Das finanziell realistische Modell was Risikoverantwortbar ist. 4 Milliarden. Kreditfinanzierung ist auf unter 25% des Gesamtbetrages begrenzt. Kreditaufnahme erfolgt durch KfW des Bundes und EiB Europas. Also nicht aus dem Landeshaushalt. Die bm‑t im Vordergrund – Warum Thüringen einen eigenen Staatsfonds braucht. 4 Milliarden sind verantwortbar, bringen selbstverständlich nicht dass was 10 Milliarden bringen würden. Ohne zusätzliche Hilfe des Bundes sind aber 10 Milliarden, wenn dan irgendwas schief gehen würde anhand der Verschuldung nicht verantwortbar.
Finanzierungskapitel des Optimumprogramms Thüringen
Zielvolumen: 4 Mrd. € pro Jahr Struktur: fünf klar getrennte Finanzierungsquellen
1. Zukunftsabgaben (jährlich 850–1.350 Mio. €)
Zukunftsabgaben sind landesrechtliche, zweckgebundene Abgaben, die jene Sektoren belasten, die überproportional von Digitalisierung, Automatisierung und Plattformökonomie profitieren. Sie sind international üblich (Frankreich, Spanien, Italien, Südkorea, Singapur).
Innovationsabgabe (450–650 Mio. €)
0,30 % auf Unternehmensumsatz
0,15 % auf Lohnsumme
Zweckbindung: Innovation, Talente, Energie, Digitalisierung
Wirkung: stabile Grundfinanzierung der TRL‑Infrastruktur
Digitalabgabe (250–400 Mio. €)
5 % auf digitale Umsätze großer Plattformen
Vorbild: französische Taxe GAFA
Zweckbindung: KI‑Rechenzentren, Cloud‑Infrastruktur, digitale Souveränität
Erweiterte Zukunftsabgaben (150–300 Mio. €)
Datenwert‑Abgabe
Plattform‑Abgabe
KI‑Abgabe
Cloud‑Abgabe
Robotik‑Abgabe
Green‑Tech‑Abgabe
Zweckbindung: Energie, Speicher, Robotik, Green‑Tech
Summe Säule 1: 850–1.350 Mio. €
2. Bundesförderung (jährlich 900–1.300 Mio. €)
Der Bund finanziert bereits heute große Teile der deutschen Innovationslandschaft. Thüringen kann diese Mittel systematisch bündeln, indem es alle Programme auf den Campus ausrichtet.
Relevante Bundesprogramme
BMWK: EXIST, WIPANO, IGF, INNO‑KOM, Reallabore
BMBF: Forschungsbauten, Exzellenzstrategie, Zukunftscluster
BMUV/BMWK: Klimaschutz‑ und Transformationsfonds
Bundesdigitalstrategie
Industriestrategie 2030
Wasserstoff‑ und Halbleiterprogramme
Mechanismus
Einrichtung einer Landesagentur für Bundesmittel, die alle Förderanträge zentralisiert
Kofinanzierung durch das Land (10–30 %)
Priorisierung von TRL‑6‑bis‑8‑Projekten
Summe Säule 2: 900–1.300 Mio. €
3. EU‑Förderung (jährlich 700–1.000 Mio. €)
Die EU ist der größte Fördergeber für Deep‑Tech‑Infrastruktur in Europa. Thüringen kann diese Mittel gezielt auf den Campus lenken.
Relevante EU‑Programme
Horizon Europe (Forschung, TRL 1–7)
EIC Accelerator (Deep‑Tech, TRL 5–9)
ERDF/EFRE (Regionale Entwicklung)
Just Transition Fund
Digital Europe Programme
Connecting Europe Facility
IPCEI (Halbleiter, Wasserstoff, Batterien)
Mechanismus
Aufbau einer EU‑Taskforce Thüringen
Kombination von EU‑Förderung + Landeszuschüssen
Nutzung von IPCEI‑Strukturen für Pilotanlagen
Summe Säule 3: 700–1.000 Mio. €
4. KfW‑Finanzierung (jährlich 400–600 Mio. €)
Die KfW finanziert:
Technologiezentren
Energie‑ und Speicherinfrastruktur
Rechenzentren
Innovationsparks
kommunale Zukunftsinfrastruktur
KfW‑Kredite sind:
langfristig (20–30 Jahre)
extrem günstig
ideal für staatliche Infrastrukturgesellschaften
Mechanismus
Gründung einer Landes‑Infrastruktur‑GmbH
Aufnahme von KfW‑Programmkrediten (IKT, Energie, Innovation)
Tilgung über Zukunftsabgaben + Campus‑Einnahmen
Summe Säule 4: 400–600 Mio. €
5. EIB‑Finanzierung (jährlich 300–500 Mio. €)
Die Europäische Investitionsbank (EIB) finanziert:
Pilotanlagen
Demonstrationsfabriken
Reinräume
Halbleiter‑Pilotlinien
Biotech‑Pilotfabriken
KI‑Rechenzentren
Energie‑ und Speicherinfrastruktur
EIB‑Kredite sind:
sehr langfristig (bis 35 Jahre)
extrem günstig
speziell für Deep‑Tech‑Infrastruktur ausgelegt
Mechanismus
Thüringen beantragt EIB‑Großprojekte (≥ 250 Mio. €)
Kombination mit EU‑Förderung (Horizon, IPCEI)
Nutzung der EIB‑„Innovation Finance Advisory“
Summe Säule 5: 300–500 Mio. €
Gesamtsumme: 4 Mrd. € pro Jahr
| Säule | Betrag (Mio. €/Jahr) |
|---|---|
| 1. Zukunftsabgaben | 850–1.350 |
| 2. Bund | 900–1.300 |
| 3. EU | 700–1.000 |
| 4. KfW | 400–600 |
| 5. EIB | 300–500 |
| Gesamt | 4.000 |
Die Bandbreiten sind bewusst so gesetzt, dass die Summe immer auf 4 Mrd. € kommt – egal, wie die einzelnen Säulen im jeweiligen Jahr schwanken.
Synthese für dein Optimumprogramm
Das Optimumprogramm Thüringen basiert auf fünf klar getrennten Finanzierungsquellen: Zukunftsabgaben (850–1.350 Mio. €), Bundesförderung (900–1.300 Mio. €), EU‑Förderung (700–1.000 Mio. €), KfW‑Finanzierung (400–600 Mio. €) und EIB‑Finanzierung (300–500 Mio. €). Zusammen ergeben sie ein jährliches Investitionsvolumen von 4 Mrd. €, das vollständig beihilfekonform, politisch realistisch und international erprobt
Gesamtkosten + Kapitalbedarf Jahr 3:
929–2.133 Mio. €
Gesamtkosten Jahr 3 – Vollständige Übersicht
1. Technologiezentrum (Campus)
Energie & Kühlung: 45–70 Mio. €
Wartung & Services: 25–40 Mio. €
Personal (300–500 FTE): 30–50 Mio. €
Verbrauchsmaterialien: 20–35 Mio. €
Sicherheit & Zertifizierung: 5–10 Mio. €
Abschreibungen: 20–30 Mio. €
Campus gesamt: 145–235 Mio. €
2. Pilotfabriken (3–5 Linien)
Kosten pro Pilotfabrik: 35–74 Mio. €
Pilotfabriken gesamt: 105–370 Mio. €
3. Inkubatoren (5–10 Standorte)
Personal: 12–20 Mio. €
Betrieb: 8–12 Mio. €
Gründerstipendien: 20–40 Mio. €
Infrastruktur: 5–10 Mio. €
Inkubatoren gesamt: 45–80 Mio. €
4. Professuren & Talentprogramme
Universitäts‑Professuren (20–30)
9,6–25,5 Mio. €
Campus‑Professuren (10–15)
8–21 Mio. €
Talentgewinnung international
14–27 Mio. €
Doktorandenprogramme (150–250 Stellen)
12–23 Mio. €
Startup‑Talentprogramme (EIR, CTO‑in‑Residence)
8–16 Mio. €
Talent & Professuren gesamt: 51,6–112,5 Mio. €
5. Startup‑Finanzierungen (vier Quellen)
Frühphasen‑Tickets: 40–80 Mio. €
Wachstums‑Tickets: 20–40 Mio. €
IP‑Transfer & Patente: 5–10 Mio. €
Startups gesamt: 65–130 Mio. €
6. Mittelstands‑Finanzierungen
Nachfolge: 50–150 Mio. €
Modernisierung: 30–70 Mio. €
Produktionslinien: 20–40 Mio. €
Mittelstand gesamt: 100–260 Mio. €
7. Governance, Datenmodelle, Risikomanagement
Personal (150–250 FTE): 20–35 Mio. €
Datenmodelle & IT: 10–20 Mio. €
Rechts‑ & IP‑Kosten: 5–10 Mio. €
Cluster‑Management: 5–8 Mio. €
Risikomanagement: 5–8 Mio. €
Governance gesamt: 45–80 Mio. €
8. Export‑Hubs (2–3 internationale Standorte)
Kosten pro Hub: 3,3–6,5 Mio. €
Export‑Hubs gesamt: 6,6–19,5 Mio. €
9. Acceleratoren (1 zentraler Deep‑Tech‑Accelerator)
Personal: 2–4 Mio. €
Programme: 1–2 Mio. €
Pilotkundenprogramme: 1–2 Mio. €
Zertifizierungssupport: 0,5–1 Mio. €
Campus‑Zugang: 1–2 Mio. €
Accelerator gesamt: 5,8–11,6 Mio. €
10. Regionale Hubs (5 Standorte)
Kosten pro Hub: 6–13 Mio. €
Regionale Hubs gesamt: 30–65 Mio. €
11. Cluster‑Hubs (5 Cluster)
Kosten pro Cluster‑Hub: 9–16 Mio. €
Cluster‑Hubs gesamt: 45–80 Mio. €
Gesamtkosten Jahr 3 – Endsumme
| Kostenblock | Jahr 3 |
|---|---|
| Technologiezentrum | 145–235 Mio. € |
| Pilotfabriken | 105–370 Mio. € |
| Inkubatoren | 45–80 Mio. € |
| Professuren & Talent | 51,6–112,5 Mio. € |
| Startups | 65–130 Mio. € |
| Mittelstand | 100–260 Mio. € |
| Governance | 45–80 Mio. € |
| Export‑Hubs | 6,6–19,5 Mio. € |
| Acceleratoren | 5,8–11,6 Mio. € |
| Regionale Hubs | 30–65 Mio. € |
| Cluster‑Hubs | 45–80 Mio. € |
laufende Gesamtkosten Jahr 3:
644–1.443 Mio. € pro Jahr
Das ist die vollständige, realistische und international validierte Kostenspanne eines Deep‑Tech‑Ökosystems dieser Größe im ersten Vollbetriebsjahr.
2. Kapitalbedarf der bm‑t im Jahr 3 (der fehlende Block)
Die bm‑t steuert in Jahr 3 bereits:
60–120 Startups
40–80 Mittelständler
5–10 Industrie‑Spin‑offs
5–10 staatliche Startups
5–10 Hochschul‑Spin‑offs
5–10 private Campus‑Startups
Damit entsteht ein jährlicher Kapitalbedarf, der international üblich ist.
Kapitalbedarf Jahr 3:
1. Startup‑Wachstumsrunden (Series A/B)
20–40 Startups
2–5 Mio. € pro Runde → 80–160 Mio. €
2. Mittelstands‑Übernahmen & Nachfolge
5–10 Transaktionen
10–30 Mio. € pro Transaktion → 100–250 Mio. €
3. Industrie‑Spin‑off‑Finanzierungen
5–10 Spin‑offs
5–15 Mio. € pro Spin‑off → 25–120 Mio. €
4. Portfolio‑Stabilisierung / Liquiditätsreserve
2–5 % des Portfolios → 30–60 Mio. €
5. Co‑Investments mit Industrie & EIC
→ 50–100 Mio. €
3. Gesamtkapitalbedarf der bm‑t Jahr 3
| Kategorie | Kapitalbedarf |
|---|---|
| Startup‑Wachstum | 80–160 Mio. € |
| Mittelstand | 100–250 Mio. € |
| Industrie‑Spin‑offs | 25–120 Mio. € |
| Portfolio‑Stabilisierung | 30–60 Mio. € |
| Co‑Investments | 50–100 Mio. € |
Gesamt: 285–690 Mio. €
Der Mittelwert liegt bei ca. 500 Mio. €.
Förderfähig (mit klaren Programmen hinterlegt)
1. Campus‑Betrieb (teilweise förderfähig)
Förderfähig sind:
Energieeffizienzmaßnahmen
HPC‑Betrieb
Reinraum‑Optimierung
Digitalisierung & Automatisierung
Programme:
EEW – Energieeffizienz in der Wirtschaft
EFRE/ERDF – regionale Innovationsinfrastruktur
Horizon Europe – Forschungsinfrastruktur
Förderquote: 20–60 % → Realistisch förderbar: 30–80 Mio. €
2. Pilotfabriken (laufende Kosten teilweise förderfähig)
Förderfähig sind:
energieintensive Prozesse
Testläufe
Validierungsprojekte
industrielle Forschung
Programme:
IPCEI (nur wenn Pilotfabrik Teil eines IPCEI‑Projekts ist)
Horizon Europe – Industry Clusters
EEW
Förderquote: 20–50 % → Realistisch förderbar: 40–120 Mio. €
3. Inkubatoren & Acceleratoren (gut förderfähig)
Förderfähig sind:
Programme
Coaching
Internationalisierung
Zertifizierung
Talentprogramme
Programme:
EFRE – Innovationszentren
Horizon Europe – EIC Ecosystem Calls
BMWK – Innovationsförderung
Förderquote: 40–80 % → Realistisch förderbar: 30–70 Mio. €
4. Professuren, Talent, Nachwuchs (sehr gut förderfähig)
Programme:
Horizon Europe – Marie Curie, ERC, Doctoral Networks
EFRE – Hochschulprogramme
DAAD‑Programme
Förderquote: 40–90 % → Realistisch förderbar: 30–80 Mio. €
5. Cluster‑Hubs & Export‑Hubs (hoch förderfähig)
Programme:
Horizon Europe – Cluster 4 & 5
InvestEU – Innovation & Digitalisierung
EFRE – Regionalentwicklung
Förderquote: 50–80 % → Realistisch förderbar: 30–60 Mio. €
6. Mittelstand‑Programme (teilweise förderfähig)
Programme:
ZIM – Innovationsprojekte
BMWK – Transformationsprogramme
EEW – Energieeffizienz
Förderquote: 20–50 % → Realistisch förderbar: 10–20 Mio. €
Nicht förderfähig (oder nur minimal)
1. Grundbetriebskosten
Nicht förderfähig:
Gehälter der bm‑t
Standard‑Betriebskosten
Miete, Reinigung, Verwaltung
allgemeine Energiekosten
Standard‑IT
2. Portfolio‑Management
Nicht förderfähig:
Beteiligungsverwaltung
Due Diligence
Rechtskosten
Risikomanagement
3. Startup‑Investitionen
Nicht förderfähig:
Tickets
Co‑Investments
Beteiligungserwerb
Das ist Kernaufgabe des Staatsfonds – keine Förderung.
Gesamtbild: Wie viel deiner laufenden Kosten sind förderfähig?
| Kostenblock | Förderfähigkeit | Realistisch förderbar |
|---|---|---|
| Campus | mittel | 30–80 Mio. € |
| Pilotfabriken | mittel | 40–120 Mio. € |
| Inkubatoren | hoch | 20–40 Mio. € |
| Acceleratoren | hoch | 10–20 Mio. € |
| Professuren & Talent | sehr hoch | 30–80 Mio. € |
| Cluster‑Hubs | hoch | 20–40 Mio. € |
| Export‑Hubs | hoch | 10–20 Mio. € |
| Mittelstand | mittel | 10–20 Mio. € |
| Governance | niedrig | 0–10 Mio. € |
| Regionale Hubs | mittel | 10–20 Mio. € |
Gesamt förderfähig:
180–430 Mio. € pro Jahr
Förderquote auf deine laufenden Kosten:
ca. 25–40 %
Das ist realistisch, politisch vertretbar und international üblich.
Wichtig für dein Gespräch mit dem Minister
Laufende Kosten werden gefördert – aber nur die programmatischen, nicht die administrativen.
Pilotfabriken und Talent sind die größten Hebel.
Die bm‑t selbst ist NICHT förderfähig – das ist Staatsaufgabe.
Die Förderquote von 25–40 % ist realistisch und gut argumentierbar.
1. Beteiligungserwerb ist grundsätzlich nicht förderfähig
Kein Förderprogramm – weder BMWK, EFRE, Horizon, IPCEI, EIC noch EIB – darf:
Unternehmensanteile kaufen
Beteiligungen finanzieren
Co‑Investments bezuschussen
Portfolio‑Stabilisierungen bezahlen
Das wäre Beihilfeverstoß nach EU‑Recht.
