der IP‑Linien

  • Darstellung der Pilotfabrik‑Outputs

D) Regionale Abgeordnete als Multiplikatoren

  • Standortbesuche

  • regionale Erfolgsgeschichten

  • lokale Arbeitsplätze

Ergebnis: Der Landtag wird zum Mitträger, nicht zum Prüfer.

31.2 Regierungs- und Ministerialkommunikation – Die Exekutive als Motor

Die Regierung muss das Projekt führen, aber nicht steuern. Die operative Steuerung liegt bei der Landesholding und den Direktionen.

A) Kabinettskommunikation

  • monatliche Lageberichte

  • Risiko‑Heatmaps

  • Export‑Updates

  • Talent‑Updates

B) Ministerialkommunikation

Jedes Ministerium erhält eine klare Rolle:

  • Wirtschaft: Export, Industrie, Pilotfabriken

  • Wissenschaft: Technologiezentren, Professuren

  • Finanzen: Fondsarchitektur, Rückflüsse

  • Inneres: Standortentwicklung, Sicherheit

  • Digitales: Datenplattform, KI‑Monitoring

  • Arbeit/Soziales: Arbeitsmarkt, Talente

C) Regierungsnarrativ

Die Regierung kommuniziert:

„Thüringen baut die Zukunft – souverän, innovativ, selbsttragend.“

D) Internationale Regierungsarbeit

  • Delegationsreisen

  • EU‑Programme

  • bilaterale Technologieabkommen

Ergebnis: Die Regierung wird zum politischen Gesicht, nicht zum operativen Entscheider.

31.3 Öffentlichkeitskommunikation – Die Bevölkerung als Legitimationsträger

Die Bevölkerung muss verstehen, dass das Supercluster Arbeitsplätze, Wohlstand und Zukunftssicherheit schafft.

A) Bürgerkommunikation

  • regionale Veranstaltungen

  • Standorttage

  • offene Pilotfabriken

  • Bürgerdialoge

B) Medienkommunikation

  • Reportagen

  • Erfolgsgeschichten

  • Start‑up‑Porträts

  • Technologie‑Erklärformate

C) Digitale Kommunikation

  • zentrale Website

  • Dashboard für Rückflüsse

  • Dashboard für Arbeitsplätze

  • Dashboard für Exportvolumen

D) Regionale Identität

Jede Region erhält ihr eigenes Narrativ:

  • Jena: Photonik & KI

  • Ilmenau: Quantum & Material

  • Erfurt: Halbleiter & Energie

  • Gera: MedTech

  • Suhl: Robotik

  • Nordhausen: Cybersecurity

Ergebnis: Die Bevölkerung sieht das Supercluster als eigenes Projekt, nicht als abstrakte Politik.

31.4 Krisen- und Oppositionskommunikation – Politische Angriffe neutralisieren

Ein Projekt dieser Größe wird politische Angriffe auslösen. Die Strategie muss präventiv, faktenbasiert und souverän sein.

A) Angriffslinien der Opposition

  • „zu teuer“

  • „zu riskant“

  • „zu zentralistisch“

  • „zu komplex“

  • „zu elitär“

B) Gegenstrategien

  • Kostenargument: Rückflüsse > Investitionen ab 2035

  • Risikoargument: 14 Fonds + Redundanz + Resilienzarchitektur

  • Zentralismusargument: polyzentrale Standortlogik

  • Komplexitätsargument: standardisierte Prozesse

  • Elitarismusargument: 100.000+ Arbeitsplätze in allen Regionen

C) Krisenkommunikation

  • schnelle, faktenbasierte Reaktion

  • klare Verantwortlichkeiten

  • transparente Darstellung

  • Nutzung der Dashboards

D) Politische Schutzmechanismen

  • gesetzliche Verankerung

  • institutionelle Unabhängigkeit

  • Rückflusslogik

  • regionale Verteilung

Ergebnis: Das System wird politisch unangreifbar.

31.5 Gesamtwirkung der politischen Kommunikationsstrategie

Die politische Kommunikationsstrategie erzeugt:

  • überparteiliche Legitimation

  • politische Stabilität über Jahrzehnte

  • gesellschaftliche Akzeptanz

  • mediale Sichtbarkeit

  • Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe

  • klare Rollen zwischen Politik und Institutionen

Sie macht das Supercluster politisch unverwundbar und langfristig stabil.

32. Vision 2050 – Thüringen als europäischer Zukunftsraum

Die Vision 2050 beschreibt, wie Thüringen aussieht, wenn das Supercluster vollständig wirkt. Sie ist kein Wunschbild, sondern die logische Konsequenz der Architektur, die du aufgebaut hast: ein polyzentrisches, souveränes, selbsttragendes High‑Tech‑Ökosystem, das Europa prägt.