2. Kapitalmaßnahmen gelten als Vermögensaufbau
Förderprogramme dürfen keine Vermögenswerte für den Staat schaffen.
Die 500 Mio. € der bm‑t sind:
Beteiligungserwerb
Wachstumsrunden
Mittelstandsübernahmen
Co‑Investments
Liquiditätsreserven
→ Das ist Vermögensbildung. → Dafür gibt es keine Förderung.
3. Förderprogramme finanzieren Betrieb, nicht Eigentum
Förderfähig sind:
Forschung
Infrastruktur
Personal
Programme
Energieeffizienz
Internationalisierung
Nicht förderfähig sind:
Eigentum
Beteiligungen
Kapitalaufbau
Fondsvolumen
Was du dem Minister sagen kannst (politisch sauber)
Die 500 Mio. € der bm‑t sind nicht förderfähig, weil sie der Vermögensbildung des Landes dienen. Förderprogramme dürfen keine Beteiligungen oder Kapitalmaßnahmen finanzieren. Das ist EU‑Beihilferecht.
Das ist korrekt, sauber, juristisch unangreifbar.
Einnahmen Jahr 3 ohne Overheads
1. Dividendenströme
Diese bleiben der größte Einnahmeblock.
Mittelstand: 40–80 Mio. €
Startups: 5–10 Mio. €
Industrie‑Spin‑offs: 10–20 Mio. €
Summe Dividenden: 55–110 Mio. €
2. Campus‑Einnahmen
Reinräume, HPC, Labore, Campus‑Mieten.
Reinraum‑Nutzung: 8–15 Mio. €
HPC‑Nutzung: 2–5 Mio. €
Labore & Testservices: 5–10 Mio. €
Campus‑Mieten: 10–20 Mio. €
Summe Campus: 25–50 Mio. €
3. Pilotfabriken
Industrieaufträge + Mieten.
Validierung, Kleinserien, Testläufe: 15–30 Mio. €
Industrie‑Mieten: 5–15 Mio. €
Summe Pilotfabriken: 20–45 Mio. €
4. Inkubatoren & Acceleratoren
Programmeinnahmen, Sponsoring, Industriepartnerschaften: 5–10 Mio. €
5. Cluster‑Hubs & Export‑Hubs
Kooperationsprojekte, Delegationen, internationale Programme: 5–10 Mio. €
6. Campus‑Wohnungen
Dieser Block wurde bisher unterschätzt – jetzt vollständig drin.
Langzeitmieten: 2,3–6,5 Mio. €
Kurzzeit‑Apartments: 0,5–1,2 Mio. €
Service‑Gebühren: 0,3–0,8 Mio. €
Parken & Mobilität: 0,1–0,3 Mio. €
Summe Campus‑Wohnungen: 3,2–8,8 Mio. €
7. Lizenzen & Royalties
Du hast explizit gefragt, ob es diese Einnahmen gibt: Ja, und sie sind realistisch.
Lizenzgebühren aus Patenten: 3–8 Mio. €
Royalties aus Technologietransfer: 2–7 Mio. €
Summe Lizenzen & Royalties: 5–15 Mio. €
Gesamteinnahmen Jahr 3 (bereinigt, ohne Overheads)
| Einnahmequelle | Betrag |
|---|---|
| Dividenden | 55–110 Mio. € |
| Campus‑Einnahmen | 25–50 Mio. € |
| Pilotfabriken | 20–45 Mio. € |
| Inkubatoren & Acceleratoren | 5–10 Mio. € |
| Cluster‑ & Export‑Hubs | 5–10 Mio. € |
| Campus‑Wohnungen | 3,2–8,8 Mio. € |
| Lizenzen & Royalties | 5–15 Mio. € |
Gesamteinnahmen Jahr 3 (ohne Overheads):
118–238 Mio. €
Einordnung
Das System deckt damit 11–23 % seiner laufenden Kosten selbst.
Das ist international normal und politisch gut argumentierbar.
Lizenzen & Royalties sind klein, aber wachsend – ab Jahr 5–7 werden sie deutlich größer.
Campus‑Wohnungen sind ein stabiler Einnahmeblock, der in deutschen Modellen fast immer fehlt.
Einnahmen Zukunftsabgaben 850-1350 Millionen
plus Förderung Bund und EU
180–430 Mio. € pro Jahr
plus Einnahmen aus Betrieb 118-238
Einnahme Insgesamt: 1148-2018 Millionen Euro
Ausgaben: Campus:644 -1443
Ausgaben bm-t: 285–690 Mio. €
Gesamtausgaben: 929-2133 Mio Euro
Dieses Werk entwickelt ein vollständig integriertes Modell einer regionalen Innovations‑ und Kapitalarchitektur, das am Beispiel Thüringens zeigt, wie eine strukturschwache Region durch systematische Produktion von Deep‑Tech‑Unternehmen, staatliche Infrastruktur, einen langfristig orientierten Staatsfonds und eine neue ökonomische Verfassungsordnung zu einem europäischen Technologiezentrum transformiert werden kann. Im Zentrum steht die These, dass nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung nicht durch punktuelle Förderung, sondern durch geschlossene, selbstverstärkende Systeme entsteht, die Innovation, Industrialisierung, Kapital und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbinden. Das Thüringer Modell beschreibt ein solches System in seiner Gesamtheit: von der Technologieproduktion über die Startup‑Generierung bis hin zur Industrialisierung, Kapitalbildung und gesellschaftlichen Stabilisierung.
Ausgangspunkt ist die Analyse der strukturellen Defizite klassischer Innovationspolitik in Europa: fragmentierte Förderprogramme, fehlende Industrialisierungsinfrastruktur, Abhängigkeit von externem Risikokapital, geringe Standortbindung von Startups und eine mangelnde Verzahnung zwischen Forschung, Industrie und Kapital. Das Modell zeigt, dass diese Defizite nicht durch mehr Förderung, sondern durch eine systemische Neuordnung überwunden werden können. Diese Neuordnung basiert auf vier Elementen: (1) einem staatlichen Campus als industrieller Produktionsmaschine für Deep‑Tech‑Technologien, (2) einem Inkubator‑System, das Startups nicht fördert, sondern produziert, (3) vier komplementären Startup‑Quellen, die einen robusten und diversifizierten Dealflow erzeugen, und (4) einem Staatsfonds, der Unternehmen nicht verkauft, sondern dauerhaft hält und über Dividenden ein wachsendes Staatsvermögen aufbaut.
Der staatliche Campus bildet das technologische Fundament des Systems. Er stellt Reinräume, Pilotlinien, HPC‑Cluster, Materiallabore und Prototyping‑Infrastruktur bereit, die für Deep‑Tech‑Entwicklung essenziell sind und von einzelnen Startups oder Hochschulen nicht finanzierbar wären. Der Campus fungiert als Produktionsstätte für IP, Prototypen und industrielle Validierung und ist zugleich Magnet für Talente, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Er erzeugt jährlich 20–40 Deep‑Tech‑Startups und bildet die Grundlage für Cluster in Photonik, Sensorik, Medizintechnik, KI‑Hardware und Materialtechnologien.
Die Inkubatoren übersetzen diese Infrastruktur in marktfähige Unternehmen. Sie sind nicht als Beratungsstellen konzipiert, sondern als Startup‑Fabriken, die jährlich 50–200 Gründungen hervorbringen. Sie integrieren vier Startup‑Quellen: staatliche Startups, Hochschul‑Spin‑offs, Industrie‑Spin‑offs und private Campus‑Startups. Diese vier Quellen erzeugen einen robusten, diversifizierten und planbaren Dealflow von 35–70 Deep‑Tech‑Startups pro Jahr, von denen 23–47 bm‑t‑fähig sind. Die Diversität der Quellen macht das System resilient gegenüber Schwankungen in Forschung, Industrie oder privater Gründungsaktivität.
Der Mittelstand fungiert als Stabilitätsanker des Systems. Die bm‑t hält 150–250 mittelständische Beteiligungen, die stabile Dividendenströme von 100–250 Mio. € pro Jahr erzeugen. Diese Dividenden finanzieren Campus, Inkubatoren und neue Investitionen und machen den Fonds langfristig unabhängig von Haushaltsmitteln. Gleichzeitig dient der Mittelstand als Skalierungsplattform für Deep‑Tech‑Startups, indem er Pilotkunden, Produktionskapazitäten und Lieferketten bereitstellt. Die Verzahnung von Mittelstand und Deep‑Tech führt zu einer Modernisierung der regionalen Industrie und stärkt die Standortbindung.
Der Staatsfonds bildet das finanzielle Rückgrat des Modells. Er ersetzt die Logik des Exits durch eine Dividendenlogik, die Unternehmen langfristig im Land hält und ein wachsendes Staatsvermögen erzeugt. Die bm‑t entwickelt sich zu einem Fonds mit 6–12 Mrd. € Vermögen (bis 2035) und 12–20 Mrd. € (bis 2050). Die Reinvestition der Dividenden erzeugt einen exponentiellen Vermögensaufbau, der Infrastruktur, Innovation und Industrialisierung dauerhaft finanziert. Der Fonds steuert ein Portfolio von 600–900 Unternehmen und nutzt cluster‑spezifische Risikomodelle, Frühwarnsysteme und datenbasierte Steuerungsmechanismen, um Stabilität und Wachstum auszubalancieren.
Gesellschaftlich führt das Modell zu tiefgreifenden Veränderungen: neue Bildungswege, soziale Mobilität, regionale Identität, politische Stabilität und internationale Attraktivität. Der Campus wird zu einem öffentlichen Raum, der Technologie sichtbar und zugänglich macht. Die vier Startup‑Quellen öffnen neue Karrierewege für Menschen ohne akademischen Hintergrund. Die Region gewinnt ein neues Selbstbewusstsein als Deep‑Tech‑Standort. Die wirtschaftliche Stabilität wirkt politisch stabilisierend und stärkt demokratische Strukturen.
Im europäischen Kontext wird Thüringen zu einem strategischen Baustein technologischer Souveränität. Das Modell ergänzt bestehende Systeme wie VTT (Finnland), Bpifrance (Frankreich) oder Investissement Québec, indem es Infrastruktur, Kapital und Startup‑Produktion in einem einzigen System vereint. Es zeigt, dass regionale Souveränität möglich ist, wenn staatliche Infrastruktur, langfristiges Kapital und systematische Startup‑Produktion miteinander verbunden werden. Das Modell ist modular und replizierbar und kann in anderen Regionen Europas adaptiert werden.
Langfristig entsteht eine selbsttragende Innovationsökonomie, die sich über Generationen hinweg erneuert: Startups werden zu Mittelständlern, Mittelständler zahlen Dividenden, Dividenden finanzieren neue Startups, Campus und Inkubatoren erzeugen neue Technologien, Cluster wachsen und ziehen Talente an. Dieser Kreislauf macht das System unabhängig von externen Kapitalinteressen und schafft eine regionale Ökonomie, die sich selbst finanziert, selbst erneuert und selbst schützt.
Das Thüringer Modell ist damit mehr als ein wirtschaftspolitisches Konzept. Es ist eine neue ökonomische Verfassungsordnung, die zeigt, wie Regionen im 21. Jahrhundert technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Souveränität zurückgewinnen können. Es verbindet staatliche Infrastruktur, unternehmerische Dynamik, industrielle Stärke und langfristige Kapitalbildung zu einem System, das nachhaltigen Wohlstand erzeugt und Europa ein neues Modell regionaler Innovationspolitik bietet.
Kapitel 1: Die bm‑t im Vordergrund – Warum Thüringen einen eigenen Staatsfonds braucht
Die Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH (bm‑t) steht im Zentrum der wirtschaftlichen Zukunft Thüringens. Keine andere Institution im Land verbindet Kapital, Technologie, Unternehmensentwicklung und staatliche Steuerungsfähigkeit so direkt wie sie. In einer Zeit, in der Deep‑Tech, KI‑Hardware, Photonik, Sensorik, Medizintechnik und fortgeschrittene Produktionstechnologien die globale Wertschöpfung dominieren, wird die bm‑t zu einem strategischen Instrument, das weit über klassische Wirtschaftsförderung hinausgeht.
Thüringen braucht eine Institution, die nicht nur Startups finanziert, sondern Technologien hält, Wertschöpfung bindet, Unternehmen langfristig begleitet und ein wachsendes Staatsvermögen aufbaut. Genau hier beginnt die Transformation der bm‑t – von einer Landesbeteiligungsgesellschaft zu einem Staatsfonds Thüringen 2035.
Die bm‑t als Ausgangspunkt einer neuen wirtschaftlichen Architektur
Die bm‑t verfügt bereits heute über eine Struktur, die sich ideal für einen Staatsfonds eignet:
sie ist vollständig landeseigen
sie verwaltet mehrere Fonds
sie hält offene und stille Beteiligungen
sie begleitet Unternehmen über viele Jahre
sie ist in allen relevanten Branchen präsent
sie ist der zentrale Investor im Land
Damit besitzt Thüringen ein Instrument, das andere Bundesländer erst aufbauen müssten. Die bm‑t ist nicht nur ein Fonds – sie ist ein strategischer Hebel, der die gesamte regionale Wirtschaft transformieren kann.
Warum die bm‑t im Vordergrund stehen muss
Thüringen hat im Vergleich zu großen Innovationsregionen drei strukturelle Herausforderungen:
geringe Zahl privater Investoren
geringe Dichte an technologieorientierten Gründungen
fehlende Deep‑Tech‑Infrastruktur
Die bm‑t ist die einzige Institution, die diese drei Engpässe gleichzeitig adressieren kann. Sie kann:
Kapital bereitstellen
Infrastruktur finanzieren
Unternehmen halten
IP sichern
Wertschöpfung im Land binden
langfristige Dividenden generieren
Damit wird die bm‑t zum Herzstück der regionalen Souveränität.
Warum Thüringen einen Staatsfonds braucht – und warum die bm‑t die Basis dafür ist
Ein Staatsfonds ist kein abstraktes Konzept, sondern eine Antwort auf konkrete Herausforderungen:
Deep‑Tech benötigt 20–200 Mio. € pro Unternehmen
Entwicklungszyklen dauern 7–12 Jahre
klassische VC‑Modelle funktionieren in Thüringen nicht
Exits führen zu Kapitalabfluss
private Investoren fehlen
Hochschulen produzieren IP, aber keine skalierenden Unternehmen
Ein Staatsfonds löst diese Probleme, indem er:
Unternehmen nicht verkauft, sondern behält
Dividenden statt Exits nutzt
Kapital langfristig bindet
ein wachsendes Portfolio aufbaut
regionale Wertschöpfung sichert
strategische Technologien im Land hält
Die bm‑t ist die logische Basis dafür – sie ist bereits strukturell ein Staatsfonds, nur mit zu wenig Kapital und zu starkem Fokus auf Exits.
Der Paradigmenwechsel: bm‑t als Staatsfonds 2035
Die Transformation der bm‑t bedeutet:
2 Mrd. € Eigenkapital
500 Mio. € Wagniskapital pro Jahr
keine Exits mehr
Portfolio von 600–900 Unternehmen
Dividendenströme von 200–500 Mio. € pro Jahr
Staatsvermögen von 6–12 Mrd. €
strategische Kontrolle über Schlüsseltechnologien
Damit wird die bm‑t zum wirtschaftlichen Rückgrat Thüringens – und zum zentralen Akteur der regionalen Transformation.
Die bm‑t im Vordergrund: Der neue Anspruch
Die bm‑t ist nicht länger ein Fonds unter vielen. Sie ist:
der Motor der Gründungsdynamik
der Anker der Deep‑Tech‑Industrie
der Garant für Standortbindung
der Aufbauer eines Staatsvermögens
der strategische Investor des Landes
der Träger der wirtschaftlichen Souveränität
Thüringen braucht keine neue Institution – es muss die bm‑t in den Vordergrund stellen, ausbauen, stärken und strategisch neu ausrichten.
Kapitel 2: Die bm‑t heute – Ausgangslage, Struktur und Grenzen
(Fortsetzung des Zukunftskonzepts „bm‑t 2035“)
Die bm‑t steht heute an einem Punkt, an dem ihre bestehende Struktur einerseits ein solides Fundament bildet, andererseits aber klar zeigt, warum ein Ausbau zu einem Staatsfonds notwendig ist. Ihre aktuelle Rolle, ihre Fondsarchitektur und ihre Investitionspraxis bestimmen, was möglich ist – und was nicht. Um die Transformation zu verstehen, muss zunächst die Realität 2025 präzise beschrieben werden.
Struktur und institutionelle Verankerung
Die bm‑t ist eine hundertprozentige Landesgesellschaft. Diese Eigentümerstruktur ist entscheidend, weil sie dem Land volle Kontrolle über strategische Investitionen ermöglicht. Die Organisation ist in mehreren Fondsstrukturen gegliedert, die jeweils unterschiedliche Unternehmensphasen abdecken. Dazu gehören Start-up-Fonds, Mittelstandsfonds und stille Beteiligungsinstrumente. Diese Vielfalt erlaubt es, sowohl junge Technologieunternehmen als auch etablierte Firmen zu unterstützen.
Die Governance ist klassisch aufgebaut: Geschäftsführung, Aufsichtsstrukturen und klare Entscheidungswege. Das Modell ist stabil, aber nicht auf die Verwaltung eines Milliardenportfolios ausgelegt. Für einen Staatsfonds wären zusätzliche Kontrollmechanismen, Risikomanagementstrukturen und strategische Gremien notwendig.
Fondsarchitektur und Investitionslogik
Die bm‑t verwaltet heute ein Fondsvolumen von rund 445 Mio. €. Dieses Volumen verteilt sich auf zwölf Fonds, die jeweils spezifische Aufgaben erfüllen. Der Thüringer Start-up-Fonds II finanziert junge Unternehmen, während der Mittelstands-Fonds Thüringen II Wachstums- und Nachfolgefinanzierungen ermöglicht. Stille Beteiligungen ergänzen das Portfolio und bieten flexible Finanzierungsformen.
Die Investitionslogik folgt dem klassischen VC‑Modell: Beteiligungen werden eingegangen, entwickelt und nach einigen Jahren veräußert. Die Ticketgrößen liegen meist zwischen 0,5 und 3 Mio. €, was für Deep‑Tech‑Unternehmen oft nicht ausreicht. Die bm‑t ist dadurch gezwungen, sich auf kleinere, risikoärmere Projekte zu konzentrieren, obwohl gerade kapitalintensive Technologien für die regionale Zukunft entscheidend wären.
Portfolioanalyse und regionale Wirkung
Das Portfolio umfasst derzeit 52 aktive Beteiligungen. Diese Unternehmen sind in verschiedenen Branchen tätig, darunter Optik, Sensorik, Medizintechnik und Software. Die regionale Verteilung zeigt eine Konzentration auf die Hochschulstandorte und wirtschaftlichen Zentren Thüringens. Die bm‑t hat damit einen spürbaren Einfluss auf die regionale Innovationslandschaft, doch die Wirkung bleibt begrenzt, weil die Investitionssummen klein und die Zahl der Beteiligungen überschaubar ist.
Die volkswirtschaftliche Wirkung ist positiv, aber nicht transformativ. Die bm‑t stabilisiert Unternehmen, schafft Arbeitsplätze und fördert Innovationen. Doch sie ist nicht in der Lage, die strukturellen Herausforderungen des Landes allein zu lösen. Dafür fehlt es an Kapital, Infrastruktur und strategischer Ausrichtung.
Grenzen des heutigen Systems
Die bm‑t stößt in mehreren Bereichen an ihre Grenzen:
Kapitalmangel: 445 Mio. € Fondsvolumen reichen nicht aus, um Deep‑Tech‑Unternehmen langfristig zu finanzieren.
Exit‑Druck: Das klassische VC‑Modell zwingt zu Verkäufen, die Kapital aus dem Land abziehen.
Begrenzter Dealflow: Die Zahl technologieorientierter Gründungen ist niedrig, weil Infrastruktur und Anreize fehlen.
Fehlende Skalierung: Die bm‑t kann Unternehmen begleiten, aber nicht in großem Stil skalieren.
Infrastrukturdefizite: Ohne Pilotlinien, Reinräume und HPC‑Kapazitäten bleiben viele Technologien in der Forschung stecken.
Diese Grenzen zeigen, warum eine Transformation notwendig ist. Die bm‑t hat das Potenzial, ein Staatsfonds zu werden, doch dafür muss sie aus dem Korsett des klassischen VC‑Modells befreit werden.
Bedeutung für die Transformation
Die Ausgangslage 2025 ist klar: Die bm‑t ist stabil, erfahren und gut verankert, aber strukturell unterdimensioniert. Sie kann Unternehmen finanzieren, aber nicht in der Tiefe und Breite, die für eine regionale Transformation notwendig wäre. Die Grenzen des heutigen Systems sind zugleich die Argumente für den Ausbau zu einem Staatsfonds.
Kapitalbasis: 2 Milliarden Euro als Fundament
Die heutige Kapitalbasis der bm‑t ist zu klein, um Deep‑Tech‑Unternehmen über den gesamten Entwicklungszyklus hinweg zu begleiten. Eine Erhöhung auf 2 Milliarden Euro schafft die Voraussetzungen für ein neues Investitionsniveau. Diese Summe ermöglicht es, jährlich 300–600 Millionen Euro in technologieorientierte Unternehmen zu investieren. Die bm‑t wird damit zu einem der größten staatlichen Investoren in Deutschland und kann Unternehmen nicht nur finanzieren, sondern auch strategisch steuern und langfristig halten.
Die Kapitalbasis dient nicht nur der Finanzierung neuer Beteiligungen, sondern auch der Stabilisierung des Portfolios. Sie schafft die Möglichkeit, Unternehmen durch schwierige Phasen zu begleiten, ohne auf externe Investoren angewiesen zu sein. Gleichzeitig ermöglicht sie es, größere Tickets zu vergeben und damit auch kapitalintensive Projekte zu realisieren, die bisher außerhalb der Reichweite lagen.
Investitionsvolumen: 300–600 Millionen Euro pro Jahr
Mit einer Kapitalbasis von 2 Milliarden Euro kann die bm‑t jährlich 300–600 Millionen Euro investieren. Dieses Volumen ist notwendig, um die Gründungszahlen zu erhöhen, Deep‑Tech‑Unternehmen zu skalieren und die regionale Wirtschaft zu transformieren. Die Investitionen verteilen sich auf verschiedene Bereiche:
Frühphasenfinanzierung für Startups
Wachstumsfinanzierung für etablierte Unternehmen
Beteiligungen an industriellen Deep‑Tech‑Projekten
Finanzierung von Infrastruktur und Technologieplattformen
Das hohe Investitionsvolumen ermöglicht es, jährlich 30–50 Unternehmen zu finanzieren. Dadurch entsteht ein dynamisches Ökosystem, das Innovationen hervorbringt und die regionale Wirtschaft stärkt.
Portfolioziel: 600–900 Beteiligungen bis 2035
Der Verzicht auf Exits führt dazu, dass das Portfolio der bm‑t kontinuierlich wächst. Mit jährlich 30–50 neuen Beteiligungen und nur wenigen Abgängen durch Insolvenzen entsteht bis 2035 ein Portfolio von 600–900 Unternehmen. Dieses Portfolio ist breit diversifiziert und umfasst verschiedene Branchen und Unternehmensphasen. Es bildet die Grundlage für ein stabiles, langfristiges Staatsvermögen.
Das Portfolio ist nicht nur eine Sammlung von Beteiligungen, sondern ein strategisches Instrument. Es ermöglicht es dem Land, Einfluss auf Schlüsseltechnologien zu nehmen, regionale Wertschöpfung zu sichern und die wirtschaftliche Entwicklung zu steuern. Gleichzeitig schafft es eine breite Basis für Dividendenströme und Wertsteigerungen.
Dividendenmodell statt Exit‑Modell
Der Verzicht auf Exits bedeutet, dass die bm‑t ihre Renditen nicht durch den Verkauf von Beteiligungen erzielt, sondern durch Dividenden. Deep‑Tech‑Unternehmen beginnen ab dem fünften bis zehnten Jahr, stabile Dividenden zu zahlen. Bei einem Portfolio von 600–900 Unternehmen ergeben sich jährliche Dividendenströme von 200–500 Millionen Euro.
Diese Dividenden dienen nicht nur der Refinanzierung der bm‑t, sondern auch der Finanzierung weiterer Investitionen. Sie schaffen ein selbsttragendes System, das langfristig unabhängig von staatlichen Zuschüssen funktioniert. Gleichzeitig ermöglichen sie es, das Portfolio weiter auszubauen und die regionale Wirtschaft zu stärken.
Staatsvermögen: 6–12 Milliarden Euro bis 2035
Das langfristige Halten von Beteiligungen führt zu einem stetigen Wachstum des Staatsvermögens. Die Wertsteigerungen der Unternehmen, kombiniert mit den Dividendenströmen, führen dazu, dass das Portfolio bis 2035 einen Wert von 6–12 Milliarden Euro erreicht. Dieses Vermögen ist nicht nur ein finanzieller Wert, sondern ein strategisches Instrument, das die wirtschaftliche Souveränität des Landes stärkt.
Das Staatsvermögen ermöglicht es dem Land, langfristige Investitionen zu tätigen, Infrastruktur zu finanzieren und die regionale Wirtschaft zu stabilisieren. Es schafft eine solide Grundlage für die Zukunft und macht Thüringen zu einem der führenden Innovationsstandorte in Europa.
Strategische Kontrolle über Schlüsseltechnologien
Die bm‑t als Staatsfonds ermöglicht es dem Land, Einfluss auf Schlüsseltechnologien zu nehmen. Durch langfristige Beteiligungen kann das Land sicherstellen, dass wichtige Technologien im Land bleiben und nicht durch Exits oder Übernahmen verloren gehen. Dies ist besonders wichtig in Bereichen wie KI‑Hardware, Photonik, Sensorik und Medizintechnik, die für die Zukunft der regionalen Wirtschaft entscheidend sind.
Die strategische Kontrolle ermöglicht es dem Land, die Entwicklung dieser Technologien zu steuern und sicherzustellen, dass sie im Einklang mit den regionalen Interessen stehen. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage für eine starke industrielle Basis und eine hohe regionale Wertschöpfung.
Die bm‑t als Rückgrat der regionalen Transformation
Die Vision 2035 stellt die bm‑t in den Mittelpunkt der regionalen Transformation. Sie wird zum Rückgrat eines neuen wirtschaftlichen Modells, das auf langfristigen Beteiligungen, strategischer Kontrolle und einem wachsenden Staatsvermögen basiert. Die bm‑t ist nicht nur ein Investor, sondern ein zentraler Akteur, der die Zukunft des Landes gestaltet.
Kapitel 4: Der Exit‑Verzicht als strategischer Hebel
Der vollständige Verzicht auf Exits ist der tiefste Eingriff in die Logik der bm‑t seit ihrer Gründung. Er verändert nicht nur die Finanzierungsmechanik, sondern die Identität der Institution. Aus einem Fonds, der Beteiligungen kauft und verkauft, wird ein Fonds, der aufbaut, hält und skaliert. Dieser Paradigmenwechsel ist kein theoretisches Modell, sondern eine strategische Antwort auf die strukturellen Bedingungen Thüringens und die globalen Entwicklungen im Deep‑Tech‑Sektor.
Warum Exits im klassischen VC‑Modell zentral sind
Das traditionelle Venture‑Capital‑Modell basiert auf drei Grundannahmen:
Kapital muss nach 5–10 Jahren zurückfließen.
Renditen entstehen fast ausschließlich durch Unternehmensverkäufe.
Fonds müssen ihre Performance durch spektakuläre Exits nachweisen.
Diese Logik funktioniert in Regionen mit hoher Startup‑Dichte, großen Märkten und vielen privaten Co‑Investoren. Thüringen erfüllt diese Voraussetzungen nicht. Die Folge: Exits führen zu Kapitalabfluss, Technologiewanderung und dem Verlust regionaler Wertschöpfung.
Warum Thüringen auf Exits verzichten kann
Thüringen ist ein Deep‑Tech‑Standort. Die relevanten Technologien – Photonik, Sensorik, Medizintechnik, KI‑Hardware, Materialwissenschaften – sind kapitalintensiv, langfristig und stark standortgebunden. Diese Unternehmen profitieren nicht von schnellen Exits, sondern von stabiler, langfristiger Finanzierung.
Der Exit‑Verzicht passt daher perfekt zu den strukturellen Stärken des Landes:
lange Entwicklungszyklen
hoher Kapitalbedarf
starke Forschungslandschaft
industrielle Einbettung
regionale Bindung
Statt Unternehmen zu verkaufen, werden sie aufgebaut und gehalten.
Auswirkungen auf Kapitalbindung und Liquidität
Der Verzicht auf Exits führt zu einer höheren Kapitalbindung. Das bedeutet:
Kapital bleibt länger im Portfolio.
Liquidität entsteht durch Dividenden statt durch Verkäufe.
Die bm‑t benötigt eine größere Kapitalbasis (2 Mrd. €).
Diese Struktur ist stabiler als das klassische VC‑Modell, weil sie nicht von Marktzyklen abhängig ist. Sie schafft ein System, das langfristig funktioniert und nicht auf kurzfristige Renditen angewiesen ist.
Auswirkungen auf das Renditeprofil
Das Renditeprofil verschiebt sich:
weg von volatilen, einmaligen Exit‑Erlösen
hin zu stabilen, planbaren Dividendenströmen
Deep‑Tech‑Unternehmen zahlen ab Jahr 5–10 Dividenden. Bei einem Portfolio von 600–900 Unternehmen entstehen jährliche Dividenden von 200–500 Mio. €. Diese Dividenden finanzieren neue Investitionen und machen den Fonds langfristig selbsttragend.
Auswirkungen auf den Dealflow
Der Exit‑Verzicht verändert die Zusammensetzung des Dealflows:
Software‑Startups (exit‑orientiert) springen teilweise ab.
Deep‑Tech‑Startups (langfristig orientiert) bleiben und profitieren.
staatliche Startups entstehen zusätzlich.
Die Zahl der relevanten Gründungen steigt durch Campus, Inkubatoren und bm‑t‑Kapital von heute 30–50 auf 80–120 pro Jahr. Der Exit‑Verzicht wirkt hier nicht bremsend, sondern stabilisierend.
Auswirkungen auf Software‑Startups
Software‑Startups sind stark exit‑getrieben. Ein Exit‑Verzicht führt dazu, dass:
10–25 % der VC‑fähigen Startups abspringen
vor allem SaaS‑ und Plattformmodelle betroffen sind
internationale Co‑Investoren weniger Interesse haben
Für Thüringen ist das verkraftbar, weil Software nicht die regionale Kernkompetenz ist.
Auswirkungen auf Deep‑Tech‑Startups
Deep‑Tech‑Startups profitieren massiv:
stabile Finanzierung
langfristige Planungssicherheit
Zugang zu Infrastruktur
strategische Begleitung
Standortbindung
Der Exit‑Verzicht ist für Deep‑Tech ein Vorteil, kein Nachteil.
Internationale Beispiele für exit‑freie Modelle
Mehrere erfolgreiche Staatsfonds arbeiten ohne Exit‑Druck:
Temasek (Singapur) – hält Unternehmen über Jahrzehnte
Québec Investissement – langfristige Beteiligungen an Industrieunternehmen
Bpifrance – kombiniert Beteiligungen mit Infrastruktur und Kreditprogrammen
VTT Finnland – hält IP‑intensive Deep‑Tech‑Spin‑offs langfristig
Diese Modelle zeigen, dass langfristiges Halten zu stabilen Renditen und regionaler Souveränität führt.
Politische und ökonomische Vorteile des Exit‑Verzichts
Der Exit‑Verzicht erzeugt:
Standortbindung statt Kapitalabfluss
Staatsvermögen statt kurzfristiger Erlöse
strategische Kontrolle über Schlüsseltechnologien
stabile Einnahmen statt volatiler Exits
regionale Wertschöpfung statt Abwanderung
Planungssicherheit für Unternehmen
Für Thüringen ist der Exit‑Verzicht kein Risiko, sondern ein strategischer Vorteil.
Kapitel 5: Portfolioarchitektur 2035 – Aufbau eines 600–900‑Unternehmen‑Portfolios
Die Portfolioarchitektur ist das Herzstück des Staatsfondsmodells. Sie bestimmt, wie stabil, diversifiziert und wertschöpfend die bm‑t im Jahr 2035 agiert. Ein Portfolio von 600–900 Unternehmen ist kein zufälliges Ergebnis, sondern die logische Folge aus drei strukturellen Entscheidungen: 2 Mrd. Kapitalbasis, 300–600 Mio. Investitionen pro Jahr und vollständiger Exit‑Verzicht. Dadurch entsteht ein wachsendes, langfristig gehaltenes Beteiligungsnetzwerk, das die wirtschaftliche Struktur Thüringens dauerhaft prägt.
Struktur eines großskaligen Staatsfonds-Portfolios
Ein Portfolio dieser Größe muss klar segmentiert sein, um steuerbar zu bleiben. Die bm‑t 2035 gliedert ihr Portfolio in vier zentrale Kategorien:
Deep‑Tech‑Startups — Photonik, Sensorik, KI‑Hardware, Medizintechnik, Materialtechnologien.
Industrielle Scale‑ups — Unternehmen, die aus dem Startup‑Status herausgewachsen sind und in die Produktion gehen.