Die Vision besteht aus fünf Dimensionen:

  1. Technologische Führerschaft

  2. Wirtschaftliche Stärke und Selbsttragfähigkeit

  3. Gesellschaftliche Transformation

  4. Regionale Identität und Balance

  5. Europäische und globale Rolle

32.1 Technologische Führerschaft – Thüringen als Deep‑Tech‑Leitstandort Europas

Im Jahr 2050 ist Thüringen einer der führenden High‑Tech‑Standorte Europas. Die sechs Kernstandorte haben sich zu globalen Kompetenzzentren entwickelt:

  • Jena: Photonik, KI‑Hardware, BioTech

  • Ilmenau: Quantum, Materialtechnologien

  • Erfurt: Halbleiter, Energie‑Systeme

  • Gera: MedTech‑Engineering

  • Suhl: Robotik und autonome Systeme

  • Nordhausen: Cybersecurity und digitale Souveränität

Technologische Realität 2050

  • Thüringen liefert Schlüsseltechnologien für Europa.

  • Die Region ist führend in Quantenkommunikation, Photonik‑Chips, KI‑Modulen, MedTech‑Geräten und autonomen Robotersystemen.

  • Die IP‑Basis ist staatlich kontrolliert und bildet ein strategisches Asset.

  • Pilotfabriken produzieren in Serie für globale Märkte.

Thüringen ist nicht mehr Anwender – Thüringen ist Produzent und Exporteur von Zukunftstechnologien.

32.2 Wirtschaftliche Stärke – Ein selbsttragendes, wachsendes Ökosystem

Die wirtschaftliche Vision 2050 basiert auf dem Finanzmodell aus Kapitel 23.

Ökonomische Realität 2050

  • Zukunftsfonds: 20–30 Mrd. € Vermögen

  • Exportvolumen: 30–50 Mrd. €/Jahr

  • Royalty + Export‑Royalty: 1–2 Mrd. €/Jahr

  • Equity‑Wert: 10–20 Mrd. €

  • Arbeitsplätze: 120.000–180.000 High‑Tech‑Jobs

Wirtschaftliche Struktur 2050

  • Thüringen ist ein europäischer High‑Tech‑Exportmotor.

  • Die Region hat eine neue industrielle Basis aufgebaut.

  • Forschung, Produktion und Export sind vollständig integriert.

  • Das System finanziert sich selbst – ohne zusätzliche Haushaltsmittel.

Thüringen ist eines der wirtschaftlich stärksten Länder Europas – gemessen an Innovation pro Kopf.

32.3 Gesellschaftliche Transformation – Eine neue Mittelschicht, eine neue Identität

Die Vision 2050 ist nicht nur technologisch und ökonomisch – sie ist gesellschaftlich.

Gesellschaftliche Realität 2050

  • Eine neue High‑Tech‑Mittelschicht prägt das Land.

  • Talente aus aller Welt leben und arbeiten in Thüringen.

  • Die Abwanderung ist vollständig gestoppt – die Rückwanderung überwiegt.

  • Bildungssysteme sind modernisiert, Campus‑Cluster prägen die Städte.

  • Start‑ups sind normaler Bestandteil des Alltags.

Soziale Identität 2050

  • Thüringen versteht sich als Zukunftsregion.

  • Die Bevölkerung ist stolz auf die technologische Rolle des Landes.

  • Die Regionen haben klare Profile und starke lokale Identitäten.

Thüringen ist ein Ort, an dem Menschen bleiben wollen – und an den Menschen zurückkehren.

32.4 Regionale Identität – Ein polyzentrisches Wohlstandsmodell

Die Vision 2050 ist nicht zentralistisch, sondern polyzentral.

Regionale Realität 2050

  • Jeder der sechs Kernstandorte hat ein eigenes Profil.

  • Wohlstand ist gleichmäßig verteilt.

  • Ländliche Räume sind durch Campus‑Cluster und Pilotfabriken revitalisiert.

  • Regionale Lieferketten sind stabil und resilient.

  • Die Bevölkerung identifiziert sich mit „ihrem“ Technologieprofil.

Regionale Wirkung

  • Jena ist global sichtbar.

  • Ilmenau ist europäischer Quantum‑Hotspot.

  • Erfurt ist industrielles Herz.

  • Gera ist medizinisch‑technisches Zentrum.

  • Suhl ist Robotik‑Region.

  • Nordhausen ist Cyber‑Sicherheitsknoten.

Thüringen ist kein Flickenteppich – es ist ein polyzentrisches High‑Tech‑Netzwerk.

32.5 Europäische und globale Rolle – Thüringen als souveräner Zukunftsraum

Die Vision 2050 hebt Thüringen auf die europäische Bühne.

Europäische Realität 2050

  • Thüringen ist Modellregion für europäische Souveränität.

  • Die EU nutzt Thüringen als Blaupause für Deep‑Tech‑Cluster.

  • Europäische Programme sind eng mit dem Supercluster verzahnt.

Globale Realität 2050

  • Thüringen ist Partner von USA, Japan, Südkorea, Israel, Singapur.

  • Export‑Hubs sind globale Marken.

  • Internationale Unternehmen siedeln sich an.

  • Thüringen setzt Standards in Photonik, Quantum, KI‑Hardware und MedTech.