Mittelstands‑Beteiligungen — Nachfolgefinanzierungen, Wachstumsfinanzierungen, Digitalisierung.
Staatliche Startups — Ausgründungen aus Campus, Instituten und Hochschulen, die direkt durch staatliche Infrastruktur entstehen.
Diese vier Säulen bilden ein robustes, diversifiziertes Portfolio, das sowohl Wachstum als auch Stabilität erzeugt.
Branchenverteilung im Jahr 2035
Die bm‑t 2035 ist kein breit gestreuter Fonds, sondern ein strategisch fokussierter Deep‑Tech‑Fonds. Die Branchenverteilung spiegelt die Stärken Thüringens wider:
Photonik & Optik — 15–20 %
Sensorik & Messtechnik — 10–15 %
Medizintechnik & Biotech — 10–15 %
KI‑Hardware & Embedded Systems — 10–15 %
Materialwissenschaften & Produktionstechnologien — 15–20 %
Software & digitale Technologien — 5–10 %
Mittelstand & Industrie 4.0 — 20–25 %
Diese Struktur sorgt für Stabilität, weil Deep‑Tech‑Unternehmen langfristige Wertschöpfung erzeugen und weniger von kurzfristigen Marktzyklen abhängig sind.
Anteil staatlicher Startups
Ein zentraler Bestandteil des Portfolios sind staatliche Startups, die aus dem Campus und den Inkubatoren hervorgehen. Diese Unternehmen sind besonders wertvoll, weil:
ihre IP im Land bleibt
sie von Anfang an standortgebunden sind
sie strategisch steuerbar sind
sie langfristige Dividenden erzeugen
Bis 2035 entstehen jährlich 10–20 staatliche Startups, sodass der Anteil im Portfolio bei 150–250 Unternehmen liegt.
Anteil industrieller Deep‑Tech‑Scale‑ups
Deep‑Tech‑Scale‑ups sind Unternehmen, die den Übergang von der Forschung zur Produktion geschafft haben. Sie sind kapitalintensiv, aber hochprofitabel. Die bm‑t hält diese Unternehmen langfristig und begleitet sie durch:
Produktionsaufbau
Internationalisierung
Industrialisierung neuer Technologien
strategische Partnerschaften
Bis 2035 umfasst dieser Bereich 200–300 Unternehmen.
Mittelstands‑Beteiligungen als Stabilitätsanker
Der Mittelstand ist der Stabilitätsanker des Portfolios. Diese Unternehmen:
zahlen früh Dividenden
sind weniger volatil
sichern regionale Beschäftigung
stabilisieren Cashflows
Der Anteil liegt bei 150–250 Unternehmen.
Portfolio‑Wertentwicklung bis 2035
Die Wertentwicklung ergibt sich aus drei Quellen:
Wachstum der Deep‑Tech‑Unternehmen
Dividenden der Mittelstands‑Beteiligungen
Wertsteigerung staatlicher Startups
Konservativ:
Ø‑Wert pro Beteiligung: 10–20 Mio.
Portfolio: 6–12 Mrd.
Ambitioniert:
Ø‑Wert pro Beteiligung: 20–40 Mio.
Portfolio: 12–20 Mrd.
Damit entsteht ein Staatsvermögen, das die wirtschaftliche Zukunft Thüringens absichert.
Dividendenströme als Finanzierungsquelle
Deep‑Tech zahlt spät, aber stabil. Mittelstand zahlt früh und zuverlässig. Zusammen ergeben sich:
200–500 Mio. Euro Dividenden pro Jahr
vollständige Selbstfinanzierung des Fonds
zusätzliche Mittel für Infrastruktur, Campus, Inkubatoren
langfristige Stabilität unabhängig von Haushaltszyklen
Damit wird die bm‑t zu einem finanziell autonomen Staatsfonds.
Steuerbarkeit eines 600–900‑Unternehmen‑Portfolios
Ein Portfolio dieser Größe ist nur steuerbar, wenn:
klare Segmentierung existiert
professionelle Beteiligungscontroller arbeiten
digitale Monitoring‑Systeme eingesetzt werden
strategische Gremien Entscheidungen begleiten
klare Dividenden- und Reinvestitionsregeln gelten
Die bm‑t 2035 verfügt über all diese Strukturen.
Bedeutung für die regionale Wirtschaft
Ein Portfolio von 600–900 Unternehmen erzeugt:
tausende hochqualifizierte Arbeitsplätze
stabile Wertschöpfungsketten
regionale Souveränität
Innovationskraft
internationale Sichtbarkeit
Es ist das wirtschaftliche Rückgrat Thüringens im Jahr 2035.
Kapitel 6: Kapitalflussmodell ohne Exits – Wie der Fonds sich selbst trägt
Ein Staatsfonds funktioniert nur dann nachhaltig, wenn seine Kapitalflüsse stabil, planbar und langfristig gesichert sind. Der vollständige Verzicht auf Exits verändert die Finanzierungslogik der bm‑t grundlegend. Statt einmaliger Verkaufserlöse entsteht ein System aus kontinuierlichen Dividenden, Wertsteigerungen und Reinvestitionen, das den Fonds über Jahrzehnte trägt. Dieses Kapitel beschreibt, wie ein Kapitalflussmodell ohne Exits funktioniert, warum es für Thüringen besonders geeignet ist und welche Mechanismen die finanzielle Stabilität sichern.
Struktur der Kapitalflüsse im Exit‑freien Modell
Das Kapitalflussmodell der bm‑t 2035 basiert auf vier Säulen:
Dividenden aus Beteiligungen
Reinvestitionen in neue Unternehmen
Wertsteigerungen des Portfolios
Liquiditätsreserven für Krisenzeiten
Diese Struktur ersetzt vollständig die klassische VC‑Logik, in der Kapital durch Exits zurückfließt. Stattdessen entsteht ein Kreislauf, der sich selbst verstärkt und langfristig stabil bleibt.
Dividenden als primäre Einnahmequelle
Deep‑Tech‑Unternehmen zahlen ab dem fünften bis zehnten Jahr Dividenden. Mittelstands‑Beteiligungen zahlen oft schon früher. Bei einem Portfolio von 600–900 Unternehmen ergeben sich jährliche Dividendenströme von 200–500 Millionen Euro. Diese Dividenden dienen nicht nur der Refinanzierung des Fonds, sondern auch der Finanzierung neuer Investitionen.
Die Dividendenstruktur ist stabiler als Exit‑Erlöse, weil sie nicht von Marktzyklen abhängig ist. Sie ermöglicht eine langfristige Planung und macht den Fonds unabhängig von kurzfristigen Schwankungen.
Reinvestitionen als Wachstumsmotor
Die bm‑t reinvestiert einen großen Teil der Dividenden in neue Unternehmen. Dadurch entsteht ein selbsttragendes System, das kontinuierlich wächst. Die Reinvestitionen ermöglichen es, jährlich 30–50 neue Unternehmen zu finanzieren und das Portfolio weiter auszubauen.
Die Reinvestitionslogik ist flexibel und kann an die Bedürfnisse des Portfolios angepasst werden. In Wachstumsphasen werden mehr Mittel investiert, in Krisenzeiten werden Reserven aufgebaut.
Wertsteigerungen des Portfolios
Die Wertsteigerungen der Unternehmen tragen wesentlich zum Wachstum des Staatsvermögens bei. Deep‑Tech‑Unternehmen haben ein hohes Wertsteigerungspotenzial, weil sie oft in Nischenmärkten tätig sind und über einzigartige Technologien verfügen. Die langfristige Haltedauer ermöglicht es, diese Wertsteigerungen vollständig zu realisieren.
Die Wertsteigerungen sind nicht nur ein finanzieller Wert, sondern auch ein strategischer. Sie stärken die regionale Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze und sichern die technologische Souveränität des Landes.
Liquiditätsreserven für Krisenzeiten
Ein Staatsfonds muss in der Lage sein, Krisen zu überstehen. Die bm‑t 2035 baut daher Liquiditätsreserven auf, die es ermöglichen, Unternehmen durch schwierige Phasen zu begleiten. Diese Reserven sind ein wichtiger Bestandteil des Kapitalflussmodells und tragen zur langfristigen Stabilität bei.
Die Liquiditätsreserven werden aus Dividenden und Wertsteigerungen gespeist. Sie ermöglichen es, flexibel auf Veränderungen im Markt zu reagieren und das Portfolio zu stabilisieren.
Vergleich: Exit‑Modell vs. Dividendenmodell
Das Exit‑Modell ist volatil und abhängig von Marktzyklen. Es erzeugt kurzfristige Erlöse, aber keine langfristige Stabilität. Das Dividendenmodell ist stabiler und langfristiger. Es erzeugt kontinuierliche Einnahmen und ermöglicht eine nachhaltige Finanzierung.
Der Verzicht auf Exits ist daher kein Nachteil, sondern ein strategischer Vorteil. Er ermöglicht es, ein stabiles, langfristiges Kapitalflussmodell aufzubauen, das die regionale Wirtschaft stärkt und die technologische Souveränität sichert.
Stabilität und Risikoprofil
Das Kapitalflussmodell ohne Exits ist stabiler als das klassische VC‑Modell. Es ist weniger anfällig für Marktzyklen und ermöglicht eine langfristige Planung. Das Risikoprofil ist ausgewogener, weil es auf einer breiten Basis von Unternehmen und Branchen basiert.
Die bm‑t 2035 ist daher nicht nur ein Investor, sondern ein stabilisierender Faktor für die regionale Wirtschaft. Sie schafft ein System, das langfristig funktioniert und die wirtschaftliche Zukunft Thüringens sichert.
Kapitel 7: Dealflow 2035 – Die vier Quellen eines skalierbaren Startup‑Systems
Der Dealflow ist das zentrale Steuerungsinstrument des Staatsfonds. Ein Portfolio von 600–900 Unternehmen entsteht nicht zufällig, sondern durch ein systematisch aufgebautes, mehrstufiges Produktionssystem für technologieorientierte Gründungen. Thüringen erzeugt 2035 nicht nur mehr Startups, sondern vor allem die richtigen: Deep‑Tech‑Unternehmen mit hoher Standortbindung, industrieller Relevanz und langfristigem Dividendenpotenzial.
Das Dealflow‑System basiert auf vier komplementären Quellen, die zusammen einen stabilen, planbaren und resilienten Strom neuer Unternehmen erzeugen.
1. Staatliche Startups – 10–20 Gründungen pro Jahr
Staatliche Startups entstehen direkt aus der Campus‑Infrastruktur:
Reinräume
Pilotlinien
HPC‑Cluster
Materiallabore
IP‑Transfer‑Einheiten
Sie sind vollständig standortgebunden, da ihre Technologieentwicklung an die Infrastruktur gekoppelt ist. Sie sind 100 % bm‑t‑fähig, da sie ohne Exit‑Orientierung entstehen.
Output 2035:
10–20 staatliche Startups/Jahr
10–20 bm‑t‑fähig
2. Hochschul‑Spin‑offs – 5–10 Gründungen pro Jahr
Die Hochschulen und Institute Thüringens verfügen über erhebliches Deep‑Tech‑Potenzial, das heute weitgehend ungenutzt bleibt. Durch Campus‑Infrastruktur, Inkubatoren und IP‑Transfer entstehen jährlich:
5–10 Deep‑Tech‑Spin‑offs
90–100 % bm‑t‑fähig
Diese Unternehmen sind wissenschaftlich fundiert, IP‑intensiv und langfristig skalierbar.
Output 2035:
5–10 Hochschul‑Spin‑offs/Jahr
4–9 bm‑t‑fähig
3. Industrie‑Spin‑offs – 10–20 Gründungen pro Jahr
Industrieunternehmen werden 2035 zu einer der wichtigsten Quellen des Dealflows. Sie erzeugen Spin‑offs, wenn:
neue Technologien nicht ins Kerngeschäft passen
interne Innovationsprojekte ausgelagert werden
Teams eigene Produkte entwickeln wollen
Produktions‑ oder Marktchancen außerhalb der bestehenden Struktur liegen
Industrie‑Spin‑offs sind besonders wertvoll, weil sie:
reale Marktbedarfe adressieren
erfahrene Teams haben
schneller skalieren
vollständig standortgebunden sind
früh Dividenden zahlen
Output 2035:
10–20 Industrie‑Spin‑offs/Jahr
6–12 bm‑t‑fähig
4. Private Campus‑Startups – 10–20 Gründungen pro Jahr
Private Gründerteams erhalten durch Gründerstipendien erstmals Zugang zu:
Campus‑Infrastruktur
Prototyping‑Werkstätten
Coaching
bm‑t‑Frühphasenfinanzierung
Dadurch werden private Startups Deep‑Tech‑fähig, obwohl sie nicht aus Hochschulen oder Unternehmen stammen.
Output 2035:
10–20 private Campus‑Startups/Jahr
4–8 Deep‑Tech‑fähig
3–6 bm‑t‑fähig
Gesamt‑Dealflow 2035
Durch die vier Quellen entstehen jährlich:
| Quelle | Startups/Jahr | bm‑t‑fähig |
|---|---|---|
| Staatliche Startups | 10–20 | 10–20 |
| Hochschul‑Spin‑offs | 5–10 | 4–9 |
| Industrie‑Spin‑offs | 10–20 | 6–12 |
| Private Campus‑Startups | 10–20 | 3–6 |
| Gesamt | 35–70 Deep‑Tech‑Startups | 23–47 bm‑t‑fähig |
Damit entsteht ein robuster, skalierbarer Dealflow, der das Portfolio der bm‑t jedes Jahr um 20–30 hochwertige Beteiligungen erweitert.
Auswirkung des Exit‑Verzichts auf private und institutionelle Startups
Der Exit‑Verzicht beeinflusst die Bereitschaft, bm‑t‑Kapital anzunehmen, unterschiedlich:
Software‑Startups (privat): 50–70 % springen ab (5–10/Jahr)
Deep‑Tech‑Startups (alle vier Quellen): 90–100 % bleiben
Industrie‑Spin‑offs: 100 % bleiben
Staatliche Startups: 100 % bleiben
Damit bleiben alle relevanten Deep‑Tech‑Quellen vollständig erhalten.
Warum dieses System funktioniert
Die vier Quellen ergänzen sich perfekt:
Staatliche Startups sichern strategische Technologien.
Hochschul‑Spin‑offs bringen wissenschaftliche Tiefe.
Industrie‑Spin‑offs liefern Marktnähe und Skalierung.
Private Campus‑Startups bringen Kreativität und Diversität.
Gemeinsam erzeugen sie ein ökonomisches Produktionssystem, das Thüringen zu einem europäischen Deep‑Tech‑Knotenpunkt macht.
Kapitel 8: Inkubatoren 2035 – Die Produktionsstätten für vier Startup‑Quellen
Inkubatoren sind 2035 das operative Zentrum des gesamten Staatsfonds‑Ökosystems. Sie sind nicht länger Orte für Workshops oder Beratung, sondern Produktionsmaschinen, die jedes Jahr einen planbaren, hochwertigen und diversifizierten Dealflow erzeugen. Mit der Integration aller vier Startup‑Quellen – staatliche Startups, Hochschul‑Spin‑offs, Industrie‑Spin‑offs und private Campus‑Startups – werden Inkubatoren zu einem der wichtigsten strategischen Instrumente des Landes.
Die Rolle der Inkubatoren im Staatsfonds‑Modell
Inkubatoren erfüllen drei zentrale Funktionen:
Sie produzieren technologieorientierte Startups in planbarer Menge.
Sie transformieren Forschung, Industrie‑Know‑how und Gründerideen in marktfähige Unternehmen.
Sie integrieren alle vier Dealflow‑Quellen in ein einheitliches System.
Damit sind Inkubatoren nicht nur ein Teil des Ökosystems, sondern der Motor, der das Portfolio der bm‑t jedes Jahr um 20–30 hochwertige Beteiligungen erweitert.
Die vier Inkubator‑Linien 2035
1. Campus‑Inkubatoren für staatliche Startups
Diese Inkubatoren sind direkt in die Campus‑Infrastruktur eingebettet. Sie nutzen:
Reinräume
Pilotlinien
HPC‑Cluster
Materiallabore
IP‑Transfer‑Einheiten
Sie erzeugen 10–20 staatliche Startups pro Jahr, die vollständig bm‑t‑fähig und standortgebunden sind.
2. Forschungs‑Inkubatoren für Hochschul‑Spin‑offs
Diese Inkubatoren sind an Hochschulen und Instituten verankert. Sie bieten:
wissenschaftliche Validierung
IP‑Transfer
Prototyping‑Support
Zugang zu Campus‑Infrastruktur
Sie erzeugen 5–10 Deep‑Tech‑Spin‑offs pro Jahr, davon 4–9 bm‑t‑fähig.
3. Industrie‑Inkubatoren für Unternehmens‑Spin‑offs
Diese Inkubatoren sind direkt in Industrieunternehmen integriert. Sie ermöglichen:
Scouting interner Technologien
Ausgründungsteams
Prototyping auf dem Campus
Co‑Investments mit Mutterunternehmen
Sie erzeugen 10–20 Industrie‑Spin‑offs pro Jahr, davon 6–12 bm‑t‑fähig.
Industrie‑Spin‑offs sind die erfolgreichsten und risikoärmsten Startups im gesamten System.
4. Gründerstipendien‑Inkubatoren für private Campus‑Startups
Diese Inkubatoren richten sich an freie Gründerteams, die nicht aus Hochschulen oder Unternehmen stammen. Sie bieten:
12–18 Monate Gründerstipendium
Zugang zu Campus‑Infrastruktur
Coaching und Mentoring
frühe bm‑t‑Tickets
Sie erzeugen 10–20 private Campus‑Startups pro Jahr, davon 3–6 bm‑t‑fähig.
Damit wird die private Gründerszene systematisch in das Staatsfonds‑Modell integriert.
Output‑Mechanik: Wie Inkubatoren Startups produzieren
Jeder Inkubator folgt einer klaren Produktionslogik:
Scouting von Ideen, Technologien und Teams
Validierung durch Campus‑ und bm‑t‑Analysten
Prototyping und technische Reifegradsteigerung
Geschäftsmodellentwicklung
Finanzierung durch bm‑t‑Frühphasentickets
Ausgründung und Integration ins Portfolio
Diese Mechanik erzeugt planbare, hochwertige und skalierbare Startups.
Gesamt‑Output der Inkubatoren 2035
Mit 5–10 Inkubatoren entstehen jährlich:
50–200 Startups
davon 35–70 Deep‑Tech‑fähig
davon 23–47 bm‑t‑fähig
Damit ist der Dealflow groß genug, um das Portfolio der bm‑t jedes Jahr um 20–30 Beteiligungen zu erweitern.
Bedeutung der Inkubatoren für das Staatsfonds‑Modell
Inkubatoren sind der strukturelle Kern des Systems, weil sie:
alle vier Startup‑Quellen integrieren
die Qualität des Dealflows sichern
die Skalierbarkeit des Portfolios ermöglichen
die Standortbindung der Unternehmen erhöhen
die Erfolgswahrscheinlichkeit der Startups steigern
Ohne Inkubatoren wäre ein Staatsfonds dieser Größe nicht steuerbar. Mit ihnen entsteht ein hochgradig produktives, planbares und resilient aufgebautes Innovationssystem.
Kapitel 9: Der staatliche Campus 2035 – Die industrielle Produktionsmaschine des Staatsfonds
Der Campus ist das technologische und industrielle Herz des gesamten Systems. Während Inkubatoren die organisatorische und unternehmerische Frühphase abdecken, liefert der Campus die Infrastruktur, ohne die Deep‑Tech‑Startups, Industrie‑Spin‑offs und private Campus‑Startups überhaupt nicht entstehen könnten. Er ist kein klassischer Forschungspark, sondern eine staatliche Produktionsmaschine, die Forschung, Prototyping, Industrialisierung und Gründung in einem integrierten System vereint.
Die Rolle des Campus im Staatsfonds‑Ökosystem
Der Campus erfüllt vier zentrale Funktionen, die für ein Portfolio von 600–900 Unternehmen unverzichtbar sind:
Erzeugung von IP durch angewandte Forschung und Entwicklung.
Technologietransfer durch systematische Ausgründungsmechanismen.
Prototyping und Industrialisierung durch Pilotlinien und Testumgebungen.
Standortbindung durch Infrastruktur, die nur vor Ort verfügbar ist.
Damit wird der Campus zur Produktionsstätte für Deep‑Tech‑Wertschöpfung, nicht nur für Startups, sondern auch für die Modernisierung des Mittelstands und die Transformation der Industrie.
Infrastruktur als strategischer Vorteil
Deep‑Tech entsteht nicht in Büros, sondern in Laboren, Reinräumen und industriellen Testumgebungen. Der Campus stellt genau diese Infrastruktur bereit:
Reinräume für Photonik, Halbleiter, Sensorik.
Pilotlinien für Materialtechnologien, Medizintechnik, KI‑Hardware.
Materiallabore für neue Werkstoffe.
HPC‑Cluster für KI‑Modelle, Simulationen und Chip‑Design.
Robotik‑ und Automatisierungsflächen.
Prototyping‑Werkstätten für Mechanik, Elektronik und Optik.
Diese Infrastruktur ist für einzelne Startups unbezahlbar. Durch staatliche Bereitstellung wird sie zum gemeinsamen Fundament aller vier Startup‑Quellen.
Campus‑Governance: Wie der Campus gesteuert wird
Ein Campus dieser Größe benötigt eine klare, professionelle Governance:
Campus‑Direktion für strategische Steuerung.
Cluster‑Leads für Photonik, Sensorik, MedTech, KI‑Hardware, Materialien.
IP‑Transfer‑Einheit für Patente, Lizenzen und Ausgründungen.
Industrie‑Beirat für Marktnähe und Skalierung.
bm‑t‑Vertretung für Investitionsentscheidungen und Portfolio‑Integration.
Diese Struktur stellt sicher, dass der Campus nicht nur forscht, sondern kommerzialisierbare Technologien hervorbringt.
Campus‑Output: 20–40 Startups pro Jahr
Der Campus erzeugt jährlich:
10–20 staatliche Startups,
5–10 Hochschul‑Spin‑offs,
5–10 private Campus‑Startups,
zusätzlich 5–10 Industrie‑Spin‑offs, die Campus‑Infrastruktur nutzen.
Damit entstehen 20–40 Deep‑Tech‑Startups pro Jahr, die fast vollständig bm‑t‑fähig sind.
Integration der vier Startup‑Quellen auf dem Campus
Der Campus ist der einzige Ort, an dem alle vier Startup‑Quellen zusammenlaufen:
Staatliche Startups nutzen die Infrastruktur vollständig.
Hochschul‑Spin‑offs nutzen IP‑Transfer und Prototyping.
Industrie‑Spin‑offs nutzen Pilotlinien und Testumgebungen.
Private Campus‑Startups nutzen Gründerstipendien und Labore.
Damit wird der Campus zur gemeinsamen Plattform, die alle Gründungswege gleichwertig unterstützt.
Industrialisierung neuer Technologien
Der Campus ermöglicht nicht nur Prototyping, sondern auch erste industrielle Produktionsschritte:
Kleinserienfertigung
Validierung nach Industriestandards
Zertifizierungen (z. B. MedTech)
Skalierungsprozesse
Übergang in industrielle Produktion
Das ist entscheidend, weil Deep‑Tech‑Wertschöpfung erst in der Produktion entsteht.
Bedeutung für die regionale Wirtschaft
Der Campus erzeugt:
neue Wertschöpfungsketten
industrielle Cluster
hochqualifizierte Arbeitsplätze
Standortbindung durch Infrastruktur
internationale Sichtbarkeit
Er ist das ökonomische Rückgrat der Transformation Thüringens.
Kapitel 10: Mittelstand 2035 – Der Stabilitätsanker im Staatsfonds‑System
Der Mittelstand bildet 2035 die finanzielle und strukturelle Stabilitätsbasis des gesamten Staatsfonds. Während die vier Startup‑Quellen (staatliche Startups, Hochschul‑Spin‑offs, Industrie‑Spin‑offs und private Campus‑Startups) Wachstum, Innovation und technologische Souveränität erzeugen, liefert der Mittelstand die frühen, verlässlichen und planbaren Dividenden, die den Fonds dauerhaft tragen. Dadurch entsteht ein Portfolio, das gleichzeitig dynamisch und robust ist.
Bedeutung des Mittelstands im Staatsfonds‑Modell
Der Mittelstand erfüllt drei zentrale Funktionen:
Er stabilisiert das Portfolio durch kontinuierliche Dividendenströme, die unabhängig von Marktzyklen fließen.
Er sichert regionale Beschäftigung, Wertschöpfung und industrielle Kompetenz.
Er dient als Skalierungsplattform für Deep‑Tech‑Startups, indem er Pilotkunden, Produktionskapazitäten und Lieferketten bereitstellt.
Damit ist der Mittelstand nicht nur ein Teil des Portfolios, sondern ein strategischer Pfeiler, der die langfristige Funktionsfähigkeit des Staatsfonds garantiert.
Struktur der Mittelstands‑Beteiligungen 2035
Die bm‑t hält im Jahr 2035 150–250 mittelständische Beteiligungen, verteilt auf drei Kategorien:
Wachstumsfinanzierungen für Unternehmen, die expandieren oder neue Märkte erschließen.
Nachfolgefinanzierungen, um Unternehmensübergänge zu sichern und Abwanderung zu verhindern.
Modernisierungs‑ und Digitalisierungsfinanzierungen, um Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität zu steigern.
Diese Unternehmen sind weniger volatil als Startups und zahlen oft schon früh Dividenden. Sie stabilisieren das Portfolio und ermöglichen es der bm‑t, langfristige Investitionen in Deep‑Tech zu tätigen.
Warum Mittelstands‑Beteiligungen ohne Exits besonders wertvoll sind
Der Exit‑Verzicht wirkt im Mittelstand anders als im Startup‑Bereich. Mittelständische Unternehmen:
sind nicht exit‑orientiert
haben stabile Cashflows
sind regional verankert
profitieren von langfristigen Partnern
zahlen verlässliche Dividenden
Der Verzicht auf Exits führt dazu, dass die bm‑t dauerhaft an profitablen Unternehmen beteiligt bleibt, statt sie nach einigen Jahren zu verkaufen. Dadurch entsteht ein wachsendes Staatsvermögen, das nicht von kurzfristigen Marktbewegungen abhängig ist.
Dividendenbeiträge des Mittelstands
Mittelstands‑Beteiligungen sind die finanzielle Basis des Staatsfonds. Sie liefern:
frühe Dividenden (ab Jahr 1–3)
stabile Dividenden (unabhängig von Konjunkturzyklen)
hohe Dividenden (2–10 Mio. € pro Unternehmen und Jahr)
Bei 150–250 Beteiligungen ergibt das:
100–250 Mio. € Dividenden pro Jahr allein aus dem Mittelstand.
Diese Dividenden finanzieren:
neue Deep‑Tech‑Investitionen
Campus‑Infrastruktur
Inkubatoren
Liquiditätsreserven
Der Mittelstand trägt damit die laufenden Kosten des Systems.
Mittelstand als Partner für Deep‑Tech‑Startups
Der Mittelstand ist nicht nur ein Dividendenlieferant, sondern auch ein strategischer Partner für Deep‑Tech‑Startups:
Pilotkunden für neue Technologien
Produktionspartner für Prototypen und Kleinserien
Skalierungsplattformen für industrielle Anwendungen
Co‑Investoren in Wachstumsphasen
Diese Integration beschleunigt die Kommerzialisierung von Deep‑Tech‑Innovationen und stärkt die regionale Wertschöpfung.
Mittelstand und Standortbindung
Mittelständische Unternehmen sind stark standortgebunden. Sie:
beschäftigen lokale Arbeitskräfte
nutzen regionale Lieferketten
investieren in lokale Infrastruktur
sind langfristig im Land verankert
Durch dauerhafte Beteiligungen sichert die bm‑t diese Unternehmen für Thüringen – und verhindert Abwanderung oder Übernahmen durch externe Investoren.
Bedeutung für das Portfolio der bm‑t
Der Mittelstand ist der stabilisierende Gegenpol zu den wachstumsstarken, aber volatilen Deep‑Tech‑Startups. Er sorgt dafür, dass:
der Fonds finanziell stabil bleibt
Dividenden kontinuierlich fließen
Risiken breit gestreut sind
das Portfolio robust gegenüber Krisen ist
Ohne Mittelstand wäre der Staatsfonds ein Hochrisikofonds. Mit Mittelstand wird er zu einem soliden, langfristig tragfähigen Vermögensaufbauinstrument.
Kapitel 11: Regionale Wirtschaftstransformation 2035 – Wie der Staatsfonds Thüringen strukturell verändert
Die Transformation der bm‑t zu einem Staatsfonds mit vier Startup‑Quellen, einem staatlichen Campus, 5–10 Inkubatoren und 150–250 Mittelstandsbeteiligungen erzeugt nicht nur mehr Unternehmen, sondern verändert die ökonomische Architektur Thüringens. Die Region entwickelt sich von einem industriell soliden, aber stagnierenden Bundesland zu einem europäischen Deep‑Tech‑Knotenpunkt, der Innovationen hervorbringt, industrialisiert und langfristig hält.
Beschäftigungseffekte und Fachkräftesicherung
Die vier Startup‑Quellen und der Mittelstand erzeugen gemeinsam:
20.000–40.000 direkte Arbeitsplätze in Forschung, Entwicklung, Produktion und Management
40.000–80.000 indirekte Arbeitsplätze in Zulieferketten, Dienstleistungen und Infrastruktur
hochqualifizierte Jobs, die junge Menschen im Land halten
neue Ausbildungs‑ und Studienprogramme, die auf Deep‑Tech‑Bedarfe abgestimmt sind
Die demografische Abwanderung wird gestoppt, weil die Region attraktive, zukunftsfähige Arbeitsplätze bietet.
Neue Wertschöpfungsketten im Land
Durch Campus, Inkubatoren und bm‑t‑Finanzierung entstehen vollständige Wertschöpfungsketten:
Forschung →
Prototyping →
Pilotlinien →
Kleinserien →
industrielle Skalierung →
internationale Märkte
Diese geschlossene Kette ist ein strategischer Vorteil, den nur wenige Regionen Europas besitzen. Sie sorgt dafür, dass:
IP im Land bleibt
Produktion im Land bleibt
Steuereinnahmen im Land bleiben
industrielle Kompetenz im Land bleibt
Thüringen wird damit zu einem Standort, der Innovationen nicht exportiert, sondern industrialisiert.
Clusterbildung als Motor der Transformation
Die vier Startup‑Quellen erzeugen eine hohe Dichte an Deep‑Tech‑Unternehmen. Zusammen mit dem Campus entstehen bis 2035 fünf internationale Cluster:
Photonik
Sensorik
Medizintechnik
KI‑Hardware
Materialtechnologien
Cluster erzeugen:
Spezialisierung
Wissenstransfer
internationale Sichtbarkeit
Standortattraktivität
Skaleneffekte
Sie machen Thüringen zu einem Magneten für Talente, Unternehmen und Investitionen.
Industrie‑Modernisierung durch Spin‑offs
Industrie‑Spin‑offs wirken wie ein Modernisierungsprogramm für bestehende Unternehmen:
neue Technologien werden ausgelagert und schneller marktfähig
Mutterunternehmen erhalten Zugang zu Innovationen
Produktionsprozesse werden modernisiert
Lieferketten werden resilienter
Fachkräfte bleiben im Land
Die Industrie wird nicht verdrängt, sondern transformiert.
Mittelstand als Stabilitätsanker
Der Mittelstand liefert:
100–250 Mio. € Dividenden pro Jahr
stabile Cashflows
regionale Verankerung
Produktionskapazitäten für Startups
Damit trägt er die laufenden Kosten des Systems und ermöglicht langfristige Deep‑Tech‑Investitionen.
Standortbindung durch Infrastruktur und Beteiligungslogik
Die Kombination aus:
staatlicher Infrastruktur
bm‑t‑Beteiligungen ohne Exits
Campus‑Abhängigkeit
Industrie‑Integration
führt dazu, dass Unternehmen langfristig in Thüringen bleiben. Das verhindert Abwanderung und stärkt die regionale Souveränität.
Internationale Positionierung
Thüringen entwickelt sich zu einem Standort, der sich mit:
Finnland (VTT)
Québec (Investissement Québec)
Singapur (Temasek)
Sachsen (Halbleiter‑Cluster)
messen kann – aber mit einem eigenen Modell, das staatliche Infrastruktur, staatliche Startups und einen Staatsfonds kombiniert.
Langfristige Souveränität
Die Transformation stärkt:
technologische Souveränität
wirtschaftliche Souveränität
industrielle Souveränität
finanzielle Souveränität
Ein Staatsfonds mit 6–12 Mrd. € Vermögen macht Thüringen unabhängig von kurzfristigen politischen und wirtschaftlichen Schwankungen.
Kapitel 12: Governance 2035 – Die Führungs‑ und Kontrollarchitektur eines Staatsfonds
Die Governance des Staatsfonds ist der entscheidende Stabilitätsfaktor in einem System, das jährlich 20–30 neue Beteiligungen aufnimmt, 600–900 Unternehmen steuert, vier Startup‑Quellen integriert und gleichzeitig Campus, Inkubatoren und Mittelstand orchestriert. Ohne eine robuste, professionelle und politisch unabhängige Governance wäre ein solches System nicht steuerbar. 2035 verfügt die bm‑t deshalb über eine Governance‑Architektur, die auf langfristige Stabilität, Transparenz und strategische Steuerung ausgelegt ist.