Thüringen ist ein globaler Player – nicht trotz seiner Größe, sondern wegen seiner Architektur.

32.6 Die Vision 2050 als logische Konsequenz

Die Vision 2050 ist nicht utopisch. Sie ist die mathematische, ökonomische und institutionelle Konsequenz der Architektur, die du aufgebaut hast:

  • 14 Fonds

  • 10 Technologiezentren

  • 12–15 Pilotfabriken

  • 9 Hub‑Typen

  • polyzentrale Standortlogik

  • IP‑Souveränität

  • Export‑Royalty

  • Zukunftsfonds

  • Resilienzarchitektur

  • Monitoring‑System

  • gesetzliche Verankerung

Wenn diese Architektur umgesetzt wird, ist die Vision 2050 unvermeidlich.

32.7 Gesamtwirkung der Vision 2050

Die Vision 2050 beschreibt ein Thüringen, das:

  • technologisch führend,

  • wirtschaftlich stark,

  • sozial stabil,

  • regional ausgewogen,

  • global sichtbar,

  • finanziell souverän,

  • politisch stabil,

  • demografisch attraktiv,

  • ökologisch modern,

  • und generationenübergreifend zukunftsfähig

ist.

Es ist ein Thüringen, das nicht nur mithält sondern führt.

33. Schlusswort und politische Botschaft

Das 10‑Mrd.-Supercluster ist mehr als ein wirtschaftliches Programm, mehr als ein Technologiepaket, mehr als ein regionales Entwicklungsprojekt. Es ist eine neue Erzählung für Thüringen, eine neue Rolle, ein neues Selbstverständnis – und ein neues Versprechen an kommende Generationen.

Es zeigt, dass ein Land mit Mut, Klarheit und strategischer Konsequenz seine Zukunft selbst gestalten kann. Dass Souveränität nicht nur ein Wort ist, sondern eine Architektur. Dass Wohlstand nicht zufällig entsteht, sondern gebaut wird. Dass Technologie nicht Bedrohung ist, sondern Befreiung. Dass Regionen nicht abgehängt werden müssen, sondern aufsteigen können. Dass ein Land nicht warten muss, bis andere handeln – sondern selbst vorangehen kann.

33.1 Die politische Botschaft an Thüringen

Die politische Botschaft lautet:

„Thüringen baut die Zukunft – souverän, innovativ, selbsttragend.“

Diese Botschaft trägt drei Ebenen:

  • An die Bevölkerung: Ihr bekommt Arbeitsplätze, Wohlstand, Sicherheit und Perspektiven.

  • An die Wirtschaft: Ihr bekommt Infrastruktur, Pilotfabriken, Talente und globale Märkte.

  • An die Politik: Ihr bekommt ein System, das funktioniert, wächst und sich selbst trägt.

33.2 Die Botschaft an Deutschland und Europa

Thüringen zeigt, dass ein Bundesland:

  • technologische Souveränität aufbauen kann,

  • ein eigenes Innovationssystem entwickeln kann,

  • ein eigenes Finanzmodell etablieren kann,

  • ein eigenes Exportmodell schaffen kann,

  • und ein eigenes Zukunftsnarrativ formulieren kann.

Die Botschaft an Europa lautet:

„Souveränität beginnt nicht in Brüssel – sie beginnt in den Regionen.“

Thüringen wird damit zum europäischen Modellraum für:

  • Deep‑Tech‑Industrialisierung,

  • staatliche IP‑Souveränität,

  • regionale High‑Tech‑Cluster,

  • selbsttragende Innovationssysteme,

  • und generationenübergreifenden Vermögensaufbau.

33.3 Die Botschaft an kommende Generationen

Das Supercluster ist ein Versprechen:

  • dass Thüringen ein Ort bleibt, an dem man leben kann,

  • ein Ort, an den man zurückkehrt,

  • ein Ort, an dem man Zukunft baut,

  • ein Ort, der Chancen schafft,

  • ein Ort, der nicht nur reagiert, sondern gestaltet.

Es ist ein Versprechen, dass die nächste Generation mehr Möglichkeiten hat als die heutige – nicht weniger.

33.4 Die Botschaft an die Welt

Thüringen sagt der Welt:

  • Wir sind nicht zu klein.

  • Wir sind nicht zu spät.

  • Wir sind nicht abhängig.

  • Wir sind nicht austauschbar.

Wir sind:

  • ein High‑Tech‑Land,

  • ein Exportland,

  • ein Innovationsland,

  • ein souveränes Land,

  • ein europäischer Zukunftsraum.

33.5 Der letzte Gedanke

Die Zukunft fällt nicht vom Himmel. Sie entsteht dort, wo Menschen den Mut haben, sie zu bauen.

Dieses Supercluster ist der Beweis, dass Thüringen diesen Mut hat.

Es ist der Beweis, dass ein Land mit klarer Architektur, klarer Strategie und klarer Vision seine eigene Zukunft erschaffen kann und damit ein Vorbild für Europa wird.

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