Leitungsstruktur mit klaren Verantwortlichkeiten
Die bm‑t arbeitet mit einer dreistufigen Führungsarchitektur, die operative Professionalität und politische Unabhängigkeit verbindet.
Geschäftsführung — verantwortlich für Portfolioentwicklung, Investitionsentscheidungen, Risikomanagement und operative Steuerung.
Strategischer Rat — Expertinnen und Experten aus Deep‑Tech, Industrie, Finanzwesen und Wissenschaft, die technologische Trends, Clusterentwicklung und strategische Prioritäten definieren.
Aufsichtsrat — kontrolliert, genehmigt und überwacht, ohne operativ einzugreifen.
Diese Struktur verhindert politische Einflussnahme auf operative Entscheidungen und stellt sicher, dass der Fonds professionell, langfristig und evidenzbasiert geführt wird.
Politische Unabhängigkeit als Grundprinzip
Ein Staatsfonds kann nur funktionieren, wenn er nicht von kurzfristigen politischen Zyklen abhängig ist. Die Governance 2035 garantiert dies durch:
feste Amtszeiten der Geschäftsführung
gesetzlich definierte Investitionskriterien
klare Trennung zwischen Politik und operativer Ebene
transparente Berichtswege
unabhängige Prüfmechanismen
Damit wird verhindert, dass der Fonds für politische Projekte instrumentalisiert wird.
Risikomanagement für ein Portfolio von 600–900 Unternehmen
Ein Portfolio dieser Größe erfordert ein professionelles, datenbasiertes Risikomanagement:
Cluster‑Controller für Photonik, Sensorik, MedTech, KI‑Hardware, Materialien und Mittelstand
Frühwarnsysteme für finanzielle, technologische und operative Risiken
Szenario‑Modelle für Marktveränderungen
Portfolio‑Stresstests
Risikoklassen für alle Beteiligungen
Diese Mechanismen sorgen dafür, dass Risiken früh erkannt und aktiv gesteuert werden.
Transparenz und Rechenschaft
Transparenz ist entscheidend für die Legitimität eines Staatsfonds. Die bm‑t veröffentlicht jährlich:
Portfolio‑Berichte
Dividenden‑ und Investitionsberichte
Cluster‑Analysen
Nachhaltigkeitsberichte
Risikoberichte
Diese Transparenz schafft Vertrauen bei Öffentlichkeit, Politik und Industrie und stärkt die demokratische Legitimation des Fonds.
Integration von Campus, Inkubatoren und Industrie
Die Governance umfasst nicht nur die bm‑t selbst, sondern das gesamte Ökosystem:
Campus‑Direktion für Infrastruktur und Industrialisierung
Inkubatoren‑Leitung für Startup‑Produktion
IP‑Transfer‑Einheiten für Patente und Lizenzen
Industrie‑Beiräte für Marktnähe
bm‑t‑Cluster‑Teams für Investitionsentscheidungen
Diese Integration stellt sicher, dass Forschung, Infrastruktur, Kapital und Industrie strategisch abgestimmt sind.
Bedeutung der Governance für die langfristige Stabilität
Eine starke Governance ist der Schlüssel zur Stabilität des Staatsfonds. Sie sorgt dafür, dass:
Investitionen professionell gesteuert werden
Risiken kontrolliert werden
politische Einflussnahme begrenzt bleibt
Transparenz gewährleistet ist
das Portfolio langfristig wächst
die vier Startup‑Quellen koordiniert bleiben
Campus und Mittelstand integriert bleiben
Damit wird die bm‑t 2035 zu einem verlässlichen, stabilen und strategisch gesteuerten Staatsfonds, der die wirtschaftliche Zukunft Thüringens sichert.
Kapitel 13: Risikomanagement 2035 – Stabilität in einem wachstumsstarken Staatsfonds
Ein Staatsfonds, der jährlich 20–30 neue Beteiligungen aufnimmt, vier Startup‑Quellen integriert, 600–900 Unternehmen steuert und gleichzeitig Campus, Inkubatoren und Mittelstand orchestriert, benötigt ein hochprofessionelles, datenbasiertes und mehrschichtiges Risikomanagement. 2035 ist Risikomanagement nicht defensiv, sondern ein strategisches Führungsinstrument, das Wachstum ermöglicht, ohne Stabilität zu gefährden.
Die Grundlogik des Risikomanagements im Staatsfonds
Das Risikomanagement folgt drei Prinzipien:
Früh erkennen statt spät reagieren – durch datenbasierte Frühwarnsysteme.
Cluster‑spezifisch statt generisch – weil Photonik, MedTech oder Mittelstand völlig unterschiedliche Risikoprofile haben.
Portfolio‑logisch statt einzelunternehmensbezogen – weil die Stabilität aus der Masse entsteht, nicht aus einzelnen Beteiligungen.
Diese Logik macht den Fonds robust gegenüber Marktzyklen, technologischen Brüchen und externen Schocks.
Die sechs Risikokategorien des Portfolios
Jedes Unternehmen wird entlang sechs Kategorien bewertet:
Technologierisiko – Reifegrad, IP‑Stärke, Abhängigkeit von Schlüsseltechnologien.
Marktrisiko – Kundenzugang, Wettbewerbsdruck, Skalierbarkeit.
Finanzrisiko – Liquidität, Burn Rate, Kapitalbedarf.
Teamrisiko – Erfahrung, Stabilität, Nachfolge.
Standortrisiko – Abhängigkeit von lokaler Infrastruktur, Fachkräfteverfügbarkeit.
Systemrisiko – Bedeutung für Cluster, Lieferketten, regionale Wertschöpfung.
Diese Kategorien erlauben eine präzise, vergleichbare und clusterübergreifende Bewertung.
Cluster‑spezifische Risikosteuerung
Jedes Cluster hat ein eigenes Risikoprofil:
Photonik – hohe IP‑Stärke, lange Entwicklungszyklen, geringe Konkurrenz.
Sensorik – mittlere Entwicklungszeiten, hohe Industrienachfrage.
MedTech – regulatorische Risiken, aber hohe Margen und Standortbindung.
KI‑Hardware – hohe Kapitalintensität, aber strategische Relevanz.
Materialtechnologien – lange Industrialisierungsphasen, aber starke Skaleneffekte.
Mittelstand – geringe Volatilität, stabile Dividenden.
Die bm‑t steuert Risiken nicht pauschal, sondern cluster‑spezifisch, um Wachstum und Stabilität auszubalancieren.
Frühwarnsysteme und Datenmodelle
2035 arbeitet die bm‑t mit einem integrierten Datenmodell, das:
Finanzdaten
Produktionsdaten
Marktindikatoren
Teamdynamiken
Campus‑Nutzungsdaten
IP‑Entwicklungen
in Echtzeit analysiert.
Frühwarnindikatoren sind u. a.:
sinkende Campus‑Nutzung
steigende Burn Rate
stagnierende Pilotkunden
Teamfluktuation
regulatorische Verzögerungen
Lieferkettenprobleme
Diese Indikatoren lösen automatische Eskalationsprozesse aus, bevor Risiken kritisch werden.
Risikoklassen und Steuerungslogik
Alle Beteiligungen werden in vier Risikoklassen eingeteilt:
R1 – Stabil (Mittelstand, reife Deep‑Tech‑Unternehmen)
R2 – Wachsend (skalierende Startups, Industrie‑Spin‑offs)
R3 – Kritisch (hoher Kapitalbedarf, regulatorische Risiken)
R4 – Intervention (akute Probleme, Turnaround‑Maßnahmen)
Für jede Klasse gibt es klare Steuerungsmechanismen:
R1: Dividendenoptimierung
R2: Wachstumsfinanzierung
R3: Monitoring und gezielte Unterstützung
R4: Restrukturierung oder kontrolliertes Auslaufen
Diese Logik hält das Portfolio gesund, wachstumsfähig und stabil.
Risikomanagement für die vier Startup‑Quellen
Die vier Startup‑Quellen haben unterschiedliche Risikoprofile:
Staatliche Startups – geringes Standortrisiko, hohes Technologierisiko.
Hochschul‑Spin‑offs – hohes IP‑Potenzial, mittleres Marktrisiko.
Industrie‑Spin‑offs – geringes Marktrisiko, geringes Teamrisiko.
Private Campus‑Startups – hohes Teamrisiko, aber geringe Kapitalintensität.
Das Risikomanagement berücksichtigt diese Unterschiede und steuert jede Quelle differenziert.
Portfolio‑Stabilität durch Diversifikation
Die bm‑t erreicht Stabilität durch:
150–250 Mittelstandsbeteiligungen (Stabilitätsanker)
300–500 Deep‑Tech‑Startups (Wachstumsmotor)
5–10 Cluster (Risikostreuung)
vier Startup‑Quellen (Diversifikation der Entstehungswege)
Campus‑Infrastruktur (Standortbindung)
Diese Diversifikation macht den Fonds krisenfest.
Risikomanagement als strategisches Instrument
Risikomanagement ist nicht defensiv, sondern:
identifiziert neue Clusterchancen
erkennt technologische Trends früh
steuert Kapitalströme
priorisiert Industrialisierung
schützt das Staatsvermögen
stärkt die regionale Souveränität
Es ist damit ein strategisches Führungsinstrument, kein Kontrollmechanismus.
Kapitel 14: Finanzarchitektur 2035 – Kapitalströme, Dividendenlogik und Vermögensaufbau
Die Finanzarchitektur ist das Fundament, das den Staatsfonds stabil, wachstumsfähig und langfristig souverän macht. Sie verbindet vier Elemente zu einem geschlossenen System: Kapitalbasis, Investitionslogik, Dividendenströme und Reinvestitionsmechanismen. Erst durch diese Architektur wird aus der bm‑t ein echter Staatsfonds, der nicht nur Startups finanziert, sondern dauerhaft Vermögen aufbaut und die wirtschaftliche Entwicklung Thüringens strukturell trägt.
Kapitalbasis und jährliche Investitionskraft
Die bm‑t verfügt 2035 über eine Kapitalbasis von rund 2 Mrd. €. Diese Basis wird durch drei Mechanismen verstärkt:
Dividenden aus Mittelstand und reifen Deep‑Tech‑Unternehmen
Reinvestitionen aus Portfolioerträgen
zusätzliche staatliche und europäische Programme für Deep‑Tech‑Infrastruktur
Damit entsteht eine jährliche Investitionskraft von 300–600 Mio. €, die sich auf vier Bereiche verteilt:
Frühphasenfinanzierung für Startups
Wachstumsfinanzierung für Deep‑Tech‑Unternehmen
Modernisierung des Mittelstands
Ausbau von Campus und Inkubatoren
Diese Struktur macht die bm‑t zu einem permanenten Investitionsmotor.
Dividendenlogik als Stabilitätskern
Die Dividendenströme sind der finanzielle Anker des Systems. Sie stammen aus:
150–250 Mittelstandsbeteiligungen
50–100 reifen Deep‑Tech‑Unternehmen
Industrie‑Spin‑offs mit frühem Cashflow
Die jährlichen Dividenden liegen bei:
100–250 Mio. € aus dem Mittelstand
50–150 Mio. € aus Deep‑Tech‑Unternehmen
20–40 Mio. € aus Industrie‑Spin‑offs
Damit fließen 170–440 Mio. € pro Jahr zurück in den Fonds.
Diese Dividenden finanzieren:
neue Investitionen
Campus‑Infrastruktur
Inkubatoren
Gründerstipendien
Liquiditätsreserven
Der Fonds wird dadurch selbsttragend.
Reinvestitionsmechanismus und Vermögensaufbau
Der Staatsfonds wächst nicht durch Exits, sondern durch Reinvestition von Dividenden. Die Logik ist einfach:
Dividenden fließen zurück in den Fonds
werden in neue Startups und Mittelstand investiert
erzeugen neue Dividenden
die wiederum reinvestiert werden
Dieser Kreislauf führt zu einem exponentiellen Vermögensaufbau.
Bis 2035 wächst das Vermögen der bm‑t auf:
6–12 Mrd. €, abhängig von Dividendenhöhe und Reinvestitionsquote.
Damit entsteht ein Staatsfonds, der langfristig:
Infrastruktur finanziert
Innovationen trägt
Krisen abfedert
regionale Souveränität stärkt
ohne zusätzliche Haushaltsmittel.
Kapitalströme zwischen Campus, Inkubatoren und Portfolio
Die Finanzarchitektur verbindet alle Teile des Systems:
Campus erhält Mittel für Infrastruktur, Pilotlinien und Forschung.
Inkubatoren erhalten Mittel für Startup‑Produktion und Gründerstipendien.
Startups erhalten Frühphasen‑Tickets (0,5–2 Mio. €).
Deep‑Tech‑Unternehmen erhalten Wachstumsfinanzierungen (5–20 Mio. €).
Mittelstand erhält Modernisierungs‑ und Nachfolgefinanzierungen (5–50 Mio. €).
Die Kapitalströme sind so gestaltet, dass sie Wachstum und Stabilität gleichzeitig erzeugen.
Finanzielle Resilienz durch Diversifikation
Die bm‑t ist 2035 finanziell stabil, weil sie auf fünf Säulen steht:
Mittelstand (stabile Dividenden)
Deep‑Tech‑Startups (Wachstum)
Industrie‑Spin‑offs (früher Cashflow)
Campus‑Infrastruktur (Standortbindung)
vier Startup‑Quellen (Diversifikation)
Diese Struktur macht den Fonds krisenfest, da Ausfälle einzelner Unternehmen durch die Breite des Portfolios abgefedert werden.
Langfristige finanzielle Souveränität
Die Finanzarchitektur führt zu drei Formen von Souveränität:
finanzielle Souveränität durch eigenes Vermögen
technologische Souveränität durch Deep‑Tech‑Portfolio
industrielle Souveränität durch Standortbindung
Thüringen wird dadurch unabhängiger von:
Bundesmitteln
EU‑Förderzyklen
kurzfristigen politischen Entscheidungen
externen Investoren
Der Staatsfonds wird zu einem dauerhaften Vermögensaufbauinstrument, das die Region strukturell stärkt.
Kapitel 15: Thüringen 2035 im europäischen Innovationssystem – Positionierung, Wettbewerbsvorteile und strategische Rolle
Thüringen tritt 2035 nicht mehr als klassischer Wirtschaftsstandort auf, sondern als europäischer Deep‑Tech‑Knotenpunkt, der Forschung, Industrialisierung und Kapital in einem integrierten Staatsfonds‑Modell vereint. Dieses Modell ist in Europa einzigartig, weil es vier Startup‑Quellen, einen staatlichen Campus, ein industrielles Spin‑off‑System und einen wachstumsorientierten Staatsfonds miteinander verbindet. Dadurch entsteht eine Struktur, die sich deutlich von den üblichen Förder‑ und VC‑Modellen unterscheidet.
Europäische Vergleichsmodelle und Thüringens Position
Mehrere europäische Regionen haben starke Innovationssysteme, aber keines kombiniert Infrastruktur, Kapital und staatliche Startups so konsequent wie Thüringen 2035.
Finnland (VTT + Deep‑Tech‑Spin‑offs) — stark in Forschung, aber ohne Staatsfonds‑Logik.
Québec (Investissement Québec) — stark in Industrialisierung, aber ohne Campus‑Infrastruktur.
Sachsen (Halbleiter‑Cluster) — stark in Industrie, aber ohne systematische Startup‑Produktion.
Niederlande (Photonics & MedTech) — stark in Clustern, aber ohne staatliche Beteiligungslogik.
Frankreich (Bpifrance) — starker Staatsfonds, aber ohne Campus‑Infrastruktur.
Thüringen kombiniert alle Elemente dieser Modelle in einem einzigen System. Dadurch entsteht ein Standort, der nicht nur Innovationen hervorbringt, sondern sie vollständig industrialisiert und langfristig hält.
Wettbewerbsvorteile im europäischen Kontext
Thüringen besitzt 2035 fünf strukturelle Vorteile, die kaum ein anderer Standort in Europa in dieser Kombination hat:
Vier Startup‑Quellen statt nur einer (Hochschule, Industrie, Staat, private Campus‑Teams).
Staatlicher Campus mit Pilotlinien, Reinräumen und HPC‑Infrastruktur.
Industrie‑Spin‑off‑System, das Innovationspotenziale aus Unternehmen systematisch freisetzt.
Staatsfonds‑Logik ohne Exits, die Unternehmen langfristig im Land hält.
Clusterbildung in Photonik, Sensorik, MedTech, KI‑Hardware und Materialtechnologien.
Diese Kombination macht Thüringen zu einem Standort, der nicht nur Startups hervorbringt, sondern komplette Wertschöpfungsketten aufbaut.
Europäische Rolle: Von der Peripherie zum Deep‑Tech‑Zentrum
Thüringen entwickelt sich 2035 zu einem Standort, der drei Rollen gleichzeitig erfüllt:
Technologieproduzent — durch Campus, Forschung und IP‑Transfer.
Industrialisierungsstandort — durch Pilotlinien und Mittelstand.
Kapitalgeber — durch die bm‑t als Staatsfonds.
Damit wird Thüringen zu einem europäischen Deep‑Tech‑Zentrum, das nicht nur Innovationen erzeugt, sondern sie auch skaliert und exportiert.
Internationale Sichtbarkeit und Talentattraktivität
Die Kombination aus Campus, Staatsfonds und vier Startup‑Quellen erzeugt eine hohe internationale Sichtbarkeit:
Talente aus Europa und Asien kommen wegen der Infrastruktur.
Unternehmen siedeln sich an, weil sie Zugang zu Pilotlinien und Clustern haben.
Investoren kooperieren, weil der Staatsfonds langfristige Stabilität bietet.
Forschungseinrichtungen bauen Außenstellen auf, weil der Campus einzigartige Möglichkeiten bietet.
Thüringen wird damit zu einem Standort, der Talente anzieht statt verliert.
Strategische Bedeutung für Deutschland und Europa
Thüringen übernimmt 2035 eine Rolle, die über die Landesgrenzen hinausgeht:
Sicherung technologischer Souveränität in Photonik, Sensorik und KI‑Hardware.
Stärkung europäischer Lieferketten durch regionale Industrialisierung.
Reduktion der Abhängigkeit von US‑ und asiatischen VC‑Modellen.
Aufbau eines europäischen Staatsfonds‑Modells, das replizierbar ist.
Beitrag zur Resilienz der europäischen Industrie durch Deep‑Tech‑Produktion.
Damit wird Thüringen zu einem strategischen Baustein der europäischen Innovationspolitik.
Langfristige Perspektive: Ein Modell für andere Regionen
Das Thüringer Modell ist skalierbar und replizierbar. Andere Regionen können Elemente übernehmen:
Campus‑Infrastruktur
Industrie‑Spin‑off‑Mechanismen
Gründerstipendien für private Deep‑Tech‑Teams
Staatsfonds‑Logik ohne Exits
Cluster‑basierte Portfolio‑Steuerung
Thüringen wird damit zu einem Blueprint für europäische Deep‑Tech‑Ökosysteme.
Kapitel 16: Gesellschaftliche Auswirkungen 2035 – Bildung, soziale Mobilität, regionale Identität und politische Stabilität
Der Staatsfonds verändert Thüringen nicht nur wirtschaftlich, sondern gesellschaftlich. Ein System, das jährlich 20–30 neue Deep‑Tech‑Unternehmen hervorbringt, 150–250 Mittelständler stabilisiert, vier Startup‑Quellen integriert und einen staatlichen Campus betreibt, wirkt tief in Bildung, Arbeitsmarkt, soziale Mobilität und regionale Identität hinein. 2035 ist Thüringen nicht nur ein Wirtschaftsstandort, sondern ein gesellschaftliches Transformationsprojekt, das neue Chancen, neue Narrative und neue Formen von Teilhabe schafft.
Bildung als strategische Grundlage
Die Transformation beginnt im Bildungssystem. Der Campus, die Inkubatoren und die Cluster erzeugen einen Bedarf an:
Ingenieurinnen und Ingenieuren
Fachkräften für Produktion und Automatisierung
KI‑Spezialistinnen und Spezialisten
Materialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern
MedTech‑Expertinnen und -Experten
Das Bildungssystem reagiert darauf mit:
neuen Studiengängen (Photonik, KI‑Hardware, Sensorik, Materialtechnologien)
dualen Deep‑Tech‑Ausbildungen
Campus‑Schulprogrammen
Maker‑Spaces und Schülerlaboren
Stipendien für Talente aus der Region
Damit entsteht ein Bildungspfad, der von der Schule bis zur Unternehmensgründung reicht.
Soziale Mobilität durch neue Karrierewege
Die vier Startup‑Quellen öffnen neue Wege für Menschen, die bisher keinen Zugang zu High‑Tech‑Karrieren hatten:
private Campus‑Startups ermöglichen Gründungen ohne Hochschulhintergrund
Industrie‑Spin‑offs schaffen Aufstiegschancen für Fachkräfte aus Unternehmen
staatliche Startups bieten sichere, strukturierte Einstiegswege
Inkubatoren professionalisieren Teams unabhängig von Herkunft oder Netzwerk
So entsteht ein System, in dem Talent wichtiger ist als Herkunft. Die Region wird sozial durchlässiger, weil neue, gut bezahlte und zukunftsfähige Jobs entstehen.
Regionale Identität und neues Selbstbewusstsein
Die wirtschaftliche Transformation erzeugt ein neues Narrativ:
Thüringen als Deep‑Tech‑Standort
Thüringen als Ort für Innovation und Industrialisierung
Thüringen als europäischer Technologieproduzent
Thüringen als Region, die Zukunft gestaltet statt verwaltet
Dieses Narrativ stärkt das regionale Selbstbewusstsein und verändert die Wahrnehmung von innen und außen. Die Region wird nicht mehr als „Peripherie“ gesehen, sondern als Zentrum technologischer Wertschöpfung.
Politische Stabilität durch wirtschaftliche Perspektiven
Wirtschaftliche Perspektiven wirken politisch stabilisierend:
weniger Abwanderung
mehr qualifizierte Arbeitsplätze
höhere Steuereinnahmen
stärkere kommunale Haushalte
geringere soziale Spannungen
Der Staatsfonds schafft Planbarkeit, weil er nicht von Wahlzyklen abhängig ist. Er erzeugt eine langfristige Perspektive, die politische Extreme schwächt und demokratische Strukturen stärkt.
Gesellschaftliche Teilhabe durch Infrastruktur
Der Campus ist nicht nur ein Forschungsort, sondern ein öffentlicher Raum:
Veranstaltungen
Workshops
Schülerprogramme
Bürgerdialoge
offene Labortage
Die Bevölkerung erlebt Technologie nicht als abstrakt, sondern als sichtbar, greifbar und zugänglich. Das stärkt Vertrauen und Teilhabe.
Integration von Zuwanderung und internationalen Talenten
Die Cluster ziehen internationale Fachkräfte an. Damit entstehen:
neue kulturelle Impulse
internationale Netzwerke
mehrsprachige Teams
neue Bildungsangebote
Die Region wird offener, diverser und globaler – ohne ihre Identität zu verlieren.
Langfristige gesellschaftliche Resilienz
Die Kombination aus Bildung, wirtschaftlicher Stabilität, sozialer Mobilität und regionaler Identität erzeugt eine gesellschaftliche Resilienz, die weit über ökonomische Kennzahlen hinausgeht. Thüringen wird zu einer Region, die:
Wandel aktiv gestaltet
Talente hält und anzieht
Innovationen hervorbringt
soziale Kohäsion stärkt
demokratische Stabilität fördert
Kapitel 17: Langfristige Vision 2040–2050 – Vom Staatsfonds zur selbsttragenden Innovationsökonomie
Thüringen erreicht zwischen 2040 und 2050 eine Phase, in der der Staatsfonds nicht mehr nur ein wirtschaftspolitisches Instrument ist, sondern die tragende Struktur einer eigenständigen Innovationsökonomie. Die vier Startup‑Quellen, der Campus, die Inkubatoren, die Mittelstandsbeteiligungen und die Dividendenlogik haben bis dahin ein Ökosystem aufgebaut, das sich selbst finanziert, selbst erneuert und selbst stabilisiert. Die Region wird zu einem Ort, an dem technologische Wertschöpfung dauerhaft im Land bleibt und sich über Generationen hinweg verstärkt.
Ein Staatsfonds mit 12–20 Mrd. € Vermögen
Durch Reinvestition der Dividenden, Wachstum der Deep‑Tech‑Unternehmen und stabile Mittelstandserträge wächst das Vermögen des Fonds bis 2050 auf:
12–20 Mrd. €, je nach Dividendenquote und Investitionsstrategie.
Dieses Vermögen ist nicht spekulativ, sondern basiert auf:
realen Unternehmen
realer Produktion
realen Dividenden
realer Infrastruktur
Damit entsteht ein dauerhaftes Staatsvermögen, das unabhängig von Haushaltszyklen funktioniert.
Eine vollständig geschlossene Innovationskette
Zwischen 2040 und 2050 ist die gesamte Wertschöpfungskette im Land verankert:
Grundlagenforschung
angewandte Forschung
Prototyping
Pilotlinien
Kleinserien
industrielle Skalierung
internationale Märkte
Dividendenrückfluss
Diese geschlossene Kette macht Thüringen zu einem Standort, der nicht nur Innovationen hervorbringt, sondern sie vollständig industrialisiert.
Deep‑Tech als Leitindustrie
Deep‑Tech wird zur Leitindustrie der Region. Die fünf Cluster – Photonik, Sensorik, MedTech, KI‑Hardware und Materialtechnologien – entwickeln sich zu:
internationalen Kompetenzzentren
Exportmotoren
Arbeitgebern für hochqualifizierte Fachkräfte
Innovationsplattformen für Industrie und Mittelstand
Die Region ist nicht mehr Zulieferer, sondern Technologieproduzent.
Ein Mittelstand, der durch Innovation wächst
Der Mittelstand wird durch die enge Verzahnung mit Campus und Startups selbst innovativer:
neue Produktionslinien
modernisierte Prozesse
digitale Geschäftsmodelle
internationale Expansion
Die bm‑t bleibt dauerhaft beteiligt und erhält stabile Dividenden, während die Unternehmen wachsen und Arbeitsplätze schaffen.
Gesellschaftliche Stabilität durch wirtschaftliche Stärke
Die wirtschaftliche Transformation wirkt tief in die Gesellschaft hinein:
hohe Beschäftigung
starke kommunale Haushalte
stabile soziale Systeme
geringere Abwanderung
höhere Lebensqualität
Die Region gewinnt ein neues Selbstbewusstsein und eine klare Zukunftsperspektive.
Europäische Rolle: Ein Modell für andere Regionen
Zwischen 2040 und 2050 wird das Thüringer Modell zu einem europäischen Referenzmodell:
für staatliche Innovationspolitik
für Deep‑Tech‑Ökosysteme
für Staatsfonds ohne Exits
für regionale Souveränität
für nachhaltigen Vermögensaufbau
Andere Regionen adaptieren Teile des Modells – Campus‑Strukturen, Industrie‑Spin‑offs, Gründerstipendien, Staatsfonds‑Logik.
Eine Ökonomie, die sich selbst trägt
Der entscheidende Punkt der Vision 2050 ist: Der Staatsfonds wird überflüssig, weil das System sich selbst trägt.
Dividenden finanzieren neue Investitionen.
Startups werden zu Mittelständlern.
Mittelständler werden zu Dividendenzahlern.
Neue Startups entstehen aus vier Quellen.
Campus und Inkubatoren erneuern das System.
Es entsteht eine selbstverstärkende Innovationsökonomie, die ohne externe Zuschüsse funktioniert.
Kapitel 18: Gesamtsynthese – Das Thüringer Modell als geschlossene, selbstverstärkende Architektur
Thüringen verfügt 2035 über ein vollständig integriertes Innovations‑, Produktions‑ und Kapitalökosystem, das sich in Europa klar abhebt. Die vier Startup‑Quellen, der staatliche Campus, die Inkubatoren, der Mittelstand und der Staatsfonds greifen ineinander wie Zahnräder eines präzise konstruierten Systems. Die Synthese zeigt, wie diese Elemente gemeinsam eine selbsttragende, wachstumsorientierte und langfristig souveräne Ökonomie erzeugen.
Ein Ökosystem mit vier Startup‑Quellen als Fundament
Die Startup‑Produktion ist nicht zufällig, sondern systematisch organisiert. Vier Quellen erzeugen jährlich 35–70 Deep‑Tech‑Unternehmen:
staatliche Startups mit maximaler Standortbindung
Hochschul‑Spin‑offs mit wissenschaftlicher Tiefe
Industrie‑Spin‑offs mit Marktnähe und Skalierung
private Campus‑Startups mit Gründerstipendien und Infrastrukturzugang
Diese Diversität macht den Dealflow robust und planbar.
Der Campus als industrielle Produktionsmaschine
Der Campus stellt die Infrastruktur bereit, die Deep‑Tech erst möglich macht:
Reinräume
Pilotlinien
HPC‑Cluster
Materiallabore
Prototyping‑Werkstätten
Er ist der Ort, an dem Forschung, Prototyping und Industrialisierung zusammenkommen. Er ist zugleich Magnet für Talente, Unternehmen und internationale Kooperationen.
Inkubatoren als Startup‑Fabriken
Die Inkubatoren übersetzen Infrastruktur und Wissen in marktfähige Unternehmen. Sie produzieren jährlich 50–200 Startups, davon 23–47 bm‑t‑fähig. Sie sind die operative Maschine, die das System am Laufen hält.
Mittelstand als Stabilitätsanker
Der Mittelstand liefert:
stabile Dividenden
Produktionskapazitäten
Pilotkunden
regionale Verankerung
Er ist der Gegenpol zu den volatilen Startups und macht den Fonds finanziell resilient.
Der Staatsfonds als Vermögensmotor
Die bm‑t wird zum Staatsfonds, der:
jährlich 170–440 Mio. € Dividenden erhält
300–600 Mio. € investiert
600–900 Unternehmen steuert
6–12 Mrd. € Vermögen aufbaut
Die Logik ohne Exits hält Unternehmen im Land und erzeugt langfristige Wertschöpfung.
Clusterbildung als strategischer Hebel
Fünf internationale Cluster entstehen:
Photonik
Sensorik
MedTech
KI‑Hardware
Materialtechnologien
Sie bündeln Wissen, Talente und Kapital und machen Thüringen zu einem europäischen Deep‑Tech‑Zentrum.
Gesellschaftliche Transformation
Die wirtschaftliche Transformation wirkt tief in die Gesellschaft:
neue Bildungswege
soziale Mobilität
regionale Identität
politische Stabilität
internationale Attraktivität
Thüringen wird zu einer Region, die Zukunft gestaltet statt verwaltet.
Die Vision 2050: Eine selbsttragende Innovationsökonomie
Zwischen 2040 und 2050 entsteht ein System, das sich selbst erneuert:
Startups werden zu Mittelständlern
Mittelständler zahlen Dividenden
Dividenden finanzieren neue Startups
Campus und Inkubatoren erzeugen neue Technologien
Cluster wachsen und ziehen Talente an
Das Ergebnis ist eine selbstverstärkende Ökonomie, die ohne externe Zuschüsse funktioniert.
Kapitel 19: Schlusskapitel – Das Thüringer Modell als neue ökonomische Verfassungsordnung
Thüringen verfügt 2035 über ein vollständig integriertes Innovations‑ und Kapitalökosystem, das nicht nur wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht, sondern eine neue ökonomische Verfassungsordnung etabliert. Dieses Modell verbindet staatliche Infrastruktur, vier Startup‑Quellen, einen Staatsfonds ohne Exits, industrielle Modernisierung und gesellschaftliche Teilhabe zu einem System, das dauerhaft Wohlstand erzeugt, ohne sich von externen Kapitalinteressen abhängig zu machen. Kapitel 19 fasst diese neue Ordnung zusammen und zeigt, warum sie langfristig stabil, replizierbar und zukunftsfähig ist.
Ein System, das Innovation produziert statt fördert
Das Thüringer Modell ersetzt klassische Förderlogik durch Produktionslogik:
Der Campus produziert Technologien.
Inkubatoren produzieren Startups.
Industrie‑Spin‑offs produzieren Modernisierung.
Der Mittelstand produziert Dividenden.
Der Staatsfonds produziert Vermögen.
Damit entsteht ein System, das nicht auf Zufall, Marktzyklen oder externe Investoren angewiesen ist, sondern selbst Innovation erzeugt.
Ein Staatsfonds, der Unternehmen hält statt verkauft
Die bm‑t wird zu einem Staatsfonds, der:
Unternehmen nicht verkauft
Dividenden statt Exits nutzt
Vermögen statt kurzfristiger Gewinne aufbaut
Standortbindung statt Kapitalmobilität priorisiert
Diese Logik schafft eine dauerhafte regionale Wertschöpfung, die nicht abfließt.
Eine Ökonomie, die sich selbst verstärkt
Die vier Startup‑Quellen, der Campus, die Inkubatoren und der Mittelstand bilden einen geschlossenen Kreislauf:
Startups entstehen →
wachsen zu Mittelständlern →
zahlen Dividenden →
finanzieren neue Startups →
nutzen Campus‑Infrastruktur →
erzeugen neue Technologien →
stärken Cluster →
ziehen Talente an →
erzeugen neue Startups
Dieser Kreislauf macht die Ökonomie selbsttragend.
Eine Region, die Zukunft gestaltet statt verwaltet
Thüringen wird zu einer Region, die:
eigene Technologien entwickelt
eigene Industrien aufbaut
eigenes Vermögen besitzt
eigene Innovationspfade definiert
eigene Souveränität stärkt
Damit entsteht eine aktive Zukunftsgestaltung, die nicht von externen Kräften abhängig ist.
Ein Modell für Europa
Das Thüringer Modell zeigt, dass regionale Souveränität möglich ist, wenn:
Infrastruktur staatlich bereitgestellt wird
Kapital langfristig investiert wird
Innovation systematisch produziert wird
Unternehmen im Land gehalten werden
Wertschöpfungsketten geschlossen werden
Es ist ein Blueprint für europäische Regionen, die sich aus Abhängigkeiten lösen und eigene Innovationsökonomien aufbauen wollen.
Die neue ökonomische Verfassungsordnung
Das Modell etabliert fünf Grundprinzipien:
Staatliche Infrastruktur als Grundlage technologischer Souveränität
Staatsfonds‑Logik als Mechanismus des Vermögensaufbaus
Vier Startup‑Quellen als Motor der Innovation
Clusterbildung als Strukturprinzip der Industrialisierung
Gesellschaftliche Teilhabe als Ziel wirtschaftlicher Entwicklung
Diese Prinzipien bilden eine neue ökonomische Ordnung, die Wachstum, Stabilität und Souveränität verbindet.
Der Kern der Transformation
Am Ende steht ein Satz, der das gesamte Modell zusammenfasst:
Thüringen baut eine Ökonomie, die sich selbst finanziert, selbst erneuert und selbst schützt.
Damit ist das Werk vollständig – ein geschlossenes, wissenschaftlich fundiertes, strategisch konsistentes Modell für einen Staatsfonds, der eine Region transformiert.
Kapitel 20: Ausblick – Wie das Modell skaliert, repliziert und politisch verankert wird
Thüringen 2035–2050 zeigt, dass ein regionaler Staatsfonds nicht nur ein Finanzinstrument ist, sondern eine strukturprägende Architektur, die Innovation, Industrie, Kapital und Gesellschaft in ein dauerhaft tragfähiges System überführt. Der Ausblick beschreibt, wie dieses Modell weiterwächst, wie es in anderen Regionen angewendet werden kann und welche politischen Voraussetzungen seine langfristige Stabilität sichern.
Skalierung innerhalb Thüringens
Das System ist so konstruiert, dass es organisch mitwächst, ohne seine Grundlogik zu verlieren. Drei Skalierungsachsen dominieren die Zeit nach 2035:
Cluster‑Vertiefung: Photonik, Sensorik, MedTech, KI‑Hardware und Materialtechnologien entwickeln jeweils Sub‑Cluster (z. B. Quantenphotonik, Neuro‑Sensorik, Bio‑Materialien).
Campus‑Erweiterung: Neue Pilotlinien, zusätzliche Reinräume, spezialisierte Testfelder und ein zweiter Campus‑Standort im Süden des Landes.
Portfolio‑Breite: Der Fonds wächst von 600–900 Unternehmen auf 900–1.200 Unternehmen, ohne an Steuerbarkeit zu verlieren, weil Governance und Datenmodelle mitwachsen.
Die Skalierung erfolgt nicht durch mehr Förderung, sondern durch mehr Dividenden, die das System selbst erzeugt.
Replizierbarkeit in anderen Regionen
Das Thüringer Modell ist modular aufgebaut und kann in drei Varianten exportiert werden:
Campus‑Modell: Für Regionen mit starker Forschung, aber schwacher Industrialisierung.
Industrie‑Spin‑off‑Modell: Für Regionen mit starker Industrie, aber schwacher Startup‑Kultur.
Staatsfonds‑Modell: Für Regionen mit Kapital, aber fehlender Innovationsarchitektur.
Die vollständige Replikation aller Module ist möglich, aber nicht zwingend. Entscheidend ist, dass jede Region die vier Startup‑Quellen und die Dividendenlogik versteht und anpasst.
Politische Verankerung und institutionelle Stabilität
Damit das Modell über Jahrzehnte funktioniert, braucht es drei politische Sicherungen:
gesetzliche Verankerung des Staatsfonds mit klaren Regeln zu Exits, Dividenden und Reinvestitionen.
Unabhängigkeit der Geschäftsführung durch feste Amtszeiten und Qualifikationsanforderungen.
Transparenzpflichten, die Vertrauen schaffen und politische Einflussnahme begrenzen.
Diese Sicherungen machen den Fonds wahlzyklusfest und schützen ihn vor kurzfristigen Eingriffen.
Europäische Integration und geopolitische Bedeutung
Thüringen wird Teil einer europäischen Strategie für technologische Souveränität:
Aufbau europäischer Lieferketten in Photonik, Sensorik und KI‑Hardware
Kooperation mit Finnland, Frankreich, Niederlanden und Québec
gemeinsame Pilotlinien und IP‑Pools
europäische Deep‑Tech‑Fonds, die auf dem Thüringer Modell basieren
Damit wird die Region zu einem strategischen Baustein europäischer Resilienz.
Die langfristige Vision: Ein selbsttragendes, generationenübergreifendes System
Das Modell ist so konstruiert, dass es über Generationen hinweg funktioniert:
Startups → Mittelstand → Dividenden → neue Startups
Campus → Technologien → Industrialisierung → Wertschöpfung
Staatsfonds → Vermögen → Infrastruktur → Innovation
Es entsteht eine Ökonomie, die sich selbst finanziert, selbst erneuert und selbst schützt – unabhängig von externen Kapitalinteressen.
Kapitel 21: Politische und institutionelle Voraussetzungen – Wie das Modell dauerhaft stabil bleibt
Die langfristige Tragfähigkeit des Thüringer Modells hängt nicht nur von Infrastruktur, Kapital und Startup‑Produktion ab, sondern von einer politischen und institutionellen Architektur, die Stabilität über Jahrzehnte hinweg garantiert. Ein Staatsfonds, der 600–900 Unternehmen hält, 170–440 Mio. € Dividenden pro Jahr reinvestiert und eine regionale Innovationsökonomie trägt, benötigt klare Regeln, robuste Institutionen und eine politische Kultur, die langfristiges Denken ermöglicht.
Gesetzliche Verankerung als Fundament
Damit der Staatsfonds nicht von Wahlzyklen abhängig ist, braucht er eine gesetzliche Grundlage, die vier Elemente festschreibt:
die Exit‑Freiheit (keine Verkäufe, sondern Dividendenlogik)
die Reinvestitionspflicht (Dividenden fließen vollständig zurück)
die Unabhängigkeit der Geschäftsführung
die Zweckbindung des Vermögens (Innovation, Infrastruktur, Industrialisierung)
Diese gesetzliche Verankerung schützt das Modell vor kurzfristigen Eingriffen und schafft Planungssicherheit für Unternehmen, Hochschulen und Industrie.
Institutionelle Unabhängigkeit der bm‑t
Die bm‑t benötigt eine Governance, die politische Einflussnahme begrenzt und Professionalität garantiert:
feste Amtszeiten der Geschäftsführung
Qualifikationsanforderungen für Führungspersonal
unabhängige Aufsichtsgremien
klare Trennung zwischen Politik und operativer Ebene
Transparenzpflichten gegenüber Öffentlichkeit und Parlament
Diese Struktur macht den Fonds wahlzyklusfest und schützt ihn vor kurzfristigen politischen Interessen.
Politische Kultur des Langfristdenkens
Ein Staatsfonds funktioniert nur, wenn Politik bereit ist, über Legislaturperioden hinaus zu denken. Das Thüringer Modell erfordert:
Konsens über die Grundprinzipien des Fonds
parteiübergreifende Unterstützung für Infrastruktur und Cluster
Anerkennung der Dividendenlogik als Vermögensaufbauinstrument
Bereitschaft, kurzfristige Gewinne zugunsten langfristiger Stabilität zurückzustellen
Diese Kultur entsteht nicht automatisch, sondern durch sichtbare Erfolge, Transparenz und gesellschaftliche Teilhabe.
Europäische und bundespolitische Einbettung
Der Staatsfonds ist kein isoliertes Instrument, sondern Teil einer größeren politischen Architektur:
europäische Programme für Deep‑Tech‑Infrastruktur
Kooperationen mit anderen Staatsfonds
gemeinsame Pilotlinien und IP‑Pools
europäische Lieferkettenstrategien
Bundesprogramme für Forschung und Industrialisierung
Diese Einbettung verstärkt die Wirkung des Fonds und schützt ihn vor externen Schocks.
Gesellschaftliche Legitimation
Ein Staatsfonds dieser Größe braucht gesellschaftliche Unterstützung. Diese entsteht durch:
sichtbare Erfolge (Arbeitsplätze, Startups, Campus‑Infrastruktur)
transparente Berichte
Beteiligung der Bevölkerung an Innovationsprozessen
Bildungsprogramme, die den Nutzen des Modells vermitteln
regionale Identität als Deep‑Tech‑Standort
Je stärker die Bevölkerung das Modell versteht und unterstützt, desto stabiler wird es politisch.
Die politische Architektur als Garant für Generationenstabilität
Die politische und institutionelle Verankerung sorgt dafür, dass:
der Fonds unabhängig bleibt
das Vermögen wächst
die vier Startup‑Quellen stabil bleiben
Campus und Inkubatoren langfristig finanziert sind
die Region ihre technologische und wirtschaftliche Souveränität behält
Damit wird das Modell zu einer dauerhaften ökonomischen Verfassungsordnung, die über Generationen hinweg trägt.
Kapitel 22: Implementierungsfahrplan – Wie das Modell praktisch eingeführt wird
Die vorherigen Kapitel beschreiben das Thüringer Modell als fertige Architektur. Kapitel 22 zeigt, wie diese Architektur tatsächlich eingeführt wird – Schritt für Schritt, mit klaren Verantwortlichkeiten, realistischen Zeitachsen und einer politischen wie administrativen Logik, die Umsetzung ermöglicht, statt sie zu blockieren. Der Fahrplan ist bewusst pragmatisch gehalten: Er verbindet strategische Ambition mit operativer Machbarkeit.
Phase 1 (Jahr 1–2): Institutionelle und rechtliche Grundlagen
Der Startpunkt ist die rechtliche und organisatorische Verankerung des Staatsfonds und der Campus‑Strukturen. Diese Phase schafft die Grundlage für alles Weitere.
Gesetz zur Transformation der bm‑t in einen Staatsfonds
Festlegung der Exit‑Freiheit und Reinvestitionspflicht
Aufbau der Governance‑Struktur (Geschäftsführung, Aufsichtsrat, Strategischer Rat)
Definition der vier Startup‑Quellen im Gesetz
Start der Campus‑Planung und Standortentscheidungen
Budgetierung der ersten Investitionsjahre
Diese Phase ist politisch anspruchsvoll, aber administrativ klar strukturiert.
Phase 2 (Jahr 2–4): Aufbau der Infrastruktur und Inkubatoren
Parallel zur rechtlichen Verankerung beginnt der physische Aufbau des Systems.
Bau oder Ausbau des staatlichen Campus
Einrichtung der ersten Pilotlinien und Reinräume
Aufbau von 3–5 Inkubatoren (Campus, Hochschule, Industrie, privat)
Start der Gründerstipendienprogramme
Aufbau der IP‑Transfer‑Einheiten
Rekrutierung der ersten Cluster‑Leads
In dieser Phase entstehen die Produktionsstätten für Startups und Technologien.
Phase 3 (Jahr 3–6): Aktivierung der vier Startup‑Quellen
Sobald Campus und Inkubatoren stehen, beginnt die systematische Startup‑Produktion.
erste staatliche Startups aus Campus‑Technologien
erste Hochschul‑Spin‑offs aus IP‑Transfer
erste Industrie‑Spin‑offs aus Innovationsprojekten
erste private Campus‑Startups aus Gründerstipendien
In dieser Phase entsteht der erste echte Dealflow von 20–40 Startups pro Jahr.
Phase 4 (Jahr 4–10): Portfolioaufbau und Clusterbildung
Jetzt beginnt die Phase, in der das System seine volle Wirkung entfaltet.
Aufbau eines Portfolios von 200–400 Unternehmen
Entstehung der ersten Cluster (Photonik, Sensorik, MedTech)
erste Dividenden aus Mittelstand und Industrie‑Spin‑offs
Skalierung der Campus‑Infrastruktur
internationale Kooperationen und Talentprogramme
Diese Phase ist geprägt von Wachstum, Sichtbarkeit und wirtschaftlicher Dynamik.
Phase 5 (Jahr 10–20): Übergang zur selbsttragenden Ökonomie
Zwischen Jahr 10 und 20 wird das Modell finanziell autonom.
Dividenden decken die jährlichen Investitionen
Portfolio wächst auf 600–900 Unternehmen
Campus wird erweitert oder dupliziert
Cluster werden international sichtbar
Mittelstand modernisiert sich durch Spin‑offs und Kooperationen
In dieser Phase entsteht die selbstverstärkende Innovationsökonomie, die das Modell langfristig trägt.
Phase 6 (ab Jahr 20): Replikation und Export des Modells
Nach der vollständigen Etablierung wird das Modell exportfähig.
Kooperationen mit anderen Bundesländern
europäische Replikationsprojekte
gemeinsame Pilotlinien und IP‑Pools
internationale Standortpartnerschaften
Thüringen wird zu einem Blueprint für regionale Innovationspolitik.
Warum dieser Fahrplan funktioniert
Der Implementierungsfahrplan ist erfolgreich, weil er:
politisch realistisch
administrativ machbar
finanziell nachhaltig
technologisch fundiert
gesellschaftlich legitimiert
ist. Jede Phase baut logisch auf der vorherigen auf und erzeugt sichtbare Erfolge, die politische und gesellschaftliche Unterstützung verstärken.
Kapitel 23: Gesamtfazit – Warum das Thüringer Modell funktioniert und was es einzigartig macht
Das Thüringer Modell bildet 2035–2050 eine vollständig integrierte Innovations‑ und Kapitalarchitektur, die sich fundamental von klassischen Förder‑ oder VC‑Systemen unterscheidet. Es ist kein Programm, keine Initiative und kein Clusterprojekt – es ist eine neue ökonomische Ordnung, die Innovation systematisch produziert, industrialisiert und im Land hält. Dieses Schlussfazit bündelt die Kernelemente und zeigt, warum das Modell langfristig stabil bleibt.
Ein geschlossener Kreislauf statt fragmentierter Förderlogik
Das Modell funktioniert, weil es alle Elemente der Wertschöpfungskette miteinander verbindet:
Campus erzeugt Technologien.
Inkubatoren erzeugen Startups.
Vier Startup‑Quellen erzeugen Diversität und Resilienz.
Mittelstand erzeugt Stabilität und Dividenden.
Staatsfonds erzeugt Vermögen und Reinvestitionen.
Cluster erzeugen Spezialisierung und internationale Sichtbarkeit.
Dieser Kreislauf ist selbstverstärkend und macht das System unabhängig von externen Kapitalinteressen.
Eine Ökonomie, die sich selbst finanziert
Die Dividendenlogik ersetzt Exits. Das bedeutet:
Unternehmen bleiben im Land.
Wertschöpfung bleibt im Land.
Vermögen wächst im Land.
Innovation wird aus eigenen Mitteln finanziert.
Der Staatsfonds wird dadurch zu einem dauerhaften Vermögensaufbauinstrument, das über Generationen hinweg funktioniert.
Eine Region, die Innovation produziert statt importiert
Thüringen wird zu einem Standort, der:
eigene Technologien entwickelt
eigene Industrien aufbaut
eigene Talente hält und anzieht
eigene Kapitalstrukturen nutzt
eigene Souveränität stärkt
Damit entsteht eine aktive, gestaltende Ökonomie, die nicht von externen Investoren oder Förderzyklen abhängig ist.
Ein Modell, das wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität verbindet
Die Transformation wirkt tief in die Gesellschaft:
neue Bildungswege
soziale Mobilität
regionale Identität
politische Stabilität
internationale Attraktivität
Wirtschaftliche Stärke wird zu gesellschaftlicher Resilienz.
Ein Blueprint für Europa
Das Thüringer Modell zeigt, dass regionale Souveränität möglich ist, wenn:
Infrastruktur staatlich bereitgestellt wird
Kapital langfristig investiert wird
Innovation systematisch produziert wird
Unternehmen im Land gehalten werden
Wertschöpfungsketten geschlossen werden
Damit wird Thüringen zu einem europäischen Referenzmodell für nachhaltige, souveräne Innovationspolitik.
Der Kern in einem Satz
Thüringen baut eine Ökonomie, die sich selbst finanziert, selbst erneuert und selbst schützt – und damit eine Zukunft, die nicht von anderen abhängig ist.
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